UVEX Downhill Jet Fighter – Born to fly – Helmtest

Ende 2005 hatten wir den UVEX Downhill Helm im Test. Seit über vier Jahren versieht der Helm nun bei uns schon seinen Dienst und noch immer sind wir von diesem Helm sehr angetan. Die Zeit und diverse Bodenproben haben allerdings deutliche Spuren hinterlassen – Zeit also für einen neuen Helm! Wie gerufen scheint der UVEX Jet Fighter jetzt in die Fußstapfen seines Vorgängers treten zu wollen. Neu heißt aber nicht immer gleichzeitig besser! Wir waren sehr gespannt auf den “Neuen”!

Der Uvex Jet Fighter wurde gründlich überarbeitet. Nicht nur die Lackierung zeigt sich in einem völlig neuen Gewand, sondern auch die Schale aus Polycarbon und das Innenfutter. Der Helm zeigt sich deutlich runder und kompakter, wirkt aber immer noch sehr markant. Erstaunlich ist die Kinnpartie, obwohl diese beim Vorgänger deutlich ausgeprägter zu sein scheint, bietet der neue Helm mehr Platz im Kinnbereich. Die Lüftungslöcher des UVEX wurden überarbeitet und sind bei dem neuen Helm etwas kleiner, dafür aber mit einem Metallgitter abgedeckt und wirken mehr in den Helm integriert, was der Optik sehr gut tut! Beim Thema Belüftung kann aber auch der Nachfolger, wie schon der Uvex Downhill, nicht viele Punkte holen – diese fehlenden Punkte holt sich der Jet Fighter in anderen Bereichen. Erstaunlich ist das Gewicht des Jet Fighter. Mit einem Gewicht von knapp 910 Gramm bei der Größe M bleibt dieser sogar noch um einiges unter dem Gewicht des alten Helms, welcher ja auch schon beeindruckend leicht war. Trotz aller Änderungen bietet der “Neue” einige nette Details des “Alten”.

So ist der Hinterkopfbereich des Helms im Bereich des Brillenbandes wieder etwas abgesetzt, um ein Verrutschen der MX-Brille zu verhindern. Optisch gefällt uns auch diese Lösung bei dem Jet Fighter deutlich besser als beim Vorgänger. Das Sichtfeld ist top, weder der Kinnbereich noch der höhenverstellbare Helmschirm stören. Die MX-Brillen passen hervorragend. Ebenfalls überarbeitet ist das Innenfutter, wobei wir auch bei dem alten Innenfutter nichts auszusetzen hatten. Das Innenfutter ist antibakteriell, hautfreundlich, lässt sich entnehmen und waschen – Punkte, die wir auch schon beim Vorgänger sehr lobenswert fanden. Der Verschluss wurde komplett überarbeitet und statt dem ansehnlichen Gurt-Verschluss-System versieht jetzt ein Plastikklickverschluss seinen Dienst. Funktioniert tadellos und ist leicht zu bedienen. Ein Plus dieses Systems ist sicherlich das Gewicht, aber ob dieser ebenfalls so viel aushält wie der alte Verschluss wird sich in den nächsten Jahren herausstellen 😉 Derzeit gibt es für uns aber keinen Grund zum Nörgeln.

Der Kinnriemen ist gepolstert und lässt sich schnell und einfach anpassen. Die matte Lackierung des Jet Fighter ist der absolute Hammer! Noch nie wurde unsereins so oft auf einen Helm angesprochen wie es bei dem Jet Fighter der Fall ist. Da haben die Designer von Uvex genau den richtigen Riecher gehabt! Der Helm sitzt also nicht nur gut, man sieht auch noch gut darin bzw. damit aus – und der Helm vermittelt ein gutes und sicheres Gefühl! Eigentlich bräuchte man es bei Uvex nicht erwähnen, aber wir tun es trotzdem: Der Helm erfüllt natürlich die gängigen Sicherheitsnormen wie die EN 1078. Übrigens: Der Helm ist neben dem Jet Fighter auch als coole Skull Version erhältlich. Unbedingt mal anschauen! Mit dem Jet Fighter beweist UVEX, dass man gute Produkte immer noch verbessern kann! Knappe 130 Euro, die mit Sicherheit (für die Sicherheit) sehr gut angelegt sind!

Preis: 129,95 Euro
Größen: XS bis XL

Andreas Waldera

Andreas Waldera

Das Urgestein der Fraktur! Bereits im Jahre 1996 stößt Andreas als Team-Fahrer und Texter zur Fraktur, damals ein Fanzine ausschließlich für Downhill Biker. Nach vier Jahren ruft er das MTB/Lifestyle Onlinemagazin “Fraktur – Das Magazin” ins Leben – bis heute eine Herausforderung, die dem begeisterten Fahrradfahrer geradezu auf den Leib geschrieben ist.

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