O’Neal Mad Ass Protector Jacket – Test Protektorenjacke

Um wirksame Rückenprotektoren von denen zu unterscheiden, die nur unzureichend Schutz vor Verletzungen bieten, wurde die Prüfnorm CE EN 1621-2 eingeführt. Moderne Protektoren müssen sich dieser Prüfnorm stellen und man sollte in seinem eigenen Interesse auf die Zertifizierung achten. Das O’Neal Mad Ass Protector Jacket bedient sich des viscoelastischen Spezialschaums der Firma SAS-TEC aus Marktgröningen, welches diese Anforderungen erfüllt.

Im Gegensatz zu „herkömmlichen“ Protektoren finden keine Kunststoffschuppen mehr Verwendung. Der SAS-TEC Rückenprotektor fällt optisch vor allem durch seine Materialstärke auf: Die Dicke variiert zwischen 16 und knapp 19 mm. Die Stärken des Materials liegen aber im Verborgenen. Der Spezialschaum verhärtet sich beim Aufprall, ist mehrschlagfähig, passt sich gut dem Körper an und bietet einen Memoryeffekt – nach einer Verformung nimmt die Schaumplatte nach einer kurzen Zeit wieder ihre ursprüngliche Form ein.

Der SAS-TEC Rückenprotektor findet in einer Hülle Platz, die mit zwei Reißverschlüssen an der Jacke befestigt wird. Die Tasche für den SAS-TEC Rückenprotektor wird ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen und somit kann die Schaumplatte entnommen werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Jacke als auch die Trägerhülle für den Protektor können somit problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden. Die SAS-TEC Schaumplatte kann unkompliziert mit einem milden Handwaschmittel separat gereinigt werden.

Der Träger mit der Hülle bietet nicht nur Platz für den SAS-TEC Rückenprotektor. Der untere Bereich des Rückens wird durch eine dicke Schaumschicht geschützt. Der angebrachte Hüftgurt sorgt dafür, dass sich der Rückenprotektor im unteren Bereich gut fixieren lässt – worauf wir gleich noch zurückkommen werden. Der Hüftgurt lässt sich nicht nur vorne durch den durchgehenden Klett gut anpassen, sondern bietet zusätzlich seitlich je ein Regulierungsband für den Stretchbereich. Der Tragekomfort ist ausgezeichnet.

Allerdings lässt sich der gesamte Rückenprotektor nur in Verbindung mit einer Motorradkombi separat tragen – beim MTB und bei MX/Enduro ist der Protektor im oberen Bereich nicht fixiert genug. Für die Verbindung zur Jacke, die als Träger dient, sorgen zwei Reißverschlüsse. In dieser Kombination ist der Rückenprotektor perfekt fixiert. Umgekehrt lässt sich die Jacke sehr gut ohne den hinteren Schutz tragen, wenn man mal ohne Rückenprotektor unterwegs sein möchte, aber weder auf den Brustschutz noch auf den Schulterschutz verzichten möchte.

Ein weiteres wesentliches Material der Protektorenjacke stellt Biofoam dar. Wir finden an der Mad Ass Protektorenjacke viele Bereiche, die wirksam geschützt werden – so wie beispielsweise die Schulterblätter, die Hüften und die Nieren. Die Brust wird neben dem Biofoam zusätzlich mit Hartplastikschalen geschützt – das gilt ebenso für die Schulter als auch die Ellbogen und die Unterarme. Die Jacke ist Dank des Mesheinsatzes relativ gut belüftet – wie gesagt, relativ!

Anpassen lässt sich die Jacke mit mehreren sinnvoll angebrachten Klettstreifen. So lässt sich der Schulterbereich ebenso einstellen – und somit fixieren – wie die Oberarme und die Unterarme. Ein weiterer Clou an der Jacke: Nach dem Abtrennen der Ärmel oberhalb des Ellbogens kann die Jacke auch kurzärmelig getragen werden. Natürlich ist das O’Neal Mad Ass Protector Jacket als moderne Protektorenjacke Neckbrace kompatibel.

Der Tragekomfort der Protektorenjacke kann begeistern. Der SAS-TEC Schaum passt sich sehr gut dem Rücken an. Die Jacke stört oder beeinträchtigt nicht die Bewegungsfreiheit. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu makeln. Ein Sicherheitspaket, welches für 190 Euro erhältlich ist. Nur eine kleine Sache müssen wir dann doch bemängeln: Wir hätten gerne noch eine Lasche zum Aufhängen der Protektorenjacke!

Größen: S, M, L, XL, XXL
Preis: 189,90 Euro

O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard – Knie-/Schienbeinschoner – Test

Mit dem Talent FR Knee/Shin Guard hat O’Neal einen komplett neuen Schienbeinschoner entwickelt, wobei unsere Bezeichnung Schienbeinschoner nur zu einem Teil der Wirklichkeit entspricht. Genau genommen handelt es sich beim Talent um einen kombinierten Knieschoner und Schienbeinprotektor. Der Knieschoner ist ein Neopren-Kniestrumpf, der die Grundlage zur Fixierung des Schienbeinschoners bildet und auch alleine getragen werden kann – Dirter und BMXer wird es freuen.

