Werkstatt: Radumfang messen / Tabelle

Wer seinem Bike-Computer zuverlässige Fahrwerte und Tourendaten entlocken möchte, muss vorab den Radumfang abspeichern. Je präziser diese Angabe ist, desto genauer sind natürlich die Fahrdaten. Eine pauschale Antwort gibt es diesbezüglich leider nicht, da verschiedene Faktoren den Reifenumfang maßgeblich beeinflussen. So spielt nicht nur der verwendete Reifen selbst eine große Rolle, sondern auch der Luftdruck sowie das Gewicht des Bikes mit Rider.

reifenumfang-fraktur-magazin

Radumfang messen

Am genauesten ist die Ermittlung des Radumfangs durch individuelles Nachmessen. Neben dem verwendeten Reifen fließen so auch der Luftdruck und das Gesamtgewicht (Bike und Rider) ins Messergebnis ein. Für die Ermittlung des Reifenumfangs muss auf ebener Strecke eine komplette Radumdrehung zurückgelegt werden. Die „Fahrt“ muss stehend oder sitzend erfolgen, zudem darf hierbei keine Lenkbewegung das Ergebnis verfälschen. Vor der Messung mit Kreide den tiefsten Punkt des Reifens sowie den Boden mit einem Strich markieren, danach genau eine Radumdrehung zurücklegen – die Markierung des Reifens muss wieder am tiefsten Punkt sein. Boden markieren und die Distanz zwischen den Bodenmarkierungen in mm messen. Voila, das war’s!

Radumfang Tabelle

Wer keine Lust oder Zeit hat, den Reifenumfang zu messen, kann auch auf die Werte in unserer Tabelle zurückgreifen. Hierzu wird lediglich die ETRTO Angabe auf der Reifenflanke benötigt. Die Bezeichnung beinhaltet die Breite (erster Wert) und den Innendurchmesser (zweiter Wert) des Reifens. Auch so lässt sich der Reifenumfang bestimmen. Allerdings handelt es sich nur um ungefähre Werte, die in der Praxis abweichen können.

26 Zoll

35-559: 1990 mm
37-590: 2100 mm
40-559: 2030 mm
47-559: 2050 mm
50-559: 2075 mm
52-559: 2085 mm
54-559: 2100 mm
57-559: 2120 mm
60-559: 2160 mm
62-559: 2170 mm

26 Zoll – Fatbike

110-559: 2320 mm

27,5 Zoll

54-584: 2195 mm
57-584: 2215 mm
60-584: 2240 mm

28 Zoll

20-622: 2110 mm
23-622: 2125 mm
25-622: 2135 mm
28-622: 2150 mm
30-622: 2160 mm
32-622: 2170 mm
32-630: 2220 mm
35-622: 2185 mm
37-622: 2200 mm
40-622: 2220 mm
40-635: 2250 mm
42-622: 2230 mm
47-622: 2250 mm
50-622: 2280 mm
54-622: 2295 mm
60-622: 2350 mm

29 Zoll

54-622: 2310 mm
57-622: 2330 mm
60-622: 2340 mm

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Wer alle möglichen Streckeneigenschaften in kompakter Form auf einem einzigen Trail vorfinden möchte, der ist in den deutschen Mittelgebirgen wie der Eifel goldrichtig. Schlammige Passagen wechseln sich mit trockenen ab, Laub- und Mischwälder gehen harmonisch ineinander über und der Boden geizt nicht mit Wurzeln und Steinen. Keine Frage, hier braucht es den perfekten Allrounder. Kann der VEE Tire Flow Snap Reifen die hohen Anforderungen erfüllen?

VEE Tire Flow Snap Reifen im Test: Der perfekte Allrounder?

Für klar definierte Anforderungen bieten sich Spezialisten an, die einen ganz bestimmten Bereich perfekt abdecken. Bei der Entwicklung neuer Reifen-Modelle können die Ingenieure auf feste Parameter zurückgreifen und dementsprechend agieren. Nicht so bei Allroundern. Diese müssen unterschiedlichste Anforderungen erfüllen – und das so gut wie möglich. Das gelingt den Reifen-Herstellern mal mehr, aber auch mal weniger gut. Auf der Suche nach dem perfekten Allrounder sind wir auf den VEE Tire Flow Snap Reifen gestoßen. Auf der Internetseite bezeichnet der aus Taiwan stammende Hersteller den Reifen als Enduro-König. Das lässt aufhorchen.

Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse

Angeboten wird der Flow Snap in unterschiedlichen Ausführungen und Größen als universeller Gravityreifen von Schlamm über trockenes bis hin zu losem Gelände. Der Reifen ist sogar als 26″ Variante verfügbar. Im Rahmen des Tests haben wir uns für den Reifen mit Tackee Compound und Enduro Core Karkasse in Skinwall-Ausführung entschieden. Enduro Core ist laut VEE Tire die richtige Wahl, um Abfahrten standzuhalten und gleichzeitig die Klettereigenschaften zu erhalten. Die 1-lagige Ummantelung in Verbindung mit der reduzierten Apex-Festigkeit soll der perfekte Gewichtskompromiss für die Anforderungen im Bereich Enduro und Super Trail sein.

Die Montage des VEE Tire Flow Snap geht sehr fix von der Hand. Ohne großen Kraftakt lässt sich der Reifen unkompliziert auf die Felge hieven. Hilfe in Form eines Reifenmontagemittels wird nicht benötigt. Der Reifen sitzt sofort passgenau ohne Unwucht in der Felge. Montiert haben wir den Reifen in zwei Ausführungen: vorne den Flow Snap in der Dimension 29 x 2.35, hinten in 27,5 x 2.35. Weitere Eigenschaften sind TLR und 72 TPI, das von uns gemessene Gewicht liegt bei 1079 Gramm (27,5 x 2.35) bzw. 1280 Gramm (29 x 2.35). Montiert baut der Reifen recht breit und steht 2.4er Modellen anderer Hersteller (auf der gleichen Felge) in nichts nach.

VEE Tire Flow Snap: Besonders souverän auf Waldböden

Auf dem Trail wurden wir von den Fahreigenschaften des VEE Tire Flow Snap regelrecht geflasht. Mit der weichen Tackee Compound Gummimischung verspricht der taiwanische Hersteller nicht zu viel. Die markanten Mittelstollen und die äußeren, seitlich versetzten Stollen, die nicht weniger markant designt sind, beißen sich regelrecht im Trail fest. Selbst bei Nässe überzeugt der Reifen durch eine überdurchschnittlich gute Fahrperformance. Spurtreu lässt sich der VEE Tire Flow Snap über den Trail lenken. Im Grenzbereich verliert der Reifen kurzzeitig den Grip, packt dann aber sofort wieder und ermöglicht so das Beibehalten der Linie.

Sein Potential musste der Flow Snap auf unterschiedlichsten Untergründen und Witterungsverhältnissen unter Beweis stellen. Besonders souverän verhält sich der Reifen auf Waldböden – egal ob trocken, halbtrocken oder nass. Das offene Profil gewährleistet bei schlammigen Böden zudem eine gute Selbstreinigung und trägt somit zum Grip und zur Traktion bei. Ebenfalls überzeugend sind die vorbildlichen Eigenschaften beim Bremsen. Selbst bei harten Bremsmanövern weiß der Reifen durch Spurtreue zu überzeugen. Auf Schotterpisten schwimmt der Reifen allerdings etwas auf, bleibt dabei aber dennoch gut beherrschbar.

Begeistert hat uns der hohe Durchschlagsschutz, dem sogar kernige Wurzelpassagen nichts anhaben können. Plattenanfälligkeit ist für den VEE Tire Flow Snap ein Fremdwort. Doch nicht nur bergab, sondern auch bergauf kann der Reifen punkten. Auf Enduro-Touren gewährleistet der Flow Snap bei Uphills in schwierigen Passagen eine gute Traktion. Trotz der weichen Gummimischung lässt sich der Reifen gut bergauf treten, wobei natürlich nicht die Leichtfüßigkeit einer XC-Rennpelle erwartet werden darf. Dann wäre natürlich noch der Punkt Verschleiß. Weiche Gummimischungen neigen zum hohen Abrieb, aber selbst hier überrascht der VEE Tire Flow Snap. Der Verschleiß hält sich absolut in Grenzen und rundet den sehr guten Eindruck des Reifens ab.

