Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.

Bikepacking im Hitzesommer: An diesen Eifel-Spots springst du legal ins kühle Nass

Während die Eifel mit ihren erstklassig ausgebauten Radfernwegen eine perfekte Infrastruktur für das reine Kilometermachen bietet, zeigt sich die Herausforderung beim Bikepacking oft im Detail – besonders im Hitzesommer. Wer jedoch weiß, wo die legalen Oasen liegen, kann das Abenteuer Bikepacking perfekt mit erfrischenden Badestopps und erstklassigen Zeltnächten direkt am Wasser verbinden. Schnapp dir also deine Packtaschen, plan die Route und ab auf die Trails.

Schalkenmehrener Maar / Foto © Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

Die Eifel ist im Sommer ein absoluter Traum für Bikepacker und Gravel-Enthusiasten. Wer stundenlang im Sattel sitzt, träumt allerdings irgendwann nur noch von einer eiskalten Erfrischung. Doch die Enttäuschung ist leider oft vorprogrammiert: Viele idyllische Gewässer entpuppen sich als streng geschützte Naturschutzgebiete – Baden verboten! ​Damit deine Tour nicht zum Frust-Trip wird, verraten wir dir die besten Seen der Eifel, an denen du nicht nur legal abtauchen, sondern am Abend auch direkt das Zelt am Wasser aufschlagen kannst.

​1. Comeback des Klassikers: Der Kronenburger See (Kronenburg / Dahlem)

​Bikepacker, die im tiefen Süden der Nordeifel unterwegs sind, dürfen aufatmen. Nach einer aufwendigen, jahrelangen Sanierung der Staumauer infolge der Flutkatastrophe 2021 ist der Badebetrieb am Kronenburger See wieder offiziell und in vollem Umfang freigegeben. Auch wenn der alte Wasser-Seilgarten der Vergangenheit angehört, bieten die weitläufigen Liegewiesen und das klare Wasser die perfekte Regeneration für müde Radlermuskeln.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See ist ein strategischer Volltreffer für Radtourenfahrer. Er liegt unmittelbar an der Kyll-Radroute (einer der absoluten Hauptschlagadern für Bikepacking von Belgien bis nach Trier) und ist zudem perfekt über den Tälerroute-Radweg erreichbar.

​Erfrischungs-Fakten:
Die Nutzung der Freizeitanlage und das Baden sind absolut kostenlos. Vor Ort gibt es zudem sanitäre Anlagen und gastronomische Angebote für den schnellen Kaloriennachschub.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Gewässer befindet sich der Campingpark Kronenburger See. Der Platz ist offiziell „Bett+Bike“-zertifiziert und extrem fahrradfreundlich eingestellt. Es gibt eine separate, wunderschöne Zeltwiese. Der absolute Luxus für Bikepacker: Ein abschließbarer, überdachter Fahrradraum sowie ein Aufenthaltsraum, falls am Sommerabend doch mal ein Gewitter aufzieht.

​2. Das Wald-Idyll für Genießer: Freilinger See (Freilingen / Blankenheim)

​Wer den Staub der Trails abschütteln und Ruhe abseits des Massentourismus sucht, ist am Freilinger See goldrichtig. Eingebettet in dichten Wäldern besticht dieser künstlich angelegte See seit Jahren durch eine herausragende Wasserqualität. Die weitläufigen Liegewiesen bieten viel Schatten unter alten Bäumen – perfekt, um die strapazierten Beine hochzulegen und den Puls nach den Eifel-Anstiegen zu beruhigen.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See liegt zwar nicht direkt am Ahr-Radweg, ist von dort aber sehr gut erreichbar. Auch Bikepacker, die die anspruchsvollen Höhenzüge der Querverbindungen zwischen Erft- und Kyll-Radroute via Blankenheim bezwingen, steuern das Gewässer fast automatisch an.

​Erfrischungs-Fakten:
Der Zugang zum See und das Baden sind komplett kostenlos. Ein Kiosk mit angeschlossener Grillhütte sorgt dafür, dass kalte Getränke und Snacks griffbereit sind.

​Overnight-Check (Camping):
Nur wenige Gehminuten vom Ufer entfernt liegt das mehrfach ausgezeichnete „Eifel-Camp“ Freilinger See. Für Bikepacker haben die Betreiber hier ein echtes Ass im Ärmel: Die sogenannte „Bachwiese“. Diese großzügige, extrem ruhig gelegene Zeltwiese schmiegt sich direkt an einen kleinen Bachlauf unterhalb des Staudamms. Ein Koch- und Spülhaus sowie Sanitäranlagen befinden sich in unmittelbarer Nähe, sodass der Komfort trotz Wildnis-Feeling nicht zu kurz kommt.

​3. Abkühlung im Vulkankrater: Die Maare bei Daun (Gemündener & Schalkenmehrener Maar)

​Einmal im Krater eines erloschenen Vulkans abzutauchen, gehört auf jede Eifel Bikepacking-Bucket-List. Die Dauner Maare bieten dafür die spektakulärste Kulisse. Während viele Maare aus Gründen des strengen Naturschutzes komplett für Schwimmer gesperrt sind, haben das Gemündener Maar und das Schalkenmehrener Maar jeweils ein offizielles Naturbad integriert. Das Wasser ist tiefblau und bietet selbst im Hochsommer eine fantastische Erfrischung.

