Die Bikepark Bau Profis von Turbomatik im Interview: „Traumberuf, aber nichts für Träumer“

Das Team von Turbomatik aus dem sauerländischen Warstein macht genau das, wovon viele Biker träumen: Professionell Bikeparks planen und bauen. Die Streckenbau-Profis decken mit ihrem Angebot die gesamte Bandbreite des Radsports ab, vom Flowtrail über Dirt und BMX bis zum Downhill. Aber ist dieser Beruf wirklich ein Traumberuf oder am Ende doch nur harte Arbeit? Wir hatten den Günter von Turbomatik Bikeparks im Interview – und haben einiges über den Bau von professionellen Anlagen erfahren.

Foto: Turbomatik

Ihr seid ja schwer aktiv im Bau von Bikeparks. Seit wann baut Ihr professionelle Anlagen und wie kam es zu der Idee?

Inspiriert von Events wie dem „Münster Monster Mastership“- Skatecontest und den BMX- Contests im Kölner Jugendpark haben wir uns bereits 1988 eine eigene Quarter Pipe und verschiedene Streetramps für Skateboard & BMX gebaut. 1992 stand unser erster, kleiner BMX- Dirtspot. 1995 habe ich mir vom Azubi-Gehalt ein GT Mountainbike gekauft, und war dann schnell vom MTB Fieber infiziert. Da es zu der Zeit nur wenige Angebote in Sachen Trails, Skate- & Bikeparks gab, haben wir einfach selbst zu Werkzeug und Schaufel gegriffen.

Skate- & BMX Parks bauen wir professionell seit 2002 – Am Parkbau der BMX Worlds Köln, COS Cup Splash Festival, Skate & BMX Park Zeche Amalie Essen etc. waren wir beteiligt, Skate & BMX Park Wermelskirchen und Warstein waren beispielsweise eigene Projekte.

Outdoor- Bikeparks, Dirtparks, Tracks und Trails bauen wir seit 2008, da fiel der Startschuss für unseren eigenen Bikepark mit Lift – der „Warsteiner Bikepark“. Diesen haben wir dann ca. zwei Jahre lang selbst betrieben und dann an die jetzigen Betreiber weitergegeben.

Beim Bau unseres Parks sind glücklicherweise dann auch noch viele nette Leute aus der Szene zu uns gestoßen, unter anderem auch Felix Rosendahl und Mike Born. Vor allem Mike – er hat die längste Erfahrung im Bau von großen Slopestyle- Elementen und dicken Kickern – konnte dem ganzen Team gute Tipps beim Trailbau vermitteln.

Parallel zu den Bauprojekten haben wir auch viele „DIY“ Events und Contests organisiert und waren auch beispielsweise beim Dirtmasters Festival in Winterberg ab 2007 von Anfang an aktiv dabei.

Durch die gute Resonanz des Warsteiner Bikeparks kamen die ersten Aufträge dann quasi automatisch – wir wurden von verschiedenen Vereinen, Kommunen und Mountainbiker_innen angesprochen, ob wir auch woanders Parks & Pumptracks bauen würden.

Foto: Turbomatik

Ein Traumberuf – oder doch einfach nur verdammt harte Arbeit und viel Stress?

Definitiv ein Traumberuf, aber nichts für Träumer. Es steckt schon ein bisschen Organisation und Verantwortung dahinter.

Da wir häufig öffentliche Parks bauen, müssen natürlich alle Regularien beachtet werden. Zudem ist unser Ziel, möglichst viele Biker_innen glücklich zu machen, und dabei ist die Schwierigkeit, dass die kleinen Obstacles auch den Geübten noch Spaß machen sollen und die großen Kicker nicht gleich den Tod für die Anfänger und Normalos bedeuten. 🙂

Welches Projekt war für Euch die größte Herausforderung – und warum?

Auha – schwierig zu beantworten – vielleicht war es unser eigener Park (Warsteiner Bikepark), da der Bau relativ umfangreich war – mit Strecken für fast alle „Gravity- Disziplinen“. Zudem wurde das komplette Genehmigungsverfahren mit allen behördlichen Belangen und der gesamte Betrieb inkl. Lift, Hüttengastronomie etc. von uns abgewickelt.

