Special Frankencross: Etappe 8 – Von Wettelsheim nach Harburg

Das Ziel ist in Sicht! Die achte Etappe mit 74 Kilometern und 1620 Höhenmetern stellt zum Abschluss unserer Tour nochmal enorme Anforderungen an den Fahrer und das Bike. Diese Etappe besticht, bis auf wenige Ausnahmen, vor allem durch die gute Fahrbarkeit der Wege. Die Highlights sind sicherlich die Steinerne Rinne und das Wahrzeichen des Ziels dieser Tour – das Schloss Harburg. Ein weiteres Highlight ist die Stadt Wemding mit der beeindrucken Stadtpfarrkirche St. Emmeram.

Der Marktplatz in Wemding mit der Stadtpfarrkirche St. Emmeram

Nach einer sehr guten Nacht mit ausreichend Schlaf und dem guten Frühstück im Landgasthaus Zum Hirschen kann die letzte Etappe in Angriff genommen werden. Der Weg von Wettelsheim bis Windischhausen erfolgt fast ausschließlich über breite und gut fahrbare Wirtschaftswege. Wir bewegen uns immer im Bereich des Tals mit Blick auf die bewaldeten Hänge und können kaum Steigungen oder Gefälle ausmachen. Der Frankenweg führt uns direkt nach Windischhausen auf die Straße. Von dort fahren wir auf Asphalt in die Richtung Auernheim. Schnell werden wir wieder von der Straße weggeführt. Der Forstweg am Rande des Tals wird wilder und zugewachsener, bleibt aber durchaus fahrbar.

Wir überqueren im weiteren Verlauf die Straße ST2218 und folgen dem Forstweg bergan. Die Beschilderung des Frankenwegs in diesem Bereich ist gut und man kommt gut vorwärts. Wir begleiten jetzt auch eine Weile den Altmühltal Panoramaweg. Über breite Wege gleiten wir über die Hochebene und genießen den Blick über die Mais- und Rapsfelder.

Der Frankenweg führt uns zu einem weiteren Highlight der Tour, die Steinerne Rinne. Ein schmaler Waldweg führt steil bergab. Wir passieren die Steinerne Rinne – selbstverständlich sollte sein, dass der Bereich der Rinne nicht betreten werden darf! Wir bleiben also unbedingt hinter der Absperrung!

Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn

Hier im Naturpark Altmühltal bekommen wir ein besonderes Naturschauspiel geboten: Die Steinerne Rinne! Ein kleiner Bach schlängelt sich auf einem Kalksockel über 120 Meter abwärts ins Tal. Der Sockel ist über ein Meter fünfzig hoch und wächst jährlich. Begünstigt wird dieses Schauspiel durch die Kalkabscheidungen des Wassers. Die Rinne bitte nicht berühren!

Auf Asphalt geht es nach Wolfsbronn, um danach auf gut fahrbaren Forstwegen weiter zu radeln. Nicht verpassen darf man die Abzweigung des Frankenweges nach links auf einen schmalen Weg. Wir erreichen abermals eine Steinerne Rinne, wenn auch nicht ganz so beeindruckend wie die Rinne vor Wolfsbronn. Natürlich darf auch hier der Bereich der Rinne nicht betreten werden! Der Frankenweg wird jetzt zu einem Trampelpfad und führt steil bergauf. Fahren ist hier unmöglich! Wir gelangen auf einen breiten Forstweg, dem wir nach rechts folgen und somit direkt zum Gelben Berg gelangen. Wir überqueren die Straße und fahren auf einem Forstweg bis zum Ort Spielberg. Nach etwa 23 Kilometern und 540 Höhenmetern ist ein Wendepunkt unseren Frankencrosses erreicht – wir fahren jetzt nur noch südwärts dem Ziel entgegen.

Der Gelbe Berg gehört zum Hahnenkamm, einem Ausläufer der Fränkischen Alb. In der Vergangenheit diente der Berg, dank seiner drei stark abfallenden Flanken, oftmals als Siedlungsplatz. Die Geschichte reicht zurück bis etwa dem 10. Jahrhundert v. Chr.!

Der Forstweg bietet ein munteres Auf und Ab. Der Frankenweg ist hier sehr gut befahrbar und wir kommen erfreulich gut vorwärts. Am Rechenberg erwartet uns mal wieder eine Wiesenpassage, bevor es auf einem Wirtschaftsweg weiter geht. Es folgt ein Wechselspiel aus Wald- und Wiesenwegen, welche uns letztendlich nach Hohentrüdingen führen. Schnell erreichen wir, am Roten Berg vorbei, den Rand von Hechlingen. Die Fahrt durch den Forst weist stellenweise einen leichten Trail Charakter auf und bereitet mächtig Spaß. Bevor wir den breiten und geschotterten Rad- bzw. Fußweg am Hahnenkammsee genießen dürfen, treibt uns der Frankenweg kurz auf- und direkt wieder abwärts. Nach dem See führt ein Forstweg sehr steil in den Wald hinein. Der Weg bis Ursheim ist zum Teil sehr zugewachsen und trübt daher ein wenig die Freude. Wenig Freude kommt auch in Ursheim selber auf – wir müssen erst eine Treppe und anschließend einen sehr steilen Wiesenhang hinauf. Fahren ist hier unmöglich!

Der Frankenweg gabelt sich erneut – wir wählen die Umgehung und folgen dem Frankenweg linker Hand. Sehr unterhaltsam und abwechslungsreich gestaltet sich die Fahrt bis Amerbach. Der Frankenweg führt uns über Felder und durch den Wald – zum Teil als Singletrail!

Den Ort Amerbach umgeht der Frankenweg. Über weite Felder gelangen wir, auf angenehm rollenden und leicht schotterigen Untergrund, nach Wemding. Wir passieren die Wallfahrtskirche am Ortsrand und durchqueren den mittelalterlich wirkenden Ort mit der beeindrucken Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Der Frankenweg führt uns durch die engen Gassen. Die Stadt verlassend geht es auf einem gut fahrbaren breiten Waldweg wieder bergan. Anschließend erwartet uns bergab ein schöner, aber kurvenarmer Singletrail.

Die Stadt Harburg (Schwaben) mit der Burg Harburg

Auf den letzten Kilometern unseres Frankencrosses bekommen wir nochmal die gesamt Bandbreite des bisher erfahrenen Frankenweges geboten. Es folgen steile Anstiege – wenn auch nicht mehr ganz so steil und langatmig – und Forstwege, die mit Singletrails gewürzt sind. Natürlich fehlen auch nicht die Wiesenwege am Waldesrand, die uns immer wieder einen schönen Blick über das Land bieten. Schon von Weitem sehen wir oberhalb der Stadt Harburg die Burg Harburg. Was für ein Anblick! Wir gelangen nach Ronheim. Von Ronheim aus führt ein Fußweg nach Harburg. Ein steiler Uphill, der uns nochmal gut 30 Höhenmeter machen lässt. Der Frankenweg lotst uns direkt in den Stadtkern, wo man eigentlich die Tour beenden könnte. Doch offiziell sind wir noch nicht am Ende der Tour und des Frankenweges angelangt – dieser ist am Bahnhof von Harburg.

Es wird ein letztes Mal beschwerlich! Über Treppen und somit das Bike tragend gelangen wir direkt zum Fuße der Burg Harburg. Der Frankenweg führt als schmaler Weg am stark abfallenden Hang entlang. Tief unter uns sehen wir die Dächer der Stadt Harburg.

Die Burg Harburg ist die letzte Sehenswürdigkeit des Frankenweges. Die Burg direkt oberhalb der Stadt Harburg stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Die Burg ist sehr gut erhalten und der Anblick ist beeindruckend. Natürlich sind auch hier Führungen möglich – ein besonderes Highlight ist sicherlich die zweimal jährlich stattfindende Nachtführung bei Kerzenschein. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite der Stadt Harburg.

Im weiteren Verlauf führt uns der Frankenweg wieder bergab an den Rand der Stadt Harburg. Die letzten Meter zum Bahnhof und zu unserem Ziel legen wir auf der Straße zurück. Ernüchternd ist der letzte Eindruck des Frankenweges – ein Werk und ein wenig ansprechender Bahnhof. Der richtige Ort für den Abschied…

Das Ende – oder der Anfang…

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Special Frankencross: Etappe 7 – Von Thalmässing nach Wettelsheim

Die siebte und vorletzte Etappe (etwa 49 km / 910 Hm) unserer Tour ist zwar kurz, aber die vielen Fahrten über die weichen Wiesenwege kosten dennoch sehr viel Energie. Die Festung Wülzburg oberhalb von Weißenburg ist unbedingt einen Besuch wert. Treuchtlingen liegt zwar nicht direkt am Frankenweg, würde sich aber als Zwischenstopp für die Nacht ebenfalls empfehlen.

Von Thalmässing gelangen wir über einen Wirtschaftsweg leicht bergan in den Wald hinein und im weiteren Verlauf auf einen Hohlweg, der steil bergan führt. In diesem Bereich muss man wieder sehr auf die Beschilderung achten. Immerhin treibt es uns auf dem kurzen Stück über 120 Höhenmeter hinauf. Wir durchstreifen auf breiten Wegen den Wald und gelangen bergab zu einer Straßenkurve, der wir nach rechts ein kurzes Stück bergab folgen. Der Frankenweg zweigt nach links ab und führt uns über eine zugewucherte Wiese – dieses Wegstück kann man wahrlich kaum als Weg bezeichnen!