​An welchem Radweg liegt’s?
Diese beiden Spots sind ein absoluter Pflichtstopp für alle, die auf dem legendären Maare-Mosel-Radweg oder dem Kosmosradweg unterwegs sind. Auch vom Kyll-Radweg aus lässt sich ein toller, wenn auch knackiger Schlenker einbauen.

​Erfrischungs-Fakten:
Da es sich um offiziell bewirtschaftete Naturbäder mit erstklassiger Infrastruktur (Umkleiden, Steganlagen, Lebensrettern und Kiosk) handelt, wird ein kleiner, absolut fairer Eintritt erhoben. Das Geld ist für den Erhalt dieser Naturwunder bestens angelegt.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Ufer des Schalkenmehrener Maars liegt der urige „Camping am Maar“, der an das örtliche Hotel Schneider angegliedert ist. Für die rund 10 Zeltstellplätze ist allerdings keine Vorab-Reservierung möglich: Bikepacker melden sich vor Ort an der Hotelrezeption – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Platz bietet moderne Sanitäranlagen sowie Waschmaschinen und Trockner, was nach einer schweißtreibenden Eifel-Vulkantour ein echter Segen für die Radklamotten ist.

Obersee Rur / Foto © Städteregion Aachen, Dominik Ketz

​​4. Das „Eifeler Meer“ für Kilometerfresser: Der Rursee (Nordeifel)

​Wer den Nationalpark Eifel durchquert, kommt an diesem gigantischen Gewässer nicht vorbei. Der Rursee ist einer der größten Stauseen Deutschlands und eine absolute landschaftliche Wucht. Da das riesige Gewässer jedoch strengen Nutzungs- und Naturschutzregeln unterliegt, ist wildes Baden tabu. Für Bikepacker gibt es aber zwei legale Hotspots, die sich perfekt in eine Tour integrieren lassen: das Naturfreibad Rurberg und der Sonnenstrand Eschauel. Während Rurberg eine riesige, entspannte Liegewiese direkt am Biketrail bietet, kommt am Sonnenstrand Eschauel (Nideggen) mit echtem Sandstrand und dem dazugehörigen Beach Club echtes Urlaubsfeeling auf.

​An welchem Radweg liegt’s?
Beide Spots liegen wie Perlen auf der Schnur direkt an der landschaftlich grandiosen RurUfer-Radroute. Wer die anspruchsvollen Höhenmeter rund um den Nationalpark hinter sich gebracht hat, rollt hier direkt auf die Uferpromenade.

​Erfrischungs-Fakten:
Das Naturfreibad im Rurseezentrum Rurberg ist komplett kostenlos zugänglich. Am Sonnenstrand Eschauel zahlt man ebenfalls keinen Eintritt für den Strand an sich, kann sich dafür aber im Beach Club mit einem eiskalten Getränk belohnen.

​Overnight-Check (Camping):
Am Rursee haben Radler die Qual der Wahl. Der beste Tipp für Bikepacker ist der „Camping Rursee“ in Simmerath-Rurberg. Er liegt direkt an der RurUfer-Radroute und bietet einen wunderschönen, naturnahen Zeltbereich. Wer es noch eine Spur uriger mag, steuert die „NabeDi-Zeltwiese“ in der Woffelsbacher Bucht an. Von dort aus hat man beim Zeltaufbau den perfekten Blick aufs Wasser. Tipp: Da die Plätze am Rursee heiß begehrt sind, lohnt sich in der absoluten Hochsaison ein kurzer Blick auf den Online-Belegungskalender vor der Anreise.

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Die Eifel ist für Outdoor-Enthusiasten längst kein Geheimtipp mehr – und doch zeigt sie sich abseits der asphaltierten Straßen von einer völlig neuen, wilden Seite. Wer die Region mit dem Gravelbike erkundet, erlebt den perfekt abgestimmten Mix aus sportlicher Herausforderung, erdgeschichtlicher Faszination und grenzenloser Natur. Von den tiefen Wäldern der Nordeifel über die vulkanisch geprägte Landschaft der Vulkaneifel bis hin zu den schroffen Tälern der Südeifel: Dieses Revier verlangt nach breiten Reifen, Abenteuerlust und Entdeckergeist.

Mystische Stimmung in der Schönecker Schweiz

​Die Eifel bietet die perfekte Infrastruktur für unvergessliche Bikepacking-Trips oder knackige Tagestouren. Mit unserem Guide hast du die perfekte Planungsgrundlage für deinen nächsten Urlaub in der Eifel. Damit das Gravel-Abenteuer in der Eifel ein voller Erfolg wird, haben wir für dich zudem ein paar essenzielle Tipps zusammengefasst. Und natürlich kommen bei uns auch de Nederlandse bikepackers nicht zu kurz.