Eigentlich liegt die größte Herausforderung jedoch darin, dass jeder einzelne Park richtig gut wird – auch der kleinste Spielplatz- Pumptrack. Auch wenn die Gegebenheiten mal nicht so optimal sind, z.B.: schwierige Gelände- und Bodenverhältnisse, Sauwetter, Termindruck etc., muss man die Gelassenheit bewahren und solange baggern, schaufeln und festklopfen, bis der Flow passt. Wenn das aktuelle Projekt genau so gut oder auch ein klitzekleines bisschen besser wird als das vorherige, haben wir unser Ziel erreicht! 😉

Im Frühjahr 2019 werdet Ihr in der Eifel-Gemeinde Pronsfeld einen neuen Bikepark aus dem Boden stampfen. Was macht das Projekt dort für Euch interessant?

Die Planungsphase für Pronsfeld ist quasi durch, allerdings sind noch einige behördliche Schritte abzuwarten. Der Park wird ein kleiner Übungsparcours mit Dirtline, Techniktrail & Pumptrack.

Wegen Naturschutzvorgaben ist nicht das komplette Gelände freigegeben, was jedoch in diesem Fall kein Nachteil ist.

Das Schöne am Park in Pronsfeld ist das leicht abschüssige Gelände für die Dirtjumps und den Trail und die relativ flache Ebene am Ende der Lines für den Pumptrack. Damit lässt sich die ganze Geschichte optimal kombinieren. Dadurch das der Techniktrail auch als Backtrack zum Starthügel genutzt werden kann, ist die ganze Zeit Bike-Action ohne Leerlauf angesagt.

Foto: Turbomatik

Viele Biker versuchen sich ja selbst im Bau von Pumptracks, Dirts und Flowlines. Was unterscheidet einen professionell gebauten Bikepark von einem mit Spaten und Schaufel selbst angelegten Home-Spot?

Privater Homespot, Bikeparks & Kicker für Events, Contests und Shows und die öffentliche Anlage als Trailpark oder Dirtspot sind mitunter komplett unterschiedliche Kisten mit teilweise komplett unterschiedlichen Vorgaben und Zielen.

Ein geil gebauter Homespot, der über Jahre mit viel Schaufelpower & Herzblut gewachsen ist, kann man nur schwer mit einem Spot vergleichen, welcher in 2-3 Wochen mit Bagger & Rüttelplatte entsteht.

Einer der besten „handshaped“ Dirtspots steht in der Nähe von Augsburg. Hier sind unsere Freunde vom Leafcycles Team seit nun fast 20 Jahren aktiv am buddeln. Da ist jeder Millimeter perfekt ausgenutzt – die perfekte Dirtjump-Pumptrack-Achterbahn.

Für einen handgebauten Homespot müssen ein paar glückliche Gegebenheiten passen, z.B.: die richtige Crew, das passende Gelände, guter Boden, der sich per Hand shapen lässt etc. Mit Maschinen kann man auch mit steinigem Material gute Ergebnisse erzielen, mit der Hand wird es da schwierig.

Ein weiterer grundlegender Unterschied ist die Sicherheit. Beim privaten Hometrail entstehen die Obstacles intuitiv, da kennen alle Ihren eigenen Spot, da darf und soll es komplett verspielt sein und zickzackmäßig abgehen – gerne mit technisch höherem Anspruch und vielen Kreuzungen, kleinen und großen Doubles, Drops, tricky North Shore Kram etc.

Beim öffentlichen, professionell gebauten Park achten wir z.B. sehr auf die Übersichtlichkeit. Beispielsweise keine Doubles in der Table Line oder umgekehrt. Auch technisch anspruchsvollere Klamotten findest Du bei uns nicht direkt nach Anliegern oder an unübersichtlichen Stellen.

Wie läuft ein Bikepark-Projekt eigentlich im Allgemeinen ab – von der ersten Idee über die Planung bis zur „Schlüsselübergabe“?

Meistens melden sich die interessierten Biker_innen bei uns, häufig auch Leute vom Jugendzentrum, Vereinen oder Verwaltung. Erste Ideen und Skizzen werden dann direkt per mail und Telefon hin- und hergeschickt.

Der nächste Schritt ist dann der Planungsworkshop vor Ort mit allen Interessierten und Beteiligten. Bei größeren Projekten auch mit mehreren Terminen. Hier greifen wir die Ideen der Locals auf und erarbeiten gemeinsam die ersten Entwurfskizzen für das Projekt.

