Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026

Der Hitzesommer 2026 läuft auf Hochtouren, und die Eifel kocht – nicht nur auf den Gravel- und MTB-Tracks der Region, sondern auch im Rahmen der Open-Air-Rockfestivals. ​Wenn du Bock hast, in dieser Saison ein Bikepacking-Abenteuer der besonderen Art zu erleben, kommt hier dein chronologischer Fahrplan für den perfekten Festival-Sommer.

Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026
Symbolbild / Foto: Pixabay – Pexels

​1. Tollrock Festival (Schmidt / Nideggen)

​Wann: 10. + 11. Juli 2026
​Stil: Rock & Alternative (Mit Highlights wie Accept, H-Blockx und Life of Agony)

Das Tollrock Festival in Schmidt (bei Nideggen) steigt auf den Eifel-Höhen direkt an der Rurtalsperre. Du kannst den Tag perfekt mit einer fordernden Runde um den See oder durch die tiefen Wälder der Rureifel beginnen und pünktlich zu den Headlinern in die Festival-Atmosphäre eintauchen.

​Tickets: Tages-Ticket ab 60,50 €

​2. Krawall’o’Rock Open Air (Büdesheim)

​Wann: 07. + 08. August 2026
​Stil: Hard Rock & Heavy Metal (Line-up u. a.: Destruction, Grave Digger, Tankard, Motorjesus)

​Veranstaltet wird das Event auf dem Sportplatz in Büdesheim vom Eifelkrawallos Heavy Metal Club e.V. . Hier gibt es ehrlichen, harten Sound auf die Ohren. Wichtige Zeltplatz-Regel: Laut AGB ist elektronische Musik auf dem Campingplatz verboten – hier regiert die Gitarre! Perfekt für ein langes Wochenende im Vulkaneifel-Sattel.

​Tickets: Festivalticket ca. 99,90 € (inkl. Camping), Tagestickets ab ca. 59,90 €.

​3. Thunder Rail Tribute Festival (Arzfeld)

​Wann: 13. – 15. August 2026
​Stil: Rock & Metal Tribute-Acts (Die besten Cover-Bands Europas für Rammstein, Iron Maiden, System of a Down etc.)

Das Festival steigt auf dem alten Ausstellungsgelände „Zum Bahnhof“ in Arzfeld. Und hier kommt der absolute Bikepacking-Tipp: Der wunderschöne Enz-Radweg führt direkt an Arzfeld vorbei! Schnapp dir dein Gravelbike, mach eine geniale Genusstour entlang der alten Bahntrasse und lass den Abend mit den größten Rock-Hymnen der Geschichte ausklingen.

​Tickets: Wochenend-Ticket 73,44 €, Camping-Zusatz ca. 11,34 €.

​Wichtiger Hinweis in eigener Sache (Disclaimer):

Alle Angaben sind ohne Gewähr, Irrtümer und Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. Bevor du dich aufs Bike schwingst, checke bitte zur absoluten Sicherheit noch einmal die offiziellen Kanäle und Webseiten der jeweiligen Veranstalter.

Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen

Wer aktuell in den Wäldern und auf Feldern unterwegs ist, kehrt selten ohne ungebetene Gäste heim. Der Sommer ist nicht nur für uns Biker absolute Hochsaison, sondern auch für Zecken und Bremsen. ​Damit die nächste Tour nicht im Juckreiz-Fiasko endet, haben wir die wichtigsten Fakten, vorbeugende Maßnahmen und die besten Erste-Hilfe-Tipps aus der Redaktions-Praxis zusammengetragen.

Hinweis der Redaktion: Der Artikel spiegelt ausschließlich unsere persönlichen Erfahrungen als Biker wider und ersetzt ausdrücklich keinen medizinischen Rat!

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen
Foto: Erik Karits / Pixabay

​Zecken und Bremsen: Wer lauert wo?

Früher gab es die Mär, Zecken würden auf Bäumen warten und sich auf ihre Opfer fallen lassen. Das ist natürlich totaler Quatsch. Die Zecke sitzt im hohen Gras, im Unterholz und im Farn am Trailrand und wird ganz unspektakulär im Vorbeifahren abgestreift. Ein Zeckenstich ist nicht ohne: Neben dem lästigen Jucken lauert die Gefahr von Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose.

Bei Bremsen handelt es sich hingegen um fliegenähnliche Biester, die vor allem an feuchten Waldrändern, Bachläufen und in der Nähe von Weiden leben. Sie reagieren auf Bewegung, Wärme und Schweiß – schlagen also genau dann zu, wenn man sich den Berg hochquält. Ihr Biss tut sofort weh, hinterlässt oft dicke Schwellungen und nicht selten fließt sogar etwas Blut.

