Nicht sehr spendabel zeigt sich die Halde Rheinelbe in Bezug auf die Höhenmeter. Gerade mal vierzig Höhenmeter muss man hier hinauf kurbeln, um direkt vor der grauen Kuppel mit der Himmelstreppe aus Stein zu stehen. Die letzten Höhenmeter zur Himmelstreppe bleibt aufgrund des steilen Anstiegs, mittels einer Treppe, den Fußgängern vorbehalten. Auf und in der unmittelbaren Umgebung der Halde errichtete der Künstler Herman Prigann einen Skulpturenwald. Industrieabfall wie zum Beispiel Mauerstücke bilden eine Symbiose mit Naturmaterialien. Aufgeschüttet wurde die Halde durch die Zeche Rheinelbe bis zum Jahre 1928, die letzte Aufschüttung fand allerdings 1999 statt. Die Halde Rheinelbe ist bei Bikern sehr beliebt, was man anhand der vielen kleinen Trails bereits erahnen kann.
Skizze Halde Rheinelbe
Wir halten uns an die Hauptwege und kurbeln, vom Bahndamm aus gesehen, nach einer 180 Grad Kehre auf einem breiten Schotterweg die Halde hinauf. Dem breiten Schotterweg folgend gelangen wir unmittelbar bis zur grauen Kuppe, welche wir halb umrunden. Mit Blick auf die Halde Hoheward wählen wir die Abfahrt Richtung Nord-Ost. Bis kurz vor der Brücke, welche über stillgelegte Eisenbahnschienen führt, verbleiben wir auf dem Schotterweg. Kurz vor der Brücke biegen wir links ab und folgen dem Weg an den Schienen entlang – ohne diese vorläufig zu überqueren.
Auf dieser Etappe fahren wir entlang des Rhein-Herne-Kanals und im weiteren Verlauf über die ehemalige Bahntrasse der Erzbahn. Ein Highlight ist hierbei sicherlich die Erzbahnbrücke 9-Pfeilerbahn, die mit einer Länge von über 340 Meter die längste Brücke der Erzbahn darstellt.
Eine alte Schleuse
Von der Drachenbrücke aus folgen wir weiter dem Radweg, der auch am Skatepark vorbeiführt. Den Radweg fahrend gelangen wir – mit einer gesperrten Halde zu unserer Linken – zur Wanner Straße, an der wir den Wegweisern nach rechts Richtung Halde Hoppenbruch bzw. Nordsternpark Gelsenkirchen folgen. Schnell erreichen wir auf der Straße die Ampelkreuzung Cranger Straße (L639), auf die wir nach links abbiegen. Zum letzten Mal auf unserer Tour überqueren wir die Emscher und folgen ein kurzes Stück später dem ausgewiesenen Radweg nach rechts in Richtung Altcrange bzw. der Schleuse Wanne-Eickel. Wir sind jetzt auf dem Radweg R10 unterwegs.
Entspannt fahren wir am Rhein-Herne-Kanal entlang, den wir mittels der Schleuse Wanne-Eickel überqueren. Dies ist auch die letzte Überquerung des Rhein-Herne-Kanals auf unserer Tour. Die Fahrt am Kanal ist dank der guten Befestigung des Weges und des gut rollenden Untergrundes nicht nur recht entspannt, sondern auch optisch interessant. Wir sind auch wieder auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung XE unterwegs. Wir gelangen auf einen großen Parkplatz und im weiteren Verlauf – der Kennzeichnung folgend – an eine kleine Halde, an der unser Radweg rechts vorbei führt.
Da dieses kleine Halde direkt parallel zu unserem Weg verläuft, wählen wir direkt am Anfang den kleinen Weg die Halde hinauf. Das Plateau ist schnell erreicht und wir halten uns immer geradeaus. Abwärts führen Treppen und ein schmaler Pfad. Wir orientieren uns am Rhein-Herne-Kanal und folgen wieder der Kennzeichnung XE. Nach einem kurzen Stück am Kanal entlang fahrend erblicken wir auf der anderen Seite des Kanals die Künstlerzeche. Der Radweg führt hinauf zur Brücke. Hier trennen sich der Wanderweg XE und der Radweg R10 wieder.
