Sigma ROX 7.0 GPS: Fahrradcomputer mit GPS Navigation im Test

Test: Leistungsorientierten Radfahrern bietet Sigma Sport mit der ROX GPS Serie direkt drei professionelle Fahrradcomputer für Training und Wettkampf an. Letztes Jahr hat das Unternehmen die Nachfolger des Top-Modells ROX 10.0 in den Handel gebracht. Der Sigma ROX 7.0 GPS, den wir über mehrere Wochen ausgiebig testen konnten, richtet sich in erster Linie an Biker, die sich zwar alle wichtigen Fahrrad-Funktionen und GPS-Navigation wünschen, aber auf Analysen und Leistungsauswertungen verzichten können bzw. wollen.

Vor etwa einem Jahr präsentierte Sigma Sport der Öffentlichkeit die neuen ROX Modelle 7.0 GPS und 11.0 GPS. Obwohl die beiden Fahrradcomputer als Nachfolger des Top-Modells ROX 10.0 ins Rennen geschickt wurden, ist der ROX 10.0 nach wie vor erhältlich. Die neue Generation besticht vor allem durch ihr markantes Design und dem Vier-Tasten-Bedienkonzept. Optimiert wurden von dem Pfälzer Unternehmen unter anderem die Screens und die Darstellung einzelner Werte. Ebenfalls geändert wurde auch die Lenkerhaltung, die jetzt um 20% kleiner ausfällt.

Obwohl sich der Sigma ROX 7.0 GPS und der Sigma ROX 11.0 GPS ähneln wie eineiige Zwillinge, unterscheidet sich der Leistungsumfang enorm. Das 7.0er ROX Modell kommt im Gegensatz zum teureren ROX 11.0 komplett ohne Herzfrequenz-, Leistungs- und Trittfrequenz-Funktionen daher. Bezüglich der Fahrrad-Funktionen gibt es bis auf die HF-basierte Kalorienauswertung keinerlei Einschränkungen. Auch bei den Höhen-Funktionen mit barometrischer Höhenmessung begegnen sich die beiden neuen Modelle auf Augenhöhe.

Leichte Unterschiede gibt es bei den Runden- und automatischen Runden-Funktionen – hier hat das kleinere Modell teilweise sogar die Nase vorne. Ein Vergleich der Funktionen lohnt sich also genauso wie der Vergleich der Preise. Welche Funktionen benötige ich wirklich – und was ist mir das Plus an Funktionen wert? Wie das Vorgänger-Modell bieten die beiden neuen ROX Modelle GPS Navigations-Funktionen im Bereich Trackansicht, Tracknavigation und Rückführung auf gleicher Strecke.

Ausgeliefert wird das Sigma ROX 7.0 GPS mit zwei Lenkerhaltern zzgl. Kabelbindern, einem USB-Verbindungskabel sowie einer mehrsprachigen Kurzanleitung. Erhältlich ist der smarte Bike-Computer zu einem Preis von 134,95 Euro in schwarz oder weiß. Der ROX 7.0 GPS wiegt 65 Gramm, hinzu kommen 6 Gramm für die neue Lenkerbefestigung. Ein zusätzlicher Sensor für die Geschwindigkeit und gefahrenen Kilometer ist dank GPS nicht nötig. Praktisch: Sigma Sport liefert direkt zwei Halter mit, womit der Sigma ROX ohne Aufwand an zwei Rädern genutzt werden kann.

Im Lieferumfang des ROX 7.0 GPS enthalten ist zudem der Zugangscode zum Sigma Data Center. Unter www.sigma-download.com lässt sich das Sigma Data Center für Windows, Mac OS, Android und iOS herunterladen. Wir haben die Windows-Version heruntergeladen und installiert. Nach dem Aufruf des Programms wurde mittels eines Updates direkt auf die aktuellste Version upgegraded. Für die Darstellung im Data Center greift Sigma auf das Openstreetmap Kartenmaterial zurück, wodurch keine Karten gekauft bzw. kostenpflichtige Nutzungslizenzen erworben werden müssen.

Der Sigma ROX 7.0 GPS lässt sich auch ohne Sigma Data Center nutzen, allerdings ist dies kaum zu empfehlen. Für eine volle Nutzung des smarten Fahrradcomputers ist die Installation des Programms notwendig. Neben einer detaillierten Auswertung der getrackten Werte lassen sich mittels des Programms auch Strecken anlegen und auf das Gerät übertragen. Zusätzlich lassen sich individuelle Wegpunkte mit Notizen einbinden. Über die Bedienerfreundlichkeit des Programms lässt sich streiten – unseres Erachtens dürfte die Handhabung gerne etwas intuitiver und unkomplizierter sein.

Das Laden des Bike-Computers geschieht mittels des mitgelieferten USB-Verbindungskabels, Ladevorgang und Status werden auf dem Display angezeigt. Eine Gummiklappe schützt den USB-Port vor Schmutz und Wasser. Nach dem allerersten Einschalten des Sigma ROX 7.0 GPS Fahrradcomputers sind die üblichen Einstellungen wie Sprache oder Datum vorzunehmen. Unter einer Gummihaut stecken auch die vier Tasten, mit denen sich der ROX bedienen lässt. Die Tasten sind ausreichend dimensioniert, um auch mit Handschuhen bedient werden zu können.

