Special Burgen und Schlösser Tour: Etappe 3 – Von der Burgruine Volmarstein bis zum Dortmunder Hauptbahnhof

Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen – Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg – Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz – Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg – Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg – Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof / Gesamt Etappe 3: Etwa 53,5 Kilometer und 918 Höhenmeter

  • Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen
    Etwa 8,5 Kilometer und 190 Höhenmeter
  • Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg
    Etwa 12 Kilometer und 360 Höhenmeter
  • Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz
    Etwa 13 Kilometer und 300 Höhenmeter
  • Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg
    Etwa 5 Kilometer und 13 Höhenmeter
  • Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg
    Etwa 11 Kilometer und 55 Höhenmetern
  • Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof
    Etwa 4 Kilometer

Von der Burgruine Volmarstein zum Wasserschloss Werdringen

Eckdaten: Etwa 8,5 Kilometer und 190 Höhenmeter

Wir setzen unsere Fahrt auf der „Hauptstraße“ fort, die uns an der Kirche vorbei durch den Ort führt. Die Von-der-Recke-Straße rechts abbiegend fahren wir direkt am Volmarsteiner Dorfplatz vorbei. Wir kurbeln die Einbahnstraße leicht bergan. Erst mit dem Erreichen der Osthausstraße verlassen wir die Von-der-Recke-Straße und begeben uns jetzt auf ausgewiesenen Wanderweg mit der Kennzeichnung Raute. Immerhin haben wir alleine in Volmarstein, nach dem Verlassen der Burgruine, etwa 70 Höhenmeter gemacht.

Skizze Tourenverlauf Burgruine Volmarstein / Wasserschloss Werdringen

Erst mal werden wir uns auf Asphalt fortbewegen, dafür aber abseits der größeren Straßen. Möglichkeiten zur Einkehr und zum Stillen des Durstes gibt es in Volmarstein zur Genüge. Von der Burg über den Dorfplatz bis zur Margarethen Höhe – wer hier durstig und hungrig bleibt ist selber Schuld! Wie sollte es anders sein, mal wieder erwartet uns ein kurzes Stück Gehweg. Die Wanderroute führt uns über die Autobahn A1 und hier sollte man einen Blick nach rechts werfen. Wir erkennen das hier ansässige Unternehmen ABUS, dem Hersteller von Schlössern, Helmen und diversen anderen Dingen, die wir als Biker so brauchen! Nach der Autobahnüberfahrt überqueren wir die sehr stark befahrene Straße und biegen mit der Raute nach links ab. Auch wenn wir dem „Heiler Weg“ auf Asphalt folgen, es wird wieder ländlicher und angenehmer. Die Autobahn ist nur noch als Rauschen wahrnehmbar und wir tauchen in eine andere Welt ein. Der Blick nach links gleitet über das Ruhrtal, während der Blick nach rechts nicht mehr die Frage offen lässt, weshalb Hagen das Tor zum Sauerland darstellt. Die bewaldeten Hänge mit verheißungsvollen Höhenmeter locken, sind aber nicht Bestandteil unserer Tour. Mit dem Wanderweg A8 verlassen wir den Hauptteil des „Heiler Weg“ und folgen dem Wanderweg nach links. Wir passieren einige Häuser und fahren auf einem kleinen schmalen Weg in den Wald hinein. Der erste Teil des Weges ist wild und ungepflegt – und macht daher doppelt Spaß. Wir erreichen einen breiten Forstweg, der uns direkt zur Autobahn führt. Den Tunnel lassen wir allerdings unbeachtet und setzen unseren Weg auf dem Wanderweg A8 fort. Wir gelangen im weiteren Verlauf auf einen asphaltierten Waldweg und orientieren uns an der Gabelung links dem Kennzeichen X entsprechend, während der Wanderweg A8 nach rechts abzweigt. Der Wanderweg X führt uns durch den Tunnel und wir lassen somit die Autobahn hinter uns. Wir folgen brav dem Wanderweg X20 und lassen die Straße als auch die Bahnschienen hinter uns. Wir folgen dem kombinierten Geh- und Radweg, einem leicht ruppigen Feldweg. Wir dürfen hier sogar mal offiziell fahren! Am Ende des Feldweges gelangen wir wieder auf Asphalt. Während der Wanderweg X nach links führt, halten wir uns jetzt rechts.
Wir visieren bereits unser nächstes sehenswertes Etappenziel an: Das Wasserschloss Werdringen. Wir erreichen die Bundesstraße B226, halten uns kurz rechts und biegen direkt wieder links ab in die Westpreußenstraße. Die spätere Beschilderung weist uns in die Richtung Harkortsee und Hafen Baukey. Ein weiteres Mal unterqueren wir Bahnschienen und endlich wird es wieder ruhiger und ländlicher. Auf der Brockhauser Straße ist das Wasserschloss Werdringen bereits ausgeschildert. Wir statten dem romantischen Wasserschloss natürlich einen Besuch ab.

Das Wasserschloss Werdringen

In unmittelbarer Nähe zum Freiherr-vom-Stein-Turm und dem Harkortsee findet sich in Hagen-Vorhalle das idyllische Wasserschloss Werdringen. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr das Wasserschloss bereits im 13. Jahrhundert. Heute findet sich hier neben einem Museum für Ur- und Frühgeschichte ein Schloss-Café, welches zum Verweilen einlädt.

Tipp! Das Wasserschloss Werdringen bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da der Stadtteil Hagen-Vorhalle eine S-Bahn Anbindung bietet.

Vom Wasserschloss Werdringen zur Burgruine Hohensyburg

Eckdaten: Etwa 12 Kilometer und 360 Höhenmeter

Weiter geht’s auf dem ausgeschilderten Radweg Richtung Freiherr-vom-Stein-Turm und im weiteren Verlauf auf dem Wanderweg = nach rechts in den Wald hinein. Der Weg schraubt sich leicht bergan und gut fahrbar nach oben. Wir passieren den Freiherr-vom-Stein-Turm zu unserer Linken und folgen weiterhin dem Wanderweg mit der Kennzeichnung = bzw. dem ausgefüllten Rechteck.

Skizze Tourenverlauf Wasserschloss Werdringen / Burgruine Hohensyburg
Freiherr-vom-Stein-Turm

Der Weg führt wieder bergab und nach einer Schussfahrt biegt der Wanderweg scharf rechts ab und führt über eine wilde Treppe – ein Traum, der nicht nur die Ärmchen durchschüttelt, sondern auch alle Plomben auf Wanderschaft schickt. Wir gelangen ein kurzes Stück auf eine Anliegerstraße und überqueren zusammen mit der Hauptstraße die Ruhr. Wir befinden uns immer noch auf dem ausgewiesenen Wanderweg, der uns direkt zum gegenüberliegenden Ufer der Ruhr nach Herdecke führt. Ein letztes Mal auf unserer Tour haben wir die Ruhr überquert. Jetzt folgen wir dem Radweg Richtung Schwerte. Einige hundert Meter radeln wir am Ufer der Ruhr entlang, passieren Freizeiteinrichtungen und Biergärten. Das leichte Surren der Reifen verrät, wie leicht wir auf dem Asphaltweg dahin rollen. Weitgehendst bleiben wir von Autos verschont.

Kurz vor der Schleuse biegen wir links in den Gerhart-Hauptmann-Weg ab und halten uns immer rechts, auf der Straße bleibend, den Berg hoch. Hoch heißt in diesem Fall wirklich hoch! Meter für Meter kurbeln wir in der Siedlung bergan. Wir bleiben auf dem Gerhart-Hauptmann-Weg bis dieser in die Straße „Auf den Brennen“ übergeht. Hier biegen wir nach rechts in die für Autos und Mopeds gesperrte kleine Anliegerstraße ab und gelangen wieder in den Wald. Wir fahren jetzt auf dem Wanderweg O – durch den Wald und auf Asphalt, dafür aber ohne Autos! Ein kurzes Stück verlassen wir, dem Wanderweg O folgend, zwar den Asphaltweg, gelangen aber letztendlich wieder auf den asphaltierten Waldweg.

