Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Gelben Scheiben in Brillen wird allgemein eine Kontraststeigerung nachgesagt. Insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten und wechselnden Lichtverhältnissen kann ein verbessertes Kontrastsehen die Sicherheit enorm erhöhen. Mit der Swisseye Outbreak hält der deutsche Hersteller von Sport-, Freizeit-, Schutz- und Spezialbrillen ein Modell bereit, welches in unterschiedlichen Ausführungen – darunter auch mit gelber Linse – erhältlich ist. Wir haben die preisgünstige Brille auf MTB-Touren sowie bei der Hatz über Trails getestet.

Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Mit der Outbreak bietet Swisseye eine rahmenlose Sportbrille an, die für unterschiedliche Aktivitäten wie Radfahren, Laufen oder Skifahren konzipiert ist. Auffallend ist neben dem aerodynamischen Design die robust wirkende Polycarbonat-Konstruktion aus Rahmen, Scheibe und Nasenbügel. Für einen rutschsicheren Halt und einen angenehmen Tragekomfort verfügt die Brille über gummierte und dementsprechend flexible Bügel. Mit ihrem 100% UVA-, UVB- und UVC-Schutz entspricht das nur 25 Gramm wiegende Modell zudem der strengen Sicherheitsnorm EN 12312-1.

Die Swisseye Outbreak Brille überzeugt durch einen sehr angenehmen Tragekomfort und drückt weder im Bereich der Nase noch an den Ohren. Für schmalere Gesichtsformen ist das Modell auch als Gr. S Variante verfügbar. Das aerodynamische Design führt die Brille weit um das Gesicht herum, wodurch die Augen zuverlässig vor Fahrtwind, Staub, Regen und Insekten geschützt werden. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, selbst im seitlichen Bereich. Hochauflösend und verzerrungsfrei gewährleisten die Gläser eine optimale Sicht.

Swisseye Outbreak: Gelbe Gläser für ein besseres Sehen bei dunkleren Lichtverhältnissen

Bei schlechten Sichtverhältnissen wie Regen, Dämmerung oder schweren Wolken tauchen Trails im Wald in ein unangenehmes Dunkel. Besonders jetzt in der nasskalten und dunklen Jahreszeit eine Herausforderung. Die gelben Gläser der Swisseye Outbreak bieten tatsächlich eine bessere Kontrastwahrnehmung – das Umfeld wirkt zudem heller und freundlicher. Erreicht wird dies durch das Herausfiltern des im Licht befindlichen Blauanteils. Das sorgt wiederum für ein besseres Sehen bei dunkleren Lichtverhältnissen.

Die Gläser der Swisseye Outbreak Brille sind zudem mit einer Antifog- und Antiscratsch-Beschichtung versehen. Die Antifog-Eigenschaft konnte uns im Test allerdings nicht ganz überzeugen. Bei niedrigen Temperaturen neigen die Gläser zum Beschlagen, was besonders in sehr kraftraubenden und langsamen Uphill-Passagen auftritt. Hier hilft es dann nur noch die Brille während der Fahrt abzunehmen – nicht wirklich optimal. Bei ausreichend bzw. zunehmendem Fahrtwind sorgt die Antifog-Beschichtung zumindest schnell wieder für klare Sicht.

Swisseye Outbreak Brille im Test: Mit gelben Scheiben gegen das graue Allerlei

Fazit

Die leichtgewichtige Swisseye Outbreak besticht durch ein cooles Design, eine gute Verarbeitung und ein sehr angenehmes Tragegefühl. Ebenfalls top sind das weite Sichtfeld und die verzerrungsfreie Sicht. Die gelben Gläser sorgen zudem für ein kontrastreicheres Sehen bei schlechten Sichtverhältnissen. Lediglich die Antifog-Eigenschaft kann uns nicht ganz überzeugen.

Details Swisseye Outbreak (mit gelben Scheiben)

  • Verfügbare Ausführungen: Fünf Varianten / im Test: gelbe Linse, schwarze Bügel
  • Größen: Auch in der Gr. S erhältlich
  • Material: Bruchsicheres PC, Polycarbonat-Linse
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Mitgeliefertes Zubehör: Mikrofaserbeutel
  • Preis: 39,95 Euro

Web: www.swisseye.com

Cratoni Interceptor 2.0 Downhill-Helm: Die Neulauflage des Klassikers im Test

In der heutigen schnelllebigen Zeit erlangen nur wenige Produkte echten Kultstatus. Hierzu gehört der Cratoni Interceptor Downhill-Helm, der unzählige Male ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. Der französische Downhill-Star Nicolas Vouilloz prägte mit seinem Fahrstil und seinem ungebremsten Siegeswillen eine ganze Epoche – und mit ihm besagter Helm. Auch uns begleitet der Interceptor schon fast unser gesamtes Leben auf dem Mountainbike. Umso gespannter waren wir natürlich auf die Neulauflage des Klassikers in unserem Test.

