Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern im Test: Klare Sicht für kleines Geld?

Zum Preis von knapp 30 Euro bietet Rockbros eine Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern für unterschiedliche Sichtbedingungen an. Das Set enthält unter anderem ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas sowie einen Einsatz für Korrekturgläser. Was darf von einer Fahrradbrille mit solch einem Funktionsumfang zu dem Preis überhaupt erwartet werden?

 Rockbros Fahrradbrille

Eine Fahrradbrille zum Preis von 29,99 Euro ist sicherlich noch nicht besonders redenswert. Wenn diese Brille aber mit vier Wechselgläsern, einem Mikrofaserbeutel, einem zusätzlichen Wechselnasenpad, einer EVA Box sowie einem Korrektureinsatz ausgeliefert wird, lässt das schon aufhorchen. Spätestens mit der Anmerkung, dass es sich bei einem der vier Wechselgläser um ein grau-getöntes, polarisiertes TAC-Glas handelt, dürfte das Interesse geweckt sein. Abgerundet mit einem 100% UV-Schutz vor UVA-, UVB- und UVC-Strahlung, leichtem TR-Rahmen und verstellbaren Nasenpads bleiben zumindest theoretisch keine Wünsche offen.

Rockbros Fahrradbrille: Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen

Bei der Rockbros Fahrradbrille handelt es sich um eine Halfrim Sportbrille mit unten offenem Rahmen. Die gewünschte, den jeweiligen Anforderungen entsprechende Scheibe wird einfach in den Rahmen gedrückt und ist somit sicher fixiert. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Linsen von transparent bis polarisiert. Die Befestigung des Nasenbügels geht ebenfalls fix von der Hand. Mit dem mitgelieferten Reinigungstuch lassen sich danach die bei der Montage des Glases hinterlassenen Fingerabdrücke wegwischen. Damit die Brille gut und angenehm sitzt, muss anschließend noch der Nasenbügel angepasst werden.

Die Rockbros Fahrradbrille vermittelt ein gutes Tragegefühl, sitzt allerdings nicht ganz so satt und bequem wie wir es von anderen Sportbrillen kennen. Die gesamte Struktur der Brille spiegelt den Preis wider, was sich auch durch ein Knarzen der Brille bei Verwringung äußert. Die aus einem Stück bestehenden Brillenbügel sind schlicht gestaltet, die Verjüngung am Ende sorgt für ausreichend Flexibilität. Gummierte Bügelenden würden nicht nur den Komfort erhöhen, sondern den Sitz der Brille bei schweißtreibenden Aktionen steigern. Natürlich darf hierbei nicht der Preis der Brille außer Acht gelassen werden: kein Meisterwerk, aber solide und funktionell.

Vier Linsen für unterschiedliche Bedingungen

Positiv überrascht waren wir von den vier Wechselgläsern. Sowohl das polarisierte TAC-Glas als auch die Polycarbonat-Linsen überzeugen durch eine verzerrungsfreie Sicht ohne unangenehme Reflektionen. Abhängig von den Sichtverhältnissen und den individuellen Anforderungen kann dank der vier Auswählmöglichkeiten das entsprechende Glas gewählt werden. So empfiehlt sich die gelbe Linse aufgrund der Kontraststeigerung besonders bei Bewölkung oder Fahrten im dunklen Wald. Die großzügig dimensionierten Gläser der Rockbros Fahrradbrille schützen die Augen zudem zuverlässig vor Wind, Staub, Nässe und Insekten.

Einem Beschlagen der Scheibe begegnet die Fahrradbrille mit einer guten Hinterlüftung. Unterstützt wird diese durch die Belüftungslöcher am oberen Rand der Scheibe. Das funktioniert wirklich gut. Minimaler Fahrtwind reicht aus, um die Sicht frei zu halten bzw. ein aufkommendes Beschlagen bei kräftezerrenden Uphills in Schach zu halten. Sagen wir wie es ist: teurere Brillen können das nicht unbedingt besser. Was die Kratzfestigkeit der Linsen angeht, bewegen sich diese im Mittelfeld. Für den Transport der Fahrradbrille bietet sich daher unbedingt die Unterbringung in der mitgelieferten EVA Box an. Dank des Karabinerhakens lässt sich die Box auch außen am Rucksack befestigen.

Fazit

Für knapp 30 Euro bietet die Rockbros Fahrradbrille mit 4 Wechselgläsern ein extrem faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Die vier verzerrungsfreien Scheiben ermöglichen eine den jeweiligen Anforderungen entsprechend ideale Sicht. Ebenfalls überzeugend ist die Anti-Beschlag-Funktion der Brille. Lediglich der Rahmen spiegelt den Preis wider, was aber nicht zu Lasten der Stabilität und Funktionalität geht.

