Raus aus dem Alltag, rein in die Natur! Hier findest du packende Spots, detaillierte Tourenberichte und Inspirationen für deine nächste Ausfahrt abseits des Asphalts. Ergänzt wird unsere Streckensammlung durch wertvolles Outdoor-Wissen und praktische Guides – von der optimalen Vorbereitung bis hin zu wichtigen Erste-Hilfe-Tipps für die Bike-Saison.
News: Mit einem für den Eifelkreis Bitburg-Prüm einmaligen Projekt startet die Gemeinde Pronsfeld in die Bike-Saison 2019. Angrenzend am viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg entsteht im Frühjahr nächsten Jahres ein neuer Bikepark. Wir haben uns mit Ortsbürgermeister Harald Urfels an der kommenden Location für Biker jeden Alters getroffen.
So viel Fahrspaß könnte ab Frühjahr 2019 auch in der Eifelgemeinde Pronsfeld auf dem Programm stehen
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm tut sich was – und endlich auch für Mountainbiker jeden Alters, die nicht nur auf Waldwegen ihren Spaß suchen. Der neue Bikepark Pronsfeld soll jedoch mehr werden als nur ein Trainingsgelände, er soll auch Treffpunkt für Gleichgesinnte jeden Alters darstellen. Dabei trifft es sich natürlich hervorragend, dass die Location direkt an dem viel genutzten Eifel-Ardennen-Radweg angrenzt, der den Nürburgring in der Vulkaneifel mit dem belgischen St. Vith verbindet. Durch die 900 Einwohner zählende Gemeinde Pronsfeld führt außerdem der Prümtal-Radweg, auch hier bietet sich eine perfekte Verbindung zum neuen Bikepark.
Wir haben uns vor Ort mit dem Ortsbürgermeister Harald Urfels, selbst begeisterter Mountainbiker, zu einer Vorstellung des neuen Bikeparks getroffen. Das mit knapp über 27.000 Euro bezifferte Projekt, zu einem Großteil aus Fördergeldern finanziert, wurde nach etwa 2-jähriger Vorlaufzeit im August bewilligt. Jetzt steht der Realisierung durch das aus Warstein stammende Unternehmen turbomatik bikeparks nichts mehr im Wege. Die Arbeiten starten im Frühjahr 2019, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch nicht genau bekannt. Neben den Erdbauarbeiten steht auch der Punkt Bepflanzung oben auf der Agenda.
„In Pronsfeld sind wir bereits jetzt ein Fahrradknotenpunkt. Den Bikepark Pronsfeld möchten wir vielfältig nutzen um das Angebot für Einheimische, die Jugend und unsere Gäste zu erweitern. Der Park wird so angelegt, dass jeder ihn nutzen kann der Spaß am Fahrrad fahren hat.“ – Harald Urfels, Ortsbürgermeister der Gemeinde Pronsfeld
Den Startpunkt des neuen Bikeparks in Pronsfeld markiert ein etwa vier Meter hoher Startberg. Von hier aus geht es auf eine gerade verlaufende Flowline mit mehreren aufeinanderfolgenden Tables, die je nach Fahrlevel entweder gepusht, überfahren oder gesprungen werden können. Parallel zur Flowline entsteht zudem ein Übungsline mit diversen Northshore-Elementen wie beispielsweise einer Wippe. Den Abschluss des Parcours bildet ein ovaler Pumptrack mit zwei Berms (Anliegern), Rollers (Wellen) und Cross-Over für die Änderung der Fahrtrichtung. Alle Elemente des Bikeparks sind so konzipiert, dass sie von Bikern jeden Alters und jeder Könnensstufe gemeistert werden können.
Als böte die schöne Südeifel mit ihrer atemberaubenden Natur allein nicht schon hinreichend Gründe für einen Besuch, wartet die Ortsgemeinde Waxweiler am 11. Juni 2017 gleich mit zwei fetten Events auf: Neben dem 20. Eifelmarathon, der außer traditionellem Marathon und Halbmarathon auch einen 51,4km langen Ultramarathon anbietet, findet erstmalig der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ mit sehr vielversprechendem Rahmenprogramm statt.
