Ultra-Carbs und Proteine: Die Verpflegungs-Strategie der Bikepacking-Profis im Check

Egal ob Ultra-Distance-Races, tagelange Bikepacking-Trips oder spontane Gravel-Abenteuer im Stile bekannter YouTube-Formate: Wer stundenlang im Sattel sitzt, merkt schnell, dass die Beine nur so gut sind wie die Energieversorgung im Magen. Warum reicht das klassische Müsliriegel-Setup irgendwann nicht mehr aus, welche Rolle spielen Kohlenhydrate und Proteine wirklich – und welche Marken liefern mit ihren Ultra-Carbs Produkten auf der Langstrecke ab?

Wer auf den Spuren der bekannten YouTube-Abenteurer wie Fritz Meinecke oder Danny von Radreise Unlimited unterwegs ist, lernt schnell die unerbittlichste Regel des Ausdauersports kennen: Wenn erst einmal der Durst oder das typische Loch im Magen spürbar wird, liegt der Körper bereits im tiefen Energiedefizit. Der gefürchtete Hungerast ist auf extremen Distanzen der größte Feind. Modernes Endurance-Cycling setzt deshalb auf eine kontinuierliche, exakt abgestimmte Zufuhr von Kohlenhydraten während der Belastung sowie eine gezielte Regeneration direkt im Anschluss.

Ultra-Carbs und Proteine: Die Verpflegungs-Strategie der Bikepacking-Profis im Check

Das Bananen-Dilemma auf der Langstrecke

Für die entspannte Feierabendrunde ist die Banane oder der Müsliriegel aus dem Supermarkt sicherlich völlig ausreichend. Sobald das Abenteuer jedoch mehrere Stunden oder Tage dauert, stößt feste Nahrung an klare physiologische Grenzen. Um Riegel oder Früchte zu verdauen, benötigt der Körper Fett und Ballaststoffe, was wiederum erhebliche Energie bindet. Das Gehirn leitet in der Folge vermehrt Blut in den Magen-Darm-Trakt – genau das Blut, das in den Muskeln für den Vortrieb fehlt. Bei hoher Belastung führt das rasch zu Magenkrämpfen, Völlegefühl oder Sodbrennen.

Zudem verläuft die Umwandlung fester Nahrung schlicht zu langsam. Um die auf Langstrecken benötigten 60 bis 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde aufzunehmen, müssten rechnerisch drei bis vier Bananen verdrückt werden – pro Stunde! Kein Magen schafft das auf Dauer beschwerdefrei. Flüssige Kohlenhydrate in Form von Isodrinks oder Hydrogelen sind dagegen quasi vorverdaut und gelangen ohne Umwege über den Darm in die Blutbahn. Ebenso fehlt es herkömmlicher Nahrung an Natrium, um den massiven Salzverlust durch den Schweiß auszugleichen und schmerzhaften Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Ultra-Carbs: Der biochemische Trick mit den zwei Spuren

Dass moderne Sportgetränke und Gels extrem hohe Energiemengen ohne Magenprobleme liefern können, liegt an einer gezielten Ausnutzung des menschlichen Darms. Der Körper nutzt für die Aufnahme von Kohlenhydraten zwei unterschiedliche Transportproteine: Den SGLT1-Transporter für Glukose und den GLUT5-Transporter für Fruktose.

Reine Glukose stößt schnell an die natürliche Sättigungsgrenze von etwa 60 Gramm pro Stunde. Um diesen Engpass zu umgehen, mischen die Hersteller Fruktose als zweite Spur hinzu. Das klassische Mischungsverhältnis von 2:1 (Glukose zu Fruktose) ermöglicht so die Aufnahme von bis zu 90 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde. Neuere Entwicklungen wie das Verhältnis 1:0,8 schöpfen das Fruktose-Potenzial noch weiter aus, um selbst bei extremen Ultra-Belastungen maximale Energie direkt in die Muskelzellen zu ballern.

Die gängigen Verpflegungs-Systeme im Überblick

Auf dem Markt haben sich verschiedene Hersteller etabliert, die unterschiedliche Schwerpunkte bei Rezeptur und Verträglichkeit setzen:

Marke / ProduktEinsatzphaseDarreichungBesondere Inhaltsstoffe & VerhältnisseGeschmacksrichtungenFraktur-Einschätzung
Powerbar

(IsoActive / Recovery Max)
Vor, während & nach dem SportPulverC2MAX Dual Source Carb Mix (2:1 Glukose/Fruktose), Natrium, MolkenproteinLemon, Red Fruit Punch, ChocolateDer verlässliche Klassiker: Bewährtes Mischungsverhältnis für lange Einheiten mit sehr guter Magenverträglichkeit.
Maurten

(Drink Mix 160 / 320)
Vor & während der FahrtPulverPatentierte Hydrogel-Technologie, Maltodextrin, FruktoseNeutral (sehr dezent)High-End für Sensible: Die Gel-Matrix schont den Magen selbst bei extrem hoher Carb-Dichte unter hoher Belastung.
SiS (Science in Sport)

(Beta Fuel)
Während der FahrtGel / PulverUltra-High-Carb (1:0,8 Glukose-Fruktose-Verhältnis), bis zu 80 g Carbs pro PortionOrange, Strawberry & LimeProfi-Treibstoff: Entwickelt für maximale Energieaufnahme auf langen Distanzen ohne Völlegefühl.
Dextro Energy

