Uvex Radical Pro – Let’s get radical! Test Sportbrille

Manche Dinge sind manchmal wirklich fast zu schade, um sie selbst zu benutzen! Mit dem Test der Sportbrille uvex radical pro in der Ausführung green-white ist es uns ähnlich ergangen! Die Brille auf dem Riechorgan durch die Gegend transportierend, beneidet man eigentlich irgendwie die Leute, die einem zusehen. Die Sportbrille von uvex ist ein absoluter Blickfang. Doch nicht nur Außenstehende haben einen Nutzen von dieser Brille, sondern auch der Träger selbst – wie wir während des Tests herausgefunden haben.

Ausgeliefert wird die sehr leichte Brille in einem festen Brillenetui, welches die Brille beim Transport in einem Koffer oder Rucksack zuverlässig vor äußerer Gewalt schützt. Neben der Brille finden in dem Etui zwei Paar Wechselgläser Platz, welche lobenswerterweise direkt mitgeliefert werden. So hat man, den Witterungsverhältnissen entsprechend, die Scheibenfarben Mirror Green (stark verspiegelt – Schutzstufe S3), Litemirror Green (leicht grünlich – Schutzstufe S1) und die klaren Scheiben (Schutzstufe S0) zur Auswahl. Das ebenfalls im Etui befindliche Brillensäckchen kann zusätzlich als Putztuch für die Brille verwendet werden.

Der Austausch der Gläser gestaltet sich denkbar einfach. Allerdings muss man hierzu auf die Scheiben greifen – kein wirklicher Nachteil, da man die Scheiben mit dem Brillensäckchen ja wieder putzen kann. Die Passform der Sportbrille ist optimal. Eine Verstellung der Bügel bietet die uvex radical pro allerdings nicht. Die Brille sitzt sehr angenehm und stört nicht, obwohl sie selbst bei ruppigen Passagen nicht verrutscht. Die weichen Bügel passen sich gut dem Kopf an und die griffige Beschichtung auf der Bügelinnenseite tut ihr Übriges.

Der softe und gummierte Nasenbügel lässt sich leicht dem Riechorgan anpassen. Die Sicht ist absolut verzerrungsfrei – für uns eine Selbstverständlichkeit bei uvex! Ebenso selbstverständlich bei uvex ist, dass alle Gläser 100% UV-Schutz bieten und sich an der Brille keine scharfen Kanten finden. Die Scheiben sind gut belüftet, ohne dass ein Windzug die empfindlichen Augen belastet. Die Brillenscheiben sind relativ unempfindlich – obwohl man es auch hier nicht übertreiben sollte mit der Handhabung. So… und jetzt bitte ein Foto, damit wir auch optisch etwas von der Brille haben 😉

Ausführungen: green-white, black-mat, white-lilac, white-red, black
Preis: 79,95 Euro

Ariete Glamour Goggle – Test MX Brille

Seit Ende letzten Jahres fungiert Mefo Sport als Importeur für die italienische Marke Ariete. Bei uns Mountainbikern ist Ariete bis jetzt allerdings eher weniger bekannt – dabei kann Ariete sogar mehrere Weltmeister aufweisen, von MX1 bis zu Enduro. Wir haben uns gedacht, was für einen Weltmeister in Ordnung geht, könnte vielleicht auch uns beglücken! Gesagt, getan und so ging es ab auf den Trail!

Machen wir uns nichts vor, das Auge fährt ja bekanntlich mit. Eine MX-Brille muss neben einer guten Funktion auch optisch ansprechend wirken. Wer will schon das hässliche schnelle Entlein auf dem MTB sein? Das Datenblatt der Ariete Glamour kann sich jedenfalls sehen lassen: Beschusssicheres kratzfestes Anti-Fog-Lexanglas mit Tear-Off-Pins und UV-Schutz sowie ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Was bei der Ariete Glamour auffällt, hier wurde nicht nur der Rahmen farblich schön gestaltet, sondern man hat sich auch beim Rahmendesign seine Gedanken gemacht. Mit den beiden Zacken im Bereich des Nasenrückens wirkt die Brille schon fast zornig, dazu kommen die dominanten Luftkanäle, welche das Strömungsverhalten des Fahrtwindes beeinflussen und so eine bessere Belüftung der Brille bewirken.