Der Schienbeinschoner ist wie gewohnt mit einem stoßabsorbierenden gelochten Schaumstoff, mit je einem weit reichenden Kunststoffaufsatz für das Schienbein als auch für das Knie, versehen. Die Verbindung des Schienbeinschoners mit dem Kniestrumpf geschieht durch Klettverschlüsse – ein System, welches bombenfest hält! Der untere Bereich des O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard wird durch zwei Halteriemen fixiert.

Beim O’Neal Talent FR Knee/Shin Guard überzeugt nicht nur die Idee, sondern auch die Umsetzung. Weder im Bereich der Kniekehle noch im Bereich der Wade stören oder kratzen die Halteriemen. O’Neal hat sich bei dem Schienbeinschoner offensichtlich sehr viel Gedanken gemacht und vor allem der Wohlfühlfaktor kann beim Talent voll und ganz überzeugen. Der Talent sitzt sehr gut und verrutscht auch beim Sturz nicht – ein sehr wichtiger Faktor! Das System kann voll überzeugen, auch wenn die Knie immer recht warm sind.

Die Schoner lassen sich bequem den ganzen Tag tragen, sie stören und behindern nicht. Die Bewegungsfreiheit ist ebenfalls voll gegeben. In den Kniestrumpf muss man natürlich hinein schlüpfen, aber angesichts des Tragekomforts für uns nicht wirklich ein Grund zur Kritik. Ebenfalls überzeugend ist die Qualität des Schoners, Auffälligkeiten konnten wir nicht verbuchen. Ein durchdachter und gut umgesetzter Knie-/Scheinbeinschoner für den harten Einsatz!

Größen: S/M, M/L
Erhältliche Farben: Schwarz, weiß
Preis: 59,90 Euro

Pro-Tec Pinner LT Knee/Shin Guard – Test Knie-/Schienbeinschoner

Was soll daran so schwer sein? Ein Knie-/Schienbeinschoner muss doch nur gut sitzen, bequem sein und schützen! Ach so, natürlich darf er nicht so dick auftragen, damit er auch noch unter Racing-Pants getragen werden kann. Richtig, der Knie-/Schienbeinschoner sollte auch stoßabsorbierend sein – schließlich sind die Zeiten des wabbeligen weichen Schaumstoffes als „Schutz“ vorbei – zum Glück. Achso, und da wäre noch…

…dass er auch noch gut verschlossen werden kann. Die Halteriemen dürfen sich nicht selbständig öffnen, weder irgendwo hängenbleiben noch verrutschen. Die Bewegungsfreiheit darf natürlich auch nicht eingeschränkt werden. Und natürlich muss der Schoner noch mit Kunststoffschalen versehen sein. Dann wäre noch der Punkt Belüftung. Naja, irgendwie doch ganz schön viele Punkte! Ufff…zum Glück gibt es Hersteller, die so etwas für einen übernehmen und sich damit rumplagen! Es ist ja wirklich so…eigentlich stellt man sich einen Knie- und Schienbeinschoner ziemlich simpel im Aufbau vor. Wenn man sich seine Ansprüche anschaut, stellt man fest, dass diese dann doch sehr klar definiert und umfangreich sind. In den vielen Jahren, die wir schon auf dem Bike sitzen, haben wir viele Protektoren kommen – und wieder gehen sehen. Mit dem Pro-tec Pinner LT Knee/Shin Guard hatten wir mal wieder einen Knie-/Schienbeinschoner im Test, der sich genau diesen Anforderungen stellen musste.

Wir lassen jetzt mal bewusst den Punkt Optik außen vor. Natürlich ist es schön, wenn man bei kurzen Pants einen optisch ansprechenden Schoner trägt, aber spätestens beim Tragen von langen Racing-Pants ist dieser Punkt nur noch zweitrangig. Womit wir schon beim ersten wichtigen Punkt wären, dass die Schoner nicht zu dick auftragen. Ein Pluspunkt, den der Pinner klar für sich verbuchen kann. Natürlich müssen die Pants Spielraum und Flexibilität im Bereich der Knie aufweisen, aber ansonsten steht dem Einsatz nichts im Wege. Der Tragekomfort der Pinner ist gut, sie sitzen angenehm bei gleichzeitig guter Bewegungsfreiheit. Der Bereich Knie und Schienbein ist großflächig abgedeckt. Das Trägermaterial besteht aus stoßabsorbierendem EVA Schaum, auf dem Kunststoffschalen aufgenäht sind. Die beiden Kunststoffschalen bieten löblicherweise keine Angriffsfläche zwischen Schienbein und Knie. Das Trägermaterial sorgt dank der vielen Belüftungslöcher für Frischluft, nur im Bereich der aufgenähten Kunststoffschalen ist bauartbedingt natürlich die Frischluftzufuhr eingeschränkt