Vorbeugen: Wie kann ich mich vor Zecken und Bremsen schützen?

Auf dem Markt gibt es verschiedene Wirkstoffe, die den körpereigenen „Duft“ für Insekten unattraktiv machen. Bei uns in der Praxis bewährt haben sich vor allem die nachfolgend aufgeführten Produkte. Wie bei allen frei verkäuflichen Mitteln sollte vor der Anwendung die Packungsbeilage aufmerksam gelesen werden – vor allem bezüglich möglicher Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten oder der Anwendung bei Kindern.

Autan (Defense-Linie): Setzt auf den Wirkstoff Icaridin. Das hält Bremsen und Mücken für einige Stunden auf Distanz, muss aber bei starkem Schwitzen am Berg nachgelegt werden.

​Anti Brumm (Forte / Zecken Stopp): Die klassische rote Variante setzt auf DEET – ein extrem starkes Repellent, das auch Zecken effektiv abwehrt. Achtung: DEET kann Kunststoffe (wie Brillenbügel oder Helmgurte) angreifen. Die „Zecken Stopp“-Variante nutzt hingegen Icaridin und Citriodora-Öl.

​Ballistol Stichfrei (Classic): Der Klassiker für Haut und Gewebe. Riecht angenehm, pflegt ein wenig und bietet einen soliden Basisschutz für normale Runden.

Wichtig zu wissen: Während man sich gegen das FSME-Virus beim Arzt per Impfung schützen kann, gibt es gegen die bakteriell übertragene Borreliose aktuell keinen Impfstoff. Hier hilft nur schnelles Handeln – sprich das schnellstmögliche Entfernen der Zecke!

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen

Wenn es dann doch passiert ist

Erste Regel: Nicht kratzen, um sekundäre Infektionen zu vermeiden! Das Eindringen von Bakterien in die Wunde kann im schlimmsten Fall zu einer schweren lokalen Entzündung oder gar zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Bevor man sich der Wundpflege widmen kann, muss eine Zecke zuerst vollständig entfernt werden. In der Apotheke gibt es spezielle Zeckenzangen, Zeckenhaken oder Zeckenkarten, die ein unkompliziertes, sicheres und effektives Entfernen des Plagegeistes ermöglichen. Bei einer herkömmlichen Pinzette besteht die Gefahr, dass der Körper der Zecke zerdrückt wird – und somit gefährliche Krankheitserreger direkt in unsere Blutbahn befördert werden. Falls du unsicher bist, suche bitte immer einen Arzt auf!

Unser Top-Tipp: Die Hitze-Waffe

​Elektronische Stichheiler (wie der bekannte Bite Away Stift oder die kompakten Geräte von Beurer) nutzen Physik statt Chemie. Der Stift wird für wenige Sekunden auf ca. 50 bis 53 °C erhitzt. Die konzentrierte Hitze kann die Proteine und Eiweißverbindungen im Insektenspeichel zersetzen, die für das Jucken und Anschwellen verantwortlich sind. Wer das Ding direkt nach dem Bremsenstich nutzt, verhindert die dicke Schwellung meist komplett. Funktioniert übrigens auch super bei Mückenstichen.

Lebenswichtiger Hinweis: Der elektronische Stichheiler darf niemals angewendet werden, solange die Zecke noch in der Haut steckt! Die Hitze würde die Zecke extrem stressen, wodurch sie im Todeskampf schlagartig infizierte Sekrete in die Blutbahn abgibt. Die Zecke muss immer zuerst mechanisch entfernt werden.

Wann bieten sich Gele an?

Ist der Stich älter oder kein elektronischer Stichheiler verfügbar, helfen kühlende und entzündungshemmende Gele wie ​Fenistil Gel oder Soventol Gel. Wer es natürlicher mag, kann auch auf reines Aloe-Vera-Gel zurückgreifen. Auch wenn diese Gele frei verkäuflich sind, sollte vor der ersten Anwendung immer ein Blick in den Beipackzettel geworfen werden. Selbst bewährte Wirkstoffe (wie Bamipin in Soventol) oder enthaltene Hilfsstoffe können in seltenen Fällen Hautreizungen auslösen, falls man hochallergisch reagiert. Im Zweifel gilt auch hier: Kurz in der Apotheke nachfragen.

