Die Halde Prosperstraße dürften viele Leser unter diesem Namen nicht kennen, aber sobald das Alpincenter oder die Skihalle Bottrop genannt werden, dürfte jeder Bescheid wissen. Im Jahre 2000/2001 wurde auf dieser Halde die bekannte Skihalle errichtet, die eine Skipiste mit einer Länge von 640 Metern bei einer Breite von 30 Metern bietet. Von außen sieht man nur einen grünen langen Kasten, der die Halde hinunter führt – wie eine überdimensionale Raupe. Doch die Halde bietet mehr als nur den Spaß im Schnee. Fachgeschäfte vermitteln ein wintersportliches Flair und der Biergarten mit Blick auf den Tetraeder lockt ebenfalls viele Besucher, zumal Biergärten auf Halden absolute Mangelware sind!
Skizze Halde Prosperstraße
Um die Halde Prosperstraße zu erklimmen und zum Alpincenter zu gelangen, ist die bereits erwähnte Überquerung der Bahnschienen mittels der Brücke erforderlich. Da die Halde Prosperstraße direkt an die Halde Beckstraße angrenzt, verzichten wir auf eine separate Wegbeschreibung von Halde zu Halde und gliedern diese hiermit in die Beschreibung der Halde Prosperstraße ein. Wir orientieren uns ab der Brücke an den Wegweisern des Radweges Richtung Alpincenter und folgen der Beschilderung bis zum höchsten Punkt. Wir fahren bis zum Biergarten und wer einen Biergarten auf einer Halde besuchen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Bei unserem Haldencross die einzige Halde mit Biergarten! Vom Biergarten aus fahren wir bergab bis zur Abzweigung und wählen den Weg, den wir für die Auffahrt genutzt haben, um wieder zur Brücke zu gelangen.
Besser bekannt ist die Halde Beckstraße unter ihrem Wahrzeichen Tetraeder, welches weithin sichtbar ist. Wir machen auf dieser Halde 74 Höhenmeter – wer noch höher hinaus möchte kann und darf gerne den Tetraeder besteigen und somit weitere 60 Höhenmeter machen. Das „Haldenereignis Emscherblick“, so die offizielle Bezeichnung, ist frei zugänglich und der Name ist Programm. Natürlich ist die Besteigung des Stahlgerüstes in Form einer dreieckigen Pyramide nicht jedermanns Geschmack. Die Halde bietet eine weitere Besonderheit: Eine Bushaltestelle! Diese Halde gehört sicherlich zu den bekanntesten Halden in dieser Umgebung und darf natürlich ebenfalls nicht bei unserem Haldencross fehlen.
Das Wahrzeichen der Halde Beckstraße: Das Tetraeder
Am Fuße der Halde erwartet uns direkt eine Treppe. Die etwa sechs Höhenmeter lassen sich aber, besser als gedacht, auf einem schmalen Grat rechts oder links neben der Treppe zurücklegen. Wir folgen weiter der Kennzeichnung XE, die uns schon bis hierhin gebracht hat und uns letztendlich bis zum Tetraeder lotst.
Die Auffahrt in Serpentinen bietet ein leicht alpines Flair, nur leider ist der Untergrund asphaltiert. Das Plateau ist ziemlich großflächig, teilweise mit Steinen bedeckt und unbepflanzt. Der Blick von der Halde ist beeindruckend und zeigt die unübersehbare Industrie des Ruhrgebietes. Am Tetraeder vorbei folgen wir weiter der Kennzeichnung XE, die auf der anderen Seite des Tops wieder bergab führt. Wir fahren das Asphaltbad herunter und passieren die Stelle, an der wir gerade mit den Serpentinen die Halde erklommen haben. Wir bleiben allerdings auf dem Hauptweg, der uns die Halde entlang hinunter führt. Man sollte hier natürlich mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein, da die Halde stark besucht wird – und wer weiß, vielleicht kommt einem ja auch ein Bus entgegen…
Skizze Halde Beckstraße
Wir bleiben auf dem Hauptweg bis zum Erreichen der Treppen und der links unter uns sichtbaren blauen Brücke über die Bahnschienen. Da wir die Bahnschienen überqueren müssen, um zum Alpincenter zu gelangen, biegen wir links ab und überqueren die blaue Brücke.
Wir nehmen Abschied von der Halde Haniel und steuern ein weiteres Highlight des Ruhrgebietes an. Auch wenn die Halde Beckstraße vielen vermutlich nichts sagen wird, das Wahrzeichen der Halde ist allerdings weithin bekannt: Das Tetraeder.