Das erste Überstreifen der Brille über den Helm lässt allerdings Skepsis aufkommen. Die Befestigung der Tear-Off Pins ist überdimensional groß und stört somit empfindlich den Seitenblick. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass auf der Abfahrt dann doch keine wesentliche Beeinträchtigung des Sichtfeldes bemerkbar war – wir Downhiller haben anscheinend doch einen starren Blick auf und für das Wesentliche! Wem das doch ein Dorn im Auge sein sollte, der kann die Pins mit ein wenig Fingerakrobatik entfernen – die Pins sind nur mit einer Drehung aufgesetzt und gesichert – ebenso lassen sich die Pins wieder einsetzen. Beim Entfernen der Pins bleiben jedoch je Pin drei kleine Löcher zurück, das ist natürlich nicht ganz optimal. Das Brillenglas lässt sich ohne Probleme dem Rahmen entnehmen und so gegen andere Gläser austauschen. Wer schon mal vergeblich ein Ersatzglas für seine MX-Goggle gesucht hat, wird die Ariete zu schätzen wissen. Der Handel bietet genug Ersatzgläser an und es passen auch die Gläser der anderen Ariete MX-Brillen.

Was sehr gut gefällt und absolut Sinn macht sind die Einkerbungen des Innenrahmens im Bereich der Nase. Der Rahmen passt sich sehr gut der Gesichts- und Nasenform an. Der Brillenrahmen ist dank der großen Belüftungslöcher und des Designs gut belüftet. Die ergonomische Form und der weiche Schaumstoff sorgen ihrerseits ebenfalls für einen hohen Tragekomfort. Das Gummiband besitzt natürlich einen Silikonstreifen, um ein Abrutschen vom Helm zu verhindern. Das Einstellen des Gummibandes bereitet ebenfalls keine Probleme, aber das setzen wir auch voraus.

Fazit:

Die Ariete Glamour vereint ein durchdachtes Design mit Tragekomfort und Funktionalität. Schöne Detaillösungen wie die Einkerbungen im Bereich der Nase werden sicherlich Nachahmer finden.

Preis: Knapp 57 Euro

Vertrieb: Mefo Sport – www.mefo.de

Uvex FP 501 Supercross Goggle – Die MX-Brille im Test

Welcher Brillenträger nutzt zum Putzen der Brille nicht bewusst die Kondensation? Die Brille wird angehaucht und dann mit einem feinen Tuch nachgeputzt. Genau dieser „erwünschte“ Effekt des Kondensierens sorgt bei unserem Sport für die größten Probleme – bis hin zur Gefahr eines Sturzes. Eine beschlagene Scheibe, ein absoluter Graus! Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir euch schon vor einer langen Zeit ein wirksames Mittel gegen diese Gefahr vorgestellt, in diesem Winter hatten wir das Vergnügen mit der Uvex FP 501 Supercross.

Werbewirksam werden Schokoriegel umbenannt, Packungsinhalte werden bei gleicher Verpackungsgröße minimiert und auch sonst unternehmen die Werbestrategen alles, um die Kunden zu locken, manchmal auch ein klitzekleines bisschen zu täuschen und letztendlich das Geld aus den Taschen zu ziehen. Mit der Uvex F 501 Supercross hatten wir vor einer langen Zeit eine MX-Brille im Test, die sehr überzeugen konnte – vom Tragegefühl über die Optik bis zur Funktion. Eigentlich sollte man vermuten, die neue FP 501 Supercross müsste eine furiose Namensänderung genießen, aber dem ist nicht so. Schnell merkt man, dass dieses auch gar nicht nötig ist! Die neue Goggle kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen – auch ohne werbewirksame Wortklaubereien! Die Firma Uvex entwickelt schon seit Ewigkeiten Brillen im Bereich Ski und MX und hat somit Erfahrungen gesammelt, von denen wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Vorweg sei schon angemerkt, dass es bei der FP 501 Supercross nichts zu meckern gibt. Vielleicht nur die Tatsache, dass die gewünschte oben beschriebene Putzaktion nicht durchführbar ist – die Brille will einfach nicht beschlagen!

