Asphalt-Paradies im Norden, gähnende Leere im Süden: Warum bremst der Süden der Eifel beim Thema Pumptrack?

Wer mit offenen Augen durch die Eifel fährt, sieht es an jeder Ecke: Das Fahrrad ist für Kinder und Jugendliche längst kein reines Fortbewegungsmittel mehr. Es ist Sportgerät, Freiheit und sozialer Treffpunkt zugleich. Ob BMX, Dirtbike oder Mountainbike – gefühlt jedes zweite Kind steht heute auf Stollenreifen oder Rollen. Doch während die Nordeifel diesen Trend erkannt hat und einen Pumptrack nach dem anderen aus dem Boden stampft, herrscht in den Zentren im Süden der Eifel gähnende Leere. Ein kritischer Blick auf eine spürbare regionale Schieflage.

Der Norden macht es vor: Kleine Orte, riesige Wirkung

Man muss kein Städteplaner sein, um zu sehen, wie moderne Jugendsport-Förderung funktioniert. Ein Blick über die Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen reicht völlig aus.

Im beschaulichen Sieberath (Gemeinde Hellenthal) steht ein 1.300 Quadratmeter großer Pumptrack, in Kall rollt die Jugend an der Auelstraße, am Mühlenpark in Mechernich-Kommern findet sich ebenfalls eine hochmoderne Anlage – und auch in Schleiden, Nettersheim oder Blankenheim gehören durchgestaltete Asphalt-Rundkurse längst zum Ortsbild.

Das Erfolgsgeheimnis dieser Anlagen liegt auf der Hand:

  • Allround-Nutzung: Egal ob Bambini auf dem Laufrad, Teenager auf dem Dirtbike, Inliner-Fans oder Skateboarder – Asphalt-Pumptracks bieten Bewegung für jedes Alter und jedes Rollgerät.
  • Wartungsarm & Ganzjährig: Im Gegensatz zu alten Erde-Sprüngen im Wald sind asphaltierte Tracks extrem pflegeleicht und nahezu ganzjährig befahrbar.
  • Sozialer Treffpunkt: Hier kommen Jugendliche ohne Konsumzwang und ohne Vereinsbindung zusammen.
Warum bremst der Süden der Eifel beim Thema Pumptrack?
Dynamik und jede Menge Airtime: So sieht moderner Jugendsport auf einem asphaltierten Pumptrack aus. Im Süden der Eifel sucht man solche Trainingsmöglichkeiten vergebens. (Foto: Ben Lorse)

Der Süden hinkt hinterher: Die weiße Landkarte in den regionalen Zentren

Wer dagegen den Blick in die Südeifel, die Vulkaneifel oder den Raum Wittlich richtet, reibt sich verwundert die Augen. Wo sind die modernen Begegnungsstätten in den regionalen Zentren?

In den großen Kreisstädten und Mittelzentren wie Bitburg, Wittlich, Gerolstein, Daun oder Hillesheim sucht man städtische, asphaltierte Allround-Pumptracks vergebens. Während im Norden selbst kleine Dörfer rollende Infrastruktur bieten, werden Kinder und Jugendliche in den südlichen Zentren vielerorts auf verwaiste Bolzplätze, unbefestigte Wald-Ecken oder im schlimmsten Fall auf die Straße geschickt.

Am Geld liegt es nicht: Töpfe wie EU-LEADER werden nicht genutzt

Dass es sich bei solchen Anlagen keineswegs um unbezahlbare Millionengräber handelt, beweisen nicht nur die Gemeinden im Norden, sondern auch einzelne Positiv-Beispiele aus der Region: Der aus Erde gebaute Pumptrack in Pronsfeld zeigt zumindest, was möglich ist, wenn Förderprogramme wie das EU-Programm LEADER oder Landessportmittel konsequent genutzt werden.

Die Gelder aus Brüssel, Berlin und den Landesregierungen stehen Städten in Rheinland-Pfalz exakt genauso zur Verfügung wie Gemeinden in NRW. Warum also schaffen es kleine Dorfgemeinschaften, sechsstellige Förderquoten abzugreifen, während in den Ratshäusern von Bitburg, Gerolstein oder Wittlich beim Thema Rollsport Stillstand herrscht?

Nord vs. Süd im Eifel-Vergleich

Ein Blick auf die regionale Infrastruktur verdeutlicht das Gefälle auf zwei Rädern:

RegionOrt / GemeindeStatus & Anlagentyp
Nordeifel (NRW)Sieberath (Hellenthal)✅ 1.300 m² Asphalt-Pumptrack
Nordeifel (NRW)Mechernich / Kommern✅ Moderner Asphalt-Pumptrack (Mühlenpark)
Nordeifel (NRW)Kall✅ Moderner Asphalt-Pumptrack (Auelstraße)
Nordeifel (NRW)Schleiden✅ Sportpark-Pumptrack & Dirtjump-Line
Nordeifel (NRW)Nettersheim✅ 1.200 m² Asphalt-Track
Nordeifel (NRW)Blankenheim✅ 145 Meter Asphalt-Pumptrack
Südeifel (RLP)Bitburg❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Moseleifel (RLP)Wittlich❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Vulkaneifel (RLP)Gerolstein / Daun / Hillesheim❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage
Westeifel (RLP)Prüm❌ Keine städtische Asphalt-Pumptrack-Anlage

Kein Luxus, sondern Bewegungskultur: Ein Appell an die Kommunen

Ein Pumptrack ist längst kein „Trend-Gag“ für eine kleine Nische mehr. Durch das ständige Abdrücken („Pumpen“) über Wellen und Anlieger schulen Kinder spielerisch ihre Motorik, Balance und Radbeherrschung – Fähigkeiten, die ihnen auch im Straßenverkehr die nötige Sicherheit auf dem Fahrrad geben.