Details Rockbros Fahrradbrille

  • Verfügbare Rahmenfarben: Vier Farboptionen / im Test: schwarz
  • Anzahl der mitgelieferten Linsen: 4 Stck.
  • Gewicht: 25 Gramm
  • Mitgeliefertes Zubehör: Mikrofaserbeutel, Wechselnasenpad, EVA Box, Korrektureinsatz
  • Preis: 29,99 Euro

Web: www.rockbrosbike.de

Klarfit Tourek Rollentrainer im Test

Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen. Ein sehr preisgünstiges Modell stellt der von www.electronik-star.de vertriebene Klarfit Tourek Rollentrainer dar. Für knapp 80 Euro gibt’s 6 Widerstandsstufen, Lenkerfernbedienung und sogar einen Führungsklotz für’s Vorderrad.

Klarfit Tourek Rollentrainer – Technische Daten

Bezeichnung Klarfit Tourek
Preis 79,99 Euro (schwarz) bzw. 89,99 Euro (silber)
Bremssystem Magnetwiderstand
Bremswiderstände 6 Stufen
Max. Bremsleistung keine Angabe
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit 100 kg lt. Website / 120 kg lt. Manual
Mögliche Rad-Durchmesser 26 bis 28 Zoll
Einspannung Fahrrad Klemmnabe
Zusammenklappbar ja

Montage

Der Klarfit Tourek Rollentrainer wird nahezu vollständig zusammengebaut geliefert. Lediglich die Abstützschraube zur Bremsmotor-Justierung muss montiert werden. Obligatorisch muss zudem natürlich der im Lieferumfang enthaltene Schnellspanner am Bike ausgetauscht werden (Trainerachsen für andere Achsen-Typen stehen über den Vertrieb leider nicht zur Verfügung). Nun kann das Bike schon in den Klarfit Tourek Rollentrainer eingespannt werden: Im ersten Schritt wird die Hinterrad-Achse in der Klemmnabe mittels Flügelmutter fixiert – also mit der einen Hand das Bike zwischen den Kupplungen ausgerichtet, mit der anderen die Flügelschraube angezogen. Das ist zwar ein wenig umständlich, funktioniert aber dennoch denkbar schnell und einfach. Anschließend wird der Magnetwiderstand mittels Feststellschraube sowohl zur Anpassung an die Laufradgröße als auch einen schlupffreien, sicheren Reifenkontakt eingestellt. Zuletzt muss nur noch der Speed Controller am Lenker angebracht werden – verschiedene Klemmringe sorgen hierbei für Kompatibilität zu diversen Lenkerdurchmessern – und schon kann’s losgehen.

Im Einsatz

Der Klarfit Tourek Rollentrainer hat einen durchweg stabilen, sicheren Stand, auch dank der gummierten Füße. Das Bike ist optimal fixiert. Praktisch: der im Lieferumfang enthaltene Führungsklotz für das Vorderrad. Der Speed Controller hat eine super Haptik, die Einstellung des Rollwiderstands erfolgt mühelos und ist optisch gut ablesbar durch die kontraststarke Darstellung. Ein wenig irritiert hat uns zwar, dass anstatt der angekündigten 7 lediglich 6 Stufen zur Verfügung stehen, diese reichen am Ende aber für unsere Zwecke vollends aus. Der Rollwiderstand steigt merklich und stetig bei Schaltung in die nächst höhere Stufe. Im Rennradsattel mit profilfreien Reifen ist die Geräuschkulisse des Klarfit Tourek für uns absolut akzeptabel. Als etwas störend empfanden wir allerdings die leichten Vibrationen, die sich bei allen Widerstandsstufen und geringen wie höheren Geschwindigkeiten bemerkbar machten – trotz dämpfender Gummimatte. Nach Gebrauch lässt sich der Rollentrainer übrigens platzsparend zusammenklappen. Leichte Abstriche gibt’s für die Verarbeitung – keine höhere Handwerkskunst, aber zweckdienlich.

Fazit Klarfit Tourek Rollentrainer

Der Klarfit Tourek Rollentrainer hat eine breite Widerstandsspanne, die ein solides Training zum kleinen Preis ermöglicht. Die schnelle Montage sowie die einfache Bedienbarkeit machen die feste Rolle zu einem guten Trainingspartner. Punktabzug gibt’s lediglich für die leichten Vibrationen.

Web

www.electronik-star.de

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Preiswerte Rollentrainer im Test: Fit für die neue Saison?

Test: Langsam aber sicher werden die Tage wieder länger, und mit jedem Plus an Tageslicht steigt die Vorfreude auf die Bikesaison 2018. Während wir uns schon wie die Wutz auf lange, sonnig-warme Touren in Shorts und Trikot freuen, meldet das schlechte Gewissen nicht ganz unberechtigt ein paar Bedenken an. Schließlich fordern Gänsebraten, Weihnachtskekse und Co. ihren Tribut, und das schmuddelig kalte und nasse Winterwetter macht es dem inneren Schweinehund recht leicht. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen und sich indoor auf die neue Saison vorbereiten und wieder in Form bringen? Wir haben 3 klassische Rollentrainer im unteren Preissegment getestet und möchten Sie Euch vorstellen.