Cratoni Interceptor 2.0 Downhill-Helm: Die Neulauflage des Klassikers im Test

Mit dem Interceptor 2.0 führt Cratoni den legendären Downhill-Helm in ein neues Zeitalter. Seit dem Launch der ersten Modells hat sich viel geändert. Nicht nur die Charakteristik der Strecken hat sich gewandelt, sondern auch das Material. Hohe Anforderungen, denen die Schutzbekleidung, insbesondere der Helm, gerecht werden muss. Cratoni hat den Interceptor nicht einfach nur an heutige Bedürfnisse angepasst, sondern von Grund auf neu aufgebaut. Geblieben sind das sehr markante Design, die exzellente Verarbeitung und die feinen Detaillösungen, die modernen Ansprüchen gerecht werden.

So verfügt der Cratoni Interceptor 2.0 über einen Brillen-Port, der es erlaubt, die Brille kurzerhand nach oben zu schieben und zu parken. Die Neulauflage des Klassikers bietet zudem eine Brillenband-Halterung für eine rutschfeste Fixierung der Google. Keine Kompromisse geht Cratoni bei der Sicherheit ein. Der Interceptor 2.0 Enduro Helm ist nicht nur nach den Normen CPSC und CE EN 1078 zertifiziert, sondern auch nach der Bikepark-Norm ASTM F1952-15. Damit eignet sich der Helm für härteste und risikobehaftete Einsätze. Trotz des hohen Schutzes besticht der Helm durch ein sehr niedriges Gewicht. 773 Gramm in der Größe S/M können sich wirklich sehen lassen.

Cratoni Interceptor 2.0: Großzügig bemessene Belüftungslöcher und ACT Luftkanaltechnik

Ein großer Unterschied zum Urmodell liegt bei der Wahl des Materials für die Außenschale. Nicht handlaminiertes Carbon-Glasfaser, sondern Polycarbonat ist bei dem Cratoni Interceptor 2.0 heute das Material der Wahl. Die Helmschale weist zudem sehr großzügig bemessene Belüftungslöcher auf. Das sorgt nicht nur für eine optimale Frischluftzufuhr, sondern ermöglicht auch ein äußerst niedriges Gewicht. Auf Insektenschutzgitter verzichtet der Helm vollends. Das Resultat: selbst auf anspruchsvollen Enduro-Touren, bei denen Tretpassagen unumgänglich sind, schränkt der Helm die Luftzufuhr ebenso wenig ein wie ein Open-Face Enduro-Helm.

Unterstützt wird die Belüftung durch ein innenseitig angelegtes Kanalsystem namens ACT Luftkanaltechnik. Das funktioniert auf jeden Fall ziemlich gut. Neben der Sicherheit, dem Design und der vorbildlichen Belüftung legte Cratoni bei der Entwicklung des Downhill-Helms auch großen Wert auf hohen Tragekomfort. Der Interceptor sitzt hervorragend und das antibakteriell behandelte Clean Tex Polster sorgt selbst nach vielen Einsätzen für hygienische Frische. Tatsächlich neigt der Helm nach längerem Tragen nicht zum Müffeln. Damit der Helm wirklich perfekt passt, liegen direkt Ersatzpads zur Größenregulierung bei.

Spezielle Downshell verhindert Dellen und Kratzer der EPS Innenschicht

Verschlossen wird der Helm durch das D-Ring Verschlusssystem. Das System ist bewährt und zuverlässig, erfordert beim Einfädeln aber etwas Fingerspitzengefühl. Freunde des Schnellverschlusses werden sich hier etwas umgewöhnen müssen, was allerdings kein Problem darstellen sollte. Um Dellen und Kratzer im Übergangsbereich der EPS Innenschicht zur PC Außenschicht zu vermeiden, ist dieser mit einer speziellen Downshell versehen. Selbstverständlich kommt der Helm mit Inmold Technologie Verbundbauweise, in der das Schutzmaterial EPS direkt in die Polycarbonat Schale eingeschäumt wird.