Dass es im Süden der Eifel an engagierten Bikern und Eltern fehlt, darf bezweifelt werden. Was fehlt, ist der Mut und der politische Wille in den Ratshäusern und Verwaltungen, das Thema Rollsport endlich als festen Bestandteil moderner Jugendarbeit zu begreifen.

Liebe Lokalpolitiker, Bürgermeister und Räte in Bitburg, Wittlich, Gerolstein und Co.: Schaut in den Norden der Eifel! Die Fördergelder liegen bereit – es braucht nur den Willen, der Jugend im Süden endlich den Raum zu geben, den sie längst verdient hat.

Mehr als nur Wasser: Wie Biker die Eifeler Dreis-Quellen optimal nutzen

Wer auf ausgedehnten Bike-Touren in der Eifel unterwegs ist, kennt das Gefühl: Nach etlichen Höhenmetern brennen die Oberschenkel, der Schweiß läuft gefühlt aus allen Poren und die Trinkflasche ist schneller leer als gedacht. Doch gerade bei hoher Belastung reicht reines Leitungswasser oft nicht aus, um den Körper auf Betriebstemperatur zu halten. Die Eifel bietet hierfür ein ganz besonderes Naturphänomen direkt am Wegesrand: die legendären Dreis-Quellen.

In der gesamten Region stoßen Biker und Wanderer immer wieder auf frei zugängliche Mineralquellen – regional oft als „Dreis“ (Drees) bezeichnet. Durch den vulkanischen Ursprung des Eifel-Raums bahnt sich das Wasser seinen Weg durch tiefgelegene Gesteinsschichten. Dabei reichert es sich nicht nur extrem stark mit wertvollen Mineralien an, sondern nimmt tief im Boden auch natürliche Kohlensäure auf.

Wer an einer solchen Quelle einen Stopp einlegt und seine Flasche auffüllt, kommt in den Genuss eines echten Naturerlebnisses: Das Wasser tritt bereits natürlich sprudelnd und erstaunlich feinperlig an die Oberfläche. Beim ersten Schluck wird man zudem sehr überrascht sein: Das Quellwasser schmeckt intensiv, säuerlich und spürbar nach Eisen. Nicht jedermanns Geschmack, aber das Wasser hat es in sich.

Dreis-Quellen: Der natürliche Mineralien-Kick

Die Zusammensetzung des vulkanischen Quellwassers ist ein echter Schatz für die Muskeln auf der Tour:

  • Natürliche Kohlensäure: Macht das feinperlige Wasser nicht nur extrem erfrischend, sondern regt auch die Durchblutung der Mundschleimhaut an.
  • Eisen: Spielt eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport im Blut – ideal für Ausdauersportler auf langen Anstiegen.
  • Magnesium und Calcium: Schützen vor vorzeitiger Muskelermüdung und fiesen Krämpfen.
  • Hydrogenkarbonat: Hilft dem Körper dabei, die Säurebildung in den Muskeln bei starker Anstrengung effektiv zu puffern.
Unsere Andrea legt eine Trail-Pause ein: Durchschnaufen auf der Bank, bevor es an den nächsten Anstieg geht

Gezapft direkt aus der Natur – oder aus der Flasche

Das Trinken direkt an den historischen Dreis-Brunnen hat in der Eifel eine lange Tradition. Viele dieser Quellen sind als Trinkwasser freigegeben und eignen sich hervorragend für eine Erfrischung zwischendurch. Einige Quellen, wie etwa in Duppach, sind optisch wunderschön in Szene gesetzt, während andere ganz unauffällig mitten im Wald aus der Erde sprudeln. Wer das vulkanische Mineralwasser lieber kontrolliert genießt, greift auf die bekannten regionalen Abfüllungen zurück. Traditionsunternehmen wie Brohler oder Gerolsteiner nutzen genau diese tiefen Vulkan-Quellen der Eifel.

Ein besonderes Schmankerl für Tourenfahrer, die unter anderem den linksrheinischen Rheinradweg befahren: Am Standort des Brohler Mineralbrunnens zeigt man sich extrem radlerfreundlich. Biker können dort direkt auf ihrer Tour Halt machen und ihre Trinkflaschen kostenlos mit frischem Mineralwasser auffüllen – der perfekte Zwischenstopp für die nächsten Höhenmeter! Das Mineralwasser als Gratisgetränk kann aus organisatorischen Gründen allerdings nur während der Bürozeiten (Verwaltungsgebäude) ausgegeben werden. Eine freizugängliche Quelle, an der man seine Flasche auffüllen kann, gibt es leider nicht.

Praxis-Tipp: So wird aus Vulkanwasser der perfekte Isotonie-Drink

So wertvoll die Mineralien aus der Quelle oder der Flasche für die Muskeln auch sind: Bei langen, schweißtreibenden Etappen reicht reines Mineralwasser allein meist nicht aus. Um einer Dehydrierung vorzubeugen und die Flüssigkeit optimal im Darm aufzunehmen, braucht der Körper zusätzlich Natrium (Salz) und leicht verfügbare Kohlenhydrate.