Damit ist für uns einer der wichtigsten Kriterien bereits vollstens erfüllt. In ungünstigen Situationen bei Eiseskälte, nach einem Run schwer atmend, zeigt auch die Uvex FP 501 Supercross den Anflug eines Beschlagens, welcher aber sofort wieder verfliegt. Wir wissen nicht mit was die Scheiben bei der Produktion benetzt wurden, aber es funktioniert ganz hervorragend. Der Aufdruck „super antifog“ ist also nicht übertrieben. Die Scheibe ist natürlich ein ganz elementarer Bestandteil einer MX-Goggle, neben dem Rahmen natürlich. Und genau dieser Scheibe hat sich Uvex sehr angenommen. Die bereits beschriebene Antifog Beschichtung ist excellent, aber auch die anderen Eigenschaften der Scheibe sind überzeugend. Die Sicht ist erstklassig, über das gesamte Sichtfeld sind keine Verzerrungen sichtbar. Auffallend ist auch, dass die Brille nur sehr wenig Licht schluckt. Gerade bei widrigsten Bedingungen, wie zum Beispiel bei wolkenverhangenem Himmel in Waldpassagen, ist das sehr wichtig. Uvex hat dem Kind bzw. der Scheibe dementsprechend auch einen Namen gegeben: uvex supravision triflex.

Das Sichtfeld der Uvex FP 501 ist sehr gut, die Brille passt hervorragend zu herkömmlichen Fullfacehelmen, womit wir schon beim Thema Rahmen wären. Der Rahmen unterstützt mit seiner guten Belüftung die Antifog Funktion der Scheibe. Die Belüftung ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen dem Hitzetod in der Brille, dem Anlaufen der Scheibe und entgegengesetzt der Zugluft. Ein schmaler Grat, auf dem die Uvex gekonnt langtänzelt, daneben hat man der FP 501 Supercross eine schöne, aber nicht zu schrille Optik verpasst! Die Goggle sitzt sehr angenehm, der für die Gesichtsauflage verwendete profilierte Schaumstoff bietet einen hohen Komfort. Das Brillenband besitzt drei Silikonstreifen, die ein Abrutschen der Brille vom Helm verhindern. Das Brillenband lässt sich natürlich an den Umfang des Helmes anpassen, aber das sollte nicht weiter erwähnenswert sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das „Grundmodell“ der Uvex FP 501 gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, die Supercross gibt es alleine schon in mehreren Varianten. Eine Sache noch, die man nicht unerwähnt lassen sollte: Die Brille ist „Made in Germany“. Auch dafür den Daumen nach oben!

Fazit:

Ein Qualitätsprodukt „Made in Germany“! Sehr empfehlenswert!

Preis: 49,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Uvex Maxx – Test Sportbrille – Wer wird denn aus dem Rahmen fallen?

Abseits der festgetretenen und etablierten Pfade im Bereich der Sportbrillen schreitet Uvex mit der Sportbrille Maxx. Wo andere Hersteller mit Wechselgläsern, Wechselnasenbügeln und Wechsel-wer-weiß-was dicke Geschütze auffahren, präsentiert sich die Uvex Maxx sehr schlicht – man könnte schon sagen puristisch! Nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ zeigt sich die Uvex Maxx selbstsicher und chic – und das Ganze zu einem Preis von knapp 30 Euro. Der Preis ist heiß, aber kann die preiswerte Uvex auch noch mit anderen Eigenschaften punkten?

Der Preis ist natürlich heiß, ebenso wie die Optik der Maxx. So puristisch diese Brille auch sein mag, beim Style hat Uvex nicht gespart. Die Maxx ist anders, sie besitzt keinen Rahmen und keine (einzelnen) Gläser, sie ist rahmenlos oder besser gesagt, der Rahmen und die Gläser bilden eine Einheit. Durch diese Form bietet sich natürlich eine ganz besondere Optik – mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Somit ist schon klar, dass man bei verschiedenen Lichtbedingungen mit einer Brille nicht auskommt. Das sollte kein Problem sein, die Uvex Maxx gibt es in folgenden Ausführungen: Black, brown, orange und clear. Diesbezüglich bleiben schon mal keine Wünsche offen – auch wenn man so mit einer einzigen Brille wohl nicht auskommen wird. Die Uvex Maxx sitzt angenehm und verrutscht nicht, sofern sie von Anfang an passt. Leider bietet Uvex die Maxx nur in einer Größe an, zudem lässt sich die Brille nicht weiter einstellen. Die Brillenbügel passen sich optisch hervorragend in das Gesamtbild der stylischen Brille ein, auf der Nase sitzend wirkt die ganze Brille wie aus einem Guss. Punkten kann die Brille neben dem Gewicht auch mit den soften Bügelenden – nichts drückt oder verrutscht. Weshalb Uvex den Nasenbügel nicht ebenso gummiert hat, steht für uns allerdings in den Sternen.

