Pumptrack-Action unter Flutlicht in Hellenthal-Sieberath

Die Nordeifel entwickelt sich zunehmend zu einem echten Hotspot für Mountainbiker, BMX-Fahrer und Urban-Sports-Begeisterte. Ein besonderes Highlight im regionalen Veranstaltungskalender steht am 23. und 24. Oktober 2026 an: Auf dem Pumptrack in Hellenthal-Sieberath steigt eine Flutlicht-Session.

Wenn die Dämmerung am 23. und 24. Oktober 2026 über die Eifel hereinbricht, verwandelt sich der asphaltierte Rundkurs in Hellenthal-Sieberath in eine stimmungsvolle Arena. Fahrer aller Alters- und Leistungsklassen kommen zusammen, um bei bester Stimmung ihre Runden zu drehen. Das Event zeigt eindrucksvoll, wie viel Dynamik in der lokalen Bike-Szene steckt und wie moderne Sportstätten Jugendliche und Familien gleichermaßen begeistern können.

Foto (c) Gemeinde Hellenthal

Durch das geschickte Ausnutzen von Wellen und Steilkurven – dem sogenannten „Pumpen“ – bewegen sich die Fahrer komplett ohne Pedaleinsatz über den Kurs. Die Anlage in Sieberath bietet mit ihrem griffigen Asphaltbelag ideale Voraussetzungen für Mountainbikes, BMX, Stunt-Scooter und Skateboarder. Die Veranstaltung unter Flutlicht setzt diesem Fahrerlebnis noch eins drauf und sorgt für ein spektakuläres visuelles Rahmenprogramm.

Hellenthal-Sieberath: Ein Baustein im wachsenden Angebot der Nordeifel

Der Pumptrack in Sieberath ist jedoch nur ein Baustein im wachsenden Bike-Angebot der Nordeifel. In den vergangenen Jahren hat die Region massiv in den Ausbau von Trailparks, Pumptracks und MTB-Infrastruktur investiert, um Sportlern attraktive und legale Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Von den Routen im Nationalpark bis hin zu Übungsarealen für den Nachwuchs bietet die Nordeifel mittlerweile eine beeindruckende Vielfalt an Möglichkeiten.

Foto (c) Gemeinde Hellenthal

Das Flutlicht-Event in Hellenthal ist die perfekte Gelegenheit, die lokale Szene kennenzulernen, die eigene Fahrtechnik zu schärfen oder einfach als Zuschauer die mitreißende Atmosphäre an der Strecke zu genießen.

Web: www.hellenthal.de

Ambitionierter Plan: 1.900 Kilometer Radnetz für den Eifelkreis

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll. Damit soll das Fahrrad auch abseits des rein touristischen Verkehrs endlich im Alltag etabliert werden. Ein Blick auf die Strecken vor der Haustür zeigt, vor welchen massiven Herausforderungen der Eifelkreis steht.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Das bestehende Radwegenetz in der Eifel lädt nicht nur Touristen zum Radfahren ein

Bislang galt das Radwegenetz in der Eifel vor allem dem Tourismus. Klassiker wie der Prümtal- oder Kyllradweg zeigen, wie gut das Radeln – und auch die Akzeptanz – auf ausgebauten Trassen funktioniert. Mit dem neuen Konzept des Eifelkreises Bitburg-Prümsoll das Fahrrad nun auch für Pendler, Schüler und tägliche Erledigungen attraktiv werden. Ein wichtiger und leider längst überfälliger Schritt. Wer die Topografie und die Straßenverhältnisse der Region kennt, weiß allerdings um die Hürden.

Das Dilemma zwischen Abkürzung und Sicherheit

Das Grundproblem im ländlichen Raum ist bekannt. Wer das Rad für den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf nutzen möchte, sucht die kürzeste und im Idealfall flachste Verbindung. Die Alternativen abseits des Autoverkehrs führen jedoch oft über unbefestigte Wald- und Wirtschaftswege, die für eine echte Alltagsnutzung – erst recht im Herbst und Winter – nicht geeignet sind. Sie müssten zumindest eine feste, wassergebundene Decke oder eine Asphaltierung aufweisen. Viele Wirtschaftswege befinden sich zudem in Privatbesitz oder liegen im Verantwortungsbereich der Ortsgemeinden. Hier lückenlose Durchgangsrechte und Ausbaustandards zu schaffen, ist rechtlich wie finanziell ein Mammutprojekt.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Die Radwege auf den alten Bahntrassen versprühen in der Eifel einen besonderen Charme

