Rose Uncle Jimbo 3 Enduro Bike im Test

Test: Eines kann man Rose wirklich nicht vorwerfen: Stillstand! Für das Modelljahr 2015 wurde das beliebte und bewährte Enduro Bike Uncle Jimbo von den Bocholtern komplett überarbeitet. Beim 2016er Modell zeigt sich die Änderung zum Vorjahresmodell dagegen im Detail – doch alles zu seiner Zeit!

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Für unseren Test stand uns das letztjährige Rose Uncle Jimbo 3 zur Verfügung. Wir hatten das Vergnügen, das potente 2015er Enduro über mehrere Wochen auf Trails in der Eifel und in Südfrankreich ausgiebig quälen zu dürfen. Die Ausstattung des Bikes vermochte uns von Anfang an ebenso zu begeistern wie die feine Optik. Wo wir gerade bei der Optik sind: Besonders in Frankreich ernteten wir – also vielmehr Rose – höchstes Lob für das gelungene Finish!

Die Ausstattung wurde dem Einsatzgebiet entsprechend gut ausgewählt. An der Fox 36 Talas Fit RC2 mit 160mm Federweg und Steckachse gibt es sicherlich ebensowenig auszusetzen wie am Fox Float X CTD Dämpfer und der 11-fach SRAM X01 Schaltung. Höchste Funktion und Zuverlässigkeit sprechen für diese – zugegebenermaßen – nicht ganz preisgünstigen Parts. Bei den weiteren verbauten Komponenten gibt sich Rose ebenfalls keine Blöße.

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So gehört beispielsweise eine Rock Shox Reverb Stealth Vario-Sattelstütze mit 125 mm Verstellbereich und Fernbedienung zum Gesamtpaket des Rose Uncle Jimbo 3. Für den ordentlichen Antrieb ist das leichte e*thirteen TRSr Crankset mit 32 harten Zähnchen verantwortlich. Selbstverständlich rollt das Bike ab dem Modelljahr 2015 auf modernen 27,5 Zoll Laufrädern, in unserem Fall Mavic Crossmax Enduro WTS LTD.

Das Rose Uncle Jimbo 3 Enduro Bike besticht mit einer unglaublich ausgewogenen Geometrie, die sowohl beim Uphill als auch beim Downhill ihre Stärken ausspielen kann. Der flache 66° Lenkwinkel und der vergleichsweise lange Radstand bescheren dem Rider in Kombination mit den 27,5“ Laufrädern satte Laufruhe und mächtig Fahrsicherheit. Ruppige Passagen bügelt das perfekt ansprechende Fahrwerk gnadenlos platt.

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An Handlichkeit und Wendigkeit büßt das Bike dabei in keinster Weise ein. Schnelle Corner lassen den „Onkel“ ebenso kalt wie anspruchsvolle Trailpassagen, in denen das Bike gefühlvoll um die Bäume gezirkelt werden muss. Die Anlenkung des Viergelenkers ist top, die Muskelkraft wird nahezu verlustfrei in Vorwärtsbewegung umgesetzt. Beim Uphill und beim Touren macht sich zudem der relativ steile Sitzwinkel positiv bemerkbar.

Eine zweigeteilte Meinung haben wir zu der Bereifung. Auf den steinigen und staubtrockenen Trails in der Provence überzeugten die Mavic Reifen mit einem sehr gutem Rollwiderstand und Grip. Anders sah es allerdings bei uns in der Eifel bei Schlamm und Matsch aus! Während der Crossmax Charge 27,5 x 2.4 Vorderradreifen noch punkten konnte, stießen wir mit dem Crossmax Roam XL 27,5 x 2.2 Hinterradreifen an seine bzw. unsere Grenzen.

Und was gibt es Neues in 2016? Um das Klappern der innenverlegten Züge zu reduzieren, wurde beim 2016er Modell ein neuer Zugeingang entwickelt, der die Züge im Rahmen unter Spannung setzt. Beim neuen Zugeingang werden die Züge am oberen Rahmeneintritt sowie unter dem Tretlager geklemmt. Ein weiterer Vorteil der neuen Technologie soll eine bessere Umschlingung der Züge um das Steuerrohr sein.

Fazit Rose Uncle Jimbo 3

Auf der Suche nach dem idealen Enduro Bike sollte das Rose Uncle Jimbo 3 definitiv in die engere Wahl gezogen werden – egal ob 2015er oder 2016er Modell! Die hochwertige, praxisorientierte Ausstattung und das richtig gut funktionierende Fahrwerk überzeugen sowohl abfahrtsorientierte Rider als auch Tourenbiker. Mit dem Konfigurator lässt sich das Bike zudem vorab individuell anpassen.