(Carbo Mineral Drink)
Vor & während der FahrtPulverMix aus kurz- und langkettigen Kohlenhydraten, Magnesium, KaliumFruit Mix, CitrusSolider Einsteiger-Tipp: Preis-Leistungs-Favorit mit klassisch-frischem Geschmack für die Feierabendrunde.
Hammer Nutrition

(Heed / Recoverite)
Während & nach der FahrtPulverKomplexe Kohlenhydrate (Maltodextrin), WPI-Protein für die RegenerationLemon-Lime, Orange, ChocolateDer Magen-Schoner: Verzichtet bewusst auf einfachen Zucker; ideal bei Neigung zu Sodbrennen oder Übersäuerung.


Abschließender Tipp: Probiere neue Gels oder Pulver niemals erst am Tag des großen Events aus, sondern immer im Training auf deinen gewohnten Routen.

Ambitionierter Plan: 1.900 Kilometer Radnetz für den Eifelkreis

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll. Damit soll das Fahrrad auch abseits des rein touristischen Verkehrs endlich im Alltag etabliert werden. Ein Blick auf die Strecken vor der Haustür zeigt, vor welchen massiven Herausforderungen der Eifelkreis steht.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Das bestehende Radwegenetz in der Eifel lädt nicht nur Touristen zum Radfahren ein

Bislang galt das Radwegenetz in der Eifel vor allem dem Tourismus. Klassiker wie der Prümtal- oder Kyllradweg zeigen, wie gut das Radeln – und auch die Akzeptanz – auf ausgebauten Trassen funktioniert. Mit dem neuen Konzept des Eifelkreises Bitburg-Prümsoll das Fahrrad nun auch für Pendler, Schüler und tägliche Erledigungen attraktiv werden. Ein wichtiger und leider längst überfälliger Schritt. Wer die Topografie und die Straßenverhältnisse der Region kennt, weiß allerdings um die Hürden.

Das Dilemma zwischen Abkürzung und Sicherheit

Das Grundproblem im ländlichen Raum ist bekannt. Wer das Rad für den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf nutzen möchte, sucht die kürzeste und im Idealfall flachste Verbindung. Die Alternativen abseits des Autoverkehrs führen jedoch oft über unbefestigte Wald- und Wirtschaftswege, die für eine echte Alltagsnutzung – erst recht im Herbst und Winter – nicht geeignet sind. Sie müssten zumindest eine feste, wassergebundene Decke oder eine Asphaltierung aufweisen. Viele Wirtschaftswege befinden sich zudem in Privatbesitz oder liegen im Verantwortungsbereich der Ortsgemeinden. Hier lückenlose Durchgangsrechte und Ausbaustandards zu schaffen, ist rechtlich wie finanziell ein Mammutprojekt.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sein Alltagsradverkehrskonzept vorgestellt, das alle 233 Ortsgemeinden auf über 1.900 Kilometern als lückenloses Netz verbinden soll.
Die Radwege auf den alten Bahntrassen versprühen in der Eifel einen besonderen Charme

Wenn die Landstraße zur einzigen Option wird

Wo geeignete Parallelwege fehlen, führt das Zielnetz daher zwangsläufig über bestehende Kreis- und Landesstraßen. Wenn hier jedoch lediglich Beschilderungen angebracht werden, ohne dass gleichzeitig eine bauliche Trennung oder ein breiter Seitenstreifen realisiert wird, entsteht kein Sicherheitsgewinn. Auf den kurvigen, unübersichtlichen und zügig befahrenen Straßen der Eifel bleibt das Mitrollen im schnellen Mischverkehr für Radfahrer somit weiterhin eine Mutprobe. Solange Autos und Lkw mit hoher Geschwindigkeit eng überholen, wird das Fahrrad für viele Bürger im Alltag keine (angstfreie) Alternative zum Auto werden.

Der Wille ist da – jetzt entscheidet die Umsetzung

Dass der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Thema Alltagsradverkehr mit einem systematischen Konzept angeht, ist ein längst überfälliges Signal. Es offenbart aber auch schonungslos die infrastrukturellen Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Dass es mit bunten Strichen auf der Landkarte nicht getan ist, zeigt der Blick ins Detail: Über 2.800 Einzelmaßnahmen – davon rund 1.600 bauliche Eingriffe – sind im Konzept dokumentiert. Da das Papier zunächst nur ein Planungsinstrument ohne automatische Baurechts- und Budgetgarantie ist, müssen die Kommunen jetzt liefern: Es braucht mutige bauliche Lösungen, echte räumliche Trennungen und einen langen Atem beim Ausbau der Wirtschaftswege.

Tatze Sport Grip Lenkergriffe im Test: Die besten MTB Griffe überhaupt?

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Die besten MTB Griffe überhaupt: das behauptet zumindest der in Tirol ansässige Komponentenhersteller Tatze über seine Sport Grip MTB Griffe. Der in drei Griff-Zonen aufgeteilte Lenkergriff soll dem Rider maximale Dämpfung mit minimalem Kraftaufwand gewährleisten. Wir sind mit dem Design & Innovation Award 2024 prämierten MTB Lenkergriff auf Tuchfühlung gegangen.