Wir sind jetzt weit oberhalb der Ruhr. Das Gelände fällt steil rechts ab und die markanten Felsen verleihen dem Szenario ein leicht alpines Flair. Was für ein fantastischer Ausblick! Wir passieren einen Friedhof und ein auf der rechten Seite befindliches eingezäuntes Gelände. Hinter dem Gelände führt der Wanderweg O rechts nach oben ab, dem wir aber an dieser Stelle nicht folgen werden! Wir bleiben also auf dem Asphaltband und gelangen auf eine kleine Straße. Auch hier fahren wir geradeaus weiter und gelangen somit auf den Wanderweg X, der uns jetzt erst mal den Weg weisen wird.
„Im Kleff“ biegen wir dem X folgend rechts ab. Die kleine Asphaltstraße führt uns im Wald am Speicherbecken vorbei. Wir befinden uns hier im Herzen eines unglaublich schönen Terrain zum Biken. Im weiteren Verlauf orientieren wir uns jetzt am Wanderweg D, um nicht zur großen Straße zu gelangen. Wir gelangen auf dem Wanderweg X zum „Am Klusenberg“ und folgen jetzt dem Wanderweg X/A3/A4, eine Schotterpiste, durch den Wald. Wir bleiben auf dem Weg „Am Klusenberg“ und folgen weiterhin dem Wanderweg D. Der Wanderweg führt uns auf einen sehr schönen schmalen Trail, der leicht bergan führt. Der Blick nach rechts lässt Menschen mit Höhenangst erschrecken – es ist fast schon unglaublich, wie steil der Hang zur Ruhr abfällt. Ein mulmiges Gefühl! Der Wanderweg spuckt uns direkt auf die Hauptstraße aus. Auf der linken Seite befindet sich das Road Stop – unmenschlich! Mannomann, riecht das lecker nach Essen! Wer also Hunger oder Durst verspürt, ist hier bestens aufgehoben! Wir überqueren die Hauptstraße und lassen das Road Stop hinter uns.

Die restlichen Meter zur Burgruine folgen wir einfach den Hinweisschildern Richtung Hohensyburg. Auf Asphalt kurbeln wir die letzten Meter zur Burgruine Hohensyburg hoch. Eine unglaubliche Kulisse: Die Burgruine, das nahe Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der Blick auf das beginnende Sauerland – und das Ganze hoch über der Ruhr! Ein Highlight dieser Tour, aber noch nicht das letzte Highlight! Wir haben noch etwas vor uns!

Die Burgruine Hohensyburg

Hoch über dem Zusammenfluss von der Ruhr und der Lenne in den Hengsteysee thront die Hohensyburg. Vor über 800 Jahren wurde die steinerne Burg gebaut, doch schon um 700 nach Christi befand sich hier eine Verteidigungsanlage. Die Burgruine, in unmittelbarer Nähe zum Casino, ist frei zugänglich und lohnt sich auf jeden Fall zu erkunden, da viele Teile der Burg noch erhalten sind.

Die Burgruine Hohensyburg
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Der Vincketurm, der bereits von weitem sichtbar ist, ist wesentlich neueren Datums. Der 26 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1857 errichtet. Neben der Burgruine und dem Vincketurm findet sich ein weitere Sehenswürdigkeit: Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Von der Hohensyburg zum „Forsthaus“ Freischütz

Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 300 Höhenmeter

Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal wählen wir den Wanderweg =, der mit dem Kaiser in unserem Rücken nach rechts abzweigt und uns auf den Wanderweg D/X9 führt. Der Wanderweg führt unterhalb des Kaisers entlang, quasi zu seinen Füßen. Diesen sehr spaßigen Trail fahren wir bis zur Ruhr runter. Es ist ein unglaublich schöner Trail, der sich teilweise in engen Serpentinen am Hang herunter schlängelt. Der Weg zeigt sich zum Teil sehr anspruchsvoll, technisch, ruppig und ist für Anfänger ungeeignet! Das verstehen wir unter einer genialen Abfahrt! Der Wanderweg beschert uns einen Kilometer Abfahrtsspaß mit mächtig viel Höhenmeter. Wir wollen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um einen Wanderweg handelt und dieser natürlich auch von Wanderern und Fußgängern genutzt wird! Besonders am Wochenende ist die Burgruine und das Denkmal ein beliebtes Ausflugsziel. Dementsprechend hat man hier Vorsicht walten zu lassen und den Fußgängern den Vorrang zu gewähren! Rüpelhaftes Verhalten schadet uns allen!

Unten angelangt schauen wir direkt auf die Ruhr. Grob visieren wir jetzt den Ebberg an und fahren links der Ruhr entgegen. Der Rad- und Gehweg ist breit und asphaltiert, kein Wunder also, dass der Weg von vielen Radlern, Nordic Walkern und Fußgängern genutzt wird. Wir folgen dem Asphaltstreifen am Haus Husen vorbei, einem Jugendferienheim der Pfadfinder. Da wir in diesem Bereich autofrei radeln, können wir die Tour am Rande des Ruhrtals mit den angrenzenden bewaldeten Hängen doppelt genießen.

Skizze Tourenverlauf Burgruine Hohensyburg / Freischütz

Wir folgen weiterhin der Kennzeichnung des Wanderweges XR und das Rauschen der Autobahn drängt sich uns immer mehr auf. Ein winziges Stück müssen wir auf den Verkehr achten, da wir am Ortsausgangsschild Dortmund-Syburg auf die Westhofener Straße treffen. Allerdings legen wir nur wenige Meter, der Kennzeichnung S links folgend, auf der Straße zurück. Der Wanderweg S knickt sofort stark rechts von der Westhofener Straße ab. Der raue Forstweg des Ebbergs steigt bergan und addiert einige Höhenmeter auf unsere Gesamtbilanz. Der Forstweg, zeitweise ein richtig schöner Singletrail, kostet mächtig Körner – es geht sehr steil bergauf! Der Wanderweg, der auch als Wanderweg D/X gekennzeichnet ist, führt direkt zum Naturfreundehaus Ebberg. Hier kann man die Körner, die man gerade beim Uphill verbrannt hat, wieder zu sich führen. Das Naturfreundehaus bietet eine sehr schöne Möglichkeit zur Einkehr und einen schönen Biergarten.

Auf dem Wanderweg S geht es weiter durch den Wald. Es erwartet uns ein schöner und mit Wurzeln bespickter Trail, der leicht bergan führt. Für die Freunde des Downhills und des Freeridens lohnt sich definitiv der Blick zur Seite. Wir gelangen auf eine Lichtung mit Blick über das Feld zur linken Seite und dem Wald zur rechten Seite. Wir stoßen auf eine kleine asphaltierte Straße, während wir linker Hand ein großes Gestüt erblicken. Der Wanderweg S folgt an dieser Stelle der kleinen Straße nach links, wir halten wir uns allerdings geradeaus und befahren den Wanderweg mit der Kennzeichnung XW. Bis zur Autobahnüberquerung erwartet uns ein netter Abfahrtsspaß – nicht sonderlich technisch, aber spaßig.