Skizze Tourenverlauf Halde Hoheward – Halde Rheinelbe
Für uns geht es weiter auf dem Radweg R10, später dem Radweg R27, der uns durch eine Siedlung führt. Wir erreichen die Grimbergstraße und folgen dieser nach rechts. Wir gelangen an eine Abzweigung, an der die Kennzeichnung des Wanderweges O nach rechts abzweigt. An dieser Stelle machen wir eine elegante 180 Grad Kehre nach rechts und biegen somit auf die Trasse der Erzbahn ein. Geradeaus fahrend unterqueren wir die Autobahn A42. Links von uns sehen wir eine noch in der Aufschüttung befindliche und gesperrte Halde. Wir orientieren uns allerdings weiter in Richtung Zollverein.
Der breite und staubige Weg räumt mit einem Vorurteil auf: Wer meint, die Deutschen wären unsportlich, sollte sich das Treiben auf der ehemaligen Bahntrasse der Erzbahn bei schönem Wetter am Wochenende anschauen. Vom Hollandrad bis zum High-End Mountainbike – hier scheint das ganze Ruhrgebiet mit dem Rad’l unterwegs zu sein. Die Fahrt über den Bahndamm führt, komplett vom Straßenverkehr verschont, entlang an Grünflächen und Gelsenkirchenern Vororten. Der Name der Erzbahn kommt nicht von ungefähr, diente diese Eisenbahnstrecke der Versorgung der Hochöfen des Bochumer Vereins mit Eisenerz.
Wir erreichen die Erzbahnbrücke 9-Pfeilerbahn. Die Brücke stellt mit einer Länge von über 340 Meter die längste Brücke der Erzbahn dar – mit einer Höhe von luftigen 14 Metern!
Direkt nach der Brücke gelangen wir zu einer Abzweigung, an der bei schönem Wetter ein Getränkestand den vielen durstigen Reisenden Getränke und Sitzmöglichkeiten anbietet. Hier biegen wir rechts ab auf den Radweg in Richtung der Halde Rheinelbe. Es rollt mächtig gut und wir können auf dem breiten befestigten Weg Kette geben. Lediglich die Straßen, die wir überqueren müssen, bremsen unseren Vorwärtsdrang. Schnell erreichen wir die Halde Rheinelbe.
Da sich die Halde Hoheward direkt neben der Halde Hoppenbruch befindet, wollen wir direkt ohne Umschweife mit der Halde Hoheward fortfahren, die sich allerdings noch in der Aufschüttung befindet. Einen tollen Blick auf die Haldenfahrzeuge, die sich mühsam den Weg nach oben bahnen, erlaubt die Promenadenbrücke
Die Promenadenbrücke der Halde Hoheward
Vom Trail aus kommend folgen wir dem Asphaltband nach rechts. Wer den Hauptweg hinunter gefahren ist, kommt wieder zu der Wegkreuzung und folgt von dort der Beschilderung zum Landschaftspark Hoheward – wir bewegen uns jetzt auf dem gleichen Asphaltband und folgen diesem bis zum Ende. Wir schauen zur imposanten Halde Hoheward und werden uns direkt die Serpentine vorknöpfen, die vor uns liegt. Auf Pflastersteinen führt der Weg zur Balkonpromenade. Wir erreichen den Balkon 10 und halten uns nach rechts Richtung Promenadenbrücke.
