Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Im vergangenen Winter stand bei uns der Test von Mountainbike-Reifen im Fokus. Nasskalte Witterungsbedingungen und die damit verbundenen schwierigen Streckenverhältnisse stellten in Kombination mit wechselnden Untergründen höchste Anforderungen an die Reifen – perfekte Bedingungen also für einen Praxischeck. Einer dieser Reifen war der speziell für den Gravity-Bereich entwickelte Schwalbe Magic Mary Radial Gravity.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Mit den Radialreifen hat Schwalbe für mächtig Wirbel im Fahrradbereich gesorgt. Das grundlegende Merkmal der neuen Reifen ist die komplett neu gedachte Konstruktion der Karkasse. Die Karkassenfäden, die bei herkömmlichen Fahrradreifen diagonal im 45°-Winkel über den Reifen laufen, sind bei den Radialreifen in einem deutlich stumpferen Winkel angeordnet. Hierdurch wird das Karkassenmaterial kürzer, was wiederum dafür sorgt, dass sich die Karkassenfäden mit weniger Spannung überlappen. Der Reifen verformt sich punktueller und reagiert bei Unebenheiten deutlich flexibler und anpassungsfähiger. Laut Schwalbe bieten die Radialreifen bei gleichem Luftdruck etwa 30 % mehr Auflagefläche als ein vergleichbarer herkömmlicher Reifen. So viel zur Theorie.

Im Test: Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound

Für unseren Reifentest auf der Fraktur hatten wir uns für den Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound entschieden. Bei Addix Soft handelt es sich um eine Gummimischung, die eine Brücke über viele Bereiche schlägt und sich somit für Enduro und Downhill ebenso eignet wie für All Mountain oder Trail. Wegen der optimierten Kälteeigenschaften ermöglicht Addix Soft zudem einen ganzjährigen Einsatz, also auch im Winter. Weitere Merkmale des Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test sind 67 EPI und TLR. In der von uns getesteten Reifengröße 27.5 x 2.5 bringt der Reifen 1258 Gramm auf die Waage – pro Stück natürlich. Der Preis für den einzelnen Reifen beträgt 79,90 Euro.

Neue Innenkonstruktion, bewährtes Profil-Design

Obwohl die Karkasse des Magic Mary völlig neu konstruiert ist, präsentiert sich das Profil im alt-bekannten Look. Die abgeschrägten Flach-Stollen im Laufflächenzentrum für ein besseres Rollverhalten haben sich ebenso bewährt wie das offene Profildesign und die bissigen Schulterstollen. Anders sieht es bei dem im Fahrrad-Bereich revolutionären Aufbau der Karkasse aus. Tatsächlich macht sich die neue Innenkonstruktion bereits bei der Montage positiv bemerkbar. Die geschmeidige Karkasse ermöglicht ein sehr unkompliziertes Aufziehen des Reifens. Rider, die noch mit Schlauch unterwegs sind und auf einer Enduro-Tour einen Platten bekommen, werden dies besonders zu schätzen wissen.

Getestet haben wir den Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro primär in seinem natürlichen Habitat, und das besonders der Schwerkraft folgend – sprich bergab. Die geschmeidige Reifenkarkasse passt sich Unebenheiten wie Steinen oder Wurzeln perfekt an, wodurch der Reifen enormen Grip aufbaut. Man hat geradezu das Gefühl, dass der Reifen sich förmlich in den Trail beißt. Die im Vergleich zu herkömmlichen Reifen höhere Auflagefläche trägt ihren Teil dazu bei, dass der Reifen gefühlt mit dem Trail verschmilzt. Ob es am Ende wirklich etwa 30 % mehr Auflagefläche ist wie von Schwalbe angegeben, können wir – zumindest was die Bezifferung angeht – nicht beurteilen.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro im Test: Bezaubernde Mary

Auf dem Trail: Bremse auf!

Neben dem fantastischen Grip bietet der Schwalbe Radialreifen durch die geschmeidigere Karkasse eine hohe Dämpfung. Egal ob Steinfelder oder Wurzelteppiche, anvisieren und Bremse auf heißt die Devise. Das bewährte Profil und die weiche Gummimischung erledigen ihren Teil für noch mehr Speed – beim Ballern geradeaus ebenso wie in Kurven. Die spürbare flexiblere Verformbarkeit der Karkasse spricht vor allem Rider an, die bei ihren Rides einen niedrigeren Luftdruck bevorzugen. Natürlich kann der subjektiven Instabilität mit höherem Luftdruck entgegengewirkt werden, allerdings büßt der Reifen dann von seinen Vorteilen ein. Der Schwalbe bietet dann zwar immer noch guten Grip, aber die Fahrcharakteristik gleicht sich der eines herkömmlichen Diagonalreifens an.