Nach der Überquerung der Autobahn folgen wir weiterhin der Kennzeichnung X und D – also links abbiegen! Wir bewegen uns jetzt erst mal auf Asphalt fort, meist aber ohne nennenswerten Kontakt zu Autos – abgesehen von der Hauptstraße, die wir überqueren müssen. Wir erreichen den Dortmunder Stadtteil Holzen. Die Kennzeichnung des Wanderweges XW/D führt uns durch den Ort. Über den Heideweg gelangen wir zur Straße „Feldmark“.
Auch wenn wir uns, langsam aber sicher, Dortmund nähern, haben wir noch Highlights parat – wie zum Beispiel den Schwerter Wald, den wir als nächstes anvisieren. Wir folgen der Kennzeichnung des Wanderweges D/X und fahren somit auch ein Stück der Radtour Hörde. In unmittelbarer Nähe zur Autobahn A1 führt uns die Radtour Hörde über eine weitgehendst autofreie Asphaltstraße. Wir orientieren uns weiter an der Kennzeichnung D und fahren an der Ecke Klusenweg / Bergerhof, direkt vor dem Ortseingangsschild Schwerte, in den Krinkelweg. Der Wanderweg D führt uns kurze Zeit später vom Asphalt weg – wir verlassen also die Straße rechts abzweigend und überqueren einen kleinen Bach. Keine Sorge, wir bleiben trockenen Fußes, da wir hier eine Brücke vorfinden. Hinter der Brücke führt uns der Wanderweg A2 nach links. Endlich sind wir wieder im Wald unterwegs. Vogelgezwitscher umgibt uns und die Stollen der Reifen krallen sich freudig in den Waldboden. Bis zur Überquerung der Straße bleiben wir auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung A2. Wir visieren grob unser Etappenziel an, das Freischütz, bleiben aber weiterhin auf dem Wanderweg A2 – der uns letztendlich zu unserem Etappenziel führen wird. Wir fahren durch ein schönes und hügeliges Waldgebiet. Man muss ein wenig Obacht auf die Kennzeichnung A2 geben, da diese nicht immer sonderlich offensichtlich ist. Der Wanderweg A2 führt uns direkt zum Freischütz, einem Freizeitparadies für jung und alt.

Das „Forsthaus“ Freischütz

Das Freischütz sticht als Etappenziel etwas aus unserer Burgen und Schlösser Tour heraus. Das Freischütz, einst als Forsthaus gebaut um den Wilderern das Handwerk zu legen, dient heute als Freizeitzentrum. Am Rande des Schwerter Waldes direkt an der Hörder Straße gelegen, ist die Eventlocation sehr gut mit dem Auto, dem Motorrad, dem Fahrrad und sogar mit dem Bus erreichbar. Die Gastronomie, der Biergarten und das Kinder Spielparadies sorgen dafür, dass im Freischütz immer etwas los ist.

Vom Freischütz zum Wasserschloss Haus Rodenberg

Eckdaten: Etwa 5 Kilometer und 13 Höhenmeter

Nach der Rast im Freischütz folgen wir dem Wanderweg A1 und nutzen die Brücke über die stark befahrene Hörder Straße. Der Wanderweg führt uns über einen mit Wurzeln bespickten schmalen Weg auf einen breiten, aber leicht ruppigen Forstweg, der mit Steinen durchsetzt ist. Wir bleiben auf dem Wanderweg A1, bis wir nur noch die Wahl nach links oder rechts haben. Während der Wanderweg A1 leicht bergan nach rechts führt, wählen wir den Wanderweg O nach links. Dem Wanderweg mit der Kennzeichnung O folgend passieren wir eine Schutzhütte zu unserer rechten Seite und orientieren uns immer geradeaus, dem ausgefüllten Rechteck entsprechend. Dieser breite Weg bringt uns direkt nach Aplerbeck. Wir gelangen auf die Schwerter Straße und werden jetzt dem ausgewiesenen Radweg R10 bis zum Haus Rodenberg folgen. Relativ stressfrei gelangen wir so zum Ortskern, da der Radweg auch durch einen großen Sport- und Freizeitpark mit einem Skatepark führt! Wir erreichen das Wasserschloss Haus Rodenberg mit einem herrlichen Biergarten vor einer herrlichen Kulisse.

Das Wasserschloss Haus Rodenberg

Das Wasserschloss Haus Rodenberg liegt mitten im Dortmunder Ortsteil Aplerbeck. Die erste urkundliche Erwähnung des Wasserschlosses fand vor über 700 Jahren statt. So schön das Schloss auch ist, leider handelt es sich nur noch um die Vorburg mit dem Wirtschaftsteil. Der angrenzende See und die schöne Kulisse sorgen natürlich dafür, dass das Wasserschloss immer gut besucht wird. Die Gastronomie und der Biergarten sind sehr zu empfehlen.

Tipp! Der Dortmunder Stadtteil Aplerbeck bietet neben einem Bahnhof eine sehr zentrale U-Bahn-Haltestelle.

Skizze Tourenverlauf Freischütz / Wasserschloss Haus Rodenberg
Das Wasserschloss Haus Rodenberg in Dortmund-Aplerbeck

Vom Wasserschloss Haus Rodenberg zur Hörder Burg

Eckdaten: Etwa 11 Kilometer und 55 Höhenmeter

Unser letztes Ziel, abgesehen vom Dortmunder Hauptbahnhof, ist die Hörder Burg. Die Burg liegt im Dortmunder Stadtteil Hörde und die Fahrt dahin ist, trotz der Fahrt in der Nähe der Großstadt Dortmund, anfänglich weitgehendst überraschend angenehm. Wir folgen also weiter dem Radweg R10 und fahren eine Weile parallel zur Emscher über breite ausgebaute Radwege. Wir gelangen nachfolgend in eine Siedlung und in die Straße „Nagelpötchen“, die uns auf die stark befahrene Schüruferstraße ausspuckt, auf die wir nach rechts abbiegen. Unser Wegweiser bleibt weiterhin der Radweg R10. Vor dem Blausielweg, wo der Radweg R10 weiterhin entlang führt, biegen wir allerdings nach rechts in die neu geschaffene Grün- und Erholungsanlage ab.

Wir erhaschen hier einen ersten Blick auf den Phoenix-See. Unter uns huschen die Autos über die B236. Von der Sulpkestraße, der wir nach links folgen, kommen wir auf die Berghofener Straße. Wir sind bereits seit einiger Zeit nur noch auf Asphalt unterwegs – ein Tribut den man zahlen muss, wenn man in einer Großstadt unterwegs ist. Weiter geht es wieder auf dem Radweg R10 und wir gelangen im weiteren Verlauf auf die Landstraße L661. Entlang der stark befahrenen Landstraße radeln wir Richtung Witten und Hombruch. Dortmund-Hombruch dürfte übrigens vielen Bikern wegen des dort befindlichen Bikeparks und Skateparks ein Begriff sein. Ein Besuch der lohnt, aber nicht zu unserer Tour gehört. Irgendwann geht alles zu Ende und auch wir bereiten uns langsam auf die letzten Kilometer vor. Kurz vor dem Dortmunder Ortsteil Benninghofen, Ecke „Am Marksbach“ / „An der Goymark“, folgen wir dem Radweg nach rechts und verlassen somit den Radweg R10. Wir orientieren uns immer geradeaus und schöne Trails sind jetzt nicht mehr zu erwarten. Über die Benninghofer Straße und die Straße „Stiftskamp“ gelangen wir zur Faßstraße, die uns direkt zur Hörder Burg bringt.

Skizze Tourenverlauf Wasserschloss Haus Rodenberg / Hörder Burg

Die Hörder Burg

Das letzte Ziel unserer Reise ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Hörder Burg. Einst als Wasserburg gebaut, befindet sich die Burg jetzt wieder in der Nähe eines Gewässers. Ausschlaggebend hierfür war die Demontage des Stahlwerks auf Phoenix-Ost, Folge des Niedergangs der heimischen Stahlindustrie. Im Oktober 2010 fand die Flutung des Phoenix-Sees statt, dort wo früher die Hermannshütte stand. Die Arbeiten am Phoenix-See sind noch nicht abgeschlossen, weshalb der Blick auf den künstlichen See zur Zeit noch einer Baustelle gleicht – noch…. Dortmund ist mit dem Phoenix-See definitiv um eine Attraktion reicher. Wir sind gespannt, wie sehr sich das Hörder Stadtbild durch den attraktiven See verändern wird.