Rollentrainer im Überblick

Na klar, die Nachteile des Rollentrainings liegen auf der Hand: Kein frischer Fahrtwind um die Nase, kein bisschen Natur vor Augen, eine mehr oder weniger laute Geräuschkulisse und Du bewegst Dich nicht vom Fleck. Andererseits bietet das Rollentraining ein völlig witterungsunabhängiges Training auf dem eigenen Bike, das sich individuell gestalten lässt und außer dem Rollentrainer kein zusätzliches Equipment braucht.  Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Varianten: Bei der sogenannten „freien Rolle“ bewegt sich das Bike auf Walzen, die durch einen Treibriemen miteinander verbunden sind. Da hier nichts eingespannt oder fixiert wird, braucht man schon ein bisschen Übung und hohe Konzentration, um das Gleichgewicht zu halten. Andererseits punktet die freie Rolle mit einem realistischen Fahrgefühl bei geringem Gewicht und kleinem Packmaß. Bei den „Wheel-off-Trainern“ wird das Laufrad des Bikes ausgebaut und der Hinterbau direkt eingespannt. Neben sehr geringer Geräuschentwicklung gibt‘s hier natürlich keinerlei Reifenverschleiß. Die Wheel-off-Trainer sind allerdings recht kostspielig. In unserem Test haben wir uns auf die dritte Variante fokussiert, die „feste Rolle“, bei der das Hinterrad eingespannt und das Bike somit an der Hinterachse fixiert wird. Vorteil: Du kannst abschalten, nach Feierabend einfach mal locker vor Dich hin pedalieren und musst dazu nicht unbedingt allzu tief in die Geldbörse greifen.

Die Rollentrainer im Einzel-Test

Gesamtfazit

Wetterunabhängiges Rollentraining in den eigenen vier Wänden und auf dem eigenen Bike ist mit leichten Abstrichen schon für unter 100 Euro möglich. Allen drei getesteten Basic-Rollentrainern ist eine einfache Montage mit gutem Handling gemein. Auch Geräuschkulisse und Vibrationen hielten sich mehr oder weniger in akzeptablen Grenzen. Schwachstelle bei allen Testmodellen war die eher schwergängige und schlecht ablesbare Lenker-Fernbedienung. Der größte Unterschied zeigte sich in der subjektiv wahrgenommenen Bremsleistung: Diesbezüglich konnte uns der Tacx BLUE MATIC mit Abstand am meisten überzeugen, der selbst ambitionierten Bikern auf Dauer genug Bremsleistung entgegensetzt.

Die Details im Überblick

Bezeichnung Klarfit Tourek B’Twin In’Ride 100 Tacx Blue Matic
Preis 79,99 Euro (schwarz) bzw. 89,99 Euro (silber) 99,99 Euro 159,00 Euro
Bremssystem Magnetwiderstand Magnetwiderstand Magnetwiderstand
Bremswiderstände 6 Stufen 7 Stufen 10 Stufen
Max. Bremsleistung keine Angabe 550 Watt 700 Watt
Lenkerbedienung Lenker Kabelsteuerung Lenker Kabelsteuerung Lenker Kabelsteuerung
Max. Belastbarkeit 100 kg (Website)120 kg (Manual) keine Angabe keine Angabe
Mögliche Rad-Durchmesser 26 – 28 Zoll 26 – 28 Zoll 26 – 29 Zoll (Laufrad-Außendurchmesser 600-710mm)
Einspannung Fahrrad Klemmnabe Schnellspann-Mechanismus Schnellspann-Mechanismus
Vibration ●●
Verarbeitung ●●
Faltbar ja ja ja
Zubehör + + ++
Hinweis Führungsklotz für Vorderrad im Lieferumfang enthalten
Trainerachsen für andere Achsen-Typen stehen über den Vertrieb nicht zur Verfügung
Rollwiderstand steigt merklich und stetig bei Schaltung in die nächst höhere Stufe Einstellung der Widerstände etwas schwergängig, Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen fallen eher gering aus Einstellung der Widerstände etwas schwergängig, Unterschiede zwischen den einzelnen Stufen signifikant

Tipps

Die Hersteller bieten ein mehr oder weniger breites Zubehörspektrum für ein angenehmeres Training an. Aufgrund von hohem Materialverschleiß definitiv empfehlenswert ist die Verwendung spezieller Rollentrainer-Reifen. Grundsätzlich gilt: keine Reifen mit grobem Profil! Auch Trainingsmatten sind eine sinnvolle Anschaffung, möchte man die Geräuschkulisse dämpfen und den Flokatiteppich vor heruntertropfendem Schweiß schützen. Alternativ bieten sich Schweißfänger an, die zusätzlich auch das Bike schützen. Um den Niveau Unterschied auszugleichen, der durch die erhöhte Fixierung des Hinterrads zustande kommt, und gleichzeitig die Front zu stabilisieren, sind Vorderradstützen sehr praktisch. Nach Feierabend zur Abwechslung mal eine kleine Runde durch spanische Gefilde radeln? Auf diversen Video-Plattformen gibt‘s schöne Trainings-Mitschnitte, mit denen sich der innere Schweinehund leichter austricksen und die eigene Motivation steigern lässt. Eine feine Sache, wenn man nicht so tief in die Tasche greifen und sich keinen interaktiven Trainer zulegen möchte.