Mehr als nur Wasser: Wie Biker die Eifeler Dreis-Quellen optimal nutzen

Wer auf ausgedehnten Bike-Touren in der Eifel unterwegs ist, kennt das Gefühl: Nach etlichen Höhenmetern brennen die Oberschenkel, der Schweiß läuft gefühlt aus allen Poren und die Trinkflasche ist schneller leer als gedacht. Doch gerade bei hoher Belastung reicht reines Leitungswasser oft nicht aus, um den Körper auf Betriebstemperatur zu halten. Die Eifel bietet hierfür ein ganz besonderes Naturphänomen direkt am Wegesrand: die legendären Dreis-Quellen.

In der gesamten Region stoßen Biker und Wanderer immer wieder auf frei zugängliche Mineralquellen – regional oft als „Dreis“ (Drees) bezeichnet. Durch den vulkanischen Ursprung des Eifel-Raums bahnt sich das Wasser seinen Weg durch tiefgelegene Gesteinsschichten. Dabei reichert es sich nicht nur extrem stark mit wertvollen Mineralien an, sondern nimmt tief im Boden auch natürliche Kohlensäure auf.

Wer an einer solchen Quelle einen Stopp einlegt und seine Flasche auffüllt, kommt in den Genuss eines echten Naturerlebnisses: Das Wasser tritt bereits natürlich sprudelnd und erstaunlich feinperlig an die Oberfläche. Beim ersten Schluck wird man zudem sehr überrascht sein: Das Quellwasser schmeckt intensiv, säuerlich und spürbar nach Eisen. Nicht jedermanns Geschmack, aber das Wasser hat es in sich.

Dreis-Quellen: Der natürliche Mineralien-Kick

Die Zusammensetzung des vulkanischen Quellwassers ist ein echter Schatz für die Muskeln auf der Tour:

  • Natürliche Kohlensäure: Macht das feinperlige Wasser nicht nur extrem erfrischend, sondern regt auch die Durchblutung der Mundschleimhaut an.
  • Eisen: Spielt eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport im Blut – ideal für Ausdauersportler auf langen Anstiegen.
  • Magnesium und Calcium: Schützen vor vorzeitiger Muskelermüdung und fiesen Krämpfen.
  • Hydrogenkarbonat: Hilft dem Körper dabei, die Säurebildung in den Muskeln bei starker Anstrengung effektiv zu puffern.
Unsere Andrea legt eine Trail-Pause ein: Durchschnaufen auf der Bank, bevor es an den nächsten Anstieg geht

Gezapft direkt aus der Natur – oder aus der Flasche

Das Trinken direkt an den historischen Dreis-Brunnen hat in der Eifel eine lange Tradition. Viele dieser Quellen sind als Trinkwasser freigegeben und eignen sich hervorragend für eine Erfrischung zwischendurch. Einige Quellen, wie etwa in Duppach, sind optisch wunderschön in Szene gesetzt, während andere ganz unauffällig mitten im Wald aus der Erde sprudeln.

Wer das vulkanische Mineralwasser lieber kontrolliert genießt, greift auf die bekannten regionalen Abfüllungen zurück. Traditionsunternehmen wie Brohler oder Gerolsteiner nutzen genau diese tiefen Vulkan-Quellen der Eifel.

Ein besonderes Schmankerl für Tourenfahrer, die unter anderem den linksrheinischen Rheinradweg befahren: Am Standort des Brohler Mineralbrunnens zeigt man sich extrem radlerfreundlich. Biker können dort direkt auf ihrer Tour Halt machen und ihre Trinkflaschen am Quell-Ausschank völlig kostenlos mit frischem Mineralwasser auffüllen – der perfekte Zwischenstopp für die nächsten Höhenmeter!

Praxis-Tipp: So wird aus Vulkanwasser der perfekte Isotonie-Drink

So wertvoll die Mineralien aus der Quelle oder der Flasche für die Muskeln auch sind: Bei langen, schweißtreibenden Etappen reicht reines Mineralwasser allein meist nicht aus. Um einer Dehydrierung vorzubeugen und die Flüssigkeit optimal im Darm aufzunehmen, braucht der Körper zusätzlich Natrium (Salz) und leicht verfügbare Kohlenhydrate.

  • Der Biker-Hack für unterwegs: Fülle deine Flasche am Dreis-Brunnen oder beim Quell-Ausschank auf, gib eine klitzekleine Prise Salz hinein und mische das Ganze im Verhältnis 2:1 mit Fruchtsaft (z. B. Apfelsaft). Schon hast du aus dem frischen Vulkanwasser einen vollwertigen, isotonischen Durstlöscher gezaubert!
  • Die bequeme Alternative: Wer auf der Tour nicht selbst mischen möchte, kann natürlich auch auf fertige isotonische Sportgetränke zurückgreifen. Auch hier bieten die großen regionalen Mineralbrunnen mittlerweile gut abgestimmte, isotonische Drinks an, die den Elektrolythaushalt rasch wieder auffüllen.

Fazit

Egal ob frisch und feinperlig gezapft am rustikalen Dreis-Brunnen mitten im Wald oder gut gekühlt aus der Flasche – das vulkanische Mineralwasser der Eifel ist eine fantastische Basis für unterwegs. Mit dem richtigen Kniff verwandelt man den natürlichen Mineralien-Kick im Handumdrehen in den perfekten Tour-Treibstoff für lange Tage im Sattel.