Das Rollverhalten des Reifens ist dank der flacheren Mittelsollen für einen Reifen in dieser Klasse recht gut – mit etwas mehr Luftdruck sind sogar weitere Touren kein Problem. Die Begrifflichkeit des „Anker Werfens“ nimmt beim Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro hingegen eine neue Dimension an. Mit unfassbarer Brutalität bringt der Reifen die Bremskräfte auf den Boden. Selbst auf losen Böden beißt sich der Schwalbe Magic Mary Gravity Pro beim Bremsen regelrecht im Untergrund fest und ermöglicht so ein punktgenaues Verzögern in der sprichwörtlich letzten Sekunde. Das offene Profil sorgt zudem für eine gute Selbstreinigung, wodurch der Reifen auch bei matschigen Böden das Brems-Niveau auf Dauer hochhalten kann.

Fazit

Wollen wir nicht lange rumschwafeln: mit dem Magic Mary Radial Gravity Pro ist Schwalbe echt ein großer Wurf gelungen. Der Reifen bietet bei entsprechend geringem Luftdruck einen unfassbaren Grip und erlaubt extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten. Die Bremskraft ist geradezu brutal. Mit höherem Luftdruck büßt der Reifen zwar seine Charakteristik etwas ein, bleibt aber auch hier ganzjährig eine gute Wahl für schnelle Abfahrten.

Schwalbe Magic Mary Radial Gravity Pro mit Addix Soft Compound: Details

  • Ausführung: HS447, Evo, TLR, 67EPI Radial B
  • Compound: Addix Soft
  • Gewicht: 1258 gr. / Stck. (27.5 x 2.5)
  • Preis: 79,90 Euro

Hersteller: www.schwalbe.com

Tatze Sport Grip Lenkergriffe im Test: Die besten MTB Griffe überhaupt?

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Die besten MTB Griffe überhaupt: das behauptet zumindest der in Tirol ansässige Komponentenhersteller Tatze über seine Sport Grip MTB Griffe. Der in drei Griff-Zonen aufgeteilte Lenkergriff soll dem Rider maximale Dämpfung mit minimalem Kraftaufwand gewährleisten. Wir sind mit dem Design & Innovation Award 2024 prämierten MTB Lenkergriff auf Tuchfühlung gegangen.

Trotz der vielen emotionalen Berührungspunkte hält sich die Anzahl der physischen Verbindungen zu unserem Bike tatsächlich stark in Grenzen. Pedale, Sattel und Lenker bzw. Lenkergriffe – das war es auch schon. Umso wichtiger ist es natürlich, diese wenigen Kontaktpunkte für ein optimales Fahrerlebnis ideal abzustimmen. Wieso aber lange nach dem perfekten Lenkergriff suchen, wenn der Komponentenhersteller Tatze mit dem Sport Grip Lenkergriffen nach eigenen Angaben die besten MTB Griffe überhaupt anbietet? Selbstbewusst sind die Tiroler jedenfalls.

Aufbau der Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe

Aufgeteilt ist der Tatze Sport Grip Lenkergriff in drei unterschiedliche Zonen. Die abgeflachte, mit Lamellen besetzte obere Druckzone soll Kraftspitzen und Vibrationen abbauen. Der nach außen hin zunehmende Flügel vergrößert die Druckzone, wodurch der Effekt weiter verstärkt werden soll. Die vorne befindliche Henkelzone ist ebenfalls leicht ergonomisch geformt und verfügt über spezielle Einkerbungen für die mittleren Fingerglieder. Die Klemmzone an der Unterseite des Griffes soll den Fingerspitzen einen sehr guten Halt sowie eine effektive Umschließung des Griffs gewährleisten.

Die Kontaktfläche des Griffs weist eine Breite von etwa 133 Millimetern auf, der Durchmesser liegt im Bereich zwischen 32 und 34 Millimetern. Für eine sichere Fixierung der Griffe sorgt die vom Lenkerende abgewandte Klemmung. Das Gewicht des Pärchens beziffert unsere Waage mit 110 Gramm. Angeboten werden die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe zum Preis von 29,50 Euro als Pärchen in den Farben Schwarz, Blau, Rot oder Orange sowie als Bi-Color-Set mit unterschiedlichen Farben für den rechten und linken Griff.