Durch seine Größe von knapp 74 mm x 50 mm ermöglichte der Sigma ROX 7.0 GPS den Entwicklern die Realisierung eines 1,7 Zoll Full-Dot-Matrix-LCD Displays mit einer Auflösung von 160×128 Pixeln. Dank der wählbaren Kachelgrößen lassen sich die Werte je nach Einstellung ideal ablesen. Überzeugend ist auch die Darstellung bei direkter Sonneneinstrahlung. Für Fahrten im Dunkeln bietet der Fahrradcomputer eine Hintergrundbeleuchtung.

Der Empfang des GPS-Signals geht zügig und vor allem zuverlässig über die Bühne. Sobald das GPS Signal verfügbar ist, kann mit der Messung begonnen werden – hierzu muss der Start per Knopfdruck bestätigt werden. Selbst im Mittelgebirge war der Empfang des GPS Signals vorbildlich und ermöglichte somit eine lückenlose Aufzeichnung der gefahrenen Touren. Bei Stillstand stoppt das Gerät automatisch, womit sich auch realistische Trainingszeiten ergeben. Statusänderungen meldet der ROX durch ein Piepsen, welches sich allerdings lautlos stellen lässt.

Am Gerät selbst lassen sich alle Daten der Trainingseinheiten ablesen – das betrifft die aktuellen Werte ebenso wie vergangene. Für eine genaue Betrachtung der gefahrenen Tracks und Werte ist allerdings das Einlesen ins Sigma Data Center erforderlich. Dieses geschieht wie das Laden per USB-Verbindungskabel. Sowohl die textliche als auch die grafische Darstellung überzeugt. Auf ein Höhenprofil muss hierbei ebenso wenig verzichtet werden wie auf eine Kartenansicht. Vorbereite Tracks lassen sich per Data Center auf den Fahrradcomputer übertragen, womit auch eine spätere GPS Navigation möglich wird.

Die GPS Navigation ist erstaunlich genau und die Ablesbarkeit auch im Gelände gut. Zu bedenken ist hierbei allerdings, dass der Wegverlauf ausschließlich per Linie ohne Hintergrundgrafik dargestellt wird. Der Sigma ROX 7.0 GPS bildet im Gegensatz zum Data Center keine Karten ab. Lediglich bei Wegkreuzungen mit mehreren, naheliegenden Abzweigungen kann der weitere Wegverlauf etwas unklar werden. Allerdings meldet sich die Navigation nach mehreren Metern mit der Meldung, dass der Track verlassen wurde. Zu den weiteren Navigations-Funktionen zählen auch die zu erwartende Ankunftszeit und die Entfernung bis zum Ziel.

Die Bedienung des Sigma ROX 7.0 GPS erscheint anfangs etwas umständlich. Obwohl das Gerät nur vier Tasten besitzt, hangelten wir uns anfänglich etwas unbeholfen durch die Menüführung. Hier gilt: Übung macht den Meister! Nach einer „Einarbeitungsphase“ stellt die Bedienung keine Probleme mehr dar. Laut Sigma Sport soll der Akku 13 Stunden Betrieb ermöglichen, in unserem Test hielt der Akku zwischen 10 und 11 Stunden – für ausgiebige Tagestouren reicht das allerdings allemal. Das Aufladen geschieht sehr zügig, bei Mehrtages- Touren sollte unbedingt entweder ein USB-Netzteil oder eine USB-Powerbank mitgeführt werden.

Fazit Sigma ROX 7.0 GPS

Erstklassige Verarbeitung, Zuverlässigkeit und ein wirklich gelungenes Design kombiniert mit tollen Fahrradcomputer-Funktionen, GPS Navigation und STRAVA Anbindung: Der Sigma ROX 7.0 GPS ist sein Geld definitiv wert!

Produktdetails Sigma ROX 7.0 GPS

Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel: Die Gravel-Rakete im Test

Test: Die Gravel-Bewegung bringt mächtig Schwung in die Fahrradlandschaft! Nahezu jeder Bike-Hersteller führt in seinem Sortiment mindestens ein Gravel-Bike Modell – einige Hersteller wie Rose Bikes aus Bocholt halten sogar mehrere Modelle für den Crossover Spaß bereit. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen durften wir das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel peitschen.

Gravel ist hip – zweifellos aber auch eine Bewegung, die von vielen hartgesottenen Rennradfahrern mit Skepsis betrachtet wird. Klar ist, dass das Gravel-Bike den Spagat zwischen Straße und Gelände bewerkstelligen muss. Die Aberkennung des sportlichen Aspekts durch „ernsthafte“ Racer ist bei näherer Betrachtung absolut unhaltbar. Wieso mit einem Bereich Vorlieb nehmen, wenn einem eine ganze Reihe an Einsatzgebieten offen steht? Zumindest dann, wenn einem ein Rädchen wie das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel zur Verfügung steht!

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel ist das Pendant zum Rose Cyclocrosser XEON CDX Cross-3000. Beide Bikes verfügen über den gleichen High Modulus Aerospace Carbon Fibre Rahmen und die gleiche High Performance Disc Vollcarbon Gabel. Ebenfalls identisch zeigen sich die beiden Fahrräder im Bereich der Shimano Ultegra Schaltung und der Shimano BRRS-805 Scheibenbremse mit 160/140er Bremsscheiben. Unterschiede finden sich in erster Linie bei den verbauten Laufrädern, der Bereifung und dem Sattel.