Wer sich per pedes oder Bike in einer der schönsten Landschaften Deutschlands austoben möchte, findet am Sonntag, 11. Juni 2017, im Örtchen Waxweiler des Eifelkreises Bitburg-Prüm allerbeste Vorraussetzungen dafür. Zum einen wird dort zum nunmehr 20. Mal der mittlerweile legendäre Eifelmarathon ausgetragen mit Alternativen für jedes Fitnesslevel. So starten Sonntag morgens zum Beispiel eine Walking Tour und ein Fitnesslauf von jeweils 10 km Länge und 50 Höhenmetern. Etwas härter zur Sache geht‘s beim Halbmarathon (21,1 km, 464 Höhenmeter), der am Schloss Hamm beginnt und am Biersdorfer See vorbei zurück nach Waxweiler führt. Die Teilnehmer werden nach einem gemeinsamen Marathonfrühstück per Shuttle zum Startpunkt kutschiert. Marathon (42,195 km, 764 Höhenmeter) und Ultramarathon (51,4 km, 983 Höhenmeter) starten ebenfalls um 9 Uhr in Waxweiler und führen u.a. über Mauel und Echtershausen zum Biersdorfer See. Eine gemeinsame Siegerehrung aller Läufe ist für 16 Uhr geplant. Auch die Kids kommen hier nicht zu kurz: Beim Kinder-Staffellauf können Teams aus jeweils 4 Kindern an einem 800 Meter Staffellauf teilnehmen, der Erlös kommt einem Kinderprojekt zu Gute.
Infos und Tips zu Anmeldung, Anreise, Ablauf, Strecken und Höhenprofile sind unter www.eifelmarathon.de zu finden.
1. MTB Allmountain Event „Trails on Wax“
Neben dem Eifelmarathon findet am 11. Juni 2017 erstmalig auch der MTB Allmountain Event „Trails on Wax“ statt, organisiert vom Radsportclub Lauperrath und den Trailhunters Mersch. Los geht‘s um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus Lünebach. Ein geschmeidiger Warmup führt die Biker über den Prümtal-Radweg pünktlich zum Start der Marathon-Läufe nach Waxweiler – und von dort weiter über schöne Waldwege und flowige Trails nach Biersdorf (22 km, 460 Höhenmeter). Nach dem Shuttle-Bus-Transfer zurück nach Waxweiler können sich die Teilnehmer im Dorfgemeinschaftshaus Waxweiler für den Nachmittag stärken: Zwei Eventköche sorgen mit einem 3-Gang Menü vom Feinsten für‘s leibliche Wohl. Gegen 13 Uhr werden die Organisatoren Christian Bode, Sven Weinand und Roland Barthel bei einer geführten Rundfahrt (18 km, 490 Höhenmeter) Schlüsselstellen des anschließenden All Mountainbike Etappenrennen erläutern. Per Shuttle geht‘s ab 15:30 Uhr dann zu insgesamt 3 Startpunkten – und von dort über abwechslungsreiche, spannende Trails in 3 Etappen zurück nach Waxweiler mit anschließender Siegerehrung (18 Uhr). Unterstützt wird „Trails on Wax“ unter anderem von Radsport Rolle aus Prüm mit einer Service Station am Bürgerhaus Waxweiler sowie je nach Verfügbarkeit kostenlosen Testbikes. Bei „Kids Race on Wax“ kommen auch die Kleinen nicht zu kurz und können zwischen 13:30 Uhr und 14:45 Uhr ihre Geschicklichkeit auf einem Bikeparcours trainieren.
Die Startgebühr für dieses abwechslungsreiche Mountainbike Event liegt bei 59 €, die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.
Unweit der Sportstadt St. Wendel haben emsige Streckenbauer mit dem Flowtrail Ottweiler ein echtes Highlight in der Region geschaffen. Wir haben der etwa 2,5 Kilometer langen Abfahrtsstrecke mit 120 Tiefenmetern einen Besuch abgestattet und sind very amused! Da ist etwas sehr feines entstanden!
