Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison

Nach dem 2019 gebauten Bikepark mit Jumpline und Pumptrack legt die Eifelgemeinde Pronsfeld jetzt mit einem komplett neu gebauten Mountainbike-Trail nach. Der Hochberg-Trail startet vom Aussichtspunkt oberhalb der Prüm und windet sich kurvenreich bergab bis zum Prümtal-Radweg. Realisiert wurde das gesamte Projekt unter Leitung des Ortsbürgermeisters Harald Urfels von vielen freiwilligen Mithelfern.

Wieder einmal beweist die kleine Gemeinde in der Eifel, wie unkompliziert ein zukunftsweisendes Projekt durchgeführt werden kann. Tatsächlich besitzt der neue Hochberg-Trail im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Im Fokus steht nämlich nicht das Fahren bergauf, sondern der Spaß bergab. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten richtet sich der Trail an geübte Biker, die ihr Rädchen im Griff haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Das starke Gefälle und die engen Kurven unterstreichen den hohen technischen Anspruch der Strecke. Wer sein Bike also gut unter Kontrolle hat, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten!

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

MTB Hochberg-Trail in Pronsfeld: Wie ist der Streckenverlauf?

Nach dem Start am Aussichtspunkt Pronsfeld kann nach wenigen Metern zwischen zwei Lines gewählt werden. Die Hauptlinie führt in engen und steilen Serpentinen ohne Drops oder Sprünge Richtung Tal. Leicht alpines Feeling vermittelt die Alternativ-Linie, die teilweise auf einem steinigen Grat verläuft. Hier sind AM- und Enduro-Biker perfekt aufgehoben. Beide Strecken treffen in einer Senke wieder zusammen. Diese spuckt den Rider dann auf das letzte Teilstück aus. Am Ende kann auf Wunsch noch auf eine Race-Jumpline mit drei Tables abgebogen werden. Zwischen den beiden Lines sorgen zudem feine Kombinationsmöglichkeiten für erhöhten Fahrspaß.

Wie findet man den Mountainbike-Trail?

Der MTB Hochberg-Trail in der Eifelgemeinde Pronsfeld ist Teil eines Rundkurses und führt auch am Bikepark vorbei. Einen guten und einprägsamen Einstieg in die Runde bietet die Kreuzung am Lokdenkmal (Hauptstraße/Prümtal-Radweg). Von hier ist der Hochberg-Trail bereits ausgeschildert. Die erste Station ist schon nach kurzer Zeit erreicht: Der Pumptrack. Nach wenigen hundert Metern führt ein moderat ansteigender Wanderweg in den Wald. Nach knapp 50 Höhenmetern beginnt der Abfahrtsspaß. Unten angekommen und dem Radweg links folgend können so unzählige Runden gedreht werden. Insgesamt hat die komplette MTB-Tour ein Länge von etwa 2,1 Kilometern.

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

Wo parken, essen und schlafen in der Eifelgemeinde Pronsfeld?

Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Bikepark/Pumptrack oder am ehemaligen Bahnhof in Pronsfeld. Hungern muss hier ebenfalls niemand: Direkt an der Lok befindet sich das Café Stullwerk. Egal ob im Biergarten oder im historischen Eisenbahnwaggon, hier gibt es leckere Kuchen, Sandwiches und Getränke in nostalgischer Atmosphäre. Freunde der italienischen Küche mit all ihren Köstlichkeiten kommen im Ristorante Da Mario (Ecke Lünebacher Straße/Hauptstraße) auf ihre Kosten. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich bei privaten Anbietern. Der Wohnmobilstellplatz in Pronsfeld bietet zudem Stellplätze für 7,00€ pro Nacht.