Fazit

Der perfekte Allrounder? Nach dem Test können wir sagen: verdammt nah dran! Der VEE Tire Flow Snap bietet auf nahezu allen Böden unglaublichen Grip. Egal ob trocken, halbtrocken oder nass, auf den Reifen ist Verlass. Ganz leichte Schwächen leistet sich der Reifen lediglich auf Schotterpisten, bleibt aber dennoch immer kontrollierbar. Der Rollwiderstand ist angesichts des enormen Grips erstaunlich gut und ermöglicht so auch anspruchsvollere Enduro-Touren. Mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis ist der VEE Tire Flow Snap die ideale Wahl für alle Rider, die einen zuverlässigen Reifen mit Top-Performance suchen.

VEE Tire Flow Snap: Details

  • Gummimischung: TC – Tackee Compound
  • Karkasse: Enduro Core (Skinwall),
  • Eigenschaften: TLR, 72 TPI
  • Gewicht: 1079 Gramm (27.5 x 2.35), 1280 Gramm (29 x 2.35)
  • Preis: 49,95 Euro

Web: www.veetireco.de

Panaracer CG 4X AM 26×2.35: Reifen-Test

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Test: In Zusammenarbeit mit der französischen Mountainbikelegende Cedric Gracia hat Panaracer bereits vor geraumer Zeit den CG 4X AM Reifen herausgebracht. Fahrerisch macht Cedric Gracia keine halben Sachen, aber wie sieht es mit einem Produkt aus, das seinen Namen trägt? Wir wollten es wissen!

Der Panaracer CG 4X AM ist multidirektional einsetzbar, aus diesem Grund weist der Reifen keine Angabe über die Laufrichtung auf. Die gut gemeinte Wahlfreiheit bei der Montage kann beim Endkunden allerdings auch für Verwirrung sorgen. Wir haben den Reifen sowohl vorne als auch hinten mit der scharfen Ausrichtung der Bremsstollen in Laufrichtung montiert. Einfacher gesagt: Die flache Profilseite zeigt ebenfalls in Laufrichtung. Die Waage bescheinigt dem Faltreifen ein Gewicht von 776 Gramm – ein durchaus anständiger Wert.

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Die Montage des Reifens gestaltet sich einfach und wird mit einem perfekten Sitz des Panaracer CG 4X AM auf der Felge belohnt. Endlich konnte es mit den schwarzen Gummis auf die Piste gehen! Getestet haben wir den Reifen auf den abwechslungsreichen Trails in der Südeifel mit einem hohen Anteil an Steinen, Wurzeln und Waldboden. Top Testbedingungen bot auch das Wetter mit heißen, trockenen Phasen und heftigen Regenschauern – kurz gesagt: Volles Programm!

Sobald der Reifen in Rotation gebracht wurde überzeugt dieser mit einem sehr ansprechenden Rollwiderstand. Ebenfalls sehr ansprechend sind das Lenkverhalten und die Spurstabilität des Reifens. Der Reifen läuft auf trockenem Untergrund sehr gut. In Kurven beißen sich die Stollen im Waldboden fest und vermitteln dem Rider ein souveränes Fahrgefühl. Ebenfalls ordentlich Grip bietet der Panaracer CG 4X AM Reifen auf losem Untergrund. Beim Driften verhält sich der Reifen extrem dosier- und kontrollierbar. Auf BMX Bahnen mit leicht schotterigem Untergrund gibt sich der Reifen keine Blöße! Top!

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Selbst harte Bremsmanöver bringen den Panaracer nicht aus der Ruhe bzw. der Spur. Spannend sind natürlich immer Testfahrten bei Nässe. Erstaunlichen Grip zeigt der Panaracer CG 4X AM Reifen auf nassen Steinen. Hier bestätigt der Reifen seine Stärken als Reifen für steinige und felsige Untergründe. Im Gegenzug hierzu ist allerdings ebenso erstaunlich, dass der Reifen auf nassen Wurzeln leichte Schwächen zeigt. Der Panaracer CG 4X AM Reifen reagiert auf feuchtem Holz mit Nervosität und Unruhe.

Fazit

Für uns präsentiert sich der Panaracer CG 4X AM Reifen als guter Reifen für die Hatz über Trails – auf BMX Bahnen sowieso! Selbst bei Nässe vermag der Reifen zu begeistern, lediglich nasse Wurzeln quittiert der Panaracer CG 4X AM mit Nervosität.