​Die Regionen der Eifel im Detail: Vielfalt auf Schotter

​1. Die Nordeifel: Waldmeer und Wasserwelten

​Die Nordeifel besticht durch ihre endlosen, dichten Waldgebiete und die beeindruckenden Seenlandschaften rund um die Rurtalsperre. Graveler finden hier perfekt ausgebaute forstwirtschaftliche Wege mit moderaten, aber langen Anstiegen. Ein absolutes Highlight ist die Nähe zum Nationalpark Eifel, wo die Natur sich selbst überlassen wird. Die Strecken führen oft entlang alter Bahntrassen, die immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Täler freigeben.

​2. Die Vulkaneifel: Auf den Spuren der Erdgeschichte

​Das Graveln in der Vulkaneifel gleicht einer Zeitreise. Die Strecken führen vorbei an den berühmten Maaren, den „blauen Augen“ der Eifel, die durch vulkanische Explosionen entstanden sind. Der Untergrund wechselt hier oft zu dunklem, vulkanischem Sand und feinem Lavaschotter, was fahrtechnisch einen ganz besonderen Reiz ausmacht. Die Topografie ist wellig und erfordert eine gute Krafteinteilung, belohnt aber mit epischen Panoramen.

​3. Die Südeifel und der Islek: Tiefe Schluchten und Grenzquerungen

​Wer die Herausforderung sucht, ist in der Südeifel richtig. Nahe der luxemburgischen Grenze wird das Terrain rauer. Tief eingeschnittene Flusstäler (wie das Our- oder Sauertal), spektakuläre Felsenformationen (wie in der Teufelsschlucht bei Irrel oder der Schönecker Schweiz) und knackige, steile Rampen prägen das Bild. Hier überschreitet man auf den Touren fast unbemerkt die Grenzen und genießt echtes, wildes Abenteuer-Feeling.

In den Tiefen des Isleks:  Irrhausen
In den Tiefen des Isleks: Irrhausen

Bikepacking & Microadventures: Die Eifel als Overnighter-Paradies

​Wer das echte Abenteuer sucht, schnallt sich Taschen und ein Zelt ans Rad und macht aus der Gravel-Tour ein Bikepacking-Erlebnis. Die Eifel eignet sich hervorragend für sogenannte „Overnighter“ (Touren mit einer Übernachtung) oder mehrtägige Runden. ​Das Besondere hierbei: Die Region setzt voll auf naturnahen Tourismus. Egal ob reiner Naturstellplatz oder gut ausgestatteter Komfort-Campingplatz, viele Betriebe in der Eifel sind hervorragend auf Radreisende eingestellt. Regionale Hotspots sind unter anderem die Campingplätze in Prüm oder Waxweiler im Islek.

​​(NL) Bikepacking in de Eifel: Tips voor de ultieme outdoorbeleving

​Voor de Nederlandse bikepackers is de Eifel de perfecte achtertuin voor een avontuurlijk weekend weg. Schitterende natuur, uitdagende hoogtemeters en uitstekende faciliteiten voor tenten. Of je nu kiest voor een pure natuurcamping of een modernere camping met alle faciliteiten – veel locaties in de Eifel zijn volledig ingesteld op fietsers. De idyllische campings in bijvoorbeeld Prüm of Waxweiler zijn de ideale uitvalsbasis voor een legendarische ‚overnighter‘!

​Tipps für die Eifel-Tour

  • ​​Bargeld ist Trumpf: In vielen kleinen Dorfcafés, Bäckereien oder Restaurants in der Eifel gilt nach wie vor: Nur Bares ist Wahres. Mit Karte oder Smartphone kommt man hier oft nicht weiter. Pack also genug Münzen und Scheine für den wohlverdienten Zwischenstopp ein.
  • ​Wasser-Management: In den tiefen Tälern und ausgedehnten Wäldern gibt es oft kilometerweit keine Tankstellen oder Supermärkte. Hab mindestens zwei große Flaschen am Rad und nutze jede Gelegenheit im Ort, um deine Vorräte aufzufüllen.
  • ​Digitale Pause (das berüchtigte Funkloch): In einigen Tälern der Vulkan- und Südeifel bricht das Mobilfunknetz komplett weg. Lade dir deine GPS-Tracks und Karten (z.B. via Komoot) unbedingt vor dem Start für die Offline-Nutzung herunter. Vertrau nicht auf den Live-Empfang!
  • ​Respekt im Nationalpark: Im Nationalpark Eifel gelten strenge Regeln zum Schutz der Natur. Fahre bitte ausschließlich auf den für den Radverkehr freigegebenen Wegen (gekennzeichnet mit dem Fahrrad-Symbol), um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.

(NL) Tips voor onze Nederlandse vrienden

  • ​Cashgeld is koning: In veel kleine dorpscafés, bakkerijen of schuilhutten in de Eifel kun je nog steeds niet met een pinpas of telefoon betalen. Neem altijd voldoende contant geld mee voor je welverdiende pauze.
  • ​Watermanagement: In de diepe bossen en dalen van de Eifel zijn er soms kilometerslang geen supermarkten of tankstations. Neem minstens twee grote bidons mee en vul ze bij elke gelegenheid aan.
  • ​Digitale detox (of mobiele gaten): In sommige diepe valleien van de Vulkaneifel of Südeifel heb je absoluut geen mobiel bereik. Download je GPS-tracks en kaarten (zoals in Komoot) dus altijd offline voordat je vertrekt.
  • ​Respecteer de natuur: In het Nationaal Park Eifel gelden strenge regels. Fiets uitsluitend op de speciaal voor fietsers vrijgegeven paden.
Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt
So viel Zeit muss sein (auch bei schlechtem Wetter): Andrea mit einem Schaf im Dialog

🌿 Die grüne Seele der Fraktur

​Das Graveln lebt vom Entdecken. Dass wir die Eifel heute mit so wachen Augen für die Details am Wegesrand durchstreifen, verdanken wir unserer Gravelspezialistin Andrea. Als unsere Expertin für die Pflanzen-, Kräuter- und Tierwelt hat sie der Fraktur die grüne Seele gegeben. Ihre Leidenschaft fährt auf jedem Kilometer mit uns mit.