Skizze Halde Hoheward
Die Halde Hoheward befindet sich teilweise noch in der Aufschüttung – so können wir die Haldenfahrzeuge beobachten, welche unter lautem Getöse Füllmaterial nach oben befördern. Die Promenadenbrücke überquert dabei den Arbeitsweg der Haldenfahrzeuge. Nahezu steigungsfrei radeln wir auf der Ringpromenade bis zum Balkon 4, wo uns die nächste Serpentine über Pflastersteine nach oben führt. Wir queren hier auch die Treppe mit knapp 530 Stufen, Himmelsstiege genannt, die sich vom Haldenfuß bis zum Haldentop erstreckt. Der Serpentinenweg führt uns direkt zum Horizontobservatorium auf dem nördlichen Gipfelplateau. Wir umrunden das Plateau nach links fahrend fast zur Hälfte und wählen den Weg bergab, der direkt auf ein Werk zusteuert. Allerdings verbleiben wir nur bis zur nächsten Abzweigung auf dem Weg, weil wir mit dem nach links abzweigenden Serpentinenweg den Obelisk auf dem südlichen Plateau ansteuern wollen. Das Schattenende des Obelisk zeigt bei entsprechendem Wetter die wahre Ortszeit und Datum an. Was es nicht alles gibt…
Der Obelisk auf der Halde Hoheward
Linker Hand des Obelisk führt ein Weg wieder nach unten. Man sollte tunlichst nicht den Weg wählen, der leicht nach oben führt – dieser endet sprichwörtlich im Nichts. Der Abfahrt folgend gelangen wir auf einen asphaltierten Weg und folgen jetzt dem Wegweiser zur Drachenbrücke nach rechts. Zur Orientierung für die Abfahrt dient uns jetzt immer die Wegweisung zur Drachenbrücke. Die gepflasterte Serpentine führt uns direkt zu der sehenswerten Brücke in Form eines Drachenskeletts.
Die Halde Hoppenbruch hatte bereits vor einigen Jahren mit offiziell angelegten und ausgewiesenen MTB Strecken für Furore gesorgt. Diese Halde nicht in unseren Haldencross zu integrieren wäre gleichbedeutend wie ein Cappuccino ohne Milch.Für uns ist die Halde Hoppenbruch daher ein absolutes Musterstück und Vorzeigemodell!
Skizze Halde Hoppenbruch
Dem Schotterweg folgend werden wir jetzt dem Weg bis zum höchsten Punkt am Windrad folgen. Schon bei der Auffahrt erblicken wir die Trails, die ein Paradies für uns Mountainbiker darstellen Die Halde Hoppenbruch bietet sehr viel Potential und man kann hier viel Zeit mit dem schönsten Hobby der Welt verbringen: Dem Biken. Im Laufe der Jahre hat allerdings ein wenig die Beschilderung gelitten, was dem Fahrspaß aber nicht abträglich ist. Natürlich ist hier auf der Halde eine Menge los. Neben den vielen Mountainbikern aller Couleur besuchen auch viele normale Radfahrer und Fußgänger die Halde.
Auf dem höchsten Punkt der Halde steht die unübersehbare Windenergieanlage, an der wir uns auch bei der Auffahrt orientieren. Neben der Anlage erblicken wir Edelstahlskulpturen mit Erklärungen zur Windkraft. Es ist unglaublich, wieviel grün uns hier umgibt – auch wenn nicht alles Grün natürlichen Bewuchses entspringt, wie zum Beispiel bei der Deponie oder der Halde Hoheward. Sehr imposant ist der Blick auf die Industrieanlagen Richtung Herne.
Für die Halde Hoppenbruch sind wir Biker sehr dankbar und wählen natürlich dementsprechend die Abfahrt. Wer sich seiner Sache nicht sicher ist, sollte für die Abfahrt den gleichen Weg nutzen wie bei der Auffahrt. Wir wählen einen anderen und spaßigeren Weg bergab. Mit der Windenergieanlage vor uns und den Edelstahlskulpturen zur Linken erblicken wir rechts einen schmalen Grad, der abwärts führt. Für uns die Einladung für mächtig Spaß! Wir folgen dem Weg, der quasi in Richtung der Zeche Ewald führt. Die Abfahrt bedeutet Fun! Der Trail ist schmal und ausgewaschen und bietet an der einen oder anderen Stelle eine Stufe bzw. Sprung. An einer Stelle scheint der Weg auf einem Querweg zu enden – hier halten wir uns rechts und biegen nach wenigen Metern links in einen kleinen schmalen Weg ab, der ins Unterholz führt. Dem kleinen Trail folgend gelangen wir zum Fuße der Halde Hoppenbruch und auf Asphalt. Es spricht natürlich nichts dagegen, die anderen Trails der Halde abzuchecken – derer gibt es genug auf der MTB-freundlichen Halde. Solche Projekte wie die Halde Hoppenbruch wünschen wir uns!