Wenn die Landstraße zur einzigen Option wird

Wo geeignete Parallelwege fehlen, führt das Zielnetz daher zwangsläufig über bestehende Kreis- und Landesstraßen. Wenn hier jedoch lediglich Beschilderungen angebracht werden, ohne dass gleichzeitig eine bauliche Trennung oder ein breiter Seitenstreifen realisiert wird, entsteht kein Sicherheitsgewinn. Auf den kurvigen, unübersichtlichen und zügig befahrenen Straßen der Eifel bleibt das Mitrollen im schnellen Mischverkehr für Radfahrer somit weiterhin eine Mutprobe. Solange Autos und Lkw mit hoher Geschwindigkeit eng überholen, wird das Fahrrad für viele Bürger im Alltag keine (angstfreie) Alternative zum Auto werden.

Der Wille ist da – jetzt entscheidet die Umsetzung

Dass der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Thema Alltagsradverkehr mit einem systematischen Konzept angeht, ist ein längst überfälliges Signal. Es offenbart aber auch schonungslos die infrastrukturellen Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Dass es mit bunten Strichen auf der Landkarte nicht getan ist, zeigt der Blick ins Detail: Über 2.800 Einzelmaßnahmen – davon rund 1.600 bauliche Eingriffe – sind im Konzept dokumentiert. Da das Papier zunächst nur ein Planungsinstrument ohne automatische Baurechts- und Budgetgarantie ist, müssen die Kommunen jetzt liefern: Es braucht mutige bauliche Lösungen, echte räumliche Trennungen und einen langen Atem beim Ausbau der Wirtschaftswege.

Warum bremst der Süden der Eifel beim Thema Pumptrack?

Wer mit offenen Augen durch die Eifel fährt, sieht es an jeder Ecke: Das Fahrrad ist für Kinder und Jugendliche längst kein reines Fortbewegungsmittel mehr. Es ist Sportgerät, Freiheit und sozialer Treffpunkt zugleich. Ob BMX, Dirtbike oder Mountainbike – gefühlt jedes zweite Kind steht heute auf Stollenreifen oder Rollen. Doch während die Nordeifel diesen Trend erkannt hat und einen Pumptrack nach dem anderen aus dem Boden stampft, herrscht in den Zentren im Süden der Eifel gähnende Leere. Ein kritischer Blick auf eine spürbare regionale Schieflage.

Der Norden macht es vor: Kleine Orte, riesige Wirkung

Man muss kein Städteplaner sein, um zu sehen, wie moderne Jugendsport-Förderung funktioniert. Ein Blick über die Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen reicht völlig aus.

Im beschaulichen Sieberath (Gemeinde Hellenthal) steht ein 1.300 Quadratmeter großer Pumptrack, in Kall rollt die Jugend an der Auelstraße, am Mühlenpark in Mechernich-Kommern findet sich ebenfalls eine hochmoderne Anlage – und auch in Schleiden, Nettersheim oder Blankenheim gehören durchgestaltete Asphalt-Rundkurse längst zum Ortsbild.

Das Erfolgsgeheimnis dieser Anlagen liegt auf der Hand:

  • Allround-Nutzung: Egal ob Bambini auf dem Laufrad, Teenager auf dem Dirtbike, Inliner-Fans oder Skateboarder – Asphalt-Pumptracks bieten Bewegung für jedes Alter und jedes Rollgerät.
  • Wartungsarm & Ganzjährig: Im Gegensatz zu alten Erde-Sprüngen im Wald sind asphaltierte Tracks extrem pflegeleicht und nahezu ganzjährig befahrbar.
  • Sozialer Treffpunkt: Hier kommen Jugendliche ohne Konsumzwang und ohne Vereinsbindung zusammen.
Warum bremst der Süden der Eifel beim Thema Pumptrack?
Dynamik und jede Menge Airtime: So sieht moderner Jugendsport auf einem asphaltierten Pumptrack aus. Im Süden der Eifel sucht man solche Trainingsmöglichkeiten vergebens. (Foto: Ben Lorse)

Der Süden hinkt hinterher: Die weiße Landkarte in den regionalen Zentren

Wer dagegen den Blick in die Südeifel, die Vulkaneifel oder den Raum Wittlich richtet, reibt sich verwundert die Augen. Wo sind die modernen Begegnungsstätten in den regionalen Zentren?