Wieso denn jetzt Regen? Kleine Zwangspause…

Wir gelangen in den Wald und das ständige Auf und Ab auf den zum Teil recht matschigen Forstwegen kostet mächtig Körner. Oben angekommen muss man wieder sehr auf die Schilder achten. Der folgende Weg fängt unspektakulär an, entpuppt sich aber als genialer abwärts führender Singletrail. Wir überqueren eine Straße und der Weg wird wilder – sprich zugewachsener. Anschließend geht es über einen breiten und geschotterten Weg abermals aufwärts. Wir befahren die Hochebene entlang der Felder am Rande des Waldes. Abseits sehen wir kleinere Siedlungen. Erst mit Geyern durchqueren wir wieder einen Ort. Dem Frankenweg und der Straße folgend gelangen wir über Wiesen wiederum kurz in den Wald. Franken strotzt vor grünen und saftigen Wiesen – kurz vor Kaltenbuch bekommen wir eine Kostprobe dessen. Die Wiese ist so steil, dass wir absteigen müssen. Die Schafe am Rande des Weges schauen sich dieses Schauspiel nur zu gerne an.

Von Kaltenbuch an geht es unentwegt am Rande des Waldes entlang der Felder. Der Frankenweg führt hier meistens über Wiesenwege, die mal mehr, mal weniger wild ausfallen. Diese Wege kosten sehr viel Kraft. Alsbald führt der Weg steil bergab am Rohrberg zum Rohrberghaus. Man darf nicht die Abzweigung nach links verpassen, die uns nach Gänswirtshaus führt. Erst über Wiesen, dann den Ort Kehl durchquerend, geht es steil bergauf zur Festung Wülzburg. Wir verlassen die Straße schnell und bekommen natürlich mal wieder einen Wiesenweg zur Festung angeboten. Der Frankenweg beschreibt einen Rundgang um die Festung. Die Festung Wülzburg sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen! Im Innern der Burgmauern findet sich ein Gasthaus.

Die Festung Wülzburg oberhalb von Weißenburg war ursprünglich ein Benediktinerkloster. Erst im Jahre 1588 wurde das Kloster zu einer Festung umgewandelt. Der Frankenweg führt uns nicht nur direkt zu der Festung, sondern auch um die Festung herum. Da die Festung auf der höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb liegt, müssen wir uns den Weg dorthin hart erkämpfen. Das prächtige Tor lädt uns ein, diese Festung zu betreten. Interessant ist die Festung auch aus der Vogelperspektive: Der Grundriss der Festung stellt ein Pentagon dar. Der Innenhof ist tagsüber frei zugänglich. Natürlich werden auch Führungen und Besichtigungen angeboten.

Im Innern der Wülzburg

Der Frankenweg führt uns danach in den Weißenburger Wald. Der breite Forstweg bleibt uns eine Weile erhalten. Wir überqueren die Bundesstraße B13 und jetzt zeigt sich der Forstweg am Anfang sogar asphaltiert. Wir erreichen die Hochebene und müssen wieder mit Wiesenwegen vorlieb nehmen. Ein Teil der Wege ist so dermaßen zugewachsen, dass man meint, man wäre nicht mehr auf dem richtigen Weg! Der nächste Ort, den wir passieren, ist Dettenheim. Hier müssen wir die stark befahrene Bundesstraße B2 überqueren.

Der Frankenweg trägt uns jetzt im weiteren Verlauf über weite Felder den Nagelberg hinauf. Wir passieren einen Parkplatz und auf der Straße geht es bergab nach Graben. Ein breiter Wirtschaftsweg führt uns einen Berg hoch, wo wir ein kleines Waldgebiet umfahren. Die Abfahrt nach Bubenheim auf der schmalen asphaltierten Straße ist zwar unspektakulär, aber dafür schnell. Seitdem wir die Burg Wülzburg verlassen haben, können wir etwa 17 Kilometer und knapp 200 Höhenmeter notieren. Das kleine Örtchen Wettelsheim bietet sich sehr gut für eine Übernachtung an, da hier direkt mehrere Gasthäuser um die Gunst der Reisenden buhlen. Zur Übernachtung können wir das Landgasthof Zum Hirschen (An der Rohrach 46) empfehlen. Hier gibt es neben guten Zimmern zu fairen Preisen ein gutes Frühstück, welches genug Power für die letzte Etappe gibt.

Mit unserer Einkehr bzw. unserem Zwischenstopp in Wettelsheim befinden wir uns nur unweit der Stadt Treuchtlingen. Mit dem Befahren des Frankenweges kommen wir nicht in den direkten Kontakt zu der Stadt. Vom Nagelberg aus sehen wir Treuchtlingen nicht, da der Frankenweg uns zu der gegenüberliegenden Seite des Berges führt. Wer einen Stopp in Treuchtlingen einplant, muss den Frankenweg kurzfristig verlassen. Neben dem Kurpark locken vor allem die Burgruine Obere Veste (Burg Treuchtlingen) sowie das Stadtschloss aus dem 16. Jahrhundert. Treuchtlingen bietet einen Bahnhof, der von Augsburg, Nürnberg, Würzburg und Ingolstadt angefahren wird.

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Special Frankencross: Etappe 6 – Von Altdorf nach Thalmässing

Mit 83 Kilometern und 1660 Höhenmetern die längste Etappe unseres Frankencrosses. Der Frankenweg führt uns an der Burgruine Wolfstein vorbei, die unbedingt einen Besuch wert ist. Obwohl diese Etappe oft in der Hochebene verläuft, darf man die Anforderungen an die Kondition und Konzentration nicht unterschätzen. Obwohl wir Thalmässing als Etappenziel auserkoren haben, würde sich auch Berching als Etappenziel anbieten.

Die Stadt Berching im Naturpark Altmühltal

Den Start der sechsten Etappe bildet Altdorf. Die nächste größere Ortschaft, die wir passieren werden, ist Pilsach. Aus Altdorf hinaus führen breit angelegte Rad- und Wanderwege. Schnell verschlägt es den Frankenweg aber wieder in den Wald, wo wir eine gute Mischung aus Forstwegen und schönen Trails vorfinden. Auch wenn die Berge optisch kleiner werden, muss man mächtig bergan kurbeln. Die Anstiege gestalten sich zum Teil so heftig, dass wir vom Bike steigen müssen.

Wir durchqueren Sindlbach und der anfänglich asphaltierte Weg aus dem Ort hinaus wird zu einem Schotterweg, dem wir nach links folgen. Vom Feld gelangen wir in den Wald, wo es mächtig steil bergan geht. Der Forstweg ist etwas wilder und nach diesem Kraftakt können wir über die weiten Felder ohne nennenswerte Anstiege dahingleiten. Von der Hochebene gelangen wir nochmal in den Wald und im weiteren Verlauf nach Pilsach, wo uns asphaltierte Straßen erwarten. Die Gemeinde Pilsach liegt im Tal, was für uns natürlich heißt, dass wir wieder bergauf kurbeln müssen. Doch es soll noch viel beschwerlicher werden! Bevor wir den beschwerlichen Aufstieg zur Burgruine Wolfstein antreten, ein mit grobem Schotter und Steinen versetzter Forstweg, radeln wir erstmal über freie Felder. Der Untergrund gestaltet sich aus einer Mischung aus Gras, Asphalt und Schotter. Die Wege sind breit und gut fahrbar. Langsam taucht die Burgruine Wolfstein in unserem Blickfeld auf und wir können uns geistig auf den bevorstehenden Kraftakt vorbereiten.

Unterhalb der Burgruine stoßen wir auf einen breiten gut fahrbaren Forstweg, der uns erst in eine Siedlung und dann wieder in die Richtung der Burgruine leitet. Auf dem letzten Teilstück führt der Frankenweg als schmaler Trail bergan über einen Wiesenhang. Auch wenn dieser Weg fahrbar wäre, dieses Stück ist als Gehweg ausgeschildert! Kurz vor dem Erreichen der Burgruine Wolfstein passieren wir den Felsen Krähentisch.

In liebevoll restauriertem Zustand zeigt sich die Burgruine Wolfstein. Die Burg stammt etwa aus dem Jahre 1150 und bietet einen fantastischen Ausblick auf Neumarkt. Viele Mauern und der 22 Meter hohe Bergfried sind sehr gut erhalten. Wir entdecken bei unserem Rundgang verschiedene Gewölbe und auch Teile der Vorburg sind noch erhalten. Die Burgruine ist frei zugänglich und lohnt zum Entdecken. Der Verein Wolfsteinfreunde, der sich hingebungsvoll um die Burgruine Wolfstein kümmert, bietet auch Führungen an.

Die Burgruine Wolfstein im Visier

Von Altdorf aus haben wir bis zum Erreichen der Burgruine Wolfstein etwa 24 Kilometer zurückgelegt – mit über 600 Höhenmetern! Mit der Burgruine im Rücken folgen wir weiter dem Frankenweg. Bis nach Höhenberg bringt uns eine schöne Passage auf Forstwegen durch den Wald. Wir bewegen uns nun auf einer Hochebene – starke Steigungen sind im Moment nicht zu erwarten. Erstaunlich und abwechslungsreich ist der permanente Wechsel von Wald- und Feldpassagen. Dabei streifen wir idyllische kleine Dörfer wie Helena. Die Wege sind breit und gut fahrbar. In direkten Kontakt mit Autos gelangen wir nur selten. Nur bei der Überquerung der Bundesstraße B8 muss man höllisch aufpassen! Hier orientieren wir uns dem Frankenweg entsprechend nach rechts und fahren wieder über das weite Land. Wir bewegen uns auf Asphalt, mit Schotter versetzte Forstwege und Wiesenwege – ohne jeglichen Autoverkehr!