Dass die nahegelegene Sportstadt St. Wendel nicht mit sportlichen Highlights geizt, sollte für jeden geschichtsbewussten Mountainbiker kein Geheimnis sein. Bereits sechs Mal wurde hier im Saarland der Cross-Country Weltcup ausgetragen – kein Wunder also, dass im Umland der äußerst attraktiven Stadt auch eine Vielzahl an schönen MTB-Strecken zu finden sind. Tradition verpflichtet halt! Ebenfalls erste Sahne ist der wirklich fette Skatepark im Wendelinuspark mit Bowl und Miniramp. Doch jetzt kommen mit dem Flowtrail Ottweiler im Landkreis Neunkirchen auch die Abfahrts-orientierten Rider voll auf ihre Kosten. Bikerherz, was willst Du mehr?!
Der Flowtrail Ottweiler ist in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt und somit für jeden Fahrertyp geeignet. Die Ausschilderung der gesamten Strecke ist vorbildlich, spezielle Schilder warnen zudem vor Drops. Die blaue Piste mit Wellen und schönen Kurven richtet sich an Bikepark-Einsteiger und vermittelt einen ersten Eindruck davon, was den Fahrspaß im Bikepark auszeichnet. Für Enduro-Rider, die auch den einen oder anderen Sprung nicht scheuen, bietet sich die rote Piste an. Mächtig zur Sache geht es auf der schwarzen Piste. Die fetten Jumps und der 2-Meter-Drop sollten nur von versierten Fahrern angesteuert werden.
Die Strecken sind vorbildlich angelegt, verlaufen teilweise zusammen, aber auch wie oben beschrieben abschnittsweise getrennt voneinander. Die Anlieger garantieren Maximum-Warp und sorgen in Verbindung mit dem meist seichten Gefälle für mächtig Speed. Es wurde aber nicht nur ehrgeizig geschüppt, sondern auch gebaut. Northshore-Elemente sind ebenso zu finden wie eine coole Holzbrücke und ein Wallride. Die meisten Holzelemente sind mit Karnickeldraht versehen, um dem Rider auch bei Nässe ordentlich Grip zu gewährleisten. Der Flowtrail Ottweiler macht seiner Bezeichnung tatsächlich alle Ehre: Flow ist garantiert!
Die Benutzung des Flowtrails Ottweiler ist kostenlos. Vor dem Besuch sollte auf der offiziellen Webseite nachgeschaut werden, ob die Piste freigegeben ist. In der Wintersaison von Anfang November bis Ende März ist die Strecke komplett gesperrt. Kostenloses Parken ist am Pflegeheim „Häuser im Eichenwäldchen“ an der B420 / Fürther Str. 31 möglich. Der Aufstieg zum Start der Strecke am Aussichtsturm Betzelhübel geschieht über ausgeschilderte Wald- und Wirtschaftswege. Betreiber des Flowtrails ist der Skiclub Ottweiler, der speziell für dieses Projekt um die Sparte Mountainbike erweitert wurde. So funktioniert Symbiose!
Bereits kurz vor der feierlichen Eröffnung am 26. August 2016 konnten wir uns auf dem neuen Bikepark Naboba in Idar-Oberstein austoben. Unser Fazit des sehr kurzweiligen Tages: Ein äußerst gelungener Parcours, den wir uns so – auch wegen seiner Unkompliziertheit – in vielen anderen Städten wünschen würden!
Genau genommen handelt es sich bei dem Bikepark Naboba (Nahbollenbach) in Idar-Oberstein um eine Mischung aus Dirt-Spot, Biker-X und Pumptrack. Obwohl hier keine Obstacles und Nortshore-Elemente verbaut sind, vermittelt der Parcours Fahrspaß pur. Die sinnvoll angeordneten Jumps und Anlieger lassen sich flowig und geschmeidig abrocken, der Starthügel sorgt für den nötigen Schwung. Dank der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Linien ist der Kurs, der durchgehend geöffnet ist und sich natürlich kostenfrei nutzen lässt, für jedes Fahrlevel geeignet.