Die offiziellen Tourenportale: Deine Planungsgrundlage

​Damit die Tour nicht im Nirgendwo endet, stellen wir ausschließlich das offiziell geprüfte und gepflegte Wegenetz der Region vor. Die folgenden Portale der Eifelgemeinden und Tourismusverbände bieten GPS-Downloads, aktuelle Wegesperrungen und detaillierte Höhenprofile.

Prüm als Offroad-Base: Gravelbike oder E-MTB? Der ultimative Bikevergleich für das Prümtal und die Umgebung

Prüm als Offroad-Base: Gravelbike oder E-MTB?

Wer die schöne Westeifel mit dem Rad erkunden möchte, findet in Prüm die perfekte Ausgangsbasis. Von der geschichtsträchtigen Abteistadt aus eröffnen sich Strecken, die gegensätzlicher kaum sein könnten: von flachen, schnellen Ex-Bahntrassen im Tal bis hin zu den rauen, steilen Höhenzügen des Schneifel-Rückens kommt jeder Radfahrer auf seine Kosten. ​Doch wer hier auf Tour geht, steht unweigerlich vor der Frage, ob eher das sportliche, leichte Gravelbike oder das kraftvolle E-MTB die bessere Wahl ist. ​Wir haben den Härtetest rund um unsere Base in Prüm gemacht und zeigen dir, wo welches Bike die Nase vorn hat.

Auf rauen Pisten hoch über dem Prümtal – wie hier von unserer unvergessenen Andrea zelebriert

​1. Das Revier für Gravel-Spezialisten: Bahntrassen-Flug und breite Forstwege

​Das absolute Filetstück der Region Prüm liegt direkt vor der Haustür: ​Das Pronsfelder „Action-Kreuz“ und der Prümtal-Radweg. Von Prüm aus führt der Radweg flussabwärts über das historische Eisenbahnerdorf Pronsfeld. Bis nach Waxweiler ist die ehemalige Bahntrasse komplett asphaltiert und verläuft wunderschön parallel zur Prüm. Hier fliegt das Gravelbike förmlich dahin.

Unsere Gravel-Tipps für dich:

​Prümtal-Radweg: Fahr genau bis Waxweiler! Weiter flussabwärts verläuft der Radweg teilweise über die hügelige Landstraße ohne separaten Radweg – das macht mit dem Rad deutlich weniger Spaß.

Abstecher nach Bleialf: Ab Pronsfeld zweigt eine weitere geniale Bahntrasse ab. Der Weg Richtung Bleialf ist ebenfalls komplett asphaltiert, extrem naturnah und bietet Gravel-Genuss pur. Extrem beliebt ist die Fahrt weiter bis ins belgische St. Vith.

​Alternative Nimstal: Wer eine Alternative sucht, wechselt ins benachbarte Nimstal. Auch hier verläuft ein hervorragender Radweg, der sich mit seinem Mix aus feinem Asphalt und perfekt gepflegten Schotterabschnitten („Gravel“) ideal für sportliche Runden eignet.

Der sportliche Uphill: Da die Landstraßen auf die Hochebenen oft keinen Radweg haben, nutzen Graveler abseits der Täler die meist breiten und gut ausgebauten Forst- und Wirtschaftswege – es lohnt sich, sowohl landschaftlich als auch fahrtechnisch.

​2. Das E-MTB-Revier rund um Prüm: Wurzeln, Höhenmeter und das Pronsfelder „Action-Kreuz“

​Sobald man den feinen Asphalt der Täler verlässt und die echten Höhenmeter der Eifel bezwingen will, verschieben sich die Kräfteverhältnisse zugunsten des E-MTBs. Hier knacken die giftigen Rampen locker die 10 % bis 15 % Steigung – perfekt für satten Motor-Support.

Unsere E-MTB-Tipps für dich:

​Pronsfeld Pumptrack und Hochbergtrail: Pronsfeld ist nicht nur für Graveler ein Knotenpunkt. ​Richtung Bleialf wartet ein Pumptrack inklusive Jumpline auf euch. In Richtung Waxweiler kommst du am Ziel des Hochbergtrails vorbei. Wer die Herausforderung sucht, folgt der Beschilderung zum Einstieg. Die Abfahrt ist extremst steil und mit engen Kehren gespickt – hier ist eine sehr gute Fahrtechnik Voraussetzung! Für Gravelbike absolut ungeeignet!

