Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Mit dem D3O Ghost Reactive Protective Baselayer hat die Multisportmarke Decathlon ihr Sortiment um einen universellen Rückenprotektor für Snowboarder, Skifahrer und Mountainbiker erweitert. Durch Weiterentwicklung des schockabsorbierenden D3O Ausgangsmaterials soll der Protective Baselayer eine bisher unerreichte Flexibilität bieten, die nur durch die Formbarkeit des Stoffes beschränkt wird. Wie sich der Red Dot Award prämierte Protektor-Baselayer beim Trail-Riden macht zeigt unser Test.

Anfang Oktober hat Decathlon einen universellen Protektor für Snowboarder, Skifahrer und Mountainbiker vorgestellt, der mit der innovativen D3O Technologie ausgestattet ist. In Zusammenarbeit mit dem Protektorenspezialisten D3O wurde deren schockabsorbierendes Ausgangsmaterial zu einem Elastomer weiterentwickelt, das sich ohne Kleber oder Nähte auf Gewebe und andere Materialien auftragen lässt und somit maximale Bewegungsfreiheit verspricht. Unverändert ist die Fähigkeit, bei einem Crash zu verhärten und so die Aufprallenergie zu absorbieren, während es im normalen Zustand extrem flexibel ist.

Ausgeliefert wird der Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer in einer ansprechenden Verkaufskartonage ohne zusätzliche Kunststoffhülle. Auffallend ist nach dem Auspacken das smarte Design des Protektors. Im Gegensatz zu vielen anderen Protektoren trägt dieser nicht dick auf. Dennoch muss auf einen zertifizierten Schutz nicht verzichtet werden. Der zweilagige und extrem flexible Rückenschutz entspricht der Norm EN1621-2 Level 1 für Rückenprotektoren. Wie wichtig ein Rückenprotektor ist, zeigt sich bei den zu schützenden Bereichen. Neben dem Rücken werden auch innere Organe wie die Nieren geschützt.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer: wie eine zweite Haut

Der Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer weist zudem Protektoren im Bereich der Schultern, des Steißbeins sowie des Beckens auf. Vom Schnitt ist der kurzärmelige Baselayer wie ein T-Shirt, weshalb die Ellbogen und Unterarme nicht abgedeckt werden. Wie es die Bezeichnung schon vermuten lässt, wird das Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer als unterste Schicht direkt auf der Haut getragen. Hierdurch wird auch sichergestellt, dass die Protektoren im Falle eines Sturzes nicht verrutschen. Der vordere Reißverschluss ermöglicht ein unkompliziertes Anziehen ohne Verrenkungen.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer im Test

Dank der schlanken Gestaltung lässt sich der Baselayer unsichtbar unter der Bike-Wear tragen, egal ob Trikot oder Jacke. Er schmiegt sich dem Körper regelrecht wie eine zweite Haut an. Hierfür sorgen auch spezielle Einkerbungen, die eine noch höhere Flexibilität gewährleisten. Beim Riden hinterlässt der Baselayer keinen Eindruck. Das ist absolut positiv gemeint und soll heißen: man vergisst, dass man einen Schutz trägt. Weder bei der Bewegungsfreiheit noch vom Tragegefühl drängt sich der Protection-Baselayer auf. Das offene Design der Protektoren stellt in Kombination mit dem atmungsaktiven Trägermaterial zudem eine gute Belüftung sicher.

Kritikpunkte an dem gut durchdachten Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer zu finden ist schwer. Der Preis von 149,99 Euro erscheint auf den ersten Blick hoch, dafür erhält der Käufer allerdings ein qualitativ hochwertiges und innovatives Produkt. Schön wär sicherlich eine Lasche zum Aufhängen des Protektors. Konstruktionsbedingt – aber das ist ja wiederum der Kern des Baselayers – lassen sich die Protektoren nicht entfernen. Daher darf der Baselayer nur mit Handwäsche bei max. 40 Grad gewaschen werden. Aber das wird sowieso bei den meisten Protektorenjacken empfohlen.