Insgesamt stehen den Ridern zwei Jumplines, ein Pumptrack und ein Geschicklichkeitsparcours zur Verfügung. Bei unserem Besuch war der Bikepark gerade fertiggestellt und daher noch recht rutschig, erfahrungsgemäß nimmt der Grip aber im Laufe der Zeit zu. Die Benutzung des Bikeparks Naboba geschieht natürlich auf eigene Gefahr, das Tragen eines Helms ist zwingend vorgeschrieben. Bei der Eröffnungsfeier am 26. August 2016 waren mehr als 500 Besucher vor Ort. Ein tolles Projekt, das viele Nachahmer finden sollte!
Der Bikepark Naboba in Idar-Oberstein befindet sich im Gewerbepark Nahetal an der John-F.-Kennedy Straße, etwa 400 Meter hinter der Messe direkt am Radweg zwischen Oberstein und Nahbollenbach.
Buchvorstellung: Im Bereich Tourenradfahren führt kein Weg an Thorsten Brönner vorbei! Der im Jahr 1976 in Lohr am Main geborene freie Autor und Fotograf hat in den vergangenen 25 Jahren knackige 270.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Herausgekommen sind dabei 18 Bücher und über 100 Artikel für Magazine. Die beiden neuesten Werke des in München lebenden Schriftstellers „Flussradwege abseits des Trubels“ und „Österreichs schönste Radfernwege“ wollen wir euch hier vorstellen.
Flussradwege abseits des Trubels – Bruckmann Verlag
Im Bruckmann Verlag hat der Radfernwege-Guru Thorsten Brönner bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter auch „Deutschlands schönste Radfernwege“ und „Deutschlands schönste Flussradwege“. Sein neues Werk „Flussradwege abseits des Trubels“ ist eine Sammlung vergessener Flussradwege in Deutschland, die abseits der Massen Entspannung und Ruhe versprechen. Vorgestellt werden 30 Radtouren vom Norddeutschen Tiefland bis in den äußersten Süden. Schätze wie der Inn-Radweg und der Fünf-Flüsse-Radweg fehlen natürlich ebenso wenig wie der Ilmtal-Radwanderweg, Hunte-Radweg und RurUfer-Radweg. Jede Tour wird detailliert beschrieben, eine Toureninfo-Box gewährt einen kompakten Überblick mit wichtigen Streckendaten und Übersichtskarte. Die vielen eindrucksvollen Fotos in dem hochwertigen, großformatigen Hardcover-Buch verleiten zum Träumen und geben einen schönen Vorgeschmack dessen, was den Radwanderer vor Ort erwartet. So macht die Planung der nächsten Tour Spaß!
Österreich ist ein wahres Radlerparadies! Schroffe Gipfel, grüne Berglandschaften, Wasserläufe und unzählige Badeseen, dazu gesellen sich noch eine beispielhafte Gastfreundschaft und kulinarische Hochgenüsse. Nicht umsonst ist Österreich eines der beliebtesten Reiseländer! Thorsten Brönner stellt in seinem Buch „Österreichs schönste Radfernwege“ 20 traumhafte Touren vor, die die bunte Vielfalt Österreichs auf beeindruckende Art und Weise demonstrieren. Die Radtouren erstrecken sich über die gesamte Republik und sind teilweise, wie beispielsweise der Innradweg oder der Alpe-Adria-Radweg, grenzüberschreitend. Jede Tour wird vom Autor, der in allen Bundesländern Österreichs unterwegs war, genau beschrieben und mit vielen Fotos vorgestellt. Auf einer Doppelseite findet der Leser zusätzlich die wichtigsten Fakten zur Tour, eine Übersichtskarte sowie ein Höhenprofil. Eine sehr wertvolle und lesenswerte Hilfe beim Planen des nächsten Radwander-Urlaubes im schönen Österreich.