​Schönecker Schweiz (Nimstal): Dieses Highlight liegt im benachbarten Nimstal! Dort findest du offiziell ausgewiesene Mountainbikerouten durch eine faszinierende Landschaft. Aber Achtung: Die Strecken sind teilweise mit schönen Wurzelpassagen gespickt. Mit dem Gravelbike macht das hier – abgesehen vom unteren, sehr gut ausgebauten Talweg – schlicht keinen Sinn. Für das E-MTB ist die Schönecker Schweiz ein Traumrevier.

​Der Schwarze Mann: Der Höhenzug bei Prüm ist ein Eldorado für Mountainbiker. Wer die breiten, gut ausgebauten Waldwege im Express-Tempo nehmen oder die raueren Naturpfade unter die Stollen nehmen will, ist mit dem E-MTB bestens bedient. Ein beliebtes Ziel ist das Blockhaus oben am Skilift.

​Die Wolfsschlucht, der „Hausberg“ direkt vor der Tür: Auf den breiten Waldwegen direkt bei Prüm kann man zwar auch mit dem Gravelbike Spaß haben, aber mit dem Mountainbike erwacht das Gebiet erst richtig zum Leben, weil du spontan jeden Trail links und rechts mitnehmen kannst.

3. Das Angebot für Radfahrer in und um Prüm wächst weiter


​Prüm-Wolfsschlucht: Downhill-Strecke im Bau

In der Wolfsschlucht bei Prüm tut sich was: Hier entsteht aktuell eine offizielle Downhill-Strecke mit Anliegern, Sprüngen und weiteren Spaß-Faktoren. Bis zur Fertigstellung wird es zwar noch etwas dauern, aber Enduro- und Downhill-Fans sollten den Spot definitiv schon jetzt auf dem Schirm haben. Wir bleiben für euch dran!

Radweg-Lückenschluss von Prüm nach Gerolstein im Bau

Neben den bestehenden Routen entsteht gerade ein weiteres Highlight für die Rad-Infrastruktur der Eifel. ​Auf einer Länge von rund 22 Kilometern wird die stillgelegte Bahntrasse zwischen Prüm und Gerolstein im Rahmen des Eifel-Ardennen-Radwegs komplett ausgebaut. Nach der geplanten feierlichen Eröffnung im Frühjahr 2028 wird die alte Abteistadt unumstritten DIE Rad-Hauptstadt der Westeifel sein.

4. ​Fazit: Die Base steht – du wählst das Werkzeug

​Rund um Prüm gibt es kein „besser“ oder „schlechter“ zwischen Gravelbike und E-MTB. Wer das entspannte, schnelle Dahingleiten auf den perfekt asphaltierten Ex-Bahntrassen bis Waxweiler oder Bleialf sucht, greift zum Gravelbike. Wer dagegen den Pumptrack testen, sich den extrem steilen Hochbergtrail hinabstürzen, die wurzeligen MTB-Routen der Schönecker Schweiz bezwingen oder die Wolfsschlucht erkunden will, findet im E-MTB die ultimative Allzweckwaffe für die Westeifel.

Respektiere die Natur!

Die Westeifel ist ein sensibler Naturraum. Egal ob mit oder ohne Motor: Bleibe bitte immer auf den ausgewiesenen Wald-, Forst- und offiziellen Mountainbikewegen, meide illegale Pfade und nimm Rücksicht auf Wanderer und Wildtiere. Das Befahren und die Auswahl der Strecken erfolgt auf eigene Gefahr und sollte immer den persönlichen Grenzen entsprechend angepasst werden.

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison

Nach dem 2019 gebauten Bikepark mit Jumpline und Pumptrack legt die Eifelgemeinde Pronsfeld jetzt mit einem komplett neu gebauten Mountainbike-Trail nach. Der Hochberg-Trail startet vom Aussichtspunkt oberhalb der Prüm und windet sich kurvenreich bergab bis zum Prümtal-Radweg. Realisiert wurde das gesamte Projekt unter Leitung des Ortsbürgermeisters Harald Urfels von vielen freiwilligen Mithelfern.

Wieder einmal beweist die kleine Gemeinde in der Eifel, wie unkompliziert ein zukunftsweisendes Projekt durchgeführt werden kann. Tatsächlich besitzt der neue Hochberg-Trail im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Im Fokus steht nämlich nicht das Fahren bergauf, sondern der Spaß bergab. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten richtet sich der Trail an geübte Biker, die ihr Rädchen im Griff haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Das starke Gefälle und die engen Kurven unterstreichen den hohen technischen Anspruch der Strecke. Wer sein Bike also gut unter Kontrolle hat, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten!

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

MTB Hochberg-Trail in Pronsfeld: Wie ist der Streckenverlauf?

Nach dem Start am Aussichtspunkt Pronsfeld kann nach wenigen Metern zwischen zwei Lines gewählt werden. Die Hauptlinie führt in engen und steilen Serpentinen ohne Drops oder Sprünge Richtung Tal. Leicht alpines Feeling vermittelt die Alternativ-Linie, die teilweise auf einem steinigen Grat verläuft. Hier sind AM- und Enduro-Biker perfekt aufgehoben. Beide Strecken treffen in einer Senke wieder zusammen. Diese spuckt den Rider dann auf das letzte Teilstück aus. Am Ende kann auf Wunsch noch auf eine Race-Jumpline mit drei Tables abgebogen werden. Zwischen den beiden Lines sorgen zudem feine Kombinationsmöglichkeiten für erhöhten Fahrspaß.