Das Sichtfeld ist ausgezeichnet und verdient höchstes Lob. Trotz der starken Krümmung der Linse(n) bzw. der Brille bleibt die Sicht absolut verzerrungsfrei. Uvex wirbt nicht nur mit dem Motto „Uvex – Protecting people“, sondern sorgt auch bei der Maxx mit 100% UV-Schutz für den Schutz der Augen – mal ganz abgesehen vom Schutz vor Zugluft. Diesbezüglich gibt es von unserer Seite volle Punktzahl. Doch ein sehr wichtiges Kriterium war für uns auch die Beschlagfreiheit der Maxx. Im Winter musste sich die Uvex den harten Bedingungen stellen. Zum Testende hatten wir ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachend deshalb, weil die Beschlagfreiheit der Maxx wirklich ganz hervorragend ist. Selbst unter widrigsten Bedingungen, mit erhöhter Atmung bei Tiefstwerten weit unter Null Grad und gleichzeitiger Beeinträchtigung der Luftzirkulation durch eine Gesichtsmaske, kann die Antifog Beschichtung wirklich überzeugen. Da haben die Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet! Kommen wir aber noch zum weinenden Auge! Leider scheint die Uvex Maxx das Streusalz von den Streudiensten im Winter nicht zu verkraften, die Beschichtung warf Blasen und löste sich. Das sollte und darf natürlich nicht sein. In so einem Fall würde man dann natürlich gerne die Gläser wechseln…

Fazit

Die Uvex Maxx sieht chick aus, ist preisgünstig, bietet 100% UV-Schutz und ist zudem mit einem Preis von knapp 30 Euro wirklich preiswert. Durch unsere Erfahrungen im Winter können wir der Brille aber leider nur eine bedingte Empfehlung aussprechen!

Preis: 29,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de

Swiss Eye Gardosa – Ein vermeintlicher Schweizer im Test

Dieses Jahr steht bei uns ganz im Zeichen des Auges! Das Team der Fraktur wird dieses Jahr mächtig ein Auge werfen – und zwar auf Rad- und Sportbrillen! Doch nicht ist immer alles so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Das trifft auch auf die Firma Swiss Eye zu. Swiss Eye ist entgegen aller Vermutungen kein Unternehmen aus der Schweiz, sondern aus Deutschland. Die erste Brille des Unternehmens wurde in der Schweiz produziert und aufgrund dessen wurde der Firmenname gewählt. Swiss Eye bietet mittlerweile eine Unmenge von Brillen an, wir haben uns für das Modell Gardosa entschieden. Ein vermeintlicher Schweizer im Test!

Ja, die Schweiz und die Schweizer! Bekannt für ihre Klappmesser, als Paradies für Steuerflüchtlinge, für leckere Schoki und natürlich für ihre Liebe zur Präzision. Natürlich lässt jede Firma gerne ihre Produkte mit dem letzten Punkt assoziieren. Bei Swiss Eye trägt der Name sicherlich nicht unerheblich dazu bei, auch wenn die Brillen nicht mehr in der Schweiz produziert werden. Kann die Gardosa wirklich halten, was man sich von der Brille, dem Namen und dem Preis von knapp 90 Euro verspricht? Sicherlich keine leichte Aufgabe! Die Gardosa hat eigentlich die schlechtesten Vorraussetzungen vorgefunden, die eine Brille nur haben kann. Schnee, Kälte und Salz vom Streudienst können einer Brille schon mächtig zu schaffen machen, das haben wir bei einer anderen Brille im Rahmen unserer kleinen Testreihe selber erlebt. Ein sehr wichtiges Kriterium war die Antifog Eigenschaft der Brille. Ausgangsposition war, dass wir bei langsamen Fahrten mit erhöhter Atmung durch starke Belastung oft genug blind durch die Gegend geirrt sind – wenig prickelnd, wenn dies kurz vor Kurven oder Hindernissen passiert. Bei der Gardosa erhofften wir uns Besserung. Doch erstmal durchatmen und ganz langsam der Reihe nach!

