Cratoni Crush Sportbrille: Das Leichtgewicht im Test

Mit dem Brillen-Modell Crush spricht der bekannte deutsche Markenhersteller Cratoni Profis und ambitionierte Sportbegeisterte an, die auf der Suche nach einer leichten und stylischen Sportbrille sind. Im Rahmen unseres Brillentests haben wir natürlich ein genaues Auge auf die Cratoni Crush geworfen. Womit das Leichtgewicht punkten kann und wo wir Verbesserungsbedarf sehen erfahrt ihr hier bei uns auf der Fraktur.

Beim Gewicht verspricht Hersteller Cratoni nicht zu viel – oder sagen wir lieber zu wenig. Eine genaue Angabe sucht man bei der Artikelbeschreibung zwar vergebens, aber hier können wir nachhelfen: Lediglich 25 Gramm bringt die Sportbrille auf die Waage. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann. Optisch ist die Cratoni Crush für unseren Geschmack sehr gelungen. Das Design ist frech, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die Verarbeitung überzeugt ebenfalls: Hochwertig und ohne Produktionsrückstände begeistert die Cratoni Crush mit einem edlen Finish.

Ausgeliefert wird die Cratoni Crush Sportbrille mit Softcase, Mikrofaserbeutel sowie insgesamt drei Gläser-Paaren. Neben den im Brillengestell befindlichen, polarisierenden, dunkel getönten Gläsern mit Schutzstufe 3 und 8-18% Lichtdurchlässigkeit liegen zusätzlich Gläser in orange (Schutzstufe 1-2, 43-80% Lichtdurchlässigkeit) und klar zum Auswechseln bei. Schutz vor schädlicher Ultraviolettstrahlung gewährleistet der 100% UV-Schutz. Das Wechseln der Gläser ist recht unkompliziert und geschieht mit nur ein paar Handgriffen innerhalb weniger Sekunden. Dank des mitgelieferten Mikrofaserbeutels können die angegrabschten Gläser direkt wieder gereinigt werden.

Das Blickfeld ist großzügig dimensioniert und frei von Verzerrungen. Sicht und Wahrnehmung gefällt uns bei allen drei Glas-Varianten. Bei den polarisierenden Gläsern wird zudem die reflektierende Lichteinstrahlung gefiltert. In der Praxis zeigt sich dies durch angenehme Kontraststärke und sehr gute Wahrnehmung – der Biker tappt sprichwörtlich nicht im Dunkeln. Lange Freude an der Brille verspricht die kratzfeste Beschichtung, die in unserem Test einiges über sich ergehen lassen musste – übertreiben sollte man die Nehmerqualitäten der Brille allerdings nicht, natürlich hat alles seine Grenzen. Für klare Sicht bei widrigen Bedingungen spendierte Cratoni der Crush zudem eine Anti-Fog Beschichtung – wie bei der Kratzfestigkeit kommt es aber auch hier auf das Maß an.

Die Cratoni Crush gehört zu der Art Brille, die von Anfang an sitzen muss wie ein gutes Paar Schuhe. Aufgrund fehlender Anpassungsmöglichkeiten können keine individuellen Passform-Korrekturen vorgenommen werden. In unserem Fall saß die Brille perfekt – wir konnten im Test weder ein Drücken noch spätere Druckstellen feststellen. Die Gummierung am Nasenbügel sowie an den Brillenbügeln sorgen für einen sicheren und zuverlässigen Sitz der Sportbrille, selbst auf ruppigen und schweißtreibenden Trails. Dank des geringen Gewichts ist die Crush kaum wahrnehmbar. Das Problem Zugluft kennt die Cratoni nicht: Auch nach langen und schnellen Serpentinen-Abfahrten kamen wir ohne tränende oder brennende Augen im Tal an.

Fazit Cratoni Crush Sportbrille

Leichtgewichtige Sportbrille, die mit hoher Verarbeitungsqualität, tollem Design und hochwertigen Gläsern punkten kann. Leider bietet die Cratoni Crush keine Möglichkeiten einer individuellen Anpassbarkeit.

Produktdetails Cratoni Crush

  • Gestell verfügbar in drei Farbkombinationen
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Preis: 79,95 Euro
  • Webseite Hersteller: www.cratoni.com

Uvex Radical Pro – Let’s get radical! Test Sportbrille

Manche Dinge sind manchmal wirklich fast zu schade, um sie selbst zu benutzen! Mit dem Test der Sportbrille uvex radical pro in der Ausführung green-white ist es uns ähnlich ergangen! Die Brille auf dem Riechorgan durch die Gegend transportierend, beneidet man eigentlich irgendwie die Leute, die einem zusehen. Die Sportbrille von uvex ist ein absoluter Blickfang. Doch nicht nur Außenstehende haben einen Nutzen von dieser Brille, sondern auch der Träger selbst – wie wir während des Tests herausgefunden haben.

Ausgeliefert wird die sehr leichte Brille in einem festen Brillenetui, welches die Brille beim Transport in einem Koffer oder Rucksack zuverlässig vor äußerer Gewalt schützt. Neben der Brille finden in dem Etui zwei Paar Wechselgläser Platz, welche lobenswerterweise direkt mitgeliefert werden. So hat man, den Witterungsverhältnissen entsprechend, die Scheibenfarben Mirror Green (stark verspiegelt – Schutzstufe S3), Litemirror Green (leicht grünlich – Schutzstufe S1) und die klaren Scheiben (Schutzstufe S0) zur Auswahl. Das ebenfalls im Etui befindliche Brillensäckchen kann zusätzlich als Putztuch für die Brille verwendet werden.