Web-Links zum Thema:

www.pronsfeld.de
www.stullwerk.de
https://www.facebook.com/people/Ristorante-Pizzeria-Da-Mario/100063733474387/

Dank an Jan und Paul für das Foto-Shooting 🙂

XLC Shorts für Gravity-Rider im Test

XLC Shorts

Für den Gravity-Bereich hält XLC zwei MTB-Shorts bereit, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während sich die XLC Flowby Short Enduro der Artikelbezeichnung entsprechend an den Enduro-Rider richtet, stellt die XLC DH-Short die Alternative für Downhiller dar. Wir hatten beide Shorts im Test und können Euch somit nicht nur die Schwächen und Stärken aufzählen, sondern auch die expliziten Unterschiede zwischen den beiden Modellen.

XLC Shorts

XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24: Leichte MTB-Short für Gravity-Rider

Bei der XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 handelt es sich um eine leichte und bequeme Radhose für Enduro-Fahrer. Der Preis von 90,00 Euro scheint auf den ersten Blick ein wenig hoch angesetzt zu sein, allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass eine herausnehmbare Polster-Innenhose zum Lieferumfang gehört. Diese lässt sich mit zwei kleinen Schlaufen schnell und unkompliziert in der Radhose fixieren bzw. wieder entnehmen. Damit eignet sich die Flowby Short Enduro Men sowohl für Action im Bikepark als auch lange Touren im Sattel.

XLC Shorts

Die Enduro-Radhose fällt durch ihren lässigen Schnitt und den soften Stoff auf, der nicht nur für eine coole Optik sorgt, sondern auch entscheidend zum hohen Tragekomfort beiträgt. Zwischen den Beinen und am Gesäß ist zudem elastischer Stoff eingearbeitet. Die Bewegungsfreiheit wird somit weder auf der Abfahrt noch bei schweißtreibenden Uphills eingeschränkt. Selbst beim Tragen von Knieschonern bleibt der Bewegungsablauf unbeeinträchtigt. Wer weitere Touren einplant, findet mit der mitgelieferten Innenhose ein ebenfalls hochwertiges Produkt. Die 3D bi-elastische Polsterung ist den Anforderungen entsprechend in verschiedene Bereiche unterteilt und nimmt langen Strecken den Schrecken. Silikonstraps an den Beinen verhindern ein Verrutschen der Innenhose.

Überhaupt punktet die XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 durch eine gute Verarbeitung und viele Detaillösungen. An Gürtelschlaufen wurde ebenso gedacht wie an eine zusätzliche Schlaufe im Rückenbereich zum Aufhängen der Hose. Eine individuelle Anpassung erlauben zwei seitlich innen im Bund angebrachte Klettstreifen. Verschlossen wird die Shorts mittels eines Reißverschlusses mit abschließendem Klett. Zwei zusätzliche Knöpfe gewährleisten auch bei ruppigen Aktionen einen sicheren Sitz. Ferner finden sich noch zwei seitliche Einschubtaschen und eine mit einem Reißverschluss verschließbare Tasche am linken Oberschenkel. Feine Prints, denen auch mehrmalige Waschgänge nichts anhaben konnten, sorgen für den optischen Feinschliff.

Produktdetails XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24

  • Farben: Schwarz/grau
  • Erhältliche Größen: M bis XXL
  • Preis: 90,00 Euro
  • Ebenfalls verfügbar als Damen-Version (Flowby Short Enduro Women TR-S26 – Preis: 85,00 Euro)

XLC DH-Short: Die Alternative für grobe Action

Für grobe Action bietet sich die XLC Downhill Short TR-S23 zum Preis von 60,00 Euro an. Der im Vergleich zur Flowby Short Enduro Men TR-S24 viel dickere Stoff ist nicht nur extrem robust, sondern auch wasserabweisend. Obwohl die Hose innen über atmungsaktiven Netzstoff verfügt, können wir nur sagen: Im Sommer wird es verdammt muckelig warm. Trotz der sehr robusten Ausführung bietet die XLC DH-Short ungeachtet dessen überraschend hohen Komfort. Damit die Hose optimal sitzt, kommt auf der Rückseite ein elastischer Webstoffstreifen zum Einsatz. Zwei verstellbare Hüftgurte mit Klettverschluss erlauben eine individuelle Anpassung. Das Tragen von Knieschonern bereitet auch bei diesem Modell natürlich keine Schwierigkeiten.