In den großen Kreisstädten und Mittelzentren wie Bitburg, Wittlich, Gerolstein, Daun oder Hillesheim sucht man städtische, asphaltierte Allround-Pumptracks vergebens. Während im Norden selbst kleine Dörfer rollende Infrastruktur bieten, werden Kinder und Jugendliche in den südlichen Zentren vielerorts auf verwaiste Bolzplätze, unbefestigte Wald-Ecken oder im schlimmsten Fall auf die Straße geschickt.

Am Geld liegt es nicht: Töpfe wie EU-LEADER werden nicht genutzt

Dass es sich bei solchen Anlagen keineswegs um unbezahlbare Millionengräber handelt, beweisen nicht nur die Gemeinden im Norden, sondern auch einzelne Positiv-Beispiele aus der Region: Der aus Erde gebaute Pumptrack in Pronsfeld zeigt zumindest, was möglich ist, wenn Förderprogramme wie das EU-Programm LEADER oder Landessportmittel konsequent genutzt werden.

Die Gelder aus Brüssel, Berlin und den Landesregierungen stehen Städten in Rheinland-Pfalz exakt genauso zur Verfügung wie Gemeinden in NRW. Warum also schaffen es kleine Dorfgemeinschaften, sechsstellige Förderquoten abzugreifen, während in den Ratshäusern von Bitburg, Gerolstein oder Wittlich beim Thema Rollsport Stillstand herrscht?

Nord vs. Süd im Eifel-Vergleich

Ein Blick auf die regionale Infrastruktur verdeutlicht das Gefälle auf zwei Rädern:

RegionOrt / GemeindeStatus & Anlagentyp
Nordeifel (NRW)Sieberath (Hellenthal)✅ 1.300 m² Asphalt-Pumptrack
Nordeifel (NRW)Mechernich / Kommern✅ Moderner Asphalt-Pumptrack (Mühlenpark)
Nordeifel (NRW)Kall✅ Moderner Asphalt-Pumptrack (Auelstraße)
Nordeifel (NRW)Schleiden✅ Sportpark-Pumptrack & Dirtjump-Line
Nordeifel (NRW)Nettersheim✅ 1.200 m² Asphalt-Track
Nordeifel (NRW)Blankenheim✅ 145 Meter Asphalt-Pumptrack
Südeifel (RLP)Bitburg❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Moseleifel (RLP)Wittlich❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Vulkaneifel (RLP)Gerolstein / Daun / Hillesheim❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Westeifel (RLP)Prüm❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage

Kein Luxus, sondern Bewegungskultur: Ein Appell an die Kommunen

Ein Pumptrack ist längst kein „Trend-Gag“ für eine kleine Nische mehr. Durch das ständige Abdrücken („Pumpen“) über Wellen und Anlieger schulen Kinder spielerisch ihre Motorik, Balance und Radbeherrschung – Fähigkeiten, die ihnen auch im Straßenverkehr die nötige Sicherheit auf dem Fahrrad geben.

Dass es im Süden der Eifel an engagierten Bikern und Eltern fehlt, darf bezweifelt werden. Was fehlt, ist der Mut und der politische Wille in den Ratshäusern und Verwaltungen, das Thema Rollsport endlich als festen Bestandteil moderner Jugendarbeit zu begreifen.

Liebe Lokalpolitiker, Bürgermeister und Räte in Bitburg, Wittlich, Gerolstein und Co.: Schaut in den Norden der Eifel! Die Fördergelder liegen bereit – es braucht nur den Willen, der Jugend im Süden endlich den Raum zu geben, den sie längst verdient hat.

Mehr als nur Wasser: Wie Biker die Eifeler Dreis-Quellen optimal nutzen

Wer auf ausgedehnten Bike-Touren in der Eifel unterwegs ist, kennt das Gefühl: Nach etlichen Höhenmetern brennen die Oberschenkel, der Schweiß läuft gefühlt aus allen Poren und die Trinkflasche ist schneller leer als gedacht. Doch gerade bei hoher Belastung reicht reines Leitungswasser oft nicht aus, um den Körper auf Betriebstemperatur zu halten. Die Eifel bietet hierfür ein ganz besonderes Naturphänomen direkt am Wegesrand: die legendären Dreis-Quellen.

