Bikepacking im Hitzesommer: An diesen Eifel-Spots springst du legal ins kühle Nass

Während die Eifel mit ihren erstklassig ausgebauten Radfernwegen eine perfekte Infrastruktur für das reine Kilometermachen bietet, zeigt sich die Herausforderung beim Bikepacking oft im Detail – besonders im Hitzesommer. Wer jedoch weiß, wo die legalen Oasen liegen, kann das Abenteuer Bikepacking perfekt mit erfrischenden Badestopps und erstklassigen Zeltnächten direkt am Wasser verbinden. Schnapp dir also deine Packtaschen, plan die Route und ab auf die Trails.

Schalkenmehrener Maar / Foto © Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

Die Eifel ist im Sommer ein absoluter Traum für Bikepacker und Gravel-Enthusiasten. Wer stundenlang im Sattel sitzt, träumt allerdings irgendwann nur noch von einer eiskalten Erfrischung. Doch die Enttäuschung ist leider oft vorprogrammiert: Viele idyllische Gewässer entpuppen sich als streng geschützte Naturschutzgebiete – Baden verboten! ​Damit deine Tour nicht zum Frust-Trip wird, verraten wir dir die besten Seen der Eifel, an denen du nicht nur legal abtauchen, sondern am Abend auch direkt das Zelt am Wasser aufschlagen kannst.

​1. Comeback des Klassikers: Der Kronenburger See (Kronenburg / Dahlem)

​Bikepacker, die im tiefen Süden der Nordeifel unterwegs sind, dürfen aufatmen. Nach einer aufwendigen, jahrelangen Sanierung der Staumauer infolge der Flutkatastrophe 2021 ist der Badebetrieb am Kronenburger See wieder offiziell und in vollem Umfang freigegeben. Auch wenn der alte Wasser-Seilgarten der Vergangenheit angehört, bieten die weitläufigen Liegewiesen und das klare Wasser die perfekte Regeneration für müde Radlermuskeln.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See ist ein strategischer Volltreffer für Radtourenfahrer. Er liegt unmittelbar an der Kyll-Radroute (einer der absoluten Hauptschlagadern für Bikepacking von Belgien bis nach Trier) und ist zudem perfekt über den Tälerroute-Radweg erreichbar.

​Erfrischungs-Fakten:
Die Nutzung der Freizeitanlage und das Baden sind absolut kostenlos. Vor Ort gibt es zudem sanitäre Anlagen und gastronomische Angebote für den schnellen Kaloriennachschub.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Gewässer befindet sich der Campingpark Kronenburger See. Der Platz ist offiziell „Bett+Bike“-zertifiziert und extrem fahrradfreundlich eingestellt. Es gibt eine separate, wunderschöne Zeltwiese. Der absolute Luxus für Bikepacker: Ein abschließbarer, überdachter Fahrradraum sowie ein Aufenthaltsraum, falls am Sommerabend doch mal ein Gewitter aufzieht.

​2. Das Wald-Idyll für Genießer: Freilinger See (Freilingen / Blankenheim)

​Wer den Staub der Trails abschütteln und Ruhe abseits des Massentourismus sucht, ist am Freilinger See goldrichtig. Eingebettet in dichten Wäldern besticht dieser künstlich angelegte See seit Jahren durch eine herausragende Wasserqualität. Die weitläufigen Liegewiesen bieten viel Schatten unter alten Bäumen – perfekt, um die strapazierten Beine hochzulegen und den Puls nach den Eifel-Anstiegen zu beruhigen.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See liegt zwar nicht direkt am Ahr-Radweg, ist von dort aber sehr gut erreichbar. Auch Bikepacker, die die anspruchsvollen Höhenzüge der Querverbindungen zwischen Erft- und Kyll-Radroute via Blankenheim bezwingen, steuern das Gewässer fast automatisch an.

​Erfrischungs-Fakten:
Der Zugang zum See und das Baden sind komplett kostenlos. Ein Kiosk mit angeschlossener Grillhütte sorgt dafür, dass kalte Getränke und Snacks griffbereit sind.

​Overnight-Check (Camping):
Nur wenige Gehminuten vom Ufer entfernt liegt das mehrfach ausgezeichnete „Eifel-Camp“ Freilinger See. Für Bikepacker haben die Betreiber hier ein echtes Ass im Ärmel: Die sogenannte „Bachwiese“. Diese großzügige, extrem ruhig gelegene Zeltwiese schmiegt sich direkt an einen kleinen Bachlauf unterhalb des Staudamms. Ein Koch- und Spülhaus sowie Sanitäranlagen befinden sich in unmittelbarer Nähe, sodass der Komfort trotz Wildnis-Feeling nicht zu kurz kommt.

​3. Abkühlung im Vulkankrater: Die Maare bei Daun (Gemündener & Schalkenmehrener Maar)

​Einmal im Krater eines erloschenen Vulkans abzutauchen, gehört auf jede Eifel Bikepacking-Bucket-List. Die Dauner Maare bieten dafür die spektakulärste Kulisse. Während viele Maare aus Gründen des strengen Naturschutzes komplett für Schwimmer gesperrt sind, haben das Gemündener Maar und das Schalkenmehrener Maar jeweils ein offizielles Naturbad integriert. Das Wasser ist tiefblau und bietet selbst im Hochsommer eine fantastische Erfrischung.

​An welchem Radweg liegt’s?
Diese beiden Spots sind ein absoluter Pflichtstopp für alle, die auf dem legendären Maare-Mosel-Radweg oder dem Kosmosradweg unterwegs sind. Auch vom Kyll-Radweg aus lässt sich ein toller, wenn auch knackiger Schlenker einbauen.