Das Gesichtsfeld des Cratoni Fullface-Helms ist sehr großzügig geschnitten. Am Rand des Blickfeldes sind lediglich die Spitze des abnehmbaren Visiers und der Kinnbügel wahrnehmbar – beides hat allerdings keinen Einfluss auf das primäre Sichtfeld. Der große Ausschnitt bietet zudem genug Raum für jegliche MX-Goggles. Wir haben den Helm mit der Madvision Goggle aus gleichem Hause getestet, die wir bereits vor wenigen Wochen im Test hatten. Auch das Tragen einer herkömmlichen Brille mit oder ohne Sehschärfe ist beim Cratoni Interceptor 2.0 Downhill-Helm problemlos möglich.

Fazit

Klassiker nicht nur im neuen Gewand, sondern auch mit vielen Neuerungen. Die Zertifizierung nach Bikepark-Norm ASTM F1952-15 entspricht ebenso modernen Anforderungen wie die Top-Belüftung und der außergewöhnlich hohe Tragekomfort. Verarbeitung und Qualität bewegen sich ebenfalls auf höchstem Niveau. Die Fans des Vorgängers mit handlaminierter Carbon-Glasfaser sollten sich zudem das geringe Gewicht der EPS-Schale vor Augen halten: die Neuauflage ist über 200 Gramm leichter als das vorherige Modell. Lediglich der Preis von knapp 280 Euro – angesichts der Qualitäten des Helms absolut gerechtfertigt – dürfte die Käuferschicht etwas eingrenzen. Auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger.

Produktdetails Cratoni Interceptor 2.0

  • Verfügbare Größen: S-M (54-58cm), M-L (58-61cm)
  • Farben: Black matt, white matt oder grey-lime matt (im Test)
  • Gewicht: 773 Gramm (Größe S/M)
  • Normen: CPSC, CE EN 1078 und ASTM F1952-15 (Bikepark-Norm)
  • Preis: 279,95 Euro

Web: www.cratoni.com

Cratoni Gravoq Helm im Test: 100% Gravel

Gretchenfrage: Braucht es wirklich einen speziellen Gravel-Helm, oder ist ein Rennrad-Helm nicht genauso gut für geländelastige Graveltouren geeignet? Auch wenn ich generell eher minimalistische One-For-All-Lösungen bevorzuge, rufe ich begeistert „Yeeesssss!“, als ich den Cratoni Gravoq Helm entdecke. Super stylisch kommt der neue Kopfschmuck des baden-württembergischen Unternehmes daher. Hält das gute Stück auch in Bezug auf Sicherheit und Komfort, was die fesche Optik verspricht?

Cratoni Gravoq Helm im Test: 100% Gravel

Die primäre Funktion eines Fahrradhelms ist natürlich die, den Kopf des Trägers zu schützen. Der Cratoni Gravoq hat die strengen Sicherheitstests der gängigen Helm-Standards entsprechend bestanden und erfüllt sowohl die europäische CE EN-1078-Norm als auch die amerikanischen bzw. australischen Richtlinien CPSC und AS. Die robuste Außenschale verfügt über insgesamt 17 Ventilationsöffnungen zur optimalen Luftzirkulation. Praktische Features: Neben Steckverschluss und ergonomischer Gurtbandführung ist der Cratoni Gravoq auch mit einem 360° Größenverstellsystem (CFS) mit mehrfacher Höhenverstellung ausgestattet. Somit lässt sich der Helm optimal an die individuelle Kopfform anpassen. Für ein Plus an Sicherheit sorgen zudem Reflektoren am Hinterkopf.

Auch im Praxistest liefert der Cratoni Gravoq einwandfrei ab! Dank der idealen Passform sitzt das Leichtgewicht, das in Größe S/M mit nur 249 Gramm auf die Waage drückt, auch auf ruppigeren Passagen wackelfrei. Er ist trotzdem – oder genau deswegen – kaum spürbar, vermittelt dem Träger aber dennoch ein hohes Sicherheitsgefühl. Dank Aussparungen oberhalb der Ohren gibt’s keine Druckstellen durch die Brillenbügel, und die Höhenverstellung erlaubt sogar einen tiefsitzenden Hairbun ;). Eine weitere überzeugende Detaillösung ist das antibakterielle CleanTex Polster, das sich dank Klettverschluss leicht entfernen/einsetzen und waschen lässt. Neben diesen funktionalen Parametern besticht der Gravoq, der aktuell in 4 schönen Farben mit mattem Finish erhältlich ist, last but not least durch die sehr feine Verarbeitung und coole, moderne Optik.