Geschmeidige Freeride Trails, knüppelharte Downhill Pisten, spektakuläre North-Shores oder auch leichte Beginnerstrecken – die Auswahl an passenden Bikeparks in Deutschland und Europa ist immens. Doch wohin genau soll der nächste Trip gehen? Mit detaillierten Hintergrundinformationen gestaltet sich die Suche nach dem perfekten Bikepark natürlich viel entspannter. Mit etwas Hilfe kommt jeder Biker garantiert auf seine Kosten!
An Streckenbeschreibungen und Auflistungen von Bikeparks mangelt es im Internet sicherlich nicht. Eine besonders übersichtliche und detaillierte Beschreibung der besten Bikeparks in Deutschland und Europa findet sich auf der Webseite von Bikeunit, dem Onlineshop für Freerider, Downhiller und Dirt Biker. Für einen ersten Überblick bietet sich die interaktive Karte an, die alle auf www.bikeunit.de/info/bikeparks/ vorgestellten Bikeparks beinhaltet. Die Karte zeigt allerdings nicht nur die Lage der Bikeparks an, sondern gibt bei einem Mausklick auch die ersten, wichtigen Infos zu den Strecken preis.
Die detaillierten Streckenbeschreibungen werden allerdings über die Bikepark Liste aufgerufen. Unterteilt ist die Streckenliste nach den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz/Italien. Der Bikepark Lenzerheide in der Schweiz fehlt hier natürlich ebenso wenig wie der Bikepark Leogang in Österreich oder der Bikepark Winterberg im Sauerland. An Infos zu den Bikeparks wird unter www.bikeunit.de definitiv nicht gespart. Neben den Strecken wird auch auf das Service-Angebot des Bikeparks eingegangen. So kann direkt in den eigenen vier Wänden abgecheckt werden, ob Lift, Bikeausrüstungs-Verleih oder Fahrradwerkstatt vorhanden sind.
Beantwortet werden auch die Fragen zu Angeboten wie Gastronomie oder Fahrtechnikseminaren. Auch nicht unwichtig: Gibt es vor Ort einen Bike-Wash? Bringt natürlich alles nichts, wenn der Biker vor verschlossenen Toren stehen würde! Doch auch hier sorgt Bikeunit mit Einblendung der genauen Öffnungszeiten vor. Als weiterer Service sind zudem die Preise für die Tages-/Halbtageskarten abgebildet. Nach den Fakten zum jeweiligen Bikepark folgt die detaillierte Beschreibung des Parks. Den Abschluss bildet jeweils die Anfahrt mit Kontaktadresse. Wir können nur sagen: Top!
Wer in Frankreich auf dem Weg nach Grenoble ist, sollte dem direkt an der D121 liegenden kleinen BMX-Spot einen Besuch abstatten. Klein aber fein ist hier die Devise. Keine Big Jumps oder Mega Dirts erwarten den Biker, sondern eine Strecke, die eine Mischung aus BMX Race und Pump Track darstellt. Gestartet wird vom Startberg, wo uns dann nach wenigen Metern Tables erwarten. Die Sprünge sind zwar nicht groß, aber das Allerlei ist Spaß pur.
Tables, Doubles und Anlieger mit unglaublich vielen Kombinationsmöglichkeiten sorgen für Kurzweile. Die Strecke ist in einem sehr guten Zustand und der Untergrund besteht aus Brechsand. Die Sprünge sind sehr gut geshaped und sinnvoll angeordnet. So muss es sein! Die Strecke ist auch für Anfänger geeignet, da alles fahrbar ist! Empfehlenswert zum ordentlichen Abrocken ist ein BMX, Hardtail oder ein smartes Fully.
Der frei zugängliche Spot liegt direkt an der Hauptstraße „Chemin de Pré Chapelle“ und kann bequem über die Straße „Rue Des Écoles“ erreicht werden. Neben Parkplätzen findet sich hier direkt noch ein kleiner Skatepark. Der kleine aber feine BMX-Spot ist auf jeden Fall einen Abstecher wert – und das Ganze mit einer traumhaften Kulisse zwanzig Kilometer vor Grenoble!