​Erfrischungs-Fakten:
Da es sich um offiziell bewirtschaftete Naturbäder mit erstklassiger Infrastruktur (Umkleiden, Steganlagen, Lebensrettern und Kiosk) handelt, wird ein kleiner, absolut fairer Eintritt erhoben. Das Geld ist für den Erhalt dieser Naturwunder bestens angelegt.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Ufer des Schalkenmehrener Maars liegt der urige „Camping am Maar“, der an das örtliche Hotel Schneider angegliedert ist. Für die rund 10 Zeltstellplätze ist allerdings keine Vorab-Reservierung möglich: Bikepacker melden sich vor Ort an der Hotelrezeption – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Platz bietet moderne Sanitäranlagen sowie Waschmaschinen und Trockner, was nach einer schweißtreibenden Eifel-Vulkantour ein echter Segen für die Radklamotten ist.

Obersee Rur / Foto © Städteregion Aachen, Dominik Ketz

​​4. Das „Eifeler Meer“ für Kilometerfresser: Der Rursee (Nordeifel)

​Wer den Nationalpark Eifel durchquert, kommt an diesem gigantischen Gewässer nicht vorbei. Der Rursee ist einer der größten Stauseen Deutschlands und eine absolute landschaftliche Wucht. Da das riesige Gewässer jedoch strengen Nutzungs- und Naturschutzregeln unterliegt, ist wildes Baden tabu. Für Bikepacker gibt es aber zwei legale Hotspots, die sich perfekt in eine Tour integrieren lassen: das Naturfreibad Rurberg und der Sonnenstrand Eschauel. Während Rurberg eine riesige, entspannte Liegewiese direkt am Biketrail bietet, kommt am Sonnenstrand Eschauel (Nideggen) mit echtem Sandstrand und dem dazugehörigen Beach Club echtes Urlaubsfeeling auf.

​An welchem Radweg liegt’s?
Beide Spots liegen wie Perlen auf der Schnur direkt an der landschaftlich grandiosen RurUfer-Radroute. Wer die anspruchsvollen Höhenmeter rund um den Nationalpark hinter sich gebracht hat, rollt hier direkt auf die Uferpromenade.

​Erfrischungs-Fakten:
Das Naturfreibad im Rurseezentrum Rurberg ist komplett kostenlos zugänglich. Am Sonnenstrand Eschauel zahlt man ebenfalls keinen Eintritt für den Strand an sich, kann sich dafür aber im Beach Club mit einem eiskalten Getränk belohnen.

​Overnight-Check (Camping):
Am Rursee haben Radler die Qual der Wahl. Der beste Tipp für Bikepacker ist der „Camping Rursee“ in Simmerath-Rurberg. Er liegt direkt an der RurUfer-Radroute und bietet einen wunderschönen, naturnahen Zeltbereich. Wer es noch eine Spur uriger mag, steuert die „NabeDi-Zeltwiese“ in der Woffelsbacher Bucht an. Von dort aus hat man beim Zeltaufbau den perfekten Blick aufs Wasser. Tipp: Da die Plätze am Rursee heiß begehrt sind, lohnt sich in der absoluten Hochsaison ein kurzer Blick auf den Online-Belegungskalender vor der Anreise.

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen

Wer aktuell in den Wäldern und auf Feldern unterwegs ist, kehrt selten ohne ungebetene Gäste heim. Der Sommer ist nicht nur für uns Biker absolute Hochsaison, sondern auch für Zecken und Bremsen. ​Damit die nächste Tour nicht im Juckreiz-Fiasko endet, haben wir die wichtigsten Fakten, vorbeugende Maßnahmen und die besten Erste-Hilfe-Tipps aus der Redaktions-Praxis zusammengetragen.

Hinweis der Redaktion: Der Artikel spiegelt ausschließlich unsere persönlichen Erfahrungen als Biker wider und ersetzt ausdrücklich keinen medizinischen Rat!

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen
Foto: Erik Karits / Pixabay

​Zecken und Bremsen: Wer lauert wo?

Früher gab es die Mär, Zecken würden auf Bäumen warten und sich auf ihre Opfer fallen lassen. Das ist natürlich totaler Quatsch. Die Zecke sitzt im hohen Gras, im Unterholz und im Farn am Trailrand und wird ganz unspektakulär im Vorbeifahren abgestreift. Ein Zeckenstich ist nicht ohne: Neben dem lästigen Jucken lauert die Gefahr von Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose.

Bei Bremsen handelt es sich hingegen um fliegenähnliche Biester, die vor allem an feuchten Waldrändern, Bachläufen und in der Nähe von Weiden leben. Sie reagieren auf Bewegung, Wärme und Schweiß – schlagen also genau dann zu, wenn man sich den Berg hochquält. Ihr Biss tut sofort weh, hinterlässt oft dicke Schwellungen und nicht selten fließt sogar etwas Blut.

Vorbeugen: Wie kann ich mich vor Zecken und Bremsen schützen?

Auf dem Markt gibt es verschiedene Wirkstoffe, die den körpereigenen „Duft“ für Insekten unattraktiv machen. Bei uns in der Praxis bewährt haben sich vor allem die nachfolgend aufgeführten Produkte. Wie bei allen frei verkäuflichen Mitteln sollte vor der Anwendung die Packungsbeilage aufmerksam gelesen werden – vor allem bezüglich möglicher Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten oder der Anwendung bei Kindern.

Autan (Defense-Linie): Setzt auf den Wirkstoff Icaridin. Das hält Bremsen und Mücken für einige Stunden auf Distanz, muss aber bei starkem Schwitzen am Berg nachgelegt werden.