Produktdetails

 

Continental TourRide Reifen – Schnelles Facelift für den Cruiser

Wer seinen Cruiser pimpt, der baut auf phatte Reifen! Dick und voluminös müssen sie sein! Etwas anderes kommt gar nicht in Frage! Keiner käme freiwillig auf die Idee, Reifen mit der Dicke einer Parkscheibe zu montieren. In unserer Redaktionswerkstatt haben wir zum Werkzeug gegriffen und unseren Redaktionscruiser ordentlich gepimpt: Anstatt der vorher montierten Reifen eines taiwanesischen Herstellers mit den Eckdaten 26×2.3 haben wir den Continental TourRide in 26×1.75 mit einer weißen Seitenwand montiert! Im wahrsten Sinne des Wortes ein „schnelles“ Facelift!

„Ganz klar ein Tipfehler!“ werden jetzt einige von euch denken. Nein, wir haben ganz bewusst zu dem schmalen Tourenreifen gegriffen um das Bike zu pimpen! Als bekennende Autohasser legen wir natürlich alle Wege, soweit es möglich ist, mit dem Bike zurück. Deko-Bikes gibt es bei uns nicht, selbst für das 30 Jahre alte Kuwahara BMX ist die Rente noch in weiter Ferne. Der Cruiser von Kona dient für die täglichen Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder für ein kurzes Abrocken am Spot nach Feierabend. Wir brauchten einen Reifen mit ausgezeichneten Rolleigenschaften bei gleichzeitig gutem Grip auf der Straße. Der Reifen muss natürlich als 26 Zöller erhältlich sein und trotzdem noch optisch eine gute Figur machen – nicht einfach bei so schmalbrüstigen Reifen. Wir haben uns für einen Test des Continental TourRide entschieden. Der TourRide ist mit einer weißen Seitenwand erhältlich und trägt somit besänftigend zur neuen Optik bei – immerhin muss man sich ja erst mal an die dünnen Reifen gewöhnen. Auf der Straße zeigt der TourRide direkt auf den ersten Metern seine Stärke. Mit unglaublichem und einem bisher nicht gekannten Vortrieb schießt der Cruiser wie aus der Pistole geschossen über die Asphaltdecke. Der Singlespeeder, bisher vom Gefühl her etwas zu lang übersetzt, könnte jetzt ruhig länger übersetzt sein. Der Reifen rollt unglaublich gut und der Cruiser lässt sich sehr leichtfüßig bewegen. Verwunderlich ist, dass der Reifen trotz des geringen Rollwiderstandes in den Kurven einen guten Grip bietet. Auf der Straße ist der Continental TourRide in seinem Element, selbst bei Nässe kann der Reifen mit seinem Grip und der guten Bremsleistung überzeugen. Problematischer wird es auf Forst- und Feldwegen, hier kommt man an die Grenzen des Reifens. Staub, Schotter und Schlamm sind nicht die Freunde des Contis, aber auch nicht die Freunde der meisten Cruiser-Fahrer! Deshalb wollen wir hier der Offroad-Wertung nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Wir sind die Reifen meist mit etwa 3,5 bar gefahren – ein Wert, der natürlich den eigenen Vorlieben angepasst werden sollte. Der Verschleiss zeigte sich im Test als kaum wahrnehmbar. Bei den Schläuchen sind wir Continental treu geblieben. Der Continental TourRide zeigte sich äußerst pannensicher. Die weiße Seitenwand wirkt ziemlich Retro, passt gut zum Cruiser und bereits jetzt können wir uns gar nicht mehr vorstellen, wieder auf dicke Schluffen umzurüsten 😉 Der Reifen ist übrigens in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich, sogar als 20- und 24 Zoll-Version. Eine detailierte Auflistung findet ihr bei Continental.

Fazit:
Wer einen schmalen Reifen braucht, auf gute Fahreigenschaften auf Asphalt wert legt und dennoch optisch nicht zurückstecken will, der kann auf jeden Fall zum Continental TourRide mit der weißen Seitenwand greifen!

