Special MTB Haldencross #3: Von der Halde Rheinpreußen zum Alsumer Berg (10 km / 43 hm)

Die Fahrt von der Halde Rheinpreußen bis zum Alsumer Berg ist eine Visitenkarte für den Rhein. Es geht über eine gigantische Rheinbrücke, womit wir auch dem linken Niederrhein entgültig den Rücken kehren. Der weitere Verlauf führt entlang saftiger Wiesen.

Fahrt von der Rheinbrücke bis zum Alsumer Berg

Wir befinden uns wieder an der Stelle, wo der Weg zur Halde Rheinpreußen hoch führt, also der Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“. Diesmal folgen wir dem kleinen Weg weiter, fahren also die Halde herunter kommend links. Nach wenigen Metern stehen wir direkt vor dem Waldsee und damit auf dem Hauptwanderweg A7 und A9. Diesem folgen wir nach rechts und überqueren, auf dem Wanderweg A7 bleibend, die Autobahn A42 und die Verbandsstraße.

Wir folgen dem Wanderweg A7. Etwa 100 Meter, bevor der Waldweg auf eine asphaltierte Straße trifft (Schlagbaum), biegen wir rechts in einen ungekennzeichneten Wanderweg ab. Wir befinden uns jetzt parallel zur Autobahn bzw. der Verbandsstraße. Wir gelangen zur Jakob-Schroer-Straße und halten uns links. Nach etwa 100 Metern treffen wir auf die Heinrich-Kerlen-Straße. Auf der linken Seite befindet sich der Baerler Bahnhof, eine nette Kneipe und ein schöner Biergarten. Wir biegen nach rechts auf die Heinrich-Kerlen-Straße ab und folgen dieser bis zur Grafschafter Straße, auf die wir nach links abbiegen.

Der Blick nach rechts gleitet über schöne und saftige grüne Wiesen, auf denen Kühe weiden. Zu sehr sollte man sich aber nicht an diesem Anblick erfreuen, da wir uns auf der Hauptstraße durch den Duisburger Stadtteil Baerl befinden und angesichts der Autos etwas wachsamer sein sollten. Wir bleiben bis zum Niederhalener Dorfweg auf der Hauptstraße und biegen, dem Niederhalener Dorfweg folgend, rechts ab in Richtung des Rheins. An diesem Punkt bietet sich die Gelegenheit zur Einkehr im Restaurant Bellini – falls man sich stärken möchte. Der Niederhalener Dorfweg bietet uns vom Untergrund zwar auch nur Asphalt, allerdings handelt es sich hier wenigstens um eine Fahrradstraße – so manchen Autofahrer scheint es leider nicht weiter zu interessieren.

Der Alsumer Berg in Duisburg

Am Rhein angekommen werden wir aber endlich auch von diesen letzten Nervensägen erlöst – ab hier fahren keine Autos mehr. Im Sommer steht an dieser Stelle übrigens ein kleiner Eiswagen mit ganz hervorragendem Eis. Rechter Hand befindet sich ein Speiselokal mit angeschlossenem Biergarten. Wir folgen der Rheinstraße auf dem Wanderweg DU nach rechts und der Rhein schwimmt uns quasi entgegen. Der Blick gleitet auf die Brücke der A42, die den Rhein überspannt und die Duisburger Stadtteile Baerl und Beeckerwerth verbindet. Die Brücke, eine sogenannte Schrägseilbrücke, stammt übrigens aus dem Jahre 1990. Unzählige Autos überqueren hier den Rhein und genau das werden wir gleich auch machen! Doch erstmal werden wir diese Brücke unterqueren. Wir folgen nach der Brücke dem Radweg nach rechts mit der treffenden und einprägsamen Kennzeichnung: Brücke. So einfach und eindeutig können Kennzeichnungen sein!

Wir befinden uns jetzt auf der NiederRheinroute und folgen dem Radwanderweg. Ziemlich unspektakulär wird der Rhein überquert. Man ist erstaunt, wie sehr sich diese Brücke in die Länge zieht. Unser Ausflug am linken Niederrhein ist somit beendet. Bis zum Ende unseres Haldencrosses werden wir nun auf der rechten Rheinseite bleiben. Wir folgen dem Radweg die Brücke herunter und schauen direkt auf den Rhein. Der Alsumer Berg ist bereits ausgeschildert und wir folgen der Beschilderung. Stromabwärts an Thyssen Krupp Steel vorbei nähern wir uns immer mehr der Halde. Außer dem Rauschen der Autobahn vernehmen wir nichts, was irgendwie von einer Straße oder Autos herrühren könnte. Der Radweg ist ein breiter und befestigter Weg und auf diesem rollt es sich verdammt gut. Schnell erreichen wir die kleine Halde.

Skizze Tourenverlauf Halde Rheinpreußen – Alsumer Berg

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Special MTB Haldencross #2: Die Halde Rheinpreußen in Moers (3 km / 74 hm)

Unübersehbares Merkmal der Halde Rheinpreußen in Moers ist eine Grubenlampe. Wer jetzt meint, hier wäre eine kleine Funzel gemeint, der irrt gewaltig. Der etwa 30 Meter hohe Turm befindet sich fast am höchsten Punkt der Halde und ziert diese seit dem Herbst 2007. Das Kunstwerk namens Geleucht soll an das erinnern, was die Umgebung wirtschaftlich so emporstiegen ließ: Die Zechen und die Hütten.