Ein Punkt zur Kritik ist vielleicht das Anziehen der Schoner. Da der Pinner im Kniebereich einen „Strumpf“ hat, muss man beim Anziehen vorher die Schuhe ausziehen. Auf einer Tour kann das schon ein wenig abnerven, wenn man mal „eben“ den Schoner überstreifen möchte. Vorteil der Geschichte ist aber, dass der Schoner gut fixiert wird – abgesehen von den drei Halteriemen mit Klettbesatz am Ende. Ein weiterer Vorteil ist, dass hier nichts scheuert – das haben wir bei anderen Schonern schon ganz anders erlebt! Die Halteriemen sind im Bereich oberhalb des Knie, unterhalb des Knie bzw. oberhalb der Wade und unterhalb der Wade angebracht. Verrutschen? Unmöglich! Was die Halteriemen angeht…der Pinner wird in zwei Größen ausgeliefert: S/M und L/XL. Bei 175 cm Körpergröße greift man natürlich wie gewohnt zur Größe M, in diesem Fall S/M. Der Schoner passt wie angegossen, aber die Halteriemen…meine Herren! Wieso sind diese so kurz? Ein bisschen längere Halteriemen würden wir uns schon wünschen. Ein Kritikpunkt ist auch der Klettverschluss oberhalb des Knie. Auf dem Protektor ist die Widerhakenseite angebracht.

Wenn der obere Halteriemen nicht bis ans Ende gezurrt wird, bleiben die Widerhaken unbedeckt und verhaken sich dann gerne in der Hose. Vielleicht sollte der Hersteller diesen Punkt überdenken. Abgesehen hiervon ist der Pro-tec Pinner LT Knee/Shin Guard ein sehr durchdachter und sehr guter Knie-/Schienbeinprotektor. Mit etwas „smarteren“ Beinen stellt sich natürlich auch nicht das Problem mit der Länge der Halteriemen und des Klettverschlusses.

Fazit:

Sehr durchdachter und gut schützender Knie-/Schienbeinschoner! Nichts scheuert oder sorgt für wunde Stellen. Einzig der Punkt mit den ziemlich kurzen Halteriemen trübt ein wenig den Gesamteindruck. Vielleicht sollte der Hersteller den Schoner nicht nur in zwei, sondern in drei oder vier Größen anbieten.

Preis: Etwa 55 Euro

Pro-Tec IPS Back Pad – Der Rückenprotektor im Test

Pro-tec bietet mit dem IPS Back Pad einen Rückenschutz speziell für die Bereiche Snow und Bike – sprich MTB und BMX – an. Beim Pro-tec IPS Back Pad handelt es sich um einen „reinen“ Rückenschutz, er ist also nicht Bestandteil einer Weste oder einer Jacke. Da man allerdings nicht immer mit einer Protektorenjacke unterwegs sein möchte, sei es aus Gründen der Außentemperatur oder einfach nur aus Gründen der Bequemlichkeit, haben wir uns das kleine Schwarze mal zur Brust genommen!

Das kleine Schwarze besteht genauer gesagt aus schwarzen Kunststoffschuppen, welche mittels Kunststoffschrauben auf einer schlagabsorbierendem Trägerfläche aus Ethylene Vinyl Acetate befestigt sind – besser bekannt als EVA Foam. Der zu schützende Bereich ist großflächig dimensioniert, in der Tat wird der größte Teil des Rückens bedeckt. Damit sich der Schwitzfaktor in Grenzen hält, sind einige Bereiche des Trägermaterials ausgespart und nur durch einen dünnen roten Stoff bedeckt.

Der Tragekomfort des IPS Back Pad ist außerordentlich gut – es fühlt sich fast an wie ein Hauch von Nichts. Die Schulterriemen sind relativ schmal, weich und anschmiegsam. Die Schulterriemen lassen sich natürlich in der Länge verstellen und können so der eigenen Anatomie angepasst werden. Die Einstellung der Schultergurte ist denkbar einfach, der Hüftgurt wird mittels Klettverschluss verschlossen. Angeboten wird das Pro-tec IPS Back Pad in vier Größen – welche Größe man für sich benötigt kann man dem Webauftritt von Pro-tec entnehmen.

Der Protektor ist anatomisch geformt und passt sich sehr gut der Körperhaltung an, das bedeutet Beweglichkeit pur. Durch den fehlenden Brustgurt ist die Fixierung des Pro-tec IPS Back Pad oberhalb der Kleidung allerdings nur bedingt zufriedenstellend. Unter einem Trikot oder einer Jacke ist der Protektor am Besten aufgehoben. Den festen Sitz einer Protektorenjacke erreicht das IPS Back Pad allerdings auch dann nicht. Bei uns wanderte der Protektor beim Radfahren leicht nach oben, allerdings in einem akzeptablen Bereich.

Das Pro-tec IPS Back Pad ist atmungsaktiv und durch die Aussparungen wird dem Hitzestau zusätzlich entgegengewirkt, aber wie bei allen Protektoren ist bei schweißtreibenden Aktionen die Belüftung dennoch nur bedingt ausreichend. Allerdings kein besonderer Grund zur Kritik, weil wir es von anderen Protektoren auch nicht anders kennen. Geliefert wird das IPS Back Pad in einem Netz. Zum Lieferumfang gehören vier Ersatzkunststoffschrauben zur Befestigung der Kunststoffschuppen.