Cratoni bietet als Zusatzausstattung neben klassischer Unterziehmütze und Regenüberzieher auch einen C-Safe Crash Sensor an, der sich einfach am Helm montieren lässt und der im Falle eines Sturzes über das Smartphone den Standort an die eingerichteten Notfallkontakte sendet.

Fazit

Der Cratoni Gravoq lässt keine Gravel-Wünsche offen: Hochwertige Verarbeitung, sehr guter Tragekomfort, geringes Gewicht und eine wirklich feine Optik – bei einem mehr als fairen Preis-Leistungsverhältnis. Ein Rennrad-Helm wäre für jede Graveltour sicher genauso zweckdienlich, der Gravel-Helm von Cratoni füllt aber sehr gelungen und stylisch die Lücke zwischen Lifestyle- und Rennradhelm.

Produktdetails

  • Verfügbare Größen: S-M (54-58 cm) / M-L (57-61 cm)
  • In verschiedenen Farben erhältlich, im Test: Sand-Matt
  • Gewicht: 249 Gramm (Größe S/M)
  • Normen CE EN1078, CPSC, AS
  • Preis: 99,95 Euro
  • Web: www.cratoni.com

O’Neal Park FR Knieschützer Carbon: Der leichte Knie-/Schienbeinschoner im Test

Hochfliegende Steine, ein Abrutschen vom Pedal und nicht zuletzt auch ein Abflug: Das Schienbein muss beim Shredden über Trails einiges einstecken. Ein großflächiger Schutz des Schienbeins macht also absolut Sinn. Mit dem Park FR Knieschützer Carbon bietet die US-amerikanische Offroad-Bekleidungsmarke O’Neal einen Schoner an, der neben dem Knie- einen vollständigen Schienbeinschutz aufweist. Zeit für einen Test.

O'Neal Park FR Knieschützer Carbon

Der O’Neal Park FR Knieschützer Carbon besteht aus einer Kombination aus Soft- und Hartschalenprotektoren. Das „Carbon“ in der Produktbezeichnung bezieht sich auf den Carbon-Look – gefertigt sind die Hartschalen aus Kunststoff. Zertifizierte Sicherheit gewährleistet die Norm EN1621-1. Die Hartschalen sind fest vernäht und bilden somit eine untrennbare Einheit mit dem stoßabsorbierenden Schaumstoff. Für Belüftung sorgen die Ventilationslöcher und die perforierten Schaumeinsätze. Gehalten wird der Schoner durch drei einzeln verstellbare Klettbänder, wobei der oberste oberhalb der Kniekehle besonders breit dimensioniert ist.

O’Neal Park FR Knieschützer Carbon mit tief reichendem Schienbeinschutz

Die Schoner sitzen beim Fahren sehr gut und verrutschen nicht. Das verlängerte Neoprenmaterial an der Oberseite unterstützt den sicheren Halt des Protektors selbst in ruppigen Passagen. Bezüglich des Tragekomforts müssen wir allerdings zwei kleine Einschränkungen einräumen. So ist der untere Klettstreifen ziemlich kurz ausgefallen und muss daher recht straff gezogen werden, was beim längeren Tragen etwas unangenehm wird. Der zweite Punkt bezieht sich auf die obere Hartschale am Knie. Beim Stehen drückt diese leicht oberhalb des Knies, wobei die Polsterung aber gute Dienste leistet und den Druck spürbar minimiert.

Volle Punktzahl kann der 576 Gramm (Größe M) leichte Schoner mit der Verarbeitung und dem großflächigen Schutz einfahren. Das Knie und das Schienbein werden auch im seitlichen Bereich optimal geschützt. Dank des tief reichenden Schienbeinschoners bleibt selbst ein Abrutschen vom Pedal ohne Folgen. Abgesehen von den erwähnten Einschränkungen bietet der O’Neal Park FR Knieschützer Carbon durch die ergonomische Formgebung und die Belüftung einen guten Tragekomfort. Ebenfalls überzeugend ist die Qualität des Schoners. Die sauberen Nähte und das hochwertige Material sprechen für sich.