Anti Brumm (Forte / Zecken Stopp): Die klassische rote Variante setzt auf DEET – ein extrem starkes Repellent, das auch Zecken effektiv abwehrt. Achtung: DEET kann Kunststoffe (wie Brillenbügel oder Helmgurte) angreifen. Die „Zecken Stopp“-Variante nutzt hingegen Icaridin und Citriodora-Öl.

Ballistol Stichfrei (Classic): Der Klassiker für Haut und Gewebe. Riecht angenehm, pflegt ein wenig und bietet einen soliden Basisschutz für normale Runden.

Wichtig zu wissen: Während man sich gegen das FSME-Virus beim Arzt per Impfung schützen kann, gibt es gegen die bakteriell übertragene Borreliose aktuell keinen Impfstoff. Hier hilft nur schnelles Handeln – sprich das schnellstmögliche Entfernen der Zecke!

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen

Wenn es dann doch passiert ist

Erste Regel: Nicht kratzen, um sekundäre Infektionen zu vermeiden! Das Eindringen von Bakterien in die Wunde kann im schlimmsten Fall zu einer schweren lokalen Entzündung oder gar zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Bevor man sich der Wundpflege widmen kann, muss eine Zecke zuerst vollständig entfernt werden. In der Apotheke gibt es spezielle Zeckenzangen, Zeckenhaken oder Zeckenkarten, die ein unkompliziertes, sicheres und effektives Entfernen des Plagegeistes ermöglichen. Bei einer herkömmlichen Pinzette besteht die Gefahr, dass der Körper der Zecke zerdrückt wird – und somit gefährliche Krankheitserreger direkt in unsere Blutbahn befördert werden. Falls du unsicher bist, suche bitte immer einen Arzt auf!

Unser Top-Tipp: Die Hitze-Waffe

​Elektronische Stichheiler (wie der bekannte Bite Away Stift oder die kompakten Geräte von Beurer) nutzen Physik statt Chemie. Der Stift wird für wenige Sekunden auf ca. 50 bis 53 °C erhitzt. Die konzentrierte Hitze kann die Proteine und Eiweißverbindungen im Insektenspeichel zersetzen, die für das Jucken und Anschwellen verantwortlich sind. Wer das Ding direkt nach dem Bremsenstich nutzt, verhindert die dicke Schwellung meist komplett. Funktioniert übrigens auch super bei Mückenstichen.

Lebenswichtiger Hinweis: Der elektronische Stichheiler darf niemals angewendet werden, solange die Zecke noch in der Haut steckt! Die Hitze würde die Zecke extrem stressen, wodurch sie im Todeskampf schlagartig infizierte Sekrete in die Blutbahn abgibt. Die Zecke muss immer zuerst mechanisch entfernt werden.

Wann bieten sich Gele an?

Ist der Stich älter oder kein elektronischer Stichheiler verfügbar, helfen kühlende und entzündungshemmende Gele wie ​Fenistil Gel oder Soventol Gel. Wer es natürlicher mag, kann auch auf reines Aloe-Vera-Gel zurückgreifen. Auch wenn diese Gele frei verkäuflich sind, sollte vor der ersten Anwendung immer ein Blick in den Beipackzettel geworfen werden. Selbst bewährte Wirkstoffe (wie Bamipin in Soventol) oder enthaltene Hilfsstoffe können in seltenen Fällen Hautreizungen auslösen, falls man hochallergisch reagiert. Im Zweifel gilt auch hier: Kurz in der Apotheke nachfragen.

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen
Foto: Larneg / Pixabay

​Bissstelle im Auge behalten – wann der Gang zum Arzt zwingend ist

​Auch wenn die meisten Stiche harmlos verlaufen, sollte das „Souvenir“ aus dem Wald in den Tagen und Wochen danach genau genau werden. Bei folgenden Warnsignalen ist der Gang zum Arzt unumgänglich:

Warnsignal „Wanderröte“ (Erythema migrans): Wenn sich Tage oder sogar Wochen nach einem Zeckenstich eine kreisrunde, sich ausbreitende Rötung um die Einstichstelle bildet (oft in Form eines Rings, der in der Mitte blasser wird), ist das das klassische Leitsymptom für eine Borreliose-Infektion. Hier muss sofort ein Arzt draufschauen, um rechtzeitig mit Antibiotika gegenzusteuern.

Wichtig zu wissen: Die Wanderröte tritt nicht immer auf! Eine Borreliose kann auch schleichend verlaufen. Sollten Wochen oder Monate nach der Tour unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber oder unerklärliche neurologische Beschwerden auftreten, weise deinen Arzt unbedingt darauf hin, dass du im Sommer einen Zeckenstich hattest.

​Heftige Bremsen-Allergien: Bremsenstiche neigen ohnehin dazu, dick zu werden. Wenn die Schwellung aber extreme Ausmaße annimmt, pocht, sich heiß anfühlt oder rote Streifen (Anzeichen einer Lymphbahnen-Entzündung / Lymphangitis) sichtbar werden, sollte das unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Fortschreitende Entzündungen: Beginnt die Einstichstelle extrem zu eitern oder breitet sich der Schmerz aus, ist ebenfalls Vorsicht geboten, um Komplikationen wie eine Sepsis zu vermeiden.

Allergischer Schock (Anaphylaxie): Sollten nach einem Stich oder Biss systemische Reaktionen wie Kreislaufprobleme, Atemnot, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder plötzliche, extreme Muskelschwäche einsetzen, gilt: Keine Zeit verlieren und sofort den Notruf (112) wählen!

​Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information, spiegelt die Erfahrungen unserer Redaktion wider und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt. Im Zweifel oder bei anhaltenden Beschwerden sollte immer unverzüglich ein Mediziner aufgesucht werden!