Selbst wenn es beim MTB Haldencross natürlich hauptsächlich um Halden und deren Befahrung geht, darf es natürlich nicht an Highlights und Sehenswürdigkeiten abseits der Wege fehlen. Das Schloss Berge ist der beste Beweis dafür, dass Kultur und Geschichte auch im Ruhrpott zugegen sind – man muss nur die Augen aufmachen.
Das Schloss Berge
Von der Halde Rungenberg aus geht es im Rahmen unseres MTB HaldenX weiter. Wir überqueren die Brücke und biegen sofort links ab auf den Schotterweg. Entlang des Lauterbachs und der Halde Rungenberg gelangen wir zu einer Brücke, an der wir kurz vorher nach links und direkt wieder nach rechts abbiegen. Wir befinden uns jetzt auf der Holthauser Straße und unterqueren jetzt die Brücke, um zur Horster Straße (L448) zu gelangen. Hier biegen wir nach links ab und hinter der nach links abzweigenden Hugostraße biegen wir wieder nach links direkt in den Park ab.
Wir orientieren uns immer am Hauptweg bis wir auf einen weiteren, größeren Hauptweg stoßen, auf den wir nach links abbiegen. Wir passieren den Fahrradübungsplatz der Verkehrswacht. Wir folgen dem schotterigen Weg immer geradeaus und radeln an Tennis- und Fußballplätzen und an einem kleinen See vorbei. Wir erreichen die Straße Beckeradsdelle und folgen dieser nach rechts. Wir folgen der Beckeradsdelle bis zur Emil-Zimmermann-Allee und halten uns links zur Ampelkreuzung. Wir überqueren die stark befahrene Kurt-Schumacher-Straße (L608). Links befindet sich der Berger See, an dessen Anfang – direkt an der Ampelkreuzung – der Wanderweg X am See entlang durch den Park führt. Der Kennzeichnung X folgend gelangen wir direkt zum Schloss Berge.
Das Schloss Berge mit seinem wunderschönen französischen Garten lockt natürlich viele Besucher an. Das Wasserschloss steht seit dem Jahr 1988 unter Denkmalschutz. Das Schloss beinhaltet heute ein Hotel und ein Restaurant. Im französischen Garten herrscht übrigens Radfahrverbot! Ein Blick in die beeindruckende Anlage lohnt auf jeden Fall und im angrenzenden Biergarten kann man es sich gut gehen lassen. Da wir das Radfahrverbot des französischen Gartens beachten, umfahren wir natürlich die Anlage.
Einige Meter vor dem Schloss führt uns die Kennzeichnung X, mit Blick auf das Schloss Berge, nach links. Hier geht es jetzt für uns weiter. Wir fahren an zwei kleinen Seen vorbei und gelangen auf die Aschenbrockallee, auf die wir nach rechts abbiegen. Die Allee mündet in der Pöppinghausstraße – wir orientieren uns hier weiter geradeaus. Wir erreichen die Bundesstraße B226, die Cranger Straße, die wir überqueren und unseren Weg im gegenüberliegenden Park fortsetzen. Wir folgen jetzt dem Wanderweg A3 bis zu einer Treppe, die wir geschickt mit einem Schwenk nach links und rechts umfahren.
Wir verlassen den Park und sind wieder auf Asphalt unterwegs. Die Haunerfeldstraße führt uns am Friedhof vorbei bis zur Straße „Im Föckingsfeld“, an der wir jetzt links abbiegend wieder der Kennzeichnung X folgen. Nachfolgend gelangen wir auf die Steigerstraße, die uns auf die Middelicher Straße ausspuckt. Weiter geht’s dem X folgend nach links und kurze Zeit später nach rechts – der Weg führt jetzt wieder durch einen Park. Wir steuern auf den Golfclub Haus Leythe zu. Nach dem Passieren des Hauses Leythe müssen wir unbedingt darauf achten, dass wir nicht weiter dem X folgen, sondern den Bach zu unserer Rechten überqueren müssen. Nach dem Überqueren halten wir uns auf dem Weg parallel zum Bach. Wir erreichen den Ortsausgang von Erle und überqueren die vor uns liegende Straße. Leicht rechts-geradeaus fahrend setzen wir unseren Weg fort.