Trotz der vielen emotionalen Berührungspunkte hält sich die Anzahl der physischen Verbindungen zu unserem Bike tatsächlich stark in Grenzen. Pedale, Sattel und Lenker bzw. Lenkergriffe – das war es auch schon. Umso wichtiger ist es natürlich, diese wenigen Kontaktpunkte für ein optimales Fahrerlebnis ideal abzustimmen. Wieso aber lange nach dem perfekten Lenkergriff suchen, wenn der Komponentenhersteller Tatze mit dem Sport Grip Lenkergriffen nach eigenen Angaben die besten MTB Griffe überhaupt anbietet? Selbstbewusst sind die Tiroler jedenfalls.

Aufbau der Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe

Aufgeteilt ist der Tatze Sport Grip Lenkergriff in drei unterschiedliche Zonen. Die abgeflachte, mit Lamellen besetzte obere Druckzone soll Kraftspitzen und Vibrationen abbauen. Der nach außen hin zunehmende Flügel vergrößert die Druckzone, wodurch der Effekt weiter verstärkt werden soll. Die vorne befindliche Henkelzone ist ebenfalls leicht ergonomisch geformt und verfügt über spezielle Einkerbungen für die mittleren Fingerglieder. Die Klemmzone an der Unterseite des Griffes soll den Fingerspitzen einen sehr guten Halt sowie eine effektive Umschließung des Griffs gewährleisten.

Die Kontaktfläche des Griffs weist eine Breite von etwa 133 Millimetern auf, der Durchmesser liegt im Bereich zwischen 32 und 34 Millimetern. Für eine sichere Fixierung der Griffe sorgt die vom Lenkerende abgewandte Klemmung. Das Gewicht des Pärchens beziffert unsere Waage mit 110 Gramm. Angeboten werden die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe zum Preis von 29,50 Euro als Pärchen in den Farben Schwarz, Blau, Rot oder Orange sowie als Bi-Color-Set mit unterschiedlichen Farben für den rechten und linken Griff.

Getestet haben wir die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe in den Bereichen Trail und Tour. Da es sich um eine sehr individuelle Komponente handelt, darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Lenkergriffe mit relativ großen Händen (Handschuhgröße 9) getestet wurden. Bei kleineren Händen kann sich eventuell ein anderes Fahrgefühl einstellen. Letztendlich kann mit den Tatze Lenkergriffen kein Fehler gemacht werden: sollte der Griff nicht überzeugen, kann dieser im Rahmen der erweiterten Garantie selbst mit geringen Gebrauchsspuren zurückgeschickt werden.

Die Lenkergriffe von Tatze im Test

Die Montage der Griffe ist dank der Klemmung mit wenigen Handgriffen erledigt. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Griffe seitenspezifisch sind. Aufgrund des ergonomischen Designs müssen die Griffe zudem individuell ausgerichtet werden. Das war es dann aber schon. Eine Lenkerendkappe wird nicht benötigt, da der Griff an der Außenseite des Lenkers geschlossen ist. Die Klemmung mit 3 Nm gewährleistet einen sicheren Sitz der Griffe – unabhängig von der Krafteinwirkung und den Witterungsverhältnissen

Der Griff liegt gut in der Hand und die Finger finden sich sofort in den Fingermulden ein. Aufgrund der Lamellen ist das Griffvolumen etwas höher als bei herkömmlichen Lenkergriffen, was wir aber weder auf dem Trail noch auf Touren als negativ empfanden. Im Gegenteil: die Dämpfung sorgt für ein sehr angenehmes Fahren, ohne dass sich hierbei ein schwammiges Gefühl bemerkbar macht. Das Lenkfeeling ist also immer noch on point, aber mit etwas mehr Komfort als bei herkömmlichen Griffen.

Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe im Test

Unterstützend wirkt hier besonders auf Touren der Flügel zur Abstützung der Handfläche und Entlastung des Handgelenks. Rider mit Handgelenksproblemen könnten hier eine Lösung für ihr Problem finden. Wichtig ist auf jeden Fall die optimale Ausrichtung der Griffe. Das angenehme Griffgefühl setzt sich auch mit Blick auf die Gummimischung fort. Die Griffe bieten enormen Grip egal ob mit oder ohne Handschuhen. In Kombination mit der Belüftung des Griffs wird selbst bei schwitzigen Händen optimaler Halt gewährleistet.

Fazit

Wer die Vorteile eines ergonomischen Griffs sucht, aber gleichzeitig auf eine dezente Formgebung wert legt, sollte die Tatze Sport Grip 3-Zone Concept Lenkergriffe genauer ins Visier nehmen. Das Griffgefühl ist trotz des etwas dickeren Umfangs sehr gut. Wer auf dünne Griffe steht, könnte mit den Tatze Lenkergriffen allerdings Probleme bekommen – gleiches gilt für Rider mit kleineren Händen. Leider wird der Griff nur in einer Größe angeboten. Da Tatze allerdings eine erweiterte Garantie auf das Produkt gibt, kann beim Kauf eigentlich nichts falsch gemacht werden.  