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Die Eifel ist für Outdoor-Enthusiasten längst kein Geheimtipp mehr – und doch zeigt sie sich abseits der asphaltierten Straßen von einer völlig neuen, wilden Seite. Wer die Region mit dem Gravelbike erkundet, erlebt den perfekt abgestimmten Mix aus sportlicher Herausforderung, erdgeschichtlicher Faszination und grenzenloser Natur. Von den tiefen Wäldern der Nordeifel über die vulkanisch geprägte Landschaft der Vulkaneifel bis hin zu den schroffen Tälern der Südeifel: Dieses Revier verlangt nach breiten Reifen, Abenteuerlust und Entdeckergeist.

Mystische Stimmung in der Schönecker Schweiz

​Die Eifel bietet die perfekte Infrastruktur für unvergessliche Bikepacking-Trips oder knackige Tagestouren. Mit unserem Guide hast du die perfekte Planungsgrundlage für deinen nächsten Urlaub in der Eifel. Damit das Gravel-Abenteuer in der Eifel ein voller Erfolg wird, haben wir für dich zudem ein paar essenzielle Tipps zusammengefasst. Und natürlich kommen bei uns auch de Nederlandse bikepackers nicht zu kurz.

​Die Regionen der Eifel im Detail: Vielfalt auf Schotter

​1. Die Nordeifel: Waldmeer und Wasserwelten

​Die Nordeifel besticht durch ihre endlosen, dichten Waldgebiete und die beeindruckenden Seenlandschaften rund um die Rurtalsperre. Graveler finden hier perfekt ausgebaute forstwirtschaftliche Wege mit moderaten, aber langen Anstiegen. Ein absolutes Highlight ist die Nähe zum Nationalpark Eifel, wo die Natur sich selbst überlassen wird. Die Strecken führen oft entlang alter Bahntrassen, die immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Täler freigeben.

​2. Die Vulkaneifel: Auf den Spuren der Erdgeschichte

​Das Graveln in der Vulkaneifel gleicht einer Zeitreise. Die Strecken führen vorbei an den berühmten Maaren, den „blauen Augen“ der Eifel, die durch vulkanische Explosionen entstanden sind. Der Untergrund wechselt hier oft zu dunklem, vulkanischem Sand und feinem Lavaschotter, was fahrtechnisch einen ganz besonderen Reiz ausmacht. Die Topografie ist wellig und erfordert eine gute Krafteinteilung, belohnt aber mit epischen Panoramen.

​3. Die Südeifel und der Islek: Tiefe Schluchten und Grenzquerungen

​Wer die Herausforderung sucht, ist in der Südeifel richtig. Nahe der luxemburgischen Grenze wird das Terrain rauer. Tief eingeschnittene Flusstäler (wie das Our- oder Sauertal), spektakuläre Felsenformationen (wie in der Teufelsschlucht bei Irrel oder der Schönecker Schweiz) und knackige, steile Rampen prägen das Bild. Hier überschreitet man auf den Touren fast unbemerkt die Grenzen und genießt echtes, wildes Abenteuer-Feeling.

In den Tiefen des Isleks:  Irrhausen
In den Tiefen des Isleks: Irrhausen

Bikepacking & Microadventures: Die Eifel als Overnighter-Paradies

​Wer das echte Abenteuer sucht, schnallt sich Taschen und ein Zelt ans Rad und macht aus der Gravel-Tour ein Bikepacking-Erlebnis. Die Eifel eignet sich hervorragend für sogenannte „Overnighter“ (Touren mit einer Übernachtung) oder mehrtägige Runden. ​Das Besondere hierbei: Die Region setzt voll auf naturnahen Tourismus. Egal ob reiner Naturstellplatz oder gut ausgestatteter Komfort-Campingplatz, viele Betriebe in der Eifel sind hervorragend auf Radreisende eingestellt. Regionale Hotspots sind unter anderem die Campingplätze in Prüm oder Waxweiler im Islek.

​​(NL) Bikepacking in de Eifel: Tips voor de ultieme outdoorbeleving

​Voor de Nederlandse bikepackers is de Eifel de perfecte achtertuin voor een avontuurlijk weekend weg. Schitterende natuur, uitdagende hoogtemeters en uitstekende faciliteiten voor tenten. Of je nu kiest voor een pure natuurcamping of een modernere camping met alle faciliteiten – veel locaties in de Eifel zijn volledig ingesteld op fietsers. De idyllische campings in bijvoorbeeld Prüm of Waxweiler zijn de ideale uitvalsbasis voor een legendarische ‚overnighter‘!

​Tipps für die Eifel-Tour

  • ​​Bargeld ist Trumpf: In vielen kleinen Dorfcafés, Bäckereien oder Restaurants in der Eifel gilt nach wie vor: Nur Bares ist Wahres. Mit Karte oder Smartphone kommt man hier oft nicht weiter. Pack also genug Münzen und Scheine für den wohlverdienten Zwischenstopp ein.
  • ​Wasser-Management: In den tiefen Tälern und ausgedehnten Wäldern gibt es oft kilometerweit keine Tankstellen oder Supermärkte. Hab mindestens zwei große Flaschen am Rad und nutze jede Gelegenheit im Ort, um deine Vorräte aufzufüllen.
  • ​Digitale Pause (das berüchtigte Funkloch): In einigen Tälern der Vulkan- und Südeifel bricht das Mobilfunknetz komplett weg. Lade dir deine GPS-Tracks und Karten (z.B. via Komoot) unbedingt vor dem Start für die Offline-Nutzung herunter. Vertrau nicht auf den Live-Empfang!
  • ​Respekt im Nationalpark: Im Nationalpark Eifel gelten strenge Regeln zum Schutz der Natur. Fahre bitte ausschließlich auf den für den Radverkehr freigegebenen Wegen (gekennzeichnet mit dem Fahrrad-Symbol), um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.

