Prüm als Offroad-Base: Gravelbike oder E-MTB? Der ultimative Bikevergleich für das Prümtal und die Umgebung

Prüm als Offroad-Base: Gravelbike oder E-MTB?

Wer die schöne Westeifel mit dem Rad erkunden möchte, findet in Prüm die perfekte Ausgangsbasis. Von der geschichtsträchtigen Abteistadt aus eröffnen sich Strecken, die gegensätzlicher kaum sein könnten: von flachen, schnellen Ex-Bahntrassen im Tal bis hin zu den rauen, steilen Höhenzügen des Schneifel-Rückens kommt jeder Radfahrer auf seine Kosten. ​Doch wer hier auf Tour geht, steht unweigerlich vor der Frage, ob eher das sportliche, leichte Gravelbike oder das kraftvolle E-MTB die bessere Wahl ist. ​Wir haben den Härtetest rund um unsere Base in Prüm gemacht und zeigen dir, wo welches Bike die Nase vorn hat.

Auf rauen Pisten hoch über dem Prümtal – wie hier von unserer unvergessenen Andrea zelebriert

​1. Das Revier für Gravel-Spezialisten: Bahntrassen-Flug und breite Forstwege

​Das absolute Filetstück der Region Prüm liegt direkt vor der Haustür: ​Das Pronsfelder „Action-Kreuz“ und der Prümtal-Radweg. Von Prüm aus führt der Radweg flussabwärts über das historische Eisenbahnerdorf Pronsfeld. Bis nach Waxweiler ist die ehemalige Bahntrasse komplett asphaltiert und verläuft wunderschön parallel zur Prüm. Hier fliegt das Gravelbike förmlich dahin.

Unsere Gravel-Tipps für dich:

Prümtal-Radweg: Fahr genau bis Waxweiler! Weiter flussabwärts verläuft der Radweg teilweise über die hügelige Landstraße ohne separaten Radweg – das macht mit dem Rad deutlich weniger Spaß.

Abstecher nach Bleialf: Ab Pronsfeld zweigt eine weitere geniale Bahntrasse ab. Der Weg Richtung Bleialf ist ebenfalls komplett asphaltiert, extrem naturnah und bietet Gravel-Genuss pur. Extrem beliebt ist die Fahrt weiter bis ins belgische St. Vith.

Alternative Nimstal: Wer eine Alternative sucht, wechselt ins benachbarte Nimstal. Auch hier verläuft ein hervorragender Radweg, der sich mit seinem Mix aus feinem Asphalt und perfekt gepflegten Schotterabschnitten („Gravel“) ideal für sportliche Runden eignet.

Der sportliche Uphill: Da die Landstraßen auf die Hochebenen oft keinen Radweg haben, nutzen Graveler abseits der Täler die meist breiten und gut ausgebauten Forst- und Wirtschaftswege – es lohnt sich, sowohl landschaftlich als auch fahrtechnisch.

​2. Das E-MTB-Revier rund um Prüm: Wurzeln, Höhenmeter und das Pronsfelder „Action-Kreuz“

​Sobald man den feinen Asphalt der Täler verlässt und die echten Höhenmeter der Eifel bezwingen will, verschieben sich die Kräfteverhältnisse zugunsten des E-MTBs. Hier knacken die giftigen Rampen locker die 10 % bis 15 % Steigung – perfekt für satten Motor-Support.

Unsere E-MTB-Tipps für dich:

Pronsfeld Pumptrack und Hochbergtrail: Pronsfeld ist nicht nur für Graveler ein Knotenpunkt. ​Richtung Bleialf wartet ein Pumptrack inklusive Jumpline auf euch. In Richtung Waxweiler kommst du am Ziel des Hochbergtrails vorbei. Wer die Herausforderung sucht, folgt der Beschilderung zum Einstieg. Die Abfahrt ist extremst steil und mit engen Kehren gespickt – hier ist eine sehr gute Fahrtechnik Voraussetzung! Für Gravelbike absolut ungeeignet!

Schönecker Schweiz (Nimstal): Dieses Highlight liegt im benachbarten Nimstal! Dort findest du offiziell ausgewiesene Mountainbikerouten durch eine faszinierende Landschaft. Aber Achtung: Die Strecken sind teilweise mit schönen Wurzelpassagen gespickt. Mit dem Gravelbike macht das hier – abgesehen vom unteren, sehr gut ausgebauten Talweg – schlicht keinen Sinn. Für das E-MTB ist die Schönecker Schweiz ein Traumrevier.

Der Schwarze Mann: Der Höhenzug bei Prüm ist ein Eldorado für Mountainbiker. Wer die breiten, gut ausgebauten Waldwege im Express-Tempo nehmen oder die raueren Naturpfade unter die Stollen nehmen will, ist mit dem E-MTB bestens bedient. Ein beliebtes Ziel ist das Blockhaus oben am Skilift.

Die Wolfsschlucht, der „Hausberg“ direkt vor der Tür: Auf den breiten Waldwegen direkt bei Prüm kann man zwar auch mit dem Gravelbike Spaß haben, aber mit dem Mountainbike erwacht das Gebiet erst richtig zum Leben, weil du spontan jeden Trail links und rechts mitnehmen kannst.

3. Das Angebot für Radfahrer in und um Prüm wächst weiter


​Prüm-Wolfsschlucht: Downhill-Strecke im Bau

In der Wolfsschlucht bei Prüm tut sich was: Hier entsteht aktuell eine offizielle Downhill-Strecke mit Anliegern, Sprüngen und weiteren Spaß-Faktoren. Bis zur Fertigstellung wird es zwar noch etwas dauern, aber Enduro- und Downhill-Fans sollten den Spot definitiv schon jetzt auf dem Schirm haben. Wir bleiben für euch dran!