So verfügt das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel über Disc-Laufräder aus eigenem Haus, breite Schwalbe G-One EVO 38c Schlappen und Selle Italia SLR Lite Flow Sattel. Standardmäßig ist die Gravel-Version länger übersetzt als der Cyclocrosser – wer in den Bergen beheimatet ist, sollte also eine kürzere Übersetzung wählen. Dank des sehr einfach zu bedienenden Rose Bike-Konfigurators stellt das kein Problem dar. Auch bei den anderen Komponenten bietet Rose attraktive Alternativen an. Mit nur wenigen Mausklicks lässt sich so das Custom-Made Traumbike zusammenstellen.

Die Verarbeitung des Carbon-Rahmens und der Carbon-Gabel ist absolut top. Beim Outfit hatten die Designer aus Bocholt bis jetzt immer ein feines Händchen, und auch das XEON CDX Cross-3000 Gravel wirkt wie aus einem Guss. Fast zu schön um das Gravel-Bike richtig einzusauen! Auf solche Sentimentalitäten und Schwärmereien konnten wir im Test natürlich keine Rücksicht nehmen. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen haben wir das XEON CDX Cross-3000 Gravel über die Straßen, Forstwege und Trails der Eifel gepeitscht.

Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel gehört zu der Kategorie Bikes, auf der man sich vom ersten Meter an wohlfühlt. Der steife Rahmen bietet enormen Vortrieb und Spurstabilität selbst bei hohen Geschwindigkeiten. Sogar bei knapp 80 km/h bergab vermittelt das XEON Gravel unglaubliche Sicherheit – von Unruhe oder Nervosität keine Spur! Souveränität, die sich auch beim Anbremsen und in Kurven bestätigt. Hier darf wirklich behauptet werden, dass das Rose Gravel-Bike liegt wie ein Brett.

Auf Asphalt gleitet das XEON regelrecht dahin, die Umsetzung der Muskelkraft in Vortrieb ist fantastisch. Ein Lob gebührt sicherlich auch den Schwalbe G-One EVO 38c Reifen, die ein gutes Rollverhalten mit Grip und Traktion kombinieren. Nicht nur auf Asphalt, sondern auch abseits des Teerbandes kommt mit dem Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel richtig Spaß auf. Jeden Ausflug auf unbefestigte Wege belohnt das Gravel mit einem Plus an Fahrfreude. Wir konnten es uns somit nicht nehmen lassen, auch MTB Trails unter die Räder zu nehmen.

Lenkkontrolle und Agilität wissen in jedem Terrain absolut zu überzeugen. Die sportlich-orientierte Sitzposition erlaubt trotz des sportiven Charakters weite und ausgedehnte Touren. Der Ritchey WCS Evomax Lenker liegt im wahrsten Sinne des Wortes richtig gut in der Hand. Großes Lob auch an die Scheibenbremsen, die bei bei jedem Tempo punktgenau und perfekt dosierbar ihre Arbeit verrichten. Mit der von uns kürzer gewählten Übersetzung lässt sich das XEON die Berge hoch knüppeln als gäbe es kein morgen.

Unterstützend agiert die verbaute Shimano Ultegra Schaltung. Die Gänge sitzen auf Anhieb, selbst viele Einsätze bei Schmuddelwetter konnten die Schaltperformance nicht schmälern. Erstaunlich ist auch die Performance der Schwalbe Bereifung – selbst auf matschigem Waldboden bauen die Reifen trotz des optisch harmlos wirkenden Profils unglaublichen Grip und mächtig Traktion auf. Im Kurvengrenzbereich verhält sich das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel sehr gutmütig. Einsetzende Drifts kündigen sich dezent an, wodurch der Rider entsprechend reagieren kann.

Fazit Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

Für nahezu jeden Spaß zu haben: Wieso also nur mit einem Einsatzbereich Vorlieb nehmen? Das Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel garantiert Fahrspaß auf höchstem Level, egal ob Asphalt, Schotter oder Waldwege. Hochwertige Verarbeitung, toll konstruierter Rahnen und erstklassige Komponenten begeistern ebenso wie die Fahrperformance auf ganzer Ebene. Was für ein geiler Hobel!

Produktdetails Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel

  • Verfügbare Größen: 51, 54, 57, 59 und 62 cm
  • Gewicht ohne Pedale: Etwa 8,6 Kilogramm (Gr. 54)
  • Preis: 2.499,00 Euro
  • Web: www.rosebikes.de

Datenblatt / Rahmengeometrie Rose XEON CDX Cross-3000 Gravel*

Rahmengröße

51cm 54cm 57cm 59cm 62cm

Sattelstützdurchmesser

27,2

27,2

27,2

27,2

27,2

empfohlene Schrittlänge (in cm)

73-78

79-83

84-88

89-93

94-98

A – Sitzrohrlänge

483

513

543

563

593

B – Oberrohrlänge (horiz.)