Produktdetails Rose Uncle Jimbo 3

  • Erhältlich in den Größen: S, M, L und XL
  • Federweg: 160/165 mm (Front/Heck)
  • Ausführungen: Matt-Black/Green-Blue (Testbike), Raw Finish/Silver
  • Gewicht ohne Pedale: 13,9 Kilogramm (Rahmengröße M)
  • Preis: 4102,00 Euro (ursprünglicher Preis Modell 2015)
  • www.roseversand.de

Rose Soulfire 2 (2015): Der 26” Freerider im Test

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Test: Konsequent treibt Rose die Modellanpassung der MTB-Flotte von 26 auf 27.5 Zoll Laufräder voran. Im Bereich XC bis Enduro rollen die Rose Bikes bereits auf den größeren Laufrädern. Das Rose Soulfire, welches wir über mehrere Monate im Test hatten, rollt – zumindest noch – auf 26 Zoll Laufrädern.

Entgegen unserer sonstigen Tests fangen wir diesen Bericht nicht mit der Einleitung, sondern mit dem Schluss an. Den Grund hierfür schulden wir der Tatsache, dass das Soulfire 26“ – ohne jetzt pathetisch klingen zu wollen – in dieser Form das Letzte seiner Art sein wird. Wir waren im Test von den Leistungen und der Spielfreude des Bikes so angetan, dass wir uns kaum vorstellen können, dass dieses Bike noch irgendwie verbessert werden kann, ohne auf der anderen Seite irgendwelche Kompromisse eingehen zu müssen. Unser Tipp vorweg: Wer einen Freerider sucht, der Agilität, Verspieltheit und Laufruhe mit sehr guten Toureneigenschaften kombiniert, sollte beim diesjährigen Rose Soulfire zuschlagen!

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Mit dem Rose Soulfire 2 erhält der Rider ein Bike, das auf der Abfahrt liegt wie ein Brett. Die sensiblen 185 mm Federweg des Hecks saugen sich regelrecht auf der Piste fest, egal wie rau und ruppig es zugeht. Harmonisch zeigt sich in diesem Zusammenhang das Zusammenspiel mit der Suntour Durolux, die mit einer 20 mm Steckachse und schluckfreudigen 180 mm Federweg aufwarten kann. Agil lässt sich das Bike um die Ecken manövrieren und erfreut den Rider mit einer unglaublichen Verspieltheit. Die Gutmütigkeit des Fahrwerks erlaubt scharfes Fahren am Limit, das Fahrwerk bietet diesbezüglich ausreichend Reserven. Den Druck auf die Pedale wandelt das Bike „gnadenlos“ in Vortrieb um.

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Die Lenkzentrale des Rose Bikes gefällt uns sehr gut. Die Vorbaulänge und die Lenkerbreite sind perfekt gewählt. Das Bike folgt unverzüglich jeder Anweisung des Bikers. Ein weiteres Element, wo sich das Bike samt Rider pudelwohl fühlen, ist die Luft. Jumps machen mit dem Soulfire mächtig Laune, das Bike bleibt stabil und lässt sich in der Luft fantastisch dirigieren. Eine weitere Stärke des Rose Soulfire sind Touren. Sicherlich bietet das Bike nicht die Leichtfüßigkeit einer Marathonfeile, aber der Rider kommt zum Ziel – und das überraschend entspannt. Die zwei Kettenblätter vorne, die Rock Shox Reverb Stealth Vario-Sattelstütze mit einem Einstellbereich von 125 mm und die recht zentrale Sitzposition tragen ihren Teil zur Tourenfreudigkeit des Bikes bei.

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Die Parts des Rose Soulfire 2 können sich durchaus sehen lassen. Zur Grundausstattung gehören unter anderem Spank Spoon Laufräder, Formula T1 Bremsen mit 203 mm Bremsscheiben sowie ein Rock Shox Vivid Air Dämpfer. Für präzise Schaltvorgänge ist ein Shimano XT/SLX Schaltungs-Mix verantwortlich, für die Kraftübertragung ist das Race Face Respond mit Bashguard zuständig. Grip auf den Trails garantiert der Hans Dampf Evo SnakeSkin in 26x 2.35 aus dem Hause Schwalbe. Wie immer steht es dem Käufer auch beim Rose Soulfire frei, das Bike nach seinen Vorlieben zu konfigurieren. Bei uns brachte das Bike in der Größe M ohne Pedale 15,5 Kilogramm auf die Waage – das entspricht genau der Herstellerangabe.