Der Austausch der Gläser gestaltet sich denkbar einfach. Allerdings muss man hierzu auf die Scheiben greifen – kein wirklicher Nachteil, da man die Scheiben mit dem Brillensäckchen ja wieder putzen kann. Die Passform der Sportbrille ist optimal. Eine Verstellung der Bügel bietet die uvex radical pro allerdings nicht. Die Brille sitzt sehr angenehm und stört nicht, obwohl sie selbst bei ruppigen Passagen nicht verrutscht. Die weichen Bügel passen sich gut dem Kopf an und die griffige Beschichtung auf der Bügelinnenseite tut ihr Übriges.

Der softe und gummierte Nasenbügel lässt sich leicht dem Riechorgan anpassen. Die Sicht ist absolut verzerrungsfrei – für uns eine Selbstverständlichkeit bei uvex! Ebenso selbstverständlich bei uvex ist, dass alle Gläser 100% UV-Schutz bieten und sich an der Brille keine scharfen Kanten finden. Die Scheiben sind gut belüftet, ohne dass ein Windzug die empfindlichen Augen belastet. Die Brillenscheiben sind relativ unempfindlich – obwohl man es auch hier nicht übertreiben sollte mit der Handhabung. So… und jetzt bitte ein Foto, damit wir auch optisch etwas von der Brille haben 😉

Ausführungen: green-white, black-mat, white-lilac, white-red, black
Preis: 79,95 Euro

Uvex Maxx – Test Sportbrille – Wer wird denn aus dem Rahmen fallen?

Abseits der festgetretenen und etablierten Pfade im Bereich der Sportbrillen schreitet Uvex mit der Sportbrille Maxx. Wo andere Hersteller mit Wechselgläsern, Wechselnasenbügeln und Wechsel-wer-weiß-was dicke Geschütze auffahren, präsentiert sich die Uvex Maxx sehr schlicht – man könnte schon sagen puristisch! Nach dem Motto „weniger ist manchmal mehr“ zeigt sich die Uvex Maxx selbstsicher und chic – und das Ganze zu einem Preis von knapp 30 Euro. Der Preis ist heiß, aber kann die preiswerte Uvex auch noch mit anderen Eigenschaften punkten?

Der Preis ist natürlich heiß, ebenso wie die Optik der Maxx. So puristisch diese Brille auch sein mag, beim Style hat Uvex nicht gespart. Die Maxx ist anders, sie besitzt keinen Rahmen und keine (einzelnen) Gläser, sie ist rahmenlos oder besser gesagt, der Rahmen und die Gläser bilden eine Einheit. Durch diese Form bietet sich natürlich eine ganz besondere Optik – mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Somit ist schon klar, dass man bei verschiedenen Lichtbedingungen mit einer Brille nicht auskommt. Das sollte kein Problem sein, die Uvex Maxx gibt es in folgenden Ausführungen: Black, brown, orange und clear. Diesbezüglich bleiben schon mal keine Wünsche offen – auch wenn man so mit einer einzigen Brille wohl nicht auskommen wird. Die Uvex Maxx sitzt angenehm und verrutscht nicht, sofern sie von Anfang an passt. Leider bietet Uvex die Maxx nur in einer Größe an, zudem lässt sich die Brille nicht weiter einstellen. Die Brillenbügel passen sich optisch hervorragend in das Gesamtbild der stylischen Brille ein, auf der Nase sitzend wirkt die ganze Brille wie aus einem Guss. Punkten kann die Brille neben dem Gewicht auch mit den soften Bügelenden – nichts drückt oder verrutscht. Weshalb Uvex den Nasenbügel nicht ebenso gummiert hat, steht für uns allerdings in den Sternen.

Das Sichtfeld ist ausgezeichnet und verdient höchstes Lob. Trotz der starken Krümmung der Linse(n) bzw. der Brille bleibt die Sicht absolut verzerrungsfrei. Uvex wirbt nicht nur mit dem Motto „Uvex – Protecting people“, sondern sorgt auch bei der Maxx mit 100% UV-Schutz für den Schutz der Augen – mal ganz abgesehen vom Schutz vor Zugluft. Diesbezüglich gibt es von unserer Seite volle Punktzahl. Doch ein sehr wichtiges Kriterium war für uns auch die Beschlagfreiheit der Maxx. Im Winter musste sich die Uvex den harten Bedingungen stellen. Zum Testende hatten wir ein lachendes und ein weinendes Auge. Lachend deshalb, weil die Beschlagfreiheit der Maxx wirklich ganz hervorragend ist. Selbst unter widrigsten Bedingungen, mit erhöhter Atmung bei Tiefstwerten weit unter Null Grad und gleichzeitiger Beeinträchtigung der Luftzirkulation durch eine Gesichtsmaske, kann die Antifog Beschichtung wirklich überzeugen. Da haben die Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet! Kommen wir aber noch zum weinenden Auge! Leider scheint die Uvex Maxx das Streusalz von den Streudiensten im Winter nicht zu verkraften, die Beschichtung warf Blasen und löste sich. Das sollte und darf natürlich nicht sein. In so einem Fall würde man dann natürlich gerne die Gläser wechseln…

Fazit

Die Uvex Maxx sieht chick aus, ist preisgünstig, bietet 100% UV-Schutz und ist zudem mit einem Preis von knapp 30 Euro wirklich preiswert. Durch unsere Erfahrungen im Winter können wir der Brille aber leider nur eine bedingte Empfehlung aussprechen!

Preis: 29,95 Euro

Mehr Infos unter www.uvex-sports.de