Die Asphaltbahnen, die wir befahren, nutzen wir als Regeneration. Wir haben noch eine lange und beschwerliche Tour vor uns! Entspannt radeln wir an Windrädern vorbei, die emsig ihrer Arbeit nachgehen. Nach dem Passieren des Ortes Deining-Bahnhof wird es wieder wilder. Eine kurze steile Auffahrt mit mächtigen Wurzeln zwingt uns zum Absteigen. Die Wege werden schmaler und wir tauchen tief in den Wald hinein. Oftmals führt uns der Frankenweg über Wiesen. Wir gelangen zu dem schönen kleinen Ort Roßthal und die folgenden Passagen über die Wiesen sind zum Teil leider recht unglücklich ausgeschildert. Ebenso unglücklich ausgeschildert ist der Frankenweg vor dem Örtchen Eismannsberg. Hier sollte man nicht den Weg zum Ort einschlagen, sondern sich weiter geradeaus am Waldesrand orientieren, um nachfolgend der Kurve nach links zu folgen, um auf den Schotterweg zu gelangen. Zur Orientierung bietet sich der Hochsitz auf dem Feld an. Man muss hier höllisch aufpassen, dass man nicht den Frankenweg verliert. Auf jeden Fall sollte man sich nicht bergab in Richtung Pollanten orientieren! Wir bleiben vorerst auf der Hochebene.

Wir gelangen zur Landstraße, die von Pollanten nach Eismannsberg führt. Nach Emersdorf führt uns eine schotterige Waldpiste leicht pedalierend stetig bergab. Mit dem Erreichen des Kaplansweg bekommen wir wieder ein wenig Singletrailspaß bergab. Im weiteren Verlauf führt uns ein schöner Waldweg bergab nach Berching. In Berching überqueren wir den Kanal und tauchen in die schöne alte Stadt mit dem herrlichen Stadtkern ein. Dem Ambiente entsprechend bieten sich uns viele Möglichkeiten, gepflegt den Durst und den Hunger zu stillen.

Die Burgruine Wolfstein auf dem Wolfsteinberg (Neumarkt i.d.OPf)

Schöner als Berching kann sich kaum eine Stadt präsentieren. Die Stadt im Naturpark Altmühltal mit der wunderbaren alten Stadtmauer nennt sich nicht umsonst Kleinod des Mittelalters. Vier Stadttore, dreizehn Türme, der herrliche Stadtkern und das historische Rathaus prägen das Bild Berchings.

Da wir seit Altdorf bereits über 60 Kilometer zurückgelegt und uns dabei anstrengende 1100 Höhenmeter erarbeitet haben, könnte man auch Berching als Etappenziel wählen. Thalmässing bietet zwar am Marktplatz gute Möglichkeiten zur Einkehr an, eine Zimmersuche gestaltet sich aber relativ schwer. Hier würde es sich anbieten vorab ein Zimmer für die Übernachtung zu buchen, um die Zimmersuche nicht dem Zufall und dem Glück zu überlassen!

Aus Berching hinaus folgen wir ein kurzes Stück dem Main-Donau-Kanal. Der Frankenweg führt uns dann vom Kanal weg und steil bergan durch eine Siedlung. Etwa 80 Höhenmeter machen wir alleine schon auf unserem Weg durch diese Siedlung! Doch wir müssen weiter bergauf! Von Asphalt gelangen wir auf einen Wirtschaftsweg. Schnell führt uns der Weg wieder in den Wald. Uns steht ein sehr zugewachsener Weg bevor. Dieser ist so verwildert, dass man den Hauptweg nutzen sollte, der leicht parallel verläuft. In diesem Fall sollte man natürlich nicht versäumen, sich wieder auf den Frankenweg einzufädeln. Nach diesem kurzen wilden Zwischenstück führt der Frankenweg als schöner Singletrail durch den Forst. Über den anschließenden Forstweg gelangen wir nach Rübling.

Wir folgen einem geschotterten Wirtschaftsweg entlang des Waldes und der Felder. Wir sind jetzt am Pfaffenberg unterwegs. Ein breiter Schotterweg führt schnell bergab in den Wald und das folgende Stück bergan ist sehr anstrengend. Der Frankenweg führt uns wiederum über Felder und das Befahren der Wiesenwege kostet Kraft. Es geht auf Schotter steil bergab bevor wir in einen Hohlweg gelangen. Die letzten Meter nach Obermässing legen wir schnell bergab auf der Straße zurück. Wir streifen die schöne Ortskirche zu unserer Linken. So steil der Weg bergab nach Obermässing war, so steil gestaltet sich auch der Weg aus dem Ort hinaus – allerdings diesmal bergauf! Der Weg ist sehr steil und kostet sehr viel Kraft. Wir gelangen auf einen Wiesenweg, der uns wieder in den Wald trägt. Erst auf Schotter pedalierend, später auf matschigen Forstwegen, soll uns wieder mächtig Spaß bevorstehen. Ein herrlich bergab führender Singletrail mit schönen Kurven erwartet uns. Der Trail spuckt uns direkt an der Brücke aus, die über die Autobahn A9 führt. Auch wir müssen über diese Brücke.

Unser Weg verläuft in Lohen direkt an der Kirchenmauer. Der Frankenweg führt uns alsbald hinaus auf die Felder. Uns erwarten asphaltierte als auch geschotterte Wege. In dieser herrlichen Gegend lässt der Weg, der in den Wald führt, natürlich nicht lange auf sich warten. Wir können uns jetzt auf Forstwegen austoben, die herrlich mit Wurzeln gespickt sind. Der letzte Anstieg dieser Etappe führt uns am Burgstall Landeck vorbei.

Unter dem Burgstall Landeck sollte man sich nicht zu viel vorstellen. Bereits im Jahre 1460 wurde die einstige Burg zerstört – nur noch der Burggraben ist erhalten. Besser erhalten ist dagegen die Burgruine Stauf, die allerdings nicht am Frankenweg liegt. Die Burgruine ist in privater Hand und kann nicht besichtigt werden!

Die Abfahrt nach Thalmässing gestaltet sich ungewöhnlich. Über Grünstreifen, nahezu schnurstracks geradeaus, steuern wir dem Ortskern entgegen. Allerdings ist Vorsicht geboten, da im unteren Bereich Treppen sind! Der Frankenweg verläuft durch den Ort.

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Special Frankencross: Etappe 5 – Von Obertrubach nach Altdorf

Die fünfte Etappe mit 1710 Höhenmetern auf 71 Kilometern ist sehr vielseitig und zeigt die verschiedenen Gesichter der Fränkischen Schweiz und der Fränkischen Alb. Die imposanten Felsblöcke der vierten Etappe dominieren nicht mehr das Bild, dennoch steigen die Berge steil an. Die Auffahrten gestalten sich sehr kraftraubend. Bemerkenswert ist der recht hohe Anteil an spaßigen Singletrails, die sich immer wieder von den Forstwegen trennen.

Der erste spaßige Trail begrüßt uns direkt in Richtung des Ortsausganges von Obertrubach. Nachfolgend müssen wir rechts abbiegen und ein kurzes, aber steiles Stück das Bike bergauf schieben. Uns erwartet ein Wechselspiel aus Forst- und Wiesenwegen, die meistens leicht bergan führen. In weiten Schleifen gelangen wir über einen breiten schotterigen Weg durch den Wald nach Sorg. Bereits bis hier haben wir über 200 Höhenmeter gemacht! Von Sorg bis Hammerbühl bekommen wir MTB-Spaß vom Feinsten! Der Frankenweg führt uns zum größten Teil über schmale Wiesenwege und letztendlich über herrlich verwurzelte Waldtrails! Die Trails sind meist abschüssig und sehr flowig! Wer in diesem Bereich Urlaub macht, sollte diesen Teil des Frankenweges unbedingt in seine tägliche Runde integrieren!

Von Hammerbühl bis zum Rande von Egloffstein befahren wir einen Fahrradweg entlang der stark befahrenen Straße. Wie so oft streift der Frankenweg auch jetzt nur den Ort und führt direkt wieder ins Grüne. Ein breiter und sehr gut fahrbarer Wanderweg lotst uns aus Egloffstein hinaus durch das Tal am Thuisbrunner Bach. Bis nach Gräfenberg erwartet uns ein Mix aus staubigen Feldwegen und schotterigen Forstwegen. Die Wege bieten uns ein seichtes Auf und Ab und bleiben bis Gräfenberg gut fahrbar. Mit dem Ortsschild von Gräfenberg erwartet uns direkt wieder ein schmaler Singletrail links oberhalb der Straße.

Trail bei Gräfenberg

Wir gelangen in eine Siedlung, wo sich der Frankenweg teilt. Unsere Aufmerksamkeit gilt dem linken Weg Richtung Weißenohe, der uns direkt am Kriegerdenkmal vorbei führt. Am Kriegerdenkmal lotst uns der Frankenweg, anfänglich mit einer Treppe und stellenweise sehr schmal, abwärts an den Rand von Gräfenberg. Uns erwartet die stark befahrene Bundesstraße B2, die wir vorsichtig überqueren! Nachfolgend müssen wir einige Stufen hinauf steigen, bevor wir über weite Felder auf einem leicht ansteigenden Feldweg dahingleiten. Verwirrend zeigt sich eine Wegweisung des Frankenweges mitten auf den Feldern. Man sollte auf keinen Fall nach links in die Richtung des Kies- und Schotterwerkes fahren, sondern nach rechts in die Richtung Weißenohe. Der Frankenweg verläuft über schöne, nicht zu breite Wanderwege und trägt uns bergab in die kleine Gemeinde.

In Weißenohe sollte man unbedingt eine Verschnaufpause einlegen. Der Frankenweg führt uns direkt an der Klosterbrauerei Weißenohe vorbei – und das aus gutem Grund! Aus dem Benediktinerkloster wurde schnell eine Klosterbrauerei und diese zählt zu den Ältesten in Deutschland. Man schätzt, dass hier bereits um das Jahr 1050 Bier gebraut wurde! Nicht umsonst ist die Klosterbrauerei Weißenohe mit dem schönen angrenzenden Biergarten ein beliebter Treffpunkt vieler Reisender und Fahrradfahrer.