  • Der Biker-Hack für unterwegs: Fülle deine Flasche am Dreis-Brunnen oder beim Quell-Ausschank auf, gib eine klitzekleine Prise Salz hinein und mische das Ganze im Verhältnis 2:1 mit Fruchtsaft (z. B. Apfelsaft). Schon hast du aus dem frischen Vulkanwasser einen vollwertigen, isotonischen Durstlöscher gezaubert!
  • Die bequeme Alternative: Wer auf der Tour nicht selbst mischen möchte, kann natürlich auch auf fertige isotonische Sportgetränke zurückgreifen. Auch hier bieten die großen regionalen Mineralbrunnen mittlerweile gut abgestimmte, isotonische Drinks an, die den Elektrolythaushalt rasch wieder auffüllen.

Fazit

Egal ob frisch und feinperlig gezapft am rustikalen Dreis-Brunnen mitten im Wald oder gut gekühlt aus der Flasche – das vulkanische Mineralwasser der Eifel ist eine fantastische Basis für unterwegs. Mit dem richtigen Kniff verwandelt man den natürlichen Mineralien-Kick im Handumdrehen in den perfekten Tour-Treibstoff für lange Tage im Sattel.

Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026

Der Hitzesommer 2026 läuft auf Hochtouren, und die Eifel kocht – nicht nur auf den Gravel- und MTB-Tracks der Region, sondern auch im Rahmen der Open-Air-Rockfestivals. ​Wenn du Bock hast, in dieser Saison ein Bikepacking-Abenteuer der besonderen Art zu erleben, kommt hier dein chronologischer Fahrplan für den perfekten Festival-Sommer.

Bikes, Rockbands & Zeltplatz-Vibe: Die ultimativen Eifel Open-Air Termine 2026
Symbolbild / Foto: Pixabay – Pexels

​1. Tollrock Festival (Schmidt / Nideggen)

Wann: 10. + 11. Juli 2026
​Stil: Rock & Alternative (Mit Highlights wie Accept, H-Blockx und Life of Agony)

Das Tollrock Festival in Schmidt (bei Nideggen) steigt auf den Eifel-Höhen direkt an der Rurtalsperre. Du kannst den Tag perfekt mit einer fordernden Runde um den See oder durch die tiefen Wälder der Rureifel beginnen und pünktlich zu den Headlinern in die Festival-Atmosphäre eintauchen.

​Tickets: Tages-Ticket ab 60,50 €

​2. Krawall’o’Rock Open Air (Büdesheim)

Wann: 07. + 08. August 2026
Stil: Hard Rock & Heavy Metal (Line-up u. a.: Destruction, Grave Digger, Tankard, Motorjesus)

​Veranstaltet wird das Event auf dem Sportplatz in Büdesheim vom Eifelkrawallos Heavy Metal Club e.V. . Hier gibt es ehrlichen, harten Sound auf die Ohren. Wichtige Zeltplatz-Regel: Laut AGB ist elektronische Musik auf dem Campingplatz verboten – hier regiert die Gitarre! Perfekt für ein langes Wochenende im Vulkaneifel-Sattel.

Tickets: Festivalticket ca. 99,90 € (inkl. Camping), Tagestickets ab ca. 59,90 €.

​3. Thunder Rail Tribute Festival (Arzfeld)

​Wann: 13. – 15. August 2026
​Stil: Rock & Metal Tribute-Acts (Die besten Cover-Bands Europas für Rammstein, Iron Maiden, System of a Down etc.)

Das Festival steigt auf dem alten Ausstellungsgelände „Zum Bahnhof“ in Arzfeld. Und hier kommt der absolute Bikepacking-Tipp: Der wunderschöne Enz-Radweg führt direkt an Arzfeld vorbei! Schnapp dir dein Gravelbike, mach eine geniale Genusstour entlang der alten Bahntrasse und lass den Abend mit den größten Rock-Hymnen der Geschichte ausklingen.

​Tickets: Wochenend-Ticket 73,44 €, Camping-Zusatz ca. 11,34 €.

​Wichtiger Hinweis in eigener Sache (Disclaimer):

Alle Angaben sind ohne Gewähr, Irrtümer und Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. Bevor du dich aufs Bike schwingst, checke bitte zur absoluten Sicherheit noch einmal die offiziellen Kanäle und Webseiten der jeweiligen Veranstalter.

Schwalbe X-One Speed (HS 483) Dauertest: Eifel-Express im Schnäppchen-Check

Wer sein Gravelbike für die anspruchsvollen Wege der Eifel rüstet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen und das neueste High-End-Material kaufen. Im Online-Handel und bei Restposten-Händlern taucht aktuell immer wieder ein alter Bekannter zu echten Kampfpreisen auf: der Schwalbe X-One Speed mit dem bewährten Profil HS 483. ​Wir haben den Reifen in unserem Archiv – gefahren von unserer unvergessenen Gravelspezialistin Andrea (Kimpi), hat dieses Modell nichts geschenkt bekommen.

Eifel-Express im Schnäppchen-Check: Dauertest Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Schwalbe X-One Speed: wenig Widerstand, überraschender Grip

​Schaut man sich das HS 483 Profil aus der Nähe an, fällt sofort die flache, runde Anordnung der Profilblöcke auf der Lauffläche auf. Schwalbe setzt hier auf flache Multi-Rip-Blöcke, die auf hartem Untergrund und trockenem Schotter für einen extrem geringen Rollwiderstand sorgen. Man fliegt förmlich über die Waldwege. ​Für die nötige Sicherheit in den Kurven sorgen die etwas ausgeprägteren Stollen an den Reifenflanken. Gerade auf losem Untergrund krallen sich diese Stollen in den Boden, sobald man das Bike in die Kurve legt. ​Dass es sich beim X-One Speed um einen reinrassigen Rennreifen handelt, spürt man, sobald sich das Wetter ändert. Solange es trocken ist, glänzt das feine Profil. Sobald aber Regen einsetzt und die tiefen Waldböden in matschige Rutschbahnen verwandelt, schwindet der Grip im Gelände spürbar. Die flach profilierte Lauffläche bietet dann kaum noch Führung.