Getestet haben wir die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe in den Bereichen Trail und Tour. Da es sich um eine sehr individuelle Komponente handelt, darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Lenkergriffe mit relativ großen Händen (Handschuhgröße 9) getestet wurden. Bei kleineren Händen kann sich eventuell ein anderes Fahrgefühl einstellen. Letztendlich kann mit den Tatze Lenkergriffen kein Fehler gemacht werden: sollte der Griff nicht überzeugen, kann dieser im Rahmen der erweiterten Garantie selbst mit geringen Gebrauchsspuren zurückgeschickt werden.

Die Lenkergriffe von Tatze im Test

Die Montage der Griffe ist dank der Klemmung mit wenigen Handgriffen erledigt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Griffe seitenspezifisch sind. Aufgrund des ergonomischen Designs müssen die Griffe zudem individuell ausgerichtet werden. Das war es dann aber schon. Eine Lenkerendkappe wird nicht benötigt, da der Griff an der Außenseite des Lenkers geschlossen ist. Die Klemmung mit 3 Nm gewährleistet einen sicheren Sitz der Griffe – unabhängig von der Krafteinwirkung und den Witterungsverhältnissen

Der Griff liegt gut in der Hand und die Finger finden sich sofort in den Fingermulden ein. Aufgrund der Lamellen ist das Griffvolumen etwas höher als bei herkömmlichen Lenkergriffen, was wir aber weder auf dem Trail noch auf Touren als negativ empfanden. Im Gegenteil: die Dämpfung sorgt für ein sehr angenehmes Fahren, ohne dass sich hierbei ein schwammiges Gefühl bemerkbar macht. Das Lenkfeeling ist also immer noch on point, aber mit etwas mehr Komfort als bei herkömmlichen Griffen.

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Unterstützend wirkt hier besonders auf Touren der Flügel zur Abstützung der Handfläche und Entlastung des Handgelenks. Rider mit Handgelenksproblemen könnten hier eine Lösung für ihr Problem finden. Wichtig ist auf jeden Fall die optimale Ausrichtung der Griffe. Das angenehme Griffgefühl setzt sich auch mit Blick auf die Gummimischung fort. Die Griffe bieten enormen Grip egal ob mit oder ohne Handschuhen. In Kombination mit der Belüftung des Griffs wird selbst bei schwitzigen Händen optimaler Halt gewährleistet.

Fazit

Wer die Vorteile eines ergonomischen Griffs sucht, aber gleichzeitig auf eine dezente Formgebung wert legt, sollte die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe genauer ins Visier nehmen. Das Griffgefühl ist trotz des etwas dickeren Umfangs sehr gut. Wer auf dünne Griffe steht, könnte mit den Tatze Lenkergriffen allerdings Probleme bekommen – gleiches gilt für Rider mit kleineren Händen. Leider wird der Griff nur in einer Größe angeboten. Da Tatze allerdings eine erweiterte Garantie auf das Produkt gibt, kann beim Kauf eigentlich nichts falsch gemacht werden.  

Details Tatze Sport Grip Lenkergriffe

  • Verfügbare Farben: Vier Farboptionen sowie sechs Bi-Color-Varianten
  • Durchmesser: 32 – 34 mm
  • Kontaktflächenbreite: 133 mm
  • Gewicht: 110 Gramm
  • Preis: 29,50 Euro (30 Tage erweitertes Rückgaberecht)

Web: www.tatze-bike.com

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

Nach dem VEE Tire Flow Snap hatten wir mit dem VEE Tire Crown GEM einen weiteren MTB Reifen des taiwanischen Herstellers im Test. Empfohlen wird der Reifen für Tour und All Mountain, knifflige Cross-Country Strecken, technische Enduro-Trails sowie Down-Country. Fast schon zu schön und vielseitig, um wahr zu sein. Kurze Rede, langer Sinn: wir haben den Reifen aufgezogen und in unterschiedlichsten Bereichen getestet.

Vor wenigen Wochen hatten wir mit dem VEE Tire Flow Snap bereits einen Reifen des aus Taiwan stammenden Herstellers im Test. Die Allroundeigenschaften des Reifens konnten uns im Bereich All Mountain und Enduro absolut überzeugen, und das sogar bei matschigen Bodenverhältnissen. Dementsprechend hoch waren unsere Erwartungen an den Crown GEM Reifen, der laut VEE Tire in jeder Situation funktioniert – egal bei welchem Wetter, egal in welchem Gelände. Das breite Einsatzspektrum von Tour und All Mountain über für knifflige Cross-Country Strecken bis hin zu technischen Enduro-Trails lässt aufhorchen.