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Fazit

Trotz der sehr guten Vorstellung des Rose Soulfire 2 bleibt nur wenig Zeit zur Freude. Wie bereits erwähnt: Wer einen Freerider sucht, der Agilität, Verspieltheit und Laufruhe mit sehr guten Toureneigenschaften kombiniert, sollte jetzt zuschlagen! Applaus, Applaus!

Produktdetails

 

Centurion: Das No Pogo 800.27 im Test

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Test: Immer mehr Hersteller setzen bei ihren Enduros und All Mountain Bikes auf die laufruhigen 650B Laufräder. Seit der Modellsaison 2014 rollt auch das Centurion No Pogo auf dem neuen Laufradmaß 27,5 Zoll.

Die Geschichte des No Pogo begann bereits im Jahre 1996. Die permanente Weiterentwicklung des Bikes in den vielen Jahren machte auch vor der neuen Laufradgröße nicht Halt. 145 mm Federweg am Heck und die SR Suntour Epicon Federgabel mit 150 mm Federweg sollen beim Modell 2014 für maximalen Fahrspaß und Fahreffizienz sorgen. In der Rahmengröße 41 drückt das Bike mit 13,9 Kilogramm auf die Waage – ohne Pedale. Erhältlich ist das Centurion No Pogo 800.27 in vier Größen (41, 46, 51 und 56 cm) zu einem Preis von 2149 Euro.

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In unserem Test präsentiert sich das farblich stimmige Centurion als sehr agiles und handliches Bike. Willig folgt das All Mountain Bike jeder Lenkbewegung. In engen Kehren überzeugt das Handling ebenso wie bei schnellen Lastwechseln. Das No Pogo 800.27 zeigt sich sehr spurstabil und punktet auch bei hohem Tempo mit Laufruhe. Der antriebsneutrale Hinterbau sorgt für ein gutes und schnelles Vorankommen sowohl am Berg, als auch beim Beschleunigen aus Kurven.

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Die drei montierten Kettenblätter bieten dem Rider einen sehr breiten Übersetzungsbereich. Steile Uphills stellen somit genauso wenig ein Problem dar wie schnelle abschüssige Strecken. Das unkomplizierte Fahrverhalten des Bikes bestätigt sich auch auf der Abfahrt. Die Fahrwerksabstimmung mit den Komponenten verschiedener Hersteller ist den Entwicklern gelungen, lediglich auf schnellen ruppigen Abfahrten könnte das Gesamtpaket für unseren Geschmack noch einen Tick feinfühliger agieren.

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Auf dem Spot zeigt sich das Centurion beim Jumpen etwas kopflastig, lässt sich ansonsten aber wunderbar in der Luft dirigieren. Mit seinem Fahrverhalten deckt das Centurion einen vielseitigen und anspruchsvollen Einsatzbereich ab. Die Sitzposition ist sportlich komfortabel und erlaubt auch weite Touren. Dank der Vario-Sattelstütze mit einem Verstellbereich von 125 mm ist die optimale Sattelhöhe schnell und unkompliziert eingestellt. Um dabei nicht die Hand vom Lenker nehmen zu müssen, würden wir uns allerdings einen Remote-Hebel wünschen.

Fazit

Das Centurion No Pogo 800.27 überzeugt mit einem äußerst unkomplizierten Fahrverhalten und deckt zugleich einen sehr vielseitigen Einsatzbereich ab. Ein All Mountain Bike für die Tour in den Alpen als auch für die schnelle Feierabendrunde.

Produktdetails

Rose Psycho Path 2 – Test – Grenzüberschreitung!

Die Bezeichnung ist natürlich großes Kino: Psycho Path! Obwohl die Wörter getrennt geschrieben werden, ist doch eine leichte (und wie wir vermuten gewollte) Zweideutigkeit nicht von der Hand zu weisen. Irritierend wie die Bezeichnung, gestaltet sich auch der Eindruck von dem Bike während des Tests. Dabei war vorab war doch eigentlich alles klar! In der Rubrik „Cross Country / Race“ geführt, werden durch die Einstufung ganz klare Grenzen aufgezeigt! Grenzen, die während des Tests allerdings immer mehr verschwammen!