Das Ziel ist in Sicht! Die achte Etappe mit 74 Kilometern und 1620 Höhenmetern stellt zum Abschluss unserer Tour nochmal enorme Anforderungen an den Fahrer und das Bike. Diese Etappe besticht, bis auf wenige Ausnahmen, vor allem durch die gute Fahrbarkeit der Wege. Die Highlights sind sicherlich die Steinerne Rinne und das Wahrzeichen des Ziels dieser Tour – das Schloss Harburg. Ein weiteres Highlight ist die Stadt Wemding mit der beeindrucken Stadtpfarrkirche St. Emmeram.
Der Marktplatz in Wemding mit der Stadtpfarrkirche St. Emmeram
Nach einer sehr guten Nacht mit ausreichend Schlaf und dem guten Frühstück im Landgasthaus Zum Hirschen kann die letzte Etappe in Angriff genommen werden. Der Weg von Wettelsheim bis Windischhausen erfolgt fast ausschließlich über breite und gut fahrbare Wirtschaftswege. Wir bewegen uns immer im Bereich des Tals mit Blick auf die bewaldeten Hänge und können kaum Steigungen oder Gefälle ausmachen. Der Frankenweg führt uns direkt nach Windischhausen auf die Straße. Von dort fahren wir auf Asphalt in die Richtung Auernheim. Schnell werden wir wieder von der Straße weggeführt. Der Forstweg am Rande des Tals wird wilder und zugewachsener, bleibt aber durchaus fahrbar.
Wir überqueren im weiteren Verlauf die Straße ST2218 und folgen dem Forstweg bergan. Die Beschilderung des Frankenwegs in diesem Bereich ist gut und man kommt gut vorwärts. Wir begleiten jetzt auch eine Weile den Altmühltal Panoramaweg. Über breite Wege gleiten wir über die Hochebene und genießen den Blick über die Mais- und Rapsfelder.
Der Frankenweg führt uns zu einem weiteren Highlight der Tour, die Steinerne Rinne. Ein schmaler Waldweg führt steil bergab. Wir passieren die Steinerne Rinne – selbstverständlich sollte sein, dass der Bereich der Rinne nicht betreten werden darf! Wir bleiben also unbedingt hinter der Absperrung!
Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn
Hier im Naturpark Altmühltal bekommen wir ein besonderes Naturschauspiel geboten: Die Steinerne Rinne! Ein kleiner Bach schlängelt sich auf einem Kalksockel über 120 Meter abwärts ins Tal. Der Sockel ist über ein Meter fünfzig hoch und wächst jährlich. Begünstigt wird dieses Schauspiel durch die Kalkabscheidungen des Wassers. Die Rinne bitte nicht berühren!
Auf Asphalt geht es nach Wolfsbronn, um danach auf gut fahrbaren Forstwegen weiter zu radeln. Nicht verpassen darf man die Abzweigung des Frankenweges nach links auf einen schmalen Weg. Wir erreichen abermals eine Steinerne Rinne, wenn auch nicht ganz so beeindruckend wie die Rinne vor Wolfsbronn. Natürlich darf auch hier der Bereich der Rinne nicht betreten werden! Der Frankenweg wird jetzt zu einem Trampelpfad und führt steil bergauf. Fahren ist hier unmöglich! Wir gelangen auf einen breiten Forstweg, dem wir nach rechts folgen und somit direkt zum Gelben Berg gelangen. Wir überqueren die Straße und fahren auf einem Forstweg bis zum Ort Spielberg. Nach etwa 23 Kilometern und 540 Höhenmetern ist ein Wendepunkt unseren Frankencrosses erreicht – wir fahren jetzt nur noch südwärts dem Ziel entgegen.
Der Gelbe Berg gehört zum Hahnenkamm, einem Ausläufer der Fränkischen Alb. In der Vergangenheit diente der Berg, dank seiner drei stark abfallenden Flanken, oftmals als Siedlungsplatz. Die Geschichte reicht zurück bis etwa dem 10. Jahrhundert v. Chr.!