Fazit

Wer einen guten und nahezu unauffälligen Rückenschutz mit maximaler Bewegungsfreiheit sucht, findet mit dem Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer das ideale Produkt. Der Protektoren-Baselayer besticht durch hohen Tragekomfort, innovative D30 Protektoren und eine gute Verarbeitung. Perfekt für lässiges Trail-Riden und lange Enduro-Touren. Selbst das Tragen eines Rucksacks ist problemlos möglich.

Decathlon D3O Ghost Reactive Protective Baselayer Details

Verfügbare Größen: S bis 2XL
Farbe: Rauchschwarz
Preis: 149,99 Euro

Web: www.decathlon.de

O’Neal Mad Ass Protector Jacket – Test Protektorenjacke

Um wirksame Rückenprotektoren von denen zu unterscheiden, die nur unzureichend Schutz vor Verletzungen bieten, wurde die Prüfnorm CE EN 1621-2 eingeführt. Moderne Protektoren müssen sich dieser Prüfnorm stellen und man sollte in seinem eigenen Interesse auf die Zertifizierung achten. Das O’Neal Mad Ass Protector Jacket bedient sich des viscoelastischen Spezialschaums der Firma SAS-TEC aus Marktgröningen, welches diese Anforderungen erfüllt.

Im Gegensatz zu „herkömmlichen“ Protektoren finden keine Kunststoffschuppen mehr Verwendung. Der SAS-TEC Rückenprotektor fällt optisch vor allem durch seine Materialstärke auf: Die Dicke variiert zwischen 16 und knapp 19 mm. Die Stärken des Materials liegen aber im Verborgenen. Der Spezialschaum verhärtet sich beim Aufprall, ist mehrschlagfähig, passt sich gut dem Körper an und bietet einen Memoryeffekt – nach einer Verformung nimmt die Schaumplatte nach einer kurzen Zeit wieder ihre ursprüngliche Form ein.

Der SAS-TEC Rückenprotektor findet in einer Hülle Platz, die mit zwei Reißverschlüssen an der Jacke befestigt wird. Die Tasche für den SAS-TEC Rückenprotektor wird ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen und somit kann die Schaumplatte entnommen werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Jacke als auch die Trägerhülle für den Protektor können somit problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden. Die SAS-TEC Schaumplatte kann unkompliziert mit einem milden Handwaschmittel separat gereinigt werden.

Der Träger mit der Hülle bietet nicht nur Platz für den SAS-TEC Rückenprotektor. Der untere Bereich des Rückens wird durch eine dicke Schaumschicht geschützt. Der angebrachte Hüftgurt sorgt dafür, dass sich der Rückenprotektor im unteren Bereich gut fixieren lässt – worauf wir gleich noch zurückkommen werden. Der Hüftgurt lässt sich nicht nur vorne durch den durchgehenden Klett gut anpassen, sondern bietet zusätzlich seitlich je ein Regulierungsband für den Stretchbereich. Der Tragekomfort ist ausgezeichnet.

Allerdings lässt sich der gesamte Rückenprotektor nur in Verbindung mit einer Motorradkombi separat tragen – beim MTB und bei MX/Enduro ist der Protektor im oberen Bereich nicht fixiert genug. Für die Verbindung zur Jacke, die als Träger dient, sorgen zwei Reißverschlüsse. In dieser Kombination ist der Rückenprotektor perfekt fixiert. Umgekehrt lässt sich die Jacke sehr gut ohne den hinteren Schutz tragen, wenn man mal ohne Rückenprotektor unterwegs sein möchte, aber weder auf den Brustschutz noch auf den Schulterschutz verzichten möchte.

Ein weiteres wesentliches Material der Protektorenjacke stellt Biofoam dar. Wir finden an der Mad Ass Protektorenjacke viele Bereiche, die wirksam geschützt werden – so wie beispielsweise die Schulterblätter, die Hüften und die Nieren. Die Brust wird neben dem Biofoam zusätzlich mit Hartplastikschalen geschützt – das gilt ebenso für die Schulter als auch die Ellbogen und die Unterarme. Die Jacke ist Dank des Mesheinsatzes relativ gut belüftet – wie gesagt, relativ!

