Trocken ankommen ist keine Glückssache: Die besten Schutzbleche für dein Bike

Sobald der Herbst einzieht, ändern sich die Bedingungen auf den Straßen und Trails schlagartig. Nasskaltes Wetter, nasse Fahrbahnen und aufgeweichter Waldboden gehören ab sofort zur Tagesordnung. Wer jetzt weiter draußen unterwegs ist, dem fliegen zwangsläufig im wahrsten Sinne des Wortes Spritzwasser und Matsch um die Ohren. Hilfe versprechen Schutzbleche, die in unterschiedlichen Ausführungen und mit verschiedensten Montagemöglichkeiten angeboten werden. Wir werfen einen Blick auf aktuelle Modelle und zeigen dir, worauf du beim Kauf achten musst.

Schutzblech ist längst nicht mehr gleich Schutzblech. Während fest verschraubte Bleche für Pendler nach wie vor die erste Wahl sind, verlangen moderne Gravelbikes, Mountainbikes und minimalistische Urban-Bikes nach extrem flexiblen, leichten und werkzeuglosen Lösungen. Bei der Wahl des passenden Spritzschutzes entscheiden daher vor allem drei zentrale Faktoren: die am Rahmen vorhandenen Montageösen, die verfügbare Reifenfreiheit und der persönliche Einsatzzweck.

Trocken ankommen ist keine Glückssache: Die besten Schutzbleche für dein Bike

Schutzbleche für Fahrräder: Welches Modell passt an dein Bike?

Wer auf dem Mountainbike unterwegs ist, greift am besten zu ultraleichten Mudguards. Diese Mini-Fender lassen sich blitzschnell mit Kabelbindern oder Klettstreifen montieren und schützen in erster Linie das Gesicht und den Oberkörper vor direkt aufgewirbeltem Dreck. Einen guten Schutz für Rücken und Beine bei sportlichen Fahrrädern ohne feste Gewindeösen bieten flexible Quick-Release- bzw. Clip-On-Sets. Sie werden über gummierte Riemen oder Klettverbindungen fixiert und lassen sich bei Bedarf schnell anbringen und wieder abnehmen.

Ein besonders ausgeklügeltes System bietet SKS Germany mit der Konus-Befestigung im Schaftrohr der Gabel. Auch hier lässt sich der Front-Spritzschutz in Sekundenschnelle befestigen. Pendler und Vielfahrer kommen an fest montierten Blechen aus Aluminium oder robustem Kunststoff kaum vorbei, da sie die höchste Stabilität und Abdeckung bieten. Als zusätzlicher Geheimtipp für eiskalte Regentage erweist sich hierbei ein flexibler Spritzschutz-Lappen am unteren Ende des Vorderradblechs, der die Schutzwirkung deutlich erhöht.

Der deutsche Markt zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte an spezialisierten Marken aus, die für jeden Einsatzzweck durchdachte Detaillösungen entwickelt haben: vom minimalistischen Steck-Fender über flexible Klettsysteme bis hin zum Spritzschutz für Vielfahrer. Die Modelle unterscheiden sich jedoch spürbar in Handhabung, Befestigung und Gewicht. Die folgende Übersicht zeigt die spannendsten Schutzblech-Lösungen im direkten Detail-Vergleich – stützend auf den technischen Angaben der jeweiligen Hersteller.

