Herbst-Lichtduell: StVZO-Frontscheinwerfer und das Smart Light System im Check

Die Tage werden zusehends kürzer und die Feierabend-Runden führen unweigerlich immer öfter in die Dämmerung. Spätestens jetzt wird eine leistungsstarke Frontleuchte zum wichtigsten Zubehör am Fahrrad. Neben der reinen Leuchtkraft entscheiden aber auch Lichtfeld, Akkulaufzeit und smarte Dimm-Funktionen über eine sichere Ausleuchtung der Straße oder des Trails. Wir nehmen die modernsten Scheinwerferkonzepte unter die Lupe und beleuchten, welche handfesten Vorteile das erweiterte Smart Light System von Sigma im täglichen Praxiseinsatz bringt.

Herbst-Lichtduell: StVZO-Frontscheinwerfer und das Smart Light System im Daten-Check
Foto: Jan Kopřiva / Unsplash

Wer Datenblätter von Fahrradbeleuchtungen vergleicht, stößt rasch auf zwei zentrale physikalische Kennzahlen: Lumen und Lux. Während der Wert in Lumen die gesamte, von der LED in alle Richtungen abgestrahlte Lichtmenge angibt, benennt die Angabe in Lux die Beleuchtungsstärke an einem ganz spezifischen Punkt auf der Fahrbahn in zehn Metern Entfernung. Für einen StVZO-konformen Frontscheinwerfer auf öffentlichen Straßen ist die reine Lumen-Zahl also nur die halbe Wahrheit.

So kann ein Scheinwerfer mit beispielsweise nur 100 Lux, aber einer ausgeklügelten optischen Linse, die Fahrbahn wesentlich homogener und blendfreier ausleuchten als ein ungebündelter Lumen-Riese, der zwar die Baumkronen erhellt, den Nahbereich direkt vor dem Vorderrad aber im Dunkeln lässt. Hochwertige Frontscheinwerfer für das Fahrrad zeichnen sich daher durch eine breite Nahfeld-Ausleuchtung und eine klare Fernlichtbündelung aus.

Sigmas Smart Light System: Intelligente Lichtsteuerung am Lenker

Ein technisches Highlight bei den aktuellen Frontleuchten von Sigma ist die konsequente Einbindung smarter Sensorik und Vernetzung. Über einen integrierten Umgebungslichtsensor passt der Scheinwerfer seine Leuchtstärke vollautomatisch an die Lichtverhältnisse an. In der Praxis heißt das: wird beispielsweise aus einem dunklen Waldstück auf eine beleuchtete Ortsdurchfahrt abgebogen, regelt die Leuchte selbstständig runter, um wertvolle Akkukapazität zu sparen.

Über die Sigma Ride App lassen sich zudem individuelle Leuchtprofile konfigurieren. Biker können festlegen, wie viele Dimm-Stufen per Knopfdruck ansteuerbar sind, um auf dem Trail schnell zwischen maximaler Power und einer stromsparenden Auffahrts-Stufe zu wechseln. Hochwertige Einheiten informieren den Fahrer zudem über eine minutengenaue Restlaufzeit-Anzeige auf dem Display, wodurch unliebsame Überraschungen bei Dunkelheit ausgeschlossen werden.

Aktuelle Frontscheinwerfer im herstellerbezogenen Daten-Vergleich

Die folgende Übersicht fasst die exakten technischen Spezifikationen aktueller Frontscheinwerfer namhafter Hersteller zusammen. Sämtliche Angaben entsprechen den offiziellen Herstellerdaten.

Hersteller & Modell Lichtstärke / Lichtstrom Leuchtweite Lademöglichkeit Halterungssystem Besondere Merkmale
Sigma Buster 1700 Link 1.750 Lumen bis zu 210 m USB-C 360° 3D-Schraubhalterung App-Anbindung (Sigma Ride), Remote One Lenkerbedienung, Akkuanzeige
Sigma Aura 100 Link 100 Lux ca. 110 m USB-C Silikon-Halterung (werkzeugfrei) StVZO-zulässig, automatischer Helligkeitssensor, Direkt-Kopplung mit Rücklicht
Busch + Müller Ixon Space 150 Lux ca. 120 m Micro-USB / USB-C Universal-Lenkerhalter StVZO-zulässig, Touch-Sensor-Bedienung, Powerbank-Funktion
Trelock LS 760 I-GO Vision 100 Lux ca. 100 m USB-C ZL 760 Halter (werkzeugfrei) StVZO-zulässig, LCD-Display mit minutengenauer Restlaufzeit, Level-Sensor
Lezyne Hecto Drive 500XL 500 Lumen ca. 85 m Integrated USB Stick (kabellos) Flexibles Silikon-Band Kompaktes Aluminium-Gehäuse, Schnellmontage, mehrere Flash- und Dauer-Modi