Anpassen lässt sich die Jacke mit mehreren sinnvoll angebrachten Klettstreifen. So lässt sich der Schulterbereich ebenso einstellen – und somit fixieren – wie die Oberarme und die Unterarme. Ein weiterer Clou an der Jacke: Nach dem Abtrennen der Ärmel oberhalb des Ellbogens kann die Jacke auch kurzärmelig getragen werden. Natürlich ist das O’Neal Mad Ass Protector Jacket als moderne Protektorenjacke Neckbrace kompatibel.

Der Tragekomfort der Protektorenjacke kann begeistern. Der SAS-TEC Schaum passt sich sehr gut dem Rücken an. Die Jacke stört oder beeinträchtigt nicht die Bewegungsfreiheit. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu makeln. Ein Sicherheitspaket, welches für 190 Euro erhältlich ist. Nur eine kleine Sache müssen wir dann doch bemängeln: Wir hätten gerne noch eine Lasche zum Aufhängen der Protektorenjacke!

Größen: S, M, L, XL, XXL
Preis: 189,90 Euro

iXS Battle Jacket – Die Protektorenjacke im Test

Man muss nicht mit außergewöhnlichen seherischen Fähigkeiten begnadet sein, um die Übermacht des italienischen Giganten im Bereich der Schutzbekleidung zu bemerken. Die Rede ist natürlich von Dainese. Lange Zeit konnte kein anderer Hersteller auch nur im geringsten an den zugegebenerweise sehr guten Safety-Produkten dieser Firma kratzen. Mit dem Battle Jacket bietet die iXS Sports Division allerdings eine Protektorenjacke, die dem italienischen Giganten mächtig auf den Pelz rücken kann.

Die Firma iXS muss ja wohl nicht mehr genauer vorgestellt werden! Neben des Angebots an sehr guten Bekleidungsstücken (die Shorties hatten wir bereits im Test) ist die iXS Sports Division Titelsponsor des deutschen und schweizer Downhillcups. Das schweizer Unternehmen sitzt sozusagen am Puls des Sports. Was liegt da näher, als den Schützlingen Schutzausrüstung anzubieten? Wir haben uns für euch mit dem iXS Battle Jacket in Schale geworfen. Neben einer sehr guten Verarbeitung begeistert das iXS Battlejacket vor allem durch die sehr gute Passform. Die Protektorenjacke sitzt wie angegossen. Das kannten wir bis dato nur von Dainese. Nichts zwickt, beisst oder engt gar den Fahrer ein. Die Jacke ist sehr gut belüftet, sofern man bei Protektoren von Belüftung sprechen kann. Die Form und die Größe der Kunststoffschalen sind ebenfalls optimal.

Der Rückenschutz ist im unteren Rückgratbereich mit einem Schwenkarm ausgestattet, um eine optimale Bewegungsfreiheit zu garantieren. Der Rückenschutz passt sich perfekt dem Rücken an! Die Protektoren weisen allerdings keine Aluwaben zur Energieabsorbierung auf, unserer Ansicht nach ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz aus Italien. Bei der Polsterung des iXS Battle Jacket gibt es nichts zu kritisieren. Neben den üblichen Schutzbereichen wie Schulter, Ellbogen und Unterarm weist das iXS Battle Jacket zusätzlichen Schutz im Bereich der Nieren auf. Der Nierengurt zum Fixieren der Jacke und zum Schutz der Nieren kann ebenfalls voll überzeugen. Natürlich lässt sich der Rückenprotektor von der Jacke lösen, um ein Tragen der Jacke ohne Rückenschutz zu ermöglichen. Nur der Daumenschlaufe können wir nicht wirklich etwas abgewinnen.

Fazit:

Das iXS Battle Jacket ist definitiv mit Sinn und Verstand entwickelt worden und verdient höchstes Lob. Die guten Einstellmöglichkeiten runden das sehr gute Bild dieser Jacke ab.

Größen: S/M, M/L, L/XL
Preis: 239,95 Euro

Infos unter www.ixs-sportsdivision.com