Details Tatze Sport Grip Lenkergriffe

  • Verfügbare Farben: Vier Farboptionen sowie sechs Bi-Color-Varianten
  • Durchmesser: 32 – 34 mm
  • Kontaktflächenbreite: 133 mm
  • Gewicht: 110 Gramm
  • Preis: 29,50 Euro (30 Tage erweitertes Rückgaberecht)

Web: www.tatze-bike.com

Werkstatt: CO2-Kartuschen Reifenluftdruck-Tabelle

Sie sind klein, leicht und stecken voller „Power“: CO2-Kartuschen. In Kombination mit einem entsprechenden Adapter lassen sich Reifen mit wenigen Handgriffen in kürzester Zeit aufpumpen. Die Zeitersparnis gegenüber einer Minipumpe ist enorm, weshalb besonders bei Radrennen eigentlich kein Weg an der CO2-Kartusche vorbeiführt.

Werkstatt: CO2-Kartuschen Reifenluftdruck-Tabelle

Die CO2-Kartusche bietet viele Vorteile, aber auch Nachteile. Zu den Vorteilen zählen das geringe Gewicht und die kompakte Größe, wodurch die Kartusche überall Platz findet – in der Mini-Satteltasche ebenso wie in der Trikottasche. Während das Aufpumpen eines Fahrradreifens mit einer Minipumpe eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit ist, geschieht dies mit der kleinen Patrone nicht nur extrem schnell, sondern zugleich ohne Kraftaufwand. Wichtige Voraussetzung: der zum Ventil passende Adapter muss natürlich an Bord sein.

Die Frage, ob eine CO2-Patrone bei der Montage eines Tubeless-Reifens einen Kompressor ersetzen kann, würden wir eher mit nein beantworten. Mit Hilfe einiger Tricks kann es unter Umständen möglich sein, aber prinzipiell reicht das Volumen nicht aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kommt daher nicht an einem Kompressor oder einem speziellen Booster vorbei. Daher bietet die CO2-Kartusche bei der Montage eines TL-Reifens gegenüber einer Mini-Handpumpe keine Vorteile und ist in diesem Fall eher ein Schuss in den Ofen.

CO2-Kartusche: Viele Vorteile, aber auch Nachteile

Die CO2-Kartusche hat auch Nachteile gegenüber einer Mini-Handpumpe. So begrenzt die Anzahl der mitgeführten Patronen die maximal möglichen Reifenpannen. Eine angestochene Patrone kann zwar weiterverwendet werden, sollte diese aber leer sein, ist natürlich Ende im Gelände. Es macht also durchaus Sinn, mehr als nur eine Kartusche mitzuführen. Das geht wiederum zu Lasten des Gewichts. Bei Verwendung von Dichtmilch sollte zudem eine Freigabe des Herstellers für die Nutzung von CO2-Patronen vorliegen.

Der größte Nachteil ist allerdings der entstehende Müll. Die leeren Kartuschen können zwar als Altmetall entsorgt und hierdurch recycelt werden, aber letztendlich kann dies durch Nutzung einer Handpumpe komplett vermieden werden. Wer sich für CO2-Patronen entscheidet, sollte darauf achten, ob es sich um Ausführungen mit oder ohne Gewinde handelt. Im Fahrradbereich kommen üblicherweise Gewinde-Kartuschen zum Einsatz. Neulinge sollten zudem den Umgang vorher üben. Eine Patronen-Umhüllung und Handschuhe schützen die Finger vor der beim Gebrauch der Kartusche entstehenden Kälte.

CO2-Kartuschen Tabelle: möglicher Reifenluftdruck mit 16 g / 25 g Patrone

Wie hoch der mögliche Reifenluftdruck mit einer CO2-Kartusche ist, hängt natürlich vom Inhalt ab. Im Radbereich kommen meist 16 oder 25 Gramm Kartuschen mit Gewinde zum Einsatz. Bei den in der Tabelle angegebenen Werten handelt es sich nur um ungefähre Angaben. Der mögliche Reifenluftdruck ist auch vom Hersteller, Adapter, der Dichtigkeit der Verbindung, dem Ventil und nicht zuletzt vom Reifen selbst abhängig. Viele Faktoren also, die eine genaue Bestimmung unmöglich machen. Daher sollte bei der Berechnung der benötigten Kartusche(n) immer eine Abweichung berücksichtigt werden.

Reifengröße16 g Kartusche25 g Kartusche
700x23c~ 8,5 bar 
700x25c~ 7,5 bar 
700x28c~ 6,0 bar~ 8,5 bar
700x35c~ 4,1bar~ 5,7 bar
700x38c~ 3,8 bar~ 5,2 bar
700x40c~ 3,5 bar~ 4,7 bar
26×2.2~ 2,5 bar~ 3,0 bar
26×2.4~ 1,9 bar~ 2,8 bar
27.5×2.4~ 1,6 bar~ 2,7 bar
27.5×2.8~ 1,0 bar~ 2,1 bar
27.5×3.0~ 0,7 bar~ 1,8 bar
29×2.25~ 1,6 bar~ 2,8 bar
29×2.4~ 1,5 bar~ 1,9 bar

Werkstatt: Radumfang messen und ETRTO-Tabelle

Wer seinem Bike-Computer zuverlässige Fahrwerte und Tourendaten entlocken möchte, muss vorab den Radumfang abspeichern. Je präziser diese Angabe ist, desto genauer sind natürlich die Fahrdaten. Eine pauschale Antwort gibt es diesbezüglich leider nicht, da verschiedene Faktoren den Reifenumfang maßgeblich beeinflussen. So spielt nicht nur der verwendete Reifen selbst eine große Rolle, sondern auch der Luftdruck sowie das Gewicht des Bikes mit Rider.