Flaches Profil mit eng angeordneten kleinen Stollen

Angeboten wird der VEE Tire Crown GEM in unterschiedlichsten Größen, Breiten und Ausführungen. Das Spektrum reicht von 26“ bis 29“ – und wird durch Plus-Reifen und E-Bike Ready Versionen ergänzt. Die Auswahl ist also groß und spricht somit eine große Nutzerschicht an. Wir hatten im Test den Reifen in den Größen 29×2.30 und 27.5×2.35 mit Dual Control Compound und Skinwall Synthesis. Das Gewicht der 90 TPI Reifen liegt bei 851 Gramm (27.5“) bzw. 973 Gramm (29“). Beide Reifen sind natürlich Tubeless-Ready und kosten in der uns vorliegenden Version jeweils 24,95 Euro.

Wie der VEE Tire Flow Snap baut auch der VEE Tire Crown GEM relativ breit und wirkt somit im Vergleich zu Reifen anderer Hersteller mit gleichen Maßen sehr voluminös. Das flache Profil mit den eng angeordneten kleinen Stollen sorgt nicht nur für ein niedriges Gewicht, sondern verspricht zudem wenig Rollwiderstand. Die Reifen lassen sich mit wenig Kraftaufwand montieren und sitzen sofort ohne Unwucht passgenau auf der Felge. Um die Pannenanfälligkeit des Reifens zu testen, sind wir den Crown GEM mit Schläuchen gefahren. Getestet haben wir den Reifen auf verschiedenen Untergründen wie Asphalt, Waldboden und Schotter bei Regen sowie im Trockenen.

Dual Control Compound aus zwei Arten von Materialien

Neben dem Profil spielt natürlich die Gummimischung eine entscheidende Rolle bezüglich des Grips, der Traktion, des Rollwiderstandes und der Haltbarkeit. Für Geschwindigkeit und Kontrolle besteht Dual Control Compound aus zwei Arten von Materialien. Mit einer Härte von 56a in der Mitte und einer weicheren 48a an den Seiten soll der Crown GEM Mountainbike-Reifen wenig Rollwiderstand mit ausgezeichneten Kurveneigenschaften kombinieren. Damit unterscheidet sich das von uns getestete DCC Modell deutlich von dem ebenfalls mit Tackee Compound erhältlichen Reifen. TC weist eine Härte von 48a sowohl in der Mitte als auch an den Seiten auf.

VEE Tire Crown GEM Reifen für XC und Trail: Die schnelle Pelle im Test

Die flache Profilgestaltung mit den eng angeordneten kleinen Stollen ermöglicht in Verbindung mit der festeren Gummimischung in der Mitte der Lauffläche auf harten und trockenen Trails ein sehr effizientes Vorankommen. Dank des geringen Rollwiderstandes lässt sich das Bike nicht nur schnell beschleunigen, sondern ebenso mit maximaler Warp-Geschwindigkeit die Berge hochtreten. Das gilt für Asphalt ebenso wie für harte Waldböden und Feldwege. Die weicheren Stollen am Rand sorgen für ausreichend Grip in den Kurven. Bezüglich des Bremsverhaltens weiß der VEE Tire Crown GEM ebenso zu begeistern.

Anders sieht es hingegen bei Nässe und vor allem auf losen oder matschigen Untergründen auf. Hier reißt der Grip ohne Vorwarnung abrupt ab und lässt den Reifen unter diesen Gegebenheiten unberechenbar werden. Bei diesen Bedingungen zeigen sich die Nachteile des Reifen-Designs – was im Trockenen zu begeistern vermag, kehrt sich bei Nässe ins Gegenteil um. Auf schlammigen Trails, wo der VEE Tire Flow Snap in einem vorherigen Test der Fraktur unfassbar gut war, waren wir mit dem VEE Tire Crown GEM selbst nach mehrmaligem Absenken des Reifenluftdrucks teilweise lost. Zum Abschluss des Tests dann aber noch zwei sehr positive Eigenschaften: der Verschleiß des Reifens ist absolut vernachlässigbar und auch die Pannensicherheit ist top.

Fazit

Auf trockenen und harten Böden kann der VEE Tire Crown GEM seine Stärken voll ausspielen: der Reifen eignet sich perfekt für XC- und Trail-Runden, wo es auf schnelle Zeiten und hohe Effizienz ankommt. Allerdings konnte uns der Crown GEM mit DCC bei nassen und matschigen Verhältnissen nicht überzeugen. Auch auf losen Schotterwegen ist der Reifen weit weg von einem souveränen Fahrverhalten. Unserer Meinung nach handelt es sich somit nicht um einen Allrounder, sondern um einen Spezialisten für trockene, harte Untergründe – und hier schlägt sich die schnelle Pelle von VEE Tire hervorragend. Sehr großes Potential sehen wir dank der Verfügbarkeit in 26″ ebenfalls im Bereich Pumptrack und 4X.