Die Gemeinde Weißenohe verlassen wir über breite Feldwege. Über Dorfhaus gelangen wir zum Bach Lillach. Bemerkenswert sind an diesem Bach die Sinterstufen, an denen wir direkt vorbei fahren. Kurze Zeit später erwarten uns Treppen bergauf, die uns vom Bike zwingen. Die weitere Fahrt führt uns über breite Forstwege und nachfolgend über weite Felder. Wenig schön ist die Stelle des Flugzeugabsturzes von 1961, die wir passieren. Eine Gedenktafel erinnert an dieses Unglück, bei dem alle 52 Insassen ums Leben kamen. Leider nicht das einzige Flugzeugunglück in dieser Region. Der Frankenweg führt uns direkt an einem Segelflugplatz vorbei. Bei einer Flugschau auf dem Segelflugplatz Lauf-Lillinghof ist im September 2010 ein Doppeldecker in die Menschenmenge gestürzt, dabei starb eine Frau und 38 Menschen wurden verletzt.

Der Frankenweg zeigt sich jetzt meist leicht ansteigend, bleibt dabei aber moderat. Nach dem Passieren von Lillinghof werden wir am Steinlohberg entlang geführt. Uns erwartet hier ein wunderbarer Singletrail mit vielen Wurzeln. Unterbrochen wird der Abfahrtsspaß nur durch das Dörfchen St. Martin, danach geht es vom Spaßfaktor munter weiter. Weniger spaßig ist das folgende Stück bergauf am Alter Rotenberg. Auch hier gilt, dass die Fahrt in entgegengesetzter Richtung bedeutet mehr Spaß gebracht hätte! Die Passage ist steil und wurzelig, leider aber auch sehr zugewachsen! Die weitere Fahrt nach Schnaittach verläuft überwiegend auf breiteren Wegen, wobei der eine oder andere kleine Singletrail für Abwechslung sorgt.

Am Ortsrand von Schnaittach kommen wir an einem Friedhof vorbei und werden von einem Gehweg Schild begrüßt. Wie schon erläutert ist die rechtliche Lage bei Gehwegen eindeutig! Ähnlich verhält es sich mit dem Frankenweg aus der Stadt hinaus. Der sehr lange und stetig ansteigende Weg über die Obststreuwiese am Schlepplift vorbei ist ebenfalls als Gehweg ausgeschildert.

Uns verschlägt es jetzt in die Richtung des Rothenbergs. Es folgen zwei sehr anstrengende Passagen bergauf, die letztendlich nur mit dem Bike schiebend machbar sind! Die erste Herausforderung ist der Rothenberg! Der Weg ist steil und wurzelig und eine Treppe sorgt dafür, dass wir tief durchatmen müssen. Wir passieren die Ruine Rothenberg und der folgende schmale Wanderweg bergab macht richtig Spaß! Allerdings lässt die zweite Herausforderung nicht lange auf sich warten! Auf uns wartet der Glatzenstein mit all seinen Gemeinheiten!

Natürlich gestaltet sich auch der Weg auf den Glatzenstein hinauf steil und wurzelig. Wieder müssen wir runter vom Bike! Oben angekommen erwartet uns das Felsenlabyrinth. Endlich sorgen wieder nette Trails, die sich immer wieder mit den breiten Wegen ablösen, für Fahrspaß. Vor Hersbruck erwartet uns wieder eine Passage bergauf, um dann wiederum einen feinen Weg für die Abfahrt zu bieten. Das letzte Stück legen wir dann aber leider auf Asphalt zurück. In Hersbruck passieren wir den Bahnhof und den schönen Marktplatz der Stadt.

Nach Hersbruck führt im Anschluss an die kleine asphaltierte Straße mal wieder ein Weg über eine Wiese. Die Fahrt in Richtung Engelthal ist eine wunderbare Mischung aus Waldwegen und Singletrails. Auch wenn der Reschenberg teilweise sehr steil bergauf führt und ziemlich zugewachsen ist, diese Passage macht sehr viel Spaß! An der Frankenalb-Klinik in Engelthal angelangt halten wir uns geradeaus, weiter dem Frankenweg folgend. Diese Mischung aus Forstwegen und schmalen Trails, die sich durch den Wald schlängeln, bleibt uns weiterhin erhalten. Begeisterung pur! Die großen Felsen neben den Wegen erblicken wir nicht mehr, dafür verteilen sich die Steine auf den Wegen. Wir gelangen immer wieder vom Wald an den Rand des Waldes mit Blick über weite Felder – eine Aussicht zum Genießen!

Ein wenig Obacht ist in Hegnenberg geboten. Der Frankenweg führt direkt an einem Gasthaus vorbei und im weiteren Verlauf halten wir uns immer geradeaus den Wiesenweg hinab. Der Weg führt direkt unter der Autobahn A6 hindurch. Altdorf liegt jetzt direkt vor uns.

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Special Frankencross: Etappe 4 – Von Heiligenstadt nach Obertrubach

Auf den 59 Kilometern der vierten Etappe mit 1240 Höhenmetern sind wir unverkennbar in der Fränkischen Schweiz unterwegs! Uns erwarten markante Felsen, die tief ins Tal abfallen. Keine Etappe vermittelt so viel Flair eines Alpencrosses wie die vierte Etappe unseres Frankencrosses. Dementsprechend bekommen wir nicht nur eine einzigartige Landschaft geboten, sondern auch konditionell müssen wir alles geben. Viele Trage- und Schiebepassagen begleiten uns auf dieser Etappe!

Der Frankenweg führt durch die Oswaldhöhle bei Muggendorf

Zu Beginn der vierten Etappe unseres Frankencrosses erwartet uns ein Anstieg auf der Straße mit 20% Steigung! Nach dem Kraftakt geht es auf Forstwegen bis Veilbronn, um danach in das mystische Mathelbachtal einzutauchen. Dieser Ort ist wunderschön und sehr beeindruckend. Der anspruchsvolle sehr schmale Weg bis zur Überquerung des Mathelbachs ist mit vielen Hindernissen bestückt. So erwarten uns hier sehr dicke Wurzeln und technisch sehr schwere Passagen, die nur teilweise fahrbar sind. Nach dem Überqueren des Mathelbachs wird der Frankenweg für uns wieder besser fahrbar. Nachfolgend überqueren wir eine Straße und gleiten durch einen Wald mit streckenweise sehr schönen Forstwegen mit viel Flow.

Der Ausblick vom markanten Aussichtsfelsen Hummerstein und vom Prinz-Rupprecht-Pavillon über Streitberg in das tiefe Tal ist beeindruckend. Unter uns erstreckt sich das Wiesenttal. Gegenüber auf der anderen Seite des Tals sehen wir die Ruine Neideck. Was für ein Ausblick!

Das folgende kurze Stück bergab ist mit Vorsicht zu genießen. Der Weg ist schmal und die Serpentinen sind sehr eng – nicht ganz ungefährlich! Genau so stellt man sich den Frankencross und die Fränkische Schweiz vor! Dieser Part hat schon mächtig das Flair eines Alpencrosses. An markanten Felsen entlang und hindurch führt uns der schmale Weg zur Binghöhle.

Die Binghöhle bei Streitberg wurde erst im Jahre 1905 entdeckt und nach ihrem Entdecker benannt. Die Höhle hat eine Länge von 300 Metern, die Innentemperatur beträgt etwa 9 Grad – also schon etwas frisch! Die Tropfsteinhöhle ist eine Schauhöhle, kann also besichtigt werden. Infos zu Führungen finden sich unter www.binghoehle.de

Nach der Binghöhle führt uns ein kurzes Stück auf Asphalt bergan zur Burgruine Streitberg.

Unweit der Binghöhle findet sich die Burgruine Streitberg. Die Burgruine ist etwa 900 Jahre alt und restauriert, allerdings ist nicht mehr viel von der Burg erhalten geblieben. Die Burgruine ist frei zugänglich und liegt direkt am Frankenweg.

Nach der Burgruine Streitberg erwartet uns die ersten Meter abwärts ein toller schmaler Singletrail am stark abfallenden Hang – technisch sehr anspruchsvoll. Der Rest abwärts bis zum Rande der Stadt Streitberg erfolgt über steile Treppen – hier muss das Bike getragen werden! Hier am Rande von Streitberg bieten sich übrigens Übernachtungsmöglichkeiten – für den Fall der Fälle!

Fast steigungsfrei bringt uns ein breiterer Wanderweg zum Aufstieg Jägersteig – genauer gesagt handelt es sich um Treppen! Der Weg ist schmal und eng und zwingt uns zum Schultern des Bikes. Wir gelangen auf einen schmalen Pfad am Hang entlang, den wir definitiv nicht zum Biken empfehlen würden!

In der Fränkischen Schweiz muss das Bike auch mal geschultert werden

Nachfolgend wird der Weg wieder breiter und führt im weiteren Verlauf als enge Serpentine leicht bergab. Unser Weg wird von einer Felsspalte unterbrochen, durch die wir hindurch müssen.

Die Felsspalte ist so schmal, dass wir das Bike wegen des breiten Lenkers nicht hindurch tragen können. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als das Vorderrad auszubauen und so mit eingeschlagenem Lenker die Felsspalte zu passieren. Im wahrsten Sinne des Wortes „ab durch die Mitte“! Dieser gesamte Bereich, den wir bereits passiert haben und auch noch passieren werden, kann man nur bedingt fahrbar nennen. Wir gelangen auf einen breiten Forstweg und können so wenigstens kurz mal dem Bike die Sporen geben, danach folgt wieder eine heftige Schiebepassage bergauf. Das viele Schieben und Tragen des Bikes kostet uns nicht nur mächtig Energie, sondern vor allem auch Zeit. Ein breiter und ausgewaschener Forstweg, der uns letztendlich auf eine Straße führt, bringt uns nach Muggendorf.