Skizze Tourenverlauf Halde Rungenberg – Halde Hoppenbruch
Wir sind in Gelsenkirchen unterwegs, was man wohl daran merkt, dass wir wieder an Fußballplätzen vorbei kommen. Wir überqueren eine weitere Straße und halten uns weiterhin geradeaus. Wünschenswert wäre in diesem Bereich eine vernünftige Beschilderung – so gestaltet sich die Fahrt etwas wild. Einen Schrebergarten passierend erreichen wir die Straße Eulenbusch, die uns zur Straße „Am Wildgatter“ führt. Hier biegen wir links ab und erreichen die Straße „Im Emscherbruch“.
Gegenüber, leicht links haltend, führt ein Geh- und Radweg in den Wald hinein – unser Weg! Wir halten uns im Wald immer parallel zur Münsterstraße, der L638 – bei den folgenden Gabelungen daher immer die rechte Möglichkeit wählen! Der leicht schotterige Weg führt uns praktisch steigungslos durch den Wald. Wir kreuzen den Wanderweg A1/A2/A3, fahren hier aber geradeaus weiter. Der Weg stellt sich im weiteren Verlauf als Wanderweg A2 heraus, dem wir weiter durch den Wald folgen. Wir geraten vor Kopf auf einen weiteren Weg, an der die Kennzeichnung A2 nach links weist – wir biegen hier allerdings rechts ab und überqueren an dieser Stelle die Münsterstraße. Gegenüber setzen wir unseren Weg durch den Wald fort. Wir sind jetzt auf der Route Industrienatur unterwegs, die uns über einen Damm durch den dichten Wald des Landschaftsparks Hoheward führt. Somit gelangen wir direkt an den Fuß der Halden Hoppenbruch und Hoheward. Rechts erblicken wir das Windrad der Hoppenbruchhalde und folgen daher dem Emscher Park-Radweg nach rechts. Wir gelangen auf Asphalt und erreichen nach wenigen Metern erneut eine Wegkreuzung.
Geradeaus führt der Weg zum Landschaftspark Hoheward, rechts führt auf Schotter der Weg bergan zur Halde Hoppenbruch.
Schon bei unserem ersten Besuch vor ein paar Jahren ist uns die deutlich sichtbare Teilbegrünung der Halde aufgefallen. Die Halde Rungenberg ist, bis auf die beiden oberen schwarzen Spitzen, die wie Dreieckspyramiden aussehen, komplett begrünt bzw. renaturiert. Auf den Spitzen der dunklen Pyramiden befinden sich die Lichtplastiken Nachtzeichen, eine Lichtinstallation, die in den beiden gen Himmel zeigenden Rohren untergebracht ist. Vom Tal aus führt eine Treppe mit etwa 300 Stufen zum Fuße der Pyramidenspitzen. Ebenfalls auf der Halde befindet sich das Schienenplateau, ein Bodenrelief, welches aus 5500 Metern alten Schienen erbaut wurde. Die Halde ist sehr weitläufig und bietet durch die vielen Etagen einige Kilometer zum Biken und Entdecken.
Die Halde Rungenberg mit den Lichtplastiken Nachtzeichen
Wir folgen nach den Überqueren der Rungenbergstraße dem Schotterweg bergan bis zur ersten Etage bzw. Querweg. Hier folgen wir dem Weg nach links und sehen nach einer kurzen Zeit zu unserer Linken das Bergwerk. Wir folgen im weiteren Verlauf dem Weg nach rechts bergan und bei der nächsten Möglichkeit direkt wieder links.