Auf dieser Basis zeichnen wir dann die nötigen Bau- und Streckenpläne und erstellen für jedes Projekt ein passendes Konzept, sprich ein mehrseitigen Infoflyer mit Bildern und Beschreibungstexten, damit auch die beteiligten Fußgänger_innen verstehen, was wir da fahrradmäßig vorhaben.

Wenn nötig, holen wir noch Fachleute mit ins Boot – Stichworte Naturschutz, Lärmschutz, Baurecht etc.

Wenn dann die Pläne von den Biker_innen und allen Beteiligten abgesegnet wurden, setzen wir uns hin und machen die Kostenaufstellung und schauen, was die Leute vor Ort ggf. selbst vorbereiten können.

Sofern dann alles gut läuft, müssen sich dann alle noch etwas gedulden bis alle Angebotsverfahren, Genehmigungen und Vorbereitungen durch sind, was leider auch mitunter noch viele Monate dauern kann.

Sobald dann Bautermin und Wetter passt, stellen wir das passende Team zusammen und legen los.

Gibt es seitens der Auftraggeber manchmal auch Ideen oder Vorgaben, die so nicht realisierbar sind?

Fast immer, aber oft sind es nur Details, die wir dann gemeinsam beim Workshop passend machen.

Wenn ihr die freie Wahl hättet: In welchen Regionen oder Ländern würdet ihr gerne unbedingt mal einen Spot aufziehen?

Jamaika & die Karibik wäre evtl. ganz nett, hahaha … Vielleicht klappt`s ja mal.

Wir haben in diesem Jahr 2 Planungen für Parks in Rumänien gemacht. Leider ist noch nicht klar, ob die Projekte realisiert werden.

Wir haben aber schon öfter die Erfahrung gemacht, dass die Leute in Gegenden, wo es noch nicht so viele Skatehallen, Betonparks oder Bikeparks gibt etwas engagierter sind und richtig Bock haben, hier etwas entstehen zu lassen. Solche Projekte sind natürlich für uns dann auch immer etwas Besonderes.

Was macht ihr eigentlich im Winter? Outdoor ist ja zumindest in Deutschland wahrscheinlich nicht viel machbar, oder?

Enduro fahren, Bier trinken und ausschlafen!

Aber leider nur manchmal, denn wir haben auch noch einen kleinen Bikeshop und der Winter ist natürlich die beste Zeit für die Bikepark-Planungen! 🙂

Vielen Dank für das Interview!

Danke Dir und der Fraktur Crew!
Rock’n’Roll!

Mehr Infos zu den Bikepark Bau Profis von Turbomatik und deren Projekte findet ihr unter www.bikepark-bau.de

Bikepark Pronsfeld: In der Eifel entsteht neuer Spot für MTB Rider jeden Alters

News: Mit einem für den Eifelkreis Bitburg-Prüm einmaligen Projekt startet die Gemeinde Pronsfeld in die Bike-Saison 2019. Angrenzend am viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg entsteht im Frühjahr nächsten Jahres ein neuer Bikepark. Wir haben uns mit Ortsbürgermeister Harald Urfels an der kommenden Location für Biker jeden Alters getroffen.

So viel Fahrspaß könnte ab Frühjahr 2019 auch in der Eifelgemeinde Pronsfeld auf dem Programm stehen

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm tut sich was – und endlich auch für Mountainbiker jeden Alters, die nicht nur auf Waldwegen ihren Spaß suchen. Der neue Bikepark Pronsfeld soll jedoch mehr werden als nur ein Trainingsgelände, er soll auch Treffpunkt für Gleichgesinnte jeden Alters darstellen. Dabei trifft es sich natürlich hervorragend, dass die Location direkt an dem viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg angrenzt, der den Nürburgring in der Vulkaneifel mit dem belgischen St. Vith verbindet. Durch die 900 Einwohner zählende Gemeinde Pronsfeld führt außerdem der Prümtal-Radweg, auch hier bietet sich eine perfekte Verbindung zum neuen Bikepark.