Von der Hörder Burg zum Dortmunder Hauptbahnhof

Von Hörde aus ist die Fahrt zur Dortmunder Innenstadt und dem Hauptbahnhof bereits ausgeschildert. Die Fahrt ist jetzt nur noch zweckmäßig zu betrachten, obwohl die Dortmunder Innenstadt sehr viel zu bieten hat. Viele Cafés, Kneipen und Biergärten sorgen für ein munteres Treiben in der recht großzügig geschnittenen Innenstadt. Dortmund wirkt im Vergleich zu vielen anderen Städten des Ruhrgebietes nicht so gequetscht und erscheint dadurch sehr freundlich und sympathisch. Bei einem Heimspiel des BVB versinkt die Stadt in gelb-schwarz und trotz der vielen Fans bleibt es hier ruhig – zumindest haben wir bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht.

Von Hörde aus sind es bis zum Bahnhof, über den ausgewiesenen Fahrradweg, etwas über vier Kilometer. Alternativ kann man sich natürlich auch der Bahn oder der U-Bahn bedienen, schließlich befinden wir uns hier in einer Großstadt mit einer sehr guten Anbindung.

 

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Special Burgen und Schlösser Tour: Etappe 2 – Von der Burg Altendorf bis zur Burgruine Volmarstein

Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg – Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein – Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein – Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein / Gesamt Etappe 2: Etwa 64,5 Kilometer und 1950 Höhenmeter

  • Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg
    Etwa 13 Kilometer und 350 Höhenmeter
  • Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein
    Etwa 15,5 Kilometer und 405 Höhenmeter
  • Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein
    Etwa 13 Kilometer und 385 Höhenmeter
  • Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein
    Etwa 23 Kilometer und 810 Höhenmeter

Von der Burg Altendorf zur Ruine Isenburg

Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 350 Höhenmeter

Weiter geht’s, der Kennzeichnung A1 folgend, auf der Burgstraße durch die Stadt. Wir biegen nach links ab in die Kohlenstraße und orientieren uns jetzt am Wanderweg A3. Kurz vor dem Erreichen des Ortsausgangsschildes führt uns die A3 nach rechts weg über einen asphaltierten Feldweg. Von der „Am Fröhlinge“ gelangen wir auf den Wanderweg Raute, dem wir jetzt folgen werden. Wir fahren auf dem Wanderweg Raute weiter in Richtung Hattingen-Niederwenigern und streifen dabei den Weg „Deipenbecke“, bleiben aber auf jeden Fall geradeaus auf dem Wanderweg Raute. Am Reiterhof Grossheimann teilt sich der Wanderweg in die Raute 7 und die Raute 8. Wir wählen links den Wanderweg Raute 7, ein sehr schmaler Trampelpfad an einer Hecke, der auch von Reitern genutzt wird – was man auch merkt – es ist morastig und sehr anstrengend.

Skizze Tourenverlauf Burg Altendorf / Ruine Isenburg

 

Die Burg Altendorf

Der Kennzeichnung des Wanderweges Raute wird in die Turmstraße gefolgt, eine kleine asphaltierte Straße ohne nennenswerten Kontakt zu Autos. Vorbei an Feldern und Pferdewiesen gelangen wir so direkt nach Niederwenigern. Weiterhin auf dem Wanderweg Raute fahrend erreichen wir die markante Kirche des Ortes und folgen dem Wanderweg weiter nach rechts. Am Siepenweg erwartet uns eine kleine Herausforderung: Eine Treppe, die nach unten führt. Es wartet ein kleiner Singletrail und dann eine weitere Herausforderung. Der Weg gabelt sich und wir wählen den Weg rechts! Wir bleiben somit auf dem Wanderweg Raute und dieser führt anspruchsvoll nach oben. Der Uphill ist zwar kurz, lässt uns aber gut pumpen! Wir kommen an einem Bauernhof vorbei und gelangen zur kleinen Straße „Am Bahrenberg“, auf die wir nach rechts abbiegen. Unser neuer Begleiter ist der Wanderweg H, der uns auf einen Waldweg lotst. Der Forstweg bringt uns nach Niederbonsfeld. Der kurze knackige Uphill, es handelt sich immer noch um den Wanderweg H, lässt die Waden brennen. Wir erreichen die Anliegerstraße Kressenberg, folgen dem Wanderweg Raute 7 nach rechts und passieren dabei den Wasserturm. Auf dem Bergkamm dahin gleitend bietet sich zu unserer Rechten ein fantastischer Blick über das Tal hinweg. Links neben uns lockt der Wald, in den wir gleich eintauchen werden.

Der Wanderweg Raute 7 offenbart sich als ein echt spaßiges Highlight dieser Etappe. Anfänglich ein breiter und ruppiger Forstweg, wird der Wanderweg Raute 7 nach dem Abbiegen nach links – weg vom Hauptweg – zu einem Singletrail allerhöchster Güte! Immer leicht bergab führend werden wir von einer Kurve in die nächste Kurve katapultiert. Der Trail ist schmal, eng, ruppig und zum Teil leicht verblockt. Genau das ist es doch, was unser Herz erfreut! Natürlich sollte und muss immer auf Wanderer geachtet und die Geschwindigkeit diesbezüglich angepasst werden. Auf jeden Fall Abfahrtsspaß pur, bevor uns der Trail wieder auf Asphalt ausspuckt, wo wir die Kirche passieren. Wir folgen dem Wanderweg und gelangen zum Ortskern von Nierenhof. Hier bietet sich auch ein idealer Quereinstieg bzw. Querausstieg durch den S-Bahnhof.
Im Ort orientieren wir uns an dem Radweg in Richtung Hattingen und dann an dem Wanderweg X28, der von der Hattinger Straße weg auf der anderen Straßenseite um 180 Grad versetzt an der Mauer hoch führt. Der Wanderweg X führt im weiteren Verlauf rechts von der Anliegerstraße weg in Richtung Isenburg. Hier könnte man dem Wanderweg folgen, wir fahren aber weiter auf der Straße, um die Isenburg am Ende des Bergkammes von unten zu bezwingen. Definitiv werden wir diesen Wanderweg für die Abfahrt nutzen! Wir fahren also weiter geradeaus, halten uns im weiteren Verlauf rechts und kommen am Reitzentrum Hattingen/Velbert vorbei. Direkt am Rande des Berges radelnd gelangen wir über den Balkhauser Weg zum Fuße der Isenburg. Wir müssen uns zwar die Straße mit Autos und Motorrädern teilen, der Verkehr hält sich aber in Grenzen.

Wir biegen an der Tippelstraße rechts ab und folgen dem Wanderweg X zur Isenburg hoch. Der Weg wird immer schmaler und anspruchsvoller und letztendlich zu einem sehr feinen Singletrail, bleibt aber fast bis oben fahrbar. Auf den letzten Metern, zur Isenburg hoch, ist das Schultern des Bikes angesagt, da wir Treppen emporsteigen müssen. Fast 95 Höhenmeter haben wir für die Auffahrt zur Isenburg absolviert, die weit oberhalb der Ruhr auf das Ruhrtal herab blickt.