In der gesamten Region stoßen Biker und Wanderer immer wieder auf frei zugängliche Mineralquellen – regional oft als „Dreis“ (Drees) bezeichnet. Durch den vulkanischen Ursprung des Eifel-Raums bahnt sich das Wasser seinen Weg durch tiefgelegene Gesteinsschichten. Dabei reichert es sich nicht nur extrem stark mit wertvollen Mineralien an, sondern nimmt tief im Boden auch natürliche Kohlensäure auf.

Wer an einer solchen Quelle einen Stopp einlegt und seine Flasche auffüllt, kommt in den Genuss eines echten Naturerlebnisses: Das Wasser tritt bereits natürlich sprudelnd und erstaunlich feinperlig an die Oberfläche. Beim ersten Schluck wird man zudem sehr überrascht sein: Das Quellwasser schmeckt intensiv, säuerlich und spürbar nach Eisen. Nicht jedermanns Geschmack, aber das Wasser hat es in sich.

Dreis-Quellen: Der natürliche Mineralien-Kick

Die Zusammensetzung des vulkanischen Quellwassers ist ein echter Schatz für die Muskeln auf der Tour:

  • Natürliche Kohlensäure: Macht das feinperlige Wasser nicht nur extrem erfrischend, sondern regt auch die Durchblutung der Mundschleimhaut an.
  • Eisen: Spielt eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport im Blut – ideal für Ausdauersportler auf langen Anstiegen.
  • Magnesium und Calcium: Schützen vor vorzeitiger Muskelermüdung und fiesen Krämpfen.
  • Hydrogenkarbonat: Hilft dem Körper dabei, die Säurebildung in den Muskeln bei starker Anstrengung effektiv zu puffern.
Unsere Andrea legt eine Trail-Pause ein: Durchschnaufen auf der Bank, bevor es an den nächsten Anstieg geht

Gezapft direkt aus der Natur – oder aus der Flasche

Das Trinken direkt an den historischen Dreis-Brunnen hat in der Eifel eine lange Tradition. Viele dieser Quellen sind als Trinkwasser freigegeben und eignen sich hervorragend für eine Erfrischung zwischendurch. Einige Quellen, wie etwa in Duppach, sind optisch wunderschön in Szene gesetzt, während andere ganz unauffällig mitten im Wald aus der Erde sprudeln. Wer das vulkanische Mineralwasser lieber kontrolliert genießt, greift auf die bekannten regionalen Abfüllungen zurück. Traditionsunternehmen wie Brohler oder Gerolsteiner nutzen genau diese tiefen Vulkan-Quellen der Eifel.

Ein besonderes Schmankerl für Tourenfahrer, die unter anderem den linksrheinischen Rheinradweg befahren: Am Standort des Brohler Mineralbrunnens zeigt man sich extrem radlerfreundlich. Biker können dort direkt auf ihrer Tour Halt machen und ihre Trinkflaschen kostenlos mit frischem Mineralwasser auffüllen – der perfekte Zwischenstopp für die nächsten Höhenmeter! Das Mineralwasser als Gratisgetränk kann aus organisatorischen Gründen allerdings nur während der Bürozeiten (Verwaltungsgebäude) ausgegeben werden. Eine freizugängliche Quelle, an der man seine Flasche auffüllen kann, gibt es leider nicht.

Praxis-Tipp: So wird aus Vulkanwasser der perfekte Isotonie-Drink

So wertvoll die Mineralien aus der Quelle oder der Flasche für die Muskeln auch sind: Bei langen, schweißtreibenden Etappen reicht reines Mineralwasser allein meist nicht aus. Um einer Dehydrierung vorzubeugen und die Flüssigkeit optimal im Darm aufzunehmen, braucht der Körper zusätzlich Natrium (Salz) und leicht verfügbare Kohlenhydrate.

