Special MTB Haldencross #5: Vom Alsumer Berg zur Deponie Hühnerheide (12 km / 92 hm)

Wir folgen dem Radweg stromabwärts und lassen den Alsumer Berg rechts an uns vorbeiziehen. Wir werfen einen letzten Blick über den Rhein auf den linken Niederrhein und die auf dem Rhein fahrenden Schiffe. Die folgenden Kilometer sind vom Blickpunkt eines Mountainbikers zwar wenig erquickend, zeigen aber, wie sehr in dieser Gegend die Schwerindustrie mit den hier lebenden Menschen verknüpft ist. Der Weg an den Industrieanlagen vorbei bestätigt das allgemeine Klischee des Ruhrgebietes, auch deshalb wollen wir diese Strecke in den Haldencross integrieren.

Der Ruhrpott…so wie man ihn sich vorstellt

Die Schwerindustrie ist allgegenwärtig, die Straßen sind mit Industriestaub benetzt und die Luft ist alles andere als frisch und sauber. Außenstehende und Fremde mögen kaum glauben wollen, dass hier Menschen wohnen können. Wir folgen dem Radweg an der Straße und kommen am Schwelgernpark vorbei. Wer sich einen Teil der Straße ersparen will, kann auch parallel zur Straße ein Stück durch den Schwelgernpark fahren. Interessant ist der Schwelgernpark nicht nur für Erholungssuchende, sondern auch für sportlich aktive Menschen. Kaum zu glauben, dass hier im Park ein großer und sehr gepflegter Dirtspot zu finden ist! Uns zieht es aber weiter. Wir erreichen die Weseler Straße, die links nach Walsum und rechts nach Marxloh führt. Nach dem Überqueren der stark befahrenen Straße fahren wir wenige Meter nach rechts, also Richtung Marxloh und nicht Richtung Walsum! Vielleicht 20 Meter, dann biegen wir links in einen kleinen Weg ab. Vor uns eröffnet sich ein Park, der uns fernab von Autos durch diesen Duisburger Stadtteil führen wird. Parallel zu den Bahnschienen – zu unserer linken Seite – durchqueren wir den Park und zwischendurch auch einen kleinen Wendehammer. Wir halten uns in diesem Park immer links – linker Hand ist immer ein Zaun – und passieren die größte Moschee Deutschlands, das Wunder von Duisburg-Marxloh.

Beim Vorbeifahren ist man erstaunt, wie hell, freundlich und – durch die vielen Fenster – offen diese Moschee gestaltet ist. Die folgende Prinz-Eugen-Straße wird überquert und entlang einer ehemaligen Bahntrasse folgen wir weiter dem befestigten Radweg. So unterqueren wir die Autobahn A59 – ansonsten haben wir auch weiterhin mit Autos nichts zu tun. An der Abzweigung folgen wir dem Radweg Richtung Oberhausen-Sterkrade bzw. Mattlerbusch. Wir befinden uns auf dem Wanderweg DU und folgen diesem – auch dort, wo wir auf die Straße treffen und den Kanal überqueren. Wir bleiben auf dem Wanderweg DU, der uns zum Freizeitpark Hamborn und Revierpark Mattlerbusch bringt. Sobald der Radweg auf die Richtung Oberhausen-Sterkrade/Holten hinweist, folgen wir diesem. Wir passieren das Schwimm-und Freizeitbad Niederrhein-Therme. Am Ende des Mattlerbuschs folgen wir dem Radweg an der Straße Richtung Sterkrade/Schmachtendorf. Am Marktplatz angekommen fahren wir den Radweg nach links zum Kastell Holten.

Die Holtener Burg in Oberhausen

Durch eine kleine Anliegerstraße gelangen wir zu der mittelalterlichen ehemaligen Wasserburg, die gerne auch Holtener Burg genannt wird Im Jahre 1307 wurde die Burg als Grenzwehranlage errichtet, heute ist nur noch der wiedererrichtete Ostflügel erhalten. Durch den Park fahrend umrunden wir die Holtener Burg und gelangen wieder zum eben schon passierten Gasthof „Alt Holten“ zurück. Hier bietet sich ein Biergarten zur Einkehr und in der Pension ein Bett für die Nacht an. Weiter geht es auf der Wasser Straße nach links. Zur Orientierung: Wenn man von der Wasser Straße aus in Richtung des Kastells schaut, befindet sich der Gasthof auf der rechten Seite gegenüber. Wir fahren also zwischen dem Gasthof und der Kirche hindurch. An der Abbiegung der Wasser Straße in die Elisenstraße fahren wir geradeaus auf den kleinen Weg. Unbedingt auf entgegenkommende Fußgänger und Radfahrer achten, da der Weg eng und winkelig ist! Der Wanderweg O. bleibt erstmal unser Wegweiser und bringt uns direkt zur Emscher, der wir kanalabwärts nach links folgen.