Fazit Pro-tec IPS Back Pad

Vor allem die sehr unkomplizierte Handhabe des Pro-tec IPS Back Pad gefällt uns sehr gut. Der Protektor ist sehr leicht und bietet Beweglichkeit pur! Den festen Sitz einer Protektorenjacke bietet das IPS Back Pad zwar nicht, ist aber dennoch ein sehr nützlicher und wirksamer Rückenschutz.

Preis: Etwa 55 Euro

O’Neal Trail FR Knee Guard – Schienbeinschoner im Test

Knie und Schienbein müssen geschützt werden! Da wird wohl keiner widersprechen wollen, die Frage ist nur auf welche Art und Weise. Auf schönen Enduro- und Freeridetouren oder am heimischen BMX-Spot ist das Tragen von dicken DH-Schonern aber eher lästig. Diese sind zu klobig und oft auch umständlich beim Anziehen. Die Lösung sind leichtere und etwas smartere Schoner wie der O’Neal Trail FR Knee Guard, den wir für Euch getestet haben.

Wir hatten es mit der Bemerkung mit dem Anziehen bereits angemerkt. Beim Downhill und im Bikepark geht es in Ordnung, wenn das Anziehen eines Schoners etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Selbst wenn dieser wie ein Strumpf übergestülpt werden muss, geht das in Ordnung, da man den Schoner den ganzen Tag meist sowieso nicht mehr auszieht. Aber auf einer Tour, egal ob in den Alpen oder im deutschen Mittelgebirge, kommt dieser Umstand auf gar keinen Fall in Frage. Spätestens bei der dritten Abfahrt wird man diese Schoner völligst genervt in die nächste Schlucht werfen – bedingt auch durch die mittlerweile dünnen Nerven der Mitfahrer, die dauernd warten müssen! Wohl dem, der den Mitstreitern entkommen kann oder sich zumindest von den Schonern lösen kann, bevor diese in den Abgrund geworfen werden.

Der O’Neal Trail FR Knee Guard (samt Fahrer) hat hier nichts zu befürchten. Gehalten wird der Schoner durch drei Klettstreifen, wobei der oberste oberhalb der Kniekehle besonders breit ausgefallen ist – das verspricht auf den ersten Blick einen hohen Tragekomfort. Der mittlere Halteriemen oderhalb der Wade und der untere Halteriemen unterhalb der Wade entsprechen herkömmlichen Halteriemen, wie man sie auch von anderen Schonern diverser Hersteller kennt. An dem oberen als auch dem unteren Schonerrand wurde auf der Innenseite je ein Silikonstreifen aufgebracht, welcher ein Verrutschen der Schoner verhindert. Eine feine Detaillösung, die erstklassig funktioniert! Der stoßabsorbierende Schaumstoff weist Lüftungslöcher auf, die das Tragen des Schoners angenehmer gestalten.

Der O’Neal Trail FR Knee Guard macht optisch einen sehr guten und vielversprechenden Eindruck. Jeder von uns kennt seine bevorzugte Größe, was beim O’Neal auffällt: Die Protektoren sitzen, aber die Halteriemen sind zu kurz. Eine Nummer größer passt besser, aber der oberste Halteriemen macht beim Tragen stress. Dieser scheuert und kratzt, selbst nach unzähligen Versuchen eine optimale Position zu finden. Der Grund ist die sehr voluminöse Klettseite mit den Widerhaken, hier hat O’Neal definitiv nicht an Material gespart. Wir würden uns hier auf jeden Fall einen schmaleren Klett wünschen, welcher mehr weiches Material am Rand stehen lassen würde, damit der Klettverschluss nicht die empfindliche Haut reizt. Vielleicht würde es auch reichen, die Klettbänder Widerhaken/Schlaufen zu tauschen, aber diese Überlegung überlassen wir lieber dem Hersteller.

Auch wenn der Protektorenbereich des Schoners hervorragend passt, durch den kratzenden obersten Halteriemen tendiert der Tragekomfort leider in Richtung null. Ein wenig enttäuschend, da wir bis jetzt mit den Produkten von O’Neal sehr gut gefahren sind. Sehr gut gefällt uns dagegen der Protektor und der Schutz als solches. Das Knie und das Schienbein werden gut geschützt und bieten auch einen relativ guten Seitenschutz. Die Bewegungsfreiheit wird trotz des guten Schutzes nicht beeinträchtigt. Ein Minuspunkt kommt leider selten alleine, so riss nach einer Weile der vernähte mit dem Logo sichtbare Stoffbesatz im unteren Bereich des Schoners aus 🙁

Fazit:

Obwohl der Protektor als solches in Punkto Schutz, Handhabung und Bewegungsfreiheit überzeugen kann, sorgen der Tragekomfort und die Verarbeitung für mächtig Minuspunkte!