  • Der Biker-Hack für unterwegs: Fülle deine Flasche am Dreis-Brunnen oder beim Quell-Ausschank auf, gib eine klitzekleine Prise Salz hinein und mische das Ganze im Verhältnis 2:1 mit Fruchtsaft (z. B. Apfelsaft). Schon hast du aus dem frischen Vulkanwasser einen vollwertigen, isotonischen Durstlöscher gezaubert!
  • Die bequeme Alternative: Wer auf der Tour nicht selbst mischen möchte, kann natürlich auch auf fertige isotonische Sportgetränke zurückgreifen. Auch hier bieten die großen regionalen Mineralbrunnen mittlerweile gut abgestimmte, isotonische Drinks an, die den Elektrolythaushalt rasch wieder auffüllen.

Fazit

Egal ob frisch und feinperlig gezapft am rustikalen Dreis-Brunnen mitten im Wald oder gut gekühlt aus der Flasche – das vulkanische Mineralwasser der Eifel ist eine fantastische Basis für unterwegs. Mit dem richtigen Kniff verwandelt man den natürlichen Mineralien-Kick im Handumdrehen in den perfekten Tour-Treibstoff für lange Tage im Sattel.

Lückenschluss am Enzradweg – Bauarbeiten bei Neuerburg gestartet

Lückenschluss am Enzradweg - Bauarbeiten bei Neuerburg gestartet!

Gute Nachrichten für alle Radler in der Eifel: Der langersehnte Lückenschluss des beliebten Enzradwegs entlang der L 4 zwischen Neuerburg und dem Ortsteil Daudistel wird endlich Realität. Die Bauarbeiten für den rund 1,2 Kilometer langen neuen Abschnitt haben begonnen.

Lückenschluss am Enzradweg - Bauarbeiten bei Neuerburg gestartet!
Der Enzradweg führt durch Neuerburg

Wer auf dem Enzradweg unterwegs ist, kennt das Problem: Während von Prüm über Pronsfeld und Arzfeld bis Neuerburg seit zwei Jahrzehnten entspannt auf einer alten Bahntrasse geradelt werden kann, endete der Komfort bisher in Neuerburg abrupt. Radfahrer mussten auf die kurvige und stark frequentierte L 4 ausweichen, um weiter Richtung Mettendorf zu gelangen. Erst ab Daudistel ging es wieder auf einem echten Radweg weiter. Diese gefährliche Lücke wird nun geschlossen.

Das sind die Details zum Bauprojekt:

  • Der Streckenabschnitt: Der neue, rund 1,2 Kilometer lange Radweg wird parallel zur L 4 in einer Breite von 2,50 Metern komplett asphaltiert und erhält beidseitig 0,5 Meter breite Bankette.
  • Erster Bauabschnitt läuft: Aktuell wird die Enz am Bauanfang verlegt und die ersten 425 Meter des Radwegs hergestellt.
  • Zeitplan: Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Anfang 2027 geplant. Die darauffolgenden Bauabschnitte werden vom LBM Gerolstein rechtzeitig bekannt gegeben.
  • Die Kosten: Der erste Bauabschnitt schlägt mit rund 875.000 Euro zu Buche, die komplett vom Land Rheinland-Pfalz getragen werden. Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird außerdem die sanierungsbedürftige Stützwand sowie die L 4 selbst erneuert.

Für den Radtourismus in der Westeifel und die beliebte, 280 Kilometer lange Venn-Eifel-Mosel-Route ist dieser Ausbau ein riesiger Meilenstein, der die Strecke nicht nur attraktiver, sondern vor allem um ein Vielfaches sicherer macht.

Das Maare-Fieber brennt: VulkanBike Eifel-Marathon 2026 wirft seine Schatten voraus

Das Maare-Fieber brennt: VulkanBike Eifel-Marathon 2026 wirft seine Schatten voraus

Wenn am zweiten Septemberwochenende wieder rund 2.000 Mountainbiker aus ganz Europa in die Vulkaneifel strömen, gibt es dafür nur einen Grund: Der VulkanBike Eifel-Marathon lädt am 12. September 2026 zu seiner neuesten Auflage. Rund um die „VulkanBike-Hauptstadt“ Daun wartet auf die Fahrer eines der landschaftlich schönsten und sportlich anspruchsvollsten Event-Highlights Deutschlands.

Das Maare-Fieber brennt: VulkanBike Eifel-Marathon 2026 wirft seine Schatten voraus
Foto © www.inmedia.info

Die nackten Zahlen des Trailparks Vulkaneifel lassen das Herz jedes Offroad-Fans höherschlagen: 850 Trail-Kilometer und stolze 19.500 Höhenmeter stehen Bikern für unvergessliche Touren bereit. Für das Event selbst haben die Macher um Orga-Leiter Markus Appelmann wieder ein Strecken-Line-up aus dem Ärmel geschüttelt, das vom Genussbiker bis zum absoluten Vollprofi jeden glücklich macht.

