SE Bikes Quadangle Freestyle 24: Test BMX Cruiser

Test: Jedes Jahr aufs Neue starrt die Oldschool BMX Fangemeinde mit größtem Interesse auf die SE Bikes Modellpalette der kommenden Saison. Grund ist die seit vielen Jahren aufgelegte Retro Kollektion, welche die alten Klassiker in neuem Gewand wieder aufleben lässt. In den letzten beiden Jahren gehörte das Quadangle Freestyle 24, ein optisch sehr auffälliger BMX Cruiser, zur liebevoll gepflegten SE Racing Retro-Linie. Kann das SE Bikes Quadangle Freestyle 24 das Flair der 1980er Jahre wieder aufleben lassen? Wir wollten es wissen!

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Die US-amerikanische BMX Kultschmiede führt die Retro-Line konsequent fort – auch 2017 wird es wieder so sein! Für 2015 und 2016 gewährte das 24″ Quadangle Freestyle einen Blick zurück in die BMX Geschichte. Wir hatten im Test das 2016er Modell mit leichten Änderungen bei der Ausstattung und Farbgebung gegenüber dem Vorjahresmodell. Das SE Quadangle Freestyle 24 basiert auf dem 20″ BMX des Jahres 1984. Die Geschichte des Bikes mit dem markanten, triangulierten Aufbau des Rahmens reicht sogar noch weiter zurück, war da aber noch als Race Bike konzipiert.

Der Blick auf den sauber verarbeiteten Rahmen des aktuellen 24 Zoll Modells aus 4130 CrMo lässt schon vor der ersten Ausfahrt das Herz schneller schlagen. Bei dem S-Bend Hinterbau, den fetten Ausfallenden und nicht zuletzt den Standing Plattforms an den Kettenstreben stand das Original aus den 80ern zweifelsohne Pate. Die Standing Platforms sind so platziert, dass diese die Hinterradbefestigung bzw. die Montage der mitgelieferten Axle-Pegs natürlich nicht beeinträchtigen.

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Kein SE Racing Bike ohne Landing Gear oder Standing Gear Fork – in diesem Fall die Standing Gear mit den Trittflächen auf den Gabelholmen! Freestyle in Reinkultur! SE Bikes spendierte dem Quadangle Freestyle 24 feine Komponenten, die bereits in den 1980er Jahren State of the Art waren. Der vierteilige breite SE Freestyle Cruiser Lenker aus CrMo lässt uns ebenso in Erinnerungen schwelgen wie der Kashimax Sattel und die ODI Mushrooms II Lenkergriffe.

Abgerundet wird das gelungene Gesamtbild des BMX Cruisers durch die dreiteilige CrMo BMX Kurbel, den SE BMX Vorbau und die farblich passenden Kenda Skinwall Reifen. Für die Verzögerung des Bikes zeigen sich U-Brakes aus dem Hause Promax verantwortlich. Zum Lieferumfang gehören zudem Axle-Pegs und ein Polsterset. Bei den Pedalen würden wir uns anstatt der Nylon-Pedalen standesgemäß eher Alu-Pedalen vom Schlage einer 80er Shimano DX wünschen. Komplett aufgebaut ohne Axle-Pegs drückt das 24″ BMX mit 13,5 Kilogramm auf die Waage.

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Vor der Kür kommt die Pflicht: Die Montage des SE Bikes Quadangle. Die größte Herausforderung für Mountainbiker bzw. BMX Einsteiger dürfte die Verlegung der Bremskabel sein. Für eine gute Bremsleistung müssen die Bremsen unbedingt korrekt eingestellt werden. Das betrifft nicht nur die Ausrichtung der Bremszüge am Rotor, sondern auch die Bremsbacken. Vor der Verlegung der Bremszüge kann ein wenig Fett und Öl den Innenzügen nicht schaden. Das Reinigen der Bremsflanken mit Verdünnung steigert ebenfalls die Bremsperformance.

Das SE Bikes Quadangle Freeytyle 24 trägt die Bezeichnung Freestyle nicht umsonst: Standing Platforms am Heck und Rotor sollen dem Rider ein Plus an Tricks ermöglichen. Optisch zweifelsohne oldschool verfügt das aktuelle 24 Zoll Quadangle über eine sehr moderne Rahmengeometrie. Dank der kurzen Kettenstreben bietet das Bike ein sehr agiles Handling. Schnell und flink lässt sich das Quadangle, ohne Anzeichen von Nervosität oder Unruhe, über den Parcours bewegen.