525

540

555

568

582

C – Steuerrohrwinkel

71,0°

71,5°

72,0°

72,0°

72,0°

D – Sitzrohrwinkel

74,0°

73,75°

73,5°

73,25°

73,0°

E – Radstand

1009

1017

1025

1035

1047

F – Vorderbau

591

600

607

618

629

G – Kettenstrebenlänge

425

425

425

425

425

H – Steuerrohrlänge

130

147

164

174

188

M – Stack

541

559

577

587

599

N – Reach

370

377

384

391

398

*Herstellerangaben

XLC Pedal PD-M12 Colour Edition: Das preisgünstige Flatpedal im Test

Test: Im hart umkämpften Segment preisgünstiger Flatpedals sticht das XLC Pedal PD-M12 alleine schon aufgrund der ansprechenden Optik heraus. Das zur Colour Edition Serie gehörende Produkt ist in sechs attraktiven Farben erhältlich und weiß trotz eines Preises von unter 50 Euro mit einer hochwertigen Verarbeitung zu überzeugen. Wir haben uns für einen Test das XLC Pedal PD-M12 an die Bikes geschraubt.

Getreu nach der Aussage des US-amerikanischen Autopioniers Henry Ford „Sie können einen Ford in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist“ agieren anscheinend auch viele Hersteller von Bike-Parts. Besonders im preisgünstigen Segment ist die Auswahl an guten Parts, die auch noch optisch etwas zu bieten haben, eher dürftig. Mit der Colour Edition Serie kontert XLC diesen Bereich konsequent mit einer breiten Produktpalette. Eines dieser Produkte ist das XLC Pedal PD-M12, welches wir für einen ausgiebigen Test an unsere Bikes geschraubt haben.

Der fließgepresste und CNC-bearbeitete Aluminiumkörper des XLC PD-M12 Pedals hat eine Auflagefläche von etwa 99 mm x 83 mm. Die Höhe des nicht-konkaven Pedals beträgt 13 mm, wobei der Bereich der Achse minimal höher ausfällt. Der sauber verarbeitete Käfig rotiert um eine CNC-gefertigte und gedichtete Achse aus CroMo. Für ein geschmeidiges Drehen sind Cartridge Lager verantwortlich. Montiert sind pro Seite und Pedal 13 auswechselbare Pins. Das Gewicht des Pärchens liegt bei 358 Gramm.

Obwohl die Pins nur 3 mm in die Höhe ragen, vermittelt das Pedal eine hohe Trittsicherheit. In ruppigen Passagen kann sich der Rider ebenso auf den guten Grip verlassen wie bei Nässe. Weder die nicht-konkave Bauform noch der leicht erhöhte Achsenbereich machen sich beim Fahren negativ bemerkbar – im Gegenteil, das Trittgefühl überzeugt. Beim Aufsetzen des XLC PD-M12 Pedals reduzieren die abgeschrägten Stirnflächen die Gefahr eines Hängenbleibens an Steinen oder Wurzeln.

Dank der offenen Gestaltung des Pedalkörpers bleibt der Grip auch bei Schlammschlachten erhalten. Druck und Power lassen sich selbst bei widrigen Bedingungen gut auf das Pedal transferieren. Natürlich zählen auch die inneren Werte: Abdichtung und Lager zeigen selbst nach einigen Wochen harten Einsatzes keine Verschleißerscheinungen. Die von Werk aus mit Schraubensicherung versehenen Pins waren zum Abschluss des Flatpedal-Tests vollständig vorhanden.

Fazit XLC Pedal PD-M12

Machen wir es kurz: Tolle Optik, sehr gute Funktion, überzeugender Grip, hochwertige Verarbeitung, ordentliches Gewicht – und das alles bei einem Preis von unter 50 Euro.

Produktdetails XLC Pedal PD-M12

  • Erhältlich in sechs unterschiedlichen Farben.
  • Gewicht Paar: 358 Gramm
  • Preis: 49,95 Euro
  • www.xlc-parts.com

PRISM Bremsschuhe im Test: Wie drückt der Schuh?

Mit der Untermarke PRISM bietet die Karlsruher BMX-Schmiede KHE unterschiedlichste Fahrradkomponenten im mittleren Preissegment an. Im Sortiment finden sich unter anderem Bremsschuhe mit verschiedenen Gummimischungen und somit auch Bremscharakteristiken. Für unseren Test haben wir uns die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 und die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 ans BMX geschraubt.

Auf der Suche nach PRISM Produkten führt bis auf wenige Ausnahmen nahezu kein Weg an dem Onlineshop von KHE Bikes vorbei. Die weltweit geschützte Untermarke von KHE gibt es bereits seit über 15 Jahren und richtet sich an BMX Rider, aber auch an MTB Dirt Jumper und Fixie Fahrer. Während für KHE Produkte eigentlich immer eigene Entwicklungen genommen werden, greift die Kultschmiede bei PRISM Komponenten auf vorhandene Werkzeuge zurück. Das Ziel der Karlsruher ist es, gute Produkte im mittleren Preissegment anbieten zu können.

Da die Bremsleistung von Bremsschuhen natürlich von diversen Faktoren abhängig ist, wollen wir Euch diese nicht vorenthalten. Getestet haben wir die Bremsschuhe bei trockenen Bedingungen im Bereich Old School BMX Freestyle. Bei der Bremse handelte es sich um eine Promax U-Brake aus Aluminium, gebremst wurde auf einer verchromten Felgenflanke. Besonders dem letzten Punkt muss besondere Beachtung geschenkt werden. Andere Konstellationen können ein völlig anderes Ergebnis bezüglich der Bremsperformance liefern!

PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70

Die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 werden von KHE Bikes als durchsichtige Bremsschuhe mit maximaler Bremswirkung angeboten. Der Bremsschuh kommt ohne Abdeckung und weist nur eine geringe Krümmung auf – auffallend ist die obere, etwas bauchige Kantenführung. Die Bremsfläche beträgt etwa 58 mm x 12 mm. Das Pärchen kostet 6,95 Euro und kommt mit speziellen Unterlegscheiben, die eine optimale Einstellung des Bremswinkels ermöglichen. Rollrichtung und Laufseite müssen bei der Montage nicht beachtet werden – die bauchige Seite sollte natürlich zum äußeren Felgenrand zeigen.

Mit der von KHE Bikes angegebenen „maximalen Bremsleistung“ hat die badische BMX Schmiede definitiv nicht übertrieben. Die transparenten Gummis packen selbst bei wenig Handkraft beherzt zu, bleiben dabei aber über den kompletten Bremsbereich sehr gut dosierbar. Kickturns oder Wheelies gehen richtig gut von der Hand, bei Front und Back Wheel Hops überzeugt der zuverlässige Grip. Kritik müssen sich die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 allerdings bei der Geräuschkulisse gefallen lassen – die lautstarken Bremsgeräusche sind auf Dauer etwas nervig.

PRISM Bremsschuhe lila /Y25

Mit einem komplett anderem Erscheinungsbild präsentieren sich die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 zum Preis von 4,95 Euro. Nicht nur farblich unterscheidet sich dieses Modell vom PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70, sondern auch vom Gesamtaufbau. Das schwarze Bremsgummi steckt in einer lila-farbigen Abdeckung und ist leicht gekrümmt. Auffallend ist die etwas längere, schlankere Ausführung. Bei der Montage muss die Rollrichtung und Laufseite beachtet werden – dank Aufdruck besteht keine Verwechslungsgefahr. Spezielle Unterlegscheiben gewährleisten auch bei diesem Bremsschuh eine ideale Bremswinkeleinstellung.

So unterschiedlich der Aufbau und die Optik, so verschieden auch die Bremseigenschaften. Bremsmanöver erfordern bedeutend mehr Handkraft – bezüglich der Bremsperformance können die PRISM Bremsschuhe lila /Y25 den PRISM Bremsschuhen transparent / P2 70 nicht das Wasser reichen. Dennoch gelingt das Tricksen mit dem farbigen Modell recht gut. Auf schnellen Tracks würden wir uns definitiv mehr Power wünschen. Was bei dieser Bremse heraussticht: Silence! Die Bremsschuhe geben auf der verchromten Felgenflanke keinen Laut von sich!

Fazit PRISM Bremsschuhe

Den Problemfall verchromte Felgenflanke meistern beide getesteten PRISM Bremsschuhe recht ordentlich. Die PRISM Bremsschuhe transparent / P2 70 bremsen stark wie ein Bär, äußern sich aber auch bezüglich der Lautstärke wie dieser. Das Modell Y25 hat weniger Biss, versieht dafür aber lautlos seinen Dienst. Unser Wunsch an KHE Bikes: Die Bremsleistung der P2 70 mit dem Flüsterton der Y25!

Web

www.khebikes.com

Bergamont Kiez Flow 2017: Das Dirtbike für Allrounder im Test

Test: Die Kiez Modelle der Hamburger Bikeschmiede Bergamont sprechen speziell Dirtbiker an. Charakteristisch für die Serie sind stabile Alu-Rahmen mit dirtspezifischer kompakter Geometrie sowie die Ausstattung mit praxisorientierten Parts. Das mit Schaltung ausgestattete Bergamont Kiez Flow, das wir im Test hatten, soll sowohl mit einem breiteren Einsatzbereich als auch einem niedrigen Preis punkten. Das perfekte Bike für Allrounder und Einsteiger also?

Das Bergamont Kiez Flow ist auf jeden Fall ein Hingucker! Der äußerst robust wirkende Rahmen kommt mit einer unübersehbaren neongelben Lackierung, die verbauten Parts fügen sich stimmig in das Gesamtbild ein. Bereits optisch lässt der Rahmen des Kiez Flow keine Zweifel an der Familienzugehörigkeit aufkommen. Die kompakte Geometrie mit den kurzen Kettenstreben und dem steilen Lenkwinkel verspricht auf den ersten Blick ein agiles Handling.

Tatsächlich orientiert sich die Geometrie des Kiez Flow an den anderen Kiez Modellen. Der Lenkwinkel von 69° und der Sitzwinkel von 73,5° bei Größe M sind nahezu identisch mit den Werten der Modelle Pro, 040 und Dirt. Unterschiede zeigen sich bei der Kettenstrebe, dem Radstand und dem Sitzrohr, die beim Flow – auch optisch – etwas länger ausfallen. Angeboten wird das Kiez Flow in fünf Rahmengrößen von S bis XXL.

Der zweifach konifizierte, T4/T6 wärmebehandelte Aluminiumrahmen vermittelt einen sehr souveränen Eindruck. Kompromisse müssen bei der Leitungsverlegung gemacht werden: Sämtlich Züge und Leitungen sind außen verlegt. Sollte bei einem Sturz das Schaltauge zu Schaden kommen, lässt sich dieses unkompliziert austauschen. Über Steckachsen verfügt das Kiez Flow nicht – hier finden herkömmliche Schnellspanner Verwendung.