(NL) Tips voor onze Nederlandse vrienden

  • ​Cashgeld is koning: In veel kleine dorpscafés, bakkerijen of schuilhutten in de Eifel kun je nog steeds niet met een pinpas of telefoon betalen. Neem altijd voldoende contant geld mee voor je welverdiende pauze.
  • ​Watermanagement: In de diepe bossen en dalen van de Eifel zijn er soms kilometerslang geen supermarkten of tankstations. Neem minstens twee grote bidons mee en vul ze bij elke gelegenheid aan.
  • ​Digitale detox (of mobiele gaten): In sommige diepe valleien van de Vulkaneifel of Südeifel heb je absoluut geen mobiel bereik. Download je GPS-tracks en kaarten (zoals in Komoot) dus altijd offline voordat je vertrekt.
  • ​Respecteer de natuur: In het Nationaal Park Eifel gelden strenge regels. Fiets uitsluitend op de speciaal voor fietsers vrijgegeven paden.
Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt
So viel Zeit muss sein (auch bei schlechtem Wetter): Andrea mit einem Schaf im Dialog

🌿 Die grüne Seele der Fraktur

​Das Graveln lebt vom Entdecken. Dass wir die Eifel heute mit so wachen Augen für die Details am Wegesrand durchstreifen, verdanken wir unserer Gravelspezialistin Andrea. Als unsere Expertin für die Pflanzen-, Kräuter- und Tierwelt hat sie der Fraktur die grüne Seele gegeben. Ihre Leidenschaft fährt auf jedem Kilometer mit uns mit.

Die offiziellen Tourenportale: Deine Planungsgrundlage

​Damit die Tour nicht im Nirgendwo endet, stellen wir ausschließlich das offiziell geprüfte und gepflegte Wegenetz der Region vor. Die folgenden Portale der Eifelgemeinden und Tourismusverbände bieten GPS-Downloads, aktuelle Wegesperrungen und detaillierte Höhenprofile.

Stoppomat: Fest installierte Zeitmessanlage für Rennradler in Norddeutschland

Als Radreiseland ist Niedersachsen schon lange beliebt, jetzt gibt es zwischen Elbe und Weser neue Highlights für Rennradler, darunter der Stoppomat. Hierbei handelt es sich um eine fest installierte Zeitmessanlage. Auf einem zehn Kilometer langen Rundkurs bei Suderburg können alle Radsportler ihre Zeiten messen, kostenlos per Stempelkarte oder App.

Stoppomat: Fest installierte Zeitmessanlage für Rennradler in Norddeutschland

Neue Trainingsarena in Norddeutschland

Wo können Rennradler richtig Strecke machen, ohne vielen Autos zu begegnen, ständig an Ampeln zu bremsen oder gar auf schmalen Radwegen fahren zu müssen? Der weitläufige Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Hamburg und Bremen bietet ein neues Streckennetz für Radsportler. Er ist gut erreichbar mit Regionalbahnen, in denen das eigene Rad mitfahren kann, an den kleinen Bahnhöfen gibt es aber auch Parkplätze. Rundherum verlaufen neun professionell ausgearbeitete Routen durch weite Felder und stille Moore, über sanfte Hügel und kurze Anstiege, durch idyllische Flusstäler und bäuerliche Dörfer ohne enge Gassen: Zum Einstieg für Familien und Feierabendfahrer sind die vier „Schleifchen“ von 60 bis 70 Kilometern geeignet. Gute 100 Kilometer zählen die vier Tagestour-Schleifen in allen Himmelsrichtungen. Und die Königsschleife führt Radsport-Enthusiasten auf ganzen 204 Kilometern durch den kompletten viertgrößten Landkreis von Niedersachsen.

Der „Stoppomat“: fest installierte Zeitmessanlage

Ein besonderes Highlight finden Rennradler in der RadReiseRegion Uelzen, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub für ihre 39 Themenrouten ausgezeichnet wurde: Der „Stoppomat“ ist eine fest installierte Zeitmessanlage und einzigartig in Norddeutschland. Auf einem zehn Kilometer langen, welligen Rundkurs bei Suderburg können alle Radsportler ihre Zeiten messen, kostenlos per Stempelkarte oder App. Wer seine Ergebnisse online einreicht, kann sich auch mit anderen vergleichen. Die verkehrsarmen Straßen und die sanft hügelige Naturlandschaft in der dünn besiedelten Heideregion bieten gute Trainingsbedingungen. Unter www.reiseland-niedersachsen.de/rennradfahren sind die Stoppomat-Zeitfahrstrecke und viele andere Radrouten auch in interaktiven Karten zu finden.

Stoppomat: Fest installierte Zeitmessanlage für Rennradler in Norddeutschland

Der erste Radmarathon-Cup an der Weser

Eine der bekanntesten Langstreckenradtouren Norddeutschlands feiert am 23. August ihr 15-jähriges Jubiläum und erreicht dabei einen neuen Höhepunkt: Die „Große Weserrunde“ wird erstmals Teil des German Cycling Radmarathon-Cups, einer der renommiertesten Veranstaltungsreihen im deutschen Radsportkalender. Über tausend Teilnehmende aus ganz Deutschland fahren dabei Strecken zwischen 80 und 350 Kilometern, von ambitionierten Hobbysportlern über Genussradler bis zu E-Bikern. Dabei geht es weniger um Geschwindigkeit als um Ausdauer, Teamgeist und das Erlebnis, persönliche Grenzen zu überwinden. Statt des Wettkampfs steht hier das Miteinander im Vordergrund: Gefahren wird ohne Zeitnahme, mit Fokus auf Fairness und Gemeinschaft.