VEE Tire Crown GEM: Details

  • Gummimischung: Dual Control Compound
  • Karkasse: Skinwall Synthesis
  • Eigenschaften: TLR, 90 TPI
  • Gewicht: 851 Gramm (27.5 x 2.35), 973 Gramm (29 x 2.30)
  • Preis: 24,95 Euro

Webwww.veetireco.de

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Wer alle möglichen Streckeneigenschaften in kompakter Form auf einem einzigen Trail vorfinden möchte, der ist in den deutschen Mittelgebirgen wie der Eifel goldrichtig. Schlammige Passagen wechseln sich mit trockenen ab, Laub- und Mischwälder gehen harmonisch ineinander über und der Boden geizt nicht mit Wurzeln und Steinen. Keine Frage, hier braucht es den perfekten Allrounder. Kann der VEE Tire Flow Snap Reifen die hohen Anforderungen erfüllen?

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Für klar definierte Anforderungen bieten sich Spezialisten an, die einen ganz bestimmten Bereich perfekt abdecken. Bei der Entwicklung neuer Reifen-Modelle können die Ingenieure auf feste Parameter zurückgreifen und dementsprechend agieren. Nicht so bei Allroundern. Diese müssen unterschiedlichste Anforderungen erfüllen – und das so gut wie möglich. Das gelingt den Reifen-Herstellern mal mehr, aber auch mal weniger gut. Auf der Suche nach dem perfekten Allrounder sind wir auf den VEE Tire Flow Snap Reifen gestoßen. Auf der Internetseite bezeichnet der aus Taiwan stammende Hersteller den Reifen als Enduro-König. Das lässt aufhorchen.

Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse

Angeboten wird der Flow Snap in unterschiedlichen Ausführungen und Größen als universeller Gravityreifen von Schlamm über trockenes bis hin zu losem Gelände. Der Reifen ist sogar als 26″ Variante verfügbar. Im Rahmen des Tests haben wir uns für den Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse in Skinwall-Ausführung entschieden. Enduro Core ist laut VEE Tire die richtige Wahl, um Abfahrten standzuhalten und gleichzeitig die Klettereigenschaften zu erhalten. Die 1-lagige Ummantelung in Verbindung mit der reduzierten Apex-Festigkeit soll der perfekte Gewichtskompromiss für die Anforderungen im Bereich Enduro und Super Trail sein.

Die Montage des VEE Tire Flow Snap geht sehr fix von der Hand. Ohne großen Kraftakt lässt sich der Reifen unkompliziert auf die Felge hieven. Hilfe in Form eines Reifenmontagemittels wird nicht benötigt. Der Reifen sitzt sofort passgenau ohne Unwucht in der Felge. Montiert haben wir den Reifen in zwei Ausführungen: vorne den Flow Snap in der Dimension 29 x 2.35, hinten in 27,5 x 2.35. Weitere Eigenschaften sind TLR und 72 TPI, das von uns gemessene Gewicht liegt bei 1079 Gramm (27,5 x 2.35) bzw. 1280 Gramm (29 x 2.35). Montiert baut der Reifen recht breit und steht 2.4er Modellen anderer Hersteller (auf der gleichen Felge) in nichts nach.

VEE Tire Flow Snap: Besonders souverän auf Waldböden

Auf dem Trail wurden wir von den Fahreigenschaften des VEE Tire Flow Snap regelrecht geflasht. Mit der weichen Tackee Compound Gummimischung verspricht der taiwanische Hersteller nicht zu viel. Die markanten Mittelstollen und die äußeren, seitlich versetzten Stollen, die nicht weniger markant designt sind, beißen sich regelrecht im Trail fest. Selbst bei Nässe überzeugt der Reifen durch eine überdurchschnittlich gute Fahrperformance. Spurtreu lässt sich der VEE Tire Flow Snap über den Trail lenken. Im Grenzbereich verliert der Reifen kurzzeitig den Grip, packt dann aber sofort wieder und ermöglicht so das Beibehalten der Linie.

Sein Potential musste der Flow Snap auf unterschiedlichsten Untergründen und Witterungsverhältnissen unter Beweis stellen. Besonders souverän verhält sich der Reifen auf Waldböden – egal ob trocken, halbtrocken oder nass. Das offene Profil gewährleistet bei schlammigen Böden zudem eine gute Selbstreinigung und trägt somit zum Grip und zur Traktion bei. Ebenfalls überzeugend sind die vorbildlichen Eigenschaften beim Bremsen. Selbst bei harten Bremsmanövern weiß der Reifen durch Spurtreue zu überzeugen. Auf Schotterpisten schwimmt der Reifen allerdings etwas auf, bleibt dabei aber dennoch gut beherrschbar.