Interessant ist natürlich auch der Blick auf die verbauten Parts – was erwartet den Käufer bei einem Preis von etwa 600 Euro? Ausgeliefert wird das Bergamont Kiez Flow mit einer Suntour XCM 26“ Federgabel mit 100 mm Federweg, Stahlfeder und einstellbarer Federvorspannung. Ebenfalls von Suntour stammt die XCT Kurbel mit drei Kettenblättern. In Verbindung mit der Shimano Acera Schaltung stehen dem Rider 24 Gänge zur Verfügung.

Auf eine hydraulische Scheibenbremse muss der Rider trotz des günstigen Preises nicht verzichten. Verbaut ist am Kiez Flow des Modelljahres 2017 laut Liste die Tektro Draco 2 mit 160 mm Bremsscheiben – unser Testbike kam allerdings mit der Tektro Auriga. Eindeutig in Richtung Urban und Dirt geht die Bereifung Maxxis DTH, die auf Laufräder aus eigenem Hause aufgezogen sind. Komplettiert wird das Bergamont Kiez Flow durch viele Bauteile der Hamburger Bikeschmiede.

Besonders mit Blick auf Federgabel und Schaltung sicherlich keine High-End Ausstattung, was zu diesem Preis allerdings auch utopisch wäre. Die Ausstattung drückt den Preis ganz klar nach unten, leider aber auch das Gewicht nach oben: Mit den von uns gemessenen 15,1 Kilogramm ohne Pedale ist das Bergamont Kiez Flow sicherlich kein Leichtgewicht! Umso gespannter waren wir auf den praktischen Teil des Tests.

Kompakte Geometrie, kurze Kettenstrebe und 26 Zoll Laufräder – was sich in der Theorie nach Spaß anhört, bewahrheitet sich auch beim Riden. Das Bergamont Kiez Flow ist unglaublich handlich und agil, schon auf den ersten Metern auf Asphalt verleitet das Bike zum Spielen und zu Tricks. Da lässt der nächste Pumptrack nicht lange auf sich warten. Das Kiez Flow liegt richtig gut in der Hand und der schmale Lenker unterstützt das Tricksen zusätzlich.

Wir mussten gar nicht erst auf den nächsten Singletrail abbiegen, um die größte Schwäche des preisgünstigen Dirt-Bikes auszumachen: Die Federgabel. Sicherlich tut sie das, was eine Federgabel tun sollte: Federn. Abträglich für den vollkommenen Fahrspaß ist allerdings das ungestüme Ausfedern. Nicht nur auf dem Trail, sondern auch beim Pushen auf dem BMX Track sorgt das Ausfederverhalten der Suntour Federgabel für lange Gesichter.

Die recht gut rollenden und zum Einsatzgebiet passenden Maxxis Reifen haben wir im Verlauf des Tests gegen All Mountain Reifen ausgetauscht. Gründe hierfür waren unsere recht raue BMX Piste und die Frage, ob das Kiez Flow auf dem Trail überzeugen kann. Das agile Handling sorgt auch abseits von Spots für mächtig Fahrspaß, wobei das Bike allerdings Fehler nur wenig verzeihen mag. Ruppige, schnelle Abfahrten erfordern ein kräftiges Händchen, um das unruhige Fahrverhalten im Zaum zu halten.

Nicht förderlich zeigt sich auch hier die Suntour Federgabel, die den Fahrer nur mäßig unterstützt. Die preisgünstige Shimano Acera Schaltung funktionierte recht zufriedenstellend und ohne größere Probleme. Überrascht waren wir tatsächlich von den Tektro Bremsen, die einen richtig guten Job machten – wie gesagt, man beachte die Preisklasse, in der sich das Bergamont Kiez Flow bewegt. Touren sind bedingt möglich, aber die Geometrie ist eindeutig für den Spaß auf Spots ausgelegt, weniger auf ausgiebige Ausfahrten.

Trotz des Gewichts von über 15 Kilogramm animiert das Bergamont Kiez Flow zum Jumpen – und das erstaunlich leichtfüßig. Das Bike „segelt“ richtig gut, lässt sich schön in der Luft manövrieren und in die Landung pressen. Wer nach dem Spaß auf dem Spot noch nach Hause radeln muss, ist für die Schaltung auf jeden Fall sehr dankbar. Wer tatsächlich weitere Touren mit dem preisgünstigen Dirtbike anstrebt, sollte zumindest über einen anderen Sattel nachdenken.

Fazit Bergamont Kiez Flow

Der Preis ist heiß – und erfordert Kompromissbereitschaft. Das Herzstück des Bergamont Kiez Flow Hardtails ist der Rahmen, der eine sehr gute Basis zum Aufrüsten bietet. Die Ausstattung erlaubt mehr oder weniger ein Abschweifen in andere Bereiche, jedoch mit Einschränkungen. Die größte Schwäche am Bergamont Kiez Flow sehen wir bei der verbauten Gabel. Das Bike eignet sich unserer Auffassung nach für Einsteiger, die zum Spot eine gewisse Strecke per Rad zurücklegen müssen oder sich noch nicht ganz sicher sind, wohin die Reise beim Biken gehen soll.

