Alben-Tipps für den dunklen Jänner: DON’T TRY THIS, ELIZIUM und UNDILUTED

Review: Kaum haben sich die Rauchschwaden vom Silvester Feuerwerk verzogen, wollen wir mit unserem ersten Plattenreview des Jahres erneut ein Feuerwerk zünden – genauer gesagt drei Feuerwerke, aber das natürlich nur musikalisch! Auf dem Plattenteller liegen diesmal die Scheiben von DON’T TRY THIS, ELIZIUM und UNDILUTED. Dem dunklen Monat entsprechend starten wir ziemlich metallisch finster und düster in das Jahr 2016!

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DON’T TRY THIS: Wireless Slaves

Bei unserem ersten Tipp für das noch frische Jahr 2016 handelt es sich um die Metalcore Band Don’t Try This – wobei die Einstufung nicht zu eng gesehen werden sollte. Tatsächlich gehen die Musiker aus Dessau ihren eigenen Weg und sorgen mit einigen Beigaben für ein kurzweiliges Hörvergnügen mit vielen Überraschungen und Kehrtwendungen. Neben den mächtigen Growls dringen immer wieder cleane Vocals ins Ohr, schnelle und langsame Parts wechseln sich hierbei kontinuierlich ab. Die Band versteht sich sowohl auf die feinfühlige als auch die brutale Gangart, mit emotionalen Texten und kraftvollen Refrains werden die Probleme des Alltags auf den Punkt gebracht. Wut und Trauer, Stress und Einsamkeit, gelungen verpackt in emotionsgeladenen modernen Metal! (Label/Vertrieb: FinestNoiseReleases/Radar)

ELIZIUM: Elysium

Mit ihrem dritten Album legt die niederländische Melodic Dark Rock Band Elizium erneut ein mächtiges Brett vor. Elf gefühlsgeladene, dunkeldüstere Tracks erzeugen beim Hören des Albums eine fesselnde epische Stimmung. Hin und hergerissen zwischen Leid und Glück begibt sich das Publikum mit Elysium auf eine fantastische Reise. Mit einfühlsamen Vocals webt der Sänger den Zuhörer in ein scheinbar sicheres musikalisches Gewand, um ihm danach mit druckvollem Gesang unerbittlich niederzustrecken. Emotionsgeladen wie der Gesang agieren auch die Instrumente, feine Klangteppiche mit Klavier werden hier ebenso eindrucksvoll in Szene gesetzt wie wuchtige Gitarrenriffs und niederknüppelnde Drums. Ein mächtig geiles Werk! Unbedingt anhören! (Label/Vertrieb: STF-Records)

UNDILUTED: The Withering Path

Melancholisch finstere Untergangsstimmung verbreitet die aus dem Raum Limburg/Lahn stammende Doom-Metal-Band Undiluted. Das dynamische und emotionale Werk zieht den Zuhörer unweigerlich in seinen Bann, trotz aller Schwermut der Songs begeistern Einfallsreichtum und Stimmungswechsel. Harmonisch auf höchstem Level verschmilzt der Gesang mit den Instrumenten, sowohl bei zarten als auch harten Klängen weiß das Zusammenspiel auf der ganzen Linie zu begeistern. Die Songs werden auf einer Welle von sphärischen, teilweise feinfühligen Klängen getragen, die immer wieder auf ein Kliff, bestehend aus massiven und wuchtigen Gitarrenriffs, schlägt. Ein sehr gereiftes und erwachsenes Werk – kaum zu glauben dass es sich hierbei um das erste Full-length-Album von Undiluted handeln soll. (Label/Vertrieb: STF-Records)

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Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin “Fraktur – Das Magazin” ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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