Für den Test lag uns das aktuelle Rose Psycho Path 2 vor. Die Serie „Psycho Path“ umfasst drei Bikes, wobei das Psycho Path 2 in der goldenen Mitte angesiedelt ist. Das Bike ist für 1849 Euro in drei Größen erhältlich und drückt in der Größe S mit 9,8 Kilogramm auf die Waage – ohne Pedale! Die Standardausstattung des Bikes kann sich sehen lassen, eine individuellere Ausstattung ist bei Rose mit dem Bike Konfigurator ohne Probleme möglich. Wir haben angesichts der guten Standardausstattung jedoch auf Änderungen verzichtet.

Um den Carbon Rahmen tummeln sich hochwertige Komponenten, die zu Weihnachten auf so manchem Wunschzettel stehen: Rock Shox Reba RLT Solo Air Federgabel mit 100 mm Federweg, Formula RX Scheibenbremsen mit 180 mm Bremsscheibe vorne und 160 mm Bremsscheibe hinten, DT Swiss X 1600 Spline 26″ Laufräder, Shimano XT Schaltwerk und Umwerfer, Shimano XT Tretlager, Schwalbe Thunder Burt Evo 26×2.1 Bereifung sowie Easton Parts, um nur einen kleinen Überblick zu gewinnen!

Dem Namen entsprechend haben wir das Psycho Path über unsere Psycho Trails in der Eifel gejagt. Hier findet sich alles, was das Mountainbiken so liebenswert macht: Wurzeln, Steine, technische Trails, kernige Uphills und höllenschnelle Abfahrten. Desweiteren haben wir mit dem Rose Bike noch etliche Kilometer auf Asphalt zurückgelegt. So unterschiedlich auch die Gegebenheiten waren, wir müssen zugeben, dass wir mit dem Psycho Path in allen Bereichen einen Höllenspaß hatten!

Die entspannte Sitzposition ermöglicht nicht nur angenehmes Touren, sondern bietet auch ein gutes Fahrgefühl. Der breite Lenker und der kurze Vorbau sind eher untypisch für den Bereich XC, bescheren dem Bike aber eine unglaubliche Fahrkontrolle. Das Bike reagiert sehr direkt auf jede Lenkbewegung und lässt sich zielsicher wendig um die Ecken lenken. Die Spritzigkeit des Bikes zeigt sich auch beim Sprint. Ohne Übertreibung darf wirklich behauptet werden, dass das Rose „abgeht wie ein Zäpfchen“!

Die Schaltung arbeitet einwandfrei und trägt ihren Teil dazu bei, dass das Bike in allen Fahrsituationen perfekten Vortrieb bietet. Sehr angetan sind wir auch von den Abfahrtsqualitäten des Rose Bikes. Mit Höchsttempo ins Tal rasen bereitet mit dem sehr ruhig liegenden Bike höchsten Fahrspaß, selbst auf ruppigen Abfahrtspisten weiß das Psycho Path zu begeistern. Das Bike lässt sich schön in die Kurven dirigieren und fantastisch wieder heraus beschleunigen. Fast könnte man meinen, auf einem Dual Bike unterwegs zu sein!

Der Schwalbe Thunder Burt rollt zwar verdammt gut, aber im Fun Bereich und für mehr Reserven würden wir eher den Nobby aus gleichem Hause vorziehen. Wie bei allen Rose Bikes besticht auch das Psycho Path mit einer sehr guten Verarbeitung sowie innenverlegten Zügen. Unser Fazit: Das Rose Psycho Path 2 ist ein richtig geiles Bike, welches Agilität und Wendigkeit auf höchstem Niveau bietet. Das Bike von Rose begeistert mit mächtig viel Fahrspaß, definitiv weit über den Bereich XC hinaus! Grenzüberschreitung garantiert!

Mehr Infos unter www.roseversand.de

Rose Granite Chief 1 27,5″ 2014 – Test – Wer ist der Chef auf dem Trail?

Test: Mit dem Granite Chief ist dem Versender Rose aus Bocholt vor einigen Jahren ein großer Wurf gelungen. Rose blieb aber trotz guter Kritiken nicht untätig! Das beliebte All-Mountainbike wird seit dem Erscheinen der ersten Generation ständig weiterentwickelt und verbessert. Waren die Veränderungen bis letztes Jahr meist sehr unscheinbar, hebt sich das Modell 2014 deutlich von den Vorgängern ab. Die 27,5 Zoll Laufräder sehen nicht nur relativ „big“ aus, sondern erforderten auch eine Anpassung des Rahmens wodurch ebenfalls die Charakteristik des Bikes geändert wurde. Doch der Reihe nach…

Normalerweise würden wir an dieser Stelle auf den Versand und die individuelle Konfiguration des Bikes eingehen. Wir können uns an dieser Stelle nur wiederholen: Der Versand erfolgte mal wieder sehr schnell und das Bike war sehr gut vormontiert. Seit Jahren kennen wir das von Rose nicht anders und hoffen, dass sich das auch nicht ändern wird! Aufgebaut ist das Rose Granite Chief 1 in der Serienkonfiguration mit einer Rock Shox Sektor Gold SoloAir mit 150 mm Federweg und einer 15 mm Steckachse. Die 145 Millimeter Federweg am Heck hält ein Rock Shox Monarch RT3 Dämpfer im Zaum.