Fazit

Der O’Neal Park FR Knieschützer Carbon punktet mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Schoner zeichnet sich nicht nur durch die Optik aus, sondern bietet auch einen guten Schutz des Knies und Schienbeins. Ebenfalls überzeugend ist die Verarbeitung des Schoners. Leichte Abstriche gibt es – bedingt durch das kurze untere Klettband – beim Tragekomfort.

Produktdetails

  • Größen: In verschiedenen Größen erhältlich von XS bis XXL
  • Farbe: Black/White
  • Gewicht (Paar): 576 Gramm (Größe M)
  • Norm: Zertifiziert nach EN1621-1
  • Preis: 69,99 Euro

Web: www.oneal.eu

Cratoni Madvision Downhill-Goggle im Test: Speed needs control!

Beim Shredden auf der letzten Rille kann selbst ein kleiner Fahrfehler weitreichende Folgen haben – sei es in Form einer schlechteren Zeit oder eines Sturzes. Hier heißt es den Überblick zu bewahren, sowohl psychisch als auch optisch. Letzteres lässt sich mit einer Goggle erreichen, doch die Auswahl ist groß. Wir haben uns für den Test der Cratoni Madvision Downhill-Goggle entschieden, da diese einige tolle Features mit an Bord hat. Aber ist die MX-Brille den stolzen Preis von knapp 160 Euro wert?

Cratoni Madvision Downhill-Goggle im Test: Speed needs control!

Mit 159,95 Euro bewegt sich die Cratoni Madvision Downhill-Goggle im oberen Preissegment. Wer so viel Geld in die Hand nimmt, erwartet einiges – und das zu Recht. Bei Cratoni ist die Madvision das Top-Modell im MX Brillen-Sortiment. Tatsächlich finden sich bei Cratoni vier verschiedene Modelle von 29,95 Euro bis zu besagten 159,95 Euro. Hierfür erhält der Käufer eine sehr schicke Goggle, die mit modernsten Features bzw. Technologien ausgestattet ist. Im Lieferumfang sind zudem 10 Tear-Offs (Abreißfolien) enthalten. Angeboten wird die Cratoni Madvision Downhill-Goggle in drei Modellvarianten. Neben der im Test befindlichen Brille mit Rahmen in black matt und Glas mit Amber-Tönung und blauem Spiegel gibt es noch die Rahmenfarben sage matt und neonyellow matt – beide mit Glas in amber mit rotem Spiegel.

Die 176 Gramm leichte Cratoni Madvision Downhill-Goggle verfügt über bewegliche Outrigger, wodurch die Brille nahezu zu jedem Fullface-Helm passen sollte. Wir haben die Madvision in Kombination mit dem neuen Cratoni Interceptor 2.0 sowie mit einem XLC Full Face Helm älteren Baujahres getestet. Bei beiden Helmen sorgten die beweglichen Outrigger und das breite Anti-Slip Brillenband für eine optimale Anpassung an die Helmform. Damit sitzt die Brille nicht nur ideal, sondern auch wackelfrei und rutschfest. Einen großen Teil zum Tragekomfort trägt zudem das Triple-Layer Foam mit 3D Textur bei. Der weiche Schaumstoff schmiegt sich sehr angenehm an die Haut an. Der Rahmen selbst ist flexibel genug, um sich seinerseits an unterschiedliche Gesichtsformen anzupassen.

Cratoni Madvision mit Color+ Sport Glas

Neben dem Rahmen kommt natürlich dem Glas eine enorme Bedeutung zu. Zum Einsatz kommt das kontrastverstärkende High-Definition Glas Color+ Sport mit 100% UV-Schutz und Tear Off Pins. Und hier macht sich ein großer Unterschied zu preiswerteren Goggles auf dem Markt bemerkbar. Das Color+ Sport Glas mit Amber-Tönung besticht durch eine hohe Farbbrillianz, beeindruckende Sehtiefe sowie kontrastreiche Wahrnehmung. Der Tönungsgrad beträgt 13%, was der Kategorie 3 entspricht, also dem Einsatz bei sonnigen Verhältnissen. Überzeugen kann ebenfalls das groß dimensionierte Sichtfeld der Goggle. Der Rahmen ist nur am äußersten Rand wahrnehmbar, wodurch die Sicht nicht eingeschränkt wird. Das Glas ist zudem absolut verzerrungsfrei, auch im seitlichen Bereich.