Wir haben uns vor Ort mit dem Ortsbürgermeister Harald Urfels, selbst begeisterter Mountainbiker, zu einer Vorstellung des neuen Bikeparks getroffen. Das mit knapp über 27.000 Euro bezifferte Projekt, zu einem Großteil aus Fördergeldern finanziert, wurde nach etwa 2-jähriger Vorlaufzeit im August bewilligt. Jetzt steht der Realisierung durch das aus Warstein stammende Unternehmen turbomatik bikeparks nichts mehr im Wege. Die Arbeiten starten im Frühjahr 2019, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch nicht genau bekannt. Neben den Erdbauarbeiten steht auch der Punkt Bepflanzung oben auf der Agenda.

„In Pronsfeld sind wir bereits jetzt ein Fahrradknotenpunkt. Den Bikepark Pronsfeld möchten wir vielfältig nutzen um das Angebot für Einheimische, die Jugend und unsere Gäste zu erweitern. Der Park wird so angelegt, dass jeder ihn nutzen kann der Spaß am Fahrrad fahren hat.“ – Harald Urfels, Ortsbürgermeister der Gemeinde Pronsfeld

Den Startpunkt des neuen Bikeparks in Pronsfeld markiert ein etwa vier Meter hoher Startberg. Von hier aus geht es auf eine gerade verlaufende Flowline mit mehreren aufeinanderfolgenden Tables, die je nach Fahrlevel entweder gepusht, überfahren oder gesprungen werden können. Parallel zur Flowline entsteht zudem ein Übungsline mit diversen Northshore-Elementen wie beispielsweise einer Wippe. Den Abschluss des Parcours bildet ein ovaler Pumptrack mit zwei Berms (Anliegern), Rollers (Wellen) und Cross-Over für die Änderung der Fahrtrichtung. Alle Elemente des Bikeparks sind so konzipiert, dass sie von Bikern jeden Alters und jeder Könnensstufe gemeistert werden können.

Web

www.pronsfeld-eifel.de

Save the date: Eifelmarathon und MTB Allmountain Event in Waxweiler

Als böte die schöne Südeifel mit ihrer atemberaubenden Natur allein nicht schon hinreichend Gründe für einen Besuch, wartet die Ortsgemeinde Waxweiler am 11. Juni 2017 gleich mit zwei fetten Events auf: Neben dem 20. Eifelmarathon, der außer traditionellem Marathon und Halbmarathon auch einen 51,4km langen Ultramarathon anbietet, findet erstmalig der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ mit sehr vielversprechendem Rahmenprogramm statt.

Wer sich per pedes oder Bike in einer der schönsten Landschaften Deutschlands austoben möchte, findet am Sonntag, 11. Juni 2017, im Örtchen Waxweiler des Eifelkreises Bitburg-Prüm allerbeste Vorraussetzungen dafür. Zum einen wird dort zum nunmehr 20. Mal der mittlerweile legendäre Eifelmarathon ausgetragen mit Alternativen für jedes Fitnesslevel. So starten Sonntag morgens zum Beispiel eine Walking Tour und ein Fitnesslauf von jeweils 10 km Länge und 50 Höhenmetern. Etwas härter zur Sache geht‘s beim Halbmarathon (21,1 km, 464 Höhenmeter), der am Schloss Hamm beginnt und am Biersdorfer See vorbei zurück nach Waxweiler führt. Die Teilnehmer werden nach einem gemeinsamen Marathonfrühstück per Shuttle zum Startpunkt kutschiert. Marathon (42,195 km, 764 Höhenmeter) und Ultramarathon (51,4 km, 983 Höhenmeter) starten ebenfalls um 9 Uhr in Waxweiler und führen u.a. über Mauel und Echtershausen zum Biersdorfer See. Eine gemeinsame Siegerehrung aller Läufe ist für 16 Uhr geplant. Auch die Kids kommen hier nicht zu kurz: Beim Kinder-Staffellauf können Teams aus jeweils 4 Kindern an einem 800 Meter Staffellauf teilnehmen, der Erlös kommt einem Kinderprojekt zu Gute.
Infos und Tips zu Anmeldung, Anreise, Ablauf, Strecken und Höhenprofile sind unter www.eifelmarathon.de zu finden.