reifenumfang-fraktur-magazin

Radumfang präzise selbst messen (Kreide-Trick)

Am genauesten ist die Ermittlung des Radumfangs durch individuelles Nachmessen. Neben dem verwendeten Reifen fließen so auch der Luftdruck und das Gesamtgewicht (Bike und Rider) ins Messergebnis ein. Für die Ermittlung des Reifenumfangs muss auf ebener Strecke eine komplette Radumdrehung zurückgelegt werden. Die „Fahrt“ muss stehend oder sitzend erfolgen, zudem darf hierbei keine Lenkbewegung das Ergebnis verfälschen. Vor der Messung mit Kreide den tiefsten Punkt des Reifens sowie den Boden mit einem Strich markieren, danach genau eine Radumdrehung zurücklegen – die Markierung des Reifens muss wieder am tiefsten Punkt sein. Boden markieren und die Distanz zwischen den Bodenmarkierungen in mm messen. Voila, das war’s!

Radumfang schnell per ETRTO-Tabelle bestimmen

Wer keine Lust, Zeit oder Kreide hat, den Reifenumfang zu messen, kann auch auf die Werte in unserer Tabelle zurückgreifen. Hierzu wird lediglich die ETRTO Angabe auf der Reifenflanke benötigt. Die Bezeichnung beinhaltet die Breite (erster Wert) und den Innendurchmesser (zweiter Wert) des Reifens. Auch so lässt sich der Reifenumfang bestimmen. Allerdings handelt es sich nur um ungefähre Werte, die in der Praxis abweichen können.

ETRTO-CodeReifengrößeEmpfohlener Umfang (mm)
26 Zoll
35-55926 x 1.351.990 mm
47-55926 x 1.752.050 mm
50-55926 x 1.902.075 mm
54-55926 x 2.102.100 mm
57-55926 x 2.252.120 mm
60-55926 x 2.352.160 mm
110-55926 x 4.00 (Fatbike)2.320 mm
27,5 Zoll (650B)
54-58427.5 x 2.102.195 mm
57-58427.5 x 2.252.215 mm
60-58427.5 x 2.352.240 mm
28 Zoll (Gravel & Rennrad)
23-622700 x 23C2.125 mm
28-622700 x 28C2.150 mm
35-622700 x 35C (Gravel)2.185 mm
40-622700 x 40C (Gravel)2.220 mm
47-62228 x 1.752.250 mm
29 Zoll (MTB)
54-62229 x 2.102.310 mm
57-62229 x 2.252.330 mm
60-62229 x 2.352.340 mm

Du suchst eine seltene Sondergröße oder ein historisches Zoll-Maß? Nutze dafür am einfachsten die Faustformel: Raddurchmesser inkl. Reifen in mm × 3,1416 = Abrollumfang

Thermrup Wärmegürtel: Akku-Nierengurt mit Ferninfrarot (FIR) im Test

Gute Winter-Fahrradbekleidung gewährleistet, dass auch winterliche Touren bei Kälte nicht zur Tortur werden. Eine Stelle des Körpers neigt jedoch trotz Winterbekleidung schnell zum Auskühlen – und das schleichend und erstmal kaum wahrnehmbar: der untere Rücken bzw. der Bereich der Nieren. Abhilfe versprechen besonders bei Eiseskälte mobile Akku-Wärmegürtel. Mit dem Thermrup Wärmegürtel haben wir solch ein Modell beim Biken ausgiebig getestet.

Thermrup Wärmegürtel im Test: Akku-Nierengurt mit Ferninfrarot

Die deutsche Marke Thermrup hat sich auf die Entwicklung und Forschung von Wärmeprodukten spezialisiert. Herzstück der Produkte ist die patentierte Ferninfrarot-Technologie (FIR). Anstelle herkömmlicher Heizdrähte kommt bei den Thermrup Wärmeprodukten ein Gummi-Heizelement zum Einsatz, so natürlich auch bei dem Wärmegürtel in unserem Test. Die 20 x 13 cm große Heizfläche ist wasserdicht, wodurch der Gürtel bis zu 45°C per Hand oder in der Waschmaschine gewaschen werden kann.

Thermrup Wärmegürtel mit wiederaufladbarem 3000 mAh Li-Po Akku

Der Thermrup Wärmegürtel hat eine Länge von ungefähr 102 cm, wobei etwa 4 cm auf den Klettverschluss entfallen. Die Höhe im Bereich des Heizelements beträgt 16 cm, die sich zum Verschluss hin auf 9,5 cm verjüngt. Im Lieferumfang enthalten ist zudem eine Gürtel-Verlängerung von 20 cm. Der Klettverschluss gewährleistet eine sichere und individuelle Fixierung des Gurts unabhängig vom Taillenumfang – egal ob schmaler oder stabiler gebaut. Das flexible Material aus 70 % Neopren und 30 % Nylon hält nicht nur die Wärme dort, wo sie gewünscht wird, sondern wirkt auch der Kälte von außen entgegen.