Bei der Gardosa erhält man die Brille nicht nur in einem Säckchen, sondern zudem in einem schönen Etui, welches neben der Brille noch die Wechselgläser enthält, welche allesamt wieder einzeln in kleinen Täschchen verpackt sind, um diese zu schonen. Das gefällt natürlich schon sehr gut. So kann man seine Brille auch mal in einer viel zu vollgestopften Reistasche oder in einem überquellenden Koffer verstauen, ohne die Brille ungewollt direkt in alle Einzelteile zu zerlegen. Zum Lieferumfang gehören neben dem Brillenrahmen die Gläser in klar, gelb und getönt. Die Gläser sind Antifog beschichtet und erwiesen sich im Test als recht unempfindlich. Auch hier ein Plus von unserer Seite. Bei den Gläsern handelt es sich um Einzelgläser, also nicht um ein durchgehendes Brillenglas. Die Montage und Demontage der Brillengläser ist unkompliziert, allerdings darf man auch nicht zu zimperlich sein. Die entstehenden Fettfinger auf den Gläsern sind zwar ärgerlich, aber lassen sich durch das mitgelieferte Brillensäckchen aus Mikrofaser schnell entfernen. Die Antifog Beschichtung kann begeistern, im normalen Betrieb funktioniert das System sehr gut. Lediglich bei Unterbrechung oder Einschränkung der Luftzirkulation, wie zum Beispiel beim Tragen der Brille in Verbindung mit einem Fullface Helm oder, noch schlimmer, beim Tragen einer Goretex Maske, beschlägt auch die Gardosa unter widrigen Umständen.

Die Passform der Gardosa ist sehr gut. Die aerodynamische Form, das geringe Gewicht und die gummierten Bügel verleihen der Brille ein angenehmes Tragegefühl, nichts drückt, auch nicht beim Tragen eines Fullface Helmes. Wichtig ist, dass diese Brille von Anfang an sitzt, da es keinerlei Verstellmöglichkeiten und auch keine weiteren Größen gibt. Das Sichtfeld ist ausgezeichnet, keine Verzerrungen stören den Blick. Die Augen werden nicht nur gut vorm Fahrtwind geschützt, sondern dank des 100% igen UVA- UVB- und UVC-Schutzes auch langfristig geschützt. Besonders angetan hat es uns die Ausführung der Gardosa in white/red, es gibt aber auch noch die Brille in black, in grey und in blue sky/white…auch sehr fein 🙂 Trotz aller Strapazen hat sich die Gardosa im Test sehr gut geschlagen. Lediglich die Schräubchen der Brillenbügel haben sich gelöst und mussten nachgezogen werden. Natürlich könnte man jetzt noch anführen, dass ein Klicksystem zur Bügelhalterung, ein austauschbarer Nasenbügel und eine Vorrichtung für Korrekturgläser schön wären, aber für Brillen, welche diese Kriterien erfüllen, muss man deutlich mehr auf die Ladentheke legen als die knappen 90 Euro für die Gardosa.

Die gute Passform, das phatte Erscheinungsbild, die gute Verarbeitung, die sehr guten Gläser und nicht zuletzt unsere positiven Erfahrungen lassen nur ein Fazit zu: Empfehlenswert!

Preis: 89,90 Euro

Mehr Infos unter www.swisseye.com

O’Neal Blur B1 Goggle – Von wegen Unschärfe!

Blur – Das heißt eigentlich Unschärfe! Nach dem Test der Blur B1 dürfen wir behaupten, dass weder die Sicht durch die Brille noch das Erscheinungsbild diesem Namen gerecht werden. Neben den unifarbenen Rahmen gesellen sich so geil designte Rahmen, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Extrem scharf! Und fast zu Schade für den Einsatz bei Matsch und Modder. Doch es hilft ja alles nichts! Wir haben uns mit dem Modell „Hurricane“ dann doch ins matschige Elend gestürzt.

Eigentlich schade, dass man, sobald man sich die Brille überstreift, die geile Optik der B1 den Außenstehenden überlässt. Damit man selber dennoch auch in vollen Zügen von dieser Brille profitiert, bietet die Blur B1 Goggle dem Träger so einige nette Dinge. Darunter zählt erstmal die gute Passform und das angenehme Tragegefühl. Der Rahmen der B1 ist ergonomisch geformt, sehr leicht und natürlich belüftet. Der Schaum ist angenehm auf der Haut zu tragen und saugt den Schweiß auf. Die Sicht durch die Brille zeigt weder Verzerrungen noch Unschärfe.