Verschließbaren Stauraum bietet die XLC Downhill Short TR-S23 direkt in dreifacher Form: Zwei Fronthosentaschen und eine Hosentasche auf der Rückseite bieten Platz für das Smartphone, die Liftkarte, den Autoschlüssel etc. Verschlossen wird die Shorts mittels eines Reißverschlusses und zwei zusätzlichen Knöpfen mit Gummiüberzug. Auf optischen Schnickschnack wurde bei der ausschließlich in grau erhältlichen Downhill-Hose komplett verzichtet. Für ein lockereres Erscheinungsbild sorgen die Marken-Prints außen an den Oberschenkeln und zwei vertikale Print-Streifen. Diese zeigten nach längerem Gebrauch der Shorts allerdings Abnutzungsspuren.

Produktdetails XLC Downhill Short TR-S23

  • Farben: Grau
  • Erhältliche Größen: M bis XXXL
  • Preis: 60,00 Euro

Fazit XLC Shorts für Gravity-Rider

Vergleichen lassen sich die beiden XLC Shorts für Gravity-Rider nicht wirklich. Die leichte XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24 besticht durch eine coole Optik, hohen Tragekomfort und viele Detaillösungen. Das Modell XLC DH-Short TR-S23 ist für das Grobe gedacht – und präsentiert sich dementsprechend robust. Wenn wir uns festlegen müssten, dann wäre unser Favorit ganz klar die XLC Flowby Short Enduro Men TR-S24.

Web: www.xlc-parts.com

XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13: Der Handschuh für Enduro Rider im Test

XLC Enduro Handschuhe

Ein im wahrsten Sinne des Wortes feines Fingerspitzengefühl beweist die Komponenten-Marke XLC Parts mit ihrem breit aufgestellten Portfolio an MTB Handschuhen. Vom Kurzhandschuh für Kids bis zum Modell für ambitionierte Enduro Rider findet sich nahezu für jeden Bereich des gepflegten Geländeradsports das passende Exemplar. In diesem Sommer hatten wir direkt drei Handschuh-Modelle im Test, den Anfang markiert hierbei der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13.

MTB Handschuhe für den Enduro Bereich müssen wie die Sportart selbst vielseitige Ansprüche erfüllen. Neben hohem Schutz bei einem Abflug stehen Robustheit und ein komfortables Tragegefühl mit guter Kühlung und Fingerspitzengefühl an oberster Stelle – also quasi eine Mischung aus „normalem“ MTB Touren-Handschuh und Downhill Glove. Um diesen Spagat realisieren zu können, kommen beim XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Die Innenhand besteht aus robustem Synthetik Leder, die Serino Gel Polsterung sorgt für zusätzlichen Komfort, ohne dass hierbei das Griffgefühl beeinträchtigt wird. Die Oberhand aus Nylon Lycra passt sich perfekt dem Handrücken an und gewährleistet selbst bei sommerlichen Temperaturen eine gute Ableitung der Wärme. Im Gegensatz zu vielen Downhill Gloves, die über speziell angebrachte Schutzelemente am Handrücken verfügen, zeigt sich der XLC Enduro Langfingerhandschuh „nackt“, wovon natürlich die Kühlung profitiert.

Das Tragegefühl des in drei Ausführungen erhältlichen Enduro Handschuhs lässt keine Wünsche offen, der CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und glänzt mit hoher Bewegungsfreiheit. Großflächig aufgebrachte Silikonprints an den Bremsfingern garantieren zuverlässigen Grip beim Bremsen und Schalten. Dank des Klettverschlusses am Bündchen gestaltet sich das An- und Ausziehen des Handschuhs sehr unkompliziert. Der sensitive Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger wird durch zusätzliche Materialaufbringung geschützt und sorgt so für eine längere Lebensdauer. Zum Abwischen des Schweißes kommt Frottee am Daumen zum Einsatz. Selbst nach vielen Einsätzen und Maschinenwäschen präsentiert sich der XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13 in einem sehr guten Zustand. Eine sehr gute Investition, zumal der Preis von 30,00 Euro äußerst Budget-freundlich ist.