Angegeben ist die Heizleistung des Thermrup Wärmegürtels mit maximal 15 Watt. Das hört sich erstmal wenig an, aber dazu gleich mehr. Einen mobilen Einsatz ermöglicht der mitgelieferte wiederaufladbare 3000 mAh Lithium-Polymer Akku. Aufgeladen ist der komplett entleerte Akku in knapp über 2,5 Stunden. Das Ladegerät sowie ein Adapter-Kabel für Netzbetrieb liegen ebenfalls bei, wodurch der Wärmegürtel zuhause auch direkt ohne Akku genutzt werden kann. Für den mobilen Einsatz, in unserem Fall beim Biken, wird der gummierte Akku sicher in einer am Wärmegürtel angebrachten kleinen Tasche verstaut. Eine kleine Grifflasche erleichtert die Entnahme des Akkus aus der Tasche.

Mobiler beheizbarer Wärmegürtel Ferninfrarot für Bauch/Rücken

Bevor wir auf die Steuerung des Bedienelements eingehen, darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Thermrup Wärmegürtel nicht explizit als Nierengurt angeboten wird, sondern als mobiler beheizbarer Wärmegürtel Ferninfrarot für Bauch/Rücken bzw. als Menstrual Heating Pad. Das ist insofern von Bedeutung, weil sich dies auf die Positionierung des Akkus sowie der Bedieneinheit auswirkt. Bei Verwendung als Bauchwärmegürtel befindet sich der Akku rechtsseitig und die Bedieneinheit gut erreichbar vor dem Akku, also seitlich vorne. Bei Verwendung als Rückenwärmer bzw. Nierengurt befindet sich der Akku hingegen linksseitig und das Bedienteil dementsprechend weniger gut erreichbar seitlich hinten.

Der hochwertig verarbeitete Thermrup Wärmegürtel lässt sich dank des Klettverschlusses schnell und unkompliziert anlegen. Nach Aktivierung der Heizung dauert es etwa 1 bis 2 Minuten, bis die Wärme deutlich spürbar wird. Die gewünschte Wärmestufe lässt sich per Tastendruck mit dem 3-stufigen Temperaturregler einstellen. Das Bedienteil zeigt nicht nur die eingestellte Temperaturstufe per Farbcode an, sondern auch die verbleibende Akkuleistung. Die anfänglich erwähnte maximale Leistung von 15 Watt sorgt für eine erstaunliche Wärmeerzeugung. In der Maximalstufe ist uns der Gürtel sogar schon fast zu heiß, weshalb wir auf unseren Bike-Touren meistens mit mittlerer Stufe unterwegs waren.

Effektiver Schutz vor kalten Nieren

Die FIR-Wärme verfehlt ihre Wirkung nicht. Die Wärme dringt tief in das Hautgewebe ein und breitet sich wohlig aus. Bei unseren Bike-Touren durch die winterliche Eifellandschaft wurde der untere Rückenbereich immer gut gewärmt und bewahrte uns somit effektiv vor kalten Nieren. Das steigert den Fahrgenuss deutlich. Unterstützend wirkte hierbei auch das Neopren, welches die Wärme im Körper speichert. Das flexible Material schmiegt sich dem Körper an und gewährleistet beim Biken ausreichend Bewegungsfreiraum. Die schlanke Gestaltung des Gürtels im Bauch- bzw. Verschlussbereich trägt ihren Teil dazu bei.

Thermrup Wärmegürtel im Test: Akku-Nierengurt mit Ferninfrarot

Der mitgelieferte 3000 mAh Li-Po Akku ist selbst für weitere Touren ausreichend dimensioniert. Abhängig von der gewählten Heizstufe gestaltet sich die mögliche maximale Heizdauer. Bei konsequenter Nutzung der höchsten Heizstufe (rot) hielt der Akku bei uns im Test knapp über 3 Stunden, in der mittleren Heizstufe (grün) reichte die Heizdauer über 4 Stunden und im schwächsten Heizmodus (blau) waren sogar knapp 8 Stunden möglich. Vom Körperempfinden ist der schwächste Modus als lauwarm zu bezeichnen, was aber in Kombination mit der Wärmekapselung des Neoprens bei Temperaturen knapp über 0° tatsächlich immer noch einen effektiven Schutz vor Auskühlung bietet.

Fazit

Nicht nur die Heizleistung und die mögliche Heizdauer wissen zu begeistern. Die Verarbeitung und der Tragekomfort des Thermrup Wärmegürtels bewegen sich ebenfalls auf hohem Niveau. Praktische Lösungen wie der Gummiüberzug des Akkus mit Grifflasche zeugen von der Detailverliebtheit der Designer. Bei Nutzung als Nierengurt befindet sich das Bedienteil seitlich hinten, wodurch die Bedienung etwas erschwert wird. Angesichts der vielen positiven Eigenschaften des Thermrup Wärmegürtels für uns allerdings ein vernachlässigbarer Punkt.

Thermrup Wärmegürtel Details

  • Maße: Etwa 102 x 16 cm – im Verschlussbereich 9,5 cm
  • Material: 70 % Neopren / 30 % Nylon
  • Akku: Li-Po 7,4 V / 3000 mAh
  • Angegebene max. Heizleistung: 15 Watt
  • Lieferumfang: Wärmegürtel, Verlängerung, Akku, Ladegerät, Adapter-Kabel für Netzbetrieb, Gebrauchsanweisung
  • Preis: 68,95 Euro
  • Hersteller: www.thermrup.de

Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern im Test: Klare Sicht für kleines Geld?