Der Schlüssel zum Erfolg: der richtige Luftdruck

Als waschechter Cross-Reifen ist der X-One Speed traditionell in der schmalen Wettkampfbreite von 33 mm (33-622) erhältlich. Wer den Komfort eines fetten 45 mm Gravelreifens sucht, wird daher definitiv Dämpfung vermissen. Der Reifen will aktiv und präzise gefahren werden. ​Weil der Reifen recht schmal ausfällt, ist der richtige Luftdruck extrem wichtig. Schwalbe gibt hier einen Bereich von 2,8 bis 4,8 Bar an. Wer den Reifen mit Schlauch fährt, sollte sich eher im mittleren bis oberen Bereich bewegen, um Durchschläge (Snakebites) auf groben Wegstrecken zu vermeiden. ​Seine wahre Stärke spielt der Reifen aus, wenn er tubeless gefahren wird. In dem Fall kann der Druck im Gelände getrost bei 3 Bar oder sogar knapp darunter liegen. Das erhöht die Reifenauflagefläche massiv, bringt den nötigen Komfort zurück ins Cockpit und bietet auch auf feuchtem Untergrund mehr Grip.

​Schwalbe X-One RS Evolution Super Race: Der Nachfolger

​Auf der Waage kann der Pneu seine Herkunft aus dem Rennsport nicht verleugnen: In der klassischen Evolution-Variante wiegt der Reifen gerade einmal schlanke ca. 380 Gramm. Das ist im Vergleich zu typischen, schweren Gravel-Reifen (die oft bei 450 bis 550 Gramm liegen) eine echte Ansage und sorgt für eine spürbar agilere Beschleunigung am Berg. ​Wer den Reifen heute nicht mehr als Restposten ergattern kann, findet die moderne Weiterentwicklung dieses Konzepts unter neuem Namen im Laden: Schwalbe X-One RS Evolution Super Race. Er setzt auf eine nochmals überarbeitete, schuppenartige Lauffläche und die modernere Addix-Race-Gummimischung samt „Super Race“-Karkasse für ein noch geschmeidigeres Abrollverhalten. Das extrem niedrige Gewicht von rund 380 Gramm ist geblieben.

Fazit Schwalbe X-One Speed (HS 483)

​Wer den Schwalbe X-One Speed (HS 483) als günstiges Schnäppchen im Netz entdeckt, kann für die trockene Saison, das späte Frühjahr und den goldenen Herbst bedenkenlos zugreifen. Kein Reifen für den tiefen Wintermatsch, aber eine absolute Rakete für schnelle, sportliche Runden in Mittelgebirgen wie der Eifel – und der Beweis, dass man nicht immer das teuerste und neueste Modell braucht, um brutalen Vortrieb und ordentlich Grip zu haben.

Bikepacking im Hitzesommer: An diesen Eifel-Spots springst du legal ins kühle Nass

Während die Eifel mit ihren erstklassig ausgebauten Radfernwegen eine perfekte Infrastruktur für das reine Kilometermachen bietet, zeigt sich die Herausforderung beim Bikepacking oft im Detail – besonders im Hitzesommer. Wer jedoch weiß, wo die legalen Oasen liegen, kann das Abenteuer Bikepacking perfekt mit erfrischenden Badestopps und erstklassigen Zeltnächten direkt am Wasser verbinden. Schnapp dir also deine Packtaschen, plan die Route und ab auf die Trails.

Schalkenmehrener Maar / Foto © Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

Die Eifel ist im Sommer ein absoluter Traum für Bikepacker und Gravel-Enthusiasten. Wer stundenlang im Sattel sitzt, träumt allerdings irgendwann nur noch von einer eiskalten Erfrischung. Doch die Enttäuschung ist leider oft vorprogrammiert: Viele idyllische Gewässer entpuppen sich als streng geschützte Naturschutzgebiete – Baden verboten! ​Damit deine Tour nicht zum Frust-Trip wird, verraten wir dir die besten Seen der Eifel, an denen du nicht nur legal abtauchen, sondern am Abend auch direkt das Zelt am Wasser aufschlagen kannst.

​1. Comeback des Klassikers: Der Kronenburger See (Kronenburg / Dahlem)

​Bikepacker, die im tiefen Süden der Nordeifel unterwegs sind, dürfen aufatmen. Nach einer aufwendigen, jahrelangen Sanierung der Staumauer infolge der Flutkatastrophe 2021 ist der Badebetrieb am Kronenburger See wieder offiziell und in vollem Umfang freigegeben. Auch wenn der alte Wasser-Seilgarten der Vergangenheit angehört, bieten die weitläufigen Liegewiesen und das klare Wasser die perfekte Regeneration für müde Radlermuskeln.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See ist ein strategischer Volltreffer für Radtourenfahrer. Er liegt unmittelbar an der Kyll-Radroute (einer der absoluten Hauptschlagadern für Bikepacking von Belgien bis nach Trier) und ist zudem perfekt über den Tälerroute-Radweg erreichbar.

​Erfrischungs-Fakten:
Die Nutzung der Freizeitanlage und das Baden sind absolut kostenlos. Vor Ort gibt es zudem sanitäre Anlagen und gastronomische Angebote für den schnellen Kaloriennachschub.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Gewässer befindet sich der Campingpark Kronenburger See. Der Platz ist offiziell „Bett+Bike“-zertifiziert und extrem fahrradfreundlich eingestellt. Es gibt eine separate, wunderschöne Zeltwiese. Der absolute Luxus für Bikepacker: Ein abschließbarer, überdachter Fahrradraum sowie ein Aufenthaltsraum, falls am Sommerabend doch mal ein Gewitter aufzieht.

