Wenn am zweiten Septemberwochenende wieder rund 2.000 Mountainbiker aus ganz Europa in die Vulkaneifel strömen, gibt es dafür nur einen Grund: Der VulkanBike Eifel-Marathon lädt am 12. September 2026 zu seiner neuesten Auflage. Rund um die „VulkanBike-Hauptstadt“ Daun wartet auf die Fahrer eines der landschaftlich schönsten und sportlich anspruchsvollsten Event-Highlights Deutschlands.
Die nackten Zahlen des Trailparks Vulkaneifel lassen das Herz jedes Offroad-Fans höherschlagen: 850 Trail-Kilometer und stolze 19.500 Höhenmeter stehen Bikern für unvergessliche Touren bereit. Für das Event selbst haben die Macher um Orga-Leiter Markus Appelmann wieder ein Strecken-Line-up aus dem Ärmel geschüttelt, das vom Genussbiker bis zum absoluten Vollprofi jeden glücklich macht.
Grenzenloses Bikevergnügen auf den Trail-Klassikern
Wer die ultimative Herausforderung sucht, wirft sich auf die Ultra-Marathon-Distanz: Satte 101 Kilometer und 2.400 Höhenmeter verlangen den Beinen alles ab. Wer es etwas kompakter, aber nicht minder intensiv mag, wählt zwischen dem Marathon (90 km), dem Halbmarathon (65 km) oder dem schnellen Sport-Track (38 km). Auch Gravelbiker und E-MTB Rider kommen voll auf ihre Kosten. Und wer ganz ohne Zeitjagd das Panorama der Maare genießen möchte, rollt entspannt auf der GesundLand-Strecke (25 km / 550 hm) mit.
Die Anmeldung für den VulkanBike Eifel-Marathon 2026 läuft bereits auf Hochtouren.Alle Infos zu den Strecken, Startzeiten und der Anmeldung findet ihr direkt unter vulkan.bike.
Während die Eifel mit ihren erstklassig ausgebauten Radfernwegen eine perfekte Infrastruktur für das reine Kilometermachen bietet, zeigt sich die Herausforderung beim Bikepacking oft im Detail – besonders im Hitzesommer. Wer jedoch weiß, wo die legalen Oasen liegen, kann das Abenteuer Bikepacking perfekt mit erfrischenden Badestopps und erstklassigen Zeltnächten direkt am Wasser verbinden. Schnapp dir also deine Packtaschen, plan die Route und ab auf die Trails.
Die Eifel ist im Sommer ein absoluter Traum für Bikepacker und Gravel-Enthusiasten. Wer stundenlang im Sattel sitzt, träumt allerdings irgendwann nur noch von einer eiskalten Erfrischung. Doch die Enttäuschung ist leider oft vorprogrammiert: Viele idyllische Gewässer entpuppen sich als streng geschützte Naturschutzgebiete – Baden verboten! Damit deine Tour nicht zum Frust-Trip wird, verraten wir dir die besten Seen der Eifel, an denen du nicht nur legal abtauchen, sondern am Abend auch direkt das Zelt am Wasser aufschlagen kannst.
1. Comeback des Klassikers: Der Kronenburger See (Kronenburg / Dahlem)
Bikepacker, die im tiefen Süden der Nordeifel unterwegs sind, dürfen aufatmen. Nach einer aufwendigen, jahrelangen Sanierung der Staumauer infolge der Flutkatastrophe 2021 ist der Badebetrieb am Kronenburger See wieder offiziell und in vollem Umfang freigegeben. Auch wenn der alte Wasser-Seilgarten der Vergangenheit angehört, bieten die weitläufigen Liegewiesen und das klare Wasser die perfekte Regeneration für müde Radlermuskeln.
An welchem Radweg liegt’s? Der See ist ein strategischer Volltreffer für Radtourenfahrer. Er liegt unmittelbar an der Kyll-Radroute (einer der absoluten Hauptschlagadern für Bikepacking von Belgien bis nach Trier) und ist zudem perfekt über den Tälerroute-Radweg erreichbar.
Erfrischungs-Fakten: Die Nutzung der Freizeitanlage und das Baden sind absolut kostenlos. Vor Ort gibt es zudem sanitäre Anlagen und gastronomische Angebote für den schnellen Kaloriennachschub.
Overnight-Check (Camping): Direkt am Gewässer befindet sich der Campingpark Kronenburger See. Der Platz ist offiziell „Bett+Bike“-zertifiziert und extrem fahrradfreundlich eingestellt. Es gibt eine separate, wunderschöne Zeltwiese. Der absolute Luxus für Bikepacker: Ein abschließbarer, überdachter Fahrradraum sowie ein Aufenthaltsraum, falls am Sommerabend doch mal ein Gewitter aufzieht.
Unsere Andrea auf dem Weg durch die Eifel Toskana in Richtung Ahr und Freilinger See
2. Das Wald-Idyll für Genießer: Freilinger See (Freilingen / Blankenheim)
Wer den Staub der Trails abschütteln und Ruhe abseits des Massentourismus sucht, ist am Freilinger See goldrichtig. Eingebettet in dichten Wäldern besticht dieser künstlich angelegte See seit Jahren durch eine herausragende Wasserqualität. Die weitläufigen Liegewiesen bieten viel Schatten unter alten Bäumen – perfekt, um die strapazierten Beine hochzulegen und den Puls nach den Eifel-Anstiegen zu beruhigen.