Wie findet man den Mountainbike-Trail?

Der MTB Hochberg-Trail in der Eifelgemeinde Pronsfeld ist Teil eines Rundkurses und führt auch am Bikepark vorbei. Einen guten und einprägsamen Einstieg in die Runde bietet die Kreuzung am Lokdenkmal (Hauptstraße/Prümtal-Radweg). Von hier ist der Hochberg-Trail bereits ausgeschildert. Die erste Station ist schon nach kurzer Zeit erreicht: Der Pumptrack. Nach wenigen hundert Metern führt ein moderat ansteigender Wanderweg in den Wald. Nach knapp 50 Höhenmetern beginnt der Abfahrtsspaß. Unten angekommen und dem Radweg links folgend können so unzählige Runden gedreht werden. Insgesamt hat die komplette MTB-Tour ein Länge von etwa 2,1 Kilometern.

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

Wo parken, essen und schlafen in der Eifelgemeinde Pronsfeld?

Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Bikepark/Pumptrack oder am ehemaligen Bahnhof in Pronsfeld. Hungern muss hier ebenfalls niemand: Direkt an der Lok befindet sich das Café Stullwerk. Egal ob im Biergarten oder im historischen Eisenbahnwaggon, hier gibt es leckere Kuchen, Sandwiches und Getränke in nostalgischer Atmosphäre. Freunde der italienischen Küche mit all ihren Köstlichkeiten kommen im Ristorante Da Mario (Ecke Lünebacher Straße/Hauptstraße) auf ihre Kosten. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich bei privaten Anbietern. Der Wohnmobilstellplatz in Pronsfeld bietet zudem Stellplätze für 7,00€ pro Nacht.

Web-Links zum Thema:

www.pronsfeld.de
www.stullwerk.de
https://www.facebook.com/people/Ristorante-Pizzeria-Da-Mario/100063733474387/

Dank an Jan und Paul für das Foto-Shooting 🙂

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am MTB Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

In einem für die Region einzigartigen Projekt möchte die Eifelgemeinde Pronsfeld ihr Angebot für Mountainbiker deutlich erweitern. Nach dem 2019 gebauten Bikepark mit Jumpline und Pumptrack gilt das Augenmerk diesmal ambitionierten Mountainbikern, die bergab für jeden Spaß zu haben sind. Oberhalb des Prümtal-Radwegs entsteht im Moment der MTB Hochberg-Trail, an dessen Gestaltung die Fraktur nicht ganz unbeteiligt ist.

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

Wie unkompliziert ein derartiges Projekt durchgeführt werden kann, beweist mit Bravour die Gemeinde Pronsfeld. Treibende Kraft ist hierbei Ortsbürgermeister Harald Urfeld, der mit seinen Ideen dem Ort definitiv neue Perspektiven eröffnet. Natürlich geht auch hier nichts ohne die Bürger und den Ortsgemeinderat, die tatkräftig hinter den Projekten stehen. Wo anderswo um Entscheidungen gerungen wird, werden in Pronsfeld schon längst die Ärmel hochgekrempelt. Die Pläne für den Hochberg-Trail liegen tatsächlich schon länger auf dem Tisch, doch Corona zwang alle Beteiligten immer wieder zur Zwangspause. Darunter auch die Fraktur. Zusammen mit dem Bürgermeister haben wir am Design der Strecke gefeilt. Seit dem Frühjahr laufen endlich die Arbeiten am Hochberg.

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

Projekt basiert ohne Ausnahme auf ehrenamtlicher Mitarbeit

Die Planung der Strecke war nicht ganz so einfach. Wir mussten uns auf das Gelände der Ortsgemeinde beschränken, Gespräche mit dem Eigentümer des benachbarten Grundstücks verliefen leider ohne positives Ergebnis. Der Hang ist nicht nur relativ schmal, sondern vor allem im mittleren Bereich sehr steil. Noch schwieriger ist somit die Umsetzung in die Realität. Die Befestigung der Strecke ist äußerst zeitintensiv und kraftraubend. Unermüdlich graben, hacken und schaufeln die Pronsfelder den Trail in den Hang. Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass das gesamte Projekt ohne Ausnahme auf ehrenamtlicher Mitarbeit basiert. Dadurch zieht sich die Fertigstellung noch etwas hin.

Pronsfeld Hochberg-Trail: Fahrtechnik dringend erforderlich

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Pronsfeld Hochberg-Trail wird nicht für Anfänger geeignet sein. In diesem Fall empfehlen wir den Besuch des Bikeparks mit dem Pumptrack, um die eigenen Skills zu verbessern. Wer sein Rädchen gut unter Kontrolle hat, wird am Hochberg-Trail auf seine Kosten kommen. Nach dem Start am Aussichtspunkt Pronsfeld kann nach wenigen Metern zwischen zwei Linien gewählt werden. Die eine Linie führt in engen und steilen Serpentinen Richtung Tal, die andere führt über einen teilweise steinigen Grat und vermittelt ein leicht alpines Feeling. Beide Strecken treffen in einer Senke wieder zusammen. Diese spuckt den Rider dann auf das letzte, etwas ruppigere Teilstück aus. Am Ende kann auf Wunsch noch auf eine von uns geshapte Race-Jumpline abgebogen werden.