Begeistert hat uns der hohe Durchschlagsschutz, dem sogar kernige Wurzelpassagen nichts anhaben können. Plattenanfälligkeit ist für den VEE Tire Flow Snap ein Fremdwort. Doch nicht nur bergab, sondern auch bergauf kann der Reifen punkten. Auf Enduro-Touren gewährleistet der Flow Snap bei Uphills in schwierigen Passagen eine gute Traktion. Trotz der weichen Gummimischung lässt sich der Reifen gut bergauf treten, wobei natürlich nicht die Leichtfüßigkeit einer XC-Rennpelle erwartet werden darf. Dann wäre natürlich noch der Punkt Verschleiß. Weiche Gummimischungen neigen zum hohen Abrieb, aber selbst hier überrascht der VEE Tire Flow Snap. Der Verschleiß hält sich absolut in Grenzen und rundet den sehr guten Eindruck des Reifens ab.

Fazit

Der perfekte Allrounder? Nach dem Test können wir sagen: verdammt nah dran! Der VEE Tire Flow Snap bietet auf nahezu allen Böden unglaublichen Grip. Egal ob trocken, halbtrocken oder nass, auf den Reifen ist Verlass. Ganz leichte Schwächen leistet sich der Reifen lediglich auf Schotterpisten, bleibt aber dennoch immer kontrollierbar. Der Rollwiderstand ist angesichts des enormen Grips erstaunlich gut und ermöglicht so auch anspruchsvollere Enduro-Touren. Mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis ist der VEE Tire Flow Snap die ideale Wahl für alle Rider, die einen zuverlässigen Reifen mit Top-Performance suchen.

VEE Tire Flow Snap: Details

  • Gummimischung: TC – Tackee Compound
  • Karkasse: Enduro Core (Skinwall),
  • Eigenschaften: TLR, 72 TPI
  • Gewicht: 1079 Gramm (27.5 x 2.35), 1280 Gramm (29 x 2.35)
  • Preis: 49,95 Euro

Web: www.veetireco.de

Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik im Test: Auf dem Holzweg?

Die Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik sind auf jeden Fall ein echter Eyecatcher. Während der CNC-gefertigte Aluminium-Mittelsteg noch dezent in schwarz matt gehalten ist, sorgt die im Nylon-Bereich aufgedruckte Holzmaserung für Hingucker. Das Pedal ist auf jeden Fall nichts für Biker, die mit ihrem Gefährt nicht auffallen wollen. Doch ein schöner Teller alleine macht bekanntlich nicht satt. Wie sieht es also mit der Funktionalität aus und wie lange hält die Freude an?

Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik im Test

Angeboten wird die Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik zu einem Preis von 39,98 Euro. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Ersatzpins aus Metall, die bei Verlust einfach in den Pedalkörper eingeschraubt werden können. Das gilt sowohl für den Aluminium- als auch Nylon-Teil. Der Pedalkörper rotiert sauber und geschmeidig um eine Chrom-Molybdän Achse mit gedichteten Lagern. Leichtgewichte sind die Pedale trotz des Nylon-Anteils nicht: Das Gewicht des Pärchens liegt bei 506 Gramm.

Getestet haben wir die Pedale über mehrere Wochen an verschiedenen Bikes mit unterschiedlichen Einsatzbereichen. Die größte Herausforderung stellte sicherlich das Shreddern über Trails dar. Gut für den Test, allerdings weniger schön für uns war das Wetter. Regen und Schlamm waren unsere ständigen Begleiter und sorgten so für harte Testbedingungen. Erstaunt waren wir über den Halt auf dem Pedal. Nylon ist ja immer so eine Sache, aber da alle Pins aus Metall sind, konnten sich diese schön in der Schuhsohle verbeißen. Resultat: Hervorragender Grip, selbst bei Nässe.

Funktionalität vs. Optik

Die Selbstreinigung funktioniert bei den Rockbros Plattform-Pedalen in Holzoptik ebenfalls tadellos. Dank der offenen Gestaltung kann sich Schlamm gar nicht erst festsetzen. Das Design ist ziemlich durchdacht, was sich auch bei den leicht abgerundeten Kanten zeigt. Hierdurch wird bei unfreiwilligem Kontakt mit einem Stein oder einer Wurzel die Gefahr des Hängenbleibens reduziert. Die harten Bedingungen haben die Pedale funktionell souverän weggesteckt. Nach dem Test rotieren die Pedalkörper immer noch geschmeidig um die Achse, die Aluminium-Nylon-Kombination weist weiterhin kein Spiel auf.