Das weithin sichtbare Geleucht auf der Halde Rheinpreußen in Moers

Emporsteigen kann man übrigens auch mit Hilfe des Geleuchts. Im Innern des roten Turms befindet sich eine Treppe, die zur Aussichtsplattform führt. Der Blick von der Halde zeigt den angrenzenden Ruhrpott und zur anderen Seite den ländlichen Niederrhein. Bei Dunkelheit taucht das Geleucht und die unterhalb am Hang angebrachten Scheinwerfer den Hang der Halde in ein faszinierendes rot. Dieses Schauspiel kann man auch auf der A42 von Duisburg aus kommend in Richtung Kamp-Lintfort bewundern. Wir bevorzugen für unseren Haldencross natürlich das Tageslicht. Da die Halde verkehrstechnisch sehr gut in die Tour integriert werden konnte, obwohl sie linksrheinisch liegt, darf die Halde Rheinpreußen natürlich nicht bei unserem Haldencross fehlen.

Möglichkeiten diese Halde zu erklimmen gibt es mehrere. Abfahrten gibt es noch mehr. Wir fahren allerdings nicht den Hauptweg zur Halde hoch, sondern einen Seitenweg, da wir uns so die Fahrt durch das Gewerbegebiet ersparen können. Etwa 74 Höhenmeter sind zu absolvieren. Der Weg ist leicht verwildert, lässt sich aber dennoch sehr gut befahren. Wie bereits beschrieben folgen wir nicht dem Rechtsknick der kleinen Straße „Im Rehwinkel“, sondern fahren weiter geradeaus in den Wald hinein. Die Halde liegt links neben uns. Nach kurzer Zeit erreichen wir eine kleine Lichtung – im Sommer finden sich hier Autos von Badegästen des angrenzenden Waldsees. Hier führt ein Weg die Halde hinauf, den wir gerne in Anspruch nehmen.

Skizze Halde Rheinpreußen

Ein kleiner Hinweis: Wer auf einen See blickt, schaut direkt auf den Waldsee. In diesem Moment ist man dann leider ein kleines Stück zu weit geradelt! Wir folgen dem kleinen Wanderweg bergan, gelangen auf den ersten Querweg und halten uns rechts. Kurze Zeit später folgt links die Fortsetzung des Weges nach oben, um etwa 180 Grad versetzt. Nach einer Rechtskurve gelangen wir auf einen weiteren Querweg. Hier halten wir uns links und befahren am Rande der Halde den breiten Weg, mit dem Blick nach rechts oben zum Geleucht. Wir folgen den nächsten Weg, der nach oben führt und gelangen auf den breiten Hauptweg. Dem Hauptweg folgend gelangen wir direkt zum Geleucht.

Das Geleucht und das große flache Top der Halde Rheinpreußen locken viele Menschen. Die Wiese bietet einen idealen Platz für ein Picknick und von hier oben kann man herrlich auf den angrenzenden Niederrhein und das Ruhrgebiet blicken. Hier bietet sich auch für uns eine gute Möglichkeit für eine Rast – einen Biergarten oder Kiosk gibt es aber nicht – noch nicht, aber man weiß ja nie! Wir folgen dem Weg weiter am oberen Rand der Halde entlang und wählen an der folgenden Abzweigung den linken Weg, der mit einer weiteren Linkskehre nach unten abzweigt. Wir fahren die Serpentinen bis zu dem Hauptweg und überqueren diesen. An diesem Punkt waren wir schon bei der Auffahrt.

Jetzt fahren wir die Halde so herunter, wie wir gerade hochgefahren sind. Somit gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt der Verlängerung „Im Rehwinkel“. Von hier aus setzen wir unseren Haldencross fort. Als Alternative bzw. als Erweiterung des Haldencrosses bietet sich, von dieser Stelle ausgehend, die Niederrhein Haldenrunde an. Der Niederrhein Haldenrunde ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

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Special MTB Haldencross #1: Der Start in Duisburg (12 km / 37 hm)

Der Startpunkt in Duisburg bestätigt viele Gerüchte und Vorurteile, die sich um diese Stadt ranken. Mit über einer halben Millionen Einwohner darf sich Duisburg zu Recht als Großstadt betiteln – mit allen Vor- und Nachteilen. Ein Vorteil ist die sehr gute Erreichbarkeit mit der Bahn. Egal ob von München, Hannover, Dortmund oder Düsseldorf kommend, Duisburg ist ohne Probleme und zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar. Der Nachteil Duisburgs ist natürlich der Großstadtverkehr, den wir am Anfang dieser Tour kurz ertragen müssen.