Radweg-Lückenschluss von Prüm nach Gerolstein im Bau

Neben den bestehenden Routen entsteht gerade ein weiteres Highlight für die Rad-Infrastruktur der Eifel. ​Auf einer Länge von rund 22 Kilometern wird die stillgelegte Bahntrasse zwischen Prüm und Gerolstein im Rahmen des Eifel-Ardennen-Radwegs komplett ausgebaut. Nach der geplanten feierlichen Eröffnung im Frühjahr 2028 wird die alte Abteistadt unumstritten DIE Rad-Hauptstadt der Westeifel sein.

4. ​Fazit: Die Base steht – du wählst das Werkzeug

​Rund um Prüm gibt es kein „besser“ oder „schlechter“ zwischen Gravelbike und E-MTB. Wer das entspannte, schnelle Dahingleiten auf den perfekt asphaltierten Ex-Bahntrassen bis Waxweiler oder Bleialf sucht, greift zum Gravelbike. Wer dagegen den Pumptrack testen, sich den extrem steilen Hochbergtrail hinabstürzen, die wurzeligen MTB-Routen der Schönecker Schweiz bezwingen oder die Wolfsschlucht erkunden will, findet im E-MTB die ultimative Allzweckwaffe für die Westeifel.

Respektiere die Natur!

Die Westeifel ist ein sensibler Naturraum. Egal ob mit oder ohne Motor: Bleibe bitte immer auf den ausgewiesenen Wald-, Forst- und offiziellen Mountainbikewegen, meide illegale Pfade und nimm Rücksicht auf Wanderer und Wildtiere. Das Befahren und die Auswahl der Strecken erfolgt auf eigene Gefahr und sollte immer den persönlichen Grenzen entsprechend angepasst werden.

Never2Far RNG Drop Bar Bell: Die Lenkerend-Klingel für Road und Gravel im Test

Laut StVZO müssen Fahrräder mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgestattet sein – so besagt es jedenfalls § 64a Einrichtungen für Schallzeichen. Am Rennrad und am Gravelbike wirkt eine herkömmliche Fahrradklingel jedoch eher wie ein störender Fremdkörper, der die cleane Optik beeinträchtigt. Eine gute Lösung verspricht die Never2Far RNG Drop Bar Bell dank cleverer Montage-Idee.

Never2Far RNG Drop Bar Bell: Die Lenkerend-Klingel für Road und Gravel im Test

Wie man’s auch macht, ist es ja bekanntlich falsch. Bin ich mit meinem Gravelbike zügig auf dem Radweg oder im Gelände unterwegs, kommt es unweigerlich zu Situationen, in denen ich mich bemerkbar machen muss oder möchte. Sei es einfach, um auf mich aufmerksam zu machen, sei es, um den Hundehalter vorzuwarnen oder das Ehepaar, das sich über die gesamte Breite des Weges verteilt hat, um mehr Platz zu bitten.

Nun ist meine Stimme nicht die lauteste, und wenn ich erst einmal in Hörweite bin, ist es eh zu spät. Aber auch die Klingel war bislang nicht immer die beste Lösung – allein schon wegen der störenden Optik und der oft ungenügenden Lautstärke: Mit noch ausreichend Abstand überhört, sorgte sie beim Näherkommen eher für empörtes Erschrecken sowie unkontrollierte (und unnötige) Ausweichsprünge in alle Richtungen.

Never2Far RNG Drop Bar Bell: Die Lenkerend-Klingel für Road und Gravel im Test

Um es direkt vorweg zu nehmen: die Road’N’Gravel (RNG) Klingel von NEVER2FAR überzeugt auf ganzer Linie. Das kleine Kraftpaket mit einem Durchmesser von ca. 3 cm und einem Gewicht von nur 53 g macht einen sehr hochwertig verarbeiteten Eindruck. Mit Druck auf den gefederten Messingklöppel wird durch den Messingdom eine anhaltend laute, kaum zu überhörende Schwingung erzeugt.

Besonders clever ist die Montage-Idee: Die Never2Far RNG Drop Bar Bell wird an einem Lenkerende angebracht und ersetzt dort den Lenkerstopfen. Dank des im Lieferumfang enthaltenen Innensechskantschlüssels ist die Montage dann auch in weniger als 2 Minuten erledigt, das Lenkerband muss nicht neu gewickelt werden. Die Lenkerend-Klingel sitzt bombenfest und fügt sich schick und dennoch ganz unauffällig in die Bike-Optik ein.

Die Positionierung am Lenkerende schafft nicht nur ein sehr cleanes Erscheinungsbild am Lenker, sondern bietet darüber hinaus auch ein Plus an Sicherheit: Da ich – vor allem im Gelände – oft im Unterlenker unterwegs bin, um mehr Kontrolle über mein Bike zu haben, ist kein Umgreifen mehr notwendig, um die Klingel zu bedienen. Ich kann also wesentlich schneller reagieren wenn plötzlich ein Fußgänger auftaucht – und rechtzeitig auf mich aufmerksam machen.

Never2Far RNG Drop Bar Bell: Die Lenkerend-Klingel für Road und Gravel im Test

Fazit

Klein aber oho: Sehr feines, praktisches und StVZO konformes Sicherheitsgadget fürs Rennrad oder Gravelbike. Kinderleichte, schnelle und sichere Montage, optisch dezent am Lenkerende. Für alle gängigen Lenkerdurchmesser von 22,2 bis 23,8 mm geeignet. Lauter Klang, mit dem man sich rechtzeitig bemerkbar machen kann, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu erschrecken.

Produktdetails Never2Far RNG Drop Bar Bell

  • In verschiedenen Farben erhältlich, im Test: blau
  • Gewicht: 53 Gramm
  • Preis: 18,90 Euro

Web: www.never2far.com