Die Ruine Isenburg

Westlich von Hattingen findet sich weit oberhalb der Ruhr die Ruine Isenburg. Die etwa 800 Jahre alte Isenburg, welche in frühen Urkunden Burg Isenberg genannt wurde, wird vom „Verein zur Erhaltung der Isenburg“ betrieben. Die Ruine ist frei zugänglich und die ausgegrabenen Grundmauern und Teile des Bergfrieds lassen erahnen, welche Dimensionen diese Burg einst gehabt haben muss. Wir bitten darum, dass im Bereich der Burg bitte nicht gefahren wird! Ein schönes und imposantes Stück Geschichte, welches zu Erhalten lohnt!

Die Isenburg
Blick von der Isenburg auf die Ruhr

Tipp! Die Ruine Isenburg bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da die S-Bahn S9 in Velbert-Nierenhof hält. Die S9 verkehrt zwischen Haltern, Essen und Wuppertal.

Von der Ruine Isenburg zur Burg Blankenstein

Eckdaten: Etwa 15,5 Kilometer und 405 Höhenmeter

Nun folgen wir dem Wanderweg X28 auf dem Bergkamm in Richtung Nierenhof. Nach einem kurzen Stück bergan eröffnet sich uns ein flowiger und spaßiger Singletrail. Es läuft rund, da es meistens leicht bergab geht. Zur Belohnung gibt es eine kleine technische Passage. Letztendlich erreichen wir nach dem Spaß im Wald wieder die uns bereits bekannte Hattinger Straße und die davon nach links abzweigende „Alte Poststraße“. Nach wenigen Metern zweigt der Wanderweg X nach rechts ab – eine Treppe führt nach oben. Da wir mal wieder wenig Lust haben das Bike zu schultern, ziehen wir eine Umfahrung der Treppe vor. Wir folgen daher der Straße und biegen nach rechts in die Sackgasse ein, die einen Teil dieser Straße bildet. So gelangen wir ans obere Ende der Treppe und können frohen Mutes unseren Weg auf dem gekennzeichneten Wanderweg fortsetzen. Nach einer Tordurchfahrt und mit dem Bach rechts unter uns gelangen wir wieder auf artgerechten Untergrund für unsere Stollen. Der Weg führt in den Wald – bergan natürlich! Wir bleiben jetzt einige Zeit dem Wanderweg X28 erhalten und ergötzen uns an der Schönheit dieses Landstrichs – mit einigen Schweißperlen auf der Stirn. Der Wanderweg X28 trifft im weiteren Verlauf auf den Wanderweg H. Wir sagen unserem liebgewonnenen Wanderweg X28 Lebe wohl und befahren den Wanderweg H nach links bergan. Kurze Zeit später treffen wir auf den Wanderweg Raute und folgen der Kennzeichnung Raute als auch dem H nach rechts. Nach wenigen Metern beschreibt der Wanderweg H eine fast 180 Grad Kehre, wir bleiben aber auf dem Wanderweg mit der Raute und fahren somit geradeaus weiter.

Skizze Tourenverlauf Ruine Isenburg / Burg Blankenstein

Da wir mittlerweile genug Höhenmeter gemacht haben, geht es jetzt mal mit Pfeffer bergab über eine große Lichtung. Hier teilen sich einige Wanderwege auf, wir fahren aber weiter geradeaus – wieder in den Wald hinein. Also nicht nach links in den Wanderweg XR bzw. Raute 4 abbiegen – auch wenn dieser frohlockt! Wir gelangen an eine Schutzhütte und folgen rechts abbiegend dem Wanderweg Raute 8 bzw. X. Nach etwa 100 Metern überqueren wir einen Wanderweg und halten uns weiter geradeaus – wir sind jetzt auf dem Wanderweg A2 unterwegs. Diesem folgen wir bis zu einer weiteren Schutzhütte. Da unser nächstes Zwischenziel die Schulenburg in Hattingen sein wird, fahren wir nach links auf den Wanderweg X/A1, der im späteren Verlauf als Wanderweg XR ausgewiesen ist. Munter flockig führt uns der breite Wanderweg direkt zur Schulenburg – Restaurant und Biergarten. Wir befinden uns jetzt oberhalb von Hattingen und folgen dem Wanderweg X17 am Parkplatz vorbei zur Straße runter. Hier biegen wir nach rechts in die Friedrichstraße ein. Da wir uns wieder auf der Straße bewegen heißt es bitte auf Autos aufzupassen! Noch mehr Autos erwarten uns dann mit der Bredenscheider Straße, die wir überqueren müssen. Der Wanderweg X17/XR führt auf der anderen Seite der Straße weiter und lässt die stark befahrene Straße hinter sich. Wir überqueren einen kleinen Bach und folgen dem Asphaltband nach links. Der Lärm der Straße verstummt. Es ist fast unglaublich, wie sehr sich diese unscheinbare Straße ihren Weg über Felder und durch Wälder nach oben bahnt – nicht umsonst der Ruhrhöhenweg. Auch wenn wir uns auf Asphalt bewegen, den landschaftlichen Reiz kann das nicht trüben. An der Kennzeichnung des X orientierend, fahren wir ein kurzes Stück auf einer kleinen Landstraße und biegen nach links auf den Wanderweg XR/X17 ab.

Wir gelangen zur Holthauser Straße, die nicht mit Autos geizt. Diese verlassen wir schnell mit der nächsten Anliegerstraße nach links – vor dem Kreisverkehr! Wenige Meter waren wir jetzt ohne Wanderwegkennzeichnung unterwegs – alternativ hätte man vor der kleinen Anliegerstraße die Treppen links nach oben nehmen können. Mit unserer kleinen Umfahrung konnten wir im Sattel sitzen bleiben.
Wir treffen mit der Umfahrung aber wieder auf den Wanderweg und vor uns offenbart sich ein wunderbarer Ausblick auf eine fantastische hügelige Landschaft mit Feldern und Städten. Als optisches Schmankerl sehen wir jetzt zum ersten Mal die Burg Blankenstein.

Wir orientieren uns weiter an der Kennzeichnung des Wanderweges. Der Wanderweg entpuppt sich im oberen Bereich als spaßiger Trail. Der leider nur kurze, aber dafür ruppige Singletrail lässt des Bikers Herz höher schlagen. Der weitere Verlauf über asphaltierte Feldwege beinhaltet zwar keine technischen Highlights mehr, schmeichelt aber durch die Landschaft dem Auge. Es geht leicht bergab und wir rollen schnell und kraftschonend unserem Etappenziel entgegen. Der Wanderweg X bringt uns bis zu einer größeren Straße. An der Straße biegen wir nach links ab und orientieren uns jetzt an dem Wanderweg A2, der uns zur Wittener Straße und dann weiter bis zum Fuße der historischen Altstadt führt. Die Altstadt und die Burg befinden sich direkt über uns und wir haben mindestens zwei Möglichkeiten, dorthin zu gelangen. Der Aufstieg kann über die vor uns liegende Treppe geschehen oder über den links steil nach oben führenden Gehweg. Wie auch immer man sich entscheidet, man gelangt zur Burgstraße, die uns durch den historischen Ortskern zur Burg Blankenstein führt.

Die Burg Blankenstein

Der Anblick der Burg Blankenstein ist überwältigend. Auch wenn es sich bei der Burg Blankenstein um eine Ruine handelt, ist man doch von dem sehr guten Zustand verblüfft. Der etwa 30 Meter hohe Bergfried kann bestiegen werden und bietet eine fantastische Aussicht – anzumerken ist, dass die Burg bereits 70 Meter über der Ruhr thront! Im Innern des Hofes findet sich ein Burgrestaurant – festlicher kann man wohl kaum speisen! Veranstaltungen wie das Ritteressen runden den guten Eindruck von der Burg Blankenstein ab. Ein absolutes Muss für unsere Burgen und Schlösser Tour!