Produktdetails Bergamont Kiez Flow

Erhältlich in den Größen S bis XXL
Gewicht ohne Pedale: 15,1 Kilogramm
Preis: 629,00 Euro
http://www.bergamont.com/global_de/

Datenblatt / Rahmengeometrie Bergamont Kiez Flow*

S M L XL XXL
Seat tube length 330 mm 380 mm 420 mm 470 mm 510 mm
Top tube parallel 538 mm 550 mm 560 mm 573 mm 590 mm
Top tube horizontal 545 mm 560 mm 575 mm 590 mm 610 mm
Chainstay 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm 425 mm
Headtube length 105 mm 110 mm 115 mm 125 mm 145 mm
Head angle 68,5° 69° 69° 69° 69,5°
Seat angle 73,5° 73,5° 73,5° 73,5° 73,5°
BB orientation -40 -40 -40 -40 -40
Wheelbase 1051 mm 1061 mm 1076 mm 1092 mm 1108 mm
Standover height 691 mm 707 mm 720 mm 732 mm 759 mm
Stack 570 mm 576 mm 581 mm 590 mm 611 mm
Reach 376 mm 389 mm 403 mm 415 mm 429 mm

*Herstellerangaben

Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall: Darf es etwas Retro sein?

Produktcheck: Kein anderer BMX Reifen steht so für die 1980er Jahre wie der legendäre Comp III. Das außergewöhnliche Profil des Tioga/Mitsuboshi Reifens schrieb Geschichte – und gilt bis heute als das i-Tüpfelchen beim Aufbau eines Retro-BMX. Die Original-Pelle aus den 80er Jahren ist nicht nur rar und teuer, sondern eignet sich aufgrund ihres Alters leider auch nur noch bedingt zum Fahren. Wer seinem Retro-BMX oder Retro-BMX-Cruiser dennoch das perfekte Outfit verleihen möchte, dem stehen mit den Kenda Classic BMX Reifen sehr gute Alternativen zur Verfügung.

Bei unserer Suche nach einem adäquaten Reifen für Oldschool BMX Räder sind wir auf den Webshop von Sella-Berolinum (www.sella-berolinum.de) gestoßen. Das Portfolio des Versenders reicht von A wie Antrieb bis Z wie Zahnkränze. Besonders Liebhaber von Retro-Bikes sollten mal ein Blick in den Shop werfen – hier werden teilweise Produkte angeboten, die bei vielen großen Shops vergeblich gesucht werden. In unserem Fall handelte es sich um den Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall.

Im Sella-Berolinum Online-Shop ist der Kenda Classic BMX Reifen sowohl in 20“ als auch 24“ erhältlich – somit kommen auch Retro-Cruiser in den Genuss eines authentischen Reifens. Zur Auswahl steht beim 24er Reifen die Reifenbreite 1.75 (47-406) und 2.125 (57-507), 20 Zoll Fans müssen sich mit der Breite 1.75 (47-406) begnügen. Die Preise liegen bei geschmeidigen 10,00 bzw. 10,50 Euro für die 24“ Reifen und bei 11,50 Euro für den 20“ Schlappen. Das Gewicht der 24″x 2,125 Ausführung liegt bei etwa 805 Gramm.

Im Gegensatz zu den Originalen aus den 1980er Jahren verfügt der Reifen über Gumwall – und nicht über Skinwall. BMX Reifen mit Skinwall sind im Netz zwar nach wie vor erhältlich, aber wesentlich teurer. Wir haben den Kenda Reifen sowohl vorne als auch hinten in der Dimension 24″x 2,125 geordert. Die Verarbeitungsqualität des sehr preisgünstigen Reifens kann absolut überzeugen – und die Optik begeistert sowieso. Der Kenda Classic BMX Reifen lässt sich gut aufziehen und rotiert sauber.

Bei der Montage des Reifens im Comp III Design muss keine Laufrichtung beachtet werden, da das Profil keine bestimmte Ausrichtung erfordert. Ebenfalls nicht unterschieden wird zwischen Vorder- und Hinterrad. Beim 24“ BMX Old School Cruiser bietet sich die Möglichkeit, wie in den 1980er Jahren üblich vorne einen breiteren und hinten einen schmaleren Reifen zu fahren. Das sorgt für ein Plus an Grip vorne und weniger rotierende Masse am Hinterrad für eine bessere Beschleunigung.

Der Classic Reifen von Kenda vermittelt ein sehr gutes Fahrgefühl und Sicherheit. Die Reifen im Comp III Design sind zwar nicht außerordentlich leicht, bieten aber eine gelungene Kombination aus Haftung, Bremsleistung und Rollverhalten.  Nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf staubigen Pisten und Rampen überzeugt der Reifen mit einem guten Grip – schnelle Runden auf dem BMX Race Track machen mit der Pelle ebenso Laune wie Old School Trick-Sessions im Skatepark. Wir würden sagen: Läuft!

Fazit Kenda Classic BMX Reifen

Die Kenda Classic BMX Reifen mit Gumwall versprühen den Charme der 1980er Jahre und sind beim Aufbau eines Retro-BMX das Tüpfelchen auf dem i. Dank des kleinen Preises dürften die Reifen der kleinste Kostenpunkt beim Aufbau des Traumbikes sein. Wer nicht unbedingt Wert auf einen Skinwall Reifen legt, ist mit dem Kenda Classic sehr gut bedient.