Pogo Kardung-La – Kampfansage an den Klassenprimus – Reifentest

CenturionMerida bietet mit dem Pogo Kardung-La einen günstigen Reifen für den Bereich Crosscountry an, dessen Profil sehr an das Profil des Klassenprimus Racing Ralph von der Firma Schwalbe erinnert. Ähnlichkeiten zufällig? Wohl eher nicht! Die Eckdaten des Reifens hören sich sehr gut an und der Anschaffungspreis dürfte schnell für viele Anhänger sorgen. Unabhängig vom Preis musste der Kardung-La bei uns im Praxistest seine Qualitäten beweisen. Wir haben für euch die Stärken und die Schwächen des Pogo Kardung-La herausgefunden.

Erhältlich ist der Pogo Kardung-La in einer Draht- und einer Kevlarversion, wobei wir letztere im Test hatten. Das Gewicht des Reifens mit der Kevlarkarkasse bewegt sich von etwa 490 Gramm für den 2.1 Reifen und etwa 560 Gramm für den 2.25 Reifen. Beide Reifen sind für einen Preis von unter 25 Euro erhältlich. Bereits auf den ersten Metern auf den heimischen Trails kann der Reifen Punkte sammeln. Der Pogo ist zwar kein Leichtlaufwunder, rollt aber dennoch recht gut. Überraschend war der gute Grip des Reifens. Auf hartem trockenem Untergrund spielt der Pogo seine Stärken voll aus. Egal ob auf Asphalt oder harten Waldpassagen. Der Reifen bietet für einen XC-Reifen einen unglaublich guten Grip. Auch die Beschleunigungs- und Verzögerungsqualitäten des Reifens können voll überzeugen und geben keinen Grund zur Kritik.

Schwächen zeigt der Reifen allerdings auf losem Untergrund und bei matschigen Verhältnissen. Hier büßt der Reifen stark an Grip und Traktion ein. Querkräfte quittiert der Reifen mit Wegrutschen. Durch die geringe Profilhöhe allerdings eine Schwäche, die uns nicht sonderlich verwundert. Überraschend war für uns die Pannensicherheit des Reifens. Selbst bei geringerem Luftdruck gab uns der Pogo Kardung-La in diesem Punkt keinen Grund zum Nörgeln. Wir sehen den Pogo Kardung-La weniger als Allrounder, sondern eher als guten XC-Reifen für bestimmte Streckenverhältnisse: Diese sollten hart und trocken sein. Hier kann der Pogo Kardung-La seine Stärken voll ausspielen und weiß zu begeistern!

Fazit:

Wer den Schwerpunkt auf trockene Verhältnisse und harten Untergrund setzt, trifft mit dem Pogo Kardung-La eine sehr gute Wahl. Ungeachtet des sehr guten und fairen Preises.

Preise:

Kardung-La 26×2.10 Kevlar (127 TPI) 23,90 Euro
Kardung-La 26×2.25 Kevlar (127 TPI) 24,90 Euro

Vertrieb: MCG – Blumenstraße 51 – 71106 Magstadt

Mehr Infos unter www.centurion.de

Kenda John Tomac Signature Series Reifen im Test

Einer der größten Reifen- und Schlauchhersteller der Welt ist die taiwanische Firma Kenda. Bereits seit 1962 fertigt Kenda Reifen und Schläuche für Fahrräder. Mit der „John Tomac Signature Series“ strebt Kenda nun endgültig in den Bereich der High-End-Reifen vor. Grund genug für das Team der FRAKTUR, zwei Vertreter dieser Serie mal genauer unter die Stollen zu schauen.

Kenda Nevegal

Der Hersteller Kenda strotzt geradezu vor Selbstvertrauen. Das drückt sich auch in der Namensgebung der Reifen aus. Mit dem Namen Nevegal verbindet man natürlich die legendäre Downhillstrecke in Italien, bekannt durch viele großartige Rennen. Somit ist die Erwartung an den gleichnamigen Reifen immens groß. Den Kenda Nevegal haben wir auf diversen Downhillpisten wie zum Beispiel in Innsbruck, Winterberg und Chaudefontaine getestet. Der faltbare Reifen in der Größe 26×2.35 ist mit knapp 800 Gramm Gewicht relativ leicht. Dennoch überzeugt der Kenda Nevegal in Verbindung mit Downhillschläuchen durch eine bemerkenswerte Pannensicherheit. Der Rollwiderstand des Nevegal ist recht hoch, was bei einem Downhillschluffen jedoch nicht unbedingt so ein großer Nachteil ist.