Eine runde Sache sind im wahrsten Sinne des Wortes die DT Swiss M 1900 Spline Laufräder und die Gummis von Continental, die auf den Namen Mountain King II hören – wie gesagt alles in 27,5 Zoll. Wie es sich für ein All-Mountainbike gehört sind vorne drei Kettenblätter moniert, für die Gangwechsel zeichnet sich Shimano Deore verantwortlich. Das klappt, das funzt, super! Für die Zähmung des Chiefs bei jedem Speed sorgt die Formula C1 Bremse. Vorne sind 203 mm und hinten 180 mm Bremsscheiben verbaut. Der Race Face Ride Lenker mit einer Breite von 710 mm ist für den gedachten Bereich AM gut gewählt.

Für 1649 Euro bekommt der Biker somit ein gut geschnürtes Paket, was aber etwas auf die Waage drückt. Mit Pedale kommt das Bike an die 14 Kilogramm Marke, nicht wenig für ein AM! Das Rose Granite Chief 1 ist in den Größen S bis XL erhältlich, farblich bieten sich die beiden Variationen dark-grey/matt-black und anodized black. Natürlich verlaufen die Züge auch beim Modell 2014 innenliegend, was für eine aufgeräumte Optik sorgt. Das Rose Granite Chief weist gegenüber dem Vorgängermodell eine andere Geometrie und Kinematik auf. Der Hinterbau ist weniger progressiv, die Kennlinie linearer.

Auf dem Trail agiert das Fahrwerk des Chiefs sensibel und überzeugt beim Uphill ebenso wie auf der Abfahrt. Die gute Traktion sorgt für steten Vorwärtsdrang auch auf ruppigem und losem Untergrund. Durch das Gewicht des Bikes sollte der Rider allerdings keine Bestzeiten voraussetzen. Bergab bügelt das Granite Chief den Trail regelrecht platt, das Fahrwerk besticht mit feinstem Ansprechverhalten. Die Ingeneure haben ganze Arbeit geleistet, trotz der geringeren Progression neigt das Chief nicht zum Durchschlagen. Für Rider, die ein progressives Fahrwerk bevorzugen, ist das Chief allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

27,5 Zoll Laufräder bieten ein besseres Rollverhalten als 26 Zöller und ein agileres Lenkverhalten als die 29er. Diese Eigenschaften machen sich auch am Granite Chief bezahlt. Wendig und agil lässt sich das Granite Chief über kurvenreiche Trails jagen. In engen Kurven verlangt das Bike jedoch etwas Nachdruck. Hohes Tempo lässt das Bike samt Rider kalt. Der tiefe Schwerpunkt sorgt zudem für ein sicheres Fahrgefühl, die Kehrseite der Medaille ist jedoch die schnell aufsetzende Pedale, besonders in Hanglage. Die Gesamtperformance der Reifen ist gut, nur bei widrigen Bedingungen zeigen die Contis Schwächen.

Wer der Chef auf dem Trail ist hängt immer noch von einem selber ab, Rose gibt dem Rider mit dem Granite Chief allerdings ein gutes Werkzeug in die Hand. Der Allrounder begeistert mit guten Fahreigenschaften und bereitet mächtig viel Spaß auf dem Trail. Das Rose Granite Chief ist ein auf die breite Masse zugeschnittenes Bike, welches seine Stärken besonders bei Touren im anspruchvollen Terrain ausspielen kann. Die Standardkomponenten sind gut gewählt, können aber bei der Bestellung individuell angepasst werden. Für Racer und Enduro Biker bietet sich das etwas potentere Uncle Jimbo aus gleichem Hause an.

Mehr Infos unter www.roseversand.de

Rose Verdita Green 8 (2013) – Das AM-Ladybike im Test

Wie kontinuierlich bei Rose die Bikes weiterentwickelt werden, zeigt sich uns mit dem Rose Verdita Green 8 des Jahres 2013, welches wir gerade im Test hatten. Kaum haben wir den Test des Ladybikes abgeschlossen, steht schon das Rose Verdita Green 2014 in den Startlöchern. Dennoch wollen wir euch den Test der Verdita Green 8 von 2013 natürlich nicht vorenthalten.