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Die Tricks gehen erstaunlich gut von der Hand. Wir hatten beim Fahren das Gefühl, wieder in den 1980er Jahren unterwegs zu sein – nur dass das Bike irgendwie – rein subjektiv – viel ruhiger und souveräner seinen Dienst versieht als wir es von unseren alten BMX Rädern kannten. Der Rahmen und die Gabel sind extrem verwindungssteif, in Kombination mit den gut ausgewählten Komponenten gelingen die Oldschool-Tricks richtig gut – und das Quadangle Freestyle 24 macht alles mit: Boomerang, Wheelies, Curb Endos, 180’s, Front-Wheel Hop und Kick-Turns – um nur einige zu nennen. Top!

Für wen kommt das SE Bikes Quadangle Freestyle 24 nun in Frage? Wir sehen die Gruppe der Interessierten bei Mountainbikern, die Freestylen wollen, denen der Umstieg auf ein 20″ Bike allerdings zu krass erscheint. Eine andere Gruppe dürften ehemalige BMXer sein, die wieder einsteigen wollen und nicht auf den Flair der guten alten Zeit verzichten wollen. Und noch eine Zielgruppe sehen wir: Biker, die einfach nur ein verdammt geiles Bike mit einer tollen Optik ihr Eigen nennen möchten, zum urbanen Riden oder einfach nur zum gemütlichen Cruisen. Auch das kann das Quadangle in Perfektion!

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Fazit SE Bikes Quadangle Freestyle 24

Da werden Wünsche wahr! Das SE Bikes Quadangle Freestyle 24 versprüht den Charme der 1980er Jahre, bietet aber das Fahrverhalten eines modernen Cruisers. Ein Bike für große Jungs halt 🙂 Sehr fein!

Produktdetails SE Bikes Quadangle Freestyle 24

  • Empfohlen ab einer Körpergröße von 160 cm
  • Gewicht ohne Axle-Pegs: 13,5 Kilogramm
  • Preis: 749,00 Euro
  •  www.sebikes.com
Begleitet uns und das SE Quadangle Freestyle 24 auf einer gemeinsamen Reise in die Welt der BMX Oldschool-Tricks: Übersicht BMX Old School Tricks

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Rahmengeometrie SE Bikes Quadangle Freestyle 24*

  • Top Tube: 21.75″
  • Seat Tube: 12″
  • Seat Tube Angle: 71°
  • Head Tube Angle: 74.5°
  • Chainstay: 15.4″
  • Wheelbase: 39.2″
  • Bottom Bracket Height: 13.8″
  • Seat Post Diameter 25.4mm
  • Stand Over Height 25.2″

*Herstellerangaben

PK Ripper Looptail – Das Retro BMX von SE Bikes im Test

Was sollte einen Mountainbiker dazu veranlassen, ein BMX zu fahren? Was sollte einen erwachsenen Menschen dazu animieren, sich auf einem – für seine Größe – offensichtlich zu kleinem Fahrrad fortzubewegen? Sicherlich ist es Herzblut und die Hingabe zum BMX, aber auch die Faszination. Puristischer und vom Verhalten direkter kann ein Fahrrad kaum noch sein! Gestern wie auch heute schart das PK Ripper eine Fangemeinde um sich – mit dem PK Ripper Looptail gibt es das BMX in Gedenken an die guten alten Zeiten auch als Retro Version!

Was waren das für Zeiten?! Kuwahara, Skyway, Redline, GT, Pro Neck, Robinson und SE Bikes. Erstaunlich ist, dass man viele der Marken heute noch antrifft. Einige Marken waren einige Zeit weg vom Fenster, um dann wieder wie Phönix aus der Asche mit neuen Kräften nach vorne zu streben. Andere Marken stehen nach wie vor an der Spitze beim BMX Sport, so wie Redline und SE Bikes. Die Firmen entwickeln die Bikes immer weiter und treiben den Sport weiterhin nach vorne. Doch nur eine Marke frönt gleichzeitig dem Oldschool Gedanken: SE Bikes.

Hätte man in den 80er Jahren Einblick auf die heutige Retro-Palette von SE Bikes gehabt, wäre einem folgendes aufgefallen: Das PK Ripper Looptail sieht eigentlich, bis auf kleine Änderungen, aus wie damals. Sicherlich wäre das Steuerrohr (jetzt Ahead) und die hintere Bremse (jetzt V-Brake) extrem aufgefallen. Bei dem Rest muss man schon ein wenig genauer hinschauen. Uns stand für den Test das PK Ripper Looptail von 2010 zur Verfügung. Der Blick auf den Kalender und das goldene BMX lässt uns etwa 30 Jahre zurückschauen.

Das Bike wird race-ready angeliefert – es liegt sogar ein Retro-Numberplate bei! Ein Kettenspanner wäre sicherlich schön gewesen, ist aber kein Muss. Untypisch für Race haben wir eine Vorderradbremse verbaut, weil wir noch ein paar Oldschool-Tricks auf Lager hatten und diese natürlich umsetzen wollten. Das PK Ripper Looptail ist eine Augenweide! Der goldene Rahmen wird mit goldenen und braunen Anbauteilen perfekt in Szene gesetzt. Die SE Griffe in gelb-braun und das SE Logo auf dem Ausfallende passen hervorragend in das Gesamtbild!