Blickt man auf die letzten Kilometer zurück, kann man den Weg von Streitberg nach Muggendorf in Bezug auf das Biken grenzwertig betrachten. Dieser Weg ist sehr mühsam und anstrengend, zumal das Bike oft hinderlich ist. Hier offenbart sich der Frankenweg als Wanderweg vom Feinsten. Wer nicht vom Bike steigen möchte, sollte diese acht Kilometer umfahren.

Als nächstes steht die Oswaldhöhle oberhalb von Muggendorf auf dem Programm, durch die der Frankenweg führt. Auch der Weg aufwärts zu der Höhle – mit seinen vielen Stufen, Kehren und dem engen Geländer – muss mit geschultertem Bike absolviert werden.

An der niedrigsten Stelle ist die Höhle etwa 1,5 Meter hoch – also auf den Kopf aufpassen! Etwa 60 Meter legen wir in der Höhle zurück. Markierungszeichen zeigen uns den Weg, damit wir nicht in eine der kleinen Nebenhöhlen gelangen. Die Höhle ist nicht beleuchtet, weshalb eine Taschenlampe gute Dienste leistet!

Bis zum Aussichtsturm am obersten Punkt des Berges ist das Befahren des Frankenweges nur bedingt möglich. Ab dem Aussichtsturm bietet sich uns bergab ein breiter und gepflasterter Weg nach Engelhardsberg an. Die nächste anstrengende Tragepassage lässt nicht lange auf sich warten und führt uns zur Versturzhöhle Riesenburg.

Die Versturzhöhle Riesenburg ist eine sogenannte Höhlenruine. Der Frankenweg führt uns durch diese beeindruckende Höhlenruine ins Tal herab. Uns erwarten abwärts viele Stufen, die sich zum Teil sehr rutschig zeigen. Da dieser Bereich sehr schmal und rutschig ist und zudem von vielen Wanderer frequentiert wird, sollte man abwärts ebenfalls das Bike tragen!

Nach dem Überqueren des Flusses Wiesent können wir nach Herzenslust wieder das tun, weshalb wir eigentlich hier sind: Biken! Ein schöner Waldweg, zum größten Teil ein wunderbarer Singletrail, lädt dazu ein, dem Bike die Kette zu geben. Der Trail führt uns durch das schöne Tal entlang des Flusses nach Behringersmühle. Was für ein Genuss nach den beschwerlichen vorangegangenen Kilometern! Dieser Abschnitt ist die Belohnung für die mühevollen und langen Tragepassagen!

Von Muggendorf nach Behringersmühle legen wir etwa zehn Kilometer und 160 Höhenmeter zurück. Ein steiler Pfad führt in Serpentinen über den Felsensteig zur Burg Gößweinstein hinauf. Auch hier muss das Bike wieder geschultert werden und das Hinaufsteigen zur Burg gestaltet sich wieder sehr strapaziös. Der Weg ist teilweise sehr schmal und wir müssen einige sehr steile Treppen hinauf steigen. Einheimische Freerider fahren diesen Weg übrigens entgegengesetzt – unter den Augen der sehr verwunderten und erstaunten Wanderer.

Die sehr schöne Burg Gößweinstein bzw. das Schloss Gößweinstein befindet sich direkt am Rande des Ortes Gößweinstein, welchen wir nachfolgend passieren. Der Frankenweg führt uns direkt an der etwa 1000 Jahre alten Burg vorbei.

In Gößweinstein muss man wieder sehr auf die Beschilderung des Frankenweges achten. Vorbei an einem Minigolf-Platz führt uns der Frankenweg im weiteren Verlauf auf einer für den Verkehr gesperrten Straße wieder aus der Stadt hinaus. Wir gelangen nachfolgend auf einen Forstweg, der uns nach Tüchersfeld lotst. Der kleine Ort Tüchersfeld im Püttlachtal wird von den markanten Felsen geprägt, welche den Reisenden begrüßen. Diese schroffe Optik gilt als Symbol für die Fränkische Schweiz und zierte im Jahre 1995 sogar eine Briefmarke der Deutschen Post. Ab Tüchersfeld erwartet uns ein genialer Singletrail, der oberhalb des Flusses Püttlach, aber unterhalb der riesigen Felsblöcke verläuft. Wir befinden uns in einem erstklassigen Klettergebiet und passieren viele Kletterer, die sich an den Felsen messen. Dieser Singletrail ist ein Genuss! Der Trail ist schmal, wurzelig, steinig und bietet durch das viele leichte Auf und Ab unglaublichen Fahrspaß! Das Ende des Trails signalisiert eine Treppe, die wir kurz hinaufsteigen müssen. An der Straße entlang streifen wir den Ort Pottenstein und schauen auf die oberhalb des Ortes thronende Burg Pottenstein.

Pottenstein in der Fränkischen Schweiz

Der kleine Ort Pottenstein lädt zum Verweilen ein und würde sich auch sehr gut als Etappenziel eignen. Die Hausbrauerei im Ort bietet neben einem guten Bier auch leckeres Essen. Sehenswürdigkeiten wie die Burg Pottenstein und das benachbarte Sängerhäuschen am steil abfallenden Hang sollte man sich nicht entgehen lassen. Außerhalb des Ortes lockt die Tropfsteinhöhle Teufelshöhle.

Der Frankenweg führt uns durch das Klumpertal und wir passieren die Sommerrodelbahn. In diesem Bereich wird der Frankenweg sehr stark von Touristen frequentiert! Kurz vor der Schüttersmühle wird es wieder ruhiger und wir können somit ein wenig den Trail genießen. Der nächste zu passierende Ort ist Kirchenbirkig, den wir nach dem Aufstieg aus dem Tal, mit einem anfänglich sehr steilen Forstweg, über breite Feldwege erreichen. Auch nach dem Ort Soranger geht es über Feldwege meist stetig aufwärts. Die Wege weisen nur eine leichte Steigung auf, aber nach den Strapazen des Tages mehr als ausreichend!

Um auf den Schlossberg bei Leienfels zu gelangen, sind nochmal alle Kraftreserven zu mobilisieren. Der Weg zeigt sich anfänglich schmal, wird aber etwas breiter und sehr steil. Nach dem Kraftakt des heutigen Tages ist das Schieben des Bikes wohl unumgänglich. Ein Auf und Ab durch den Forst beschert uns der weitere Weg nach Obertrubach. Eines der letzten Stücke unseres Weges nach Obertrubach zeigt sich uns als Wurzelteppich, der nach oben auf den Berg hinauf führt – eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung wäre sicherlich ein Traum! Über einen steilen Hohlweg gelangen wir nach Obertrubach. Wir haben unser Etappenziel erreicht.

Diese sehr anstrengende Etappe war die wohl schwerste Etappe unseres Frankencrosses. Der kleine Ort Obertrubach bietet sehr gute und preiswerte Möglichkeiten zur Einkehr und für die Übernachtung. Unser Tipp: Das Gasthof Alte Post auf der Trubachtalstraße 1. Hier gibt es gute gepflegte Zimmer mit einem hervorragenden Frühstück zu fairen Preisen.

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Special Frankencross: Etappe 3 – Von Weismain nach Heiligenstadt

Die dritte Etappe führt uns auf 63 Kilometern mit 1450 Höhenmetern von Weismain nach Heiligenstadt. Dabei passieren wir die imposante Burgruine Giechburg bei Schesslitz und durchstreifen das schöne Leinleitertal mit der Heroldsmühle. Eine unglaubliche Kulisse erwartet uns mit dem „Viktor von Scheffel-Blick“ mit der Aussicht auf die Basilika Vierzehnheiligen.

Die Fahrt von Weismain nach Isling führt überwiegend an Feldern entlang über staubige und breite Pisten. Hervorzuheben ist die Abfahrt nach Isling. Es handelt sich hier zwar nur um einen breiten Forstweg, der aber so zerfurcht ist, dass man nur auf dem Grat fahren kann. Wenig spektakulär verläuft der Frankenweg weiter nach Roth. Der Weg von Roth nach Klosterlangheim erfolgt über einen breiten Forstweg, nur der lose Schotter erfordert etwas Aufmerksamkeit. Nach dem Wechsel auf die andere Straßenseite in Klosterlangheim geht es mächtig und unnachgiebig bergauf – erst auf einem gepflasterten Feldweg, später auf einem geschotterten Forstweg. Oben angelangt biegt der Frankenweg am Kreuz rechts ab und führt uns über einen schönen Singletrail. Der Singletrail verläuft nach wenigen hundert Metern am Rande des senkrecht nach unten abfallenden Hanges entlang. Für nicht schwindelfreie Menschen ist diese Passage nicht ganz unproblematisch. Der Singletrail führt uns direkt an der Schutzhütte „Viktor von Scheffel-Blick“ vorbei. Der Anblick auf die im Tal stehende Basilika Vierzehnheiligen ist überwältigend.

Die barocke Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein

Auch wenn der Frankenweg nur in einiger Entfernung die Basilika Vierzehnheiligen passiert, ist der Anblick der Wallfahrtskirche beeindruckend. Erbaut wurde die Basilika von 1743 bis 1772. Geweiht ist die Kirche den Vierzehn Nothelfern – 14 Christen (elf männliche und drei weibliche) , die bis auf eine als Märtyrer starben.

Wichtig! Wie gesagt ist diese Passage ab dem Kreuz mit der wunderbaren Aussicht auf die Basilika Vierzehnheiligen für Menschen mit Höhenangst sehr grenzwertig und sollte daher ggf. umfahren werden. Die Wanderkarte zeigt hierzu Möglichkeiten auf!