Plagegeister am Rande des Trails: Zecken und Bremsen
Foto: Larneg / Pixabay

​Bissstelle im Auge behalten – wann der Gang zum Arzt zwingend ist

​Auch wenn die meisten Stiche harmlos verlaufen, sollte das „Souvenir“ aus dem Wald in den Tagen und Wochen danach genau genau werden. Bei folgenden Warnsignalen ist der Gang zum Arzt unumgänglich:

​Warnsignal „Wanderröte“ (Erythema migrans): Wenn sich Tage oder sogar Wochen nach einem Zeckenstich eine kreisrunde, sich ausbreitende Rötung um die Einstichstelle bildet (oft in Form eines Rings, der in der Mitte blasser wird), ist das das klassische Leitsymptom für eine Borreliose-Infektion. Hier muss sofort ein Arzt draufschauen, um rechtzeitig mit Antibiotika gegenzusteuern.

​Wichtig zu wissen: Die Wanderröte tritt nicht immer auf! Eine Borreliose kann auch schleichend verlaufen. Sollten Wochen oder Monate nach der Tour unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber oder unerklärliche neurologische Beschwerden auftreten, weise deinen Arzt unbedingt darauf hin, dass du im Sommer einen Zeckenstich hattest.

​Heftige Bremsen-Allergien: Bremsenstiche neigen ohnehin dazu, dick zu werden. Wenn die Schwellung aber extreme Ausmaße annimmt, pocht, sich heiß anfühlt oder rote Streifen (Anzeichen einer Lymphbahnen-Entzündung / Lymphangitis) sichtbar werden, sollte das unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Fortschreitende Entzündungen: Beginnt die Einstichstelle extrem zu eitern oder breitet sich der Schmerz aus, ist ebenfalls Vorsicht geboten, um Komplikationen wie eine Sepsis zu vermeiden.

​Allergischer Schock (Anaphylaxie): Sollten nach einem Stich oder Biss systemische Reaktionen wie Kreislaufprobleme, Atemnot, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder plötzliche, extreme Muskelschwäche einsetzen, gilt: Keine Zeit verlieren und sofort den Notruf (112) wählen!

​Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information, spiegelt die Erfahrungen unserer Redaktion wider und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt. Im Zweifel oder bei anhaltenden Beschwerden sollte immer unverzüglich ein Mediziner aufgesucht werden!

Werkstatt: Die wichtigsten Drehmomente für dein Mountainbike / E-Bike als Spickzettel

Die wichtigsten Drehmomente für dein Mountainbike

Wer an seinem Fahrrad schraubt, kommt nicht an dem Thema „Drehmoment“ vorbei. Während früher in der Hobbywerkstatt noch oft nach dem Prinzip „Nach fest kommt ab“ gearbeitet wurde, verlangen moderne High-Tech-Komponenten heute höchste Präzision. Zu locker angezogene Schrauben können lebensgefährlich werden, zu fest angezogene jedoch teure Bauteile – insbesondere die aus Carbon – beschädigen. ​Wir haben für dich die wichtigsten Drehmomentvorgaben (Nm) in einem praktischen Spickzettel zusammengefasst.

Die wichtigsten Drehmomente für dein Mountainbike

Drehmoment-Richtwerte für moderne Fahrräder

1. Antrieb und Schaltung

  • SRAM Eagle Transmission (Full-Mount-Schaltwerk): 35 Nm
  • Klassische Schaltwerke am Schaltauge (Shimano & SRAM): 8–10 Nm
  • Kassette (Lockring auf HG-, XD- oder XDR-Freilauf): 40 Nm
  • Shimano Hollowtech-II-Kurbelarm (Klemmschrauben): 12–14 Nm (abwechselnd und gleichmäßig anziehen)
  • Pedale im Kurbelarm: 35–40 Nm (linkes Pedal hat Linksgewinde)

2. Bremsanlage

  • Bremssattel an Gabel oder Rahmen (Postmount): 6–8 Nm
  • Bremsscheibe (6-Loch-Befestigung): 4–6 Nm (über Kreuz anziehen)
  • Bremsscheibe (Centerlock-Verschlussring): 40 Nm

3. Cockpit und Lenkerbereich

  • Bremshebel am Lenker: meist 4–6 Nm
  • Schalthebel am Lenker: meist 3–5 Nm
  • Lenkerklemmung am Vorbau (4-Schrauben-System): 5–6 Nm (über Kreuz und gleichmäßig anziehen)
  • Vorbauklemmung am Gabelschaft: meist 5–6 Nm
  • Lock-On-Griffe mit Klemmring: 1,5–2,5 Nm
Die wichtigsten Drehmomente für dein Mountainbike

Wichtiger Hinweis

Die von uns angegebenen Werte dienen als allgemeine Richtwerte für moderne Mountainbikes, Gravelbikes, Trekkingräder und E-Bikes. Je nach Hersteller, Modelljahr und Bauteil können die vorgeschriebenen Drehmomente abweichen. Alle Angaben sind daher ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Maßgeblich sind immer die Angaben des jeweiligen Komponenten- oder Fahrradherstellers. Insbesondere bei Carbonbauteilen sollten die vom Hersteller vorgegebenen Drehmomente strikt eingehalten und ein kalibrierter Drehmomentschlüssel verwendet werden.