1. MTB Allmountain Event „Trails on Wax“

Neben dem Eifelmarathon findet am 11. Juni 2017 erstmalig auch der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ statt, organisiert vom Radsportclub Lauperrath und den Trailhunters Mersch. Los geht‘s um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus Lünebach. Ein geschmeidiger Warmup führt die Biker über den Prümtal-Radweg pünktlich zum Start der Marathon-Läufe nach Waxweiler – und von dort weiter über schöne Waldwege und flowige Trails nach Biersdorf (22 km, 460 Höhenmeter). Nach dem Shuttle-Bus-Transfer zurück nach Waxweiler können sich die Teilnehmer im Dorfgemeinschaftshaus Waxweiler für den Nachmittag stärken: Zwei Eventköche sorgen mit einem 3-Gang Menü vom Feinsten für‘s leibliche Wohl. Gegen 13 Uhr werden die Organisatoren Christian Bode, Sven Weinand und Roland Barthel bei einer geführten Rundfahrt (18 km, 490 Höhenmeter) Schlüsselstellen des anschließenden All Mountainbike Etappenrennen erläutern. Per Shuttle geht‘s ab 15:30 Uhr dann zu insgesamt 3 Startpunkten – und von dort über abwechslungsreiche, spannende Trails in 3 Etappen zurück nach Waxweiler mit anschließender Siegerehrung (18 Uhr). Unterstützt wird „Trails on Wax“ unter anderem von Radsport Rolle aus Prüm mit einer Service Station am Bürgerhaus Waxweiler sowie je nach Verfügbarkeit kostenlosen Testbikes. Bei „Kids Race on Wax“ kommen auch die Kleinen nicht zu kurz und können zwischen 13:30 Uhr und 14:45 Uhr ihre Geschicklichkeit auf einem Bikeparcours trainieren.

Die Startgebühr für dieses abwechslungsreiche Mountainbike Event liegt bei 59 €, die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.

Flowtrail Ottweiler: Die MTB-Strecke im Abfahrts-Check

Unweit der Sportstadt St. Wendel haben emsige Streckenbauer mit dem Flowtrail Ottweiler ein echtes Highlight in der Region geschaffen. Wir haben der etwa 2,5 Kilometer langen Abfahrtsstrecke mit 120 Tiefenmetern einen Besuch abgestattet und sind very amused! Da ist etwas sehr feines entstanden!

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Dass die nahegelegene Sportstadt St. Wendel nicht mit sportlichen Highlights geizt, sollte für jeden geschichtsbewussten Mountainbiker kein Geheimnis sein. Bereits sechs Mal wurde hier im Saarland der Cross-Country Weltcup ausgetragen – kein Wunder also, dass im Umland der äußerst attraktiven Stadt auch eine Vielzahl an schönen MTB-Strecken zu finden sind. Tradition verpflichtet halt! Ebenfalls erste Sahne ist der wirklich fette Skatepark im Wendelinuspark mit Bowl und Miniramp. Doch jetzt kommen mit dem Flowtrail Ottweiler im Landkreis Neunkirchen auch die Abfahrts-orientierten Rider voll auf ihre Kosten. Bikerherz, was willst Du mehr?!

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Der Flowtrail Ottweiler ist in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt und somit für jeden Fahrertyp geeignet. Die Ausschilderung der gesamten Strecke ist vorbildlich, spezielle Schilder warnen zudem vor Drops. Die blaue Piste mit Wellen und schönen Kurven richtet sich an Bikepark-Einsteiger und vermittelt einen ersten Eindruck davon, was den Fahrspaß im Bikepark auszeichnet. Für Enduro-Rider, die auch den einen oder anderen Sprung nicht scheuen, bietet sich die rote Piste an. Mächtig zur Sache geht es auf der schwarzen Piste. Die fetten Jumps und der 2-Meter-Drop sollten nur von versierten Fahrern angesteuert werden.

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Die Strecken sind vorbildlich angelegt, verlaufen teilweise zusammen, aber auch wie oben beschrieben abschnittsweise getrennt voneinander. Die Anlieger garantieren Maximum-Warp und sorgen in Verbindung mit dem meist seichten Gefälle für mächtig Speed. Es wurde aber nicht nur ehrgeizig geschüppt, sondern auch gebaut. Northshore-Elemente sind ebenso zu finden wie eine coole Holzbrücke und ein Wallride. Die meisten Holzelemente sind mit Karnickeldraht versehen, um dem Rider auch bei Nässe ordentlich Grip zu gewährleisten. Der Flowtrail Ottweiler macht seiner Bezeichnung tatsächlich alle Ehre: Flow ist garantiert!