Auf dieser Etage verbleiben wir erstmal und bewegen uns parallel zum Bergwerk. Nach wenigen hundert Metern gelangen wir auf den großen breiten Hauptweg, dem wir nach rechts bergan folgen. Jetzt sehen wir auch deutlich das Wahrzeichen der Halde: Die schwarze Kuppe mit den beiden verrosteten Rohren, die gen Himmel zeigen. Der Weg führt stetig nach oben. An der größeren Wegkreuzung lassen wir uns den Spaß natürlich nicht nehmen und folgen dem rechten Weg. Dieser Weg führt zu einem kleineren Plateau, welches wir umrunden werden. Danach ist natürlich das Wahrzeichen der Halde an der Reihe und wir folgen dem Weg direkt dorthin. Wir gelangen direkt unterhalb der Lichtplastiken, wo sich bereits ein schmaler und steiler Weg nach oben bahnt. Wir wählen eine etwas softere Variante. Wir halten uns erst nach rechts, dann links und durchqueren damit die beiden Spitzen. Bis zu den Lichtplastiken sind es nochmal etwa vierzehn Höhenmeter, die sich zu den bereits von uns erkurbelten 62 Höhenmeter addieren.
Skizze Halde Rungenberg
Von hier oben bietet sich ein fantastischer Ausblick auf den Ruhrpott und die Halde Rungenberg. Wir erkennen in der Ferne die Halden, die wir auf unserer Tour bereits erklommen haben, aber auch die Halden, die noch vor uns liegen. Unter uns vernehmen wir das Rauschen der nahen Autobahn A2.
Für die Abfahrt kehren wir an die Wegkreuzung zurück, an der wir die Auffahrt zum kleineren Plateau angegangen sind. Wir fahren noch wenige Meter bergab nach rechts und verlassen den Weg unserer Auffahrt in der nächsten Linkskurve. Hier verlassen wir den uns bereits bekannten Weg nach rechts. Wir umfahren somit, dem Querweg folgend, einen Teil des Gipfels. Ein schmaler Weg führt nach links bergab, dem wir folgen. In Serpentinen und auf Schotter nähern wir uns dem Fuße der Halde Rungenberg. Auf dem letzten Stück bewegen wir uns auf Pflastersteinen fort und gelangen zur Brücke, die über den Lauterbach führt. Wir sind jetzt am Rande des Gelsenkirchener Stadtteils Buer.
Auf unserem Weg von der Halde im Wandel zur Halde Rungenberg fahren wir durch ein Naturschutzgebiet. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, nachfolgend eine kleine auf dem Weg liegende Halde unter die Reifen zu nehmen.
Skizze Tourenverlauf Halde im Wandel – Halde Rungenberg
Nach dem Verlassen der Halde im Wandel erblicken wir bereits nach kurzer Zeit die Deponie. Da die Erschließung der Deponie noch nicht ganz abgeschlossen ist, lassen wir die Befahrung dieser Halde im Rahmen dieser Tour außen vor. Wir folgen daher weiter dem ausgewiesenen Wanderweg an der Deponie vorbei. Somit lassen wir die Gabelung, wo der rechte Weg nach oben führt, unberücksichtigt. Linker Hand begleitet uns die Boye, der zweitgrößte Nebenfluss der Emscher. Wir gelangen an eine weitere Gabelung, an der wir diesmal den rechten Weg wählen.
Dieser führt um Rande der Deponie durch ein Naturschutzgebiet. Der breite Weg führt durch ein sehr schönes Landschaftsbild. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie später dieses Gebiet wirken muss, wenn die Deponie komplett bewachsen ist. Wir passieren einen kleinen See und wählen an der nächsten Weggabelung den linken Weg, der uns zur Welheimer Straße führt. Nach dem Überqueren der Straße folgen wir dem gegenüberliegenden Weg bergan.
Der schmale Singletrail führt auf losem Untergrund die kleine Halde hinauf. Nach knapp über 20 Höhenmetern erreichen wir den höchsten Punkt der Halde, die zwar klein, aber dennoch recht lang gezogen ist. Wir blicken direkt schnurstracks auf den Rungenberg – noch nicht ganz in greifbarer Nähe. Wir fahren oben auf der Halde entlang und wählen geradeaus die Abfahrt, die uns mit wenigen Kehren nach unten zur Brüsseler Straße (Europastraße) führt.