Skizze Tourenverlauf Halde Haniel – Halde Beckstraße
Am Fuße der Halde Haniel und am Ende des Kreuzweges angekommen, stehen wir direkt vor einer Siedlung. Wir orientieren uns links und folgen dem Schotterweg, der zur Brücke hoch führt. Wir sind jetzt wenige Meter auf dem Wanderweg mit der Kennzeichnung O. unterwegs. Der Wanderweg O. führt nach rechts über die „Alte Zechenbahn“, während wir den Schotterweg nach links einschlagen, um direkt zur Zeche Prosper-Haniel zu gelangen. Vom Schotterweg aus kommend biegen wir nach links in die Fernewaldstraße ab, passieren die Zeche und biegen dann rechts in die Straße „Am Goldammerweg“ ab. Hier folgen wir sofort der Kennzeichnung des Wanderweges X nach links, welche uns auf feinem Schotter durch den Wald lotst. Nach dem Überqueren der Straße und dem Passieren des Parkplatzes Bischofssondern biegen wir, der Kennzeichnung X folgend, kurze Zeit später rechts ab über die Autobahnbrücke A2.
Wir orientieren uns weiter geradeaus an der Kennzeichnung X11 durch den Wald und überqueren die Lindhorststraße. Der kleine See, den wir kurze Zeit später passieren, lädt zu einer kleinen Rast ein. Das X leitet uns, mittlerweile ein kurzes Stück auf Asphalt pedalierend, am Marienhospital vorbei und dann in den kleinen Park zu unserer rechten Seite. Im Park orientieren wir uns aber direkt links und verlassen somit den Wanderweg X. Wir orientieren uns ein weiteres Mal links und gelangen im weiteren Verlauf zur Kennzeichnung XE, welche zum Ausgang des Parks an der Kreuzung „Josef-Albers-Straße/Randebrockstraße/Im Stadtgarten“ führt. Wir folgen der Kennzeichnung XE auf der Straße „Im Stadtgarten“. Bereits hier ist das Alpincenter ausgeschildert. Nach dem Überqueren der Kirchhellener Straße (L631) folgen wir der Overbeckstraße geradeaus und NICHT der Kennzeichnung XE nach rechts! Nach nur wenigen hundert Metern auf der Straße erreichen wir die Gladbecker Straße (L511), die wir überqueren müssen.
Wir tauchen jetzt in einen Park ein und folgen dem rechten asphaltierten Weg und somit auch der Beschilderung „Alpincenter 3,3 km“. Schnell lassen wir den Lärm der Straße hinter uns. Wir folgen dem Asphaltband durch den Park bis zum Erreichen einer überdachten Hütte vor Kopf. Wir wählen den Wanderweg XE nach links, der uns in Zick-Zack-Manier weitgehendst autofrei durch Grünanlagen und an Sportstätten vorbeiführt. Bereits jetzt können wir ab und zu das Wahrzeichen der Halde Beckstraße erkennen, das Tetraeder. Der Wanderweg mit der Kennzeichnung XE leitet uns direkt bis zur Halde, einschließlich einer kleinen Treppenpassage, die uns zum Tragen des Bikes animiert.
Die Halde Haniel befindet sich in Bottrop direkt an der Grenze zu Oberhausen-Sterkrade. Schon von Weitem ist diese imposante Halde zu sehen. Auch wenn viele Halden im Ruhrgebiet ein Gipfelkreuz aufweisen, auf der Halde Haniel scheint das wirklich berechtigt zu sein. Die künstliche Aufschüttung bietet eine Höhe von fast 120 Metern und ist somit eine der höchsten Halden des Ruhrgebietes. Für uns Biker ergeben sich dadurch natürlich unglaublich gute und vielseitige Trainingsmöglichkeiten.
Das Amphitheater auf der Halde Haniel
Doch nicht nur uns Bikern hat die Halde Haniel viel zu bieten. So findet sich hier ein Amphitheater, in dem regelmäßig Aufführungen stattfinden und man sich kulturell die volle Dröhnung geben kann. Zum Thema Bergbau gibt es hier auch einiges zu entdecken. So findet sich am Kreuzweg viel Sehenswertes zum Thema Kohleabbau und auch mit Informationen wird nicht gegeizt. Direkt neben der Halde Haniel steht das Bergwerk Prosper-Haniel, welches 1987 sogar von Papst Johannes Paul II. besucht wurde. Der Blick nach rechts und links zeigt, dass man hier ohne Problem den ganzen Tag verbringen kann – mit und ohne Bike. Das 1992 aufgestellte Gipfelkreuz erinnert an den Besuch des Papstes und steht am Ende des Kreuzweges.