Fazit XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13

Der XLC Enduro CG-L13 sitzt wie ein Maßanzug und bietet dem Rider eine hohe Bewegungsfreiheit. Durchdachte Detaillösungen gewährleisten optimale Trageeigenschaften. Die stabile Ausführung sorgt zudem für eine lange Lebensdauer des Handschuhs.

Produktdetails XLC Langfingerhandschuh Enduro CG-L13

  • Verfügbar in drei Ausführungen
  • Erhältliche Größen: XS bis XXL
  • Preis: 30,00 Euro
  • www.xlc-parts.com

iXS XACT Helm: Der Full Face Helm für Enduro- und Bikepark-Rider im Praxistest

Test: Für anspruchsvolle Enduro Stages und herausfordernde Sessions im Bikepark empfiehlt sich das Tragen eines Full Face Helms. Auf dem Markt sind viele Modelle in den unterschiedlichsten Preisklassen erhältlich. Alleine im Sortiment von iXS finden sich mit dem XACT und dem XULT gleich zwei Full Face Helme für kernige MTB Einsätze. Der preisgünstige iXS XACT basiert auf den Technologien des weitaus teureren XULT, was den Helm nicht nur für Einsteiger interessant macht. Wir konnten den iXS XACT Full Face Helm in den letzten Wochen ausgiebig testen.

Der iXS XACT Full Face Helm ist der beste Beweis dafür, dass ein Plus an Schutz bezahlbar ist. Erhältlich ist der Enduro Helm in vier Größen und fünf Farbvarianten zu einem Preis von 169,00 Euro. Im Vergleich hierzu muss beim Top-Modell iXS XULT mit der Faser-verstärkten Polymer Schale (FRP) wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Abgesehen von der ABS Helmschale weist der iXS XACT erstaunlich viele Features des Top-Modells auf. Gemeinsamkeiten finden sich beim VORTEX Belüftungssystem und dem EPR Emergency Padding Release System. Letzteres ermöglicht im Falle eines Sturzes ein schnelles und unkompliziertes Ausziehen des Helms.

Beim Kauf eines Mountainbike Helmes sollte immer auf die entsprechende Zertifizierung des Produkts geachtet werden. Der iXS XACT erfüllt diesbezüglich direkt mehrere Normen. Neben der EN1078 Norm entspricht der Enduro Helm dem amerikanischen CPSC Sicherheitsstandard sowie dem ASTM Downhill Mountainbike Standard für Race-Helme. Für eine sichere und stufenlose Fixierung sorgt der Doppel-D Sicherheitsverschluss, der sich dank einer angebrachten Lasche selbst mit Handschuhen schnell wieder lösen lässt. Beim Einfädeln des Kinnriemens in den Verschluss ist allerdings etwas Fingerfertigkeit angesagt.

In der Größe M/L drückt der iXS XACT mit einem Gewicht von 1017 Gramm auf unsere Waage. Ein sehr guter Wert, vor allem mit Blick auf die Ausstattung und Verarbeitung des äußerst robust wirkenden Helms. Beim Riden präsentiert sich der Helm extrem unauffällig. Der Tragekomfort und die Passform überzeugen auf ganzer Linie. Die ergonomischen Backenpolster gefallen diesbezüglich ebenso wie das restliche Helmfutter. Bei Bedarf lässt sich die Polsterung herausnehmen und waschen. Die Kinnriemen sind ebenfalls gepolstert und sorgen ihrerseits für Komfort.

Auffallend ist die aufwändig gestaltete Belüftung des Helms. Hier hat iXS offensichtlich viel Energie in die Entwicklung einer optimalen Luftstromverteilung investiert. Besonders der Blick in das Innere des Helms zeigt das System im Detail. Die durch die Lüftungsöffnungen einströmende Luft wird durch verschiedene Kanäle geleitet und sorgt so für eine ausreichende Kühlung, weitere Luftkanäle sind für die Ableitung warmer Luft verantwortlich. iXS nennt dieses System VORTEX, wir sagen dazu: Wirklich Gelungen!