Farben: Schwarz und weiß
Preis: 39,90 Euro
Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Nachtrag: Schnelle Reaktion von O’Neal auf die Kritikpunkte (01.06.2010)

„Wir nehmen Reklamationen sehr ernst und sind dankbar über Feedback von unseren Kunden und Fachredaktionen. Wenn es um Herstellerfehler geht, erstatten wir problemlos Ersatz. Beim Trail Knee Guard haben wir aktuell eine Reklamationsrate von 0,2 %. Das Problem mit der Naht wurde bisher erst bei 4 Trail-Guards reklamiert. Trotzdem haben wir eine kleine konstruktive Änderung vorgenommen, welche für die nächste Produktion geändert wurde. Das Problem mit dem Klettverschluss war uns bisher nicht bekannt, aber wir werden eine Änderung vornehmen, damit der Tragekomfort jederzeit garantiert ist. Kurzfristige Abhilfe: Mit der Nagelschere die scharfen Kanten des Klettverschlusses rundschneiden.“

EVS RC Evolution Race Collar – Ein Er“FAHR“ungs-Bericht

Im Profibereich setzt sich der Gebrauch eines Nackenschutzes immer mehr durch, langsam aber stetig. Selbst Kuwahara-BMX-Pro-Racer Matt Pohlkamp vertraut auf einen Nackenschutz, und das nicht ohne Grund. Wirbelsäulenverletzungen sind äußerst gefährlich und können übelst enden! 2-Wheel-Distribution bietet mit dem EVS RC Evolution Race Collar einen Nackenschutz zu einem Preis von 199,90 Euro an.

Wie bei allen Protektoren kommt es natürlich auf den optimalen Sitz an, weshalb EVS direkt vier verschiedene Größen anbietet. Eine Anpassung beim Fachhändler wird von EVS empfohlen, diesem Punkt können wir uns nach unseren Erfahrungen jetzt nur anschließen! Der EVS RC Evolution Race Collar besteht aus 4 Teilen, also dem Neck Collar (die Nackenrolle aus Biofoam, mit TPR Verschluss), dem Chassis (das Gestell aus Kunststoff), dem Liner (Polster unter dem Gestell) und dem Gurtsystem. Die Erklärung, was wie wo funzt und wofür es überhaupt da ist, überlassen wir Marketingleiterin Ulrike von 2-Wheel-Distribution:

„Die Nackenrolle (Neck Collar) dient als Kompressionszone, um die Energie abzubauen. Sie besteht aus verschiedenen Shims (Schaumstoff-Schichten aus Biofoam), die man herausnehmen und jedem individuell anpassen kann, um damit u.a. die Bewegung nach hinten zu justieren. Diese Nackenrolle soll so nah wie möglich am Helm sitzen und EVS empfiehlt natürlich: Je mehr Schichten um so mehr Sicherheit, aber man muss sich natürlich auch noch bewegen können. Im MTB-Bereich bzw. auf dem DH-Bike bewegt man ja den Kopf viel mehr als auf einem MX-Bike, wo man eher aufrecht sitzt. Da darf die Nackenrolle auch mal mit einem scharfen Teppichmesser bearbeitet werden, um beste Bewegungsmöglichkeiten zu bekommen. Die Rolle ist außen mit weichem Fleece besetzt, für angenehmen Sitz am Hals, ist abziehbar und waschbar. Ideal: der Verschluss (aus TPR) ist vorne und lässt somit ein leichtes An- und Ausziehen zu.

Das Chassis liegt breit und satt auf den Schultern, nimmt die Schlagkraft auf und leitet sie weiter auf Brust und Schulter anstatt auf Hals und Nacken. Dabei spielt das Material des Chassis eine wichtige Rolle. Auch wenn es die Kraft von Kopf und Nacken weiterleitet, wird die Energie nicht auf andere Körperteile ungehindert eintreffen, der RC Evo dämpft und verteilt die Kräfte. Das Chassis besteht aus glasfaserverstärktem thermoplastischen Polyurethan (GFK). Bei zum Beipiel dem roten RC Evo sieht man die verschiedenen Materialzusammensetzungen sehr gut. Die ‚Ränder‘ sind aus einem weicheren, elastischeren Kunststoff (thermoplastisch). Dies soll verhindern, dass sich harte Teile in die Haut bohren oder zum Beispiel das Schlüsselbein brechen. Der schwarze GFK-Teil hält somit dem Schlag stand und gibt die Stabilität. Durch die nach vorne offene Bauweise, kommt man mit dem Kinn trotzdem noch fast bis auf die Brust und lässt so ein natürliches Abrollen im Falle eines Sturzes zu. Außerdem hat das komplette Gestell keine Schnallen oder Schrauben, an denen man sich evtl. verletzen könnte.

Das Liner ist die Polsterung unter dem Chassis. Da der RC Evo meist direkt auf dem Körper aufliegt, trägt sich das Polster angenehmen auf der Haut, ist atmungsaktiv, saugt den Schweiß auf, ist abnehmbar und waschbar. Der RC Evo ist mit jedem Brustpanzer oder Protektorenjacke kompatibel. Trägt man den RC Evo über dem Trikot (nur mit einem Neckbrace-kompatiblen Oberkörper-Protektor zu empfehlen), macht das Gurtsystem Sinn. Beim Downhillen ist man ja auch viel mehr in Bewegung bei Sprüngen etc. und dann sitzt das Gestell einfach fest am Körper.“

