Eli van Pike: Welcome To My Dark Side – Review

Review: Mit einer unglaublichen musikalischen Bandbreite präsentiert sich das Album „Welcome To My Dark Side“. Was wie eine Compilation verschiedener Interpreten aus den Bereichen Gothic Metal, Neue Deutsche Härte und Industrial Metal anmutet, ist tatsächlich das Werk einer einzigen Band. Hinter „Welcome To My Dark Side“ steckt die Band Eli van Pike, die einen eigenen Sound mit altbekannten Mustern kreieren.

Einseitiges Schubladendenken kann den drei Musikern wahrlich nicht vorgeworfen werden. Das zeigt sich nicht nur mit den verschiedenen Genres, die die Band bedient, sondern auch bei der Sprache – die Texte sind teils in Deutsch und teils in Englisch. Pragmatismus beweisen die Musiker auch beim Bandnamen: Eli van Pike setzt sich schlicht und einfach aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen zusammen. Hinter dem Projekt stehen Thorsten Eligehausen, Marc Vanderberg und Ken Pike. Auch wenn die Band erst 2016 gegründet wurde und „Welcome To My Dark Side“ das erste Album ist, blutige Anfänger sind die drei Burschen nicht. Thorsten Eligehausen ist bekannt als Gründer und Produzent von Schandpfahl und Cradle of Haze, zudem ist er Inhaber des Labels DarkSIGN-Records.

Das Album „Welcome To My Dark Side“ enthält zehn Tracks – und kein Song klingt wie der andere! An Ideenreichtum und Spielfreude fehlt es der Band auf jeden Fall nicht. Auch wenn die Songs immer irgendwie auf bekanntem Terrain wandeln, überzeugt die kreative Machart, musikalische Rezeptur und professionelle Umsetzung. Vom Stil wandeln Thorsten Eligehausen, Marc Vanderberg und Ken Pike auf den Spuren von Rammstein, Oomph! und Lindemann, ohne allerdings wie eine billige Kopie zu klingen. Melodisch und düster geht es richtig zur Sache, Missstände in der Gesellschaft und menschliche Irrläufer werden gnadenlos thematisiert. Dem Zuhörer wird schonungslos ein Spiegel der Abgründe der menschlichen Psyche hingehalten – und die kann wirklich sehr, sehr krank sein!

Neben den sehr guten Texten überzeugt das musikalische Arrangement. Der gitarrenlastige, zum Teil brachiale Sound kommt durch den Gesang richtig zum Tragen. Doch nicht nur metallische Härte ist auf dem Album „Welcome To My Dark Side“ angesagt, sondern auch sanfte Töne wie beim finalen Song „Valentine’s Day“. Die Gothic Tracks sind düster, aber nicht zu melancholisch. Eli van Pike beweist ein richtig gutes Händchen bei den Gratwanderungen. Abschließen wollen wir das Review mit dem Refrain des Songs „Welcome to my Dark Side“: Behind these eyes, there is something that you won’t expect…welcome to my dark side! Ein Refrain, der das komplette Album kaum besser beschreiben könnte – also unbedingt abchecken!

Eli van Pike: Welcome To My Dark Side – Tracks

  1. Made In Germany
  2. Herzschlag
  3. 1-2-Frei
  4. World On Fire
  5. Tears Of War
  6. One Last Rose
  7. Peter, 41
  8. Welcome To My Dark Side
  9. Amen
  10. Valentine’s Day

Eli van Pike sind:

  • Marc Vanderberg (Guitars, Drum & Bass)
  • Ken Pike (Lead Vocals)
  • Thorsten Eligehausen (Lead Vocals, Keyboards, Mix & Mastering)

Eli van Pike: Welcome To My Dark Side – Details

  • Label: DarkSIGN-Records & NRT-Records
  • VÖ: 14. April 2017
Redaktion

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