Produkt-Vergleich: Lösungen deutscher Hersteller im Überblick

Hersteller & Modell Befestigungssystem Für Radgröße & Reifenbreite Gewicht (ca.) Einsatzbereich & Besonderheit
SKS Germany
Speedrocker
Klettbänder & gummierte Riemen (inkl. Aussparungen für Bremsleitungen) 27,5″ / 28″ (bis 42 mm Reifenbreite) 408 g Gravel & Rennrad: Speziell für Scheibenbremsen entwickelt, sehr stabil auf rauem Untergrund.
SKS Germany
Shockboard (XL) / X-Tra-Dry
Expandersystem für die Gabelkrone (Front) & Quick-Release an der Sattelstütze (Heck) 26″ – 29″ (bis ~2.5″ MTB-Reifen) ~250 g (Set) MTB & Trail: Der Klassiker mit der bekannten Konus-Befestigung im Schaftrohr; schnell de-/montierbar.
Rie:sel Design
Schlamm:PE
Kabelbinder oder wiederverwendbare Klett-Kabelbinder an Gabelbrücke & Tauchrohren 20″ – 29″ (nahezu alle Breiten) 33 g MTB & Gravel: Extrem leichtes, flexibles Kunststoff-Fender; schützt Gesicht und Gabeldichtungen.
Fahrer Berlin
Latz (Spritzschutz)
Edelstahl-Kabelbinder / Klett-Fixierung direkt am unteren Ende des Schutzblechs Universal (für alle gängigen Blechbreiten) ~70 g Pendler & E-Bike: Vergrößert die Schutzfläche nach unten; hält Schuhe, Hosenbeine und Tretlager trocken.
Hebie
Viper T
Festmontage an Rahmenösen / Gabelbohrung oder Clip-On-Halterung 28″ (für City/Trekking bis 45 mm) ~370 g Alltag & Touren: Verstärkter Kunststoff; formstabil und klapperfrei auf Asphalttouren.

Worauf du vor und während der Montage achten solltest

Entscheidend für die optimale Schutzwirkung ist das Zusammenspiel zwischen Reifen- und Schutzblechbreite. Als bewährte Faustregel gilt: Das Blech sollte stets etwa 10 bis 12 Millimeter breiter gewählt werden als der aufgezogene Reifen. Wer beispielsweise auf einem moderaten Gravel-Reifen mit 35 Millimetern Breite unterwegs ist, greift idealerweise zu einer Schutzblechbreite von mindestens 45 Millimetern, da das aufgewirbelte Spritzwasser andernfalls seitlich einfach vorbeifliegt.

Achte zudem auf die Durchlaufhöhe zwischen Reifen und Montageposition des Spritzschutzes, damit das Schutzblech später schleif- und klapperfrei zum Einsatz kommen kann. Schutzbleche für die Festmontage benötigen zwingend entsprechende Rahmen- oder Gabelösen – prüfe daher vor dem Kauf, ob dein Bike diese Voraussetzungen erfüllt. Bei Systemen mit Konus-Befestigung im Gabelschaft muss zudem der Innendurchmesser des Schaftrohrs passen (optional finden sich im Zubehörhandel passende Adapter-Sets für abweichende Durchmesser).

Mit dem richtigen Spritzschutz bist du für die kommenden Dauerregentagen bestens gerüstet

Wer sein Fahrrad vor den ersten Dauerregentagen passend ausrüstet, spart sich nicht nur das aufwendige Putzen nach jeder Fahrt, sondern schützt auch Lager, Kette und Bekleidung vor vorzeitigem Verschleiß. Damit der Spritzschutz nicht schleift oder unangenehm klappert, sollte zwischen Reifen und Rahmen bzw. Gabelbrücke nach der Montage immer ein Mindestabstand von etwa einem bis anderthalb Zentimetern frei bleiben. Das verhindert wirksam, dass sich im Herbst mitgedrehter Matsch oder feuchtes Laub festsetzen.

SKS Blade Set bringt Farbe ins Spiel: MTB Schutzbleche im Test

Bei Schutzblechen am MTB scheiden sich die Geister. Für die eine Gruppe sind Fenders ein Must-have für Rides bei Regen, für die andere Gruppe hingegen ein optisches No-Go. Doch müssen Schutzbleche wirklich langweilig sein? Diese Frage kann zumindest beim SKS Blade Set verneint werden. Ausgestattet mit optisch abgesetzten Elementen in blau oder grün bringt das Set ordentlich Farbe ins Spiel.

Wir müssen zugeben, dass wir nicht die größten Fans von MTB Schutzblechen sind. Die meist in grau oder schwarz gehaltenen Fenders wirken auf uns am Bike wie Fremdkörper. Allerdings macht ein komplettes Einsauen auf Touren inklusive Beeinträchtigung der Sicht nicht wirklich Sinn, zumal die Witterung in den kommenden Monaten ja doch eher feuchter als trockener wird. Mit dem Blade Set in grün oder blau bietet SKS eine Lösung an, die nur wenig Kompromisse erfordert. Die farblich abgesetzten Spoiler der bewährten Mudguards Shockblade und X-Blade sollen nicht nur den Spritzschutz verbessern, sondern aufgrund des weicheren Kunststoffmaterials gleichzeitig als Kantenschoner beim Auf- und Absteigen dienen.