Weiter geht’s auf staubigen Pisten dem Staffelberg entgegen, dessen Name von den ausgeprägten Abstufungen abgeleitet ist. Mittlerweile bewegen wir uns in der Fränkischen Schweiz. Eine kurze steile Passage führt uns den Berg hinauf zur Adelgundiskapelle, die 1653 erbaut wurde. Neben der Kapelle findet sich die Staffelbergklause mit Biergarten. Zum ersten Mal auf unserer Tour haben wir es mit großen Gruppen von Wanderern zu tun. Hier bietet sich natürlich eine gute Möglichkeit für eine ausgiebige Rast.

Nach nur wenigen Metern geht es wieder vom Staffelberg hinunter. Nur die erste Passage – anfänglich mit Treppen – ist sehr schmal und technisch anspruchsvoll. Der schmale Weg weicht schnell einem breiten und schotterigen Forstweg, der uns abwärts trägt. Da in diesem Bereich, wie bereits gesagt, viele Wanderer unterwegs sind, gilt hier höchste Vorsicht! Wanderern bitte immer den Vortritt lassen!

Wir erreichen den Ort Loffeld und überqueren an der Dorfkirche den Lauterbach. Was uns nach Loffeld erwartet wäre Abfahrtsspaß vom Feinsten, wenn wir den Weg entgegengesetzt befahren würden. Ein Hohlweg, viele Wurzeln, natürliche Anlieger und eine herrliche Streckenführung auf schönstem Waldboden – wir müssen nur leider hinauf! In diesem Fall heißt das mal wieder schieben! Wer sich das Schieben ersparen möchte, kann diesen Bereich auch mit der Straße umfahren, die nach Dittersbrunn führt. Wir bleiben natürlich auf dem Frankenweg und gelangen zur Straße. Der Blick zurück zeigt die beeindruckenden Felsen des Staffelbergs. Unglaublich, wie weit der Berg schon von uns weggerückt ist. Meistens auf breiten Forstwegen radeln wir stetig bergauf der Hochebene entgegen. Ein Wechsel aus Wald- und Feldpassagen begleitet uns jetzt. Endlich bekommen wir wieder einen spaßigen Singletrail offeriert. Nahezu steigungsfrei führt der schmale Weg mit einer herrlichen Wegführung am Hang entlang durch den Wald. Letztendlich werden wir auf eine Straße ausgespuckt.

Mit dem Erreichen der Straße haben wir seit dem Verlassen von Weismain bereits über 29 Kilometer und über 800 Höhenmeter gemacht. Der folgende Forstweg leitet uns am Schönstattzentrum Marienberg vorbei, einem ehemaligen NATO-Stützpunkt. Unübersehbare Zeugen dieser Zeit sind die doppelte Umzäunung und der Stacheldraht. Die Zeiten ändern sich und somit ist dieser Ort nun gemeinnützig. Wir müssen jetzt mal wieder ein wenig mehr auf die Beschilderung achten, um nicht den Frankenweg zu „verlieren“. Nach der Weiterfahrt auf Forstwegen gelangt man über zugewachsene Trampelpfade zu Wegen, die kaum noch als solche erkennbar sind. Als wenn das nicht schon genug Herausforderung wäre, bringt einen auch die Beschilderung fast an den Rand des Wahnsinns! In diesem Bereich würden wir uns definitiv eine bessere Beschilderung wünschen!

Die Fahrt durch das schöne Leinleitertal

Wir passieren markante Felsen. Der Frankenweg ist hier nur ein kleiner schmaler Pfad, der oberhalb der Felsen entlang führt. Neben den Sitzmöglichkeiten bietet sich hier ein herrlicher Ausblick. Im weiteren Verlauf gelangen wir auf eine asphaltierte kleine Straße ohne Autoverkehr, die durch den Wald führt. Wir fahren die Straße, später über einen breiten Waldweg, bergab. Wir passieren jetzt das schöne Örtchen Burgellern und im weiteren Verlauf Schesslitz. Bereits die Anfahrt nach Burgellern zeigt uns die imposante Giechburg. Von Schesslitz aus führt der Weg, erstmal als Trampelpfad über eine Wiese, schnurstracks geradeaus in Richtung der Giechburg. Der Frankenweg lotst uns zu einem Querweg, dem wir nach links folgen.

Nicht übersehen darf man die Wegweisung des Frankenweges am Strommast, der uns nach rechts in den Wald lotst. Der Weg durch den Wald verläuft fast komplett geradeaus. Der schmale Trail wird nur unwesentlich breiter. Anfänglich ist der Weg nur leicht ansteigend, wird aber zusehends steiler. Spätestens an den Treppen am Parkplatz heißt es aber auch hier absteigen! Ab dem Parkplatz verläuft der Frankenweg eigentlich nur als Gehweg. Da dieser aber parallel zu der kleinen Straße verläuft und letztendlich sogar Bestandteil der Straße ist, können wir direkt auf dem Asphaltband bergan radeln. Die kleine Straße ist nahezu autofrei und führt stetig bergan mit dem Blick auf die Giechburg. Der Straße folgend gelangen wir direkt zu der imposanten Burgruine.

Hoch oben auf dem Schlossberg thront die gewaltige Giechburg. Der Aufstieg von Schesslitz aus durch den Forst Burgholz ist anstrengend und mühsam. Die erstmalige Erwähnung der Burg fand 1125 statt. In diesen Gemäuern steckt viel Geschichte. Heute bietet die Giechburg Platz für Tagungen, ferner findet sich hier auch ein Gasthof mit Übernachtungsmöglichkeiten – und das sogar preiswert!

Als schmaler Trail führt der Frankenweg direkt am Fuße der Giechburg weiter. Das Befahren des sehr schmalen Weges ist für Fahrräder und Mopeds auf eine Länge von etwa einem Kilometer ausdrücklich verboten!

Durch den Forst schrauben wir uns auf einem breiten Waldweg zur Wallfahrtskirche Gügel hinauf. Nach der Kirche erwartet uns ein sehr kurzes Stück Asphalt, bevor der Frankenweg als steiler Forstweg bergauf führt. Zur Belohnung erwartet uns oben ein Singletrail mit einem munteren Auf und Ab. Da der Singletrail stellenweise am stark abfallenden Hang verläuft, gilt hier höchste Vorsicht. Ein breiter Forstweg trägt uns aus dem Wald heraus. Wir gelangen nach Neudorf, wo sich für uns ein Feldweg zur Weiterfahrt anschließt. Die weitere Fahrt gestaltet sich aus einem Wechselspiel aus Asphalt-, Forst- und Feldwegen. Optisch ist dieser Teil des Frankencrosses ein Genuss, fahrtechnisch leider ein wenig anspruchslos.

Die Heroldsmühle im Leinleitertal

Ansprechend wird die Fahrt durch das Leinleitertal. Eingebettet zwischen saftigem Grün und Felsen bahnt sich der Leinleiterbach seinen Weg durch das Tal – und mit ihm der Frankenweg. Einheimische Wanderer verrieten in einem Gespräch, dass dieser Bereich wegen Hochwasser nicht immer passierbar wäre. Der Frankenweg führt uns direkt an der Heroldsmühle vorbei. Das riesige Wasserrad der Heroldsmühle stammt aus dem Jahre 1916. Das Wasserrad hat einen Durchmesser von über sieben Metern und gilt als das größte Mühlrad Deutschlands. Leider bietet die Heroldsmühle keinen Biergarten mehr an.

Natürlich müssen wir nochmal kräftig in die Pedalen treten. Im Bereich der Schwedenschanze erwartet uns zum Abschluss dieser Etappe ein Singletrail am Hang entlang. Wald- und Wiesenwege führen uns abwärts nach Heiligenstadt.

In Heiligenstadt erwarten den Reisenden denkmalgeschützte Häuser und ein historischer Marktplatz. Heilgenstadt ist übrigens ein Markt. Auf die bei den Ortsnamen mitgeführte Bezeichnung „Markt“ stoßen wir bei unserem Frankencross öfters. Damit ist das im Mittelalter vergebene Marktrecht gemeint, einen ständigen Markt abzuhalten. Das gilt auch für den Wochen- und Jahrmarkt.

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Special Frankencross: Etappe 2 – Von Kronach nach Weismain

Die Tour von Kronach nach Weismain besticht vor allem durch die schönen Orte Kronach, Weismain und die Biermetropole Kulmbach. Die Wege, die wir befahren, sind hauptsächlich Forst-, Feld- und Wirtschaftswege. Der Frankenweg führt uns auf dieser 52 Kilometer langen Etappe mit 990 Höhenmetern nicht nur durch den Wald, sondern oftmals über Felder und Wiesen mit einem herrlichen Blick über das Land.

Unser Weg verläuft direkt durch die Stadt Kronach. Wir folgen dem Frankenweg in Flussnähe stadtauswärts. Entspannt radeln wir durch eine Park- und Freizeitanlage. Links abbiegend, am SB-Warenhaus vorbei, überqueren wir die Weißenbrunner Straße (Bundesstraße B85) und gelangen wieder in den Wald. Der Forstweg steigt stetig an. Die letzten Meter zum Lucas-Cranach-Turm gestalten sich so steil und wurzelig, dass wohl jeder normalsterbliche Biker vom Rad steigen und schieben muss.

Lucas-Cranach-Turm

Der 22 Meter hohe Aussichtsturm Lucas-Cranach-Turm befindet sich auf der Kaltbucher Höhe. Der Turm wurde 1913 eingeweiht.

Aufpassen muss man auf dem Weg nach Weißenbrunn. Der Weg ist zwar nicht sehr schmal, die Steine auf dem Weg sind aber nicht ohne! Besonders bei Nässe sollte man hier unbedingt höchste Vorsicht walten lassen! In Weißenbrunn begrüßt uns der Duft der hiesigen Brauerei – doch leider ist es noch zu früh für ein kühles und leckeres Bier. Natürlich führt uns der Frankenweg wieder nach oben. Auf dem ersten Stück aufwärts erwarten uns Treppen. Der Forstweg verläuft wechselweise durch den Wald oder am Waldesrand entlang mit dem Blick über weite Felder. Das erste Stück geht recht steil bergauf, danach folgt ein Wechsel aus seichten Auf- und Abfahrten. Wir passieren einen Steinbruch.