Der Rahmen des PK Ripper besteht traditionell aus Alu und wird standesgemäß unterstützt durch die Cro-Mo Landing Gear Gabel, die sich in braun mit blauer Schrift sehr schön vom Rahmen absetzt. Die goldenen 36-Loch Alex Supra Dome Rims werden durch SE Racing High Flange Hubs ergänzt und das Tüpfelchen auf dem i sind die Neuauflage der Tioga Comp III Reifen in 2.125 vorne und 1.75 hinten. Die dreiteilige SE Cro-Mo Kurbel und der Cro-Mo Lenker mit der Dimension 28.5″ x 8.25″ runden, wie die restlichen verbauten Komponenten, das gelungene Bild des PK Ripper Looptail ab.

Der goldene Vorbau ist ebenfalls ein absoluter Hingucker. Der Vorbau ist mit dem SE Logo versehen und es ist fast schon zu schade, den Vorbau unter den mitgelieferten Retro-Pads in braun zu verstecken, die ihrerseits wiederum auch einfach nur schön sind – ein Teufelskreis! Für die Verzögerung sorgen Tektra Bremsen. Während die hintere V-Brake brutalste Bremspower bietet und somit in den 80ern für Furore gesorgt hätte, passt sich die vordere von uns montierte Bremse den Bremsen der 80er Jahre komplett an. Die Bremsleistung ist nahezu bescheiden…

Überrascht waren wir von den Fahreigenschaften des PK Ripper! Das BMX fährt sich ausgesprochen stabil und zeigt keinen Hang zur Nervosität, so wie wir es eigentlich befürchtet hatten. Die Race-Gene zeigen sich schon beim Spurt, die Beschleunigung mit dem Bike ist fast beängstigend. Das PK Ripper zieht ruhig seine Runden, Jumps können gekonnt gepusht werden und in der Luft verhält sich das Bike auffallend ruhig. Eine Eigenschaft, die auch gestandene MTBler und Nicht-BMXer bei unserem Test vom PK Ripper überzeugte. Die Umstellung vom MTB zum BMX ist weniger problematisch als gedacht! Das Rädchen vermittelt von den ersten Metern an ein gutes und sicheres Gefühl.

Die noch beherrschten Oldschool-Tricks lassen sich ohne Probleme umsetzen. Auf der staubigen Piste lässt sich das PK Ripper schön durch die Kurven ziehen, Drifteinlagen bereiten richtig Spaß! Auch hier zeigt sich das Fahrverhalten des Rippers sehr ausgewogen. Aus dem Anlieger heraus brennt das PK Ripper geradezu ein Feuerwerk ab. Selbst wenn es nicht das eigentlich angedachte Einsatzgebiet des PK Ripper ist, sind wir dennoch bei uns den Freeride herunter und man mag staunen, auch das geht – natürlich hier mit Defiziten zu den gefederten großrädrigen Mountainbikes…

Der sehr steife Rahmen setzt jegliche Energie sofort in Bewegung um. Das Ripper bedeutet Race pur und zeigt sich in keinster Weise in die Jahre gekommen. Auf die Waage bringt das Ripper ohne die vordere Bremse etwa 10,5 Kilogramm. Interessant sind natürlich auch die technischen Daten: Der Lenkwinkel beträgt 74 Grad und der Sitzwinkel 71 Grad. Das Oberrohr ist wahlweise mit einer Länge von 20.5 Zoll und 21.25 Zoll erhältlich. Die Kettenstrebenlänge beträgt 14.75 Zoll. Die Daten decken sich weitgehendst mit den Daten eines modernen Race BMX.

Nach dem Test machten sich die Pedalen durch einen leicht rauen Lauf etwas bemerkbar. Die Lackierung des Bikes gibt keinen Anlass zur Beanstandung und lässt uns die volle Punktzahl vergeben. Durch das Tricksen haben wir leichte Gebrauchsspuren an der Gabel, auch das ist völlig normal. Die Griffe sind zweiteilig und bei Nässe kann sich die äußere Hülle leicht lösen – ein Griff zum Sekundenkleber hilft hier Wunder! Unsere zum Teil harten Landungen nach dem Motto „hört, die Senioren kommen“ verkraftete das Bike ohne Murren und Knurren. PK Ripper?! Eine neue Liebe in unserem Herzen 🙂

Der Preis für das PK Ripper Looptail 2011 in blau beträgt 649 Euro, wer Glück hat kann aber auch noch das goldene 2010er Modell für 529 Euro ergattern. Wo man solch ein endgeiles Gerät bekommt, erfährt man am Besten über die Webseite von Advanced Sports oder mit einem Anruf bei Advanced Sports.