Das hört sich ja vielversprechend an, um so gespannter waren wir natürlich auf den Einsatz in der Praxis. Und womit beginnt man? Richtig, wie schon angedeutet mit dem Anprobieren… zu Hause vor dem Spiegel! Natürlich haben wir uns, besserwisserisch und ungeduldig wie wir nun mal sind, einem Anpassen beim Händler widersetzt. Wieso auch…das Anlegen des Nackenschutzes ist schließlich so einfach wie das Überstülpen einer Jacke, naja, zumindest fast…wenn man denn weiß, wie man den Nackenprotektor am Besten trägt. Das Problem fängt eigentlich mit der Protektorenjacke an – nämlich dann, wenn es sich um eine Protektorenjacke handelt, die nicht Neckbrace-tauglich ist, so wie das hier auf den Bildern zu sehende „ältere“ Modell von iXS! Verflucht, wie genau sollte der Nackenprotektor denn nun in diesem Fall getragen werden… und wie weit muss die Nackenrolle angepasst werden? Im ersten Versuch haben wir es kurz und schmerzlos gemacht, wir haben den RC Evo so verwendet, wie er ausgeliefert wird, ohne die Nackenrolle anzupassen. Nach mehreren „Trockenversuchen“ haben wir uns für die dargestellte Trageweise der Kombination von Protektorenjacke und RC Evo entschieden. Der RC Evo wurde also auf der Protektorenjacke getragen, nur der hintere Bereich des Chassis verschwand unter die Jacke. Der Nachteil ist, dass der Nackenschutz weit nach vorne gedrückt wird und recht hoch sitzt…aber naja, wird schon gehen…

…geht mal gar nicht! Auf dem Weg zur Strecke wäre ich beim Überqueren der Straße dann erstmal fast von einem Auto überfahren worden, weil der Seitenblick doch sehr eingeschränkt ausfiel. Am Spot dann endlich den MX-Helm auf, dann die MX-Brille drüber..auch nicht so einfach, da die Arme nicht so weit über den Kopf gestreckt werden konnten wie gewohnt. Die Abfahrten verliefen dann auch nicht wirklich besser! Aaaarrrggghhhh…ich hatte das Gefühl, mein Kopf würde in einem Schraubstock klemmen! Kurioserweise fiel die eingeschränkte seitliche Bewegungsfreiheit beim Fahren selber gar nicht so negativ auf wie befürchtet, aber die Nackenfreiheit…oje…für mich persönlich so zumindest absolut unfahrbar. Okay, muss der RC Evo, wie von Ulrike bereits vorgeschlagen, wohl doch angepasst werden. Wer dieses nicht beim Händler vornehmen lässt, sollte sich zu Hause genug Zeit dafür nehmen. Auch die Trageweise der Kombination Protektorenjacke und RC Evo wurde nochmal überdacht. Die Kompatibilität stellt wirklich ein Problem dar – wer sich noch eine Protektorenjacke zulegen muss, sollte diese mit dem Blick auf eine Kombination mit einem Nackenschutz auswählen. Viele passen ihre Protektorenjacke hinsichtlich des Nackenschutzes an, indem sie zum Beispiel die oberste Platte des Rückenschutzes entfernen. Andere fahren komplett ohne Protektorenjacke, wobei wir hier aber der Sache etwas mit Skepsis entgegenstehen.

Die Anpassung des RC Evo geschieht eigentlich recht unkompliziert mit einem Eingriff bei der Nackenrolle. In der Umhüllung der Nackenrolle befinden sich, geschützt durch einen Reißverschluss, die drei Schaumstoffschichten aus Biofoam. Wir haben nachfolgend erst das gelbe Shim, dann das orangefarbene Shim entfernt. Die Bewegungsfreiheit ist individuell anzupassen, da hier jeder seine eigenen Vorlieben hat. Einige Fahrer fahren auch mit der unbearbeiteten Nackenrolle! Man muss also wirklich schauen, wie hier die Wahrnehmung beim Fahren ist! Natürlich ist es am Besten, so wenig wie nur möglich von den Shims zu entfernen, um eine Überstreckung im Falle eines Sturzes zu vermeiden. Hier noch mal der Verweis, dass eine Anpassung beim Fachhändler empfohlen wird, dem wir uns nur anschließen können! In meinem Fall haben wir dann sogar noch das weiche rote Schaumstoffpolster mit einem Messer bearbeitet. Das sieht zwar nicht schön aus und die Umhüllung wirft natürlich Falten, erfreut aber durch die von mir benötigte Bewegungsfreiheit. Das Ganze sieht, zumindest im „Trockenversuch“ und ohne Protektorenjacke, schon sehr zuversichtlich aus. Also wieder ab auf die Piste! Für die zweite Testphase habe ich die Protektorenjacke nicht getragen…wie gesagt, in unseren Augen nicht Sinn der Sache! Doch jetzt ging es nur um die reine Wahrnehmung des EVS RC Evolution Race Collar, ohne jegliche Störfaktoren wie eine „unkompatible“ Protektorenjacke!