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Die Benutzung des Flowtrails Ottweiler ist kostenlos. Vor dem Besuch sollte auf der offiziellen Webseite nachgeschaut werden, ob die Piste freigegeben ist. In der Wintersaison von Anfang November bis Ende März ist die Strecke komplett gesperrt. Kostenloses Parken ist am Pflegeheim „Häuser im Eichenwäldchen“ an der B420 / Fürther Str. 31 möglich. Der Aufstieg zum Start der Strecke am Aussichtsturm Betzelhübel geschieht über ausgeschilderte Wald- und Wirtschaftswege. Betreiber des Flowtrails ist der Skiclub Ottweiler, der speziell für dieses Projekt um die Sparte Mountainbike erweitert wurde. So funktioniert Symbiose!

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Web

www.flowtrail-ottweiler.de

Der neue Bikepark Naboba in Idar-Oberstein: Hier geht was ab!

Bereits kurz vor der feierlichen Eröffnung am 26. August 2016 konnten wir uns auf dem neuen Bikepark Naboba in Idar-Oberstein austoben. Unser Fazit des sehr kurzweiligen Tages: Ein äußerst gelungener Parcours, den wir uns so – auch wegen seiner Unkompliziertheit – in vielen anderen Städten wünschen würden!

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Genau genommen handelt es sich bei dem Bikepark Naboba (Nahbollenbach) in Idar-Oberstein um eine Mischung aus Dirt-Spot, Biker-X und Pumptrack. Obwohl hier keine Obstacles und Nortshore-Elemente verbaut sind, vermittelt der Parcours Fahrspaß pur. Die sinnvoll angeordneten Jumps und Anlieger lassen sich flowig und geschmeidig abrocken, der Starthügel sorgt für den nötigen Schwung. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Linien ist der Kurs, der durchgehend geöffnet ist und sich natürlich kostenfrei nutzen lässt, für jedes Fahrlevel geeignet.

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Insgesamt stehen den Ridern zwei Jumplines, ein Pumptrack und ein Geschicklichkeitsparcours zur Verfügung. Bei unserem Besuch war der Bikepark gerade fertiggestellt und daher noch recht rutschig, erfahrungsgemäß nimmt der Grip aber im Laufe der Zeit zu. Die Benutzung des Bikeparks Naboba geschieht natürlich auf eigene Gefahr, das Tragen eines Helms ist zwingend vorgeschrieben. Bei der Eröffnungsfeier am 26. August 2016 waren mehr als 500 Besucher vor Ort. Ein tolles Projekt, das viele Nachahmer finden sollte!

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Der Bikepark Naboba in Idar-Oberstein befindet sich im Gewerbepark Nahetal an der John-F.-Kennedy Straße, etwa 400 Meter hinter der Messe direkt am Radweg zwischen Oberstein und Nahbollenbach.

Radfernwege-Guru Thorsten Brönner: Zwei neue Bücher für Radwander-Fans

Buchvorstellung: Im Bereich Tourenradfahren führt kein Weg an Thorsten Brönner vorbei! Der im Jahr 1976 in Lohr am Main geborene freie Autor und Fotograf hat in den vergangenen 25 Jahren knackige 270.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Herausgekommen sind dabei 18 Bücher und über 100 Artikel für Magazine. Die beiden neuesten Werke des in München lebenden Schriftstellers „Flussradwege abseits des Trubels“ und „Österreichs schönste Radfernwege“ wollen wir euch hier vorstellen.

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Flussradwege abseits des Trubels – Bruckmann Verlag

Im Bruckmann Verlag hat der Radfernwege-Guru Thorsten Brönner bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter auch „Deutschlands schönste Radfernwege“ und „Deutschlands schönste Flussradwege“. Sein neues Werk „Flussradwege abseits des Trubels“ ist eine Sammlung vergessener Flussradwege in Deutschland, die abseits der Massen Entspannung und Ruhe versprechen. Vorgestellt werden 30 Radtouren vom Norddeutschen Tiefland bis in den äußersten Süden. Schätze wie der Inn-Radweg und der Fünf-Flüsse-Radweg fehlen natürlich ebenso wenig wie der Ilmtal-Radwanderweg, Hunte-Radweg und RurUfer-Radweg. Jede Tour wird detailliert beschrieben, eine Toureninfo-Box gewährt einen kompakten Überblick mit wichtigen Streckendaten und Übersichtskarte. Die vielen eindrucksvollen Fotos in dem hochwertigen, großformatigen Hardcover-Buch verleiten zum Träumen und geben einen schönen Vorgeschmack dessen, was den Radwanderer vor Ort erwartet. So macht die Planung der nächsten Tour Spaß!