​2. Das Wald-Idyll für Genießer: Freilinger See (Freilingen / Blankenheim)

​Wer den Staub der Trails abschütteln und Ruhe abseits des Massentourismus sucht, ist am Freilinger See goldrichtig. Eingebettet in dichten Wäldern besticht dieser künstlich angelegte See seit Jahren durch eine herausragende Wasserqualität. Die weitläufigen Liegewiesen bieten viel Schatten unter alten Bäumen – perfekt, um die strapazierten Beine hochzulegen und den Puls nach den Eifel-Anstiegen zu beruhigen.

​An welchem Radweg liegt’s?
Der See liegt zwar nicht direkt am Ahr-Radweg, ist von dort aber sehr gut erreichbar. Auch Bikepacker, die die anspruchsvollen Höhenzüge der Querverbindungen zwischen Erft- und Kyll-Radroute via Blankenheim bezwingen, steuern das Gewässer fast automatisch an.

​Erfrischungs-Fakten:
Der Zugang zum See und das Baden sind komplett kostenlos. Ein Kiosk mit angeschlossener Grillhütte sorgt dafür, dass kalte Getränke und Snacks griffbereit sind.

​Overnight-Check (Camping):
Nur wenige Gehminuten vom Ufer entfernt liegt das mehrfach ausgezeichnete „Eifel-Camp“ Freilinger See. Für Bikepacker haben die Betreiber hier ein echtes Ass im Ärmel: Die sogenannte „Bachwiese“. Diese großzügige, extrem ruhig gelegene Zeltwiese schmiegt sich direkt an einen kleinen Bachlauf unterhalb des Staudamms. Ein Koch- und Spülhaus sowie Sanitäranlagen befinden sich in unmittelbarer Nähe, sodass der Komfort trotz Wildnis-Feeling nicht zu kurz kommt.

​3. Abkühlung im Vulkankrater: Die Maare bei Daun (Gemündener & Schalkenmehrener Maar)

​Einmal im Krater eines erloschenen Vulkans abzutauchen, gehört auf jede Eifel Bikepacking-Bucket-List. Die Dauner Maare bieten dafür die spektakulärste Kulisse. Während viele Maare aus Gründen des strengen Naturschutzes komplett für Schwimmer gesperrt sind, haben das Gemündener Maar und das Schalkenmehrener Maar jeweils ein offizielles Naturbad integriert. Das Wasser ist tiefblau und bietet selbst im Hochsommer eine fantastische Erfrischung.

​An welchem Radweg liegt’s?
Diese beiden Spots sind ein absoluter Pflichtstopp für alle, die auf dem legendären Maare-Mosel-Radweg oder dem Kosmosradweg unterwegs sind. Auch vom Kyll-Radweg aus lässt sich ein toller, wenn auch knackiger Schlenker einbauen.

​Erfrischungs-Fakten:
Da es sich um offiziell bewirtschaftete Naturbäder mit erstklassiger Infrastruktur (Umkleiden, Steganlagen, Lebensrettern und Kiosk) handelt, wird ein kleiner, absolut fairer Eintritt erhoben. Das Geld ist für den Erhalt dieser Naturwunder bestens angelegt.

​Overnight-Check (Camping):
Direkt am Ufer des Schalkenmehrener Maars liegt der urige „Camping am Maar“, der an das örtliche Hotel Schneider angegliedert ist. Für die rund 10 Zeltstellplätze ist allerdings keine Vorab-Reservierung möglich: Bikepacker melden sich vor Ort an der Hotelrezeption – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Platz bietet moderne Sanitäranlagen sowie Waschmaschinen und Trockner, was nach einer schweißtreibenden Eifel-Vulkantour ein echter Segen für die Radklamotten ist.

Obersee Rur / Foto © Städteregion Aachen, Dominik Ketz

​​4. Das „Eifeler Meer“ für Kilometerfresser: Der Rursee (Nordeifel)

​Wer den Nationalpark Eifel durchquert, kommt an diesem gigantischen Gewässer nicht vorbei. Der Rursee ist einer der größten Stauseen Deutschlands und eine absolute landschaftliche Wucht. Da das riesige Gewässer jedoch strengen Nutzungs- und Naturschutzregeln unterliegt, ist wildes Baden tabu. Für Bikepacker gibt es aber zwei legale Hotspots, die sich perfekt in eine Tour integrieren lassen: das Naturfreibad Rurberg und der Sonnenstrand Eschauel. Während Rurberg eine riesige, entspannte Liegewiese direkt am Biketrail bietet, kommt am Sonnenstrand Eschauel (Nideggen) mit echtem Sandstrand und dem dazugehörigen Beach Club echtes Urlaubsfeeling auf.

​An welchem Radweg liegt’s?
Beide Spots liegen wie Perlen auf der Schnur direkt an der landschaftlich grandiosen RurUfer-Radroute. Wer die anspruchsvollen Höhenmeter rund um den Nationalpark hinter sich gebracht hat, rollt hier direkt auf die Uferpromenade.

​Erfrischungs-Fakten:
Das Naturfreibad im Rurseezentrum Rurberg ist komplett kostenlos zugänglich. Am Sonnenstrand Eschauel zahlt man ebenfalls keinen Eintritt für den Strand an sich, kann sich dafür aber im Beach Club mit einem eiskalten Getränk belohnen.