Sehr gut gefiel uns das Dämpfungsverhalten des Nevegal. Das Zauberwort heißt STICK-E, einer speziellen Gummimischung, welche die Rückstoßgeschwindigkeit des Reifens verlangsamt. Die Traktion auf Strecken mit Waldboden ist genial. Der Nevegal leistet sich hier keinerlei Schwächen, auch nicht bei schlechten, sprich nassen, Witterungsverhältnissen. Die Selbstreinigung des Reifens funktioniert ebenfalls vortrefflich. Auch Wurzelpassagen meistert der Nevegal vorbildlich und ohne Probleme. Leichte Schwächen zeigte der Nevegal lediglich bei Regen auf der nassen steinigen Strecke in Chaudefontaine. Hier büßte der Nevegal etwas an Grip ein.

Fazit: Der Kenda Nevegal ist eine sehr gute Alternative zu den bekannten Downhillreifen der Konkurrenz. Trotz der griffigen Gummimischung ist der Nevegal recht langlebig. Nachteil ist sicherlich der etwas hohe Preis. Den Reifen gibt es in allen möglichen Breiten und Ausführungen. Für Freunde des 24 Zoll Laufrades gibt es den Kenda Nevegal auch in einer 24 Zoll Ausführung.
Preis des Kenda Nevegal 26×2.35: 49,99 USD

Kenda Blue Groove

Das niedrige Stollenprofil des Kenda Blue Groove wurde speziell für den Einsatz auf hartem und steinigem Untergrund entwickelt. Wir haben den Blue Groove beim Crosscountry, auf leichten Downhillpassagen und beim Urbanriding getestet. Der erste Blick auf den Blue Groove ließ etwas unsere Augenbraue beben. Der fabrikneue Reifen sieht mit der niedrigen Stollenhöhe fast wie ein abgefahrener Reifen aus. Genau wie der Kenda Nevegal verfügt der Blue Groove über die spezielle Gummimischung STICK-E, als auch über L3R Pro, welche den Rollwiderstand, speziell für den Einsatz beim Crosscountry, verringern soll. Der faltbare Kenda Blue Groove in der Lite Version bringt in der Größe 26×2.00 knapp 600 Gramm auf die Waage. Wie schon der Kenda Nevegal überzeugt der Blue Groove durch perfekten Grip auf Strecken mit Waldboden.

Die Traktion in Kurven ist hervorragend, und im Grenzbereich läßt sich der Kenda sehr gut beherrschen. Selbst beim Antritt auf matschigem Untergrund überzeugt der Blue Groove durch gute Traktion. Trotz der geringen Stollenhöhe verbeißt sich der Blue Groove in den Untergrund. Die Selbstreinigung des Kendas läßt keine Wünsche offen. Lediglich auf grobschottrigem Untergrund schlichen sich leichte Schwächen ein. Der Rollwiderstand des Kenda Blue Groove bewegt sich trotz L3R Pro nur im Bereich des Akzeptablen. Richtig Fun brachte der Kenda auch nach der Montage auf ein Dualslalombike. Hier bekamen wir auf der Straße beim Urbanriding und auf Slalomkursen richtig Spaß in den Backen.

Fazit: Ein downhill-/ dualslalomorientierter Reifen für den Einsatz beim Crosscountry, Urbanriding und Slalom/BMX. Nachteil ist auch hier der recht hohe Preis. Dafür bekommt man aber auch einen sehr guten und langlebigen Reifen. Der Blue Groove wird ebenfalls in allen möglichen Breiten und Ausführungen, auch in einer 24 Zoll Version, angeboten.

Preis des Kenda Blue Groove 26×2.00: 44,99 USD

Fazit:

Mit der John Tomac Signature Series ist Kenda zweifelsohne ein großer Wurf gelungen. Die Reifen sind nicht unbedingt billig, dennoch preiswert, was heißen soll, daß diese Reifen ihr Geld wert sind. Inwieweit sich Kenda gegen die großen Konkurenten, die beide mit M anfangen, durchsetzen kann, wird sicherlich mit Interesse zu verfolgen sein.

Vertrieb: Messingschlager GmbH & Co. KG
Mehr Infos unter: www.messingschlager.com