Queens Of The Stone Age: Villains – Review

Review: Über vier lange Jahre mussten die Fans von Queens Of The Stone Age auf das neue Album warten, doch seit August ist es endlich erhältlich: Villains. Produziert wurde die Scheibe von Mark Ronson, der auch schon für Künstler wie Adele, Bruno Mars und Amy Winehouse tätig war. Moment mal, passt das überhaupt? Ein Pop-Produzent und dann die Stone-Rocker von Queens Of The Stone Age? Zumindest schwebte Josh Homme eine neue Definition des Sounds vor.

Beständiges auf der Stelle treten kann Josh Homme, dem einzigen ständigen Mitglied der Band, wahrlich nicht vorgeworfen werden. Über die vielen Jahre hat sich der Sound von Queens Of The Stone Age gewandelt – nicht immer zur Freude der Fans der ersten Stunde. Und jetzt wirkte zum Entsetzen vieler alter Fans mit Mark Ronson auch noch ein Pop-Produzent an dem neuen Album mit. Bei Mark Ronson handelt es sich natürlich um einen absoluten Profi, was die Sache durchaus spannend macht. Für Josh Homme auf jeden Fall die erste Wahl zur Realisierung der neuen Sound-Definition. Co-produziert wurde das mittlerweile siebte Album von QOTSA von Mark Ranking, Soundmagier Alan Moulder war für das Mixen zuständig.

Queens Of The Stone Age / Foto: Andres Neumann

Das Album Villain enthält insgesamt acht Songs – einen Teil davon hat Josh Homme bereits bei den Arbeiten im Rahmen des neuen Iggy Pop Albums skizziert. Tatsächlich ist das Mitwirken von Mark Ronson nicht ganz unüberhörbar, doch genau die Mischung Ronson / Homme macht den Charme des neuen Albums aus. An Synthesizern wurde definitiv nicht gespart, aber auch die für QOTSA typischen fetten Gitarrenriffs und komplexen Songstrukturen kommen nicht zu kurz. Groovig und tanzbar bahnen sich die energiegeladenen Songs stampfend ihren Weg durch die Gehörgänge. Ein irgendwo zwischen Elektro-Pop, Funk und Stoner-Rock angesiedeltes Album, das beim Zuhören richtig Laune macht. Ein Album, an dem sich allerdings auch die Geister scheiden – aber das ist bei Queens Of The Stone Age ja normal.

Studio Shots / Fotos: Beggars Group

Der Titel des Albums Villains bedeutet übersetzt übrigens so viel wie Schurke oder Bösewicht. Ein Schelm ist, wer dabei an gewisse Politiker denkt. Josh Homme dementiert zumindest jeglichen politischen Bezug: “The title Villains isn’t a political statement. It has nothing to do with Trump or any of that shit. It’s simply 1) a word that looks fantastic and 2) a comment on the three versions of every scenario: yours, mine and what actually happened… Everyone needs someone or something to rail against—their villain—same as it ever was. You can’t control that. The only thing you can really control is when you let go.”

Queens Of The Stone Age: Villains – Tracks

  1. Feet Don’t Fail Me
  2. The Way You Used To Do
  3. Domesticated Animals
  4. Fortress
  5. Head Like A Haunted House
  6. Un-Reborn Again
  7. Hideaway8. The Evil Has Landed
  8. Villains Of Circumstance

Queens Of The Stone Age: Villains – Details

  • Label: Matador Records
  • VÖ: 25. August 2017
Redaktion

Redaktion

Spots, Trails und Rock’n’Roll: Seit 1996 treiben wir auf heimischen und fremden Trails unser Unwesen. Begleitet uns mit der Fraktur – Das Magazin auf unserer Reise durch die faszinierende Welt des Bikens und der Musik.

Weitere Artikel