Die Verdita Green Serie wendet sich an Bikerinnen, die ein AM Bike suchen, welches speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgelegt ist. Dazu zählt nicht einfach nur die Montage eines Lady-Sattels oder das Design des Bikes. Leider gibt es immer noch Hersteller, die hinter vorgehaltener Hand meinen, dass das reichen würde. Von entscheidender Bedeutung ist die Geometrie des Bikes. Dementsprechend kann auch nur eine Frau den Fahrtest der Verdita durchführen, um ein aussagekräftiges Urteil fällen zu können.

Bevor wir unsere Testfahrerin auf die Piste geschickt und über die Trails gejagt haben, mussten natürlich erst die Fakten zusammengetragen werden. Die von uns getestete Verdita Green 8 steht an der Spitze der Hierarchie der Verdita Green Serie. So verwundert es natürlich nicht, dass die Verdita Green 8 mit allerlei feinen Komponenten ausgestattet ist. Die Federgabel Fox 32 Talas CTD Remote FIT 150 mit 15 mm Steckachse und Kashima Beschichtung passt natürlich ebenso schön und gut ins Bild wie die spektakulär aussehenden Crank Brothers Iodine 3 Laufräder.

Der Fox Float CTD Dämpfer mit Kashima Beschichtung ist wie die Federgabel vom Lenker aus bedienbar. Auf eine Vario-Sattelstütze sollte kein All Mountain Bike heutzutage verzichten. Diese nützliche Komponente ist auch an der Verdita Green 8 verbaut. Genauer gesagt handelt es sich um die Kind Shock LEV mit 125 mm Travel, die ebenfalls vom Lenker aus bedienbar ist. Der Blick auf die vielen Leitungen und Züge am Lenker erinnert schon fast an ein Motorrad. Eine aufgeräumte Optik bietet die Verdita dank der durch den Rahmen verlaufenden Züge dennoch.

Erstaunlich ist, wie schnell unsere Testerin mit der Verdita klar kam. Die anspruchsvollen Trails in der Eifel, mit vielen Abfahrten und Steigungen, boten natürlich beste Testbedingungen. Wurzeln, Steine und das widrige Wetter steuerten ihren Teil dazu bei, dass die Bedingungen perfekt waren. Ein Terrain, wo die Verdita mit ihren 150 Millimeter Federweg ihre Stärken ausspielen und beweisen konnte. Bergauf überzeugt der Hinterbau ebenso wie bergab. Das Grinsen und die leuchtenden Augen unserer Testerin sprachen Bände.

Die Schwalbe Hans Dampf Reifen passen perfekt zur Verdita. Der Reifen ist voluminös, bietet mächtig Grip, Traktion und Bremsstabilität. Vorteile, die nicht mit einem hohen Rollwiderstand erkauft werden. Höchste Qualität und Funktion erwartet die Bikerin auch mit der SRAM X0 Schaltgruppe samt Tretlager. Die 30 Gänge sitzen auf Anhieb. Sehr gute Dosierbarkeit und mächtig Bremspower bietet die Scheibenbremse von Formula. Die Formula T1 sieht dabei noch richtig fesch aus und die180er Bremsscheiben zeigen sich ausreichend dimensioniert.

Anfänglich hatte die Sattelstütze das Problem, nach Betätigung nicht selbst nach oben zu fahren – am Anfang musste mit der Hand nachgeholfen werden. Der fi’zi:k Ariona Donna Sattel ist ein spezieller Damensattel, der auch lange Touren ermöglicht. Super ist die Verwendung von den ergonomischen Ergon GA1 Evo Lenkergriffen. Die Verdita wird ohne Pedale ausgeliefert. Ohne Pedale drückt die Verdita Green 8 in der Größe S mit 13,1 Kilogramm auf die Waage. Abschließendes Zitat unserer Testerin: „Die Optik ist grandios, irgendwie schlicht, aber bissig und autoritär. Es hat für mich eine gute ‚Passform‘ und ist handlich und wendig. Die Schaltung ist toll!“

Tipp! Durch den Modellwechsel sind jetzt lohnenswerte Schnäppchen möglich. Der größte und auffälligste Unterschied zum neuen Modell sind vor allem die an der 2014er Verdita verbauten 27,5 Zoll Laufräder. Unsere im Test befindliche Verdita rollte noch auf 26 Zoll Laufrädern.