Grenzenloses Bikevergnügen auf den Trail-Klassikern

Wer die ultimative Herausforderung sucht, wirft sich auf die Ultra-Marathon-Distanz: Satte 101 Kilometer und 2.400 Höhenmeter verlangen den Beinen alles ab. Wer es etwas kompakter, aber nicht minder intensiv mag, wählt zwischen dem Marathon (90 km), dem Halbmarathon (65 km) oder dem schnellen Sport-Track (38 km). Auch Gravelbiker und E-MTB Rider kommen voll auf ihre Kosten. Und wer ganz ohne Zeitjagd das Panorama der Maare genießen möchte, rollt entspannt auf der GesundLand-Strecke (25 km / 550 hm) mit.

Die Anmeldung für den VulkanBike Eifel-Marathon 2026 läuft bereits auf Hochtouren.Alle Infos zu den Strecken, Startzeiten und der Anmeldung findet ihr direkt unter vulkan.bike.

Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026

Der Hitzesommer 2026 läuft auf Hochtouren, und die Eifel kocht – nicht nur auf den Gravel- und MTB-Tracks der Region, sondern auch im Rahmen der Open-Air-Rockfestivals. ​Wenn du Bock hast, in dieser Saison ein Bikepacking-Abenteuer der besonderen Art zu erleben, kommt hier dein chronologischer Fahrplan für den perfekten Festival-Sommer.

Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026
Symbolbild / Foto: Pixabay – Pexels

​1. Tollrock Festival (Schmidt / Nideggen)

​Wann: 10. + 11. Juli 2026
​Stil: Rock & Alternative (Mit Highlights wie Accept, H-Blockx und Life of Agony)

Das Tollrock Festival in Schmidt (bei Nideggen) steigt auf den Eifel-Höhen direkt an der Rurtalsperre. Du kannst den Tag perfekt mit einer fordernden Runde um den See oder durch die tiefen Wälder der Rureifel beginnen und pünktlich zu den Headlinern in die Festival-Atmosphäre eintauchen.

​Tickets: Tages-Ticket ab 60,50 €

​2. Krawall’o’Rock Open Air (Büdesheim)

​Wann: 07. + 08. August 2026
​Stil: Hard Rock & Heavy Metal (Line-up u. a.: Destruction, Grave Digger, Tankard, Motorjesus)

​Veranstaltet wird das Event auf dem Sportplatz in Büdesheim vom Eifelkrawallos Heavy Metal Club e.V. . Hier gibt es ehrlichen, harten Sound auf die Ohren. Wichtige Zeltplatz-Regel: Laut AGB ist elektronische Musik auf dem Campingplatz verboten – hier regiert die Gitarre! Perfekt für ein langes Wochenende im Vulkaneifel-Sattel.

​Tickets: Festivalticket ca. 99,90 € (inkl. Camping), Tagestickets ab ca. 59,90 €.

​3. Thunder Rail Tribute Festival (Arzfeld)

​Wann: 13. – 15. August 2026
​Stil: Rock & Metal Tribute-Acts (Die besten Cover-Bands Europas für Rammstein, Iron Maiden, System of a Down etc.)

Das Festival steigt auf dem alten Ausstellungsgelände „Zum Bahnhof“ in Arzfeld. Und hier kommt der absolute Bikepacking-Tipp: Der wunderschöne Enz-Radweg führt direkt an Arzfeld vorbei! Schnapp dir dein Gravelbike, mach eine geniale Genusstour entlang der alten Bahntrasse und lass den Abend mit den größten Rock-Hymnen der Geschichte ausklingen.

​Tickets: Wochenend-Ticket 73,44 €, Camping-Zusatz ca. 11,34 €.

​Wichtiger Hinweis in eigener Sache (Disclaimer):

Alle Angaben sind ohne Gewähr, Irrtümer und Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. Bevor du dich aufs Bike schwingst, checke bitte zur absoluten Sicherheit noch einmal die offiziellen Kanäle und Webseiten der jeweiligen Veranstalter.

Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.