Rose Soulfire 2 (2015): Der 26” Freerider im Test

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Test: Konsequent treibt Rose die Modellanpassung der MTB-Flotte von 26 auf 27.5 Zoll Laufräder voran. Im Bereich XC bis Enduro rollen die Rose Bikes bereits auf den größeren Laufrädern. Das Rose Soulfire, welches wir über mehrere Monate im Test hatten, rollt – zumindest noch – auf 26 Zoll Laufrädern.

Entgegen unserer sonstigen Tests fangen wir diesen Bericht nicht mit der Einleitung, sondern mit dem Schluss an. Den Grund hierfür schulden wir der Tatsache, dass das Soulfire 26“ – ohne jetzt pathetisch klingen zu wollen – in dieser Form das Letzte seiner Art sein wird. Wir waren im Test von den Leistungen und der Spielfreude des Bikes so angetan, dass wir uns kaum vorstellen können, dass dieses Bike noch irgendwie verbessert werden kann, ohne auf der anderen Seite irgendwelche Kompromisse eingehen zu müssen. Unser Tipp vorweg: Wer einen Freerider sucht, der Agilität, Verspieltheit und Laufruhe mit sehr guten Toureneigenschaften kombiniert, sollte beim diesjährigen Rose Soulfire zuschlagen!

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Mit dem Rose Soulfire 2 erhält der Rider ein Bike, das auf der Abfahrt liegt wie ein Brett. Die sensiblen 185 mm Federweg des Hecks saugen sich regelrecht auf der Piste fest, egal wie rau und ruppig es zugeht. Harmonisch zeigt sich in diesem Zusammenhang das Zusammenspiel mit der Suntour Durolux, die mit einer 20 mm Steckachse und schluckfreudigen 180 mm Federweg aufwarten kann. Agil lässt sich das Bike um die Ecken manövrieren und erfreut den Rider mit einer unglaublichen Verspieltheit. Die Gutmütigkeit des Fahrwerks erlaubt scharfes Fahren am Limit, das Fahrwerk bietet diesbezüglich ausreichend Reserven. Den Druck auf die Pedale wandelt das Bike „gnadenlos“ in Vortrieb um.

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Die Lenkzentrale des Rose Bikes gefällt uns sehr gut. Die Vorbaulänge und die Lenkerbreite sind perfekt gewählt. Das Bike folgt unverzüglich jeder Anweisung des Bikers. Ein weiteres Element, wo sich das Bike samt Rider pudelwohl fühlen, ist die Luft. Jumps machen mit dem Soulfire mächtig Laune, das Bike bleibt stabil und lässt sich in der Luft fantastisch dirigieren. Eine weitere Stärke des Rose Soulfire sind Touren. Sicherlich bietet das Bike nicht die Leichtfüßigkeit einer Marathonfeile, aber der Rider kommt zum Ziel – und das überraschend entspannt. Die zwei Kettenblätter vorne, die Rock Shox Reverb Stealth Vario-Sattelstütze mit einem Einstellbereich von 125 mm und die recht zentrale Sitzposition tragen ihren Teil zur Tourenfreudigkeit des Bikes bei.

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Die Parts des Rose Soulfire 2 können sich durchaus sehen lassen. Zur Grundausstattung gehören unter anderem Spank Spoon Laufräder, Formula T1 Bremsen mit 203 mm Bremsscheiben sowie ein Rock Shox Vivid Air Dämpfer. Für präzise Schaltvorgänge ist ein Shimano XT/SLX Schaltungs-Mix verantwortlich, für die Kraftübertragung ist das Race Face Respond mit Bashguard zuständig. Grip auf den Trails garantiert der Hans Dampf Evo SnakeSkin in 26x 2.35 aus dem Hause Schwalbe. Wie immer steht es dem Käufer auch beim Rose Soulfire frei, das Bike nach seinen Vorlieben zu konfigurieren. Bei uns brachte das Bike in der Größe M ohne Pedale 15,5 Kilogramm auf die Waage – das entspricht genau der Herstellerangabe.

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Fazit

Trotz der sehr guten Vorstellung des Rose Soulfire 2 bleibt nur wenig Zeit zur Freude. Wie bereits erwähnt: Wer einen Freerider sucht, der Agilität, Verspieltheit und Laufruhe mit sehr guten Toureneigenschaften kombiniert, sollte jetzt zuschlagen! Applaus, Applaus!

Produktdetails

 

Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin “Fraktur – Das Magazin” ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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