Uvex FP 501 Supercross Goggle – Die MX-Brille im Test

Welcher Brillenträger nutzt zum Putzen der Brille nicht bewusst die Kondensation? Die Brille wird angehaucht und dann mit einem feinen Tuch nachgeputzt. Genau dieser „erwünschte“ Effekt des Kondensierens sorgt bei unserem Sport für die größten Probleme – bis hin zur Gefahr eines Sturzes. Eine beschlagene Scheibe, ein absoluter Graus! Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir euch schon vor einer langen Zeit ein wirksames Mittel gegen diese Gefahr vorgestellt, in diesem Winter hatten wir das Vergnügen mit der Uvex FP 501 Supercross.

Werbewirksam werden Schokoriegel umbenannt, Packungsinhalte werden bei gleicher Verpackungsgröße minimiert und auch sonst unternehmen die Werbestrategen alles, um die Kunden zu locken, manchmal auch ein klitzekleines bisschen zu täuschen und letztendlich das Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir vor einer langen Zeit eine MX-Brille im Test, die sehr überzeugen konnte – vom Tragegefühl über die Optik bis zur Funktion. Eigentlich sollte man vermuten, die neue FP 501 Supercross müsste eine furiose Namensänderung genießen, aber dem ist nicht so. Schnell merkt man, dass dieses auch gar nicht nötig ist! Die neue Goggle kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – auch ohne werbewirksame Wortklaubereien! Die Firma Uvex entwickelt schon seit Ewigkeiten Brillen im Bereich Ski und MX und hat somit Erfahrungen gesammelt, von denen wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Vorweg sei schon angemerkt, dass es bei der FP 501 Supercross nichts zu meckern gibt. Vielleicht nur die Tatsache, dass die gewünschte oben beschriebene Putzaktion nicht durchführbar ist – die Brille will einfach nicht beschlagen!

Damit ist für uns einer der wichtigsten Kriterien bereits vollstens erfüllt. In ungünstigen Situationen bei Eiseskälte, nach einem Run schwer atmend, zeigt auch die Uvex FP 501 Supercross den Anflug eines Beschlagens, welcher aber sofort wieder verfliegt. Wir wissen nicht mit was die Scheiben bei der Produktion benetzt wurden, aber es funktioniert ganz hervorragend. Der Aufdruck „super antifog“ ist also nicht übertrieben. Die Scheibe ist natürlich ein ganz elementarer Bestandteil einer MX-Goggle, neben dem Rahmen natürlich. Und genau dieser Scheibe hat sich Uvex sehr angenommen. Die bereits beschriebene Antifog Beschichtung ist excellent, aber auch die anderen Eigenschaften der Scheibe sind überzeugend. Die Sicht ist erstklassig, über das gesamte Sichtfeld sind keine Verzerrungen sichtbar. Auffallend ist auch, dass die Brille nur sehr wenig Licht schluckt. Gerade bei widrigsten Bedingungen, wie zum Beispiel bei wolkenverhangenem Himmel in Waldpassagen, ist das sehr wichtig. Uvex hat dem Kind bzw. der Scheibe dementsprechend auch einen Namen gegeben: uvex supravision triflex.

Das Sichtfeld der Uvex FP 501 ist sehr gut, die Brille passt hervorragend zu herkömmlichen Fullfacehelmen, womit wir schon beim Thema Rahmen wären. Der Rahmen unterstützt mit seiner guten Belüftung die Antifog Funktion der Scheibe. Die Belüftung ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen dem Hitzetod in der Brille, dem Anlaufen der Scheibe und entgegengesetzt der Zugluft. Ein schmaler Grat, auf dem die Uvex gekonnt langtänzelt, daneben hat man der FP 501 Supercross eine schöne, aber nicht zu schrille Optik verpasst! Die Goggle sitzt sehr angenehm, der für die Gesichtsauflage verwendete profilierte Schaumstoff bietet einen hohen Komfort. Das Brillenband besitzt drei Silikonstreifen, die ein Abrutschen der Brille vom Helm verhindern. Das Brillenband lässt sich natürlich an den Umfang des Helmes anpassen, aber das sollte nicht weiter erwähnenswert sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das „Grundmodell“ der Uvex FP 501 gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, die Supercross gibt es alleine schon in mehreren Varianten. Eine Sache noch, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Die Brille ist „Made in Germany“. Auch dafür den Daumen nach oben!