Gerade jetzt mit den kühleren Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit müssen Goggles über eine weitere wichtige Eigenschaft verfügen: Anti-Fog. Das Color+ Sport Glas kommt diesbezüglich natürlich mit einer Anti-Fog Beschichtung. In Kombination mit dem gut belüfteten Rahmen wird fast in jeder Situation ein Beschlagen des Glases unterbunden. Lediglich bei schnaufendem Schieben bergauf legte sich am äußersten Rand ein kleiner Schleier, der aber – oben angekommen – ohne zutun schnell wieder verschwand. Beim Fahren hatten wir zu keiner Zeit Probleme, weder bei Highspeed noch in sehr technischen, langsamen Passagen. Was uns ebenfalls überzeugt hat ist die hohe Resistenz des Glases gegenüber Kratzern. By the way: Für die Cratoni Madvison ist optional auch ein klares Ersatzglas erhältlich.

Cratoni Madvision Downhill-Goggle im Test: Speed needs control!

Fazit

Der Preis erscheint auf den ersten Blick hoch, dafür erhält der Käufer allerdings eine Goggle, die keinerlei Wünsche offen lässt. Die Qualität der Brille ist auf allen Ebenen erstklassig. Nicht nur der Rahmen weiß zu überzeugen, sondern auch das Color+ Sport Glas. Die hohe Farbbrillianz, die beeindruckende Sehtiefe und die kontrastreiche Wahrnehmung bewegen sich auf höchstem Niveau. Was wir uns von Cratoni allgemein bei den MX-Brillen wünschen würden, wäre eine einfachere Darstellung der verfügbaren Ersatzteile auf der Webseite.

Web: www.cratoni.com

iXS Hex Knieschoner: Knie-/Schienbeinschoner mit einem Plus an Schutz im Test

Anders als die Produktbezeichnung vermuten lässt handelt es sich beim iXS Hex Knieschoner um einen Knie-/Schienbeinschoner. Damit richtet sich der Schoner besonders an Rider, die neben dem Knie auch das Schienbein geschützt wissen wollen. Das Plus an Schutz ist aber nicht der einzige Unterschied zu herkömmlichen Knieschonern. Wir haben uns die Schoner umgeschnallt und ausgiebig auf unseren Home-Trails in der Eifel getestet.

Wer auf der Suche nach einem Knie-/Schienbeinschoner ist, wird früher oder später auf den Hex Knieschoner von iXS stoßen. Die Schweizer Marke ist bekannt für ihr Engagement im Rennsport und das Portfolio dementsprechend ausgerichtet. Das Protektoren-Angebot umfasst direkt mehrere Produktlinien. Eine hiervon ist die Hex-Serie, die neben Pull-Over Protektorenwesten, einer Protektorenjacke und einem Ellbogenschoner ebenfalls einen Knieschoner beinhaltet. Charakteristisch für die Protektoren der Hex-Serie sind die 3D-designten Hex-Form-Elemente. Diese sollen zuverlässig bei harten Einschlägen schützen, indem sie die Aufprallenergie absorbieren und verteilen. Bestätigt wird der Schutz dem Einsatz entsprechend durch zertifizierte Prüfnormen – beim iXS Hex Knieschoner ist das die überarbeitete Gelenkprotektoren-Norm EN1621-1:2012 L1.

Auffällig ist die Flexibilität der Hex-Form-Elemente, die sich dadurch gut an das Knie bzw. das Schienbein anschmiegen. Dank der LoopLock-Verschlüsse lassen sich die Schoner leicht anlegen, ohne dass hierfür extra die Schuhe ausgezogen werden müssen. Besonders im Rahmen einer AM- oder Enduro-Tour ein großer Vorteil. Die ergonomische Formgebung und das AeroMesh-Material sorgen für ein sehr angenehmes Tragegefühl. An Ort und Stelle wird der Schoner durch drei Klettverschlüsse gehalten. Der empfindliche Bereich unterhalb der Kniekehle wird durch eine zusätzliche Stoffunterlage geschützt, wodurch bei korrekter Ausrichtung die Gefahr von Scheuerstellen wesentlich minimiert wird.

Offene Waben der Hex-Form-Elemente sorgen für Belüftung

Einmal fixiert sitzen die Schoner wie angenagelt. Auf ruppigen Trails bleiben die Schoner dort, wo sie hingehören – das ändert sich auch nicht bei einem Abflug. Vorteilhaft ist beim iXS Hex nicht nur der großzügig bemessene Schutz des Knies, sondern auch der erweiterte Schutz des Schienbeins. Allerdings sollte beachtet werden, dass bei diesem Schoner nicht das komplette Schienbein geschützt wird, sondern nur der obere Bereich. Vorteil: die im Vergleich zu Komplett-Schienbeinschonern kürzere Länge (knapp über 30 cm in der Größe S/M) ermöglicht einen unkomplizierten Transport selbst bei kleineren Rücksäcken. Damit eignet sich der Schoner perfekt für Touren, ohne dass er die ganze Zeit getragen werden muss.