Die Anpassung des Nackenschutzes durch die Nackenrolle wurde deshalb auch ohne Rücksicht auf die Protektorenjacke vorgenommen, auch in diesem Fall sollte man sich mit dem Fachhändler absprechen! Wie auf den Bildern unten ersichtlich, ist die Nackenfreiheit enorm gesteigert worden. Das beruht hier natürlich nicht nur auf die Anpassung der Nackenrolle, sondern auch dem Weglassen der Protektorenjacke, die für einen Nackenschutz einfach nicht vorgesehen ist. Unerlässlich ist in diesem Fall das Gurtsystem, welches einfach einzustellen und zu befestigen ist. Zum Vergleich zeigen die Bilder auch noch mal das Tragen der „abgespeckten“ Version in Verbindung mit bzw. auf der Protektorenjacke – unter der verwendeten Protektorenjacke lässt sich der Nackenschutz so ohne weiteres leider nicht tragen. Doch jetzt wieder zum bevorstehenden erneuten Test… Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, man bemerkt den RC Evo nicht. Doch die „Trockenübung“ sah sehr vielversprechend aus – das müsste jetzt doch eigentlich von der Bewegungsfreiheit reichen! Die Theorie alleine nützt natürlich nichts, also wieder auf die Piste und die Fahreindrücke bewerten. Vorweg gesagt…der Seitenblick ist viel besser, zumindest wurde ich nicht fast vom Auto überfahren. Beim Cruisen zur Strecke machte sich das Plus an Bewegungsfreiheit also schon sehr positiv bemerkbar 😉 Auch die MX-Brille ließ sich jetzt ohne Probleme über den Helm ziehen.

Arme kreisen lassen, Kopf links, Kopf rechts, Kopf nach hinten wippend – passt doch! Und jetzt mit dem Bike abwärts! Und?! Besser, auf jeden Fall, aber irgendwie kam das Gefühl auf, dass ich vor dem Spiegel bedeutend mehr Bewegungsfreiheit hatte. Kein Irrtum wie sich herausstellte. Der Grund ist trivial. Bei gebückter Haltung auf dem Bike ziehe ich die Schultern höher als im Ruhezustand und dadurch wird das Chassis natürlich nach oben geschoben, was die Bewegungsfreiheit im Vergleich zur „Trockenübung“ vor dem Spiegel natürlich wieder eingeschränkt. Zumindest kann man sich jetzt mit dieser Einschränkung arrangieren – oder man muss – eine weitere Anpassung des Nackenschutzes ist nicht möglich. Mit jeder gefahrenen Abfahrt gewöhnt man sich aber immer mehr an den Nackenschutz – wenn man dazu bereit ist. Da jeder Fahrer eine andere Körperhaltung auf dem Bike hat, muss diese Erfahrung noch lange nicht auf jeden zutreffen! Für uns hat der Test des Nackenschutzes vor allem gezeigt, dass für einen optimalen Sitz des Nackenschutzes viele Faktoren wichtig sind. Eine wichtige Rolle spielen die Körperhaltung, die verwendete Protektorenjacke, der Helm, die vernünftige Anpassung der Nackenrolle und nicht zuletzt das persönliche Empfinden!

Tests mit Dummies haben bewiesen, dass der Nackenschutz Schlimmeres verhindern kann. Die Verarbeitung des EVS RC Evolution Race Collar gibt keinen Grund zum Meckern und auch der Preis ist völlig okay. Unser Tipp an dieser Stelle: Vor dem Kauf beim Händler anprobieren, die richtige Größe ermitteln und Probefahren! Erhältlich ist der RC Evolution Race Collar in den Farben schwarz, rot, blau und weiß. Die Nackenrolle, das Polster und das Gurtsystem gibt es zusätzlich auch noch als Ersatzteile. Viele Infos findet ihr auf der amerikanischen Website unter www.evs-sports.com und auf der deutschen Seite unter www.evs-europe.com. Eine Anleitung als PDF gibt es bei 2WD unter www.2wheel-distribution.com

OHNE Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und OHNE Protektorenjacke:

NACH Bearbeitung der Nackenrolle und MIT Protektorenjacke:

iXS Battle Jacket – Die Protektorenjacke im Test

Man muss nicht mit außergewöhnlichen seherischen Fähigkeiten begnadet sein, um die Übermacht des italienischen Giganten im Bereich der Schutzbekleidung zu bemerken. Die Rede ist natürlich von Dainese. Lange Zeit konnte kein anderer Hersteller auch nur im geringsten an den zugegebenerweise sehr guten Safety-Produkten dieser Firma kratzen. Mit dem Battle Jacket bietet die iXS Sports Division allerdings eine Protektorenjacke, die dem italienischen Giganten mächtig auf den Pelz rücken kann.

Die Firma iXS muss ja wohl nicht mehr genauer vorgestellt werden! Neben des Angebots an sehr guten Bekleidungsstücken (die Shorties hatten wir bereits im Test) ist die iXS Sports Division Titelsponsor des deutschen und schweizer Downhillcups. Das schweizer Unternehmen sitzt sozusagen am Puls des Sports. Was liegt da näher, als den Schützlingen Schutzausrüstung anzubieten? Wir haben uns für euch mit dem iXS Battle Jacket in Schale geworfen. Neben einer sehr guten Verarbeitung begeistert das iXS Battlejacket vor allem durch die sehr gute Passform. Die Protektorenjacke sitzt wie angegossen. Das kannten wir bis dato nur von Dainese. Nichts zwickt, beisst oder engt gar den Fahrer ein. Die Jacke ist sehr gut belüftet, sofern man bei Protektoren von Belüftung sprechen kann. Die Form und die Größe der Kunststoffschalen sind ebenfalls optimal.