​Overnight-Check (Camping):
Am Rursee haben Radler die Qual der Wahl. Der beste Tipp für Bikepacker ist der „Camping Rursee“ in Simmerath-Rurberg. Er liegt direkt an der RurUfer-Radroute und bietet einen wunderschönen, naturnahen Zeltbereich. Wer es noch eine Spur uriger mag, steuert die „NabeDi-Zeltwiese“ in der Woffelsbacher Bucht an. Von dort aus hat man beim Zeltaufbau den perfekten Blick aufs Wasser. Tipp: Da die Plätze am Rursee heiß begehrt sind, lohnt sich in der absoluten Hochsaison ein kurzer Blick auf den Online-Belegungskalender vor der Anreise.

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt

Die Eifel ist für Outdoor-Enthusiasten längst kein Geheimtipp mehr – und doch zeigt sie sich abseits der asphaltierten Straßen von einer völlig neuen, wilden Seite. Wer die Region mit dem Gravelbike erkundet, erlebt den perfekt abgestimmten Mix aus sportlicher Herausforderung, erdgeschichtlicher Faszination und grenzenloser Natur. Von den tiefen Wäldern der Nordeifel über die vulkanisch geprägte Landschaft der Vulkaneifel bis hin zu den schroffen Tälern der Südeifel: Dieses Revier verlangt nach breiten Reifen, Abenteuerlust und Entdeckergeist.

Mystische Stimmung in der Schönecker Schweiz

​Die Eifel bietet die perfekte Infrastruktur für unvergessliche Bikepacking-Trips oder knackige Tagestouren. Mit unserem Guide hast du die perfekte Planungsgrundlage für deinen nächsten Urlaub in der Eifel. Damit das Gravel-Abenteuer in der Eifel ein voller Erfolg wird, haben wir für dich zudem ein paar essenzielle Tipps zusammengefasst. Und natürlich kommen bei uns auch de Nederlandse bikepackers nicht zu kurz.

​Die Regionen der Eifel im Detail: Vielfalt auf Schotter

​1. Die Nordeifel: Waldmeer und Wasserwelten

​Die Nordeifel besticht durch ihre endlosen, dichten Waldgebiete und die beeindruckenden Seenlandschaften rund um die Rurtalsperre. Graveler finden hier perfekt ausgebaute forstwirtschaftliche Wege mit moderaten, aber langen Anstiegen. Ein absolutes Highlight ist die Nähe zum Nationalpark Eifel, wo die Natur sich selbst überlassen wird. Die Strecken führen oft entlang alter Bahntrassen, die immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Täler freigeben.

​2. Die Vulkaneifel: Auf den Spuren der Erdgeschichte

​Das Graveln in der Vulkaneifel gleicht einer Zeitreise. Die Strecken führen vorbei an den berühmten Maaren, den „blauen Augen“ der Eifel, die durch vulkanische Explosionen entstanden sind. Der Untergrund wechselt hier oft zu dunklem, vulkanischem Sand und feinem Lavaschotter, was fahrtechnisch einen ganz besonderen Reiz ausmacht. Die Topografie ist wellig und erfordert eine gute Krafteinteilung, belohnt aber mit epischen Panoramen.

​3. Die Südeifel und der Islek: Tiefe Schluchten und Grenzquerungen

​Wer die Herausforderung sucht, ist in der Südeifel richtig. Nahe der luxemburgischen Grenze wird das Terrain rauer. Tief eingeschnittene Flusstäler (wie das Our- oder Sauertal), spektakuläre Felsenformationen (wie in der Teufelsschlucht bei Irrel oder der Schönecker Schweiz) und knackige, steile Rampen prägen das Bild. Hier überschreitet man auf den Touren fast unbemerkt die Grenzen und genießt echtes, wildes Abenteuer-Feeling.

In den Tiefen des Isleks:  Irrhausen
In den Tiefen des Isleks: Irrhausen

Bikepacking & Microadventures: Die Eifel als Overnighter-Paradies

​Wer das echte Abenteuer sucht, schnallt sich Taschen und ein Zelt ans Rad und macht aus der Gravel-Tour ein Bikepacking-Erlebnis. Die Eifel eignet sich hervorragend für sogenannte „Overnighter“ (Touren mit einer Übernachtung) oder mehrtägige Runden. ​Das Besondere hierbei: Die Region setzt voll auf naturnahen Tourismus. Egal ob reiner Naturstellplatz oder gut ausgestatteter Komfort-Campingplatz, viele Betriebe in der Eifel sind hervorragend auf Radreisende eingestellt. Regionale Hotspots sind unter anderem die Campingplätze in Prüm oder Waxweiler im Islek.

​​(NL) Bikepacking in de Eifel: Tips voor de ultieme outdoorbeleving

​Voor de Nederlandse bikepackers is de Eifel de perfecte achtertuin voor een avontuurlijk weekend weg. Schitterende natuur, uitdagende hoogtemeters en uitstekende faciliteiten voor tenten. Of je nu kiest voor een pure natuurcamping of een modernere camping met alle faciliteiten – veel locaties in de Eifel zijn volledig ingesteld op fietsers. De idyllische campings in bijvoorbeeld Prüm of Waxweiler zijn de ideale uitvalsbasis voor een legendarische ‚overnighter‘!