Yukon Extreme-Bike – Das Ende der Qual der Wahl – Beleuchtung Test

Autofahrer haben es gut! Zu jeder Gelegenheit bietet sich dem Fahrer eines PKW bei Dunkelheit das passende Licht. Abblendlicht, Fernlicht, Stand- und Parklicht. Wollte sich in der Vergangenheit ein Biker für eine Lichtquelle entscheiden, hatte dieser meist die Qual der Wahl. Unzählige Hersteller und Produkte werben um die Gunst des Bikers. Das richtige und passende Licht für die persönlichen Bedürfnisse zu finden, wurde für viele Biker zu einem „Tanz auf dem Drahtseil“. Den Luxus einer variablen Lichtstärke bieten leider nur sehr wenige Hersteller. Einige Hersteller haben dieses Manko mittels einer zweiten, zuschaltbaren Lampe gelöst. Eine Lösung, die nicht immer unbedingt praktisch ist. Es geht aber auch anders…

Princeton Tec bietet mit der Yukon Extreme-Bike eine geradezu geniale Lösung an. In einer Lampe vereint, bietet die Verwendung einer 2-Faden-Xenonlampe und dreier Hochleistungs-LEDs dem Biker, bequem per Knopfdruck, direkt vier verschiedene Lichtstärken an. Diese reichen von einer äußerst energiesparenden Notbeleuchtung bis zu einer extremen Lichtstärke für die Hatz auf Singletrails. Je nach Brennmodi beträgt die Lebensdauer eines Batteriesets zwischen drei Stunden und 200 Stunden. Die Handhabe der Yukon ist denkbar einfach und perfekt zugleich. Mittels eines Druckschalters am Lampengehäuse kann bequem, auch während der Fahrt, die Lichtstärke gewählt werden.

Die Lampe lässt sich hervorragend ausrichten, da diese vertikal als auch horizontal einstellbar ist. Durch den Schnellverschluss kann die Lampe samt Batterietasche schnell und einfach demontiert werden. Langfinger haben somit keine Chance, sich mal eben schnell eine hochwertige Lampe zu organisieren. Die Yukon wird mit einem Lenkerhalter als auch einer Helmbefestigung ausgeliefert. Ein weiterer Pluspunkt der Yukon Extreme-Bike ist die Einstellbarkeit der Lichtstreuung. Ein Punkt, wo die meisten Beleuchtungen anderer Hersteller passen müssen.

Betrieben wird die Yukon Extreme-Bike mittels acht Batterien der Größe AA. Im Lieferumfang sind die Batterien, nicht weniger als die Qualitätsbatterien mit dem Kupferkopf, enthalten. Im Verlauf des Tests haben wir die Batterien gegen NiMH 2500 mAh Akkus, ohne nennenswerte Einbußen, ausgetauscht. Durch die integrierte Elektronik der Yukon wird ein weitgehend gleichstarkes Licht erreicht. Sollten die Batterien bei der höchsten Lichtstärke in die Knie gehen, schaltet die Lampe automatisch auf ein schwächeres Licht um.

Obwohl das Kabel von dem Batteriepack zur Lampe lang genug ist, würden wir den Einsatz eines Spiralkabels begrüßen. Die Yukon ist etwas filigraner verarbeitet als die Lampen der Konkurrenz. Nachteil ist hier die schnellere Beschädigung bei Stürzen, welche natürlich nicht immer ausbleiben. Für Schäden der Lampe bei normalem Betrieb gewährt Princeton Tec allerdings eine lebenslange Garantie.

Fazit:
Der Betrieb mit handelsüblichen Akkus oder Batterien, und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, garantieren einen langfristigen Einsatz der Yukon Bike-Extreme. Eine Investition in die Zukunft, auch wenn die 85,95 Euro auf den ersten Blick abschrecken mögen.

Preis: 85,95 Euro
Vertrieb: Fulmatech OHG

Mehr Infos unter www.fulmatech.com