Bis auf den Patersberg steht uns jetzt kein großer Anstieg mehr bevor. Der Frankenweg führt uns auf dem Patersberg direkt am Patersturm vorbei. Die anschließende kurvenreiche Abfahrt gestaltet sich sehr spaßig. Im weiteren Verlauf führt uns der Frankenweg nach Kulmbach meistens über Wiesen und Felder, dabei sind wir zum größten Teil auf Forst- und Wirtschaftswegen unterwegs. Wer die Etappe in Kulmbach beenden möchte – Stichwort Bierkultur – hat sich am heutigen Tage etwa 550 Höhenmeter und 23 Kilometer erarbeitet. Hinweisen muss man allerdings darauf, dass der Frankenweg Kulmbach nur streift!

Auch wenn der Frankenweg die Kreisstadt Kulmbach nur leicht berührt, stellt diese Stadt natürlich ein absolutes Highlight dar. Die Kreisstadt hat allerdings mehr zu bieten als nur gute Biere! Die über der Stadt thronende Plassenburg stammt aus der Zeit um 1135 und gilt als eine der imposantesten Burganlagen Deutschlands.

Die Fahrt nach Melkendorf gestaltet sich unproblematisch und verläuft schnell über gut ausgebaute Rad- und Gehwege. Einen schönen See passierend lassen wir Kulmbach schnell hinter uns. In Melkendorf führt der Frankenweg als kleiner Gehweg bergan – dieser Weg ist ausschließlich als Fußgängerweg gekennzeichnet! Ebenso verhält es sich mit dem schmalen Weg am Hang entlang zum Schloss Steinenhausen.

Die barocke Schlossanlage Schloss Steinenhausen liegt direkt oberhalb des Zusammenflusses des Roten Mains und des Weißen Mains. Der Frankenweg führt am Schloss vorbei bergab zum Roten Main. Der Weg ist schmal und es muss unbedingt auf entgegenkommende Fußgänger geachtet werden. Bei Frankenberg fahren wir auf einem schmalen Asphaltband bergan. Der Untergrund sorgt dafür, dass wir trotz Steigung gut voran kommen.

Etwas verwirrend ist die Teilung des Frankenweges vor der Ortschaft Gundersreuth. Die Teilung des Frankenweges in den Feldern ist aber nicht weiter dramatisch, weil beide Wege sich in Gundersreuth wieder vereinen. Wir streifen Peesten und auch hier ist der Weg bergan wieder sehr steil. Wir radeln erstmal auf Asphalt und später locker am Waldesrand entlang. Hier gilt erhöhte Vorsicht, damit man den nach links abzweigenden Frankenweg nicht übersieht. Der folgende Waldweg zeigt sich als Hohlweg und ist sehr verwildert. Die steile Passage bergan zwingt einen letztendlich zum Absteigen und Schieben. Der Weg wird sehr schmal und ist sehr zugewachsen, bis wir wieder auf eine kleine Straße gelangen. Diese kleine Straße führt nach Zultenberg.

Zultenberg strahlt ein sehr alpines Flair aus. Hinter Zultenberg bewegen wir uns oberhalb mächtiger Felsen. Der Blick gleitet nach rechts über das weite Land. Wenige Meter neben uns geht es steil abwärts. Drachenflieger nutzen dies für ihr Hobby. Sitzgelegenheiten mit einem fantastischen Ausblick laden zur Rast ein.

Der Frankenweg führt als breiter Wanderweg in die Richtung der Burgruine Niesten, ohne diese aber direkt in die Tour zu integrieren. Wir biegen vorher mit dem Frankenweg nach links ab und gelangen im weiteren Verlauf an der Gräfinnenhöhle vorbei. Der breite Weg führt uns jetzt bergab, doch trotz der Breite des Weges macht die Abfahrt richtig Spaß. Wir gelangen nach Weismain, wo man sich ein Nachtlager suchen sollte, da in den folgenden Örtchen eine Zimmersuche sehr schwer werden kann. Beeindruckend in Weismain ist der Wehrturm mit der Stadtmauer, welche wir direkt passieren.

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Special Frankencross: Etappe 1 – Von Blankenstein nach Kronach

Die erste Etappe mit etwa 70 Kilometern und 1950 Höhenmetern zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an Wald- und Forstwegen aus. Landschaftlich führt uns die Tour durch Wald sowie über Wiesen und Felder vorbei an kleinen idyllischen Dörfern. Fahrtechnisch bereitet der Trail vom Hirschsprung hinab größte Freude, optisch wird man vom Höllental verwöhnt. 

Der Frankenweg und der Rennsteig: Die beiden großen Wanderwege

Blankenstein bildet den Anfang des Frankenweges. Doch nicht nur der Frankenweg beginnt hier, sondern auch der berühmte Rennsteig. Die Anreise kann und sollte bequem mit der Bahn erfolgen. Wie bei allen Touren, wo der Start nicht dem Ziel entspricht, bietet sich die Anreise mit der Bahn an. Der Bahnhof Blankenstein kann über Thüringen oder über Bayern angesteuert werden. Für welche Route man sich entscheidet hängt letztendlich vom Heimatbahnhof ab. Vom Ruhrgebiet bieten sich beide Alternativen an. Gewählt wurde die Bahnfahrt über die Städte Hannover und Leipzig wegen der etwas großzügigeren Umsteigezeiten.

Die erste Verwirrung ereilt einen direkt nach der Ankunft am Bahnhof in Blankenstein. Kein Wegweiser führt in die Richtung des Frankenweges. Da der Startpunkt des Frankenweges dem Startpunkt des Rennsteigs entspricht, orientiert man sich am Besten einfach bergab an den Wegweisern „Rennsteig Beginn“. Wir gelangen somit zum Start des Frankenweges und überqueren erstmals die Selbitz.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Weg rechts steil bergan am Waldesrand entlang. Ab hier ist die Beschilderung des Frankenweges vorbildlich. Die Forst- und Waldwege führen in Richtung des aus Natursteinen errichteten Wiedeturms. Die ersten Meter unserer Tour sind sehr steil und anstrengend. Nur zwei Mal wird der stollengerechte Untergrund kurz durch Asphalt unterbrochen. Wir bekommen bereits jetzt einen Vorgeschmack auf die Schönheit des Fränkischen Waldes, in den wir jetzt eintauchen.

Nach dem Gasthaus Hirschsprung gilt erhöhte Aufmerksamkeit, weil der Frankenweg nach wenigen hundert Metern links vom Hauptweg abzweigt. Es folgt ein kurzes, technisch anspruchsvolles Stück bergauf. Es wird steinig. Das ändert sich auch nicht bei dem Singletrail, der uns jetzt bergab erwartet. Mit Wurzeln und Steinen bespickt schlängelt sich der schmale Weg in Richtung des Örtchens Blechschmidtenhammer abwärts – ein Genuss! Wir wechseln wieder auf die andere Seite der Selbitz. Dem Frankenweg folgend bieten sich einem am Anfang des Höllentals direkt zwei Möglichkeiten, dem Frankenweg zu folgen. Wir entscheiden uns für den linken Weg, der unmittelbar rechts neben der Selbitz verläuft. Der andere Frankenweg führt bergan und erfordert im weiteren Verlauf Trittsicherheit.

Ein Tipp zur Einkehr ist unweit dieser Verzweigung das Gasthaus „Friedrich-Wilhelm-Stollen“. Hier findet man neben leckeren regionalen Speisen auch die Möglichkeit einer Übernachtung. Das Gasthaus befindet sich direkt neben dem Besucherbergwerk „Friedrich-Wilhelm-Stollen“. 200 Meter sind für die Besucher des Stollens zugänglich. Mehr Informationen hierzu findet man auf der Internetseite des Bergwerkes unter www.friedrich-wilhelm-stollen.de

Der breite und mit Schotter versetzte Rad- und Wanderweg leitet uns stromaufwärts durch das romantisch wilde Höllental. Wir passieren den Blick Hirschsprung und ein Wasserwerk. Nach etwa drei Kilometern und etwa sechzig Höhenmetern gelangt man wieder auf Asphalt. Erst jetzt im Ort Hölle wechseln wir wieder auf die andere Seite der Selbitz. Der Frankenweg führt uns weiter an dem Fluss entlang. Wir gelangen wieder auf einen Waldweg, der im weiteren Verlauf zu einem schmalen Trail wird. Ein Feld überquerend gelangt man auf Feldwegen über weite Felder nach Marxgrün. Den Ort durchquerend müssen wir ein wenig Asphalt in Kauf nehmen.

Schnell führt uns der Frankenweg wieder von der Straße weg. Über weite Wiesen mit Blick auf die sanften Hügel leitet uns der Frankenweg wieder in den Wald. Der Boden ist mit Nadeln übersät und es rollt sich daher sehr schwer. Der Weg führt nun sehr, sehr steil bergan. Wir befahren jetzt gleichzeitig auch den Ozünderweg, ein Rundwanderweg, der seinen Namen dem früher oft brennenden Naila und dessen Einwohnern – den Anzündern – verdankt.