Gastbeitrag von djd/TourismusMarketing Niedersachsen

Fotos: djd/TourismusMarketing Niedersachsen/PSV/Peter Gerlach

Drei neue ADFC-Qualitätsradrouten in Thüringen

In Deutschland führen nicht weniger als 320 Radfernwege auf rund 97.000 Kilometern durch die Natur, entlang von Flüssen, Seen und Bergen und vorbei an kulturellen Höhepunkten. Die besten zeichnet der ADFC jedes Jahr als ADFC-Qualitätsradroute aus. In diesem Jahr gibt es direkt drei Neuzugänge aus Thüringen. Der ADFC stellt die neuen Routen vor.

Drei neue ADFC-Qualitätsradrouten in Thüringen
Foto: TV TWGL Lisa Kristin Schrötter

Der Saaleradweg vom bayerischen Fichtelgebirge nach Thüringen

Auf vielen verkehrsarmen Streckenabschnitten folgt der Saaleradweg rund 400 Kilometer dem Verlauf der Saale von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe. Auf neun Etappen geht es vom bayerischen Fichtelgebirge nach Thüringen, vorbei an Europas größtem zusammenhängenden Stauseegebiet, durch idyllische Naturparks und artenreiche Auwälder und durch die Weinregion Saale-Unstrut. Von Saalfeld bis zur Saalemündung in die Elbe bei Barby ist der Weg gut für Familien geeignet. Entlang der Route gibt es viele Übernachtungsangebote, darunter auch zahlreiche fahrradfreundliche Bett+Bike Unterkünfte, und eine gute öffentliche Verkehrsanbindung.

Thüringer Städtekette verbindet sieben der schönsten Thüringer Städte

Von Eisenach nach Altenburg führt die Radroute auf 230 Kilometern durch reizvolle Landschaft und verbindet sieben der schönsten Thüringer Städte miteinander. Kulturinteressierte und Tourenradler kommen hier besonders auf ihre Kosten. Ein Großteil der Strecke verläuft auf asphaltierten Radwegen, es gibt entlang der Strecke zahlreiche Bett+Bike Unterkünfte und eine gute Anbindung an die Bahn.

Werratal-Radweg: 300 Kilometer entlang der Werra

Der Werratal-Radweg folgt dem Verlauf der Werra über rund 300 Kilometer von ihrer Quelle im Thüringer Wald bis zum Zusammenfluss mit der Fulda und der Mündung in die Weser. Entlang der Strecke liegen das Biosphärenreservat Rhön, der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, die Kali-Bergbau-Gebiete der Region und das UNESCO-Welterbe Wartburg in Eisenach. Wer weiterradeln will, kann die Reise auf den ADFC-Qualitätsradrouten Fulda- oder Weser-Radweg fortsetzen. Das Übernachtungs- und Gastronomieangebot entlang der Strecke ist gut, ebenso die Anbindung an die Bahn.

Wodurch zeichnen sich die ADFC-Qualitätsradrouten aus?

Mit dem Gütesiegel „ADFC-Qualitätsradroute“ zeichnet der ADFC ausgewählte Radfernwege mit maximal fünf Sternen aus. Aktuell gibt es 47 ADFC-Qualitätsradrouten in Deutschland und zwei in Österreich. Berücksichtigt werden dabei die Radinfrastruktur, etwa Wegebreite, Oberfläche und Verkehrsbelastung, aber auch die touristische Infrastruktur entlang der Strecke, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Vermarktung.

Bett+Bike: perfekt auf Radreisende zugeschnittenes Angebot

Die besten Unterkünfte entlang der Strecken erkennen Radreisende am Label Bett+Bike. Rund 4300 Betriebe bieten in Deutschland ein perfekt auf Radreisende zugeschnittenes Angebot. Dazu gehören neben bequemen Betten und reichhaltigem Frühstück auch sichere Abstellmöglichkeiten fürs Fahrrad, Reparaturmöglichkeiten und Werkstattanbindung oder Trockenräume für nasse Kleidung. Mehr Infos auf www.bettundbike.de

Web: www.adfc.de

Besonders im Herbst sehr reizvoll: Radtouren rund um Salzburg und Bad Ischl

Besonders im Herbst lohnt sich ein Urlaub im Salzkammergut. Die Berge und Seen erstrahlen jetzt in einem ganz speziellen Licht, und auch die Salzburger Altstadt wirkt mit ihren verwinkelten Gassen und historischen Gebäuden nun noch magischer. Als Ausgangspunkt für schöne Radtouren bietet sich Eugendorf an. Nach Salzburg ist es nur ein Katzensprung, die deutlich längere Strecke nach Bad Ischl empfiehlt sich vor allem für ambitionierte Radler oder E-Biker. Der djd gibt Tipps für Radtouren Richtung Salzburg und zu den Seen des Salzkammerguts.

Besonders im Herbst sehr reizvoll: Radtouren rund um Salzburg und Bad Ischl
Foto: djd/SalzburgerLand/Christoph Oberschneider

Eugendorf ist ein idealer Knotenpunkt für Radrouten Richtung Salzburg und vor allem zu den traumhaften Seen im Salzkammergut wie dem Mondsee, dem Wolfgangsee oder dem nahen Salzburger Seenland. Bei den Strecken ist von leichten Routen für Hobbyradler und Familien mit Kindern bis hin zu anspruchsvollen Abschnitten für erfahrene Biker alles dabei. Auf rund 600 gut ausgebauten Radwegkilometern geht es durch das Alpenvorland, um das Seenland entlang von Wallersee, Mattsee und Obertrumer See zu erkunden. In Eugendorf selbst bieten viele Hotels und Gasthäuser Serviceleistungen für Radfahrer an, etwa eine sichere Radaufbewahrung und E-Bike-Ladestationen. Für den Fall einer Panne gibt es zwei Reparaturstationen – eine direkt im Ort und eine auf der Strecke.