Das Brillenglas ist Antibeschlag beschichtet, was auch sehr gut funktioniert. Lediglich in langsamen Passagen kann bei erhöhter Anstrengung das Brillenglas leicht beschlagen, wenn es draußen nasskalt ist. Durch die Beschichtung des Glases wird die Sicht allerdings sehr schnell wieder freigegeben. Das Brillenglas außen ist kratzfest, auch da gibt es nichts zu meckern, nur auf der Innenseite ist etwas mehr Vorsicht geboten. Für uns allerdings kein Kritikpunkt, da einem der Dreck ja immer von außen auf das Glas geworfen wird. Nach dem Abstreifen der Brille sollte zur Aufbewahrung sowieso der mitgelieferte Mikrofaserbeutel verwendet werden, welcher auch gleichzeitig als Putztuch fungiert. Wer gerne mit Abreißfolie fährt, kein Problem, die Pins für Abreißfolien sind vorhanden.

Das Brillenband ist innen mit einem breitem Silikonstreifen beschichtet, welches ein Abrutschen des Bandes vom Helm zuverlässig verhindert. Die Blur B1 ist neben den Standardfarben auch noch in den Modellen Hustler, Kariert und Klar erhältlich. Der Preis für die unifarbene B1 beträgt 39,90 Euro, der Preis für die designte B1 beträgt 49,90 Euro. Die Gläser sind in weiteren Tönungsfarben verfügbar, der Preis liegt so um die 8 Euro.

Vertrieb: 2Wheel-Distribution (www.2wheel-distribution.com)

Mehr Infos unter www.oneal-europe.com

Adidas Agilis (a163) – Test Multisportbrille – Wir werden sehen!

Ich gebe es zu! Ich war ein bekennender Anhänger der Billigst-Sportbrillen-Fraktion vom Discounter nebenan! Jahrelang war ich glücklich und bescheiden zugleich, für läppische 1 bis 3 Euro (das war schon das Deluxe-Modell mit den auswechselbaren Gläsern) schlug ich bei jeder Sonderaktion sofort zu. Die Grundfunktionen werden bei diesen Brillen auch erfüllt – was spricht dann also für eine Brille wie die Adidas Agilis, die direkt mit 145 Euro zu Buche schlägt? So viel sei gesagt…eigentlich alles!

Es ist wie mit dem Fahrrad. Sicherlich kann man auch mit dem Drahtesel vom Supermarkt diverse Dinge wie Einkäufe oder ähnliches erledigen. Wenn man es dabei belässt, ist es auch mehr als in Ordnung. Aber seien wir ehrlich, wer von uns würde damit im Bikepark abrocken wollen? Das ist aber okay, dafür wurde es ja auch nicht gebaut! Doch kommen wir zurück zur Brille und der Agilis, der neuen Multisportbrille von Adidas, quasi das Bigbike unter den Brillen. Genauso souverän verhält sich die Brille auch. Der Sitz der Brille ist gut, die weiche druckfreie Nasenauflage passt sich gut dem Nasenrücken an und lässt sich zusätzlich noch verstellen. Zusammen mit den rutschfesten Bügeln kann auch ruppiges Gelände die Brille nicht erschüttern. Um eine optimale Passform zu ermöglichen, kann der Winkel bzw. der Einfallwinkel der Sonne dreistufig angepasst werden. Auffallend sind die sehr flexiblen Bügel, die bei uns einiges erleiden mussten. Damit bei zu hoher Belastung nicht doch noch die Brille zu Schaden kommt, bietet die Adidas Agilis einen Auslösemechanismus der Scharniere – das kennen wir auch schon von der Adidas Evil Eye. Keine Sorge, die Bügel lassen sich schnell und einfach wieder einsetzen. Bereits bei diesen Punkten muss die Billigstbrille vom Discounter natürlich passen.