Fazit:

Ein Qualitätsprodukt „Made in Germany“! Sehr empfehlenswert!

Preis: 49,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Adidas burna – Der Trendsetter unter den Goggles – Test

Trendsetter fallen auf und setzen Maßstäbe! Als in den siebziger Jahren ein kleiner Mann, namens Elton John, mit einer Vielzahl von bunten Brillen Musikgeschichte schrieb, gab es kurze Zeit später viele Nachahmer. Etwa ein Jahrzehnt später erfand die niederländische Firma Philips die CD. Weitere zwei Jahrzehnte später erfand wiederum Philips die genialen Kaffeepads, die mittlerweile in jedem Haushalt zu finden sind. Auch in diesem Marktsegment tummeln sich inzwischen eine Vielzahl von verschiedensten Anbietern. Die Produkte von Adidas werden schon seit vielen Jahren kopiert.

Mit der neuen Burna legt Adidas Eyewear nicht nur optisch mächtig Kohlen ins Feuer. Die nicht als reine Bikegoggle deklarierte Brille erfreut sich bereits jetzt größter Beliebtheit bei Skifahrern und Snowboardern, die für neue und auffallende Trends immer sehr offen sind. Biker fallen allerdings nicht in das typische Raster der Wintersportler und somit blieb nur ein Test der neuen Burna unter biketypischen Bedingungen. Getestet haben wir die Burna bei winterlichen Bedingungen beim Downhill im Bergischen Land. Das feuchtnasse Wetter deckt schnell Schwächen bei Brillen auf. Bedingungen, die der Besitzer einer Adidas Burna nicht fürchten muss. Bei den Testfahrten konnte die Burna mit einem optimalen Durchblick, im wahrsten Sinne des Wortes, überzeugen.

Durch die Climacool-Technologie wird die Luft so gelenkt, dass ein Beschlagen der Brille so gut wie ausgeschlossen ist. Selbst bei Tretpassagen kann die ausgefeilte Technik, in Verbindung mit der Beschichtung des Glases, ein Beschlagen weitgehendst verhindern. Wo die anderen Testfahrer mit den Brillen der Konkurrenz schon fluchten, überzeugte die Adidas, samt Fahrer, mit einem perfekten Durchblick. Bei starkem Seitenwind verspürt man einen leichten Zug auf die Augen, was aber keinen Grund zur Kritik darstellt. Aha, so funktioniert die Technik der Burna also. Da während der Fahrt der Wind immer von vorne kommt, zumindest es so sein sollte, verspürt der Fahrer keinerlei Beeinträchtigung oder gar Zug auf den Augen.

Luftzirklulation, die begeistert und funktioniert! Die Gesichtsauflage der Burna ist sehr gut, aber hier weisen auch die meisten Produkte der Konkurrenz keinen Grund zum Nörgeln auf. Ein gummiertes Band ist in dieser Preisklasse ebenso selbstverständlich wie das komfortable und einfache Auswechseln der Gläser. Auch diese können absolut überzeugen. Nichts verzerrt hier den Ausblick. Ferner bietet Adidas verschiedene Tönungen an, damit jeder für sich das optimale Glas findet.

Doch wir fanden auch bei der Adidas Burna einen Punkt zur Kritik. Bis jetzt hatten wir noch keine Brillen im Test, die wirklich kratzfest waren. Damit meinen wir kratzfest bei einem normalen Gebrauch. Bei einem Downhiller heisst das, dass die Brille in den Helm gesteckt wird oder am Lenker baumelt. Ein ordnungsgemäßes Verstauen im mitgelieferten Mikrofaserbeutel wäre zwar besser, ist allerdings in der Praxis kaum umsetzbar. Adidas bildet hierbei leider keine Ausnahme.

Fazit:

Die Adidas Burna kann absolut überzeugen. Das gute Gesichtsfeld und das beschlagfreie Verhalten selbst in extremen Situationen, dank der Climacool-Technlogie, lassen die Konkurrenz alt aussehen. Ein sehr durchdachtes System, welches sich Adidas natürlich auch bezahlen lässt.

Preis: 115,00 Euro

Verfügbare Farben (Frame): black matt, blue yellow, black red, silver, dark green neon, white/black

Mehr Infos unter www.adidas.com/eyewear