Die markante Form des iXS XACT Full Face Helms geht Hand in Hand mit der lässigen Farbgestaltung. Perfekt in das Erscheinungsbild integriert ist das höhenverstellbare Kurzvisier. Wir haben im Test mehrere Goggles ausprobiert, alle Brillen passten hervorragend in den geräumigen Gesichtsausschnitt. Durch die horizontale Mulde am Hinterkopf wird zudem das Brillenband sicher am Platz gehalten. Last but not least weiß auch die saubere Verarbeitung des XACT zu begeistern. Schwachstellen und Verarbeitungsmängel waren selbst nach dem Test nicht auszumachen.

Fazit iXS XACT Helm

Toller Tragekomfort, hervorragende Belüftung und hochwertige Verarbeitung: Der iXS XACT Helm präsentiert sich mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Klarer Tipp für alle Enduro- und Bikepark-Rider, die einen guten Full Face Helm zu einem sehr fairen Preis erwerben wollen.

Produktdetails iXS XACT Helm

  • Erhältliche Größen: XS, S/M, M/L und L/XL
  • Verfügbar in fünf Farbkombinationen
  • Gewicht: 1017 Gramm (Gr. M/L)
  • Preis: 169,00 Euro

Web

www.ixs-sportsdivision.com

www.sports-nut.de

Canyon Strive AL 8.0 – Das Enduro im Test

Obwohl das Canyon Strive AL 8.0 voluminös wirkt, drückt das Enduro in der Größe S (16,5″) gerade mal mit 14,5 Kilogramm auf die Waage – ohne montierte Pedale allerdings. Durch die schöne Rahmenform schmeichelt das Bike dem Auge. Die Liste der Komponenten liest sich nicht nur ganz hervorragend, sondern die Parts passen auch farblich sehr gut zum Bike. Das gelungene Gesamtbild wird durch die grüne Wippe und die grünen SUN Ringle Charger Laufräder komplettiert. Ob das Canyon Strive AL 8.0 mit seinen 160 mm Federweg in der Praxis so gut funktioniert, wie es im Stand aussieht, sollte unser Test klären.

Geliefert wird das Bike von Canyon wohl behütet im Bikeguard. In dem sehr stabilen Karton findet das Bike perfekten Schutz vor äußeren Einflüssen. Das durchdachte Innenleben des Kartons garantiert zudem einen sicheren Versand der beigepackten Laufräder und Zubehör. Das Bike muss natürlich nach der Lieferung montiert werden, was aber für den ambitionierten Schrauber kein Problem darstellt. Das benötigte Material samt Torx-Schlüssel und Drehmomentschlüssel liegt bei. Zusätzlich findet sich im Karton noch eine Dämpferpumpe und ein Entlüftungskit für die Sattelstütze. Top, besser geht es nicht!

Top sind auch die Fahrleistungen, zumindest wenn der Weg leicht bergab führt. Auf dem Trail offenbart das Strive seine Klasse. Auch wenn der Federweg mit 160 mm begrenzt ist, das Strive liegt unglaublich satt auf der Piste. Fette Steine und Wurzeln eliminiert das sensibel ansprechende Fahrwerk, als würde man lediglich über ein kleines Stöckchen fahren. Das Zusammenspiel der Fox 34 Talas CTD mit dem Anti-Squat-Kinematics Hinterbau funktioniert erstklassig. Durch das gute Handling lässt sich das Bike ohne Gnade über die Trails peitschen und um die Ecken jagen. Das Strive lässt sich mit Druck in die Kurven drücken und begeistert das Herz des Racers. Erstaunlich, was dieses Enduro für Reserven hat.