Erhältliche Farben: rocky-grey/matt-black und anodized black
Größen: S, M und L
Preis: 2999 Euro (ehemaliger Preis: 3799 Euro)

Rose Count Solo 8 (2013) – Das kompromisslose Hardtail im Test

Mit der Solo Count Serie spricht Rose den ambitionierten XC- und Marathonfahrer an. Die Bikes der Serie zeichnen sich durch ein niedriges Gewicht, einen verwindungssteifen Rahmen und sinnvoll gewählte Parts aus. Je nach Größe der Haushaltskasse bieten sich dem Racer verschiedene Ausstattungsvariationen an. Neben den 26 Zöllern bietet Rose zudem auch drei 27,5er Count Solo Modelle an. Wir bleiben in diesem Test allerdings dem 26 Zoll MTB treu und haben uns das Rose Count Solo 8 vorgenommen.

Das Rose Count Solo 8 stellt die Spitze der Serie dar. Ein Blick auf die verbauten Komponenten lässt uns schwärmen: SRAM X0 Schaltung und Tretlager, DT Swiss XR 1450 Spline Laufräder, Formula R1 Racing Bremse mit Carbonhebel, Easton Lenker und Vorbau sowie die Fox Talas Federgabel. Bei Letzterem müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass die Federgabel von Fox nicht der Serienausstattung entspricht. An dem Rose Count Solo 8 ist normalerweise eine Magura TS8 SL 100 Federgabel verbaut.

Die Verarbeitung des Bikes ist gut, die Übergange an den Rohren könnten, zumindest in dieser Preisklasse, etwas feiner sein. Die Optik entspricht dem diesjährigen Design der Rose Bikes, die Familienzugehörigkeit ist also unverkennbar. Um hässliche Beschädigungen durch Steinschlag zu verhindern, ist am Unterrohr eine Schutzfolie aufgebracht. Die innenverlegten Züge sorgen für eine aufgeräumte Optik und beugen Scheuerstellen vor. Nicht zum Lieferumfang gehören Pedale. Diese müssten beim Kauf direkt mitbestellt werden.

Das Gewicht des Rose Count Solo 8 ohne Pedale bleibt unterhalb der magischen 10 Kilogramm Marke. 9,8 Kilogramm in der Größe S ist ein Wert, der sich sehen lassen kann! Das niedrige Gewicht des Bikes geht zum Glück nicht zu Lasten der Steifheit des Rahmens. Der Rahmen bietet somit beste Voraussetzungen, die eingebrachte Energie konsequent in Vorwärtsdrang umzusetzen. Die Schwalbe Rocket Ron sind für den Einsatzbereich sehr gut gewählt, lediglich bei Nässe und Schlamm zeigen sich beim Reifen Schwächen.

Beim Count Solo 8 ist es geradezu egal, ob das Ziel in der Ebene oder oben auf dem Berg liegt. Die Schaltvorgänge der SRAM X0 Schaltung sind knackig und präzise. Gnadenlos lässt sich das Bike über die Trails peitschen. Das Rose liegt dank des 685 mm breiten Easton EC 70 Carbon Lenkers gut in der Hand und zeigt sich flink auf dem Trail, ohne nervös zu wirken. Die sportliche leicht gestreckte Sitzhaltung unterstreicht den Anspruch des Bikes für den Bereich XC und Marathon. Die Bremsen sind von der Funktion, nicht aber von der Geräuschkulisse, ein Traum.

Sehr lobenswert ist, dass Rose das Count Solo 8 mit ergonomischen Lenkergriffen ausgestattet hat. Somit wird einschlafenden Händen und einem Taubheitsgefühl entgegengewirkt. Das Rose Count Solo 8 stellt sich uns als kompromissloses, renntaugliches und sehr zuverlässiges Arbeitsgerät dar. Eine Sänfte ist das Count Solo allerdings nicht. Fahrfehler und ruppige Passagen gibt das Rose Count Solo direkt an den Fahrer weiter. Durch das gute Handling kann der Fahrer allerdings dementsprechend reagieren. Ein Bike für Hardtail-Liebhaber und Kenner!