Die Burg Blankenstein

 

Von der Burg Blankenstein zur Burgruine Hardenstein

Eckdaten: Etwa 13 Kilometer und 385 Höhenmeter

Nicht unerwähnt darf das Haus Kemnade bleiben. Das Wasserschloss scheint nahezu dem Märchen Dornröschen zu entstammen. Nicht ohne Grund finden hier viele Feierlichkeiten wie zum Beispiel Hochzeiten statt. Als nächstes Zwischenziel werden wir das Wasserschloss Haus Kemnade ansteuern. Diese Etappe ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch von den Gegebenheiten sehr vielfältig. Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch als Gehweg gekennzeichnete Wanderwege Verwendung finden – hier ist natürlich dem Gesetz entsprechend zu handeln.

Das Haus Kemnade

Der Start dieser Etappe erfolgt natürlich von der Burg Blankenstein aus. Einen Teil des Weges kennen wir bereits – wir sind ihn bis zur Burg gefahren und müssen diesen Weg bis zu dem Punkt zurück fahren, an dem wir vom Wanderweg X auf den Wanderweg A2 abgebogen sind. Wir überqueren also von der Burg kommend wieder die Wittener Straße und befahren zunächst den Wanderweg A2. An der besagten Abzweigung folgen wir jetzt aber wieder dem Wanderweg mit der Kennzeichnung X. Unser Intermezzo auf dieser Straße ist aber nur von kurzer Dauer, da uns die Kennzeichnung X nach links von der Straße wegführt. Das Restaurant „Das Krans“ rückt immer näher und im späteren Verlauf dieser Etappe werden wir dieses Restaurant mit Biergarten sogar noch passieren – aber noch nicht jetzt! 500 Meter vor dem Restaurant verlassen wir die asphaltierte Straße und begeben uns auf einen Forstweg. Im späteren Verlauf gelangen wir auf einen Waldweg mit einem schönen Streckenverlauf und teilweise am Hang entlang. Dazu verlassen wir den Wanderweg X und folgen dem Wanderweg A1 bzw. dem Wanderweg Raute nach links. Am Ende des Forstweges gelangen wir auf einen als Gehweg gekennzeichneten Waldweg – hier ist natürlich dem Gesetz folge zu leisten. Der Wanderweg A1 bleibt unser Begleiter und führt uns nach rechts – ein munteres auf und ab folgt.

Skizze Tourenverlauf Burg Blankenstein / Burgruine Hardenstein

Wir erreichen eine Schutzhütte zu unserer Linken und gleichzeitig eine kleine Straße, auf die wir nach links abbiegen. Am Ende der Straße namens „Im Katzenstein“ gelangen wir auf eine Hauptstraße, die uns links direkt zum Haus Kemnade führt. Auf dem kurzen Weg zum Haus Kemnade müssen wir eine ziemlich nervige Ampel mit einer noch nervigeren Rotphase passieren. Am Haus Kemnade heißt es erst mal den Anblick des Wasserschlosses und der umliegenden Hügellandschaft zu genießen. Von hier ist auch die Burg Blankenstein weit oberhalb der Ruhr zu sehen.

Einem Tourenfahrer würden wir jetzt die Weiterfahrt über den RuhrtalRadweg Richtung Witten empfehlen – wir wollen allerdings ein wenig Vibrations im Lenker spüren! Somit müssen wir wieder ein kurzes Stück zurück. Also passieren wir mal wieder die nervige Ampel und fahren die Straße „Im Katzenstein“ hoch. Wir erreichen die Schutzhütte und bleiben auf dem Asphaltband. Autos muss man hier nicht fürchten, hier sind Fahrzeuge aller Art verboten. Nach etlichen Höhenmetern erreichen wir das Restaurant „Das Krans“. Der Biergarten lädt zum Verweilen ein. Ein kleiner Trail, als Wanderweg A2 gekennzeichnet, führt runter zur Straße – den wir natürlich nutzen. Mit dem Wanderweg W/A2/X17 verlassen wir diese kleine Straße recht schnell wieder und folgen den Kennzeichnungen nach rechts auf einen Trail. Wir orientieren uns im weiteren Verlauf an der Kennzeichnung X/W. Ein herrlicher Trail, bei dem einen die Äste ins Gesicht peitschen. Bis zur Straße heißt es einfach nur Spaß haben! Nach dem Überqueren der Straße soll der Spaß aber nicht zu Ende sein – im Gegenteil. Der Singletrail zeigt sich zum Teil schon recht ruppig – wenn da mal keine Freude aufkommt! Kurz vor Witten-Buchholz spuckt uns der Waldweg auf eine Straße. Während die Kennzeichnung für den Wanderweg nach rechts zeigt, wählen wir die Fahrt nach links und gelangen so am Ortseingang wieder auf den Wanderweg X. Die Straße mit dem schönen Namen „Waldweg“ führt uns direkt zur Hauptstraße „Im Hammertal“. Wir überqueren die Hauptstraße und folgen dem gegenüberliegenden Wanderweg X.
Wir folgen der Straße „Rehnocken“ und bleiben dieser Straße durch eine Wohnsiedlung treu, also nicht in den Blankenburger Weg abbiegen! Munter kurbeln wir in der Siedlung bergan und machen hier etwa 50 Höhenmeter, bis wir die Brücke erreichen, die über die Autobahn führt. Wir nutzen die Brücke um auf die andere Autobahnseite zu gelangen. Der Kennzeichnung X folgend gelangen wir auf einen schmalen Singletrail, der auf einem Bergkamm entlang führt. Eine witzige, anspruchsvolle und nicht ganz unstrapaziöse Angelegenheit. Nach dem Überqueren einer kleinen Anliegerstraße bleibt es spaßig und es geht leicht bergab. Wir müssen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich hier um einen als Gehweg gekennzeichneten Wanderweg handelt!

Um dem Wanderweg XW weiterhin folgen zu können, müssen wir die kommende Landstraße überqueren. Da es sich in diesem Bereich anscheinend bei den Wanderwegen fast nur noch um als Gehweg gekennzeichnete Wege handelt, ist natürlich dementsprechend zu handeln, um dem Gesetz zu entsprechen. Der Wanderweg X führt uns auf einem breiten Wanderweg quer durch den Wald und im späteren Verlauf über eine praktisch verkehrsfreie Anliegerstraße „Zum Wiesengrund“. Wir treffen auf eine weitere Straße und folgen weiterhin dem Wanderweg X. Wir gelangen wieder in den Wald und orientieren uns direkt links.

Wieder erblicken wir das so liebgewonnene Zeichen des Gehweges – was das heißt wissen wir ja! Wir folgen jetzt dem Wanderweg A1/2 und nicht mehr dem Wanderweg X! Bergab gelangen wir an eine Gabelung, an der wir uns links auf dem Wanderweg XR/W halten. Dem X folgend kommen wir zu einer kleinen asphaltierten Straße und befahren die Straße nach links bergan – ein anstrengendes Stück Arbeit, bevor uns die „Am Masling“ auf die Hauptstraße ausspuckt. Wir orientieren uns an dem Wanderweg A1 und überqueren die Rauendahlstraße. Der Kennzeichnung bleiben wir eine ganze Weile treu. Kurz vor dem Erreichen einer Siedlung und dem Ende des Hohlweges gilt es Obacht geben wegen des weiteren Verlaufs.
Der Wanderweg A1 führt offensichtlich leicht links ab, allerdings biegt stark rechts ab auch ein Wanderweg! Hierbei handelt es sich ebenfalls um den Wanderweg A1 und genau diesen nehmen wir auch. Die Kennzeichnung des Wanderweges ist relativ schlecht zu erkennen, weshalb man gut aufpassen sollte. Als erstes zeigt sich sich der Wanderweg als breiter Waldweg schnurstracks geradeaus. Plötzlich wird es richtig spaßig! Der Wanderweg wird schmal, ausgewaschen, zeigt sich wurzelig und ruppig! Ein Heidenspaß! Unten angekommen folgt ein Paradies mit vielen Trails. Wir folgen dem Wanderweg O/A1 und somit einem Singletrail mit allem, was das Herz erfreut! Der Wanderweg A1 führt uns durch das Muttental direkt zur Ruine Hardenstein.