Doch nicht nur auf den Trails bergab begeistert das Canyon Strive AL 8.0. Mit einer gelassenen Gutmütigkeit lässt sich das Strive die Berge hoch treten. Beim Hochfahren agiert der Hinterbau sehr unauffällig, solange man im Sattel sitzen bleibt, ansonsten lässt sich am Dämpfer noch das Propedal aktivieren. Antriebseinflüsse sind für das Strive ein Fremdwort. Vor weiten Touren muss man ebenfalls nicht zurückschrecken. An die Fahrleistungen eines XC-Racers oder eines leichten AM kommt das Strive zwar nicht heran, aber irgendwo wartet schon der nächste Trail und dann gibt es gnadenlos Saures für die Mitfahrer.

Der Aufbau des Bikes und der flache Lenkwinkel bestätigen das Einsatzgebiet des Bikes: Ein Enduro für alle Zwecke, aber mit einem massiven Schwerpunkt im Bereich Fun und Trail. Mit den Maxxis Reifen, vorne ist ein Minion DHF 26×2.5 und hinten ist ein Ardent 26×2.4 montiert, hat Canyon geschickt die optimale Reifenwahl getroffen. Die Avid Elixir 5 Bremse (hinten ist eine 180 mm Bremsscheibe und vorne eine 200 mm Bremsscheiben verbaut) arbeitet ohne Tadel. Die vom Lenker versenkbare Rock Shox Reverb Sattelstütze ist top, da gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Sinnvoll wie auch zuverlässig ist die Kettenführung mit zwei Kettenblättern.

Auch wenn es langsam langweilig wird, selbst bei der Verarbeitung des Rahmens und der Qualität des Lacks finden wir keinen Ansatzpunkt für eine Kritik. Zusätzlich hat Canyon diverse Lackschoner am Unterrohr, auf der Kettenstrebe und an brenzeligen Stellen platziert. Das Einzige, was wir wirklich am Strive bemängeln (könnten), dass das hintere Laufrad nicht ohne Werkzeug montiert bzw. demontiert werden kann. Allerdings haben die meisten von uns auf einer Tour immer ein Multitool dabei und die Steckachse bietet zusätzliche Steifheit. Unser Fazit? Das Canyon Strive AL 8.0 gehört bei den Enduros zu den absoluten Top Bikes!

Größen: S (16,5″), M (18,5″) und L (20″)
Farben: blue ice und snow forest
Preis: 2699 Euro

Univega RAM E-90 – Das Enduro im Test

Bereits im Frühjahr 2006 musste das FR-19, der „phatteste“ Freerider aus dem Hause Univega, in einem harten Test seine Qualitäten unter Beweis stellen. Das Bike für die Freunde der härteren Gangart konnte uns damals voll überzeugen. Doch nicht immer müssen „solche“ schweren Geschütze aufgefahren werden. Endurobikes versprechen bei einem sehr breiten Einsatzgebiet maximalen Spaß. Univega bietet mit dem RAM E-90 ein Enduro in der gehobenen Preisklasse an. Ob sich das E-90 die Einreihung in die RAM-Serie verdient hat und wirklich maximalen Spaß bietet, wollten wir in einem Test herausfinden.

Das E-90 baut auf der bewährten Deltabox II-Konstruktion auf. Der formschöne Rahmen bietet nicht nur eine ausgefallene Bauweise, sondern besticht vor allem durch Stabilität und Steifheit. Ein Leichtgewicht ist das E-90 allerdings nicht, etwa 15,6 Kilogramm bringt das Univega auf die Waage. Im Gegensatz zum Flaggschiff der RAM-Serie, dem FR-19, ist das E-90 kein Eingelenker, sondern ein Viergelenker. Der Viergelenker spricht über den gesamten Federweg sehr gut an und verträgt dennoch die eine oder andere Kante, die sich in den Weg stellt. Vor allem bergab zeigt das Univega Zähne und verleitet zu einer sehr forschen Fahrweise.