Angezogen macht der Schoner nicht weiter auf sich aufmerksam. Er stört nicht, schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein und verrutscht sogar in Schiebe- und Tragepassagen nicht. Die offenen Waben der Hex-Form-Elemente und das schweißresistente, antibakterielle AeroMesh-Material gewährleisten trotz der guten Schutzfunktion eine gute Atmungsaktivität. Dank der antibakteriellen Eigenschaften neigen die Schoner auch nicht zum Müffeln. Die Verarbeitungsqualität ist iXS-typisch auf hohem Niveau und lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Selbst nach etlichen Touren machen die Schoner noch einen sehr guten Eindruck.

Fazit iXS Hex Knieschoner

Der iXS Hex Knieschoner ist perfekt für alle Rider, die neben dem Knie auch den oberen Bereich des Schienbeins geschützt wissen wollen. Die im Vergleich zu herkömmlichen Schienbeinschonern etwas kürzere Ausführung ermöglicht ein unkompliziertes Mitführen auf Enduro- oder Freeride-Touren, ohne dass der Schoner die ganze Zeit getragen werden muss. Wobei ein langes Tragen gar kein Problem darstellt. Der Knie-/Schienbeinschoner sitzt sehr angenehm und verrutscht selbst in Schiebepassagen nicht.

Produktdetails

  • In verschiedenen Größen erhältlich
  • Gewicht (Paar): 386 Gramm (Größe S/M)
  • Norm: EN1621-1:2012 L1
  • Preis: 79,90 Euro

Web: www.ixs.com

Cratoni AllRace: Der ultraleichte All-Mountainhelm im Test

Mit einem sensationellen Gewicht von nur etwa 250 Gramm gehört der Cratoni AllRace zu den absoluten Leichtgewichten unter den Mountainbike Helmen. Trotz des minimalen Gewichts geizt der Helm nicht mit feinen Detaillösungen wie beispielsweise eine 3-fach Höhenverstellung. Was der Cratoni AllRace sonst noch zu bieten hat und wie er sich im Praxiseinsatz schlägt, zeigt unser Test.

Cratoni AllRace: Ultraleichter Mountainbike Helm im Test

Zu einem Preis von 119,95 Euro findet sich bei Cratoni mit dem AllRace einer der leichtesten All-Mountainhelme der Welt. Trotz des von uns gemessenen Gewichts von nur 254 Gramm in der Gr. S/M muss und darf natürlich nicht auf Sicherheit verzichtet werden. So erfüllt das Modell selbstverständlich die Norm CE EN1078. Die Verarbeitung des Helms lässt Cratoni-typisch keine Wünsche offen – und auch an feinen Detaillösungen fehlt es nicht. So schützt die Downshell-Technologie mit umlaufenden Kanten die in diesem Bereich empfindliche EPS Innenschicht vor Beschädigungen. Weitere Features sind unter anderem das leicht bedienbare Steplock Mini-Schloss, das Insektenschutznetz und die ergonomische High-End Gurtbandführung.

Beim Cratoni AllRace handelt es sich um einen Allrounder für jegliche Touren mit dem Bike. Egal ob schnelle XC Runden auf dem Programm stehen oder herausfordernde Enduro-Stages, der Helm vermittelt in jedem Terrain ein hohes Maß an Sicherheit. Hierfür sorgt nicht nur die gute Passform, die dank 3-fach Höhenverstellung weiter optimiert werden kann, sondern auch die tief gezogene Helmschale. Selbst in ruppigen Passagen sitzt der Helm wackelfrei auf dem Kopf. Ungeachtet des Sicherheitsgefühls macht sich der Helm beim Fahren somit nicht bemerkbar. Das sensationelle Gewicht trägt hierzu ebenso bei wie die 19 Ventilationsöffnungen, die in Kombination mit dem Air Flow System selbst bei hitzigen Fahrten eine ausreichende Belüftung gewährleisten.