Zum Preis von knapp 30 Euro bietet Rockbros eine Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern für unterschiedliche Sichtbedingungen an. Das Set enthält unter anderem ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas sowie einen Einsatz für Korrekturgläser. Was darf von einer Fahrradbrille mit solch einem Funktionsumfang zu dem Preis überhaupt erwartet werden?

 Rockbros Fahrradbrille

Eine Fahrradbrille zum Preis von 29,99 Euro ist sicherlich noch nicht besonders redenswert. Wenn diese Brille aber mit vier Wechselgläsern, einem Mikrofaserbeutel, einem zusätzlichen Wechselnasenpad, einer EVA Box sowie einem Korrektureinsatz ausgeliefert wird, lässt das schon aufhorchen. Spätestens mit der Anmerkung, dass es sich bei einem der vier Wechselgläser um ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas handelt, dürfte das Interesse geweckt sein. Abgerundet mit einem 100% UV-Schutz vor UVA-, UVB- und UVC-Strahlung, leichtem TR-Rahmen und verstellbaren Nasenpads bleiben zumindest theoretisch keine Wünsche offen.

Rockbros Fahrradbrille: Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen

Bei der Rockbros Fahrradbrille handelt es sich um eine Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen. Die gewünschte, den jeweiligen Anforderungen entsprechende Scheibe wird einfach in den Rahmen gedrückt und ist somit sicher fixiert. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Linsen von transparent bis polarisiert. Die Befestigung des Nasenbügels geht ebenfalls fix von der Hand. Mit dem mitgelieferten Reinigungstuch lassen sich danach die bei der Montage des Glases hinterlassenen Fingerabdrücke wegwischen. Damit die Brille gut und angenehm sitzt, muss anschließend noch der Nasenbügel angepasst werden.

Die Rockbros Fahrradbrille vermittelt ein gutes Tragegefühl, sitzt allerdings nicht ganz so satt und bequem wie wir es von anderen Sportbrillen kennen. Die gesamte Struktur der Brille spiegelt den Preis wider, was sich auch durch ein Knarzen der Brille bei Verwringung äußert. Die aus einem Stück bestehenden Brillenbügel sind schlicht gestaltet, die Verjüngung am Ende sorgt für ausreichend Flexibilität. Gummierte Bügelenden würden nicht nur den Komfort erhöhen, sondern den Sitz der Brille bei schweißtreibenden Aktionen steigern. Natürlich darf hierbei nicht der Preis der Brille außer Acht gelassen werden: kein Meisterwerk, aber solide und funktionell.

Vier Linsen für unterschiedliche Bedingungen

Positiv überrascht waren wir von den vier Wechselgläsern. Sowohl das polarisierte TAC-Glas als auch die Polycarbonat-Linsen überzeugen durch eine verzerrungsfreie Sicht ohne unangenehme Reflektionen. Abhängig von den Sichtverhältnissen und den individuellen Anforderungen kann dank der vier Auswählmöglichkeiten das entsprechende Glas gewählt werden. So empfiehlt sich die gelbe Linse aufgrund der Kontraststeigerung besonders bei Bewölkung oder Fahrten im dunklen Wald. Die großzügig dimensionierten Gläser der Rockbros Fahrradbrille schützen die Augen zudem zuverlässig vor Wind, Staub, Nässe und Insekten.

Einem Beschlagen der Scheibe begegnet die Fahrradbrille mit einer guten Hinterlüftung. Unterstützt wird diese durch die Belüftungslöcher am oberen Rand der Scheibe. Das funktioniert wirklich gut. Minimaler Fahrtwind reicht aus, um die Sicht frei zu halten bzw. ein aufkommendes Beschlagen bei kräftezerrenden Uphills in Schach zu halten. Sagen wir wie es ist: teurere Brillen können das nicht unbedingt besser. Was die Kratzfestigkeit der Linsen angeht, bewegen sich diese im Mittelfeld. Für den Transport der Fahrradbrille bietet sich daher unbedingt die Unterbringung in der mitgelieferten EVA Box an. Dank des Karabinerhakens lässt sich die Box auch außen am Rucksack befestigen.

Fazit

Für knapp 30 Euro bietet die Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Die vier verzerrungsfreien Scheiben ermöglichen eine den jeweiligen Anforderungen entsprechend ideale Sicht. Ebenfalls überzeugend ist die Anti-Beschlag-Funktion der Brille. Lediglich der Rahmen spiegelt den Preis wider, was aber nicht zu Lasten der Stabilität und Funktionalität geht.

Details Rockbros Fahrradbrille

  • Verfügbare Rahmenfarben: Vier Farboptionen / im Test: schwarz
  • Anzahl der mitgelieferten Linsen: 4 Stck.
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Mitgeliefertes Zubehör: Mikrofaserbeutel, Wechselnasenpad, EVA Box, Korrektureinsatz
  • Preis: 29,99 Euro

Web: www.rockbrosbike.de

Uvex Athletic CV Bike: Leichte Downhill-Goggle mit großem Sichtfeld im Test

Die Marke Uvex prägt seit sehr vielen Jahren mit ihren Goggles den Downhill- und MX-Sport. Für die Fraktur ist das Fürther Unternehmen somit natürlich keine unbekannte Größe. Den ersten Test auf der Fraktur musste bereits vor 20 Jahren die Uvex F 501 Supercross MX-Brille über sich ergehen lassen. Weitere Modelle folgten und mit der Uvex Athletic CV Bike hatten wir in den letzten Wochen die aktuelle Downhill-Goggle von Uvex Sports im Test.