Auf der Halde finden sich neben den breiten und gut gepflegten Hauptwegen auch viele Querwege, der sich die Natur bereits bemächtigt hat. Eine Halde, die sich zu erkunden lohnt! Diese Halde darf bei unserem Haldencross natürlich nicht fehlen! Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, ist hier sicherlich gut aufgehoben.
Skizze Halde Haniel
Somit machen wir uns jetzt auf den Weg nach oben! Wir kurbeln uns auf dem bereits eingeschlagenen Schotterweg immer weiter nach oben bis zum Gipfelkreuz, welches allerdings mit etwa 88 erkämpften Höhenmetern nicht am höchsten Punkt der Halde steht. Wir kurbeln uns natürlich bis zum höchsten Punkt der Halde Haniel, an dem wir auch einen herrlichen Blick auf das Theater haben. Das Theater ist von einem hohen Wall umgeben, auf dem wir uns jetzt auch befinden. Etwa 117 Höhenmeter haben wir uns erarbeitet. Wir genießen eine unglaubliche Aussicht und fahren bis zum Gipfelkreuz. Ab dem Gipfelkreuz folgen wir dem Kreuzweg bergab, der uns in Serpentinen auf Schotter bis zum Fuße der Halde Haniel führt. Da das Radfahren auf der Halde abseits der Wege verboten ist, bleiben wir natürlich auf dem Hauptweg.
Auf den acht Kilometern von der Deponie Hühnerheide bis zur Halde Haniel dürfen wir uns auf die Rotbach-Route und einen schönen Singletrail freuen. Am Ende dieser kurzen Etappe erreichen wir die Halde Haniel.
Singletrailspaß in Oberhausen
Wir folgen der Rotbach-Route durch den Wald. Es ist ein breiter Waldweg, der auf beiden Seiten von einem Rinnsal begleitet wird. Es geht schnurgerade auf ein altes Haus zu. Hier trennt sich der Wanderweg X von der Rotbach-Route. Unser neuer Wegweiser ist jetzt das X und wir biegen, dem X folgend, rechts ab in die Straße „Zum Ravenhorst“. Wir folgen der Anliegerstraße unter der Autobahn A3 hinweg. Das Radeln ist, auf der von Autos wenig genutzten Straße, recht entspannt und auch nach dem Überqueren der Gabelstraße bleiben wir vorerst der X22 bzw. dem O. treu. Gleichzeitig mit dem Erreichen der Gaststätte Hirschkamp und dem dazugehörigen Biergarten stoßen wir auf den Höhenweg (L21). Wir müssen die stark befahrene Straße, der Kennzeichnung X22 entsprechend, überqueren. Wir tauchen jetzt wieder in einen Wald hinein, genauer gesagt der Walsumer Mark. Der sich uns anbietende breite Forstweg trägt uns vom Lärm der Straße weg. Mit der ersten sich anbietenden Möglichkeit, nach rechts abzubiegen, folgen wir dem Wanderweg mit der Kennzeichnung A3, der uns im weiteren Verlauf über einen sehr spaßigen und mit Wurzeln gespickten Singletrail führt. Wir überqueren zwei Holzbrücken und orientieren uns weiterhin an der Kennzeichnung des Wanderweges A3.
Skizze Tourenverlauf Deponie Hühnerheide – Halde Haniel
Erst mit dem Erreichen einer Wegkreuzung, an der die Kennzeichnung A3 nach links abzweigt, folgen wir nach rechts wieder der Kennzeichnung X22 bzw. A6. Wir treffen auf die Pfalzgrafenstraße und rollen nun wieder auf Asphalt der Landstraße „Alter Postweg“ (L621) entgegen und orientieren uns nun nicht mehr an der Kennzeichnung A6. Wir gelangen direkt zur Grafenmühle, ein Treffpunkt für jung und alt, für Auto- und Mopedfahrer gleichermaßen und auch Radfahrer aller Spezies sind hier anzutreffen. Das Angebot an Gastronomie ist unbeschreiblich und hier lockt auf jeden Fall das Verweilen in einem Biergarten. Wir überqueren die Landstraße „Alter Postweg“ und biegen nach wenigen Metern rechts in den Wald ab. Der Wanderweg mit der Kennzeichnung X11/A1 führt uns ein kurzes Stück durch den Wald, bevor wir wieder an den Rand der Landstraße ausgespuckt werden. Nur wenige Meter verbleiben wir auf dem Radweg entlang der Landstraße, dann biegen wir links in die Straße „Am Gutshof“ ab. Der Kennzeichnung X/A1 folgend gelangen wir durch die Haldenlandschaft von Asphalt auf Schotter. Der ausgewiesene Schotterweg beschreibt einen Schlenker. An dieser Stelle führt ein weiterer Schotterweg rechts bergan die Halde hinauf – unser Weg!