Die Touren im Überblick (alphabetisch):

  • Aller-Radweg
  • Alte-Salzstraße
  • Ammer-Amper-Radweg
  • Deutsche Fährstraße mit Oste-Radweg
  • Drei-Flüsse-Tour
  • Eder-Radweg
  • Elster-Radweg
  • Fulda-Radweg
  • Fünf-Flüsse-Radweg
  • Glan-Blies-Radweg
  • Hase-Ems-Tour
  • Havel-Radweg
  • Hunte-Radweg
  • Iller-Radweg
  • Ilmtal-Radwanderweg
  • Inn-Radweg
  • Kocher-Jagst-Radweg
  • Kunstwegen-Vechtetalroute
  • Naabtal-Radweg
  • Nagoldtalradweg und Enztal-Radweg
  • Nahe-Radweg
  • Oder-Neiße-Radweg
  • Radweg Liebliches Taubertal
  • Römer-Lippe-Route
  • RurUfer-Radweg
  • Schwarze-Elster-Radweg
  • Unstrut-Radweg
  • Vom Main zur Rhön
  • Werratal-Radweg
  • Wümme-Radweg

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  • Flussradwege abseits des Trubels
  • Thorsten Brönner
  • 168 Seiten, Hardcover
  • ISBN 978-3-7654-5719-7
  • Preis 29,99 Euro
  • Bruckmann Verlag (www.bruckmann.de)

Österreichs schönste Radfernwege – Styria Regional

Österreich ist ein wahres Radlerparadies! Schroffe Gipfel, grüne Berglandschaften, Wasserläufe und unzählige Badeseen, dazu gesellen sich noch eine beispielhafte Gastfreundschaft und kulinarische Hochgenüsse. Nicht umsonst ist Österreich eines der beliebtesten Reiseländer! Thorsten Brönner stellt in seinem Buch „Österreichs schönste Radfernwege“ 20 traumhafte Touren vor, die die bunte Vielfalt Österreichs auf beeindruckende Art und Weise demonstrieren. Die Radtouren erstrecken sich über die gesamte Republik und sind teilweise, wie beispielsweise der Innradweg oder der Alpe-Adria-Radweg, grenzüberschreitend. Jede Tour wird vom Autor, der in allen Bundesländern Österreichs unterwegs war, genau beschrieben und mit vielen Fotos vorgestellt. Auf einer Doppelseite findet der Leser zusätzlich die wichtigsten Fakten zur Tour, eine Übersichtskarte sowie ein Höhenprofil. Eine sehr wertvolle und lesenswerte Hilfe beim Planen des nächsten Radwander-Urlaubes im schönen Österreich.

Die Touren im Überblick (alphabetisch):

  • Alpe Adria Radweg
  • DonauRadweg
  • Drauradweg
  • Ennsradweg
  • EuroVelo 9
  • GlocknerRadweg und Nockalmstraße
  • Großglockner Hochalpenstraße
  • InnRadweg – MozartRadweg – TauernRadweg & Tauernradwegrunde
  • Jubiläumsradweg
  • KampThayaMarch Radweg
  • Mostviertel (Ybbstalradweg & Traisentalradweg)
  • Mühlviertelradweg
  • Murradweg
  • NeusiedlerseeRadweg
  • Raabtalradweg & Feistritztalradweg
  • Radwege in Vorarlberg
  • RömerRadweg
  • Salzkammergut Radweg
  • Steiermark Radtour
  • Weinland

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  • Österreichs schönste Radfernwege
  • Thorsten Brönner
  • 224 Seiten, Broschur
  • ISBN 978-3-7012-0211-9
  • Preis 22,90 Euro
  • Styria Regional (www.styriabooks.at)

Die besten Bikeparks: Hier geht’s rund!

