For Metalheads only: Vier heiße Scheiben für kalte Sommertage

DSCF3958

Review: Anscheinend macht der Sommer was er will! Anstatt sommerlichen Temperaturen, die wir eigentlich im Hochsommer erwarten dürften, macht sich – mal wieder – eine Kaltfront breit. Wir haben vier Metallscheiben aufgetrieben, mit denen ihr wenigstens zu Hause Gas geben könnt. Also unbedingt mal reinhören!

ANCIENT GODS: Forsaken Needs

Mit „Forsaken Needs“ veröffentlichte im April die Prog Metal Formation ANCIENT GODS ein Konzeptalbum der besonderen Art. Im Groben geht es bei dem Album um Kritik an der leistungsbezogenen Diktatur unter dem Deckmantel der Demokratie. Ein Thema, das natürlich viele anspricht und für Feuer sorgt – jenes entfachen die Saarländer sogleich mit ihren Songs. Die Band bewegt sich bei ihren Liedern hautsächlich im Midtempo Bereich, beherrscht aber auch gekonnt den Wechsel zwischen langsamen und schnellen Parts. Fette Gitarrenriffs und niederknüppelnde Drums strecken den Zuhörer – Maschinengewehrsalven gleich – erbarmungslos nieder. Sänger Jens John überzeugt mit seiner Reibeisenstimme besonders bei den zornigen Gesangseinlagen – die langsamen Gesangsparts sind dagegen nicht ganz unser. Mehr Infos unter www.a-gods.de (Label/Vertrieb: Digital: recordJet)

I SPIT ASHES: 99942

Die Zukunft gehört der Zerstörung und dem Tod allen uns bekannten Daseins: Zumindest ist das die wenig hoffnungsvolle Prognose der deutschen Modern Metal Band I SPIT ASHES aus Oberfranken. Wenn uns schon das Ende bevorsteht, dann sollten wir es wenigstens gebührend empfangen! Das Album 99942, dessen Zahlen für den Asteroiden Apophis und somit dem Ägyptischen Gott der Finsternis und des Chaos stehen, präsentiert sich als Mischung aus elektronischem Modern Metal und melodischem Death Metal. I SPIT ASHES überzeugen mit starken Synthie-Klängen, etwas untergeordneten aber dennoch guten Riffs sowie der überzeugenden Darbietung des Frontmanns, der auch zornige Growls nicht scheut. Mehr Infos unter www.spitashes.de (Label/Vertrieb: Hell Awaits/Radar)

q-box: Black Orleans

Die Hard Rock / Heavy Metal Band q-box hat mit dem Album Black Orleans bereits das vierte Studioalbum veröffentlicht. Der Zuhörer bekommt guten Mainstream Rock und Metal mit eingängigen Melodien kredenzt, die vom Ohr direkt an die Extremitäten weitergeleitet werden. Musikalische Ähnlichkeiten mit Metallica oder Pantera lassen sich zwar nicht verleugnen, dennoch schaffen es q-box, ihre Eigenständigkeit und eigene Linie zu behalten. Das Album Black Orleans bereitet auch nach mehrmaligen Hören noch mächtig Spaß, großen Anteil daran haben neben den großartigen Vocals sicherlich die einprägsamen Hooklines. Auch bei dieser Band gilt: Unbedingt mal reinhören! Infos unter https://qbox.bandpage.com (Label/Vertrieb: Hell Awaits/Radar)

KILL THE INNOCENT: Ayahuasca

Zum Abschluss soll es dann nochmal richtig deftig zur Sache gehen! Aus unserem Nachbarland Luxemburg stammen die fünf Metalcore/Modern Metaller „Kill The Innocent“. In Eigenregie ist im Sommer 2013 die sechs Songs enthaltene EP Ayahuasca entstanden, jetzt wurde diese Scheibe mit einem Label im Rücken nochmal veröffentlicht. Die Produktion kann sich sehen lassen, auch handwerklich können die Jungs aus Luxemburg sich hören lassen. Mit tiefen Growls und mächtigem Gitarrengedresche wird leicht zugänglicher Metalcore geboten, der allerdings nicht ganz aus der Masse herausstechen kann. Fans dieses Genres sollten der Band allerdings mal ein Ohr schenken und sich selber ein Bild unter www.killtheinnocent.bandcamp.com machen. (Label/Vertrieb: Thousand Times/Radar)

 

Andreas Waldera
Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin "Fraktur - Das Magazin" ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

Favorite Bike: Giant Reign X1, SE Quadangle 24"
Musik: Metal (Trash/Death)