Wir fädeln uns jetzt in die Rotbach-Route ein, ein ausgeschilderter Radweg dem wir jetzt öfters begegnen werden. So gelangen wir zur Graßhofstraße. Geradeaus führt der Weg der HOAG-Bahn, eine stillgelegte und umgebaute Bahntrasse. Ungeachtet dessen folgen wir allerdings links der Rotbach-Route. Nach kurzer Zeit ist die kleine Anliegerstraße „Brusbachstraße“ erreicht, in die wir nach rechts abbiegen. Kaum zu glauben, wie ländlich es auf einmal zu sein scheint. Aber auch diese Idylle hat schnell ein Ende und wir folgen wieder der Rotbach-Route und dem Radweg R21. Wir überqueren die Schienen und an der Straßenecke „Genterstraße/Hühnerstraße“ widmen wir uns der kleinen Halde zu unserer linken Seite. Wir fahren auf die kleine Halde zu und nehmen den linken Weg, der uns um die kleine Halde herum und direkt zur Deponie Hühnerheide führt, welche direkt dahinter liegt. Die kleine Halde kann übrigens auch mit dem Weg nach rechts oben erklommen werden – so können zusätzlich 25 Höhenmeter gemacht werden. Allerdings ist der weiterführende Weg von der kleinen Halde abwärts sehr schmal und dornig.

Skizze Tourenverlauf Alsumer Berg – Deponie Hühnerheide

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Special MTB Haldencross #4: Der Alsumer Berg in Duisburg (1 km / 44 hm)

Viele kennen den Alsumer Berg unter dem Namen Beecker Halde. Die ehemalige Schutthalde ist vollständig renaturiert und der Öffentlichkeit zugänglich. Wir folgen am Fuße der Halde dem ausgeschilderten Radweg „Alsumer Berg“. Verfahren kann man sich kaum! Es gibt nur einen Weg bergauf – und runter.

Blick vom Alsumer Berg auf die Kokerei

Der Hauptweg ist asphaltiert und wir schrauben uns etwa 44 Höhenmeter bis an den höchsten Punkt. Der Weg teilt sich und wir fahren die Halde rechter Hand weiter bis zum Gipfelkreuz. Wir schauen direkt in den Schlund einer Kokerei. Passend hierzu darf man sich an der Luft erfreuen. Ein Ausblick der dennoch lohnt! Welcher Alpencrosser kann von sich behaupten, solch einen Ausblick schon mal erlebt zu haben?! In der Ferne erblicken wir die Umrisse der Halde Haniel – ein weiteres Etappenziel unseres Haldencrosses, aber nicht das nächste Ziel. Unsere nächsten Ziele sind erstmal das Kastell Holten in Oberhausen-Holten und die Deponie Hühnerheide in Oberhausen-Schmachtendorf. Wie schon erwähnt wurde, müssen wir für die Abfahrt der Halde den gleichen Weg wählen, den wir auch für die Auffahrt genutzt haben. Wir befinden uns wieder am Fuße der Halde mit dem Blick auf den Rhein und den linken Niederrhein.

Skizze Alsumer Berg

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Special MTB Haldencross #3: Von der Halde Rheinpreußen zum Alsumer Berg (10 km / 43 hm)

Die Fahrt von der Halde Rheinpreußen bis zum Alsumer Berg ist eine Visitenkarte für den Rhein. Es geht über eine gigantische Rheinbrücke, womit wir auch dem linken Niederrhein entgültig den Rücken kehren. Der weitere Verlauf führt entlang saftiger Wiesen.