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Geschmeidige Freeride Trails, knüppelharte Downhill Pisten, spektakuläre North-Shores oder auch leichte Beginnerstrecken – die Auswahl an passenden Bikeparks in Deutschland und Europa ist immens. Doch wohin genau soll der nächste Trip gehen? Mit detaillierten Hintergrundinformationen gestaltet sich die Suche nach dem perfekten Bikepark natürlich viel entspannter. Mit etwas Hilfe kommt jeder Biker garantiert auf seine Kosten!

An Streckenbeschreibungen und Auflistungen von Bikeparks mangelt es im Internet sicherlich nicht. Eine besonders übersichtliche und detaillierte Beschreibung der besten Bikeparks in Deutschland und Europa findet sich auf der Webseite von Bikeunit, dem Onlineshop für Freerider, Downhiller und Dirt Biker. Für einen ersten Überblick bietet sich die interaktive Karte an, die alle auf www.bikeunit.de/info/bikeparks/ vorgestellten Bikeparks beinhaltet. Die Karte zeigt allerdings nicht nur die Lage der Bikeparks an, sondern gibt bei einem Mausklick auch die ersten, wichtigen Infos zu den Strecken preis.

Die detaillierten Streckenbeschreibungen werden allerdings über die Bikepark Liste aufgerufen. Unterteilt ist die Streckenliste nach den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz/Italien. Der Bikepark Lenzerheide in der Schweiz fehlt hier natürlich ebenso wenig wie der Bikepark Leogang in Österreich oder der Bikepark Winterberg im Sauerland. An Infos zu den Bikeparks wird unter www.bikeunit.de definitiv nicht gespart. Neben den Strecken wird auch auf das Service-Angebot des Bikeparks eingegangen. So kann direkt in den eigenen vier Wänden abgecheckt werden, ob Lift, Bikeausrüstungs-Verleih oder Fahrradwerkstatt vorhanden sind.

Beantwortet werden auch die Fragen zu Angeboten wie Gastronomie oder Fahrtechnikseminaren. Auch nicht unwichtig: Gibt es vor Ort einen Bike-Wash? Bringt natürlich alles nichts, wenn der Biker vor verschlossenen Toren stehen würde! Doch auch hier sorgt Bikeunit mit Einblendung der genauen Öffnungszeiten vor. Als weiterer Service sind zudem die Preise für die Tages-/Halbtageskarten abgebildet. Nach den Fakten zum jeweiligen Bikepark folgt die detaillierte Beschreibung des Parks. Den Abschluss bildet jeweils die Anfahrt mit Kontaktadresse. Wir können nur sagen: Top!

Web

www.bikeunit.de/info/bikeparks/

 

La Buisse BMX-Spot – Frankreich – Klein aber fein!

Wer in Frankreich auf dem Weg nach Grenoble ist, sollte dem direkt an der D121 liegenden kleinen BMX-Spot einen Besuch abstatten. Klein aber fein ist hier die Devise. Keine Big Jumps oder Mega Dirts erwarten den Biker, sondern eine Strecke, die eine Mischung aus BMX Race und Pump Track darstellt. Gestartet wird vom Startberg, wo uns dann nach wenigen Metern Tables erwarten. Die Sprünge sind zwar nicht groß, aber das Allerlei ist Spaß pur.

Tables, Doubles und Anlieger mit unglaublich vielen Kombinationsmöglichkeiten sorgen für Kurzweile. Die Strecke ist in einem sehr guten Zustand und der Untergrund besteht aus Brechsand. Die Sprünge sind sehr gut geshaped und sinnvoll angeordnet. So muss es sein! Die Strecke ist auch für Anfänger geeignet, da alles fahrbar ist! Empfehlenswert zum ordentlichen Abrocken ist ein BMX, Hardtail oder ein smartes Fully.

Der frei zugängliche Spot liegt direkt an der Hauptstraße „Chemin de Pré Chapelle“ und kann bequem über die Straße „Rue Des Écoles“ erreicht werden. Neben Parkplätzen findet sich hier direkt noch ein kleiner Skatepark. Der kleine aber feine BMX-Spot ist auf jeden Fall einen Abstecher wert – und das Ganze mit einer traumhaften Kulisse zwanzig Kilometer vor Grenoble!