Der Rückenschutz ist im unteren Rückgratbereich mit einem Schwenkarm ausgestattet, um eine optimale Bewegungsfreiheit zu garantieren. Der Rückenschutz passt sich perfekt dem Rücken an! Die Protektoren weisen allerdings keine Aluwaben zur Energieabsorbierung auf, unserer Ansicht nach ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz aus Italien. Bei der Polsterung des iXS Battle Jacket gibt es nichts zu kritisieren. Neben den üblichen Schutzbereichen wie Schulter, Ellbogen und Unterarm weist das iXS Battle Jacket zusätzlichen Schutz im Bereich der Nieren auf. Der Nierengurt zum Fixieren der Jacke und zum Schutz der Nieren kann ebenfalls voll überzeugen. Natürlich lässt sich der Rückenprotektor von der Jacke lösen, um ein Tragen der Jacke ohne Rückenschutz zu ermöglichen. Nur der Daumenschlaufe können wir nicht wirklich etwas abgewinnen.

Fazit:

Das iXS Battle Jacket ist definitiv mit Sinn und Verstand entwickelt worden und verdient höchstes Lob. Die guten Einstellmöglichkeiten runden das sehr gute Bild dieser Jacke ab.

Größen: S/M, M/L, L/XL
Preis: 239,95 Euro

Infos unter www.ixs-sportsdivision.com

Kona Stinky Elbow und Knee Pads – Ellbogen-/Schienbeinschoner im Test

Stinky…wer denkt da nicht direkt an das Spaßbike von Kona? Kona sorgt mit dem Stinky nicht nur für den fahrbaren Untersatz im Bikepark, sondern bietet mit den Ellbogen- und Schienbeinschonern gleichen Namens direkt den passenden Schutz an. Kann Kona aber mit den Schonern ebenso überzeugen wie mit den Bikes? Wir haben uns die „Kona Stinky Elbow und Knee Pads“ umgeschnallt und es getestet!

Optisch machen die Schoner einen sehr vielversprechenden Eindruck. Sowohl die Schienbeinschoner als auch die Ellbogenschoner weisen phatte Plastikschalen auf, die auf perforiertem Schaumstoff aufgenäht sind. Durch die Perforation des Schaumstoffs hält sich der „Schwitzfaktor“ in Grenzen. Die Schoner werden durch einen Strumpf im Bereich des Gelenks (Knie bzw. Ellbogen) gehalten und durch Klettstreifen fixiert. Ein bisschen enttäuscht sind wir von der Verarbeitungsqualität der Schoner. Hier hätten wir von Kona etwas mehr Liebe zum Detail erwartet.

Die Kona Stinky Elbow Pads sind für unter 40 Euro im Handel erhältlich. Geliefert werden die Schoner in einer praktischen Netztasche. Am Körper fixiert wird der Schoner durch einen Strumpf im Bereich des Ellbogens und durch zwei Klettverschlüsse. Den oberen Klettverschluss in der Ellbogenkehle empfinden wir als leicht störend. Sehr positiv bewerten wir den guten und rutschfreien Sitz der Pads. Die Schoner sind zudem sehr großflächig und bieten einen sehr guten Schutz. Wie die Schienbeinschoner haben wir auch die Ellbogenschoner nach den Einsätzen in die Waschmaschine verfrachtet. Das „Martyrium“ Waschmaschine konnte den Schonern aber ebenso wenig anhaben wie das Tragen selbst.

Die Kona Knee Pads werden ebenfalls in einer praktischen Netztasche ausgeliefert. Für unter 70 Euro kann jeder diesen Schoner sein Eigen nennen. Wie schon der Ellbogenschoner begeistert auch der Knie-/Schienbeinschoner durch seinen großflächigen Schutz. Die Schoner reichen nicht nur weit zum Fuß runter, sondern auch seitlich sehr weit rum. Da der Schoner im Bereich des Knies einen Strumpf aufweist, muss dieser über den Fuß gestülpt werden. Neben den drei Klettstreifen an der Wade wird der Schoner durch einen zwickenden Klettstreifen in der Kniekehle gehalten. Die Passform und der rutschfreie Sitz des Schoners sind einwandfrei. Selbst beim Pedalieren verrutschen die Knee Pads nicht. Ein bisschen unschlüssig waren wir uns über das Rechts und Links der Schoner. Wir denken aber, am sinnvollsten ist es, die Schoner mit der schwarzen Seite nach innen und der blauen Seite nach außen zu tragen, da sonst die Knieschale am Oberrohr schrabben kann. Nachteil ist das offene Ende der Wadenklettverschlüsse zum Bike hin.

Fazit:

Mit den Stinky Elbow und Knee Pads bietet Kona einen sehr guten Schutz zu einem fairen Preis an. Aufgrund der guten Passform und des rutschfreien Sitzes der Schoner, egal ob Ellbogen oder Knie-/Schienbein, sind die kleinen Schwächen der Schoner gut zu verschmerzen.

Größen: S, M, L, XL
Preise: Stinky Elbow Pads 39,99 Euro, Stinky Knee Pads 69,99 Euro

Mehr Infos unter www.konaworld.com