Abnutzungserscheinungen zeigt allerdings die Holzoptik. Da die Maserung „nur“ auf dem Nylon aufgedruckt ist, verblasst diese von Fahrt zu Fahrt. Da auch bei lackierten und eloxierten Pedalen auf der Trittfläche eine Abnutzung normal ist, könnten wir diesen Umstand noch tolerieren. Im Laufe der Zeit kommt allerdings ein unschönes gelb-grün zum Vorschein. Für uns völlig unverständlich, weil die Konstruktion des Pedals eigentlich sehr durchdacht ist. Nach vielen Fahrten bleibt von der einstigen tollen Optik leider nicht viel über.

Fazit Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik

Die Rockbros Plattform-Pedale in Holzoptik wissen bezüglich der Funktionalität absolut zu überzeugen. Der Grip und der Halt auf dem Pedal sind selbst bei Nässe sehr gut, und die gedicheten Lager lassen den Aluminium-Nylon-Pedalkörper geschmeidig um die Chrom-Molybdän Achse kreisen. Nicht überzeugend ist dagegen auf langer Sicht die Holzmaserung. Für Bikes, die wenig bewegt werden, wie beispielsweise Show-Cruiser, sind die Pedale allerdings ein echter Blickfang.

Größe: 109 x 110 mm
Gewicht (Paar): 506 Gramm
Preis: 39,98 Euro

Web: www.rockbrosbike.de

Goodyear Newton ST EN Ultimate: Test Enduro Reifen

Test: Einem Paukenschlag gleich kündigte der US-amerikanische Reifengigant Goodyear vor einem Jahr den Wiedereinstieg in den Fahrrad-Sektor an. Nach vier Jahrzehnten Abstinenz wurde direkt ein komplettes Lineup von Road bis Mountain auf die Räder gestellt: Darunter auch der Goodyear Newton ST EN Ultimate, ein Enduro Reifen für aggressives Heizen über Trails. Wir hatten die neue Pelle über mehrere Wochen im Test.

Der für Rennen entwickelte Goodyear Newton ST EN Ultimate Reifen weist Mehrfachlamellen, gedämpfte Stollen in der Mitte der Lauffläche sowie gewölbte Seitenstollen auf. Im Test hatten wir die Ausführung 27.5×2.6, die mit 1154 Gramm pro Reifen sicherlich nicht zu den Leichtgewichten zählt. Der Reifen ist außerdem in den Ausführungen 27.5×2.4 sowie 29×2.4/ 29×2.6 erhältlich. Für Downhill-Racer gibt es den Goodyear Newton ST zudem in einer speziellen DH Version. Unterschieden werden muss zusätzlich zwischen den angebotenen Karkassen.

Die Ultimate Variante weist gegenüber der Premium Ausführung eine leichtere Karkasse auf. Realisiert wurde dies durch Verwendung eines feineren Garns und weniger Gummis. Natürlich spielt auch die Gummimischung eine entscheidende Rolle. Goodyear vertraut beim Newton ST EN Ultimate auf die speziell entwickelte Dynamic:R/T Mischung. Diese soll sowohl Grip als auch Effizienz gewährleisten, und das mit einem geringen Verschleiß. Das gekreuzte Nylongewebe der M-Wall Seitenwand soll ihrerseits für Pannensicherheit sorgen.

Obwohl der Reifen über eine Tubeless-Complete Konstruktion verfügt, sind wir den Reifen konventionell mit Schlauch gefahren. Das Aufziehen des Goodyear Newton ST EN Ultimate auf die Felge bedarf allerdings vorab eines kräftigen Frühstücks: Wir brauchten einiges an Körner, um den Reifen mit Schmackes ins Felgenbett zu befördern. Vorne als auch hinten kommt der gleiche Reifen zum Einsatz, lediglich auf die Laufrichtung muss geachtet werden. Getestet haben wir den Reifen über mehrere Wochen auf den abwechslungsreichen Trails der Eifel.

Vor der Abfahrt kommt bekanntlich immer der Aufstieg, und somit auch die erste Bewährungsprobe für den Goodyear Newton ST EN Ultimate. Überraschend geschmeidig lässt sich das Bike zum Startpunkt des Trails pedalieren. Trotz der aggressiven Optik rollt der Reifen recht leichtfüßig, was unter anderem sicherlich auch an den „nur“ mittelgroßen Mittelstollen liegt. Ein geringeres Gewicht wäre sicherlich ein weiterer Pluspunkt, aber die Performance bergauf oder im Flachland weiß auch so zu begeistern.