Fazit Cratoni AllRace Mountainbike Helm

Beim Cratoni AllRace handelt es sich um einen echten Allrounder für jegliche Touren mit dem Bike. Egal ob XC, All-Mountain oder Enduro, der extrem leichte Helm vermittelt in jedem Terrain ein sicheres Gefühl. Das sensationelle Gewicht und die angenehme Passform sprechen ebenso für sich wie die gute Verarbeitung. Lediglich auf das MIPS-System muss bei diesem Helm verzichtet werden.

Produktdetails

  • Verfügbare Größen: S-M (52-57 cm) / M-L (56-61 cm) / XXL (60-65 cm)
  • In verschiedenen Farben erhältlich, im Test: Black-Red-Matt
  • Gewicht: 254 Gramm (Größe S/M)
  • Norm CE EN1078
  • Preis: 119,95 Euro

Web: www.cratoni.com

Cratoni C-Mate Helm im Test: Trendsport trifft auf Urban-Lifestyle

Waren Skaterhelme früher ausschließlich Subkulturen wie BMX oder Skateboard vorbehalten, findet man diese heute immer öfter als Lifestyle-Produkt im urbanen Raum. Nicht nur E-Biker setzen vermehrt auf die markante Helmform, sondern auch Rider von Cruisern. Damit trifft Trendsport auf Urban-Lifestyle in all seinen Facetten. Der Cratoni C-Mate Helm kombiniert Design mit Alltagstauglichkeit und möchte so eine breite Anwenderschicht ansprechen. Ob das wirklich gelingen kann?

Cratoni C-Mate Helm im Test

Für den deutschen Helmhersteller Cratoni ist der in zwei Größen erhältliche C-Mate der richtige Fahrradhelm für kreative Street-Styler mit Köpfchen. Ausgeliefert wird der Helm serienmäßig mit einem kurzen Visier, welches durch einen Clip-Mechanismus leicht abnehmbar ist. Der größte offensichtliche Unterschied zu einem puristischen Skaterhelm ist das am Verstellsystem fest verbaute Rücklicht. Abgesehen hiervon handelt es sich um einen reinrassigen Skaterhelm. Die Helmschale besteht aus robustem Kunststoff in ABS-Bauweise. Im Gegensatz zum Inmolding-Verfahren werden bei dieser Herstellungsweise die Außenschale und der Kern separat voneinander produziert und in einem ergänzenden Arbeitsschritt miteinander verbunden. Mit 451 Gramm in der Größe S/M ist der C-Mate sicherlich kein Leichtgewicht, dafür bietet der Helm durch seine Bauform einen erweiterten Schutz im Bereich von Schläfen und Hinterkopf.

Die Verarbeitungsqualität des Helms ist ausgezeichnet, was sich auch in der hochwertigen Optik und dem Tragekomfort widerspiegelt. Das antibakterielle CleanTex-Innenfutter kann entnommen und somit bei Bedarf gereinigt werden. Dank des am Hinterkopf befindlichen Verstellsystems lässt sich der Cratoni C-Mate zudem sehr unkompliziert individuell einstellen. Die Riemen sind ebenfalls anpassbar, wodurch der Helm – einmal richtig eingestellt – wie angegossen sitzt. Der Steplock Ratschen-Verschluss zum Verschließen lässt sich selbst mit Handschuhen bedienen, ein weicher Schutz-Überzug sorgt für erhöhten Tragekomfort. Einen kühlen Kopf stellen zehn große Ventilationsöffnungen sicher. Innenliegende Lüftungsschlitze unterstützen die Luftzirkulation im Helm. Das funktioniert ziemlich gut, dennoch kann der Skaterhelm in diesem Punkt bauartbedingt natürlich nicht an herkömmliche Fahrradhelme heranreichen.

Fazit Cratoni C-Mate Helm

Geniale Optik, hoher Schutz und gefälliger Tragekomfort: Der Cratoni C-Mate macht sowohl im Skatepark als auch im urbanen Alltag eine gute Figur. Selbst wenn der Helm nicht an die Luftigkeit und Leichtigkeit eines herkömmlichen Fahrradhelms heranreichen kann, stilbewusste Urban-Lifestyler kommen voll auf ihre Kosten.

Produktdetails

  • Größen: S-M (54-58 cm) / M-L (57-61 cm)
  • Farben: Sage Matt, Blue Matt, Blush Matt, Black Matt
  • Gewicht: 451 Gramm (Größe S/M)
  • Normen: CE EN1078
  • Preis: 69,95 Euro

Web: www.cratoni.com