Arbeiten am Hochberg-Trail dauern noch etwas an

Wie bereits erwähnt laufen die Arbeiten am Hochberg-Trail derzeit auf Hochtouren. Die Strecke ist noch nicht fertiggestellt und somit auch noch nicht freigegeben. Einige Passagen auf den etwa 50 Höhenmetern müssen noch ausgebaut, befestigt und überarbeitet werden. Sobald der Trail am Hochberg offiziell befahren werden darf, wird das hier auf der Fraktur natürlich sofort kommuniziert. Eine Anreise nach Pronsfeld lohnt sich aber dennoch. Der Bikepark Pronsfeld erfreut sich großer Beliebtheit und im unweit frisch eröffneten Waggon-Cafe an der Lok wartet leckerer Kaffee und Kuchen auf Euch. Stay tuned!

Turbomatik Bikeparks: Die bauen Spaß! Neuer MTB Spot in der Eifelgemeide Pronsfeld

Unermüdlich gräbt sich die Schaufel des Baggers in die weiche Erde. Mit gezielten Schaufelbewegungen nehmen die vielen Erdhaufen langsam erkennbare Formen an. Aus einem brachliegenden Gelände entsteht in der Eifelgemeinde Pronsfeld ein neuer MTB Spot mit Startberg, Tables, Anliegern und Wellen. Wir hatten das große Vergnügen, den Gestaltern von Turbomatik Bikeparks bei der Arbeit über die Baggerschaufel zu schauen.

Ein Pumptrack entsteht

Radfahren steht im Eifelkreis Bitburg-Prüm hoch im Kurs. Viele gut ausgebaute Radwege ziehen sich durch das gesamte Kreisgebiet, begleiten idyllische Flüsschen oder verlaufen auf ehemaligen Bahntrassen. Mountainbiker mit dicken Waden erfreuen sich an den unzähligen Forstwegen, die fernab von Städten und Menschen bis nach Luxemburg, Belgien oder an die Mosel führen. Eine große Lücke klaffte hingegen bei den Spots, egal ob Dirt, Flowtrail oder Pumptrack. Für spaß-orientiertes Biken mussten die Rider im Eifelkreis Bitburg-Prüm bisher die Fahrt zu dem Trail-Technik-Parcours Koulshore bei Daun oder dem Bikepark in St. Vith in Kauf nehmen. Die unweit von Prüm gelegene Gemeinde Pronsfeld hat jetzt allerdings mit einem für den Kreis einmaligen Projekt ordentlich nachgelegt. Nach etwa drei Jahren Vorlaufzeit und Planung begannen im Juni 2019 die finalen Arbeiten für den Bikepark Pronsfeld. Verantwortlich für die Gestaltung und Umsetzung des Bikeparks war Günter von Turbomatik Bikeparks.

Der Chef des sauerländischen Unternehmens ist allerdings nicht nur der kreative Kopf, sondern sitzt zudem selbst im Bagger. So wie auch an dem Tag, als wir uns mit ihm in Pronsfeld auf dem neuen Spot trafen. Wir wollten wissen, wie genau ein Bikepark dieser Größe entsteht. Erstaunt waren wir von dem Fingerspitzengefühl beim Führen des doch recht imposanten Baggers. Mit gezielten Schaufelbewegungen nahmen die Erdhaufen, die vorab von einem Radlader an die vorgesehenen Stellen aufgeschüttet wurden, bekannte Formen an – Wellen, Anlieger und Tables. Auch der Starthügel musste geformt werden. Für die Arbeiten mit dem Bagger werden definitiv ein gutes Auge, ein ruhiges Händchen und vertrauen in die Gravitation benötigt. Letzteres bereitete uns beim Zuschauen ein doch etwas mulmiges Gefühl: Öfters stand der Bagger so schief, dass das Schild zur Stabilisation ausgefahren werden musste. Der Kerl im Bagger hat echt Nerven wie Drahtseile! Die Frage, ob er schon mal mit einem Bagger umgekippt wäre, beneinte Günter lächelnd.

Ortsbürgermeister Harald Urfels, Günter Bracht von Turbomatik Bikeparks und Trail-Dog Spliff

Nach der schweißtreibenden Arbeit des Gestaltens kam uns eine große Ehre zu: Wir durften die Strecke erstmals abrollen. Obwohl die Strecke mitsamt der Jumps und Wellen noch komprimiert werden musste, rollte es sich schon verdammt geschmeidig. Die Erfahrung von Turbomatik Bikeparks zeigt sich im Detail. Alles passt, die einzelnen Elemente sind perfekt angeordnet. Die Wellen und Landungen sowie die Abstände ermöglichen ein ideales Pushen und somit auch mächtig Flow. Wir hatten Spaß, doch Günter musste nochmal ran! Der letzte Schritt war das Komprimieren der Strecke mit einer Rüttelplatte. Ganz fertig war der Bikepark Pronsfeld dann noch immer nicht. Die Balken für die Wippe und die North Shore Elemente lagen schon bereit. Innerhalb eines Tages standen auch diese. Feierabend und Abschluss des Projektes. Für uns begann jetzt der Spaß, Günter machte sich indes auf den Weg nach Hause ins Sauerland. Dort ist er aufgrund seiner Tätigkeit von Frühjahr bis Herbst nur noch selten. Das nächste Projekt wartet schon.

