Katzenjammer: Rockland – Album Review

Katzenjammer_Albumcover

Review: Mit Rockland veröffentlichten Mitte Januar die norwegischen Miezen ihr mittlerweile drittes Album. Nach den beiden vorangegangenen erfolgreichen Alben agierten die Damen des Quartetts bei Rockland zum ersten Mal auch als Haupt-Songwriter.

Katzenjammer zeichnen sich durch eine unglaubliche musikalische Bandbreite, die pure Lust an der Musik und Experimentierfreude aus. Die Norwegerinnen zeigen sich ebenso vielseitig wie unberechenbar, und genau das macht den Reiz der Band aus. Das dritte Album der Band ist somit wieder ein musikalisches Potpourri aus Country, Folk, Blues, Pop und Rock. Die Katzen jammern auch bei Rockland wieder in einer eigenen Klasse, unterstützt von einer Vielzahl an selbst gespielten Instrumenten – natürlich!

Rockland ist anders, wohl nicht zuletzt weil der Einfluss der Ladies als Songschreiberinnen das Album natürlich maßgeblich formt. Anders ist auch, dass das Album nicht mit allen Songs sofort ins Ohr geht. Es bedarf bei einigen Songs eines zweiten und dritten Anhörens, damit diese die volle Wirkung erzielen und sich im Ohr festsetzen können – spätestens dann ist der Zuhörer dem Charme des Albums allerdings voll erlegen.

Mit mächtig viel Blues zeigen sich der Opener „Old De Spain“ und der Song „Driving After You“, zwei Songs, die sich von Anfang an als Ohrwürmer behaupten – großartig! Natürlich schwingt auf dem Album auch wieder eine gehörige Portion Folk mit, wie zum Beispiel bei „My Dear“. Die Beschreibung Pop goes Folk würde „Curvasious Needs“ sehr gut beschreiben. „Oh My God“ ist der Beweis dafür, dass Katzenjammer jeglichem Schubladendenken widersprechen. Der gerappte Song ist anders, aber deswegen dann doch eben typisch Katzenjammer. Typisch, wie alle elf Songs der Norwegerinnen – und letztendlich alle doch so unberechenbar!

Fazit

Ein sehr gelungenes Album, auch wenn sich nicht jeder Song auf Anhieb im Ohr festsetzt. Kaufempfehlung? Auf jeden Fall!

Tracks

  1. Old De Spain
  2. Curvasious Needs
  3. Oh My God
  4. Lady Grey
  5. My Own Tune
  6. Shine Like Neon Rays
  7. Driving After You
  8. Flash In The Dark
  9. My Dear
  10. Bad Girl
  11. Rockland

Web

Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin "Fraktur - Das Magazin" ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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