Flexibel und bruchsicher: SKS Blade Set aus 2-Komponenten Kunststoff

Gefertigt sind die Schutzbleche aus einem 2-Komponenten Kunststoff. Auffallend ist die hohe Flexibilität des Materials. Obwohl die Schutzbleche sehr formbeständig sind, geben diese bei einwirkenden Kräften von außen nach und nehmen danach sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Das Ganze geschieht ohne bleibende Schäden. Für den MTB Bereich natürlich optimal, da ein Sturz nie ausgeschlossen werden kann. Ausgelegt ist das Set für 29″ Laufräder, passt aber auch hervorragend für 27,5″ Bikes. Die empfohlene Reifenbreite beträgt zwischen 2.0″ und 3.0″, das von uns nachgemessene Gewicht liegt bei 108 Gramm (vorne) bzw. 228 Gramm (hinten). Werte, die selbst Leichtbau-Fanatiker überzeugen dürften.

Quick-Release-Adapter gewährleistet eine einfache und schnelle Befestigung

Überzeugend ist auch die Montage der Schutzbleche am Bike oder E-Bike. Für die Befestigung des Shockblades muss vor der ersten Fahrt ein Quick-Release-Adapter von unten im Gabelschaft montiert werden. Für unterschiedliche Durchmesser liegen verschiedene Konus-Adapter bei – sogar an den dafür benötigten Innensechskantschlüssel wurde gedacht. Danach wird das Shockblade einfach nur noch aufgeschoben oder – für die Demontage – runtergezogen. Eine geniale Lösung! Weitere Einstellungen sind nicht erforderlich, wodurch wir uns jetzt direkt dem hinteren Schutzblech zuwenden können.

Mit wenigen Handgriffen am Bike oder E-Bike montiert: Das hintere X-Blade Schutzblech

Das hintere X-Blade wird lediglich mittels eines Spanngurts und Spannbügels an der Sattelstütze befestigt. Der Spanngurt lässt sich mit wenigen Handgriffen den Anforderungen entsprechend anpassen, danach muss nur noch der Spannbügel ein- und umgelegt werden. Das geht echt schnell von der Hand und ermöglicht so eine unglaublich schnelle Montage bzw. Demontage des hinteren Schutzblechs. Abschließend kann im letzten Schritt noch der Winkel und Abstand zum Hinterrad eingestellt werden. Hierfür wird ein 4 mm Innensechskantschlüssel benötigt, der in diesem Fall allerdings nicht zum Lieferumfang gehört.

SKS Blade Set im Test: Der Regen kann kommen

Das Set begeistert durch einen sehr guten Schutz. Besonders das äußerst unangenehme Durchnässen der Hose im Po-Bereich gehört mit dem X-Blade der Vergangenheit an. Gleiches gilt für den Rückenbereich, wodurch ein schnelles Auskühlen verhindert wird. Der auf der Innenseite gummierte Spanngurt gewährleistet selbst auf schlechteren Wegstrecken einen sicheren Halt. Da verrutscht nichts. Einen ebenso souveränen Eindruck hinterlässt das vordere Shockblade. Der Fender sitzt perfekt und bietet einen guten Schutz vor hochspritzendem Wasser und Dreck. Lediglich bei den Schuhen muss für zusätzlichen Schutz in Form von wasserdichten Socken etc. gesorgt werden. Ein Traum: Das Gesicht und die Brille werden nicht mehr eingesaut, das alleine ist die Sache schon wert!

Fazit SKS Blade Set

Das SKS Blade Set lässt sich mit wenigen Handgriffen schnell am Bike oder E-Bike montieren und bietet einen sehr guten Schutz. Ebenfalls auf hohem Level präsentieren sich die Verarbeitungsqualität sowie das coole Design.

Produktdetails SKS Blade Set 29 Zoll

  • Erhältlich in zwei Farboptionen: Schwarz/grün oder schwarz/blau (im Test)
  • Gewicht: 108 Gramm (vorne) / 228 Gramm (hinten)
  • Material: 2-Komponenten Kunststoff
  • Montage: Quick-Release-Adapter (vorne) / Spanngurt-Spannhebel (hinten)
  • Preis: 44,99 Euro

Web: www.sks-germany.com