Das E-90 macht der Bezeichnung Enduro alle Ehre, zumindest bergab. Fast nichts hält den Biker davon ab, anspruchsvolle Trails in ausgedehnte Touren zu integrieren. Hier zeigt sich auch die Stärke des Manitou Dämpfers mit den guten Einstellmöglichkeiten. Der Manitou Swinger Air SPV 4-Way Dämpfer bietet die Einstellung der Zugstufe, des Luftdrucks, der SPV Plattform Druckstufe und des SPV Volumens…kurz gesagt, viele Möglichkeiten zum perfekten Einstellen an die persönlichen Bedürfnisse. Hier sollte man sich unbedingt Zeit nehmen, um das E-90 perfekt abzustimmen.

Passend zu den etwa 150 mm Federweg am Heck bietet die Manitou Nixon 145 mm Federweg. Die Manitou Nixon erweist sich als gute Wahl für das E-90. Die Gabel spricht gut an und bietet ein Absenken der Front bequem vom Lenker aus. Somit zeigt sich das E-90 auch als akzeptable Kletterziege, wobei man hier aber gerne auf das eine oder andere Gramm verzichten würde. Die Wiederherstellung des vollen Federwegs während der Fahrt erwies sich als etwas unpraktisch, da hier die Gabel entlastet werden muss. Je nach Einstellung der Zugstufe muss man über ein exquisites Beherrschen von Wheelies verfügen, wenn man nicht zum Stillstand kommen will.

Die Sitzposition ist relativ aufrecht und lädt auch zum Touren ein, ohne an Sportlichkeit einzubüßen. Das Univega liegt gut in der Hand. Die Lenkung reagiert leicht indirekt, von Nervosität ist weder bei ruppigen Passagen noch bei höheren Geschwindigkeiten etwas zu spüren. Ein großer Pluspunkt beim E-90 ist die voll versenkbare Sattelstütze. Nicht nachvollziehen können wir allerdings die Wahl der Sattelklemme. Mit einem lauten Knall begrenzt diese beim Einfedern den zur Verfügung stehenden Federweg. Wir haben daraufhin provisorisch die Sattelklemme mit dem Spanner nach vorne in Fahrtrichtung gedreht. Da wir schon mal am Meckern sind, müssen wir auch in Bezug auf die Bereifung ein ernstes Wörtchen verlieren.

Die Maxxis Lopes Bling Bling machen auf trockenem Untergrund zwar eine sehr gute Figur, sobald der Untergrund aber nass und schlammig wird, ist es mit der Haftung vorbei. Da der Einsatzbereich eines Enduros zweifelsohne im Wald und auf unbefestigten Wegen zu suchen ist, und das bei jeder Witterung(!), sollten unbedingt andere Reifen montiert werden. Viel breiter als die montierten Bling Bling in der Größe 2.35 dürfen die Reifen aufgrund des eng bemessenen Hinterbaus nicht ausfallen. Allerdings machen breitere Reifen an einem Enduro aber auch nicht unbedingt Sinn.

Abgesehen von der Bereifung und der verbauten Sattelklemme gibt es an dem E-90 nichts zu Makeln. Die Shimano Deore Schaltung mit dem XT Schaltwerk arbeitet ebenso zuverlässig wie die Hayes HFX Bremsen. Die Sun Ringle Naben, die Sun Singletrack Felgen, die Truvativ Hussefelt Plattformpedalen und die vielen verbauten FSA Komponenten sorgen für ein sehr gutes Gesamtbild. Geschmackssache ist sicherlich der Lenker, der in unseren Augen ruhig breiter ausfallen dürfte. Der seitensteife Rahmen ist sehr gut verarbeitet, erwies sich im Test als hart im Nehmen und auch die Lackierung kann völlig überzeugen.

Fazit:

Der seitensteife Rahmen ist sehr gut verarbeitet und lädt zu einer sehr forschen Fahrweise ein. Das Bike liegt gut auf dem Trail, zumindest solange es die Witterung und die Reifen zulassen. Das Univega E-90 ist kein Leichtgewicht, überzeugt aber durch ein sehr gut ansprechendes schluckfreudiges Fahrwerk und Zuverlässigkeit.

Preis: 2999 Euro

Größen: S, M und L
Farbe: blast grey/blast gold
Gewicht: etwa 15,6 Kilogramm

Mehr Infos unter www.univega.com