​Tipps für die Eifel-Tour

  • ​​Bargeld ist Trumpf: In vielen kleinen Dorfcafés, Bäckereien oder Restaurants in der Eifel gilt nach wie vor: Nur Bares ist Wahres. Mit Karte oder Smartphone kommt man hier oft nicht weiter. Pack also genug Münzen und Scheine für den wohlverdienten Zwischenstopp ein.
  • ​Wasser-Management: In den tiefen Tälern und ausgedehnten Wäldern gibt es oft kilometerweit keine Tankstellen oder Supermärkte. Hab mindestens zwei große Flaschen am Rad und nutze jede Gelegenheit im Ort, um deine Vorräte aufzufüllen.
  • ​Digitale Pause (das berüchtigte Funkloch): In einigen Tälern der Vulkan- und Südeifel bricht das Mobilfunknetz komplett weg. Lade dir deine GPS-Tracks und Karten (z.B. via Komoot) unbedingt vor dem Start für die Offline-Nutzung herunter. Vertrau nicht auf den Live-Empfang!
  • ​Respekt im Nationalpark: Im Nationalpark Eifel gelten strenge Regeln zum Schutz der Natur. Fahre bitte ausschließlich auf den für den Radverkehr freigegebenen Wegen (gekennzeichnet mit dem Fahrrad-Symbol), um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.

(NL) Tips voor onze Nederlandse vrienden

  • ​Cashgeld is koning: In veel kleine dorpscafés, bakkerijen of schuilhutten in de Eifel kun je nog steeds niet met een pinpas of telefoon betalen. Neem altijd voldoende contant geld mee voor je welverdiende pauze.
  • ​Watermanagement: In de diepe bossen en dalen van de Eifel zijn er soms kilometerslang geen supermarkten of tankstations. Neem minstens twee grote bidons mee en vul ze bij elke gelegenheid aan.
  • ​Digitale detox (of mobiele gaten): In sommige diepe valleien van de Vulkaneifel of Südeifel heb je absoluut geen mobiel bereik. Download je GPS-tracks en kaarten (zoals in Komoot) dus altijd offline voordat je vertrekt.
  • ​Respecteer de natuur: In het Nationaal Park Eifel gelden strenge regels. Fiets uitsluitend op de speciaal voor fietsers vrijgegeven paden.
Abseits des Asphalts: Das Gravel-Revier Eifel neu entdeckt
So viel Zeit muss sein (auch bei schlechtem Wetter): Andrea mit einem Schaf im Dialog

🌿 Die grüne Seele der Fraktur

​Das Graveln lebt vom Entdecken. Dass wir die Eifel heute mit so wachen Augen für die Details am Wegesrand durchstreifen, verdanken wir unserer Gravelspezialistin Andrea. Als unsere Expertin für die Pflanzen-, Kräuter- und Tierwelt hat sie der Fraktur die grüne Seele gegeben. Ihre Leidenschaft fährt auf jedem Kilometer mit uns mit.

Die offiziellen Tourenportale: Deine Planungsgrundlage

​Damit die Tour nicht im Nirgendwo endet, stellen wir ausschließlich das offiziell geprüfte und gepflegte Wegenetz der Region vor. Die folgenden Portale der Eifelgemeinden und Tourismusverbände bieten GPS-Downloads, aktuelle Wegesperrungen und detaillierte Höhenprofile.

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison

Nach dem 2019 gebauten Bikepark mit Jumpline und Pumptrack legt die Eifelgemeinde Pronsfeld jetzt mit einem komplett neu gebauten Mountainbike-Trail nach. Der Hochberg-Trail startet vom Aussichtspunkt oberhalb der Prüm und windet sich kurvenreich bergab bis zum Prümtal-Radweg. Realisiert wurde das gesamte Projekt unter Leitung des Ortsbürgermeisters Harald Urfels von vielen freiwilligen Mithelfern.

Wieder einmal beweist die kleine Gemeinde in der Eifel, wie unkompliziert ein zukunftsweisendes Projekt durchgeführt werden kann. Tatsächlich besitzt der neue Hochberg-Trail im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Im Fokus steht nämlich nicht das Fahren bergauf, sondern der Spaß bergab. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten richtet sich der Trail an geübte Biker, die ihr Rädchen im Griff haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Das starke Gefälle und die engen Kurven unterstreichen den hohen technischen Anspruch der Strecke. Wer sein Bike also gut unter Kontrolle hat, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten!

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

MTB Hochberg-Trail in Pronsfeld: Wie ist der Streckenverlauf?

Nach dem Start am Aussichtspunkt Pronsfeld kann nach wenigen Metern zwischen zwei Lines gewählt werden. Die Hauptlinie führt in engen und steilen Serpentinen ohne Drops oder Sprünge Richtung Tal. Leicht alpines Feeling vermittelt die Alternativ-Linie, die teilweise auf einem steinigen Grat verläuft. Hier sind AM- und Enduro-Biker perfekt aufgehoben. Beide Strecken treffen in einer Senke wieder zusammen. Diese spuckt den Rider dann auf das letzte Teilstück aus. Am Ende kann auf Wunsch noch auf eine Race-Jumpline mit drei Tables abgebogen werden. Zwischen den beiden Lines sorgen zudem feine Kombinationsmöglichkeiten für erhöhten Fahrspaß.

Wie findet man den Mountainbike-Trail?

Der MTB Hochberg-Trail in der Eifelgemeinde Pronsfeld ist Teil eines Rundkurses und führt auch am Bikepark vorbei. Einen guten und einprägsamen Einstieg in die Runde bietet die Kreuzung am Lokdenkmal (Hauptstraße/Prümtal-Radweg). Von hier ist der Hochberg-Trail bereits ausgeschildert. Die erste Station ist schon nach kurzer Zeit erreicht: Der Pumptrack. Nach wenigen hundert Metern führt ein moderat ansteigender Wanderweg in den Wald. Nach knapp 50 Höhenmetern beginnt der Abfahrtsspaß. Unten angekommen und dem Radweg links folgend können so unzählige Runden gedreht werden. Insgesamt hat die komplette MTB-Tour ein Länge von etwa 2,1 Kilometern.