Erhältliche Farben: sunny-yellow/matt-black sowie anodized black
Größen: S, M, L und XL
Preis: 2699 Euro

Infos unter www.roseversand.de

Canyon Strive AL 8.0 – Das Enduro im Test

Obwohl das Canyon Strive AL 8.0 voluminös wirkt, drückt das Enduro in der Größe S (16,5″) gerade mal mit 14,5 Kilogramm auf die Waage – ohne montierte Pedale allerdings. Durch die schöne Rahmenform schmeichelt das Bike dem Auge. Die Liste der Komponenten liest sich nicht nur ganz hervorragend, sondern die Parts passen auch farblich sehr gut zum Bike. Das gelungene Gesamtbild wird durch die grüne Wippe und die grünen SUN Ringle Charger Laufräder komplettiert. Ob das Canyon Strive AL 8.0 mit seinen 160 mm Federweg in der Praxis so gut funktioniert, wie es im Stand aussieht, sollte unser Test klären.

Geliefert wird das Bike von Canyon wohl behütet im Bikeguard. In dem sehr stabilen Karton findet das Bike perfekten Schutz vor äußeren Einflüssen. Das durchdachte Innenleben des Kartons garantiert zudem einen sicheren Versand der beigepackten Laufräder und Zubehör. Das Bike muss natürlich nach der Lieferung montiert werden, was aber für den ambitionierten Schrauber kein Problem darstellt. Das benötigte Material samt Torx-Schlüssel und Drehmomentschlüssel liegt bei. Zusätzlich findet sich im Karton noch eine Dämpferpumpe und ein Entlüftungskit für die Sattelstütze. Top, besser geht es nicht!

Top sind auch die Fahrleistungen, zumindest wenn der Weg leicht bergab führt. Auf dem Trail offenbart das Strive seine Klasse. Auch wenn der Federweg mit 160 mm begrenzt ist, das Strive liegt unglaublich satt auf der Piste. Fette Steine und Wurzeln eliminiert das sensibel ansprechende Fahrwerk, als würde man lediglich über ein kleines Stöckchen fahren. Das Zusammenspiel der Fox 34 Talas CTD mit dem Anti-Squat-Kinematics Hinterbau funktioniert erstklassig. Durch das gute Handling lässt sich das Bike ohne Gnade über die Trails peitschen und um die Ecken jagen. Das Strive lässt sich mit Druck in die Kurven drücken und begeistert das Herz des Racers. Erstaunlich, was dieses Enduro für Reserven hat.

Doch nicht nur auf den Trails bergab begeistert das Canyon Strive AL 8.0. Mit einer gelassenen Gutmütigkeit lässt sich das Strive die Berge hoch treten. Beim Hochfahren agiert der Hinterbau sehr unauffällig, solange man im Sattel sitzen bleibt, ansonsten lässt sich am Dämpfer noch das Propedal aktivieren. Antriebseinflüsse sind für das Strive ein Fremdwort. Vor weiten Touren muss man ebenfalls nicht zurückschrecken. An die Fahrleistungen eines XC-Racers oder eines leichten AM kommt das Strive zwar nicht heran, aber irgendwo wartet schon der nächste Trail und dann gibt es gnadenlos Saures für die Mitfahrer.

Der Aufbau des Bikes und der flache Lenkwinkel bestätigen das Einsatzgebiet des Bikes: Ein Enduro für alle Zwecke, aber mit einem massiven Schwerpunkt im Bereich Fun und Trail. Mit den Maxxis Reifen, vorne ist ein Minion DHF 26×2.5 und hinten ist ein Ardent 26×2.4 montiert, hat Canyon geschickt die optimale Reifenwahl getroffen. Die Avid Elixir 5 Bremse (hinten ist eine 180 mm Bremsscheibe und vorne eine 200 mm Bremsscheiben verbaut) arbeitet ohne Tadel. Die vom Lenker versenkbare Rock Shox Reverb Sattelstütze ist top, da gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Sinnvoll wie auch zuverlässig ist die Kettenführung mit zwei Kettenblättern.

Auch wenn es langsam langweilig wird, selbst bei der Verarbeitung des Rahmens und der Qualität des Lacks finden wir keinen Ansatzpunkt für eine Kritik. Zusätzlich hat Canyon diverse Lackschoner am Unterrohr, auf der Kettenstrebe und an brenzeligen Stellen platziert. Das Einzige, was wir wirklich am Strive bemängeln (könnten), dass das hintere Laufrad nicht ohne Werkzeug montiert bzw. demontiert werden kann. Allerdings haben die meisten von uns auf einer Tour immer ein Multitool dabei und die Steckachse bietet zusätzliche Steifheit. Unser Fazit? Das Canyon Strive AL 8.0 gehört bei den Enduros zu den absoluten Top Bikes!

Größen: S (16,5″), M (18,5″) und L (20″)
Farben: blue ice und snow forest
Preis: 2699 Euro