Gaisberg: Hausberg der österreichischen Landeshauptstadt Salzburg

Für Genussradler bietet sich eine gemütliche Tour von Eugendorf aus Richtung Norden entlang der Ischlerbahn-Trasse an. Vorbei am Golfplatz Eugendorf geht es über Thalgau entlang der idyllischen Fuschler Ache bis zur Drachenwand am Mondsee. Wer noch mehr Kilometer und ein paar Höhenmeter sammeln will, radelt weiter bis Bad Ischl oder umrundet den Mondsee und den Irrsee, um über den Kolomansberg wieder zurück nach Eugendorf zu fahren. Für Fans anspruchsvoller Strecken mit einigen „Bergwertungen“ ist der Salzburger Hausberg, der Gaisberg, mit 1.287 Metern Höhe fast schon Pflicht. Von dort geht der Blick auf die traumhafte Landschaft rund um die österreichische Landeshauptstadt Salzburg bis nach Bayern und ins Salzkammergut sowie auf den legendären Schafberg und den imposanten Dachstein-Gletscher.

Gastbeitrag von djd

Fahrrad-Tagestouren-Tipps rund um die Hansestadt Hamburg

Mit dem längsten Radwegenetz Deutschlands bietet die Hansestadt Hamburg unzählige Möglichkeiten für schöne Tagesausflüge mit dem Rad. Ob durch malerische Parks, entlang des weitläufigen Wassernetzes oder sogar hoch bis an die Ostsee, an reizvollen Strecken fehlt es definitiv nicht. Der Dienstradleasing-Anbieter Lease a Bike hat für den Herbst fünf schöne Touren zusammengefasst.

Fahrrad-Tagestouren-Tipps rund um die Hansestadt Hamburg
Foto: Lease a Bike / Focus

Der Norden Deutschlands ist bekanntlich recht flach. Doch er bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Tagesfahrradtouren: In Hamburg allein gibt es das längste Radwegenetz in Deutschland – und das sogar ohne auf Autostraßen fahren zu müssen. Parks und Waldgebiete rund um die Hansestadt laden zu entspannten Touren inmitten herbstlicher Natur ein. Und weil Hamburg ein weitläufiges Wassernetz hat, können Fahrradfahrer die maritimen Seiten der Stadt ganz nebenbei genießen. Von leichten bis hin zu schweren Touren bietet die Metropole im Norden für alle Radfahrer etwas. Ob an der Außenalster bis nach Stade, über den Marschbahndammweg oder aktiver bis hoch an die Ostsee – es gibt viele Möglichkeiten, die wunderschöne herbstliche Landschaft in Hamburg und Umgebung zu erkunden und dabei die regionalen Ausblicke zu genießen.

Die Speicherstadt-Außenalsterrunde in Hamburg

Der Startpunkt für diese Tour ist der Borgweg am Stadtpark. Durch den Stadtteil Uhlenhorst und den Ursprung des Welthafens Hamburg, dem Nicolaifleet, radeln Radfahrer mit Blick auf die historische Speicherstadt bis zur unterirdischen Sehenswürdigkeit dem St. Pauli Elbtunnel, welcher dann durchquert wird. Anschließend radeln sie über die 267 Meter lange Klütjenfelder Radwegbrücke am Oberhafenkanal entlang, der die Stadtteile HafenCity und Rothenburgsort verbindet, bis zur Außenalster. Hier können sie mit Blick auf das Wasser die Runde bis zum Anfangspunkt Borgweg vollenden – und wer mag, genießt zur Stärkung noch eines der gastronomischen Angebote mit Blick auf die Segler.

  • Distanz: 28 km
  • Fitnesslevel: Anfänger/leicht

Ahrensfelder Weg-Bredenbeker Teich-Runde

Bei dieser Fahrradtour starten Radfahrer am Oldenfelde Bahnhof. Sie fahren dann durch die grünen Wälder und Felder des Stellmoorer Tunneltals und das sumpfige Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal. Mit Blick auf den Bredenbeker Teich mit einigen Rastbänken und am Landgut Lindenhof vorbei radeln sie die Runde weiter am Lottbeker Stausee entlang. Über Volksdorf treten sie dann den Rückweg zum Ausgangspunkt Oldenfelde an.

  • Distanz: 29 km
  • Fitnesslevel: Anfänger/leicht

Von der Außenalster mitten in Hamburg bis nach Stade

Beginnend an der Außenalster mitten in der Hansestadt führt der Elberadweg aktivere Radler durch die Speicherstadt und an der Kirche St. Michaelis vorbei. Über den Finkenwerder Deichweg radeln sie anschließend weiter. Auf dem Weg liegt die historische Mühle Aurora und das gemütliche Café MöwenNest lädt zu einer Kuchenpause ein. Am Deich fahren Fahrradfahrer dann entspannt an der Elbe entlang weiter. Unterwegs locken zahlreiche Restaurants mit kulinarischen Erholungspausen.

  • Distanz: 50 km (Rückfahrt optional mit S-Bahn oder Regionalbahn)
  • Fitnesslevel: Fortgeschrittene/mittelschwer

Über den Hamburger Marschbahndamm-Radweg

Aktivere Fahrradfahrer starten von der Bushaltestelle Zollenspieker (Fähre) und fahren den Elberadweg am Moorfleeter Hauptdeich entlang. Nur ca. zwei Kilometer weiter passieren sie die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, eine ehemalige Wasseraufbereitungsanlage. Auf der umliegenden Parkfläche können sich Radfahrer mit Blick auf das historische Gebäude eine Pause gönnen und anschließend durch das Sperrwerk Billwerder fahren. Weiter pedalieren sie dann durch die Speicherstadt und am Oberhafenkanal vorbei. Über den autofreien und grünen Marschbahndamm führt die Tour bis zum Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen. Die Runde endet wieder am Zollenspieker.