Das Muttental gehört zu Witten, genauer gesagt zum Wittener Ortsteil Bommern. Unter Mountainbikern ist das Muttental nicht ganz unbekannt. Lange bevor die ersten Biker allerdings hier unterwegs waren, wurde im Muttental bereits Steinkohle abgebaut. Schon im Jahre 1510 soll hier Tagebau betrieben worden sein. Seit dem Jahre 1972 gibt es den Bergbauwanderweg Muttental. Die Zeichen des Bergbaus sind im Muttental allgegenwärtig. Im weiteren Verlauf der Tour werden wir einige Sehenswürdigkeiten passieren.

Die Burgruine Hardenstein

Die Burgruine Hardenstein liegt nordwestlich von Witten-Herbede direkt am Südufer der Ruhr. Die Burg wurde etwa um 1350 durch die Herren von Hardenstein errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg immer weniger genutzt und verfiel. An Charme hat die Burg nichts verloren, im Gegenteil, die Burgruine zeigt sich geradezu malerisch. Aus Sicherheitsgründen ist die Burgruine zur Zeit abgesperrt, weil sich jederzeit Steine lösen und herab fallen können. Die Ruine ist umgeben von den Resten einer Ringmauer, in deren Innenraum sich Sitzgelegenheiten finden. Hier lohnt sich auf jeden Fall eine Rast, um die sehenswerte Burg auf sich wirken zu lassen.

Tipp! Die Ruhrtal-Fähre

Etwa 400 Meter von der Burgruine Hardenstein entfernt bietet der Fährbetrieb Ruhrtal-Fähre das Umsetzen auf die andere Seite der Ruhr. Der Transport ist frei, aber über ein freiwillig entrichtetes Fährentgelt freut sich nicht nur der Fährbetrieb, sondern man sorgt auch dafür, dass solche Attraktionen auf Dauer erhalten bleiben. Auf der gegenüberliegenden Seite der Ruhr kann man im Sommer ausgiebig dem Sonnenbaden frönen – eine fantastische Kulisse gibt es gratis dazu.

Von der Burgruine Hardenstein zur Burgruine Volmarstein

Eckdaten: Etwa 23 Kilometer und 810 Höhenmeter

Die Wanderwege O, A1 und A3 streifen bzw. passieren die Burgruine Hardenstein. Für welchen Weg man sich entscheidet, innerhalb oder außerhalb der Ringmauer, ist eigentlich egal, da sich beide Wege wieder treffen. Wir lassen die Ruine hinter uns. Auf dem Waldweg leicht bergan kurbelnd fahren wir an einem Nachkriegsstollen vorbei. Der Weg führt uns zur Straße „Auf der Marta“, wo sich die Wanderwege teilen.

Vor unseren Augen offenbart sich ein unglaublicher Blick auf eine Felsabrisskante. Genauer gesagt handelt es sich hier um den Steinbruch Dünkelberg, eine von über 30 Sehenswürdigkeiten, die der etwa 9 Kilometer lange Bergbaurundwanderweg Muttental zu bieten hat. Unglaublich, dass zeitweise über 60 Zechen in diesem Bereich gleichzeitig in Betrieb waren.

Für uns geht es allerdings weiter. Der Straße rechts folgend bewegen wir uns weiter auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung A1 bzw. O. Mit dem Wanderweg verlassen wir nach kurzer Zeit die Straße und kurbeln links leicht bergan.

Skizze Tourenverlauf Burgruine Hardenstein / Burgruine Volmarstein

 

Die Burgruine Hardenstein
Bergbau-Ausstellung Herberholz

Geradeaus, nicht nach rechts abbiegend, gelangt man über einen asphaltierten Feldweg zum Schloss Steinhausen. Das Schloss kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Erbaut wurde das Schloss Steinhausen bereits im 13. Jahrhundert und diente zur Sicherung eines Ruhrüberganges. Bis auf den Schlosspark ist das Schloss nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Viele Biker werden das Schloss bereits kennen, da hier die Mountainbikeschule bikeride von Manfred Stromberg beheimatet ist. Allerdings bietet sich hier auch die Möglichkeit zur Einkehr im Restaurant oder im Biergarten.

Wir folgen dem Wanderweg A2 nach rechts und im weiteren Verlauf geradeaus, bevor man nach wenigen hundert Metern mit dem Wanderweg A2 nach rechts fahrend die Straße verlässt. Endlich bekommen wir wieder Dreck unter die Stollen! Uns erwartet ein flowiger abschüssiger Singletrail, bevor wir wieder auf eine kleine asphaltierte Straße gelangen. Links abbiegend mit dem Wanderweg A2 passieren wir die Bergbau-Ausstellung Herberholz. Das Zechenhaus Herberholz erinnert an die ehemalige Zeche und bietet eine kleine sehenswerte Ausstellung. Der Eintritt ist übrigens frei! Wir folgen der kleinen Straße und gelangen auf einen breiten Waldweg in Richtung Zeche Maximus. Überall am Wegesrand finden sich Hinweise auf den früheren, sehr regen Bergbau in dieser Gegend – anschaulich bebildert und beschrieben. Das Verlassen der Wanderwege ist wegen der Einsturzgefahr aus Sicherheitsgründen übrigens nicht zu empfehlen! Wir befinden uns auf dem Wanderweg X, A3 und H. Wir überqueren den Bach zu unserer rechten Seite und nehmen den Wanderweg A1 in Richtung Göpel. Der Waldweg steigt an und lässt die Beine kurz brennen. Wir passieren den Göpelschacht Moses und gelangen auf eine kleine Anliegerstraße und orientieren uns am Wanderweg O, um nicht wieder zur Ruine Hardenstein zu gelangen. Wer nicht genug bekommen kann, darf diese Runde gerne nochmal wiederholen. Durch eine kleine Siedlung gelangen wir zur Durchgangsstraße Rauendahlstraße, die wir überqueren müssen. Es folgt ein kurzes, wirklich übles Stück Weg – es ist ein Reit- und Wanderweg und nach Regenfällen eine regelrechte Schlammbrühe.
Nur wenige Meter, aber die Mama hat Spaß an der Wäsche am Ende des Tages. Es geht im weiteren Verlauf spaßig bergab, besonders nach dem Abbiegen des Wanderweges O nach links, dem wir natürlich folgen in Richtung der jetzt sichtbaren Angelseen. Ein schmaler ausgewaschener Trail – kurz aber knackig fein.