Für sicherheitsrelevante Bauteile wie Bremsen, Lenker, Vorbau und Kurbeln gelten stets die Herstellerangaben als verbindlich.

Bikes, Trails & Rock ’n‘ Roll: Warum Mountainbiken und harte Gitarrenriffs die gleiche Sprache sprechen

Mountainbiken ist weit mehr als nur ein Sport: es ist ein Lebensgefühl. Es ist intensiv, rough und zieht dich völlig in den Bann. Genau diese Eigenschaften teilt sich die Bike-Kultur mit einer ganz bestimmten Musikrichtung. Nicht umsonst lautet das ewige Motto unseres Magazins „Bikes, Trails & Rock ’n‘ Roll“. ​Aber woher kommt diese magische Verbindung zwischen grobstolligen Reifen und verzerrten Gitarrenriffs? Warum fühlt sich der perfekte Trail wie ein verdammt geiles Solo an?

Bikes, Trails & Rock 'n' Roll: Warum Mountainbiken und harte Gitarrenriffs die gleiche Sprache sprechen

Ein Lebensgefühl abseits des Mainstreams

​Es ist kein Geheimnis, dass Musik die Emotionen steuert. Doch beim Mountainbiken geht die Verbindung tiefer. Wenn du im harten Gelände unterwegs bist, schaltet das Gehirn in den Tunnelblick. Du fokussierst dich und musst im Bruchteil einer Sekunde entscheiden welche Linie du wählst oder wo du anbremst. Ein guter Trail hat einen Flow – genau wie ein Song. Wenn die Beats im Ohr mit der Trittfrequenz und dem Pumpen der Federelemente übereinstimmen, hast du deinen persönlichen Flow gefunden. Das Adrenalin pumpt, der Fokus schärft sich und die Anstrengung ist plötzlich wie weggeblasen. Hardrock und Metal liefern mit ihren treibenden Drums und aggressiven Riffs genau die Energie, die man braucht, um die eigenen Grenzen zu verschieben.

Mountainbiken und Rock ’n‘ Roll: Rebellion in seiner schönsten Form

​Sowohl das Mountainbiken in seiner reinsten Form, angefangen mit den legendären Klunker-Bikes, als auch die Rockmusik sind als Rebellion gegen den faden Mainstream entstanden. Es geht darum, aus dem grauen Alltag auszubrechen, die Natur im rohen Zustand zu spüren und den Staub auf den Klamotten wie eine Auszeichnung zu tragen. Die Parallelen enden daher auch nicht auf dem Trail. Viele große Bike-Festivals erinnern mit ihrer lockeren Atmosphäre eher an ein Rock-Festival als an eine steife Sportveranstaltung. Abends im Fahrerlager zusammensitzen, kaltes Bier trinken und über Setups und den neuesten technischen Shit fachsimpeln – und im Hintergrund dröhnen dazu die Rockbeats aus den Boxen.

​Die ultimative „Fraktur-Trail-Playlist“

​Wir haben für dich die perfekten Songs für die verschiedenen Abschnitte deiner nächsten Tour herausgesucht.

​Harter Uphill: Durchbeißen im Takt

​Wenn die Oberschenkel brennen und die Steigung kein Ende nehmen will, brauchst du einen stampfenden, unnachgiebigen Beat, der dich erbarmungslos nach vorne peitscht. Episch, kraftvoll und absolut kompromisslos.

​Unsere Anspieltipps:

  • Rammstein – Sonne
  • Metallica – Enter Sandman

​Flowiger Singletrail: Freiheitsgefühl ohne Limit

​Der Trail öffnet sich und windet sich in geschmeidigen Kurven durch den Wald. Zeit für klassischen, treibenden Rock ’n‘ Roll, der einfach nur gute Laune macht. Schnell, dreckig und mit einem fetten Grinsen im Gesicht.

​Unsere Anspieltipps:

  • AC/DC – Highway to Hell
  • Motörhead – Ace of Spades

​Technischer Downhill: Absolute Ekstase

​Fette Steinfelder, fiese Wurzelteppiche und hohe Absätze, die volle Konzentration von dir fordern – die absolute Ekstase für Adrenalinjunkies. Hier brauchst du Musik, die so schnell und aggressiv ist wie die Piste, die du gerade runterprügelst.

Unsere Anspieltipps:

  • Slayer – Raining Blood
  • Slipknot – Duality

In diesem Sinne: Rauf auf den Bock, Finger weg von der Bremse und Rock ’n‘ Roll!