Crematory: Monument – Album Review

Review: Nach dem von Kritikern verrissenen letzten Crematory Album Antiserum starrte die Musikwelt mit Spannung auf den weiteren musikalischen Werdegang der legendären Gothic Metal Band. Mit Sorge betrachteten die Fans auch die aus persönlichen Gründen erforderliche Umbesetzung der Band. Seit April ist die Katze mit dem neuen Studio-Album Monument aus dem Sack!

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Fluch und Segen zugleich: Nach 25 Jahren Bandgeschichte scharen Crematory eine riesige Fangemeinde um sich. Die meisten Fans sind mit Crematory musikalisch tief verwurzelt und verbinden mit der Musik Emotionen und Erlebnisse. Dann kam besagtes Album Antiserum, dass bei vielen Anhängern für – sagen wir mal – Verwirrung sorgte. Zum 25-jährigen Bandjubiläum legten Crematory mit Monument ihr mittlerweile 13. Studioalbum nach – und es wirkt zumindest teilweise wie eine Versöhnung mit den „alten“ Fans.

Mit dem Weggang von Matthias Hechler Anfang 2015 und Harald Heine vor wenigen Monaten reihten sich drei neue Mitglieder in die Band Crematory ein: Tosse Basler für den Klargesang, Jason Matthias und – erstmalig bei Crematory – Rolf Munkes als zweiten Gitarristen. Für die bitterbösen Growls ist nach wie vor Gerhard „Felix“ Strass verantwortlich, am Keyboard agiert Katrin Jüllich und für die Drums ist Markus Jüllich zuständig. Eine Kombo, die ordentlich Dampf gibt und dem neuen Album mächtig Leben einhauchte!

So beginnt das Album nach einer kurzen Keyboard-Einlage wuchtig und gewaltig mit dem Song „Misunderstood“. Ein Song, der mit harten Gitarrenriffs und den Growls von Felix ordentlich Fahrt aufnimmt. Zeit zum Erholen lässt der energiegeladene Song während seiner gesamten Spieldauer von 3:50 Minuten nicht. Mit „Haus im Garten“ folgt der erste deutschsprachige Song des Albums, unser klarer Favorit! Neben dem starken Songwriting mit genialem Text überzeugt auch der Wechsel zwischen Growls und Klargesang.

Sehr keyboardlastig präsentiert sich der dritte Uptempo-Song „Die So Soon“ gefolgt von „Ravens Calling“, bei dem der Klargesang von Tosse Basler richtig zum Tragen kommt. Eine zweifelsfrei tolle Besetzung! Nach den beiden eher langsamen und leicht episch anmutenden Tracks geht bei „Eiskalt“, „Nothing“, „Before I Die“ und „Falsche Tränen“ dann wieder die Post ab! Härtere Riffs wechseln sich hier mit feinen Keyboardlinien ab, komplettiert werden die Tracks mit überragenden Gesangsparts.

Mit „Everything“ schallt für unsere Ohren die erste Ballade des neuen Albums Monument aus den Lautsprechern. Geschmeidig dahingleitend werden wir durch das folgende und wuchtige „My Love Within“ wieder aus den Träumen gerissen. Auch hier ein toller Wechsel zwischen Klargesang und Growls, begleitet von brachialen Gitarrenriffs. „Die Letzte Schlacht“ wird vom Keyboard eingeleitet und entfacht zu einem musikalischen Feuerwerk. Sanft und leise verabschiedet sich das Album nach zwölf Tracks mit der zweiten Ballade „Save Me“ von uns.

Fazit Crematory: Monument

Mit Monument haben Crematory ein Album auf den Markt gebracht, das durch seine erstaunliche Breite sowohl alte als auch neue Fans in seinen Bann ziehen dürfte. Nicht jeder Song wird daher dementsprechend punkten, die anderen Tracks sind dagegen erste Sahne! Übrigens ein sehr geiles Cover! Für die Fans liegt dem Album – neben dem Inlet mit den Songtexten – auch ein Poster bei.

Tracks

01. Misunderstood
02. Haus mit Garten
03. Die So Soon
04. Ravens Calling
05. Eiskalt
06. Nothing
07. Before I Die
08. Falsche Tränen
09. Everything
10. My Love Within
11. Die letzte Schlacht
12. Save Me

Web

Label: Steamhammer (SPV)
Band: www.crematory.de

Redaktion
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