Fahrt von der Rheinbrücke bis zum Alsumer Berg

Wir befinden uns wieder an der Stelle, wo der Weg zur Halde Rheinpreußen hoch führt, also der Verlängerung der kleinen Anliegerstraße „Im Rehwinkel“. Diesmal folgen wir dem kleinen Weg weiter, fahren also die Halde herunter kommend links. Nach wenigen Metern stehen wir direkt vor dem Waldsee und damit auf dem Hauptwanderweg A7 und A9. Diesem folgen wir nach rechts und überqueren, auf dem Wanderweg A7 bleibend, die Autobahn A42 und die Verbandsstraße.

Wir folgen dem Wanderweg A7. Etwa 100 Meter, bevor der Waldweg auf eine asphaltierte Straße trifft (Schlagbaum), biegen wir rechts in einen ungekennzeichneten Wanderweg ab. Wir befinden uns jetzt parallel zur Autobahn bzw. der Verbandsstraße. Wir gelangen zur Jakob-Schroer-Straße und halten uns links. Nach etwa 100 Metern treffen wir auf die Heinrich-Kerlen-Straße. Auf der linken Seite befindet sich der Baerler Bahnhof, eine nette Kneipe und ein schöner Biergarten. Wir biegen nach rechts auf die Heinrich-Kerlen-Straße ab und folgen dieser bis zur Grafschafter Straße, auf die wir nach links abbiegen.

Der Blick nach rechts gleitet über schöne und saftige grüne Wiesen, auf denen Kühe weiden. Zu sehr sollte man sich aber nicht an diesem Anblick erfreuen, da wir uns auf der Hauptstraße durch den Duisburger Stadtteil Baerl befinden und angesichts der Autos etwas wachsamer sein sollten. Wir bleiben bis zum Niederhalener Dorfweg auf der Hauptstraße und biegen, dem Niederhalener Dorfweg folgend, rechts ab in Richtung des Rheins. An diesem Punkt bietet sich die Gelegenheit zur Einkehr im Restaurant Bellini – falls man sich stärken möchte. Der Niederhalener Dorfweg bietet uns vom Untergrund zwar auch nur Asphalt, allerdings handelt es sich hier wenigstens um eine Fahrradstraße – so manchen Autofahrer scheint es leider nicht weiter zu interessieren.

Der Alsumer Berg in Duisburg

Am Rhein angekommen werden wir aber endlich auch von diesen letzten Nervensägen erlöst – ab hier fahren keine Autos mehr. Im Sommer steht an dieser Stelle übrigens ein kleiner Eiswagen mit ganz hervorragendem Eis. Rechter Hand befindet sich ein Speiselokal mit angeschlossenem Biergarten. Wir folgen der Rheinstraße auf dem Wanderweg DU nach rechts und der Rhein schwimmt uns quasi entgegen. Der Blick gleitet auf die Brücke der A42, die den Rhein überspannt und die Duisburger Stadtteile Baerl und Beeckerwerth verbindet. Die Brücke, eine sogenannte Schrägseilbrücke, stammt übrigens aus dem Jahre 1990. Unzählige Autos überqueren hier den Rhein und genau das werden wir gleich auch machen! Doch erstmal werden wir diese Brücke unterqueren. Wir folgen nach der Brücke dem Radweg nach rechts mit der treffenden und einprägsamen Kennzeichnung: Brücke. So einfach und eindeutig können Kennzeichnungen sein!

Wir befinden uns jetzt auf der NiederRheinroute und folgen dem Radwanderweg. Ziemlich unspektakulär wird der Rhein überquert. Man ist erstaunt, wie sehr sich diese Brücke in die Länge zieht. Unser Ausflug am linken Niederrhein ist somit beendet. Bis zum Ende unseres Haldencrosses werden wir nun auf der rechten Rheinseite bleiben. Wir folgen dem Radweg die Brücke herunter und schauen direkt auf den Rhein. Der Alsumer Berg ist bereits ausgeschildert und wir folgen der Beschilderung. Stromabwärts an Thyssen Krupp Steel vorbei nähern wir uns immer mehr der Halde. Außer dem Rauschen der Autobahn vernehmen wir nichts, was irgendwie von einer Straße oder Autos herrühren könnte. Der Radweg ist ein breiter und befestigter Weg und auf diesem rollt es sich verdammt gut. Schnell erreichen wir die kleine Halde.

Skizze Tourenverlauf Halde Rheinpreußen – Alsumer Berg

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