Besinnlich geht anders: Zwei aktuelle Metal Scheiben im Review

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Review: Also wenn wir mal ehrlich sein sollen: Bei der ganzen Weihnachtsmucke, die derzeit im Radio läuft, könnten wir gepflegt ins Essen brechen. Zu allem Überfluss brennt sich mit ihrer Omnipräsenz im TV zudem Helene Fischer unweigerlich und unauslöschbar in unser sensibles Gehirn. Da hilft nur Eines: Sich eine ordentliche Dröhnung Metal gönnen! Heute stellen wir Euch zwei neue Scheiben vor, die sich hierfür perfekt eignen.

MEIN KOPF IST EIN BRUTALER ORT: Brutalin

Unserer Bitte um eine baldige Nachfolge CD vom Erstlingswerk „Neue Deutsche Schelle“ ist die Frankfurter Band MEIN KOPF IST EIN BRUTALER ORT nur bedingt nachgekommen. Jungs, unter „schleunigst“ stellen wir uns etwas anderes vor 😉 Aber das Warten hat sich definitiv gelohnt! Konnte uns damals schon die EP begeistern, legen die Frankfurter mit dem Album Brutalin noch eine mächtige Schippe drauf! Mit zwei Sängern, deutschen Texten und gewaltigen Moshparts wird hier gnadenlos die Bühne abgeräumt. Dynamisch und zielstrebig kredenzt das Sextett eine riffbetonte, giftige Mischung aus Trash, Hardcore und Metal. Die Riffs sind scharf wie Rasierklingen und spalten das Hirn wie eine Axt das Brennholz. MEIN KOPF IST EIN BRUTALER ORT beweisen erneut, dass sich Metal und klischeefreie deutsche Texten durchaus ergänzen können – wenn es denn so perfekt umgesetzt wird wie von den Frankfurtern. (Label/Vertrieb: FinestNoiseReleases/Timezone)

REDEEMED IN PAIN: Dead Ænd Decisions

Melodischer Death Metal der neuen Schule schwingt aus dem grünen Herzens Deutschlands, dem schönen Thüringen, zu uns herüber. Gegründet im Jahr 2007, kann REDEEMED IN PAIN mittlerweile über 25 Gigs sowie zwei Alben vorweisen. Das erste Album des Quartetts erschien 2010, jetzt folgte nach weiteren fünf Jahren unter dem Label Hell Awaits im November das zweite Album „Dead Ænd Decisions“. Freunde des Melodic Death Metals erwartet mit diesem Werk ein echtes Brett! „Dead Ænd Decisions“ ist rau, hart und schroff – und extrem groovy. Groovige Riffs verschmelzen gekonnt mit melodischen Parts, wobei komplett auf Klargesang verzichtet wird. Das sauber abgestimmte Instrumental-Gerüst bildet die perfekte Unterlage für die mächtigen Growls. Gut umgesetzte Ideen, komprimiert auf das Wesentliche, sorgen für ein sehr kurzweiliges Hörvergnügen. Enthalten sind auf dem Album acht Songs zzgl. Intro, die Spieldauer beträgt 34 Minuten. (Label/Vertrieb: Hell Awaits/Radar)

Redaktion

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Spots, Trails und Rock’n’Roll: Seit 1996 treiben wir auf heimischen und fremden Trails unser Unwesen. Begleitet uns mit der Fraktur – Das Magazin auf unserer Reise durch die faszinierende Welt des Bikens und der Musik.

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