Weiter geht es mit den Gläsern, welche bei der Adidas aus bruchfestem Polycarbonat mit 100% UV-Schutz bestehen. Da man leider nicht immer die größte Sorgfalt walten lassen kann, wenn man mit dem Bike unterwegs ist, zeigen sich schnell Spuren am Glas. Hier kann die Agilis ebenfalls begeistern, die nicht jede Fremdberührung und unsachgemäße Behandlung direkt mit einem Kratzer quittiert. Die Adidas ist in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich, ebenso verhält es sich mit den Gläsern, die sich schnell und einfach wechseln lassen. Auch wenn Adidas mit einer Beschreibung bezüglich des Glaswechsels sehr sparsam ist, können wir hier sagen: Ein Kinderspiel! Die Gläser werden einfach aus dem Rahmen herausgedrückt, das Einsetzen der neuen Gläser erfolgt dementsprechend durch Hereindrücken. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Übung schafft man es, zumindest beim Einsetzen nur den Rand der Gläser zu berühren. Wichtig sind natürlich für uns die Eindrücke beim Fahren! Wie bereits erwähnt ist die Agilis rutschfest, harte Trails oder Jumps können also bedenkenlos angegangen werden. Die Brille ist stark gewölbt, bietet somit ein weites Blickfeld und hält alles vom Auge fern, was da nicht hingehört. Die Belüftung funktioniert, ohne das Zug auf die Augen kommt und diese dann tränen.

Der Blick durch die Brille stellt sich verzerrungsfrei dar und was vor allem bei widrigen Verhältnissen stark auffällt ist die Kontraststärke. Während viele andere Brillen mit getönten Gläsern das Umfeld einfach nur in eine dunkle undefinierbare Pampe tauchen, war bei der Adidas alles eindeutig zuzuordnen: Blätter, Äste, Steine, selbst die Farben kommen fantastisch rüber. Brillenträger mit einer Sehschwäche werden bei der Adidas ebenfalls fündig, als Ergänzung gibt es spezielle Korrekturgläser. Doch auch bei der Agilis finden sich Schwächen. Die Evil Eye weist einen Schweißblocker auf, den wir bei der Agilis schmerzlich vermissen. Gerade bei unseren Tests im Süden Frankreichs wäre das eine große Hilfe gewesen und hätte den Tragekomfort noch erhöht. Wir haben die Brille natürlich nicht mit Samthandschuhen angepackt, dennoch zeigte sich die Agilis sehr hart im Nehmen. Lediglich an einer kleinen Stelle löste sich durch den permanenten Glaswechsel etwas die Farbe des Rahmens. Zweifelsohne eine Brille, die ihr Geld wert ist und zudem auch noch sehr chic aussieht!

Mehr Infos unter www.adidas.com/eyewear

Alpina Kosmic – Test – Die Sportbrille mit hohem Stylefaktor!

Im Moment kann man sie scharenweise sehen. Unaufhaltsam kommen sie dir entgegegen, um dir im letzten Moment auszuweichen…oder auch nicht. Nein, hier ist nicht von Mücken oder Fliegen die Rede, sondern von Bikern. Biker, die mit zusammengekniffenen Augen, sei es wegen der Sonne oder den gerade erwähnten Mücken oder Fliegen, fast blind ihren Weg suchen. Das muss nicht sein, eine Brille wirkt hier Wunder…so wie die Alpina Kosmic!

Guter Schutz und perfekte Sicht kann so einfach sein…und das auch noch gepaart mit einem hohen Stylefaktor – nicht dass wir Biker nicht eitel wären! Doch das alleine macht natürlich noch keine gute Brille aus. Wichtig ist natürlich eine gute Passform, die Brille muss gut sitzen und sollte nicht drücken oder stören. Auch hier kann die Alpina Kosmic voll punkten. Bei Fahrten im ruppigen Gelände bleiben Brille und Biker ebenso souverän und cool wie beim anschließenden Besuch im Biergarten.

Da die Geschmäcker natürlich verschieden sind, ist die Kosmic in verschiedenen Rahmenfarben und Linsenausführungen erhältlich. Bei der abgebildeten Brille handelt es sich um die Rahmenfarbe black-silver und der Linsenausführung „Ceramic“ in black gradient. Absolut nicht vergessen sollte man den Sicherheitsfaktor! Neben dem UV-Schutz zu 100% sind die hartbeschichteten Gläser bruchfest. Linsen mit der Varioflex-Technologie sind zudem automatisch tönend. Der Preis der Alpina Kosmic beträgt je nach Ausführung zwischen 35 und 60 Euro (mit den Varioflex-Linsen).

Und wehe, jetzt kommt uns noch mal einer mit zusammengekniffenen Augen entgegen 😉

Mehr Infos unter www.alpina-eyewear.de