Auf den Abfahrten kommt richtig Spaß auf. Auffallend war hierbei die Steigerung des Grips nach einigen Einsätzen, soll heißen der Reifen muss scheinbar erst eingefahren werden. Das Design des Profils und die Gummimischung sind den Ingenieuren definitiv gelungen. Der Newton ST EN Ultimate vermittelt auf allen Untergründen ein sehr berechenbares Verhalten, auf grobem Schotter ebenso wie auf Waldboden oder bei Nässe. Das Bremsverhalten weiß ebenfalls zu überzeugen, kontrolliertes Anbremsen auf der letzten Rille bedeutet am Ende bei Wettbewerben ja auch immer ein Plus gegenüber der Konkurrenz.

Fazit Goodyear Newton ST EN Ultimate

Mit dem Newton ST EN Ultimate ist Goodyear ein sehr erfolgreiches Debüt gelungen. Der Reifen für ambitionierte Enduro Biker vermittelt ein sehr kontrolliertes Fahrgefühl, ohne dass dies zu Lasten des Rollwiderstandes oder der Langlebigkeit geht. Zweifelsohne ein Reifen, der bei der Konkurrenz für nervöses Augenzucken sorgen dürfte.

Produktdetails Newton ST EN Ultimate

  • Gewicht: Etwa 1154 Gramm
  • Preis: 67,90 Euro
  • Vertrieb: MERIDA & CENTURION Germany GmbH
  • www.goodyearbike.com

XLC Pedal PD-M12 Colour Edition: Das preisgünstige Flatpedal im Test

Test: Im hart umkämpften Segment preisgünstiger Flatpedals sticht das XLC Pedal PD-M12 alleine schon aufgrund der ansprechenden Optik heraus. Das zur Colour Edition Serie gehörende Produkt ist in sechs attraktiven Farben erhältlich und weiß trotz eines Preises von unter 50 Euro mit einer hochwertigen Verarbeitung zu überzeugen. Wir haben uns für einen Test das XLC Pedal PD-M12 an die Bikes geschraubt.

Getreu nach der Aussage des US-amerikanischen Autopioniers Henry Ford „Sie können einen Ford in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist“ agieren anscheinend auch viele Hersteller von Bike-Parts. Besonders im preisgünstigen Segment ist die Auswahl an guten Parts, die auch noch optisch etwas zu bieten haben, eher dürftig. Mit der Colour Edition Serie kontert XLC diesen Bereich konsequent mit einer breiten Produktpalette. Eines dieser Produkte ist das XLC Pedal PD-M12, welches wir für einen ausgiebigen Test an unsere Bikes geschraubt haben.

Der fließgepresste und CNC-bearbeitete Aluminiumkörper des XLC PD-M12 Pedals hat eine Auflagefläche von etwa 99 mm x 83 mm. Die Höhe des nicht-konkaven Pedals beträgt 13 mm, wobei der Bereich der Achse minimal höher ausfällt. Der sauber verarbeitete Käfig rotiert um eine CNC-gefertigte und gedichtete Achse aus CroMo. Für ein geschmeidiges Drehen sind Cartridge Lager verantwortlich. Montiert sind pro Seite und Pedal 13 auswechselbare Pins. Das Gewicht des Pärchens liegt bei 358 Gramm.

Obwohl die Pins nur 3 mm in die Höhe ragen, vermittelt das Pedal eine hohe Trittsicherheit. In ruppigen Passagen kann sich der Rider ebenso auf den guten Grip verlassen wie bei Nässe. Weder die nicht-konkave Bauform noch der leicht erhöhte Achsenbereich machen sich beim Fahren negativ bemerkbar – im Gegenteil, das Trittgefühl überzeugt. Beim Aufsetzen des XLC PD-M12 Pedals reduzieren die abgeschrägten Stirnflächen die Gefahr eines Hängenbleibens an Steinen oder Wurzeln.

Dank der offenen Gestaltung des Pedalkörpers bleibt der Grip auch bei Schlammschlachten erhalten. Druck und Power lassen sich selbst bei widrigen Bedingungen gut auf das Pedal transferieren. Natürlich zählen auch die inneren Werte: Abdichtung und Lager zeigen selbst nach einigen Wochen harten Einsatzes keine Verschleißerscheinungen. Die von Werk aus mit Schraubensicherung versehenen Pins waren zum Abschluss des Flatpedal-Tests vollständig vorhanden.

Fazit XLC Pedal PD-M12

Machen wir es kurz: Tolle Optik, sehr gute Funktion, überzeugender Grip, hochwertige Verarbeitung, ordentliches Gewicht – und das alles bei einem Preis von unter 50 Euro.

Produktdetails XLC Pedal PD-M12

  • Erhältlich in sechs unterschiedlichen Farben.
  • Gewicht Paar: 358 Gramm
  • Preis: 49,95 Euro
  • www.xlc-parts.com