BMX Old School Tricks – How To: Kickturn

Der Kickturn ist ein sehr beliebter BMX Old School Trick der 1980er Jahre. Ausführen lässt sich dieser Trick fast überall, sofern irgendetwas Rampen-ähnliches vorhanden ist. Dies kann sowohl eine Rampe als auch ein an eine Treppe gelegtes Brett sein. Der Kickturn lässt sich ebenfalls hervorragend an einem Erdwall ausführen, wenn dieser einen festen Untergrund bietet – eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Im Grunde geht es bei dem Trick darum, das Vorderrad in die Luft zu ziehen und um 180 Grad zu drehen. Das Hinterrad bleibt hierbei am Boden. Der Kickturn bietet verschiedene coole Ausführungsvariationen. So lässt sich der Trick beispielsweise wunderbar in Kombination mit einem One-Footer oder X-up ausführen. Den One-Footed X-Up Kickturn hat RL Osborn salonfähig gemacht, weshalb diese Kombi gerne auch Osborn genannt wird.

BMX Old School Tricks – How To: Kickturn

In leicht gebeugter, aktiver Position mit mittlerer Geschwindigkeit gerade auf die Rampe zufahren.

Bike rollen lassen. Der Blick gilt der oberen Kante.

Kurz bevor das Vorderrad die obere Kante erreicht leicht in die gewünschte Drehrichtung einlenken. Den verbleibenden Schwung nutzen um das Vorderrad in die Luft zu ziehen. Finger befinden sich am Bremshebel der Hinterradbremse.

Darauf achten, dass das Hinterrad nicht über die obere Kante rollt. Körper in Drehrichtung kippen und dabei den Lenker mitziehen. Wichtig ist das geschmeidige Zusammenspiel zwischen Koordination, Drehbewegung, seichtem Pedaldruck und leichtem Betätigen der Hinterradbremse.

Die Drehbewegung fortsetzen. Es gilt nach wie vor das Zusammenspiel zwischen Koordination, Drehbewegung, seichtem Pedaldruck und leichtem Betätigen der Hinterradbremse.

Wenn die Drehung fast abgeschlossen ist, das Absenken des Vorderrades einleiten – hierbei leicht, aber noch nicht komplett die Bremse lösen. Druck auf das Pedal leicht erhöhen – aufpassen, dass das Bike nicht überdreht wird.

Vorderrad vollständig absenken und Bremse komplett lösen.

Zurück zur Übersicht BMX Old School Tricks

Achtung: Der Artikel dient nur zur Erklärung des Tricks und ersetzt weder Fahrlehrer noch Bike-Schule. Das Nachmachen erfolgt daher auf eigenes Risiko!

Werkstatt: Unter Spannung! Montage BMX / Cruiser Kettenspanner

Wie ärgerlich! Genussvoll ein paar Tricks mit dem BMX Cruiser auf’s Parkett gelegt – und dann das: Das Hinterrad hat sich verkantet und blockiert im wahrsten Sinne des Wortes den weiteren Fahrspaß. Bei horizontalen Ausfallenden ist diese „Panne“ leider keine Seltenheit. Abhilfe versprechen hier sogenannte Kettenspanner wie der Clatch Kettenspanner 14mm / P3 20“.

Gegen ein Verrutschen des Hinterrades hilft im Normalfall nur bloße Gewalt. Nicht selten werden die Hinterradachsenmuttern von vielen Ridern deshalb bis zum Bluten der Arme angeknallt. Doch es geht auch wesentlich feinfühliger und materialschonender. Bereits in den 1980er Jahren wurden von BMX Fahrern die Kettenspanner von Omas Hollandrad genutzt. Eine Lösung, die angesichts der fetten Ausfallenden moderner Alu-Rahmen und 14 mm Achsen leider so nicht mehr funktioniert. Also Finger weg von Omas gutem Stück!

Eine ideale Lösung haben wir im Webshop von KHE Bikes gefunden. Der Clatch Kettenspanner 14mm / P3 20“ gleicht vom Aufbau den altbewährten Kettenspannern, besteht zum überwiegenden Teil aus Aluminium und ist für 14 mm Achsen ausgelegt. Die Stahlschraube zum Feststellen und Kontern verfügt über eine selbstsichernde Mutter, die eine zuverlässige Fixierung gewährleistet. Die gegen das Ausfallende drückende Auflage des Kettenspanners ist breit dimensioniert und erlaubt so die unkomplizierte Montage an modernen Alu-Rahmen. Langlöcher bieten zudem eine perfekte Anpassung und Ausrichtung.

Die Montage des Kettenspanners gestaltet sich denkbar einfach. Zuerst Muttern und Unterlegscheiben der Hinterradachse entfernen – Laufrad im Rahmen belassen. Im nächsten Schritt den Kettenspanner auf die Achse schieben, die Führung muss zur Achsenmitte ausgerichtet sein. Danach die Unterlegscheiben und Muttern der Achse platzieren und ganz leicht mit der Hand anziehen. Mit den Muttern der beiden Kettenspanner das Hinterrad mittig ausrichten, dabei unbedingt auch auf die Kettenspannung achten. Wenn alles passt: Achsenmutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.

Erhältlich ist der Clatch Kettenspanner 14mm / P3 20“ im KHE Bikes Online-Shop zum Preis von 4,95 Euro pro Stück. Wir empfehlen die Montage des Kettenspanners an beiden Seiten (links und rechts).

Alle Angaben dienen nur als Information und ersetzen nicht die Fach-Werkstatt! Aus diesem Grund übernehmen wir keine Haftung für Personen- oder Sachschäden!