MTB Haldencross
Winterliche Idylle: Der zugefrorene Waldsee im Baerler Busch / Moers

Duisburg ist eine Industriestadt, aber ganz so dramatisch und grau wie in den Tatort Krimis mit Schimanski ist es zum Glück nicht mehr. Duisburg mausert sich immer mehr zu einer ansehnlichen Stadt – nicht nur die Restaurant- und Kneipenmeile Innenhafen trägt ihren Teil dazu bei. Duisburg liegt aber nicht nur am Rhein, sondern auch an der Ruhr und kennzeichnet sogar das Ende des Ruhrtal-Radweges. Von Duisburg aus lassen sich viele Radtouren starten und auch unser Haldencross startet in dieser Stadt. Da wir den Stadtteil Ruhrort passieren werden, kann auch eine Anreise mit der Bahn bis zur Bahnhaltestelle Duisburg-Ruhrort erfolgen. Dieser Zug verkehrt allerdings nur von Oberhausen aus kommend.

Vom Bahnhof aus orientieren wir uns in Richtung der Duisburger City. Wir folgen dem ausgewiesenen Fahrradweg in Richtung Moers durch die Fußgängerzone. Wir bleiben auf dem Fahrradweg bis zum Schwanentor. Der Fahrradweg nach Moers biegt im weiteren Verlauf nach links ab, wir fahren allerdings auf dem Fahrradweg geradeaus weiter und folgen somit der Ruhrorter Straße bis zum Kreisverkehr. Wir verlassen den Kreisverkehr geradeaus und überqueren in Folge die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke und die Brücke über den Vincke-Kanal. Nach dem Vincke-Kanal biegen wir links in die Krausstraße ab und fahren durch das Hafengebiet des Ruhrgebietes. Wir folgen der Dammstraße, unterqueren die Rheindeichstraße und fahren rechts die Brücke hoch, um zur Rheindeichstraße zu gelangen. Mit der Friedrich-Ebert-Brücke überqueren wir den Rhein. Beeindruckend sind die Brückentürme der Friedrich-Ebert-Brücke, wo in der Vergangenheit ein Brückenzoll erhoben wurde. Diese Abgabe bleibt den Reisenden heutzutage zum Glück erspart und wir können mit vollem Geldbeutel weiterfahren. Hinter der Brücke führt ein schmaler Weg rechts bergab, dem wir folgen. Wir gelangen zum Fuße der Brücke und folgen jetzt dem Wanderweg mit der Kennzeichnung <.

Stromabwärts folgen wir dem Rhein. Die Fahrt über den Deich führt uns in Richtung Duisburg-Baerl. Auf der anderen Seite des Rheins erstreckt sich Thyssen-Krupp-Stahl. Vor uns erkennen wir die alte mächtige Eisenbahnbrücke, die sich über den Rhein spannt. Hinter der Eisenbahnbrücke sehen wir die moderne Autobahnbrücke der A42, welche uns nach dem Besuch der Halde Rheinpreußen wieder über den Rhein führen wird. Der Weg auf dem Deich ist sehr gut befestigt und wird am Wochenende von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt. Der Weg bleibt allerdings nicht auf dem Damm, sondern führt im weiteren Verlauf rechts den Damm hinunter und begleitet den Rhein in unmittelbarer Nähe – immer noch der Kennzeichnung < folgend. Auf den Rheinwiesen tummeln sich bei schönem Wetter unzählige Erholungssuchende. Der Weg bleibt gut befestigt, nur bei Überschwemmung kann der Weg unpassierbar sein – kommt nicht oft vor, aber hin und wieder muss man dem Rhein weichen. Dann bleibt leider nur der Weg an der Rheindeichstraße entlang. Noch bevor wir die alte Eisenbahnbrücke erreichen, gelangen wir von dem Wanderweg auf die kleine asphaltierte Rheinstraße, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Wir biegen links ab und fahren einige wenige Meter hoch zur Rheindeichstraße. Gegenüber liegt die Kohlenstraße, die für kurze Zeit unser Begleiter sein wird. Wir folgen der Kohlenstraße und biegen vor den Bahnschienen rechts ab. Der Sackgasse wird bis zum Ende gefolgt.

Wir überqueren die Bahnschienen und folgen dem Weg in Richtung der Eisenbahnbrücke. Rechts orientierend folgen wir den Schienen bis zum Ende des Weges. Wir treffen auf einen asphaltieren Rad- und Fußgängerweg und biegen links ab. Wir überqueren nach wenigen hundert Metern die Grafschafter Straße, die Verbindungsstraße zwischen Moers-Meerbeck und Duisburg-Baerl. Wir tauchen, den Radweg nutzend, in das gegenüberliegende kleine Gewerbegebiet ein. Vor uns eröffnet sich langsam der Blick auf die Halde Rheinpreußen. Kurz vor der Halde biegen wir rechts in die kleine Anliegerstraße „Im Rehwinkel“ ab. Die kleine Straße biegt im weiteren Verlauf rechts ab, wir fahren aber weiter in den Wald hinein, genauer gesagt in den Baerler Busch Richtung Waldsee. Die Halde Rheinpreußen liegt direkt links neben uns und so langsam müssen wir uns seelisch auf die Auffahrt vorbereiten.

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