Der Forstweg wird im weiteren Verlauf besser fahrbar und wir passieren ein kleines Dorf. Auf Forstwegen gelangen wir bergan wieder in den Wald. Nach dem Passieren einer Lichtung führt der Frankenweg links ab und wir fahren an einem Teich und an einem Wildgehege vorbei. Nach dem Wildgehege verläuft der Frankenweg parallel zu einer kleinen asphaltierten Waldstraße. In diesem Bereich zeigt sich der Frankenweg etwas wüst. Viele Bäume liegen quer und zwingen zum Absteigen. Wer sich das ersparen möchte, kann die wenigen hundert Meter auch auf der kleinen und im Normalfall autofreien Straße zurücklegen. Der Frankenweg leitet uns auf einen breiten Forstweg und wir gelangen schnell und flüssig nach Naila, ohne allerdings in den Ort eintauchen zu können. Kaum den Ort erreicht, fahren wir direkt zum Ortsausgangsschild.

Bis nach Nestelreuth gelangen wir anfänglich über Wiesenwege, später über Forstwege. Wir genießen den Blick über das weite Land, bevor uns der Wald wieder verschlingt. Wald- und Forstwege bleiben vorerst unsere Begleiter. Die Landschaft ist geprägt von der Land- und Forstwirtschaft. In Kleindöbra sollte man beim Überqueren der Landstraße sehr vorsichtig sein – die Autos geben hier mächtig Gummi! Der Frankenweg führt auf der gegenüberliegenden Seite der Straße weiter, allerdings auf einem Privatweg. Dieser Weg ist ausschließlich für Fußgänger freigegeben! Somit sollte es selbstverständlich sein, dass wir hier absteigen und schieben! Die Wiese bergauf schiebend gelangen wir wieder in den Wald und auf einen Forstweg.

Der Anfang – oder das Ende

Der Forstweg bergan zum Prinz Luitpold Turm ist sehr steil und mühsam. Die Steigung fordert ihren Tribut und zwingt uns letztendlich zum Absteigen. Die Sitzgelegenheiten und der Unterstand unterhalb des Aussichtsturms bieten sich als wunderbarer Platz für eine Rast und Verschnaufpause an.

Auf der Spitze des Döbrabergs, der höchsten Erhöhung im Frankenwald, steht der Prinz Luitpold Turm. Der Turm weist eine Höhe von 18 Metern auf und wurde 1902 vom Frankenwaldverein gebaut. Der eiserne Turm, auch Döbrabergturm genannt, ist frei zugänglich und ein beliebtes Ziel vieler Wandergruppen.

Auf Forstwegen geht es weiter Rodeck entgegen. Der Frankenweg verläuft jetzt auf Asphalt mit kaum nennenswerten Autoverkehr. Der Asphalt bleibt uns leider erstmal erhalten. Eine kleine asphaltierte Straße, die sich in den Wald hinein frisst, führt mächtig bergab. Mit dem Erreichen des Burgstalls Radeck (Rodeck) endet die Straße und für uns erstmal der Asphalt. Der Frankenweg zweigt nach links auf eine sehr steile, schmale und wilde Treppe ab. Man kann hier jedem Biker wirklich nur ans Herz legen, diese Treppe bitte nicht zu befahren! Unten angekommen folgt ein kurzer, aber feiner Singletrail zur Bischofsmühle. Der Frankenweg zeigt sich jetzt für die nächsten Kilometer als breiter Forstweg.

Schnell wird das Holzwerk passiert und der Weg bergab summiert zusehends die gefahrenen Kilometer. Auffallend sind in diesem Bereich die vielen offiziellen MTB-Strecken. Neben uns in der Tiefe vernehmen wir das Rauschen des Bachs und auf der anderen Seite erkennen wir die Straße, die wir nachher überqueren werden. Mit dem Überqueren der Straße verschlägt es uns in Richtung Wustuben. Erst ab Wustuben erwartet uns im weiteren Verlauf wieder eine asphaltierte Straße – oder nennen wir es doch eher Sträßchen! Die kleinen Dörfer, die wir passieren, versprühen natürlich einen unglaublichen Charme. Angrenzende Biergärten laden zum Verweilen ein und man sollte die Gunst der Stunde nutzen, hier zu entspannen und dem Alltag zu Hause wenigstens jetzt zu entfliehen.

Von Elbersreuth gelangen wir schnell wieder auf einen Feldweg, der uns wiederum auf einen Forstweg führt. Der Forstweg spuckt uns auf einen mit Wurzeln gespickten Trail, welcher uns herrlich bergab führt. Dieser schöne Trail ist sogar Bestandteil einer offiziellen MTB-Route. Klasse! Der Weg wird im weiteren Verlauf zwar breiter, aber dafür steiniger. Dieser komplette, sehr abwechslungsreiche Bereich ist Mountainbiken pur! So macht Biken wirklich Spaß! Es geht jetzt schnell bergab! So schön schnell das letzte Stück war, so schrecklich gestaltet sich der direkt folgende Uphill in Richtung Köstenhof. Zur Belohnung führt der Frankenweg als schöner und mit Wurzeln versehener Singletrail dann aber wieder bergab. Der Weg spuckt uns auf die Straße Richtung Kronach und Reichenbach.

An der Gaststätte Köstenbachtal leitet uns der Frankenweg von der Straße weg und zwingt uns zum Schultern und Schieben des Bikes. Wenige Meter müssen wir so auf dem kleinen schmalen Weg bergauf zurücklegen, bevor wir auf einen breiten Forstweg gelangen. Es geht weiter bergauf und langsam schwinden die Körner – sprich Energie! Über ein weites Feld gelangen wir nach Reichenbach. Wir müssen jetzt wieder ein wenig auf Asphalt kurbeln. Kurz vor Haid führt der Frankenweg als staubiger Feldweg links weg. Im Wechsel mit Forstwegen gelangt man nach Mittelberg.

Auf keinen Fall sollte man die Abzweigung des Frankenweges vor der Radspitzalm bzw. der Mittelberger Radspitzeinkehr zur Radspitze verpassen. Natürlich spricht nichts dagegen, hier einzukehren. Bei gutem Wetter lockt der Biergarten, bei schlechtem Wetter kann man sich im Innenraum aufwärmen und sich stärken. Der steile Forstweg bringt uns direkt bis zum Radspitzturm bzw. dem Gipfelkreuz.

Der Radspitzturm befindet sich am höchsten Punkt der Radspitze, welche immerhin die zweithöchste Erhebung im Frankenwald darstellt. Der erste Turm wurde hier bereits 1886 errichtet, aber die hölzerne Konstruktion hielt nur wenige Jahre. Der jetzige Turm mit einer Höhe von zwanzig Metern stammt aus dem Jahre 1955. Der Turm ist frei zugänglich.

Weiter geht es auf dem Forstweg, der uns erstmal erhalten bleibt. Mit dem Erreichen der Markgräfliche Höhe ändert sich der Charakter des Weges allerdings. Der Weg wird wilder, zugewachsener und entpuppt sich teilweise als schöner Singletrail. Die letzten Meter nach Zeyern legen wir auf einem schotterigen Forstweg zurück. Die schöne Stadt empfängt uns mit einer schönen Dorfkirche und – mittlerweile absolut in Vergessenheit geraten – starkem Autoverkehr. Wir überqueren die Hauptstraße und verlassen Zeyern wieder. Jetzt heißt es kräftig in die Pedale treten. Der Frankenweg leitet uns abermals in den Wald. Unübersehbar ist, dass der Untergrund steiniger wird. Auf einer kleinen Straße geht es steil bergab nach Unterrodach. Mit dem Frankenweg gelangen wir im Ort direkt zur Hauptstraße und der angrenzenden Kirche.

Nur noch knapp sieben Kilometer und etwa 170 Höhenmeter fehlen uns bis zum Ziel der ersten Etappe. Der Frankenweg treibt uns nach rechts wieder den Berg hinauf und lässt uns dabei eine Neubausiedlung durchqueren. Von der Neubausiedlung führt ein Wiesenweg bergab, wobei man im unteren Bereich wegen einer Treppe vorsichtig sein sollte. Danach führt der Wiesenweg wieder hinauf. Wir erreichen einen Querweg und fahren jetzt eine längere Zeit entlang des seichten Hanges auf einem schmalen und zugewachsenen Trail. Im weiteren Verlauf führt uns ein Forstweg, der uns oftmals mit einem schönen Blick über das weite Land und den sanften Hügeln verwöhnt, nach Dörfles.

Der Weg nach Kronach verläuft meistens durch den Wald. Erfreulicherweise befahren wir dabei sehr oft schmalere Wege. Der Frankenweg führt uns direkt zur mächtigen Festung Rosenberg oberhalb der Stadt Kronach. Da der Frankenweg von der Festung hinunter zur Stadt viele Treppen beinhaltet, sollte man die letzten Meter lieber auf der Straße zurücklegen.

Für die Kreisstadt Kronach, die am Fuße des Frankenwaldes liegt, sollte man ein wenig Zeit mitbringen. In dieser Stadt gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Direkt drei Flüsse laufen hier zusammen: Die Kronach, die Haßlach und die Rodach. Die historische Altstadt ist unglaublich schön und lädt zum Verweilen ein. Die Altstadt ist fast komplett erhalten und bietet viele Fachwerkhäuser, Tore und Türme. Grund genug, diese Stadt zum 1000-jährigen Bestehen im Jahre 2003 mit einer Briefmarke zu würdigen. Kronach ist auch die Geburtsstätte des berühmten Renaissancemalers Lucas Cranach der Ältere, der um 1475 geboren wurde.

Oberhalb der Stadt Kronach thront die Festung Rosenberg. Die barocke Festungsanlage stammt aus dem 12. Jahrhundert und überwältigt einen beim Anblick. Die Festung wurde noch nie gewaltsam erobert, was einen beim Anblick der gigantischen Mauern nicht wirklich verwundert. Heute findet sich innerhalb der Mauern die Fränkische Galerie des Bayerischen Nationalmuseums. Jährlich finden auf dem Gelände der Festung Rosenberg die Faust-Festspiele statt. Natürlich werden auch täglich Führungen angeboten.

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