Auffallend ist die sehr junge Begrünung der Deponie – die Pflanzen sind noch sehr klein. Kein Wunder, wurde noch bis Ende 2004 diese Halde als Mülldeponie genutzt. Der Weg für uns nach oben lässt sich einfach definieren: Immer den Weg wählen, der nach oben führt! Der Untergrund besteht aus festem Schotter und lässt sich gut fahren.
Skizze Deponie Hühnerheide
Bei knapp 20 Höhenmetern sollten wir unbedingt die Wegkreuzung beachten, da wir hier nachher die Abfahrt nach rechts runter zur Forststraße wählen werden. Nach etwas über 30 Höhenmeter erreicht man das Plateau der Halde mit einem Blick auf die umliegenden Halden und das Ruhrgebiet. Wir erblicken auch die sehr nahe Deponie in Wehhofen und die Halde Lohberg. Auf der Deponie Hühnerheide wurden bis jetzt noch nicht sehr viele Wege angelegt – so geht es, wie wir hoch gefahren sind, auch wieder abwärts – bis zu der besagten Wegkreuzung. Wir biegen jetzt, von oben kommend, links ab und gelangen so zur Forststraße. An der Forststraße angekommen gelangen wir auch wieder auf die Rotbach-Route. Somit steht unser nächstes Ziel bereits fest: Die Halde Haniel im Norden von Bottrop.
Wir folgen dem Radweg stromabwärts und lassen den Alsumer Berg rechts an uns vorbeiziehen. Wir werfen einen letzten Blick über den Rhein auf den linken Niederrhein und die auf dem Rhein fahrenden Schiffe. Die folgenden Kilometer sind vom Blickpunkt eines Mountainbikers zwar wenig erquickend, zeigen aber, wie sehr in dieser Gegend die Schwerindustrie mit den hier lebenden Menschen verknüpft ist. Der Weg an den Industrieanlagen vorbei bestätigt das allgemeine Klischee des Ruhrgebietes, auch deshalb wollen wir diese Strecke in den Haldencross integrieren.
Der Ruhrpott…so wie man ihn sich vorstellt
Die Schwerindustrie ist allgegenwärtig, die Straßen sind mit Industriestaub benetzt und die Luft ist alles andere als frisch und sauber. Außenstehende und Fremde mögen kaum glauben wollen, dass hier Menschen wohnen können. Wir folgen dem Radweg an der Straße und kommen am Schwelgernpark vorbei. Wer sich einen Teil der Straße ersparen will, kann auch parallel zur Straße ein Stück durch den Schwelgernpark fahren. Interessant ist der Schwelgernpark nicht nur für Erholungssuchende, sondern auch für sportlich aktive Menschen. Kaum zu glauben, dass hier im Park ein großer und sehr gepflegter Dirtspot zu finden ist! Uns zieht es aber weiter. Wir erreichen die Weseler Straße, die links nach Walsum und rechts nach Marxloh führt. Nach dem Überqueren der stark befahrenen Straße fahren wir wenige Meter nach rechts, also Richtung Marxloh und nicht Richtung Walsum! Vielleicht 20 Meter, dann biegen wir links in einen kleinen Weg ab. Vor uns eröffnet sich ein Park, der uns fernab von Autos durch diesen Duisburger Stadtteil führen wird. Parallel zu den Bahnschienen – zu unserer linken Seite – durchqueren wir den Park und zwischendurch auch einen kleinen Wendehammer. Wir halten uns in diesem Park immer links – linker Hand ist immer ein Zaun – und passieren die größte Moschee Deutschlands, das Wunder von Duisburg-Marxloh.
Beim Vorbeifahren ist man erstaunt, wie hell, freundlich und – durch die vielen Fenster – offen diese Moschee gestaltet ist. Die folgende Prinz-Eugen-Straße wird überquert und entlang einer ehemaligen Bahntrasse folgen wir weiter dem befestigten Radweg. So unterqueren wir die Autobahn A59 – ansonsten haben wir auch weiterhin mit Autos nichts zu tun. An der Abzweigung folgen wir dem Radweg Richtung Oberhausen-Sterkrade bzw. Mattlerbusch. Wir befinden uns auf dem Wanderweg DU und folgen diesem – auch dort, wo wir auf die Straße treffen und den Kanal überqueren. Wir bleiben auf dem Wanderweg DU, der uns zum Freizeitpark Hamborn und Revierpark Mattlerbusch bringt. Sobald der Radweg auf die Richtung Oberhausen-Sterkrade/Holten hinweist, folgen wir diesem. Wir passieren das Schwimm-und Freizeitbad Niederrhein-Therme. Am Ende des Mattlerbuschs folgen wir dem Radweg an der Straße Richtung Sterkrade/Schmachtendorf. Am Marktplatz angekommen fahren wir den Radweg nach links zum Kastell Holten.