  • Distanz: 52 km
  • Fitnesslevel: Fortgeschrittene/mittelschwer

Von den St. Pauli-Landungsbrücken bis nach Cuxhaven

Anspruchsvolle Fahrradfahrer können hier an den St. Pauli-Landungsbrücken starten. Vorbei am Hafen und zahlreichen Kanälen passieren die Radfahrer das Alte Land, ein riesiges Obstanbaugebiet. Danach radeln sie über Finkenwerder bis zur Hansestadt Buxtehude. Dort können sie die St. Petri Kirche besichtigen. Die Gassen der Altstadt mit ihren kleinen, traditionellen Geschäften laden zum entspannten Bummeln ein. Anschließend führt die Tour weiter über den Elberadweg an der immer breiter werdenden Elbe entlang bis nach Stade, wo Fahrradfahrer die Altstadt mit ihrem Schwedenspeicher und den Fachwerkhäusern erkunden können. Weiter geht es auf dem Elberadweg über das Kehdinger Moor mit der geheimnisvollen Hochmoor Landschaft und durch den Ort Freiburg/Elbe bis Cuxhaven an der Nordsee.

  • Distanz: 120 km (Rückfahrt optional mit S-Bahn oder Regionalbahn)
  • Fitnesslevel: Fortgeschrittene/schwer

Gastbeitrag von Lease a Bike

Save the date: Eifelmarathon und MTB Allmountain Event in Waxweiler

Als böte die schöne Südeifel mit ihrer atemberaubenden Natur allein nicht schon hinreichend Gründe für einen Besuch, wartet die Ortsgemeinde Waxweiler am 11. Juni 2017 gleich mit zwei fetten Events auf: Neben dem 20. Eifelmarathon, der außer traditionellem Marathon und Halbmarathon auch einen 51,4km langen Ultramarathon anbietet, findet erstmalig der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ mit sehr vielversprechendem Rahmenprogramm statt.

Wer sich per pedes oder Bike in einer der schönsten Landschaften Deutschlands austoben möchte, findet am Sonntag, 11. Juni 2017, im Örtchen Waxweiler des Eifelkreises Bitburg-Prüm allerbeste Vorraussetzungen dafür. Zum einen wird dort zum nunmehr 20. Mal der mittlerweile legendäre Eifelmarathon ausgetragen mit Alternativen für jedes Fitnesslevel. So starten Sonntag morgens zum Beispiel eine Walking Tour und ein Fitnesslauf von jeweils 10 km Länge und 50 Höhenmetern. Etwas härter zur Sache geht‘s beim Halbmarathon (21,1 km, 464 Höhenmeter), der am Schloss Hamm beginnt und am Biersdorfer See vorbei zurück nach Waxweiler führt. Die Teilnehmer werden nach einem gemeinsamen Marathonfrühstück per Shuttle zum Startpunkt kutschiert. Marathon (42,195 km, 764 Höhenmeter) und Ultramarathon (51,4 km, 983 Höhenmeter) starten ebenfalls um 9 Uhr in Waxweiler und führen u.a. über Mauel und Echtershausen zum Biersdorfer See. Eine gemeinsame Siegerehrung aller Läufe ist für 16 Uhr geplant. Auch die Kids kommen hier nicht zu kurz: Beim Kinder-Staffellauf können Teams aus jeweils 4 Kindern an einem 800 Meter Staffellauf teilnehmen, der Erlös kommt einem Kinderprojekt zu Gute.
Infos und Tips zu Anmeldung, Anreise, Ablauf, Strecken und Höhenprofile sind unter www.eifelmarathon.de zu finden.

1. MTB Allmountain Event „Trails on Wax“

Neben dem Eifelmarathon findet am 11. Juni 2017 erstmalig auch der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ statt, organisiert vom Radsportclub Lauperrath und den Trailhunters Mersch. Los geht‘s um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus Lünebach. Ein geschmeidiger Warmup führt die Biker über den Prümtal-Radweg pünktlich zum Start der Marathon-Läufe nach Waxweiler – und von dort weiter über schöne Waldwege und flowige Trails nach Biersdorf (22 km, 460 Höhenmeter). Nach dem Shuttle-Bus-Transfer zurück nach Waxweiler können sich die Teilnehmer im Dorfgemeinschaftshaus Waxweiler für den Nachmittag stärken: Zwei Eventköche sorgen mit einem 3-Gang Menü vom Feinsten für‘s leibliche Wohl. Gegen 13 Uhr werden die Organisatoren Christian Bode, Sven Weinand und Roland Barthel bei einer geführten Rundfahrt (18 km, 490 Höhenmeter) Schlüsselstellen des anschließenden All Mountainbike Etappenrennen erläutern. Per Shuttle geht‘s ab 15:30 Uhr dann zu insgesamt 3 Startpunkten – und von dort über abwechslungsreiche, spannende Trails in 3 Etappen zurück nach Waxweiler mit anschließender Siegerehrung (18 Uhr). Unterstützt wird „Trails on Wax“ unter anderem von Radsport Rolle aus Prüm mit einer Service Station am Bürgerhaus Waxweiler sowie je nach Verfügbarkeit kostenlosen Testbikes. Bei „Kids Race on Wax“ kommen auch die Kleinen nicht zu kurz und können zwischen 13:30 Uhr und 14:45 Uhr ihre Geschicklichkeit auf einem Bikeparcours trainieren.

Die Startgebühr für dieses abwechslungsreiche Mountainbike Event liegt bei 59 €, die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.