Entwickelt wurde die Uvex Athletic CV Bike für fette Downhillaction. Dementsprechend verfügt die Goggle über Features, die eine hohe Reaktionsschnelligkeit und somit einen sicheren Ride gewährleisten sollen. So kommt der robuste, aber dennoch anschmiegsame Rahmen für eine bessere Passform mit Outriggers. Wir haben die Athletic CV Bike in Kombination mit zwei unterschiedlichen Downhill-Helmen getestet – und bei beiden Modellen saß die Brille sehr gut. Das weiche und fein strukturierte Polster sorgt seinerseits für ein äußerst angenehmes Tragegefühl. Die Brille vermittelt das Gefühl, als würde die Augenumgebung mitsamt Nasenrücken sanft auf ein Kissen gedrückt werden.

DH-Goggle mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung und Colorvision Technologie

Die verspiegelte zylindrische Single-Lens ist sowohl mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung als auch kontrastverstärkender Colorvision Technologie ausgestattet. Das Wetter während des Testzeitraums hat es der Brille definitiv nicht leicht gemacht. Nass-kalte Bedingungen und schlechte Sichtverhältnisse lassen Schwächen schnell erkennen. Ein großes Thema ist bei diesen Bedingungen immer ein schnelles Beschlagen der Scheibe. Nicht so bei der Uvex. Die Supravision Anti-Fog-Beschichtung funktioniert in Kombination mit der Gestaltung des Rahmens hervorragend. Ein unter sehr schlechten Bedingungen seitliches leichtes Beschlagen löst sich bei Fahrtwind schnell wieder auf. Wir hatten bei allen Abfahrten somit immer freie Sicht.

Uvex Athlectic CV Bike Google im Test

Ebenfalls überzeugend präsentiert sich die Colorvision Technologie. Die Kontrastwahrnehmung lässt keine Wünsche offen und die gelbe Tönung des Testmodells unterstützt das Kontrastsehen zusätzlich. Auch oder besonders in dunkleren Waldpassagen kann diese Kombi ihre Stärken voll ausspielen. Hindernisse und tiefhängende Äste lassen sich schnell erkennen, wodurch jeder Run sicherer wird. Sicherheit, die sich natürlich bei Bedarf in schnellere Zeiten umwandeln lässt. Nicht unerwähnt soll und darf in diesem Zusammenhang das große und verzerrungsfreie Sichtfeld bleiben. Ebenso wie der Schutz vor schädlichen UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Aber das setzen wir bei Uvex Produkten sowieso voraus.

Ist die Uvex Athletic CV Bike Goggle Korrekturbrillen-tauglich?

Laut Uvex kann die Athletic CV Bike aufgrund ihrer Form auch über eine Korrekturbrille getragen werden. So pauschal würden wir das allerdings nicht unterschreiben. Es kommt natürlich ganz stark auf die Größe und Form der Korrekturbrille an. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass das Carrera-Modell 8862 passt. Die Carrera-Korrekturbrille hat eine Breite von 132 mm und eine Höhe von 45 mm. Clever: für die Brillenbügel weist der Rahmen der Athletic CV Bike auf der Innenseite eine spezielle Aussparung auf. Wer wirklich sicher sein möchte, sollte vorab testen, ob seine Korrekturbrille zur oder genauer gesagt in die Goggle passt.

Uvex Athlectic CV Bike Google im Test

Die Verarbeitung der gesamten Goggle ist auf sehr hohem Niveau. Die Kanten sind alle leicht abgerundet und der Schaumstoff schmiegt sich angenehm der Haut an. Das einstellbare und flexible Band weist auf der Innenseite zwei Silikonstreifen auf, wodurch die Brille auch bei ruppigen Aktionen immer gut fixiert ist. Die Scheibe ist relativ kratzfest und verspricht somit selbst über einen längeren Zeitraum eine einwandfreie Sicht. Punkten kann die Athletic CV Bike ebenso mit ihrem Gewicht. Unsere Waage verharrte bei leichten 119 Gramm. Das ist sogar weniger als vom Hersteller angegeben, der das Gewicht der Brille mit 130 Gramm beziffert.

Fazit

Für 99,50 Euro erhält der Käufer eine hochwertig verarbeitete Downhill-Goggle, die nicht mit Features geizt. Ausgestattet mit einem durchdachten Rahmen, Outriggers und einer verspiegelten Scheibe mit Supravision Anti-Fog-Beschichtung sowie kontrastverstärkender Colorvision Technologie kann die Uvex auch mit wesentlich teureren Goggles mithalten. Das niedrige Gewicht und der hohe Tragekomfort sprechen ebenso für sich.

Uvex Athletic CV Bike Details

  • Rahmenfarbe (im Test): black matt
  • Scheibe (im Test): mirror gold S1 / Basis: colorvision yellow (single lens cyl.)
  • Gewicht: 119 Gramm
  • Preis: 99,50 Euro (UVP)

Web: www.uvex.de