An welchem Radweg liegt’s? Der See liegt zwar nicht direkt am Ahr-Radweg, ist von dort aber sehr gut erreichbar. Auch Bikepacker, die die anspruchsvollen Höhenzüge der Querverbindungen zwischen Erft- und Kyll-Radroute via Blankenheim bezwingen, steuern das Gewässer fast automatisch an.
Erfrischungs-Fakten: Der Zugang zum See und das Baden sind komplett kostenlos. Ein Kiosk mit angeschlossener Grillhütte sorgt dafür, dass kalte Getränke und Snacks griffbereit sind.
Overnight-Check (Camping): Nur wenige Gehminuten vom Ufer entfernt liegt das mehrfach ausgezeichnete „Eifel-Camp“ Freilinger See. Für Bikepacker haben die Betreiber hier ein echtes Ass im Ärmel: Die sogenannte „Bachwiese“. Diese großzügige, extrem ruhig gelegene Zeltwiese schmiegt sich direkt an einen kleinen Bachlauf unterhalb des Staudamms. Ein Koch- und Spülhaus sowie Sanitäranlagen befinden sich in unmittelbarer Nähe, sodass der Komfort trotz Wildnis-Feeling nicht zu kurz kommt.
3. Abkühlung im Vulkankrater: Die Maare bei Daun (Gemündener & Schalkenmehrener Maar)
Einmal im Krater eines erloschenen Vulkans abzutauchen, gehört auf jede Eifel Bikepacking-Bucket-List. Die Dauner Maare bieten dafür die spektakulärste Kulisse. Während viele Maare aus Gründen des strengen Naturschutzes komplett für Schwimmer gesperrt sind, haben das Gemündener Maar und das Schalkenmehrener Maar jeweils ein offizielles Naturbad integriert. Das Wasser ist tiefblau und bietet selbst im Hochsommer eine fantastische Erfrischung.
An welchem Radweg liegt’s? Diese beiden Spots sind ein absoluter Pflichtstopp für alle, die auf dem legendären Maare-Mosel-Radweg oder dem Kosmosradweg unterwegs sind. Auch vom Kyll-Radweg aus lässt sich ein toller, wenn auch knackiger Schlenker einbauen.
Erfrischungs-Fakten: Da es sich um offiziell bewirtschaftete Naturbäder mit erstklassiger Infrastruktur (Umkleiden, Steganlagen, Lebensrettern und Kiosk) handelt, wird ein kleiner, absolut fairer Eintritt erhoben. Das Geld ist für den Erhalt dieser Naturwunder bestens angelegt.
Overnight-Check (Camping): Direkt am Ufer des Schalkenmehrener Maars liegt der urige „Camping am Maar“, der an das örtliche Hotel Schneider angegliedert ist. Für die rund 10 Zeltstellplätze ist allerdings keine Vorab-Reservierung möglich: Bikepacker melden sich vor Ort an der Hotelrezeption – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Platz bietet moderne Sanitäranlagen sowie Waschmaschinen und Trockner, was nach einer schweißtreibenden Eifel-Vulkantour ein echter Segen für die Radklamotten ist.
4. Das „Eifeler Meer“ für Kilometerfresser: Der Rursee (Nordeifel)
Wer den Nationalpark Eifel durchquert, kommt an diesem gigantischen Gewässer nicht vorbei. Der Rursee ist einer der größten Stauseen Deutschlands und eine absolute landschaftliche Wucht. Da das riesige Gewässer jedoch strengen Nutzungs- und Naturschutzregeln unterliegt, ist wildes Baden tabu. Für Bikepacker gibt es aber zwei legale Hotspots, die sich perfekt in eine Tour integrieren lassen: das Naturfreibad Rurberg und der Sonnenstrand Eschauel. Während Rurberg eine riesige, entspannte Liegewiese direkt am Biketrail bietet, kommt am Sonnenstrand Eschauel (Nideggen) mit echtem Sandstrand und dem dazugehörigen Beach Club echtes Urlaubsfeeling auf.
An welchem Radweg liegt’s? Beide Spots liegen wie Perlen auf der Schnur direkt an der landschaftlich grandiosen RurUfer-Radroute. Wer die anspruchsvollen Höhenmeter rund um den Nationalpark hinter sich gebracht hat, rollt hier direkt auf die Uferpromenade.
Erfrischungs-Fakten: Das Naturfreibad im Rurseezentrum Rurberg ist komplett kostenlos zugänglich. Am Sonnenstrand Eschauel zahlt man ebenfalls keinen Eintritt für den Strand an sich, kann sich dafür aber im Beach Club mit einem eiskalten Getränk belohnen.
Overnight-Check (Camping): Am Rursee haben Radler die Qual der Wahl. Der beste Tipp für Bikepacker ist der „Camping Rursee“ in Simmerath-Rurberg. Er liegt direkt an der RurUfer-Radroute und bietet einen wunderschönen, naturnahen Zeltbereich. Wer es noch eine Spur uriger mag, steuert die „NabeDi-Zeltwiese“ in der Woffelsbacher Bucht an. Von dort aus hat man beim Zeltaufbau den perfekten Blick aufs Wasser. Tipp: Da die Plätze am Rursee heiß begehrt sind, lohnt sich in der absoluten Hochsaison ein kurzer Blick auf den Online-Belegungskalender vor der Anreise.