Der Forstweg bietet ein munteres Auf und Ab. Der Frankenweg ist hier sehr gut befahrbar und wir kommen erfreulich gut vorwärts. Am Rechenberg erwartet uns mal wieder eine Wiesenpassage, bevor es auf einem Wirtschaftsweg weiter geht. Es folgt ein Wechselspiel aus Wald- und Wiesenwegen, welche uns letztendlich nach Hohentrüdingen führen. Schnell erreichen wir, am Roten Berg vorbei, den Rand von Hechlingen. Die Fahrt durch den Forst weist stellenweise einen leichten Trail Charakter auf und bereitet mächtig Spaß. Bevor wir den breiten und geschotterten Rad- bzw. Fußweg am Hahnenkammsee genießen dürfen, treibt uns der Frankenweg kurz auf- und direkt wieder abwärts. Nach dem See führt ein Forstweg sehr steil in den Wald hinein. Der Weg bis Ursheim ist zum Teil sehr zugewachsen und trübt daher ein wenig die Freude. Wenig Freude kommt auch in Ursheim selber auf – wir müssen erst eine Treppe und anschließend einen sehr steilen Wiesenhang hinauf. Fahren ist hier unmöglich!
Der Frankenweg gabelt sich erneut – wir wählen die Umgehung und folgen dem Frankenweg linker Hand. Sehr unterhaltsam und abwechslungsreich gestaltet sich die Fahrt bis Amerbach. Der Frankenweg führt uns über Felder und durch den Wald – zum Teil als Singletrail!
Den Ort Amerbach umgeht der Frankenweg. Über weite Felder gelangen wir, auf angenehm rollenden und leicht schotterigen Untergrund, nach Wemding. Wir passieren die Wallfahrtskirche am Ortsrand und durchqueren den mittelalterlich wirkenden Ort mit der beeindrucken Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Der Frankenweg führt uns durch die engen Gassen. Die Stadt verlassend geht es auf einem gut fahrbaren breiten Waldweg wieder bergan. Anschließend erwartet uns bergab ein schöner, aber kurvenarmer Singletrail.
Die Stadt Harburg (Schwaben) mit der Burg Harburg
Auf den letzten Kilometern unseres Frankencrosses bekommen wir nochmal die gesamt Bandbreite des bisher erfahrenen Frankenweges geboten. Es folgen steile Anstiege – wenn auch nicht mehr ganz so steil und langatmig – und Forstwege, die mit Singletrails gewürzt sind. Natürlich fehlen auch nicht die Wiesenwege am Waldesrand, die uns immer wieder einen schönen Blick über das Land bieten. Schon von Weitem sehen wir oberhalb der Stadt Harburg die Burg Harburg. Was für ein Anblick! Wir gelangen nach Ronheim. Von Ronheim aus führt ein Fußweg nach Harburg. Ein steiler Uphill, der uns nochmal gut 30 Höhenmeter machen lässt. Der Frankenweg lotst uns direkt in den Stadtkern, wo man eigentlich die Tour beenden könnte. Doch offiziell sind wir noch nicht am Ende der Tour und des Frankenweges angelangt – dieser ist am Bahnhof von Harburg.
Es wird ein letztes Mal beschwerlich! Über Treppen und somit das Bike tragend gelangen wir direkt zum Fuße der Burg Harburg. Der Frankenweg führt als schmaler Weg am stark abfallenden Hang entlang. Tief unter uns sehen wir die Dächer der Stadt Harburg.
Die Burg Harburg ist die letzte Sehenswürdigkeit des Frankenweges. Die Burg direkt oberhalb der Stadt Harburg stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Die Burg ist sehr gut erhalten und der Anblick ist beeindruckend. Natürlich sind auch hier Führungen möglich – ein besonderes Highlight ist sicherlich die zweimal jährlich stattfindende Nachtführung bei Kerzenschein. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite der Stadt Harburg.
Im weiteren Verlauf führt uns der Frankenweg wieder bergab an den Rand der Stadt Harburg. Die letzten Meter zum Bahnhof und zu unserem Ziel legen wir auf der Straße zurück. Ernüchternd ist der letzte Eindruck des Frankenweges – ein Werk und ein wenig ansprechender Bahnhof. Der richtige Ort für den Abschied…