Wegen des hochsommerlichen Wetters mit knackigen Temperaturen und ausbleibendem Regen musste die Strecke allerdings erst mal gesperrt werden. Um die unerträgliche Wartezeit für die Biker zu verkürzen, setzte sich Ortsbürgermeister Harald Urfeld mit der ortsansässigen Feuerwehr in Verbindung. Im Rahmen einer Feuerwehrübung rückte wenige Tage später die Feuerwehr Pronsfeld mit der Jugendfeuerwehr an. Mit gezielten Anweisungen wurde die Wasserentnahme aus dem benachbarten Bach geübt, Schläuche verbunden und der Track ausgiebig gewässert. Natürlich durfte auch das Kommando „Wasser marsch“ nicht fehlen. Der Ortsbürgermeister, selbst begeisterter Mountainbiker, machte sich vor Ort höchstpersönlich ein Bild vom Schaffen der Jugend. Auch für uns interessant, so etwas mal live zu sehen. Noch weitere Tage vergingen, am 23. Juli war es dann aber endlich so weit: Nach dem Aufstellen der Schilder wurde die Absperrung entfernt. Der Bikepark Pronsfeld ist jetzt für alle Biker frei zugänglich.

Mehr Infos zu den Bikepark Bau-Profis findet ihr unter https://www.bikepark-bau.de/

Bikepark Pronsfeld: In der Eifel entsteht neuer Spot für MTB Rider jeden Alters

News: Mit einem für den Eifelkreis Bitburg-Prüm einmaligen Projekt startet die Gemeinde Pronsfeld in die Bike-Saison 2019. Angrenzend am viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg entsteht im Frühjahr nächsten Jahres ein neuer Bikepark. Wir haben uns mit Ortsbürgermeister Harald Urfels an der kommenden Location für Biker jeden Alters getroffen.

So viel Fahrspaß könnte ab Frühjahr 2019 auch in der Eifelgemeinde Pronsfeld auf dem Programm stehen

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm tut sich was – und endlich auch für Mountainbiker jeden Alters, die nicht nur auf Waldwegen ihren Spaß suchen. Der neue Bikepark Pronsfeld soll jedoch mehr werden als nur ein Trainingsgelände, er soll auch Treffpunkt für Gleichgesinnte jeden Alters darstellen. Dabei trifft es sich natürlich hervorragend, dass die Location direkt an dem viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg angrenzt, der den Nürburgring in der Vulkaneifel mit dem belgischen St. Vith verbindet. Durch die 900 Einwohner zählende Gemeinde Pronsfeld führt außerdem der Prümtal-Radweg, auch hier bietet sich eine perfekte Verbindung zum neuen Bikepark.

Wir haben uns vor Ort mit dem Ortsbürgermeister Harald Urfels, selbst begeisterter Mountainbiker, zu einer Vorstellung des neuen Bikeparks getroffen. Das mit knapp über 27.000 Euro bezifferte Projekt, zu einem Großteil aus Fördergeldern finanziert, wurde nach etwa 2-jähriger Vorlaufzeit im August bewilligt. Jetzt steht der Realisierung durch das aus Warstein stammende Unternehmen turbomatik bikeparks nichts mehr im Wege. Die Arbeiten starten im Frühjahr 2019, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch nicht genau bekannt. Neben den Erdbauarbeiten steht auch der Punkt Bepflanzung oben auf der Agenda.

„In Pronsfeld sind wir bereits jetzt ein Fahrradknotenpunkt. Den Bikepark Pronsfeld möchten wir vielfältig nutzen um das Angebot für Einheimische, die Jugend und unsere Gäste zu erweitern. Der Park wird so angelegt, dass jeder ihn nutzen kann der Spaß am Fahrrad fahren hat.“ – Harald Urfels, Ortsbürgermeister der Gemeinde Pronsfeld

Den Startpunkt des neuen Bikeparks in Pronsfeld markiert ein etwa vier Meter hoher Startberg. Von hier aus geht es auf eine gerade verlaufende Flowline mit mehreren aufeinanderfolgenden Tables, die je nach Fahrlevel entweder gepusht, überfahren oder gesprungen werden können. Parallel zur Flowline entsteht zudem ein Übungsline mit diversen Northshore-Elementen wie beispielsweise einer Wippe. Den Abschluss des Parcours bildet ein ovaler Pumptrack mit zwei Berms (Anliegern), Rollers (Wellen) und Cross-Over für die Änderung der Fahrtrichtung. Alle Elemente des Bikeparks sind so konzipiert, dass sie von Bikern jeden Alters und jeder Könnensstufe gemeistert werden können.

Web

www.pronsfeld-eifel.de