Die Holtener Burg in Oberhausen
Durch eine kleine Anliegerstraße gelangen wir zu der mittelalterlichen ehemaligen Wasserburg, die gerne auch Holtener Burg genannt wird Im Jahre 1307 wurde die Burg als Grenzwehranlage errichtet, heute ist nur noch der wiedererrichtete Ostflügel erhalten. Durch den Park fahrend umrunden wir die Holtener Burg und gelangen wieder zum eben schon passierten Gasthof „Alt Holten“ zurück. Hier bietet sich ein Biergarten zur Einkehr und in der Pension ein Bett für die Nacht an. Weiter geht es auf der Wasser Straße nach links. Zur Orientierung: Wenn man von der Wasser Straße aus in Richtung des Kastells schaut, befindet sich der Gasthof auf der rechten Seite gegenüber. Wir fahren also zwischen dem Gasthof und der Kirche hindurch. An der Abbiegung der Wasser Straße in die Elisenstraße fahren wir geradeaus auf den kleinen Weg. Unbedingt auf entgegenkommende Fußgänger und Radfahrer achten, da der Weg eng und winkelig ist! Der Wanderweg O. bleibt erstmal unser Wegweiser und bringt uns direkt zur Emscher, der wir kanalabwärts nach links folgen.
Wir fädeln uns jetzt in die Rotbach-Route ein, ein ausgeschilderter Radweg dem wir jetzt öfters begegnen werden. So gelangen wir zur Graßhofstraße. Geradeaus führt der Weg der HOAG-Bahn, eine stillgelegte und umgebaute Bahntrasse. Ungeachtet dessen folgen wir allerdings links der Rotbach-Route. Nach kurzer Zeit ist die kleine Anliegerstraße „Brusbachstraße“ erreicht, in die wir nach rechts abbiegen. Kaum zu glauben, wie ländlich es auf einmal zu sein scheint. Aber auch diese Idylle hat schnell ein Ende und wir folgen wieder der Rotbach-Route und dem Radweg R21. Wir überqueren die Schienen und an der Straßenecke „Genterstraße/Hühnerstraße“ widmen wir uns der kleinen Halde zu unserer linken Seite. Wir fahren auf die kleine Halde zu und nehmen den linken Weg, der uns um die kleine Halde herum und direkt zur Deponie Hühnerheide führt, welche direkt dahinter liegt. Die kleine Halde kann übrigens auch mit dem Weg nach rechts oben erklommen werden – so können zusätzlich 25 Höhenmeter gemacht werden. Allerdings ist der weiterführende Weg von der kleinen Halde abwärts sehr schmal und dornig.
Viele kennen den Alsumer Berg unter dem Namen Beecker Halde. Die ehemalige Schutthalde ist vollständig renaturiert und der Öffentlichkeit zugänglich. Wir folgen am Fuße der Halde dem ausgeschilderten Radweg „Alsumer Berg“. Verfahren kann man sich kaum! Es gibt nur einen Weg bergauf – und runter.
Blick vom Alsumer Berg auf die Kokerei
Der Hauptweg ist asphaltiert und wir schrauben uns etwa 44 Höhenmeter bis an den höchsten Punkt. Der Weg teilt sich und wir fahren die Halde rechter Hand weiter bis zum Gipfelkreuz. Wir schauen direkt in den Schlund einer Kokerei. Passend hierzu darf man sich an der Luft erfreuen. Ein Ausblick der dennoch lohnt! Welcher Alpencrosser kann von sich behaupten, solch einen Ausblick schon mal erlebt zu haben?! In der Ferne erblicken wir die Umrisse der Halde Haniel – ein weiteres Etappenziel unseres Haldencrosses, aber nicht das nächste Ziel. Unsere nächsten Ziele sind erstmal das Kastell Holten in Oberhausen-Holten und die Deponie Hühnerheide in Oberhausen-Schmachtendorf. Wie schon erwähnt wurde, müssen wir für die Abfahrt der Halde den gleichen Weg wählen, den wir auch für die Auffahrt genutzt haben. Wir befinden uns wieder am Fuße der Halde mit dem Blick auf den Rhein und den linken Niederrhein.