Eifelgemeinde Pronsfeld startet mit neuem Trail in die Mountainbike-Saison 2023

Wo parken, essen und schlafen in der Eifelgemeinde Pronsfeld?

Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Bikepark/Pumptrack oder am ehemaligen Bahnhof in Pronsfeld. Hungern muss hier ebenfalls niemand: Direkt an der Lok befindet sich das Café Stullwerk. Egal ob im Biergarten oder im historischen Eisenbahnwaggon, hier gibt es leckere Kuchen, Sandwiches und Getränke in nostalgischer Atmosphäre. Freunde der italienischen Küche mit all ihren Köstlichkeiten kommen im Ristorante Da Mario (Ecke Lünebacher Straße/Hauptstraße) auf ihre Kosten. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich bei privaten Anbietern. Der Wohnmobilstellplatz in Pronsfeld bietet zudem Stellplätze für 7,00€ pro Nacht.

Web-Links zum Thema:

www.pronsfeld.de
www.stullwerk.de
https://www.facebook.com/people/Ristorante-Pizzeria-Da-Mario/100063733474387/

Dank an Jan und Paul für das Foto-Shooting 🙂

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am MTB Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

In einem für die Region einzigartigen Projekt möchte die Eifelgemeinde Pronsfeld ihr Angebot für Mountainbiker deutlich erweitern. Nach dem 2019 gebauten Bikepark mit Jumpline und Pumptrack gilt das Augenmerk diesmal ambitionierten Mountainbikern, die bergab für jeden Spaß zu haben sind. Oberhalb des Prümtal-Radwegs entsteht im Moment der MTB Hochberg-Trail, an dessen Gestaltung die Fraktur nicht ganz unbeteiligt ist.

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

Wie unkompliziert ein derartiges Projekt durchgeführt werden kann, beweist mit Bravour die Gemeinde Pronsfeld. Treibende Kraft ist hierbei Ortsbürgermeister Harald Urfeld, der mit seinen Ideen dem Ort definitiv neue Perspektiven eröffnet. Natürlich geht auch hier nichts ohne die Bürger und den Ortsgemeinderat, die tatkräftig hinter den Projekten stehen. Wo anderswo um Entscheidungen gerungen wird, werden in Pronsfeld schon längst die Ärmel hochgekrempelt. Die Pläne für den Hochberg-Trail liegen tatsächlich schon länger auf dem Tisch, doch Corona zwang alle Beteiligten immer wieder zur Zwangspause. Darunter auch die Fraktur. Zusammen mit dem Bürgermeister haben wir am Design der Strecke gefeilt. Seit dem Frühjahr laufen endlich die Arbeiten am Hochberg.

Eifelgemeinde Pronsfeld legt nach: Arbeiten am Hochberg-Trail laufen auf Hochtouren

Projekt basiert ohne Ausnahme auf ehrenamtlicher Mitarbeit

Die Planung der Strecke war nicht ganz so einfach. Wir mussten uns auf das Gelände der Ortsgemeinde beschränken, Gespräche mit dem Eigentümer des benachbarten Grundstücks verliefen leider ohne positives Ergebnis. Der Hang ist nicht nur relativ schmal, sondern vor allem im mittleren Bereich sehr steil. Noch schwieriger ist somit die Umsetzung in die Realität. Die Befestigung der Strecke ist äußerst zeitintensiv und kraftraubend. Unermüdlich graben, hacken und schaufeln die Pronsfelder den Trail in den Hang. Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass das gesamte Projekt ohne Ausnahme auf ehrenamtlicher Mitarbeit basiert. Dadurch zieht sich die Fertigstellung noch etwas hin.

Pronsfeld Hochberg-Trail: Fahrtechnik dringend erforderlich

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Pronsfeld Hochberg-Trail wird nicht für Anfänger geeignet sein. In diesem Fall empfehlen wir den Besuch des Bikeparks mit dem Pumptrack, um die eigenen Skills zu verbessern. Wer sein Rädchen gut unter Kontrolle hat, wird am Hochberg-Trail auf seine Kosten kommen. Nach dem Start am Aussichtspunkt Pronsfeld kann nach wenigen Metern zwischen zwei Linien gewählt werden. Die eine Linie führt in engen und steilen Serpentinen Richtung Tal, die andere führt über einen teilweise steinigen Grat und vermittelt ein leicht alpines Feeling. Beide Strecken treffen in einer Senke wieder zusammen. Diese spuckt den Rider dann auf das letzte, etwas ruppigere Teilstück aus. Am Ende kann auf Wunsch noch auf eine von uns geshapte Race-Jumpline abgebogen werden.

Arbeiten am Hochberg-Trail dauern noch etwas an

Wie bereits erwähnt laufen die Arbeiten am Hochberg-Trail derzeit auf Hochtouren. Die Strecke ist noch nicht fertiggestellt und somit auch noch nicht freigegeben. Einige Passagen auf den etwa 50 Höhenmetern müssen noch ausgebaut, befestigt und überarbeitet werden. Sobald der Trail am Hochberg offiziell befahren werden darf, wird das hier auf der Fraktur natürlich sofort kommuniziert. Eine Anreise nach Pronsfeld lohnt sich aber dennoch. Der Bikepark Pronsfeld erfreut sich großer Beliebtheit und im unweit frisch eröffneten Waggon-Cafe an der Lok wartet leckerer Kaffee und Kuchen auf Euch. Stay tuned!