Skizze Halde Welheimer Straße/Europastraße
Ein kurzer Schwenk nach rechts, die Straße überquerend und direkt links – wir sind jetzt quasi auf der Verlängerung der Welheimer Straße. Wir müssen uns bis zur Halde Rungenberg mit Asphalt anfreunden – eine Zweckgemeinschaft! Unser Weg führt direkt geradeaus durch die Stadt an der Feuerwehr vorbei. Wir gelangen von der Johannastraße, die Horster Straße überquerend, in die Klarastraße, der wir bis zum Ende folgen.
Wir biegen nach links auf die sogenannte Landstraße ab und unterqueren die Autobahn A2, um sofort wieder rechts in die mit wenig Autoverkehr behaftete Straße „Im Linnerott“ abzubiegen. An einem Schrebergarten vorbeifahrend nähern wir uns unaufhaltsam der Halde Rungenberg, die sich allmählich unseren Augen zeigt. Wir verbleiben auf der Straße, die in den Hegemannsweg übergeht. Erst an der Straßenkreuzung Gecksheide biegen wir rechts ab und folgen somit der Gecksheide – wenn auch nur wenige Meter. Wir sind jetzt wieder auf dem Weg mit der Kennzeichnung Karo unterwegs, welchem wir jetzt folgen.
Kurz nach dem Ortseingangsschild Gelsenkirchen-Beckhausen folgen wir weiter der Kennzeichnung Karo, die uns nach links in die Haus-Hamm-Straße und somit durch eine kleine Siedlung führt. Wir gelangen auf den Stegemannsweg und folgen der Kennzeichnung Karo nach links, biegen im weiteren Verlauf aber nicht nach rechts auf die Schaffrathpromenade ab, sondern verbleiben auf der Straße. Wir gelangen nach wenigen Metern zur Ampelkreuzung Rungenbergstraße, die wir überqueren und direkt gegenüber in den kleinen Weg hineinfahren. Wir haben die Halde Rungenberg erreicht.
Eigentlich hieß die Halde im Wandel früher anders – viele werden die Halde noch unter ihrem alten Namen Mottbruchhalde kennen. Besonders aufsehenerregend ist die Halde momentan noch nicht, bietet dafür aber einen netten Singletrail die Halde hinauf als auch hinab – was wollen wir mehr?!
Skizze Halde im Wandel
Wir folgen dem Wegweiser zur „Halde im Wandel“ bzw. der Kennzeichnung des Wanderweges Karo11/A3. Die Halde befindet sich bereits auf unserer rechten Seite und nach wenigen Augenblicken erreichen wir in einer Kurve eine Schutzhütte. Während der ausgeschriebene Wanderweg sich seinen Weg weiter an der Halde entlang bahnt, folgen wir dem Singletrail, der gegenüber der Schutzhütte nach oben führt. Der Weg ist schmal und der lose Untergrund sorgt dafür, dass das Bike leicht tänzelt. Die Orientierung ist denkbar einfach: Wir wählen immer den Weg, der nach oben führt! Wir überqueren einen Hauptweg, bleiben aber weiter auf dem schmalen Weg, der uns letztendlich zum Plateau führt. Dem Weg nachfahrend umrunden wir das Plateau und erhaschen einen Blick auf das zweite Plateau der Halde.
Wir wählen den direkten Weg kurz bergab, um auf das zweite Plateau zu gelangen. Auch hier wählen wir wieder den Weg, der nach oben führt. Wir lassen das erste Plateau hinter uns und erblicken die riesige Deponie vor uns und – nicht mehr so fern – die Halde Rungenberg. Ein schmaler Singletrail führt links vom Hauptweg weg – ein herrlich schmaler Weg, der uns in Serpentinen nach unten führt. Auch hier kreuzen wir breitere Querwege, wählen für unsere Abfahrt aber immer den schmalen Weg. So gelangen wir mit glänzenden Augen wieder auf den Wanderweg Karo11– links würde es zur bereits genannten Schutzhütte gehen, wir setzen unseren Weg daher nach rechts fort.