Die kleine Straße „Am Masing“ beendet unseren Ausritt im Dreck. Wir müssen jetzt erst mal wieder mit Asphalt vorlieb nehmen. Munter kurbeln wir bergauf – gar nicht unanstrengend! Wir folgen dem Wanderweg O und gelangen auf die Schlagbaumstraße, die an Wiesen und Wald vorbei stetig bergan führt. Ein sehr idyllisches Bild und die Gedanken an Ferien auf dem Bauernhof drängen sich einem immer mehr auf. Wir fahren die kleine Straße bis zur Landstraße Bommerholzer Straße, die L525. Rechts neben uns erblicken wir die Feuerwehr „Löscheinheit-Bommerholz“, mehr oder weniger eine Garage. Weiter geht’s auf dem Wanderweg O kurz nach rechts und überqueren geschwind die Landstraße. Wir folgen der kleinen Straße am Parkplatz vorbei in Richtung des Hauses Bommerholz. In der Kurve verlassen wir die kleine asphaltierte Waldstraße und setzen unseren Weg über den Wanderweg W fort, der geradeaus am Haus Bommerholz vorbeiführt. Wir tauchen wieder in den Wald hinein und unsere Stollen bekommen endlich wieder das zu fressen, was sie am meisten mögen: Dreck! Der kurze ruppige Trail trifft auf einen breiten Wanderweg, auf den wir nach links abbiegen. Wir bleiben somit auf dem als W gekennzeichneten Wanderweg, bis wir wieder auf Asphalt gelangen. „Am Pastoratbusch“ biegt der Wanderweg W nach links ab, wir bleiben jedoch geradeaus auf der kleinen Anliegerstraße mit der Kennzeichnung A6. Wir folgen dem schmalen Asphaltband und halten uns im weiteren Verlauf rechts, um unten zur Straße zu gelangen. Wir orientieren uns am Wanderweg A6, der uns erst über den Bach und dann durch einen Tunnel lotst. Am Rande einer Wohnsiedlung visieren wir das nächste Zwischenziel an: Die Egge-Klause. Nach der Tunneldurchfahrt folgen wir somit rechts dem Wanderweg A6 bzw. dem N. Der breite und gut befestigte Forstweg führt ohne Gnade nach oben.
Unglaublich, wie viele Höhenmeter man hier schon machen kann! Der Blick ins Tal entlohnt für die Strapazen! Wir erreichen die Egge-Klause mit einem sehr schönen Biergarten. Leider sind die Öffnungszeiten sehr eng abgesteckt. Hinter der Egge-Klause entdecken wir den Wanderweg A7, ein kleiner schmaler Weg, der versteckt rechts abzweigt und am Ende viele Wurzeln zu bieten hat. In diesem Bereich sind neben uns natürlich viele Wanderer unterwegs! Wir verbleiben auf dem Wanderweg A7 bis zur Straße. Das letzte Stück vor der Straße sollte man seinen Kommunionsanzug verstauen und sich seelisch auf mächtig viel Dreck und Matsch vorbereiten! Kurz gesagt: Eine herrliche Sauerei! Wir folgen der Straße nach links – erst bergab um die Reifen frei zu fahren, dann stetig bergauf. Am Ende der „Im Flachsteich“ folgen wir nach rechts dem Fahrradwegzeichen „Von Ruhr zur Ruhr“. An der Ecke „Im Loh“ und „Am Böllberg“ biegen wir rechts ab auf die „Am Böllberg“. Wir befahren jetzt den Radweg EN4. Durch eine kleine Siedlung und ansässigen Bauernhöfen gelangen wir zum Böllberg. Mit dem Wanderweg X verlassen wir die Straße nach links und es geht auf ruppigem Untergrund abwärts – was nicht unwesentlich Freude bereitet! Das verfallene Bauernhaus „Im Korten“ und die Hauptstraße beenden unseren Abwärtsdrang. Wir überqueren die Straße und folgen dem Wanderweg X, der hier mal wieder als Gehweg gekennzeichnet ist und dementsprechendes Verhalten fordert. Bergauf führt der kleine Weg direkt nach Voßhöfen.

In Voßhöfen angelangt machen wir eine geschmeidige 180 Grad Kehre nach links um die Bushaltestelle herum und biegen damit in die Straße „Am Storch“ ein. Netterweise ist diese Straße für Fahrradfahrer freigegeben – unglaublich! In dieser landschaftlich sehr ansprechenden Gegend ist das leider anscheinend keine Selbstverständlichkeit. Wir folgen der Kennzeichnung X über einen Forstweg, der für Autos und Reiter gesperrt ist. Der Forstweg wird zu einem Waldweg, der über den Höstreichberg führt. Der Waldweg führt wieder auf die Straße und unser Wegweiser ist weiterhin die Kennzeichnung X, die uns jetzt über Asphalt radeln lässt.
Nach wenigen hundert Metern haben wir freien Blick über die Felder auf die Stadt Wetter und unserem Etappenziel: Volmarstein. Wir befahren jetzt wieder den Ruhrhöhenweg, der auf die Voßhöfener Straße trifft. Wir visieren den kleinen schmalen abschüssigen Wanderweg direkt auf der anderen Seite der Straße an. Wir gelangen auf die kleine Straße „Im Blumental“ und folgen somit den Wanderweg X4 bis zur Gabelung „Horstbecke“. Wir nehmen die „Horstbecke“ nach links und somit auch den Wanderweg A2. Wir bleiben auf der „Horstbecke“ bis zum Ortseingangsschild Volmarstein-Grundschöttel. Wir biegen rechts auf die Karl-Siepmann-Straße ab und umrunden somit den Ortskern. Wir sind auf dem Wanderweg X4 unterwegs, der uns durch die Siedlung führt. Über die „Am Brummstein“ – die natürlich mal wieder als Gehweg gekennzeichnet ist – gelangen wir zu der sehr stark frequentierten Grundschötteler Straße. Diese überqueren wir und folgen ab jetzt den Wegweisern zur Burgruine Volmarstein. Die Straße führt mächtig bergab – und wenn einem nicht die Gehwegschilder den Fahrspaß vermiesen, dann wie in diesem Fall die Tempo 30 Schilder! Also besser mal ab und zu in die Bremse langen! Zur Belohnung dürfen wir am Ende dieser Etappe nochmal richtig keulen! Zur Burg Volmarstein geht es mächtig den Berg hoch – jeder Meter will erkämpft sein. Das Ende einer Etappe mit vielen Höhenmetern!

Diese Etappe ist für uns etwas grenzwertig gewesen: Nicht wegen der relativ vielen Höhenmeter, im Gegenteil! Was uns verblüfft sind diese vielen, als Gehweg ausgewiesenen Wanderwege. Ein Teil davon macht sicherlich Sinn, aber große Teile durch den Wald als Gehwege auszuweisen und dem Biker dadurch den Eintritt in diese schöne Natur zu verwehren, halten wir für etwas fragwürdig. Wie dem auch sei, das Gesetz lässt da keinen Raum für Interpretationen: Biken ist auf Gehwegen für Menschen unseres Alters verboten! Wir haben diese Wege dennoch mit in die Beschreibung aufgenommen, damit ihr eure eigenen Touren dementsprechend besser planen könnt oder zumindest wisst, wann und wo ihr dem Gesetz entsprechend zu handeln habt!

Die Burgruine Volmarstein
Die Burgruine Volmarstein mit Blick auf Wetter (Ruhr)

Die Burgruine Volmarstein

Die vollständig begehbare Burgruine ist jederzeit frei zugänglich und bietet einen herrlichen Ausblick über die Stadt Wetter, die Stadt Volmarstein und die Ruhr. Die etwa 900 Jahre alte Burg schützte einst die „Erzbischöfliche Schutzgeleitstraße“ von Ennepetal nach Soest. Im Mittelalter verfiel die Burg und der Brand von 1754 zerstörte nicht nur Volmarstein, sondern besiegelte endgültig das Ende der Burg. Die Bürger der Stadt nutzten die Steine der Burg für den Wiederaufbau der Stadt. Die Burgruine ist sehr gut gesichert und lädt, dank des begrünten Innenhofs und der Sitzmöglichkeiten, zum Verweilen ein. Der Blick von der Burg zeigt Volmarstein und die auf der anderen Seite der Ruhr gelegene Stadt Wetter. Die Burgruine Volmarstein wird auch für Veranstaltungen genutzt – ein herrliches Vergnügen in einer atemberaubenden Umgebung!

Tipp! Die Burgruine Volmarstein bietet sich als guter Quereinstieg bzw. Querausstieg an, da die auf der anderen Ruhrseite gelegene Stadt Wetter schnell und einfach erreichbar ist. Wetter bietet einen Bahnhof, der von den S-Bahnen Richtung Witten, Dortmund und Hagen angesteuert wird.

 

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